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Geschrieben von Wollsocke am 12.02.2017, 20:54 Uhr

Welcher Kindergarten?

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Entscheidung für einen Kindergarten für meine Tochter (3) ab Herbst und würde mich sehr über euren Rat freuen.

Zur Auswahl stehen zwei Kindergärten und - ganz grob gesagt - beim einen gefällt mir das pädagogische Konzept besser, beim anderen die Räumlichkeiten.

Der eine Kindergarten ist ein Montessori-Kindergarten, und ich kann mich ganz gut mit dem Konzept von Montessori identifizieren (ich kenne mich nicht wirklich gut damit aus, aber habe mich durchaus ein wenig eingelesen). Was mir daran gefällt, ist die Art, wie die Kinder früh Selbstständigkeit lernen und auch intellektuell gefördert werden. Ich denke, meine Kleine käme damit gut zurecht. Ich könnte mir vorstellen, dass es ihr den schulischen Einstieg erleichtern würde, va die "Vorschule" im letzten Kiga-Jahr. Eigentlich würde ich sie sofort in einem Montessori-Kindergarten anmelden, aber...

Einziger Wermutstropfen: die Einrichtung ist alles andere als charmant. Ein winziger Spielplatz, eingebettet in ein Panorama aus Sperrmüll, Containern und einer Fabrik, und die Innenräume sind auch nicht soo ansprechend.

Die Alternative wäre ein "normaler" Kindergarten, eher waldorfig angehaucht vom Konzept her. Er ist wunderschön von innen, hat außen eine tolle Spielwiese, die Kinder sind viel draußen - kurzum: man fühlt sich direkt wohl (zumindest ich als Mutter - die Frage ist, wie sehr kleine Kinder sowas schon wahrnehmen?).
Hier ist eben der Nachteil, dass die Förderung nach Montessori wegfällt, die mir so gut gefallen würde.

Ansonsten sind die beiden Kindergärten vergleichbar (nette Erzieherinnen, Wohnort Nähe, Betreuungszeit, usw).

Meine Fragen an euch:

1. Wie stark findet im Kindergarten überhaupt Förderung statt, dh wie stark fällt das pädagogische Konzept überhaupt schon ins Gewicht? (Bzgl Vorbereitung auf die Grundschule) ist es in dem Alter nicht wichtiger, dass man einfach nur Kind ist und spielt?

2. Wie sehr hat das Ambiente überhaupt Einfluss auf ein kleines Kind? Profitiert es davon oder ist die Schönheit der Einrichtung egal, Hauptsache es sind nette Freunde da?

Vielen lieben Dank im Voraus! :-)

 
7 Antworten:

Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von lubasha am 12.02.2017, 21:42 Uhr

Ich bin nicht so für die pädagogische Konzepze, meistens geht es darum, dass die Kinder und die Erzieher den Tag bestehen und mit guter Laune heim gehen. Dazu gehört struktureller Ablauf, freies Spielen, Ausfluge... es findet soweit ich weiß in jedem Kindergarten statt.

Die Kita von meiner großen hatte hier gute Öffnungszeiten, sehr herzliche Erzieherinnen die mit Elan und Herz bei der Sache waren und sehr viele fröhliche aufgeweckte Kinder. Räumlichkeiten waren gräßlich (grauer Betonbau, aufgehübscht mit den bunten Kinderbildern), Catering war OK, Garten nicht vorhanden (aber eine große Dachterrasse, wo im Sommer die ganze Kita reingepasst hatte). Die Kinder wurden mit Ausflügen und Malen zum schauen und stauen angeregt, die waren in Bücherei und haben viel geredet. Das Vorschulprogramm war gut und war meinen beiden nicht langeweilig. Jetzt wird mein Kleiner das Vorschuljahr wiederholen und ich denke nicht, dass er sich da langeweilen wird.

Montessori hat meine in der Grundschule kurz kennengelernt. Es ist nicht schlecht, aber sicher kein NonPlusUltra. Mehrere Eltern, wo die Kinder in der Montessori Vorschulgruppe waren, haben mir von den Schwierigkeiten mit dem Selbstbewusstsein der Kinder berichtet, da die Lehrerin nicht so ohne War und eindeutig ihre Lieblinge hatte bzw manche Kinder abgestempelt hat.

Montessori mit einem schlechten Pädagogen kann zum Nachteil für die Kinder sein und auch Regelkindergarten kann wundervoll Kinder fördern, ohne dass ein wohlklingende Konzept dahinten steckt.

Ich würde, wenn mir beide zur Verfügung stehen, das mit dem großen Garten nehmen, vorausgesetzt sie sind beide vergleichbar weit von zu Hause bzw von der Arbeitsstelle entfernt.

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von emilie.d. am 12.02.2017, 22:17 Uhr

Ich finde, die Einrichtung steht und fällt mit der Qualität der Erzieherin. Nicht so sehr mit dem Konzept.
Was meinst Du mit "Die Innenräume sind nicht so ansprechend?" In guten Kigas wird viel kreativ gemalt, gebastelt, geschmückt. Hängen nur von den Erzieherinnen vorgefertigte Basteleien (der klassische Marienkäfer) herum? Das würde mich auch abschrecken. Aber selbst ganz kleine Räume kann man mit guten Ideen entsprechend attraktiv gestalten, Ausruhoasen mit Matratzen schaffen usw.

Im Vorfeld kann einem ganz viel "erzählt" werden, wichtig ist, was dann tatsächlich umgesetzt wird. Und das siehst Du an den Räumen und auch an den Kindern (hocken z.B. welche einsam herum, ohne dass es irgendjemand interessiert). Der Betreuungsschlüssel ist sehr wichtig.

Wir haben einen Kiga angeschaut, der auch viel Montessouri Material hatte, was ich toll fand. Und angeblich viel Wert auf Kreativität legte. Auf der anderen Seite aber am Schnuppertag ausgerechnet vorgefertigte Kreise aufeinander kleben ließ und viel "Schönes", aber offensichtlich wenig von den Kindern selbstgestaltetes im Fenster hatte.. Das passte für mich nicht zusammen.

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von Johanna3 am 13.02.2017, 7:55 Uhr

Ich würde mich für den "normalen" Kindergarten entscheiden. Nicht von ungefähr kommt es, dass der Raum oft als "weiterer Erzieher" angesehen wird.

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von juhu13 am 13.02.2017, 9:27 Uhr

Wir haben den Kindergarten danach ausgewählt welcher meinem Kind und mir am besten gefällt. Lass deine Tochter doch mit aussuchen - sie "muss" schließlich dann dort jeden Tag hin.
Meine Kleine geht nicht in einen Montessori-Kindergarten, aber vieles ist von Montessori abgeleitet und das Konzept ist toll und sie werden dort auch gut auf die Schule vorbereitet (so wie wahrscheinlich in jedem Kiga).

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von Susanne.75 am 13.02.2017, 10:04 Uhr

Eigentlich hast du dir die Frage selbst beantwortet. Zu dem "normalen" KiGa hast du geschrieben, dass man sich da sofort wohlgefühlt hat. Vertraue deinem Bauchgefühl.
KiGa-Kinder sind nicht mehr so klein, als dass sie nicht merken würden, welch gute Spiel- und Tobemöglichkeiten sie haben oder nicht.
Für mich war es immer am wichtigsten, dass meine Tochter fröhlich und gern in den KiGa geht und da ideale Bedingungen zum Spielen (drinnen und draußen), Toben usw hat.
Jedes Konzept steht und fällt ohnehin mit den Erziehern. Jeder gute Kindergarten fördert Kinder und unterstützt sie in ihrer Entwicklung.

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von HSVMarie am 13.02.2017, 11:39 Uhr

Hmmm, für die Kinder kann so ein "wildes" Außengelände auch ziemlich spannend und anregend sein. Aber so genau kann ich das nicht beurteilen. Unsere Kita hat ein sehr sehr kleines eigenes Außengelände. Unsere Kitakinder nutzen deshalb den Schulhof der Grundschule mit und sind viel im nahegelegenen Wald/Naturschutzgebiet. Uns waren zudem die Öffnungszeiten noch wichtig und das Konzept sagte uns auch relativ zu. Sicher gibt es Kitas, die mir prima gefallen hätten, aber man muss halt abwägen was wichtiger ist und wo man einen Platz bekommt. Ich habe meine Kinder immer bei ca. 8 Kitas angemeldet.

Bei uns im Ort wärst du für einen Platz in diesem Jahr zu spät dran mit anmelden. Die Platzvergabe ist hier zwischen November und Januar. Aber das ist sicher auch Regionsabhänging.

Wenn ich so ganz frei wählen könnte, würde ich die Kita nehmen, in der ich mich am wohlsten fühle. Denn Erziehung gebe ich ja nicht ab, sobald mein Kind in die Kita geht. Darum gebe ich nicht zu viel aufs Konzept. Klar sind einige Punkte wichtig, aber inwiefern das immer alles so eingehalten wird, wie es im Konzept steht, weiß ich natürlich als Mutter, die nicht den ganzen Tag dabei ist, nicht.

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Re: Welcher Kindergarten?

Antwort von Biene88 am 13.02.2017, 20:32 Uhr

Ein Kiga, der nach dem Konzept Montessori arbeitet, bedeutet vor allem, dass er auch viel mit Monetssori- Material arbeitet. Das gibt es aber inzwischen auch in Kigas ohne diesem Konzept. Natürlich wird dann nicht nach der Theorie gearbeitet, aber die Kinder lernen auch in Regelkindergärten Selbstständigkeit, da sie sich spätestens ab der Ü3Gruppe alleine an- und ausziehen müssen und auch sehr in den Tagesablauf und deren Pflichten eingebunden werden (Spielzeug wegräumen, Tisch decken, das eigen Essen holen, Betten stellen...)

Montessori ist also nicht so speziell, dass man deswegen auf einen anderen Kiga, der einem auch sehr gut gefällt verzichten müsste.

Ich würde mich auch für mehr Platz entscheiden. Im Prinzip haben wir das auch gemacht. Großes Außengelände ist von großem Vorteil. Es ist nicht so laut. Die Kinder können sich mal zurückziehen und in kleineren Gruppen was machen. Und wenn sich die Kinder im Haus nicht ständig auf die Füße treten ist das auch eher günstig.

Denk auch daran: Im Frühjahr, Sommer sind die Kinder meist 4-5 Stunden über den Tag draußen. Welcher Ort ist dafür besser geeignet?

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