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Geschrieben von kleinemine am 06.07.2020, 19:26 Uhr

Tot

Hallo

Von guten Freunden von uns wird bald ( wahrschenlich wenige tage ) der Mann versterben.... die beiden sind verheiratet und haben im Januar ihr drittes Kind bekommen. Die Kinder sind gerade 5 Jahre gerade 2 Jahre und 5 Monate alt... alles sehr sehr traurig auch für uns.

Meine Tochter spielt auch sehr gerne mit der Tochter von den beiden. Sie sind beste Freunde. Somit ist unser Verhältnis unter den Eltern auch sehr gut. Die Kinder von meinem Mann und mir sind auch gerade 5 und gerade 2 Jahre alt. Passt also alles perfekt :).

So nun zu meinen Gedanken. Meine Tochter hofft immer das sie da spielen darf. Das sie den Papa von ihr im Kindergarten sieht... ist auch alles nicht schlimm. Aber wie kann ich ihr begreiflich machen das der Papa von ihrer besten Freundin nicht mehr lebt , ohne das sie selber Angst bekommt das ihr Papa stirbt.

Ich habe schon an etwas wie ein Symbol gedacht. Das ich dann beiden Mädels in die Hand gebe, das wenn sie an den Papa von Juana ( so heißt die Tochter von den beiden ) denken etwas schöne haben. Aber was kann ich beiden geben ? Einen Engel zb an einer Kette? Habt ihr vielleicht einen netten Vorschlag? Ich finde es sehr schwer....

Mir tut natürlich auch die Frau sehr Leid. Sie steht bald mit 3 kleinen Kindern ganz alleine da. Klar sie hat Familie und Freunde, aber der Mann der Papa der Kinder wird immer fehlen... Ich könnte so weinen...

Danke fürs lesen , und vielleicht eine tolle idee. Vielleicht hätte jemand Schonmal eine ähnliche Situation.

 
7 Antworten:

Re: Tot

Antwort von sunnydani am 07.07.2020, 11:44 Uhr

Das ist wirklich eine schlimme Situation! Und es tut mir schrecklich leid...

Für deine Kinder ist es am besten, wenn du die Wahrheit sagst, ihnen ihre Fragen kindgerecht beantwortest und kein Tabuthema daraus machst. Du kannst ihnen ja die Ängste nehmen, dass euer Papa sterben wird, weil euer Papa gesund ist oder keinen Unfall hatte oder was auch immer beim Papa der Freundin passiert ist.
Du kannst es dann eben auch so erklären, dass manche Menschen sehr krank werden oder dass eben ein Unfall passieren kann (da würde ich eben das Thema aufgreifen, dass bei eurem Freund passiert ist) aber dass Papa ganz gesund ist und auch immer ganz gut aufpasst, dass ihm kein Unfall passiert.
Versprechen würde ich keine geben, denn man weiß nie, was passiert, aber man kann Kinder schon beruhigen, wenn man das so erklärt.
Und sag nie, der Papa der Freundin ist für immer eingeschlafen, nenn es beim Namen, er ist gestorben, er ist tot. Kinder können sonst unterbewusst Ängste vorm Schlafen entwickeln, weil sie befürchten könnten, dass sie auch für immer einschlafen könnten und nicht mehr wach werden oder sie bekommen dann dadurch eben Schlafstörungen.

Kinder spüren auch die unausgesprochenen Dinge und die belasten sie bzw. reimen sie sich dann selber etwas zusammen, was ihre Ängste oft noch mehr schürt.
Immerhin wird dein Kind ja von ihrer Freundin hören, dass ihr Papa gestorben ist und ihre Freundin wird bestimmt auch traurig sein und dass wird wiederum dein Kind mitbekommen. Deshalb würde ich offen damit umgehen und ehrlich darüber sprechen. So dass dein Kind das Gefühl hat, es darf alle Fragen stellen, die es hat und es ist kein Tabu darüber zu sprechen. Dann kann sie auch viel besser ihre Gefühle ausdrücken und es ist ja auch in Ordnung, wenn sie traurig deshalb ist. Der Tod gehört leider zum Leben dazu und Kinder können oft besser damit umgehen, wenn man ihnen nicht alles abnehmen oder sie davor beschützen will.

Mein Großer war 4,5 Jahre alt, als einer seiner kleinen Brüder, die viel zu früh zur Welt kamen, sechs Wochen nach der Geburt verstarb. Es hat ihn sehr mitgenommen, aber ich habe ihm alles erklärt, was er wissen wollte. Er durfte immer darüber sprechen, wenn ihm danach war und wir haben auch zusammen geweint. Er durfte auch wissen, dass ich deshalb traurig bin. Wir haben nie ein Tabuthema daraus gemacht und er ist auch immer noch oft Gesprächsthema bzw. für den Großen gehört er immer dazu. Er schaut sich oft das Fotobuch von ihm an, wir besuchen oft sein Grab, zünden Kerzen an, setzen neue Blumen, gießen die Blumen. Er bastelt auch an den Geburtstagen etwas für seinen verstorbenen Bruder. All das gehört zur Trauerbewältigung dazu. Und auch wenn es euch nicht direkt betrifft, dürft ihr auch traurig sein.

Ich habe mich am meisten gefreut, wenn Leute ehrlich zu mir waren, auch wenn ich gemerkt habe, sie sind sprachlos, betroffen, aber wenn jemand genau das zu mir gesagt hat: "Du, ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll. Es tut mir so leid." und mich dann fest gedrückt hat, hat mir das viel mehr bedeutet, als wenn sie dem Thema ausgewichen sind oder ich das Gefühl hatte, sie gehen mir aus dem Weg, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, wenn nachgefragt wurde, wie es uns/mir geht, auch Monate später noch und nicht nur direkt danach. Ich habe mich sehr gefreut, wenn jemand an den Geburstag und den Todestag von meinem Kleinen gedacht hat und mir ein paar nette Worte gesagt oder geschrieben hat.

Vielleicht kannst du auch fragen, was es gibt, wo du ihr helfen kannst, vielleicht kannst du ihr mal die großen Kinder abnehmen oder ihr gekochtes Essen vorbeibringen. Wenn sie auch deine Freundin ist, einfach schweigend da sein, zuhören, ihren Schmerz aushalten.
Wenn es um Materielles geht, habe ich mich am meisten über Persönliches gefreut. Eine Karte mit persönlichen Worten hat mich immer sehr gerührt. Ich habe auch eine selbstgebastelte Kerze mit dem Namen meines Sohnes und seinen Geburts- und Sterbedaten bekommen, mit einem Regenbogen und einem Stern darauf. Diese Kerze ist mir sehr heilig und bedeutet mir sehr viel.
Engel sind natürlich auch immer eine nette Geste und ein liebes Zeichen!
Mach etwas, was sich nach deinem Gefühl richtig anfühlt. Wenn es authentisch und ehrlich rüber kommt, dann erreicht es einen.

Ich wünsche euch alles Gute!

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Re: Tot

Antwort von pauline-maus am 08.07.2020, 12:11 Uhr

nur reines bauchgefühl:

ansprechen wrde ich nichts aber gewappnet sein , wenn fragen kommen.
auf keinen fall das andere kind mit in euer boot nehmen , die sitzt schon in einem mit ihren eltern. du weißt gar nicht wie sie das theme kommunizieren und leben, da reinzukrätzschen kann fatal enden.
den eltern hilfe anbieten ist ein schöner zug , das würde ich auch machen

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Re: Tot

Antwort von kleinemine am 08.07.2020, 20:10 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Erstmal tut es mir leid, was du durch gemacht hast, dass du deine Baby sooo früh verloren hast . Bzw. Ihr. Ich stelle es mir wirklich schrecklich vor.

Ja Sie ist auch meine Freundin. Aktuell bastel ich an einer Blume , wo man in die Mitte dann eine LED Kerze anmachen kann. Ich denke das ist für ein 5 jähriges Kind schön.

Ich versuche für sie da zu sein. Gestern ist ihr Mann leider verdorben. Ich bin gestern bei ihrer Mutter gewesen um ihr auch nochmal zu sagen das wir da sind. Das wir helfen können.... ihre Enkeln hat heute erfahren das der Papa leider verstorben ist.

Meiner Tochter erzählen wir es denke ich morgen. Wir wollten es ihr nicht erzählen bevor die Freundin es weiß. Wir sind uns nicht sicher gewesen ob die kleine heute in den Kindergarten geht....

Vielen Dank für deine Ideen bzw deine Erfahrung und auch deine ehrlichen Worte.

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Re: Tot

Antwort von kleinemine am 08.07.2020, 20:12 Uhr

Nein. Wir wollen der mutter nicht zuvorkommen. Sie soll es ihren Kindern erzählen... Das ist doch schrecklich wenn man es von einer Freundin hört und nicht von der mutter auch mit 5!!!!

vielleicht habe ich es von dir jetzt auch falsch verstanden.

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Re: Tot

Antwort von pauline-maus am 08.07.2020, 21:42 Uhr

Ich habe schon an etwas wie ein Symbol gedacht. Das ich dann beiden Mädels in die Hand gebe, das wenn sie an den Papa von Juana ( so heißt die Tochter von den beiden ) denken etwas schöne haben. Aber was kann ich beiden geben ? Einen Engel zb an einer Kette? Habt ihr vielleicht einen netten Vorschlag? Ich finde es sehr schwer....


Das meine ich..nicht beiden etwas zusammen geben, da es für beide eine unterschiedliche Baustelle ist.
Konzentriere dich auf dein Kind, ausser die Mutter bittet dich um Hilfe bei ihrem Kind( was du natürlich vorher anbietest)

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Re: Tot

Antwort von kleinemine am 09.07.2020, 20:08 Uhr

Achso. Okey. Ja dann habe ich es jetzt verstanden.

Ich habe der Tochter nun eine LED Kerze mit einer gebastelten Blume gegeben. Bzw ich bin heute bei der mutter gewesen und habe es ihr gegeben. Die Tochter wollte heute gerne in den Kindergarten.

Meiner Tochter erzählen wir es morgen. Wir hatten es bis jetzt nicht gemacht, da wir nicht wollten das es im Kindergarten vll ein paar Kinder es wissen und sie dann erst wieder dahin geht. Kinder erzählen ja oft ohne zu wissen was sie damit vielleicht anrichten könne. Was natürlich auch ganz normal ist.

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Re: Tot

Antwort von Strelitzie16 am 29.07.2020, 20:10 Uhr

Mein Beileid fürs Würmchen

Sowie du es machst finde ich es richtig. Abwarten bis ihre Tochter es weiß. Dass sie es nicht von deinem Kind erfährt. Sobald es soweit ist oder Fragen kommen, offen darüber sprechen. Habe ich mit meiner Tochter auch gemacht. Sie ist 4 Jahre alt und im Mai verstarb unser Nachbar der uns sehr nahe stand. War nicht leicht für sie. Aber die Kleinen verstehen es besser als man meint. Es gibt auch viele gute Bücher zu dem Thema Tod. Zufällig habe ich das beruflich gelernt in meiner Ausbildung zur Kinderpflegerin. Du solltest das Buch auswählen das dir am meisten zusagt in Bezug der Handlung und der Konstellation von dem Vater der Freundin am meisten ähnelt.

Alles Gute

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