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von Pandora8890  am 25.12.2018, 3:29 Uhr

Minimalismus beim Heiratsantrag

Frohe Weihnachten erstmal.

Leute, ich stecke gerade voll in der Zwickmühle und weiß nicht, wie ich diese Situation händeln soll.

Mein Freund (seit zweieinhalb Jahren) ist nicht unbedingt ein großer Romantiker und zudem ein ziemlicher Hornochse, was Überraschungen angeht.

Er kann, wenn er will, aber echt süß sein bzw weiß, womit er mir eine Freude machen kann; ich habe zu Beginn der Beziehung hier und da auch schon ein Röschen bekommen, sein erstes Geschenk an mich war eine Herzkette mit einem Stein in meiner Augenfarbe, er hat mich schon öfter mit einer Massage überrascht, usw...

Nun hat er mir vorhin nach dem Auspacken seines Geschenkes gesagt, ich solle unseren Sohn (6.Mon) in den Gehfrei packen und mich aufs Sofa setzen. Dann ist er in die Hocke gegangen, hat "Ichliebedichwillstdumichheiraten", gesagt und mir ein Ringsäckchen in die Hand gedrückt. Ein klein wenig nervös hat er dabei gewirkt.

Kurze Hintergrundinfo:
Wir haben schon oft und ausführlich übers Heiraten gesprochen und waren uns (unausgesprochen) einig, dass wir diesen Schritt auch irgendwann einmal gehen möchten.
Er hat mich dann vor ca einem Monat ziemlich ungeschickt nach meiner Ringgröße gefragt, deshalb ahnte ich schon, was auf mich erwarten würde.

Ich habe meine (zugegeben relativ hohen) Erwartungen bewusst erstmal ziemlich runtergeschraubt und mir etliche "misslungene" Szenarien durch den Kopf gehen lassen - nicht, weil ich ihn für unfähig halte, sondern um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben.
Ich habe mir sogar Online-Einträge von enttäuschten Antrag-Empfängerinnen mit Romantiklegastheniker-Partnern durchgelesen, um mich nochmal so richtig sorgfältig zu erden.

Aber DAS habe ich nun wirklich nicht erwartet und war erstmal total vor den Kopf gestoßen.

Ich habe also etwas verschämt gelacht, ihn (wartend) angeguckt und als nichts weiter kam "Ja" gesagt. Dann hab ich ihn lachend gebeten, doch bitte ein Knie auf den Boden zu stellen und dann nochmal "So, Jetzt. Ja!" gesagt.

Den Ring habe ich mir angesehen und ihn dann gebeten, ihn mir bitte anzuziehen. Er war währenddessen einfach ruhig und hat ziemlich ausdruckslos geguckt. Im Hintergrund war unser Sohn am meckern.

Das Ganze war eine Sache von einer Minute und dann ging es wieder über in den Alltag, wir haben unser Zeug gepackt und sind los zu seinen Eltern.

Meine Laune ist seitdem stetig am Sinken und mittlerweile ziemlich im Keller. Ich war sogar zwischenzeitlich vor Enttäuschung und Frust ziemlich abweisend zu ihm (knappe Antworten, wenig Augenkontakt etc). Ich weiß selbst, dass das unfair und gemein ist und bin deshalb sauer auf mich selbst, nur ich kann einfach meine Enttäuschung nicht verbergen und meine Laune sinkt dadurch dann noch mehr.

Mein Freund hat mich beim Packen auch schon gefragt, ob etwas ist (ich wäre so still) und ich habe irgendwann vorsichtig gesagt, dass ich mir gemein und fies vorkomme, aber dass ich enttäuscht bin.

Sein Kommentar war: "Du hast wahrscheinlich mehr erwartet, oder?", ich habe genickt und dann war das Gespräch auch schon beendet.

Ich hab einfach den Eindruck, er hat sich so gar keine Gedanken gemacht: Mitten am Tag, völlig unromantische Situation zwischendurch, der Kleine am heulen, noch nicht mal ein schnöder Kniefall und den Ring gabs in die Hand gedrückt...

Ein Spaziergang, ein Brief, "Ich möchte mein Leben mit dir verbringen" oder selbst ne olle Plastikrose wären ja schon ok gewesen.
...
"Und, wie hat er dich gefragt?" "Ja, du hast es bereits erfasst." Was ne Story, was ne Erinnerung.

Erschwerend hinzu kommen noch 2 Dinge:

Erstens habe ich zu Beginn der Beziehung ein Video auf seinem Laptop gesehen, in dem er seiner Ex-Freundin einen Antrag macht. Und zwar auf ihrer Geburtstagsfeier, mit Gitarrist, der wohl ihr Lieblingslied gespielt hat, einem Banner, der an der Wand aufgerollt wurde, Rose, Kniefall, schnulzige Rede, Ringschatulle und Beifall aller Beteiligten.
*Achtung* Mir geht es hierbei weder um die Ex, noch um die Art des Antrages. So ein riesen Tamtam wäre sowieso nicht mein Ding. Es geht mir aber um ihn und die Mühe, die er sich gegeben hat. Da steckte Herzblut drin.

Zweitens hat mir vorhin meine beste Freundin ein Foto von ihrem Weihnachtsgeschenk geschickt. Und jetzt ratet mal... ja, ein Verlobungsring, tada. Ihr Antrag war ja "sooo süüüß!" und sie muss mir nach Weihnachten alles erzählen.

Ich fühle mich gerade nicht sonderlich toll, dabei sollte ich das doch, oder? Schließlich möchte er sein restliches Leben mit mir verbringen. Nur Mühe geben möchte er sich dabei anscheinend nicht.

 
59 Antworten:

Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von emilie.d. am 25.12.2018, 7:45 Uhr

Das war von Deinem Freund recht ungeschickt, ihm fehlt da offensichtlich die Erfahrung oder eben die emotionale Intelligenz sich vorzustellen was er sich da uU für ein Thester unnötigerweise produziert hat.

Du musst für Dich entscheiden, ob Du darüber wütend und traurig sein willst. Von Neid zerfressen werden, wenn andere aufwendigere Anträge bekommen.

Der erste Antrag ist bei ihm ja offensichtlich schief gegangen. Irgendwie verständlich, dass er sich jetzt aufs Wesentliche beschränkt.

Auf die Knie gehen und einen Ring dabeihaben finde ich wirklich schön. Das hilft Dir jetzt nicht, aber ich hätte mich wegen aus Afrika importierter Rosen geärgert.

Ihr habt ein Kind, ich hätte ja auf jedenfall noch dieses Jahr geheirwtet (Steuer), aber der Zug ist wohl abgefahren.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Itzy am 25.12.2018, 8:36 Uhr

Ich kann das toppen. Wir saßen einfach Abends auf dem Sofa zusammen, redeten über dies und das, und dann hat er mich einfach gefragt. Einfach so, ohne Ring, Blumen o. ä.
Aber für mich war es toll! Das Gefühl stimmte, egal was drum rum war, oder wieviel Kreativität darin lag.
Er kann auch ganz anders, hat er vorher und nachher auch bei anderen Situationen gezeigt.
Für mich war es völlig ok, der Moment war magisch.
Für dich nicht und da liegt der Knackpunkt. Rede mit ihm über deine Gefühle, er muss es wissen. Aber versuche auch dich von deinen Erwartungen zu verabschieden. Er hat es nunmal so gemacht. Und die Liebe zwischen euch sollte das wichtigste sein, nicht der Antrag. Und vergleich es bitte nicht mit anderen. Ihr seid ihr!!!

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von albaconi am 25.12.2018, 10:58 Uhr

Leider hast du den Antrag nur an Äußerlichkeiten festgemacht und dabei selbst den romantischen Moment verpasst. Er hat dich ja nicht während des Wickelns gefragt (überspitzt gesagt) und ist in die Hocke gegangen. Warum war der Kniefall so wichtig?
Kannst du dir vorstellen, wie dein Partner sich gefühlt hat? Er war sicher schon nervös genug, eben weil er deine Erwartungen kannte und sie in diesem Moment nicht erfüllen konnte. Dann wird er noch zurecht gewiesen, wie er sich zu verhalten hat. Es wäre besser gewesen, die Situation so anzunehmen wie sie ist und ihn in den Arm zu nehmen. Das wäre der magische Moment für euch gewesen.
Ich glaube, auch wenn der Antrag wie bei der Ex gewesen wäre, hättest du etwas gefunden, was dir nicht gefallen hätte. Vielleicht wäre er einfallslos gewesen, weil er sich nix Neues ausgedacht hatte oder sonst was. Im Endeffekt hätte nur eine genaue Anweisung deinerseits geholfen, es dir in allen Punkten recht zu machen.
Im Netz nach „schlimmen“ Heiratsanträgen zu schauen, finde ich schon etwas schräg. Eine Beziehung muss andere Proben bestehen als so etwas. Es ist doch auch unwichtig, wer im Umfeld den besseren, schöneren und romantischeren Antrag bekommen hat.

Eine Beziehung muss sich im Alltag bewähren. Wenn er da hilfsbereit, rücksichtsvoll und liebevoll ist und hinter dir steht, ist das tausendmal mehr wert als ein überragender Heiratsantrag.

Ich hoffe sehr, dass du deine Enttäuschung überwinden kannst und die wesentlichen Dinge siehst. Die Hochzeit kommt ja noch und da hast du sicher auch schon bestimmte Vorstellungen ;)

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von kriku am 25.12.2018, 11:19 Uhr

Das tut mir Leid, dass es dir nicht schön genug war.

Ich hatte gar kein Heiratsantrag und kann mich auch nicht an den Moment erinnern. Wir haben über einen längeren Zeitraum immer mal wieder dadrüber gesprochen, dass wir mal ein Fest feiern wolle mit allen Freunden, Familie etc, dass wir so ein Glück haben uns gefunden zu haben und uns so lieben. Einer (und ich weiss nicht einmal mehr wer von uns) meinte, dass ist doch dann eine Hochzeit. Und das war es dann. Wir haben eine Hochzeit geplant :-)

Romantisch war das nun nicht, aber für uns beiden absolut super wie es war. Ich hätte ein Kniefall, Rosen etc nicht gewollt und mein Mann auch nicht. Ich fand es toll so wie es war und fand unsere Hochzeit super. Wir sind jetzt 10 Jahre verheiratet und ich würde meinen Mann immer wieder so heiraten!

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Pandora8890 am 25.12.2018, 12:33 Uhr

Tatsächlich habe ich keine genauen Vorstellungen und Erwartungen, genau deshalb habe ich ja auch vorher meine Gedanken zu diesem Thema reflektiert, um eben genau das nochmal zu vermeiden. Es geht mir wie gesagt auch nicht um jedes Detail, der Moment muss nur stimmen - bei uns beiden!

Natürlich habe ich seine Nervosität gespürt und mich auch selbst in seine Lage versetzt (Puh!). Für ihn war dieser "Moment" aber auch selbst anders geplant, das hat er mir vorhin erzählt. Ich glaube, genau das habe ich aber auch gespürt.

Zudem lag wirklich keine romantische Stimmung im Raum, und um eine aufkommen zu lassen, hat er in seiner Nervosität aber auch selbst keine Zeit gelassen. Es gab keinen Blick in die Augen, kein Halten der Hand, kein tiefes Durchatmen oder so. Tatsächlich war es so:
So, jetzt kriegst du dein Geschenk - setz den Kleinen mal da hin - setz dich - willst du mich heiraten.

Es ist immer schwierig, eine tiefe, facettenreiche Persönlichkeit, Beziehung, oder Situation in Worte zu fassen und das Risiko ist immer groß, dass es anders als beabsichtigt interpretiert wird. Ich hoffe deshalb, ich konnte ein bisschen mehr Klarheit schaffen.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Pandora8890 am 25.12.2018, 12:46 Uhr

Danke erstmal für die Antworten!

Wir haben gerade eben mal darüber geredet. Er sagt, er kann mich voll verstehen und hatte eigentlich auch mehr geplant, dann war er aber so nervös, dass er einfach drauf losgeplappert hat, worüber er sich selbst ärgert. Er selbst hätte das Thema auch angesprochen, wollte mir aber etwas Zeit und den Vortritt lassen.

Wir beide nehmen das Ganze sehr ähnlich wahr und haben also eben beschlossen, dass das Geschehen-das-nicht-genannt-werden-darf offiziell aus den Annalen gelöscht wird. :D
Auch der Gegenstand-der-nicht-genannt-werden-darf wurde zurückgegeben und einvernehmlich beschlossen, vom Nullpunkt aus zu starten. Wir beide fühlen uns besser damit.

Das Ganze hat mir gezeigt, dass wir einfach über alles reden können. Mir selbst fällt damit tatsächlich ein so großer Stein vom Herzen, dass ich jetzt schon ein klein wenig darüber schmunzeln kann.

Das, was mir so zu schaffen gemacht hat, war nämlich nicht der Antrag an sich, sondern die damit vermittelte Wertschätzung und Hingabe meines Freundes. Für mich liegt der Unterschied darin, ob er selbst damit zufrieden war oder selbst etwas "mehr" wollte.

Naja, in diesem Sinne ein frohes Fest der Liebe an alle!

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Julie am 25.12.2018, 12:52 Uhr

Mal abgesehen davon, dass man von der Qualität des Antrages oder der Mühe, die sich ein Partner beim Antrag gemacht, definitiv nicht auf die Qualität und Dauer der Beziehung schließen kann.
Wahrscheinlich kennt dein Freund deine überzogenen romantischen Erwartungen und wusste, dass er es dir eh nicht recht machen konnte.
Es gibt übrigens eine nette Kurzgeschichte zu dem Thema (ich weiß aber nicht mehr, von wem und kann sie auch nur in groben Zügen wiedergeben).
Auf jeden Fall ist der tatsächliche Antrag auch seeehr unromantisch (als das Paar gerade dabei war, sich für eine Feierlichkeit fertig zu machen, sie im Bad steht und sich schminkt und er sich die Krawatte bindet, sagt er zu ihr "es wäre steuerlich günstig, wenn wir dieses Jahr noch heiraten" - so ungefähr jedenfalls). Sie schreibt dann, dass sie (um den Glauben ihrer Kinder an die "große Liebe" nicht zu enttäuschen), ihren Kindern in romantischer Verklärung erzählt hat, dass der Antrag auf einem gemeinsamen Bootsausflug bei Sonnenuntergang war. Will sagen, keiner weiß, wie "toll" der Antrag deiner Freundin wirklich war.

Ich finde, dass dein Freund sich Mühe gegeben hat. Er hat deine Ringgröße in Erfahrung gebracht, auch wenn du es "ungeschickt" fandest. Er hat dich gefragt,
ob du ihn heiraten willst.
Und du hast - als wenn es sich um eine Generalprobe für ein Theaterstück gehandelt hat - ihm Regieanweisungen gegeben und die "Szene" wiederholen lassen, damit sie deinen überzogenen Ansprüchen genügt. Das finde ich viel unromantischer.

Wie du mit dieser Situation umgehen sollst? Wenn du der Meinung bist, dass er trotz des "verpatzten" Antrages der richtige Mann an deiner Seite ist, dann heirate ihn.
Wenn du nicht sicher bist oder dir der "richtige" Antrag so viel wichtiger ist als der richtige Partner, dann heirate ihn nicht und warte weiter auf den Disney-Prinzen mit dem richtigen Antrag.
Ich kann mich gar nicht mehr an den Antrag erinnern (bzw. ob es überhaupt einen echten Antrag gab), aber diese Ehe hält schon über 20 Jahre - und das ist, was zählt.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Pandora8890 am 25.12.2018, 16:16 Uhr

Ich finde, die Auffassungen von Romantik, gemeinsamem Humor, Beleidigung und übertriebenen Ansprüchen gehen weit auseinander.

Ich kenne mich und meine Fehler und "Spinnereien" sehr gut und arbeite bewusst mit und an ihnen. Mein Freund hat mich so kennen und lieben gelernt, genauso, wie ich ihn als liebevollen, mutigen, aber auch manchmal unüberlegt-tollpatschigen Menschen lieben gelernt habe.

Die Ringgröße zu erfahren (und den Mut nach dieser Frage aufzubringen!) war keineswegs das Ungeschickte, sondern seine Art und Weise in der Situation, das lässt sich aber schlecht in Worte fassen.

Ich bin sehr romantisch und auch (leider und glücklicherweise) perfektionistisch. Das ist mir durchaus bewusst und wir beide nehmen diese Eigenschaften gerne mal auf die Schippe. Als strenge, tadelnde Regisseurin haben wir beide mich beim Antrag nicht wahrgenommen (habe ihn mal gefragt), sondern die Situation lief mit einem Augenzwinkern ab.

Für mich ist ein Antrag keine Formsache und auch keine "Prüfung", die er bestehen muss, es ist eine Gelegenheit, um seine Gefühle zu verdeutlichen und eine schöne gemeinsame Erinnerung zu schaffen.

Pragmatismus haben wir im Alltag genug, da möchte ich die Romantik nicht ganz aus unserem Leben verbannen müssen.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Hexenmami79 am 25.12.2018, 18:31 Uhr

Hab ich das richtig verstanden, dass Du denn Ring zurück gegeben hast und der Antrag wiederholt wird???

Warum hast Du den Antrag nicht gemacht, wenn Du wusstest, dass Dein Freund sich so schwer damit tut?


Ihr seid Euch einig, dass Ihr heiraten möchtet. Wozu das Theater?

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Lovie am 25.12.2018, 23:28 Uhr

Weißt du was, ich bin verlobt.

Wie das kam? Ich saß mit ihm am Frühstückstisch und fragte, ob wir eigentlich nächstes Jahr heiraten. Und er sagte ja. Ende der Geschichte, es gibt nicht mal nen Ring.

Von Enttäuschung keine Spur.

Du hast vollkommen überzogene Ansprüche und lässt dich viel zu sehr von den Medien beeinflussen, die uns vorgaukeln, wie ein Antrag zu sein hat.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Lewanna am 26.12.2018, 23:42 Uhr

Das finde ich jetzt auch übertrieben.
Er hat gefragt du hast ja gesagt. Thema durch.
Bei der Hochzeit kannst DU ja dann alles planen und so machen wie DU es für richtig hälst.
LG

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Ich hab nichtmal einen Ringe bekommen, "früher" wurde das nie so übertrieben

Antwort von Ellert am 27.12.2018, 11:39 Uhr

Meiner hat mich gefragt einfach so
ohne Knie etc und ich habe ja gesagt, zu Weihnachten dann haben wir uns gemeinsam Ringe gekauft.

Warum muss ein Antrag so übertrieben gestatet werden, brauchts nen Ring mit Brilli ?
Ich hätte meinen Mann gekillt wenn er wie heute wohl üblich auf der Bühne gefragt hätte oder sonst in der Öffentlichkeit
das sind Fragen die gehören ins Kleine und sind vom Anlass an sich schön und romantisch, und wenn es in Jogginghosen beim Abfalleimer gewesen wäre
ich hätte mich gefreut und gut ist

dagmar

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sehr suspekt

Antwort von Ellert am 27.12.2018, 11:42 Uhr

ist es nicht wurstegal wie man einen Antrag bekommt
die Frage an sich ist wichtig und nicht das Drumherum.
(naja auf dem Klo sitzend würde ich nicht gefragt werden wollen aber der rest wäre mir wurst)
Alles Oberflächliche an sind ist doch nur Nebensache
gefragt hat er doch schon

dagmar

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Lovie - genau da hätte ich Angst

Antwort von Ellert am 27.12.2018, 11:44 Uhr

"Du hast vollkommen überzogene Ansprüche und lässt dich viel zu sehr von den Medien beeinflussen, die uns vorgaukeln, wie ein Antrag zu sein hat."

Manche Dinge sind im Leben nur einmal
einen zweiten Antrag in dem der partner das genau so macht wie man selbst möchte finde ich albern und peinlich
aber
noch mehr Angst hätte ich vor einer Hochzeit die ggf nicht so ist wie man das aus dem Fernsehen kennt
und man sich vor lauter Erwartungshaltung nicht einlassen kann auf de Moment

Das Schöne ist nicht das was der partner ggf in dem Moment bietet sondern was man selbst daraus macht
und ein solcher Antrag wie oben mit nervösem Freund wäre mir lieber als 100 mal vorher vor dem Spiegel geprobt damit auch die Worte und die Mimik stimmen
denn das ist nicht echt

dagmar

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von mausebär2011 am 27.12.2018, 12:16 Uhr

Ich habe auch auf einen Filmreifen Antrag gewartet. Am besten mit pauken und Trompeten und einem Mann der vor lauter liebe zu mir Berge versetzt.


Letztendlich saßen wir nach dem Mittagessen auf dem Sofa, er am TV schauen, ich was am lesen.
Dann sagte er zum TV gerichtet "eigentlich wollte ich dich fragen ob du mich heiraten willst!"

So, da saß ich und guckte ihn verdutzt an. Wollte? Eigentlich? Mich oder den TV?
Also starrte ich ihn eine Weile weiter an, er guckte weiter auf den TV, die Fernbedienung krampfhaft in der hand haltend und wartete.

Nach gefühlt endlosen Minuten drehte er sich dann zu mir und fragte einigermaßen richtig.
Hieß: er ließ sich vom Sofa rutschen und hockte dann vor mir und fragte "willst du mich heiraten?" (Ohne Ring)

Eine absolute Katastrophe. Aber er ist halt auch sein ein Romantik Legastheniker.

Und nachdem ich mir jahrelang einen überschwänglichen Antrag mit allen Tam Tam gewünscht habe, kann man sich ja denken wie ich reagiert habe!

Ich fing an zu heulen, stammelte zwischen den schniefern ein ja heraus und war der glücklichste Mensch der Welt!

Obwohl ich nämlich immer viel erwartet habe und dieser Antrag nicht hätte schlimmer sein können, war es der schönste Moment für mich! Mir wurde ja schließlich grade ein Antrag gemacht und das auch noch von jemandem der partout nicht heiraten wollte!

Mittlerweile sind wir 6 1/2 Jahre verheiratet und ich erzähle die Geschichte seines Antrags sehr gerne. Damit bringe ich immer alle zum lachen

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Allen Ernstes???

Antwort von Leewja am 28.12.2018, 13:18 Uhr

Du hast ihm den Ring zurückgegeben und er muss den Antrag jetzt angemessen wiederholen???

Ich würd an seiner Stelle sagen "Tja, dann eben nicht".


Ich sag dir eines dazu, was ich gerne so Bräuten wie Dir ins Gästebuch schreibe:
"Ist es nicht seltsam? Da verwendet man soviel zeit und Mühe auf seine Hochzeit. Dabei ist es gar nicht der wichtigste Tag im Leben. Der wichtigste Tag ist jeder Tag danach! Weil es nicht auf das Versprechen ankommt, sich zu lieben, sondern auf die Art und Weise, wie man dieses Versprechen erfüllt!" (Aus "Hochzeitsfieber" von Laura Wolff)

Es kommt nicht darauf an, wie der blöde Antrag gemacht wird, in 20 Jahren sind das alles nur noch Geschichten, unwichtig, nicht ausschlaggebend für dein/euer Leben.
Da kommt es nur darauf an, wie ihr diese 20 oder 30 oder 40 Jahre miteinander VERBRACHT habt, das ist das was zählt.

Ich bin völlig erschüttert, wie man diesen bescheuerten Hollywood-Scheiß so wichtig nehmen kann....

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das krasseste ist, dass du neidisch auf den Antrag an die EX bist! Die EX! Die er NICHT

Antwort von Leewja am 28.12.2018, 17:17 Uhr

geheiratet hat!!!!

Dann doch lieber eine schlichte Frage ohne tamtam und pseudogedöns, dafür aber dann ne Hochzeit und eine hoffentlich lang haltende Ehe.

Von dem supisüßen romantisch-öffentlichen (was für mich schon komplett alle Romantik ausschließt und deutlich zeigt, dass es dir um die Show und dif Bewunderung allenthalben geht) ist schließlich NICHTS übrig geblieben, oder?

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von zitronenmama am 28.12.2018, 19:57 Uhr

Hey,

ich erzähle mal meine Geschichte. Wir haben uns nämlich quasi im angeschickerten Zustand halbwegs gegenseitig gefragt.

Wir waren vor unserer Beziehung zwei Jahre gut befreundet, immer mit dem Gefühl, dass wir sehr eng miteinander sind ohne zu wissen wieso. Dann ist uns irgendwann aufgefallen, dass wir uns ineinander verliebt hatten. Zack, Beziehung - zwei Monate später sitzen wir eine Viertelstunde ins neue Jahr (1.1.2013) auf einer Treppe und reden über eine gemeinsame Zukunft. Irgendwie kamen wir dann darauf, dass wir einander innig lieben. Und dann habe ich ihn scherzhaft gefragt, was das jetzt bedeuten soll. Und er hat mich gefragt, ohne Planung, ohne Ring,... Ich habe ja gesagt. Ich war noch nie so glücklich. Den Ring haben wir eine Woche später gemeinsam ausgesucht. Anderthalb Jahre später, im August 2014, haben wir schließlich geheiratet. Seitdem wohnen wir zusammen, sind glücklich und kriegen im April unser erstes Kind dazu.

Unsere Hochzeit war nicht teuer, aber toll, mit fast 60 Leuten. Es muss nicht immer das Traumkleid, die teure Limousine oder der perfekte Antrag sein (unsere Hochzeit mit Flitterwochen hat dasselbe gekostet wie das Hochzeitskleid meiner besten Freundin XD). Viel wichtiger ist doch die Liebe und dass ihr euch füreinander entscheidet. Dreh doch den Spieß um - mach ihm doch einfach auch einen Antrag, der sich für dich auch romantisch und richtig anfühlt! Kannst ihm doch gern erklären, dass es sich für dich bisher nicht komplett angefühlt hat. Und steck deine Energie danach lieber in euch und eure Hochzeit ;) Ich wünsch dir alles Glück auf deinem Weg und dass du zufrieden werden wirst :)

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Dieser Wettbewerb um die grandioseste Hochzeit

Antwort von Tai am 29.12.2018, 9:50 Uhr

Dieser Wettbewerb, wer den "süßesten" Heiratsantrag, das schönste Hochzeitskleid, die umwerfendste Hochzeitsfeier hatte, ist doch albern.
"Und, wie hat er dich gefragt....?" - ist es so wichtig, wie die Außenwirkung ist?

Der öffentlich inszenierte Traumantrag deines Freundes an die Ex führte nicht zu einer glücklichen Ehe.
Ihr beide habt ein gemeinsames Kind und euch so doch auch schon für eine gemeinsame Zukunft entschieden.
Da kann ich deinen Freund gut verstehen, dass der Antrag halt schlicht und unspektakulär stattfand.

Wenn das Gelingen des restlichen gemeinsamen Lebens vom super romantischen Hochzeitsantrag abhängt und davon, wie toll ihn andere finden, ist das traurig.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Sille74 am 29.12.2018, 13:43 Uhr

Du hast während seines von mir aus "unperfekten" Antrags quasi Regieanweisungen gegeben und ihm echt den Ring wieder zurückgegeben und noch nicht final ja gesagt, damit er den Antrag perfekter inszeniert und ihn dann nochmals wiederholt???

Etwas Unromantischeres habe ich ja noch nie gehört! Das hat ja überhaupt keinen Zauber mehr. Krass!

Und dann noch der Neid auf den Antrag für die Ex. Hallo!? Sie ist die Ex! Was hat da der vermeintlich tolle Antrag genützt? Genau: nichts!

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ich glaube ich würde mir an seiner Stelle überlegen nochmal zu fragen

Antwort von Ellert am 29.12.2018, 15:31 Uhr

dagmar

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Ich auch!

Antwort von Sille74 am 29.12.2018, 19:21 Uhr

.

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Re: Ich hoffe auch, er überlegt sich das ganze nochmals und fragt nie wieder...

Antwort von nachbarn am 29.12.2018, 19:28 Uhr

wenn er ab jetzt die nächsten xx Jahre alles auf die Goldwaage setzen muss damit du
zufrieden bist. Mein Mann hat mich auf der Waderung gefragt, willst du mich Heiraten?
ich will mit die Alt werden.. Familie gründen.. Umarung und ich war Glücklich

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von stjerne am 29.12.2018, 23:14 Uhr

Ach Du meine Güte...
Mein Mann hatte nicht mal einen Ring und hingekniet hat er sich auch nicht.
Das ist doch alles völlig unerheblich. Er hat mich gefragt, ob ich mein Leben mit ihm verbringen will, darauf kam es an.

Ich weiß, Du hast jetzt schon viel Gegenwind bekommen und ich mag es eigentlich nicht, da dann noch nachzuhaken, aber Online-Einträge von Antragsenttäuschten? Das hätte ich bis eben für Satire gehalten. Wichtig ist doch nicht der Klimbim drumherum, sondern der Mensch. Übrigens gilt das auch für die Hochzeit. Da geht es auch nicht um die goldene Kutsche, hundert Tauben eine dreimeterlange Schleppe und eine mit Tüll und Rosen dekorierte Kirche, sondern um den Auftakt eines gemeinsamen Lebens.

Wenn er der richtige Mann ist, dann sollte es egal sein, wie der Antrag abläuft.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Nenilein am 30.12.2018, 0:37 Uhr

"Es ist eine Gelegenheit, um seine Gefühle zu verdeutlichen und eine schöne gemeinsame Erinnerung zu schaffen."

Verdeutliche halt DU deine Gefühle wenn er das nicht kann und frag selber.
Hören Männer vielleicht auch gern, aber das interessiert bei sowas für gewöhnlich keinen.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von zwergchen84 am 30.12.2018, 0:49 Uhr

Die "Kniefall und sooooo süssen Anträge" Verheirateten in meiner Umgebung sind bereits alle geschieden bzw. mittlerweile getrennt.
Meine Schwägerin bekam ihren "Antrag" beim Frühstück. Zwischen zweimal abbeissen des Brötchens stellte ihr Mann DIE Frage. Und die Ehe hält jetzt seit 18 Jahren. Mein Mann fragte mich beim Fernsehen auf der Couch. In Frauentausch reingezappt, die Dame da bekam einen Antrag mit allem "Tamtam". Ich sagte ihm, sowas will ich eher nicht. Darauf fragte er ganz ironisch, ob ich ihn heiraten will. Und ich sagte ganz ironisch ja.
"Zack", da war ich verlobt. Ohne Ringe, die suchten wir gemeinsam aus.
Meine Schwester bekam etwas vorher einen Antrag. Kerzen, Rosen, Kniefall, Ring... Wir machten eine doppelt Hochzeit draus und sie ist mittlerweile getrennt.
Meine andere Schwägerin bekam ebenfalls einen unglaublich tollen Antrag: getrennt. Ein Freund machte seiner Ex Frau einen sehr romantischen Antrag: Ring im Sekt, Kerzen und Rosenblätter überall verteilt... Und nun geschieden.
Die Liste ließ sich wirklich unendlich weiterführen.
Witziger Weise halten hier die Ehen, die kein riesen Aufhebens zwecks Antrag gemacht haben ^^

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Re: Dieser Wettbewerb um die grandioseste Hochzeit

Antwort von zwergchen84 am 30.12.2018, 1:02 Uhr

Wieso denke ich bei "spektakulären Antrag" IMMER an den "Prinzen von BelAir"? Da wird die Cousine von Will gefragt. Bzw. soll gefragt werden. Trevor machte einen Bungee-Sprung, fragt noch:"Hillary Banks, willst du meine..." und vorbei. Der arme Kerl hatte ein zu langes Seil und kam dabei um. So ähnlich jedenfalls. Und damals wurde mir, trotz aller süssen und romantischen Anträge bei "Nur die Liebe zählt!" klar: SOWAS will ich NICHT!

Ich liebe meinen Mann nicht weniger, nur weil der Antrag unspektakulär war. Und den Kindern ist es schnurz. Sie sehen nur, das wir uns lieben, für einander da sind und respektvoll miteinander umgehen. Die "Geschichte" MEINES Antrages ist MEINE Geschichte. Die darf auch gerne doof gefunden werden. Abet ich mag sie ^^

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von stjerne am 30.12.2018, 9:56 Uhr

Das finde ich sogar sehr naheliegend. Wer nur die große Romantik von Antrag und Hochzeit vor Augen hat, der wird vermutlich vom Alltag überfordert. Aber auf den Alltag kommt es an, da muss die Beziehung sich bewähren, nicht zwischen Champagner und Rosen.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von stjerne am 30.12.2018, 10:11 Uhr

"Wollte? Eigentlich? Mich oder den TV?"
Mich hast Du gerade auch sehr zum lachen gebracht.

Das ist eine wunderbare Geschichte!

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Maroulein am 30.12.2018, 10:14 Uhr

Die Frage ist ja immer was man sich von einem Antrag mit viel Brimbramborium verspricht-länger halten tut eine Ehe deshalb bestimmt nicht.
Ich kenne meinen Mann solange er lebt,wir sind über 20 Jahre zusammen und seit 19 verheiratet,wir wussten schon immer dass wir das perfekte Match sind und so war es klar daß wir heiraten,einen wirklichen Antrag gab es nicht,ich habe keinen Verlobungsring und keinen Ehering und ulkigerweise sind wir sehr glücklich .

Ich glaube ich hätte ihn ausgelacht wenn er irgendeinen Budenzauber aufgefahren hätte - ich kenne auch nur wenige Paare die es mit viel Tam Tam öffentlich gemacht haben .


Die Frage ist doch liebst du ihn wirklich?ich finde bei dem was du schreibst ist es ja nicht so dass er gar nichts für Dich tut,aber er scheint Deine Erwartungen nicht erfüllen zu können.
Wie läuft es denn sonst bei euch?
Mir ist wesentlich wichtiger dass ich einen Partner habe auf den ich mich immer verlassen kann,der mich daheim unterstützt und mit dem ich viel gemeinsam habe,so dass man auch nach 40 Jahren noch weiß worüber man sich unterhalten kann(die Marke haben wir bereits geknackt,wenn man Kleinkindergebrabbel als Gespräch gelten lässt ),der sieht wenn ich kurz vorm zusammenklappen stehe und mich auch Mal mitten am Tag schlafen lässt wenn die Kinder Nachts anstrengend waren(da kann er sie meist nicht abnehmen,da er viel Nachtschichten arbeitet),der mir meine Macken lässt weil es eh hoffnungslos ist mich umzuerziehen,das Gleiche aber auch von mir erwartet.

Ich weiß nicht ob man seine ganze Beziehung an einem solchen Ereignis festmachen sollte-passt es ansonsten dann solltest Du dir überlegen ob es nicht möglich ist Deine Erwartungen herunter zu schrauben.
Ich weiß ja nicht wo seine "Blockade" sitzt,der erste Antrag scheint ihn ja auch nicht weit gebracht zu haben sonst wäre er ja jetzt nicht mit Dir zusammen.

Eine erfolgreiche Beziehung kann man nur haben wenn man ehrlich zueinander ist,und auch nicht versucht seinen Partner zu verbiegen,auf Dauer hält das niemand aus sich zu verstellen .klar kann man sich entgegen kommen bei einigen Dingen,aber seinen Charakter schafft wohl niemand auf Dauer zu verstellen.Weißt du ob die vorherige Beziehung nicht vielleicht genau daran gescheitert ist,hat er vielleicht mit dem tollen Antrag Erwartungen geweckt die er dann hinterher gar nicht erfüllen konnte?weißt du ob es wirklich alles von ihm kam?ich kenne durchaus Frauen die das ganze durchplanen und der Partner hat das Schauspiel mitzuspielen damit sie hinterher angeben können wie toll es doch war.

Ich selber wäre nie auf die Idee gekommen mir Enttäuschende Antragsszenarien auszumalen nur um selber nicht enttäuscht zu werden,den Punkt fand ich ziemlich skurril.


Für mich stellt sich halt die Frage ob du nur einen Anlass gesucht hast um eine Beziehung die eh nicht so läuft wie Du es Dir vorgestellt hast in Frage zu stellen und beenden zu können,oder ob du eigentlich glücklich warst,dann müsste man das mit dem Antrag als -so sollte es zwar nicht laufen,aber vielleicht kann ich irgendwann drüber lachen- abhaken,auch das Gespann mit ihm,arbeitet die letzten Tage auf und macht weiter,wenn Du allerdings dann irgendwelche Vorstellungen hast dann rede offen mit ihm,dann kann er sich eher vorstellen was Du Dir wünscht.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Pandora8890 am 30.12.2018, 11:53 Uhr

Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber ihr hattet alle so Recht!!!

Vorgestern hat mein Freund Schluss gemacht. Ich könnte nur noch heulen!

Er meinte, es wäre ihm wie Schuppen von den Augen gefallen, dass ich immer viel zu hohe Ansprüche an alles habe und ihm wäre vorher nie bewusst gewesen, was ich eigentlich für eine Persönlichkeit habe. Nachdem ich ihm von diesem Post und den Antworten erzählt habe, meinte er, es ihm die Augen geöffnet. Er sieht die Sache offensichtlich so wie ihr. Am Ende hat er auch noch gesagt, wie sehr er den Antrag bereut!

Es hätte ihn schon immer genervt, dass er seinen Tagesablauf nach dem ausgedruckten Zeitplan zu bewältigen hat. Geschockt hat mich aber, dass er unsere Welches-Kompliment-bekommt-sie-heute-Lostrommel anscheinend von Anfang an nicht mochte!

Ich bin noch einmal tief in mich gegangen und bin jetzt restlos überzeugt: Dieser ganze Hollywood-Wahn hat mein Hirn vernebelt! Ich hätte mir nicht jeden Tag diese Serien, Filme, Ratgeber und meine geklaute Sammlung privater Hochzeitsvideos ansehen sollen!

Ich habe sofort meine drei pinken Hochzeits-Ordner verbrannt.

Glücklicherweise habe ich auch einen therapeutischen Online-Schnellkurs speziell bei romantisch-verklärter Realitätsentfremdung gefunden, der ist sein Geld wert!
Mittlerweile bin ich schon bei Stufe zwei: Wie man mental die eigenen Zukunftsträume schreddert - sehr effektiv, ich fühle mich schon viel pragmatischer. Morgen dann lerne ich endlich, wie man alle anstehenden Festivitäten einer Beziehung sinnvoll und kostensparend zusammenlegt, inklusive Beerdigung.

Mein Ex hat auch schon eine Neue: die Briefträgerin wurde gefragt, sie stand ja eh gerade an der Tür. Vor Freude hat sie einen Schlaganfall bekommen.
Es scheint die wahre Liebe zu sein!

...

Und jetzt mal ernsthaft: Wer mich aufgrund eines(!) Postings für ein amerikanisiertes, materiell orientiertes, verwöhntes, emotional verkrüppeltes Prinzesschen hält, Männer wechselnd wie die Unterwäsche, bis endlich der perfekte Prince Charming vor der Tür steht; den werde ich ohnehin keines Besseren mehr belehren können - und das auch gar nicht wollen. Ihr müsst mich ja nicht heiraten, was ein Glück!

Meine Freunde, Familie und auch mein Freund kennen mich und mein Leben und wissen, dass nichts von dem oben Genannten zutrifft. Man stelle sich vor, sie lieben mich so, wie ich bin! Und das auch noch freiwillig! Ohne Regie-Anweisung!
Und unsere Beziehung läuft allen Ernstes auch noch super! Stellt euch vor, ich liebe ihn auch!!

An alle anderen, die mir dagegen wirklich mit ihren Erfahrungen und einfühlsamen Ratschlägen geholfen haben: Ich hoffe, ihr konntet mal schmunzeln. Danke euch und wünsche einen guten Rutsch!

Ein letztes Wort an den Rest:
Ihr kennt mich nicht, wünscht mir aber z.T., dass ich von meinem Freund verlassen werde und alleine und ungeliebt darstehe.
Ihr wünscht einem anderen MENSCHEN, einem lebenden, fühlenden Wesen, ein Leben in EINSAMKEIT?!
Und das nur, weil ICH nicht in EURE Vorstellung eines "richtigen" Menschen passe.
Merkt ihr was?
Erzählt das bloß keinem Psychologen...

Over and out.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von ak am 30.12.2018, 12:26 Uhr

Na ja... ich denke , dann sich das ja alles erledigt. Nun bist Du ja nicht mehr enttäuscht, dass der Heiratsantrag an seine EX wesentlich ausgereifter war, als Deiner ?

Super... freut mich für Dich.

Weißt Du, es kommt nicht darauf an, WIE er das veranstaltet, sondern , dass er es ÜBERHAUPT macht.
Alles Gute für Euch.

L G

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Re: Allen Ernstes???

Antwort von Philo am 30.12.2018, 14:37 Uhr

dem stimme ich voll zu!
Mein Mann mir hat den Antrag morgens ganz verschlafen gemacht. Ich hab es zuerst gar nicht kapiert, dass das nun "der Antrag" gewesen sein soll.
Ring, Rosen, Kniefall? Nichts dergleichen.
Aber das zählt nicht.
Was zählt ist, dass wir seit fast 8 Jahren glücklich verheiratet sind, dass ich mich zu 100% auf ihn verlassen kann, dass er für mich da ist, sowohl in guten als auch in schweren Zeiten (und die hatten wir mit unserem chronisch kranken Kind genug!), dass wir zusammen lachen können, aber auch dass wir eine gute Streitkultur pflegen, dass er mich so nimmt wie ich bin.
Sch… auf den Antrag. Wichtig, ist dass er gefragt hat (ich hätte ihn nicht gefragt, da er eine gescheiterte Ehe hinter sich hat und ich ihn nicht drängen wollte) und dass es uns miteinander gut geht. Ad multos annos!
Und das schönste ist: Wir werden im Sommer kirchlich heiraten. Nach 8 Jahren Ehe noch einmal JA zu diesem wunderbaren Menschen sagen zu dürfen, empfinde ich als großes Glück.
Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, das Wesentliche im Leben zu erkennen und Du Dich nicht von (in den Medien propagierten) Nebensächlichkeiten ablenken lässt.
Alles Gute!

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Und Amen!

Antwort von Sille74 am 30.12.2018, 15:19 Uhr

Kritikfähig bzw. in der Lage, Dich und Dein tun mal zu hinterfragen, bist Du zwar nicht, aber Du hast durchaus Humor. Das ist auch etwas wert!

Alles Gute und einen wunderschönen, neuen Antrag! Ich würde dafür das Feuerwerk morgen an Silvester ins Auge fassen, bei einem Gläschen echten (versteht sich) Champus, Ring im Glas (aber Vorsicht: Nicht verschlucken!). Und vergesst nicht, Eure Tochter vorher zu knebeln, ein plärrendes Baby trübt die Romantik doch ungemein...

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Noraa6102 am 30.12.2018, 15:49 Uhr

Du hast nach Meinungen gefragt, in einem Forum, wo dich niemand kennt und beklagst dich dann, dass Leute, die dich nicht kennen über dich urteilen-merkste was?

Nur weil dir die Antworten nicht passen, wirst du pampig.
Dann frag doch einfach nicht, wenn du keine anderen Meinungen hören möchtest.
Die meisten Antworten waren einfach Erfahrungen, welche dir zeigen sollten dass ein traumhafter Antrag nicht die Garantie für eine glückliche, lange Ehe ist.

Mein Antrag war nicht sonderlich romantisch aber unsere Ehe hält schon über 18 Jahre. Alle um uns herum, welche mit Fallschirmsprung und roten Rosen Anträge machten, sind mittlerweile geschieden.

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ich überlege mir gerade

Antwort von Ellert am 30.12.2018, 18:31 Uhr

ob hier nicht ein noch recht junges Mädchen Ihre Träume ausleben möchte
und sich die Realität zusammenbaut...
Dir hat keiner gewünscht Du mögest verlassen werden
nur aufgezeigt dass Deine Reaktion "undankbar" war dem Menschen gegenüber
der Dir sein Leben zu Füssen legte - ich an seiner Stelle wäre unendlich verletzt und würde mir dreimal überlegen nochmal zu fragen

dagmar

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Re: Allen Ernstes???

Antwort von zwergchen84 am 30.12.2018, 20:50 Uhr

Ich sag wohl 2020 nochmal ja. Aber nicht kirchlich, sondern unspektakulär keine Ahnung wo. Einfach nur sowas wie schnödes Ringe nochmal tauschen und die schönsten Momente der letzten 10 Jahre Ehe und 20 Jahre Beziehung noch mal zu "erleben". Gefeiert wird dennoch, 2010 waren leider wenige meiner Freunde dabei, die sollen dann in 2 Jahren dabei sein.

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Und Thema "lebendes, fühlendes Wesen":

Antwort von Sille74 am 30.12.2018, 22:44 Uhr

(sehe ich jetzt erst so richtig, dieses Gefühlsgeschwurbel ...)

Ist Dein Freund etwa kein "lebendes, fühlendes Wesen"? Von einer "einfühlsamen" Reaktion, die Du hier Dir gegenüber von Wildfremden einforderst, ist doch Dein Benehmen ihm gegenüber weit entfernt. Ähnlich wie Ellert wäre ich, wenn ich er wäre, zutiefst gekränkt von Deinem Verhalten. Und ich muss sagen: Hut ab, wenn er das so schlucken kann!

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Kindchen

Antwort von Julie am 31.12.2018, 15:19 Uhr

Du hast einen ausgewachsenen Vogel.
Werd erst mal erwachsen, bevor du andere Leute zum Psychologen schicken willst.

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Ich kann dich schon verstehen...

Antwort von nils am 02.01.2019, 10:44 Uhr

Ich kann dich schon verstehen. Die meisten wünschen sich einen romantischen Heiratsantrag. Und wenn man dann noch dazu den von der Ex gesehen hat, dann wünscht man sich natürlich, dass dieser noch getoppt wird. Ich traue mir mal zu sagen, dass es jedem von uns innerlich so gehen würde.

Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass du dann so extrem unglücklich bist und deinem Partner das auch noch auf die Nase bindest. Er war mega nervös und es ist eben mal so gelaufen. Wäre nie auf die Idee gekommen von meinem Mann einen zweiten - besseren Antrag zu verlangen, dabei war dein Antrag ja noch romantisch gegen meinen.

Bei uns lief es so ab (und ja ich war danach auch mega enttäuscht!!!).
Zur Vorgeschichte: Ich habe meinen Mann im Internet kennengelernt, als Mann der über seine Gefühle schreiben konnte und seitenweise E-Mails verfasste - aber so toll und so tiefgreifend, dass man sich einfach in ihn verlieben musste!

Und so nebenbei erzählte er mir dann auch noch, dass er mal für einen Freund einen Heiratsantrag (Brief) schreiben musste, weil sein Freund für das unfähig sei. Und der Frau hätte der so toll gefallen. Das hatte ich einfach alles im Hinterkopf und dachte ich bekomme mal den tollsten Heiratsantrag, den es nur geben kann.

Tja, und wie ist es dann gekommen:
Wir saßen am Spielplatz auf einer Bank (der Kleine schlief im Wagen) und plötzlich drehte er sich zu mir und meinte ob wir nicht heiraten sollen (haben die Wochen vorher schon darüber gesprochen). War mir zuerst gar nicht sicher, ob ich das jetzt als Antrag sehen muss oder ob er das mal nur so laut vor sich her sagt. Er blieb dabei auf der Bank sitzen - also kein Kniefall, kein Ring und keine Blume.
Nach und nach wurde mir wirklich bewusst, dass das der Antrag sei auf den ich eigentlich gewartet hatte.
Und klar sagte ich ja, aber ich war (mit dem Hintergrundwissen, dass er es eigentlich romantischer könnte) total enttäuscht und fragte mich warum ich es nicht wert sei, dass er sich mehr Mühe gab.

Ich ließ es aber dabei und machte ihm keine Vorwürfe. Vielleicht bekam er es im Unterbewusstsein mit, dass ich enttäuscht war. Vielleicht war es auch ein Fehler nie darüber geredet zu haben, weil es mich, wenn ich zurückdenke immer noch wurmt.

Deshalb finde ich es auch gut, dass du mit ihm über das sprechen konntest. Miteinander über alles sprechen zu können ist extrem wichtig in einer Beziehung - wir können es leider nicht (was ich leider auch viel zu spät gemerkt habe)...

Auf jeden Fall sind wir jetzt über 10 Jahre verheiratet.

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Uff...

Antwort von stjerne am 02.01.2019, 12:03 Uhr

Einen Heiratsantrag zu bekommen, den jemand anders verfasst hat, wäre für mich tatsächlich der Gipfel der Romantiklosigkeit (ich vermute, das Wort habe ich gerade erfunden). Dann aber 100x lieber die Sparversion, aber die dann authentisch und von Herzen kommend.

Mein Mann hat mich im Urlaub gefragt, ohne Rosen und ohne Ring. Er ist auch nicht richtig niedergekniet, sondern hat sich neben mich gehockt , ich saß auf einem Terrassenstuhl.
Ich fand es trotzdem wunderschön und vor allem war es echt.

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Doch, ich kann für mich vollkommen ehrlich sagen,

Antwort von Leewja am 02.01.2019, 12:04 Uhr

dass ich diesen Antrag (sowohl den der AP, als auch deinen) dem großen, öffentlichen, beifallheischendem Tamtam bei weitem vorgezogen hätte.
Ein Riesenbohei , noch am Ende vor anderen, ist in meinen Augen nicht nur unromantisch, sondern geradezu rücksichtslos, und zwar der Befragten wie dem Publikum gegenüber.
Und ich hätte jemandem, der so eine Show macht, wohl eher nicht mein Ja-Wort gegeben.

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Re: Doch, ich kann für mich vollkommen ehrlich sagen,

Antwort von stjerne am 02.01.2019, 12:13 Uhr

Es ist ja auch die Frage, was man unter einem "romantischen Antrag" versteht. Ich habe mal erlebt, wie einer seine Freundin im Kino gefragt hat. Da wurde der Antrag eingeblendet und sie musste dann vor dem gesamten Publikum "ja" sagen. Das fand ich nicht romantisch, sondern oberpeinlich. Ein bisschen war es auch Erpressung, denn wer würde vor einem ganzen Kinosaal "nein" sagen?
Den schnörkellosen Antrag meines Mannes fand ich hingegen total romantisch.

Unromantisch fände ich "Ich habe das mal durchgerechnet, wir könnten xxxx € sparen, wenn wir heiraten und wenn wir es noch dieses Jahr hinter uns bringen, lohnt sich auch der Lohnsteuerjahresausgleich."

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Genau so!

Antwort von Sille74 am 02.01.2019, 18:02 Uhr

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das wäre es gewesen

Antwort von Ellert am 02.01.2019, 20:39 Uhr

mi der Steuerersparnis als Argument *ggg*

Aber ich glaube bei vielen Männern kommt sowas raus weil sie halt nicht so recht wissen wie und was fragen -
dabei ist es eigenlitch ganz egal, dass sie fragen und was dahintersteckt zählt

ich entstamme einer anderen generation, da gabs keine Antragsringe und man hat auch eher geheiratet mit dem Ziel das Leben zu verbringen und dann Kinder bekommen.
In der generation meienr Kinder ist das irgendwie andersrum und auch von der Erwartung anders
da heiratet man nicht mehr im Gasthof mit 20 Leuten, da spart man ellelang für eine große Hochzeit, dazu wären wir viel zu geizig gewesen, wir wollten einfach nur heiraten, ind er Kirche zum Altar laufen, versprechen, Ringe tauschen und zusammen gehören.

Wirklich romantisch fände ich am Strand zu fragen und am nächsten Tag dann dort auch zu heiraten, alleine im leichten Somemrkleid nur das Meer das Rauschen der Wellen und mein Partner

dagmar

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Re: das wäre es gewesen

Antwort von Sille74 am 02.01.2019, 22:37 Uhr

Ich glaube auch, dass das irgendwie eine Generationenfrage ist. Ich bin Mitte 40 und Heiraten wurde in unserem ganzen Umfeld eher pragmatisch angegangen, wobei es auch bei uns damals schon riesen Feiern gab mit dem ganzen Handball- oder Fußballverein als Gäste und/oder einem riesen Polterabend vorgeschaltet oder irgendwelche Sechsspänner-Pferdekutschen oder so (wobei die mit der Kutsche längst geschieden sind ...).

Bei uns jedenfalls gab es gar keinen Antrag. Da war einfach irgendwann irgendwie klar, dass wir unser Leben zusammen verbringen wollen und das auch amtlich und kirchlich besiegelt haben wollen. Und dann wurde alt geplant ... eine relatov bescheidene, aber schöne Feier.

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Re: das wäre es gewesen

Antwort von stjerne am 03.01.2019, 11:11 Uhr

Bin auch Mitte 40 und auch in meinem Freundeskreis gab es schon große Hochzeiten. Eine sogar mit Brautübergabe. Die Ehe mit der weißen Kutsche hielt ein halbes Jahr...
Aber dieses Tamtam um den Antrag gab es nicht und auch die Ansprüche an die Feier waren nicht so überzogen wie einiges, was man hier so liest. Ich denke auch, dass Hollywood da seine Spuren hinterlässt.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von Carmar am 03.01.2019, 23:35 Uhr

Ich würde ja jetzt zu gerne wissen, was da im TV lief.

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Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von Ellert am 04.01.2019, 12:52 Uhr

Das TRhema hatten wir schonmal oder ?
ich kenne keinen der damals zum Antrag ( wenn es den wirklich so klassisch gab) einen Ring mit Brilli bekommen hätte.
Viele im Umfeld haben gemeinsam Verlobungsringe gekauft und zur Hochzeit die Hand gewechselt,
wir waren über 4 Jahre verlobt, da wollte ich dann andere, aber eigentlich haben das meine Eltern auch so gemacht.

In der Generation meienr Eltern ist ja noch der Vater der Braut erst gefragt worden
das kenne ich so aber nichtmehr.


Scheidungen liegen sicher nicht an der Hochzeit oder dem Antrag an sich wie der war oder nicht war
oft liegt es an der Mühe sich zusammenzurauffen wenn es mal Probleme gibt. Und da hats ich die Gesellschaft gewandelt dass es leichter ist zu gehen und neu zu suchen als Monate oder Jahre der Mühe zu durchleben. Es haben sich ja auch die Rollenbilder komplett verändert in den letzten 50 Jahren, Ost und West zusammen vermischten sich die andere Rollenbilder hatten zu Zeiten meiner Eltern .

Wie war das denn in der DDR mit Verlobung und Anträgen ?
Dort haben ja viele sehr früh geheiratet ...

dagmar

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Re: Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von stjerne am 04.01.2019, 22:52 Uhr

Nee, natürlich haben die sich nicht wegen der bescheuerten Kutsche scheiden lassen. War nur als Beispiel dafür gemeint, dass romantische Inszenierung kein Eheglück garantiert.

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Re: Minimalismus beim Heiratsantrag

Antwort von mausebär2011 am 05.01.2019, 13:53 Uhr

Gute Frage!
Ich weiß es aber leider gar nicht mehr.
Ich glaube er hatte grade nur so vor sich hingezappt.

Er war halt sehr sehr nervös
Das macht er heute immer noch so. Wenn wir mal richtig miteinander reden, also so "Beziehungsgespräche" wird er auch immer sehr nervös und fängt auch an alles mögliche in die Hand zu nehmen und dran herum zu fummeln.
An dem Tag wars eben das nervöse "auf der Fernbedienung herum drücken"

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Re: Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von Sille74 am 05.01.2019, 17:17 Uhr

"Scheidungen liegen sicher nicht an der Hochzeit oder dem Antrag an sich wie der war oder nicht war"

Nein, natürlich nicht! Das Beispiel sollte einfach verdeutlichen, dass eine tolle Hochzeit (oder ein super "romantischer" Antrag) nicht unbedingt etwas für die Zukunft bedeuten. Selbstverständlich kann genau so gut eine Ehe schief gehen, die schon wenig romantisch begonnen hat und eine Ehe, die schon super romantisch begonnen hat, kann genau so wieter gehen, bis ein Partner stirbt. Denn wie Du schreinst: wirklich relevant sind andere Dinge ... Es stellt sicn aber vielleicht die Frage, wie gut man auf Dauer damit klar kommt, dass der andere so anders tickt ...

Diesen klassischen Antragsring mit Klunker, den nur die Frau bekommt, gab es bei uns (noch) nicht. Ich wüsste im Umfeld niemand, der einen bekommen bzw. gegeben hätte. Ich göaube, das ist auch ein angelsächsischer Braucb, der auch bei uns Einzug gehalten hat.

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Re: Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von zwergchen84 am 06.01.2019, 19:14 Uhr

Lach nicht... Wir sind ja erst Mitte 30 und seit 9 Jahren verheiratet(also es werden dieses Jahr 9 Jahre). Als sich unser Sohn ankündigte, hat mein Mann sich das "Okay" von meinem Vater geholt. Kein Witz! Er fragte meinen Vater damals zu dessen Geburtstag, ob mein Vater einverstanden wäre, wenn wir beide heiraten. Ja, er war einverstanden und mein Mann so erleichtert, dass er meinem Vater gleich noch erzählte, er werde Opa.
Leider haben dann meine Schwiegereltern einen Aufstand geschoben, weil ich, entgegen der "Tradition" nicht den Namen meines Mannes wollte(Er wäre dort nicht mehr erwünscht gewesen und ich wollte das so nicht). Wir haben dann die Hochzeit um 6 Jahre und zwei weitere Kinder nach hinten verschoben. Also eigentlich wäre ich sonst bereits 15 Jahre verheiratet ^^ Den Namen meines Mannes hab ich dennoch nicht angenommen. Wollten wir beide von Anfang an nicht und dabei sind wir dann geblieben.
Unsere Hochzeitsfeier, da 1. Doppelhochzeit und 2. grosse Familie meines Mannes(9 Geschwister plus Partner und teilweise schon Kinder), war mit 40 Leuten noch überschaubar ;) Brilli gab es nicht, kirchlich wird auch nicht geheiratet(sind beide ausgetreten), Fotograf hat meine Schwester uns leider versaut(sie meldete uns nicht mit an, wir hatten die Aufgaben verteilt und Fotograf war ihre Aufgabe), das einzige, was mir echt zu schaffen macht. Ich habe leider keine Bilder mit unseren Trauzeugen. Der Fotograf machte 2 Aufnahmen: einmal wir mit Kindern und einmal wir alleine...

Mein Vater hat unsere Hochzeit nicht mehr mitbekommen.

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Re: Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von Maxikid am 07.01.2019, 9:42 Uhr

Ich bin auch Mtte 40 und war auch schon vor 25 Jahren auf riesige Hochzeiten, deutsche wie ausländische Hochzeiten. So richtig mit allem drum und drann. So richtig klein wie wir, hat niemand geheiratet. Die Hälfte war mit Kirche die andere ohne. Wir wollten nie wirklich mit Kirche heiraten.....

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Re: Gab es zu unseren Zeiten Antragsringe ?

Antwort von Maxikid am 07.01.2019, 9:46 Uhr

P.S. Mein Mann hat mich bei unseren Italiener gefragt, ob ich Kinder haben möchte und als ich diese bejate ( ich werde nie wieder so tief ins Glas gucken) hat er mich gefragt, danach habe wir alle Bekannte angerufen und in unserer lieblings Bar eine richtig tolle Verlobungsparty gefeiert. Die war so toll, dass heute noch vilele sagen, dass diese besser als jede Hochzeitsfeier war. Eben, weil es so komplett spontan war.....

LG maxikid

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ähnlich hatten wir es auch

Antwort von Ellert am 07.01.2019, 21:50 Uhr

ich wollte auch nicht den Namen meines Mannes
schlimmer noch, er hat vor 30 Jahren meinen angenommen
und mein italienischer Schwiegervater ist aus Protest nicht mit aufs Standesamt
und war seither sehr distanziert.
Aber für uns war das eine Sache die nur uns anging und wir uns haben nie reinreden lassen.

Traurig dass Dein Vater quasi drunter leiden musste...

LG dagmar

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Ach weißt du, das ist doch schööööön!

Antwort von Trini am 08.01.2019, 14:15 Uhr

Mein Mann hat vor nunmehr 26 Jahren so beiläufig gemeint, wenn wir schon zusammen ziehen, könnten wir doch auch heiraten.

Und - wir haten letztes Jahr Silberhochzeit und sind immer noch glücklich.

Was nützt mir ein "aufgesetzter" Heiratsantrag, wenn es sonst nicht passt????

Trini

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Re: ähnlich hatten wir es auch

Antwort von zwergchen84 am 11.01.2019, 7:42 Uhr

Ja leider... Damals als wir entschieden haben, es zu verschieben, haben wir auch nicht damit gerechnet. Mein Vater wurde 51 Jahre alt, also nicht wirklich "alt".
Im Grunde hab ich meinen Schwiegereltern nachgeben. Die beiden sind/waren nicht ohne. Mein älterer Schwager hatte es gewagt, zu widersprechen(da war er bereits ausgezogen) und mein Schwiegervater brach den Kontakt sofort ab. Die jüngeren Geschwister bekamen Verbot, mit ihrem Bruder zu reden. Es wurde gehetzt, geschimpft, Lügen erzählt und bis zum Suizid meines Schwagers gab es keinen Kontakt zu seinen Eltern. Er war in Schwierigkeiten, wollte sich aber nicht an seine Eltern wenden. Ich kann es ihm nicht verübeln, sein Vater hätte ihm dann das Leben zur Hölle gemacht...

Ich wollte meinen Mann diesen Mist nicht aussetzen. Und unser Kind auch nicht. Schwiegervater kam zwar nicht zur Hochzeit(weder Standesamt noch zur Feier), aber den Kontakt hat er nicht abgebrochen. Sonst hätte er die drei Enkel nocht mehr gesehen umd das wollte er dann nicht ^^

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mein Mann ist auch kein Romantiker

Antwort von wir6 am 26.02.2019, 11:05 Uhr

eher Praktiker

für seinen Antrag hat er sich nicht verstellt oder irgendwelche Erwartungen erfüllt.

Es war einfach er und unkompliziert und überraschend und in seiner Einfachheit richtig schön.

Alles Andere wäre nicht er gewesen und ich liebe ihn ja so, wie er ist.

Er muss sich für mich nicht irgendein Kitsch ausdenken, damit ich bei Freunden angeben kann.

Er muss mich lieben, mit mir zusammen sein wollen und mir zeigen, wie schön das ist.

Wir sind nun bald 18 Jahre verheiratet.

Meine Schwägerin war ähnlich, sie hat immer wieder den Antrag ihres nun Mannes abgelehnt, weil sie ihn nicht gut genug fand.

Letztendlich hat es 10 Jahre gedauert, bis sie geheiratet haben, alles groß und pompös, eine richtige Märchenhochzeit, er hat alles für sie gemacht, so wie sie es wollte

Ende vom Lied, er hat sich so verändert, er ist so ein Ja-sager, da hat sie sich einen Nebenbuhler gesucht, einen echten Mann eben, der machte mit ihr was er wollte und sie lag ihm zu Füßen.
Der Ehemann durfte auf der Couch schlafen

Als die Affäre meine Schwägerin satt hatte, ging sie zu ihrem Mann und sagte, er könne jetzt wieder ins Schlafzimmer ziehen

Für mich unverständlich und nein, ich bin froh, dass mein Mann immer authentisch ist.

Viele Grüße

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