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Geschrieben von Daniela97 am 07.10.2009, 10:45 Uhr

Was soll ich tun? Vorsicht lang!

Hallo,

ich muß jetzt ersteinmal noch aus der Kiga-Zeit berichten, weil es da schon angefangen hat.

Meine Tochter hat eine zeitlang mit einem bestimmten Mädchen gespielt, was mich zwar erst wunderte, weil sie eigentlich eine andere zur Freundin hatte, aber ich habe mir erst nichts dabei gedacht. Irgendwann habe ich dann mal näher nachgefragt, warum sie denn nur noch mit diesem Mädchen spielen würde und nicht mal mit jemand anders. Ihre Antwort war halt, das dieses Mädchen es ihr verboten hat und auch ihrer anderen Freundin hatte sie es verboten mit meiner Tochter zu spielen. Ich habe dann zu meiner Tochter gesagt, wenn sie es möchte dürfe sie ruhig mit anderen spielen, das hat keiner ihr vorzuschreiben. Danach konnte sie sich etwas lösen und fing dann auch wieder an mit anderen zu spielen.

Nun ist es so, das die zwei u.a. in die gleiche Klasse gekommen ist und diesmal läuft es anders.

Meine Tochter ist so genervt von diesem Mädchen, weil es ständig weint und nie alleine sein möchte oder nicht mit anderen mal Kontakt aufnimmt, das sie halt angefangen hat ihren Mund gegenüber ihr aufzumachen. D.h. konkret das Mädchen wird halt geärgert ( nicht nur von meiner Tochter) weil sie Ice-Tee trinkt, da ist ja schwarzer Tee drin und das dürfen die halt nicht trinken. Oder sie wird drum gebeten wegzugehen, weil sie sich mit ihrer Freundin Geheimnisse erzählen möchte. Jedesmal fängt dieses Mädchen an zu weinen.

Was ich gemacht habe ist, ich habe ihr gesagt, das sie erstens aufhören soll sie zu ärgern und sie solle sie doch ruhig Ice-Tee trinken lassen, wenn sie das möchte. Sie muß es ja nicht selber trinken.

Wie soll ich denn in Zukunft damit umgehen?

Ihre Tochter ist ja auch nicht ohne. Ich bin so froh, das sich meine Tochter endlich traut, loszulassen und sich selbstständig Freunde aussucht. Und ich möchte nicht, das sich das wieder ändert, nur damit jemand anders seinen Willen bekommt.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es nicht gut, das dieses Mädchen geärgert wird, aber ich möchte auch nicht das wieder eine Freundschaft erzwungen wird. Letztes Jahr wurde sie noch zum Geburtstag eingeladen, dieses Jahr hieß es, nein, die nervt ständig.

Ich hoffe ihr habt ein oder zwei Tipps für mich.

Lg Daniela

 
2 Antworten:

Re: Mittelweg...

Antwort von Mijou am 07.10.2009, 11:06 Uhr

Hallo,

zwischen: eine Freundschaft erzwingen und ein Kind hänseln und ausschließen gibt es ja schließlich noch einen Mittelweg. Ich finde nicht, dass Du eine Freundschaft fördern solltest, warum auch? Du musst Deiner Tochter aber auch beibringen (und das hast Du ja auch schon getan), dass Hänseln und Wegschicken gar nicht gehen. Ein Kind muss sich in der Schule zu anderen Kindern gesellen können, ohne dann absichtlich ausgeschlossen zu werden, das grenzt für mich schon an Mobbing. So ein Kind bekommt dann ja keinen Fuß mehr auf die Erde.

Wenn die Kinder in der Pause zusammen stehen und dieses Mädchen dabei auch integrieren, ist das keine Freundschaft, sondern einfach ein selbstverständliches Sozialverhalten.

Kinder neigen dazu, im Rahmen der Gruppendynamik einzelne Kinder, die irgendwie in ihrem Verhalten abweichen, ruckzuck auszuschließen. Das gibt ein gutes Gefühle von Stärke und Dazugehörigkeit - nur nicht für das Opfer, das hier zu Recht weint. Auch, wenn Du es allein natürlich nicht ganz bremsen kannst, ich würde es zumindest energisch versuchen - zum Beispiel, indem Du Deiner Tochter hilfst, sich in so ein Kind hineinzuversetzen, das immer wichtig- und geheimnistuerisch weggeschickt wird.

LG

M.

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Re: Mittelweg...

Antwort von IngeA am 07.10.2009, 12:17 Uhr

Hallo,

ich würde Mijous Mittelweg gehen und ich würde das ehrlich gesagt auch bei der Klassenlehrerin ansprechen, auch wenn es nicht mein Kind ist, das von der Ausgrenzung betroffen ist. Du kannst da nur in sehr geringem Rahmen darauf einwirken, v. a. ja auch nur auf deine Tochter. Das ist für das Mädchen nämlich ein richtiger Teufelskreis, aus dem es nicht mehr entkommen kann: Es ist "anders" also wird es ausgegrenzt. Es reagiert dann mit nerven und Penetranz, es wird mehr ausgegrenzt...
Da muß die Lehrerin eingreifen, eine gute Klassengemeinschaft ist für alle Kinder unglaublich wichtig und dazu gehört auch, daß die Kinder lernen, mit anderen Kindern respektvoll umzugehen, die sie eben nicht besonders mögen.

LG Inge

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