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Geschrieben von lapin am 16.10.2019, 1:52 Uhr

Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Hallo,

natürlich klingt es komisch, aber ich überlege, mit meinen Kindern - beide 4. Klasse - bis Ostern nach Hessen zu gehen. Mal abgesehen vom Organisatorischen - ist dort die Grundschule wirklich einfacher als in Bayern? Ich möchte, dass sie es wenigstens auf die Realschule schaffen, und kriege sie hier einfach nicht von einem Dreier-Schnitt runter. Vielleicht kann mir jemand aus Hessen mal einen Test in Deutsch oder Mathe, 4. Klasse, mailen, dann hätte ich einen Vergleich?


Viele Grüße
Daniela

 
61 Antworten:

Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von emmisya am 16.10.2019, 7:24 Uhr

Wie nach Hessen geben?
Man kann doch nicht einfach so ein Schul-hopping machen.Ein gemailter Test aus einer anderen Klasse sagt gar nichts aus, da du den Unterricht dazu nicht kennst.
Im nächsten Schuljahr sollen die Kinder dann wieder in Bayern zur Schule gehen?

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 7:54 Uhr

Wenn ihr im Grenzgebiet zu Hessen wohnt, könnt ihr Euch ja überlegen, ob ihr die Kinder dort auf die Realschule gebt, dort zählt der Elternwille, Notenschnitt ist also egal. Falls ihr das unbedingt durchdrücken müsst.

Nur um die Zeugnisse ein paar Zehntel vielleicht (!) zu schönen, würde ich niemals Kinder die Schule wechseln lassen für ein paar Monate.
Zudem ist die Realschule in Bayern dann sicher auch ähnlich den Anforderungen der Grundschule, oder meinst Du, das geht dort dann ganz chillig weiter?

Hast Du Zwillinge oder ist eins der Kinder eigentlich ein Jahr älter, hat aber schon irgendwo eine Runde gedreht, Förderschule oder wie das bei Euch heisst?

Vielleicht ist das jetzt einfach der Weg Deiner zwei Jungs, an der Hauptschule zu starten. Was sie dann noch alles erreichen können steht doch auf einem anderen Blatt.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von cube am 16.10.2019, 7:59 Uhr

Also kurz nach Hessen für einen besseren Schnitt und dann wieder zurück nach Bayern?
Das ist doch eine Michmädchenrechnung. Sie werden ja nicht wirklich den Anforderungen in Bayern gerecht und würden dann beim Wechsel zurück doch wieder massiv absacken.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von IngeA am 16.10.2019, 8:27 Uhr

Vor allem weil nach so einer großen Umstellung die Noten auch oft erst mal abrutschen. Und dann 2x Umstellung (oder sollen die Kinder weiter in Hessen zur Schule gehen?)

Nach dem was man hier so liest, unterscheiden sich zumindest auf der Grundschule die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer nicht so gravierend voneinander.

LG Inge

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 8:41 Uhr

Und es ist doch auch so, dass die Lehrer selbst entscheiden können, welches Gebiet wann durchgenommen wird. Bei uns ist es so, dass selbst die Parallelklasse mitten im Jahr einen anderen Stand hat als die andere Klasse.
D.h. es könnte sein, dass die Kinder in den 6 Monaten auf der hessischen Schule zufällig das durchnehmen, was sie in der alten Schule schon hatten, dafür fehlen dann Inhalte, die in der anderen Realschule schon von August-November durchgenommen wurden. Oder anders herum werden Inhalte schon vorausgesetzt, die in Bayern erst für Februar geplant gewesen wären. Klar, kann man alles nachholen und wenn die Eltern die Stofflücken schließen geht es schneller als im Unterricht.

Aber für mich klingt das nach einem schwierigen Weg für die Kinder.

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Lieber...

Antwort von Windpferdchen am 16.10.2019, 8:46 Uhr

Es wäre sicher wesentlich effektiver, wenn Du mit Deinen Kindern täglich ein wenig übst. Oder, falls Dir das nicht liegt, einen Nachhilfe-Studenten bestellst.

Gerade in der 4. Klasse ist Hilfe sehr oft nötig, ich musste meine Kinder in diesem Alter auch unterstützen. Wir haben jeden Tag zusätzlich zu den Hausaufgaben noch Mathe und Rechtschreibung geübt. Das hat schon nach wenigen Wochen Erfolg. Man muss aber auch konsequent am Ball bleiben.

LG

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Ja

Antwort von kleinedame_34 am 16.10.2019, 10:50 Uhr

Ja ist sie, Bayern hat mit das schwerste Schulsystem in Deutschland. In Hessen zählt auch der Elternwille zum Übertritt nicht die Noten.

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Kenne Kinder

Antwort von kleinedame_34 am 16.10.2019, 10:51 Uhr

die in Kempten wohnen/Bayern/ und aufs Gym nach Isny gefahren sind /Baden Würtemberg/, weil es dort einfach ist. Haben dann mit besserem Abi in Bayern studiert.

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Re: Kenne Kinder

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 11:55 Uhr

Mh... wer solche Tricks nötig hat...

Wundert mich auch, da es in fast keinem Bundesland so einfach ist, ein EinserAbi zu bekommen wie in Bayern : aktuell 31,5%! Noteninflation wird angeprangert.

Und das waren dann ja immerhin fast Erwachsene Abiturienten, die diesen Aufwand vermutlich selbst entschieden hatten.

Hier geht es um 4. -Klässler, die für ein halbes Jahr aus der Schule genommen werden sollen. Ich seh das kritisch.

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Re: Kenne Kinder

Antwort von cube am 16.10.2019, 12:04 Uhr

Diese Mär vom angeblich ach so viel schwereren Abitur in Bayern oder sonst wo ist auch nicht auszumerzen.
Schulrecht und die Prüfungen sind halt Ländersache - jedes BL kocht leider sein eigenes Süppchen und eigentlich kann niemand sagen, ob irgendwo in BL x ein Abi komplett wirklich viel anspruchsvoller ist als in BL y. Die Abi-Prüfungen sind doch gar nicht in Gänze vergleichbar.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Luna Sophie am 16.10.2019, 12:06 Uhr

Kann ich nicht so ganz verstehen.
Warum muss es unbedingt die Realschule sein?

Gerade in Bayern ist das Schulsystem durchlässig.
Mittelschule gar nicht so schlecht.
Die Möglichkeit ab 7.Klasse zur Wirtschaftsschule zu wechseln.
Oder dort die 10.Klasse zu machen und bei guten Noten dann aufs Gymnasium zu wechseln bzw. Fachoberschule.
Nach der 10.Klasse Berufsfachschule oder Berufsschule mit Dualem System.
Da könnte das Abitur gemacht werden.

Wenn ein Kind in der Grundschule Schwierigkeiten hat und bessere Noten nur durch viel lernen und Nachhilfe, mit Hilfe der Eltern schafft, dann ist es meist sehr schwer an Realschule (oder Gymnasium) mitzuhalten.
Es wird in der weiterführenden Schule nicht leichter.

Und sollte das Kind gute Leistungen zeigen, weil es leichter lernt, dann ist doch ein Wechsel möglich.

Ein Schulwechsel in der 4. Klasse kurz vor Ostern hat ganz viele Nachteile.
Jede Schule, jede Klasse hat ein eigenes Tempo. In vielen Fächern ist die Reihenfolge der Themen frei wählbar. Bei Schulwechsel wird evtl. etwas nie gemacht und anderes doppelt, das fehlende Thema fehlt dann und muss allein nachgeholt werden.

Auch gibt es das Übertrittszeugnis schon im Mai. Was bringt ein Wechsel im März/April?

Und trotz Zugangsvoraussetzungen gilt auch in Bayern der Elternwille, wenn auch eingeschränkt.
Erreicht ein Kind die erforderlichen Noten nicht, dann kann es an einem Probeunterricht teilnehmen.

Schülerinnen und Schüler, die im Übertrittszeugnis der Jahrgangsstufe 4 keine entsprechende Schullaufbahnempfehlung für die gewünschte weiterführende Schulart erhalten haben, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten - unabhängig von den in der Grundschule erreichten Noten - am Probeunterricht des Gymnasiums bzw. der Realschule teilnehmen.
Der Probeunterricht wird in den beiden Fächern Deutsch und Mathematik abgehalten. Neben den landesweit zentral gestellten schriftlichen Aufgaben werden auch mündliche Leistungen bewertet. Der Probeunterricht ist bestanden, wenn in einem Fach mindestens die Note 3 und im anderen Fach mindestens die Note 4 erreicht wird. Den Erziehungsberechtigten wird das Ergebnis des Probeunterrichts mit Begründung mitgeteilt.
Nach Bestehen des Probeunterrichts können die Schülerinnen und Schüler in die Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums bzw. der Realschule übertreten.

Wenn ein Kind in Deutsch und Mathematik nicht mindestens einmal 3 und einmal 4 erreicht, dann ist es vermutlich nur sehr schwer in der Lage diese Schulform mit Erfolg zu besuchen.


Ich würde für keines meiner Kinder mehrere Schuljahre nur Drill und lernen, lernen, lernen haben wollen, jedenfalls nicht, wenn damit immer nur so gerade der Übertritt in die nächste Klasse geschafft wird.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 12:21 Uhr

Das ist ja interessant. Wie lange geht der Probeunterricht denn und ist das irgendwann in den Ferien oder wie klappt das?


Allerdings seh ich solche erzwungenen Wege immer kritisch.
Zumal wenn man auch andere Wege gehen kann.

Bei uns in BaWü galt es ja bis vor wenigen Jahren auch, das nur die Grundschulempfehlung zählte, nicht der Elternwille.
Kann mich noch erinnern, dass ein Junge aus meiner Klasse von seinen Eltern zu einer speziellen Prüfung geschickt wurde, das gab es damals wohl auch. Wurde dann mit Ach und Krach und viel Nachhilfe durchs Gymi geschleift. Natürlich auch noch ein "angesehenes" besonders anspruchsvolles.
Er ist mit dem Druck nicht zurechtgekommen. Rutschte wohl ins Drogenmillieu ab und wurde keine 20, kurz vor Studienbeginn nahm er sich das Leben.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von IngeA am 16.10.2019, 12:29 Uhr

Den Probeunterricht bestehen die wenigsten Kinder. Aber es stimmt, dass das Schulsystem sehr durchlässig ist.

Mittelschule
Realschule, Wirtschaftsschule, M-Zweig auf der Mittelschule
Berufsfachschulen, Berufsschule und Lehre
Gymnasium, FOS/ BOS, FOS/ BOS 13 (zum allgemeinen Abitur), Fachakademien...

Ein Kind muss JETZT auf die Schule gehen, die ihm JETZT gut tut, nicht die, die irgendwann mal vielleicht nach vielen Tränen und Überforderung mit Glück doch noch einen höheren Schulabschluss erreicht als Mittelschulabschluss.

Weiter machen kann man immer.

LG Inge

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Re: Kenne Kinder

Antwort von kleinedame_34 am 16.10.2019, 12:36 Uhr

woher hast du die validen Quellen mit 31,5?

nein, das waren Kinder ab der 5 .Klasse, sind mit dem Bus dahingefahren.

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Re: Kenne Kinder

Antwort von kleinedame_34 am 16.10.2019, 12:37 Uhr

Das ist kein Mär, sondern selbst erlebt. Meine Tochter hat ein Kind aus NRW jetzt neu in die 3. Klasse bekommen, das ist um Jahr zurück vom Stoff.

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Probeunterricht

Antwort von Luna Sophie am 16.10.2019, 12:37 Uhr

https://www.isb.bayern.de/download/21688/zeitplan_probeunterricht_2019.pdf

Selbst habe ich keine Erfahrungen damit.
Meine beiden Großen brauchten es nicht. Unser Sohn wird es nicht brauchen und bei den Zwillingen ist noch viel Zeit, sind erst 3J.
Und sollten die Jüngeren den erforderlichen Durchschnitt nicht erreichen, dann wäre auch der Besuch der Mittelschule völlig ok.
Einzig wenn durch Krankheit viel versäumt wurde, käme vielleicht die Idee vom Probeunterricht in Frage.

Mir ist die Schulform nicht wichtig, kenne viele ohne Schulabschluss im ersten Bildungsweg, die ihren Weg trotzdem gemacht haben und heute zufrieden sind. Ein paar haben den zweiten Bildungsweg genutzt, andere so ihren Beruf gefunden.
Ein Kind geht 9-13 Jahre zur Schule, da kann man jedem Kind nur Wünschen eine möglichst schöne Zeit zu haben. Mal lernen und kämpfen müssen gehört dazu. Aber nicht von der 3.-4. bis zur 10.-12. Klasse. Oder gar noch mehr.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 16.10.2019, 12:38 Uhr

das ja wohl ein seltenes Extrembeispiel.

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Stimme zu

Antwort von Luna Sophie am 16.10.2019, 12:41 Uhr

Gut geschrieben.

Ich kann allen Kindern nur wünschen, dass ihre Eltern genau so denken.

Und selbst wenn es im ersten Bildungsweg nicht zu einem erwünschten Schulabschluss reicht, es gibt noch den zweiten.

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Re: Kenne Kinder

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 12:56 Uhr

https://www.google.com/amp/s/amp.infranken.de/ueberregional/deutschland/immer-mehr-schulabgaenger-mit-einser-abi-hochschulverband-warnt-vor-noteninflation%3bart180,4440952

Als Beispiel, aber das Thema ging doch vor ein paar Wochen durch alle Medien...

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 13:02 Uhr

Klar, aber deswegen bin ich so gegen das "Durchdrücken" der Kinder.
Es hängt noch viel mehr hinter diesem Schicksal. Die Mutter landete in der Psychiatrie für einige Zeit, die Schwester litt auch furchtbar... wenn du das so im selben Dorf miterleben musstest, bist Du sensibel.
Zumal der Bub sich einfach schwer tat mit dem Lernen. Von klein auf (ich war nur in der GS mit ihm in der Klasse, er war der "Langsame"). Wurde aber nicht v.a. vom Vater gesehen, er hätte ja sein Gesicht verloren... nunja das hat er damals dann später....

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Re: Stimme zu

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 13:06 Uhr

Absolut.
Und es gibt auch glückliche und sehr gut verdienende Handwerker. Mit etwas Geschick selbstständig gemacht und sie verdienen mehr als mancher Abteilungsleiter ... vor allem in der heutigen Zeit.

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Re: Stimme zu

Antwort von memory am 16.10.2019, 13:18 Uhr

Aber dann nur Privatkunden annehmen Bei meinem Mann hat die Firma ( mittlerer Betrieb) Aussenstände in die Millionen....alles öffentl. Auftragsgeber Reich wird da keiner Im Gegenteil....mein Göga überlegt schon , wieviele Jahre Gefängnis er auf Architektenmord bekommt und ist sich sicher, wenn der Richter schon mal ein Haus gebaut hat , nicht viele.

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Re: Kenne Kinder

Antwort von cube am 16.10.2019, 13:20 Uhr

Weswegen sie automatisch am Ender der Schulzeit natürlich auch weniger weiß als ein Kind aus Bayern, wenn sie nicht Gott sei dank in´s gelobte Land gekommen wäre? ;-)

Nur, damit hier keine Mißverständnisse aufkommen: ich mag Süddeutschland sehr und habe einige Zeit dort gelebt & gearbeitet. Mir ist aber nicht aufgefallen, dass meine Kollegen so viel schlauer waren. Aber nahezu jeder war davon überzeugt, dass er als Schüler deutlich mehr gelernt hätte als insbesondere Schüler in NRW.
Ja, die Bayern sind sehr stolz auf ihren Freistaat - aber diese Überheblichkeit im Bezug auf Wissen/als Schüler gelernt anderen gegenüber könnten sie dennoch mal ein wenig ablegen. Die nervt nämlich irgendwann.

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Re: Stimme zu

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 13:30 Uhr

Ok, ok...nein, niemals nicht öffentliche Auftraggeber und am besten auch keine großen Unternehmen... was wir für Zahlungsziele und Kniffe in den Verträgen drin haben, um Zahlungen noch weiter rauszuzögern nur damit die Budgetplanung und das Fluid Capital stimmt. Pfui sag ich da !!

Ich dachte jetzt eher privat an unseren Fliesenleger und seine Preisvorstellungen
Und wir warten seit Monaten auf ein Angebot eines Malers für eine größere Verputzungsaktion. Keine Zeit. Nächstes Jahr.

Hey ... WIR würden auch direkt bezahlen!!

Wir haben in der Nachbarschaft einige handwerkliche Kleinunternehmen. Die leben alle blendend .

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Re: Stimme zu

Antwort von memory am 16.10.2019, 13:36 Uhr

Wahnsinn wie weit man Zahlungen rauszögern kann , oder? Ich bewundere da meinen Mann....ich wäre wohl nur 1x bei der Baubesprechung dabei

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Re: Stimme zu

Antwort von Anna3Mama am 16.10.2019, 13:58 Uhr

Ich bin ehrlich sehr froh, nicht (mehr) in solchen Besprechungen mit kleineren Unternehmen sitzen zu müssen. Im Boden versinken würde ich!!
Von Unternehmen zu Unternehmen passt das eher, mei da wird halt hin- und hergeschoben bis die Bilanz passt.
Aber ich weiss schon, dass vor allem die öffentlichen Auftraggeber die kleineren Unternehmen an den Rand der Existenz bringen können. Furchtbar sowas!!!!

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Re: Kenne Kinder

Antwort von emmisya am 16.10.2019, 14:06 Uhr

Wobei das ja an vielen Dingen liegen kann und nicht ausschließlich am vermeintlich nicht unterrichteten Lernstoff.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Dolly82 am 16.10.2019, 20:16 Uhr

Macht euch doch nicht so einen Druck der ist nicht nötig die 4 Klasse ist nicht das ende
Wenn es wirklich nicht klappt gibt es auch noch die fünfte da sind es zumindest bei uns kleine Klassen eigentlich nie mehr als 20 Schüler meistens sogar nur 16 und der Druck der vierten ist weg der Stoff plötzlich viel leichter und wenn sie dann die Noten haben kann man problemlos in die Realschule wechseln entweder wieder in die fünfte dafür braucht man deutsch/Mathe oder in die 6 dafür braucht man zusätzlich dann noch englisch weiß nur grad den Schnitt nicht ob 2,5 oder 2,0
Es ist wirklich überhaupt nichts verloren

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Katl_80 am 16.10.2019, 23:17 Uhr

Die Schule in Hessen ist nicht per se leichter!
Der Druck ist einfach nicht so hoch, da für den Übertritt in die 5 der Elternwille zählt und nicht die Noten.

Von daher werden in der GS in Hessen um einiges weniger Arbeiten/Proben geschrieben als in Bayern. Dort basiert die Note eben auf zig schriftlichen Leistungsnachweisen - angekündigte sowie Stegreifaufgaben. Letztere entfallen in Hessen ebenfalls.

Was denkst du, was dir die Schulleitung der bayerischen Realschule sagen wird, wenn sie sieht, dass du genau EIN hessisches Zeugnis vorlegst??!! Nämlich genau DAS, welches die Noten für die RS-Eignung beinhaltet....
Deine Kinder werden von Anfang an abgestempelt sein. Vor allem sicher auch durch die zukünftigen Mitschülern...

Lass sie doch auf der Mittelschule beginnen! Wenn sie 3er-Kandidaten sind, können sie baldmöglich auf die Realschule wechseln - ohne Tamtam!

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Re: Kenne Kinder

Antwort von kleinedame_34 am 17.10.2019, 8:49 Uhr

ja, weil sie es wahrscheinlich nicht auf einem Gymansium schafft, sondern auf Real und dann nicht die Chance auf normales Abitur hat. Ja, man lernt mehr. War in NRW auf der Schule und in Schleswig Holstein. Kein Vergleich zu Bayern. Sind nunmal die Fakten keine Überheblichkeit.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von lilly1211 am 17.10.2019, 9:11 Uhr

Ich kenne wen der das gemacht hat. Das war erfolgreich und auch ohne größeren Zirkus möglich, man muss sich halt ummelden.

Ich finde es aber irgendwie lächerlich. Ein Kind das in Bayern nicht den Schnitt schafft ist ja nicht plötzlich besser dadurch dass es niedrigere Ansprüche hat in Hessen. Ist dann auf der Realschule in Bayern wieder überfordert.

Ich habe die Proben in Bayern auch nie besonders schwer empfunden und verstehe bis heute die Diskussionen über den Übertritt absolut nicht. Meine Kinder hatte beide keinerlei Stress oder Dreier. Und ich auch nicht. Hatte damit wenig zu tun.

Auch jetzt am bayerischen Gymnasium läuft es bestens. Da ist nichts schwer oder unschaffbar.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 17.10.2019, 11:35 Uhr

Es kommt hier wirklich auf die Schulen an, ich war in München auf einer staatlichen Schule etwas ausserhalb, die sehr streng war. Da sind Reihenweise Schüler durchgeflogen oder waren kurz davor. Die haben dann auf ein anderes Gymnasium nach München gewechselt und waren dort sehr gut. Meine Tochter ist auf einer recht schweren Grundschule, dort gibt es keine Kinder mit Migrationshintergrund, keine mit Lernschwächen oder I-Kinder. Die Eltern sind 90% Akademiker. Die Kinder sind alle gut bis sehr gut, meine Tochter hat aber auch eine Freundin, die geht auf eine andere Schule in einem anderen Stadtteil, da haben die Kinder in der 3. Überwiegend 3er und 4er. Das kommt echt auf die Schule und das Viertel an.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 17.10.2019, 12:58 Uhr

Das ist doch woanders genauso. Und war auch schon immer so.

Das siehst Du dann am besten am Gym (oder der Realschule).

Die Kinder von unserer Dorfschule sind am Gym erst mal alle sehr gut und haben einfach schon einen großen Rucksack mit Erlernten dabei (und kommen größtenteils auch aus akademischen Haushalten) . Dann gibt es Schulen, die einfach in jedem Jahrgang einen eher schlechten Ruf haben, weil ein eher niedriges Niveau an der GS unterrichtet wird.
Bis vor zwei Jahren hatten wir diesen schlechten Ruf in Englisch, weil hier nur gesungen und gespielt wurde. Seit ein paar Lehrerwechseln ist es genau das Gegenteil und die Kinder sind die besten der 5. Gymklasse, weil sie schon alles einmal hatten.

Deswegen ist die 1. Hjhälfte der 5. eigentlich dazu gedacht, alle aus den unterschiedlichen Grundschulen auf einen Stand zu bringen. Dank G8 ist die Zeit aber oft nicht wirklich da und es wird eben Gas gegeben - die Kinder aus "lockeren" Grundschulen bleiben dann auf der Strecke.

Wobei es dann auch wieder am Gym hängt. Unseres bietet extra in der 5. Und der 6. zusätzlichen Trainingsunterricht in den verschiedenen Fächern an. Man kann freiwillig gehen, kann aber auch vom Lehrer vorgeschlagen werden.

Jetzt haben sie zwar schon 35 Schulstunden in Klasse 6 , Klasse 5 waren es auch schon 34 glaub ich, da nochmal zusätzlich 2 h pro Woche und noch einen Nachmittag mehr zu gehen ist zwar heftig, aber das Angebot ist da, kostenfreie Nachhilfe in Kleingruppen. Zudem gibt es auch Hausaufgabenbetreuung mit qualifiziertem Lehrer und Oberstufenschülern, da kann auch nochmal nachgearbeitet werden.

Allerdings bin ich schon froh, dass meine das nicht brauchen. Gestern kam die Mittlere um 18 Uhr aus der Schule (Bus fährt um 6.40 Uhr) , nach 2 h Pause schauten wir noch die Vokabelkärtchen für den Französischtest heute durch. Sie ist sicher froh, heute um kurz nach eins heimzukommen und einfach in Ruhe zum Sport gehen zu können... und dann noch andere Hausis und das Herbarium weiterzumachen.
Weiss nicht, wo da gerade Zeit für Trainingsunterricht oder Nachhilfe wäre.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 17.10.2019, 13:01 Uhr

Halt, will nicht übertreiben, bei den 35 h sind sie 2 h Trainingsunterricht dabei. Meine hat "nur 33" h aktuell. Plus AG 2 h

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 17.10.2019, 13:16 Uhr

hier haben sie das G8 Gottseidank abgeschafft. Um uns rum sind alle Gymanasien mit Latein und Altgriechisch als erste Fremdsprache, was ich suboptimal finde. Es gibt auch eine gute Realschule mit Sports - und Musikzweig, mal sehen.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Anna3Mama am 17.10.2019, 13:45 Uhr

Wieso überlegst Du bei lauter Einsen die Realschule?
Ich finde Latein oder Altgriechisch als erste FS gar nicht so schlecht. Bis zur Pubertät hat man bei den langwwiligeren Sprachen dann das Schlimmste überstanden, wohingegen Englisch spannend wird, wenn es darum geht, aktuelle Songs zu übersetzen oder auch mal an einem Austauschprogramm teilzunehmen. Lebende Sprachen lernt man sowieso am besten im jeweiligen Land.
Und mit Latein lernt man auch, Texte aufzuschlüsseln und kann dann auch deutsche komplizierte Texte schneller erfassen, was ja auch nützlich ist je früher umso besser .

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Carmar am 17.10.2019, 18:31 Uhr

Soweit ich weiß, zählt in Bayern das Schriftliche mehr als das Mündliche.
In Hessen, so habe ich mal hier gelesen, zählt das Mündliche 70%.

Meine schriftlich gute und mündlich schlechte Tochter (wir wohnen in NRW) wäre also in Bayern viel besser aufgehoben als in Hessen.

Und alles steht und fällt mit dem/der einzelnen Lehrer/Lehrerin.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 18.10.2019, 9:01 Uhr

weil meine sehr viel Sport macht, zweimal die Woche Baskettball im Verein, dazu Ballett und ich weiss nicht, ob sie auf dem Gymnasium mit dem ganzen Pensum dies schaffen würde.

Ich hatte sogar Latein LK damals, aber soooo viel gebracht, ich weiss nicht.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 18.10.2019, 9:02 Uhr

hier gibt es zum Bsp. in der Grundschule keine Mitarbeitsnoten, egal wie aktiv man ist, es wird nicht bewertet.

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Durchlässigkeit des Schulsystems

Antwort von dhana am 18.10.2019, 22:23 Uhr

Hallo,

das die Schule in Bayern inzwischen sehr durchlässig ist, kann ich bestätigen.

Übertritt ist auch nach der 5. Klasse Mittelschule mit entsprechenden Noten nocheinmal möglich - hilft gerade den Kindern, die mit dem Druck in der 4. Klasse nicht zurecht kommen und dann in der Mittelschule zeigen können was sie drauf haben (Übertritt in die 5. Klasse Realschule oder Gymnasium ist möglich)

Dann gibt es an der Mittelschule auch den M-Zweig ab der 7. Klasse - geht ebenfalls in 10 Jahren zur Mittleren Reife.

Ab der 7./8. oder 9. Klasse kann man auf die Wirtschaftsschule übertreten (gibt es 4jährig, 3jährig und 2jährig) - auch diese geht zur Mittleren Reife.

Und wer dann eine mind. 3jährige Berufsausbildung macht (und die Mittlere Reife mit dem Notendurchschnitt für die FOS hat) kann auch Zusatzunterricht zur Berufsschule machen und bis zum Ende der Berufsausbildung die Fachhochschulreife machen.

Oder nach der Mittleren Reife auf die FOS gehen. 2jährige zur Fachhochschulreife, 3jährig mit 2. Fremdsprache (meist Französisch) zum Abitur.

Viele machen sich viel zu viel Gedanken um den Übertritt - auch nachher gibts noch viele Wege die nach Rom führen.

Gruß Dhana

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Lapin

Antwort von emmisya am 19.10.2019, 17:12 Uhr

Warum haust du hier eine Frage ins Forum und antwortetst nicht mal auf die ein oder anderer Antwort? So viele haben sich die Zeit genommen, auf deine Überlegungen einzugehen....

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Re: Kenne Kinder

Antwort von Sille74 am 19.10.2019, 17:32 Uhr

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-09/abiturnoten-einser-abiturienten-kritik-deutsche-hochschulverband

https://www.welt.de/vermischtes/article200350258/Inflation-Zahl-der-Einser-Abis-steigt-rasant.html

Es scheint im pbrigen auch eine Mär zu sein, dass Bayern (und Ba-Wü) bei der Notenvergabe so furchtbar streng sind. Nach dieser Statistik haben diese beiden Bundesländer mkt die besten Abischnitte:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36277/umfrage/durchschnittliche-abiturnoten-im-vergleich-der-bundeslaender/

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Re: Lapin

Antwort von lapin am 19.10.2019, 18:39 Uhr

Hallo,

gerade bin ich auf Dienstreise, werde aber alle Postings aufmerksam lesen.

Lg

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von starlight.S am 20.10.2019, 19:48 Uhr

Hi, wir wohnen auch im Grenzgebiet und da ich in Hessen arbeite überlegen wir schon auch, ob wir unserer Tochter das bayerische Schulsystem antun müssen. Grundschule geht sie natürlich hier, aber die weiterführende Schule würden wir sie ggf. auch in Hessen machen lassen. Noch läuft es super (2. Klasse) und sie müsste damit auch einverstanden sein, wenn sie evtl. lieber mit Freundinnen in Bayern (auf welche Schule auch immer) gehen mag, ist es auch okay. Ist ja noch Zeit, aber der Unterschied ist schon deutlich... und wenn ich ehrlich bin, wünsche ich meinem Kind noch Zeit zum Spielen neben der Schule. Aber Wechsel innerhalb der Grundschule? Dann lieber zur 5. Klasse, da gehen ja alle auf andere Schulen.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 21.10.2019, 10:37 Uhr

Hallo, inwieweit merkt du einen Unterschied zu Bayern? Das wüde mich sehr interessieren, da es hier immer heisst, es sei nicht so.

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Sille74 am 21.10.2019, 11:49 Uhr

Ich persönlich glaube, dass da in Bayern bei vielen Eltern so eine Art kollektive Hysterie vorherrscht und viel Stress auch in gewisser Weise hausgemacht von ihnen selbst ist.

Meine Schwester lebt mkt ihrer Familie in Bayern, die Kinder gehen natürlich dort zur Schule jnd ich habe sie mal gefragt, wie sie denn so die "Übertrittszeit" bei ihrer Großen (der Kleine ist erst in der 2. Klasse) empfunden hat, ob es anders war als bei uns damals in Ba-Wü oder anders als bei den gleichaltrigen Kindern ihrer Freundinnen, die noch hier in Ba-Wü leben, und sie meinte, sie habe nicht das Gefühl, dass etwas groß stressiger, strenger oder was auch immer anders als früher bei uns oder bei den Kindern ihrer Freundinnen ist. Und sie ist hins. Bildung, Förderung und Fortkommen ihrer Kinder zumindest im Vergleich zu mir eher ehrgeozig und kontrollierend ...

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von kleinedame_34 am 21.10.2019, 11:53 Uhr

Ich kann es nur anhand meiner Tochter beurteilen, sie geht in die 3. Klasse in Bayern und hat sehr gute Noten, muss aber schon was üben für Mathe oder HSU. Letztens hatten sie 10 Seiten mit Merksätzen zum auswendig lernen.
Mein Bruder war in Schleswig Holstein auf der Grundschule, der Sohn einer guten Freundin geht in Hamburg zur Schule, dort ist es nicht so streng. Hängt sicher auch mit der Schule zusammen und den Lehrern.

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Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Sille74 am 21.10.2019, 11:54 Uhr

Ich würde, wenn man im "Grenzgebiet" wohnt, einen Wechsel auf eine Schule im anderen Bundesland trotzdem nicht ausschließen, aber ich würde dort nicht auf irgendeine Schule wechseln, nur weil es da angeblich allgemein so viel leichter ist, sondern njr dann, wenn ich dort eine Schule ausfindig machen würde, die mich auch vom Drumrum wie Konzept, Ausstattung, "Lehrkörper" überzeugt. Da soll es ja gerade in Hessen nicjt unbedingt immer zum Besten stehen. Ich möchte ja nicht (njr), dass mekne Kinder möglichst einfach und vequem zu guten Noten kommen, sondern dass sie tatsächlich auch eine gute Bildung erlangen und etwas fürs Leben lernen ...

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Sille74 am 21.10.2019, 12:26 Uhr

Ich bin mir aber nicht sicher, ob das jetzt eine Frage von "leichter" und "schwerer" und nicht ejnmal "lockerer" jnd "strenger" ist. Mir scheint das eher eine Frage der Art der Stoffvermittlung zu sein, des Unterrichtsstils oder des Konzepts der Schule. Und dem einen Kind taugt das eine mehr, dem anderen das andere. Ich vermute, dass die Kinder am Ende des Tages hier wie dort denselben Stoff beherrschen sollen.

Keine Ahnung, wie es in Hessen, Schleswig-Holstein oder Hamburg aussieht (daher oben nur eine Vermutung), aber zumindest zwischen Bayern und Ba-Wü kann Ich keine gravierenden Unterschiede hins. des zu lernenden Stoff erkennen, wenn ich mir die Unterrichtsmaterialien und den Wissenstand meiner Nichte und meines Neffen anschaue.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 21.10.2019, 14:42 Uhr

Das seh ich auch so .
Und: wenn es in Hessen keine bindende Grundschulempfehlung gibt, heisst das auch, dass eben auf der Realschule viele Kinder landen, die früher auf die Hauptschule geschickt worden wären, sprich ich würde mir diese Realschule dann schon sehr genau anschauen.

Es gibt ja auch Gründe, warum der Stoff an der RS dort vielleicht etwas einfacher ist, einfach weil man versuchen muss, die bunt gemischten Kinder irgendwie durch zu bekommen.

Eine Freundin von mir ist Realschullehrerin und verzweifelt fast, weil sie mit Kindern arbeiten muss, die eigentlich in Förderschulen besser aufgehoben wären. Das wirkt sich auf die ganze Klasse aus.

Die Gymnasien haben bei uns ein anderes probates Mittel für das Problem: Sie bieten Trainingsunterricht an in den Klassen 5 und 6, wer es dann aber trotzdem nicht packt, ist eben weg. Sohnemann (Kl 9) ist ganz froh, nur noch 23 von ursprünglich 31 Mitschülern zu haben.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von memory am 21.10.2019, 21:52 Uhr

Bei meinem Großen sind es von 28 noch 16 Kinder in der Klasse .....finde das extrem und das , obwohl es damals noch mit verbindlicher Empfehlung war. Jetzt zählt Elternwille , aber ich denke , dass es HIER bei denn Niveau trotzdem kein Kind lange am Gym. schafft, wenn die Noten in der GS schon schlechter als 2 sind . Kann mir nicht vorstellen , dass die mit dem Tempo runtergehen , nur um mehr zum Abi zu schleifen. Denke ist in Bawü und Bayern genauso und nicht nötig . Auch weil Eltern und Lehrer da noch anders " drauf" sind. Hier wird z.b keinem 2,5 / 3er Kandidaten das Gym. empfohlen. Bei meiner Cousine in NRW war das anders.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 21.10.2019, 22:29 Uhr

Ja hier wurde auch erst vor wenigen Jahren die verbindliche Empfehlung abgeschafft.
Aber in den Köpfen der Lehrer/Rektoren usw ist das noch drin. Der Rektor unseres Gyms findet jedes Jahr scharfe Worte an der Vorstellung der Schulen, dass man sich genau überlegen soll, ob ein Kind mit einem Schnitt von 2,5 auf ein Gymi geschickt werden muss .
Seit letztem Jahr dürfen die Empfehlungen auch wieder angeschaut werden, bzw müssen vorgelegt werden und die Schulen könnten auch Absagen erteilen.

Mit der Änderung der Gesetzeslage damals in BaWü wurden erst mal alle Hauptschulen quasi fast aufgelöst zu Lasten der Realschulen.

In unserem Gebiet schicken viele ihre Kinder auch auf die Realschule, damit die Kinder es nicht so schwer haben (G8). Heisst Du hast auf der Realschule Kinder mit Gymiempfehlung und welche mit Hauptschulempfehlung. Ein Unding.

Aus anderen Bezirken kommen zwar auch Kinder ans Gym, die vielleicht keine RS-Empfehlung hatten, aber die Masse der Abgänger sind die, die theoretisch eine Gymiempfehlung hatten, nur die Noten am Gym vermutlich durch zu viel Fleiss und Üben zustande gekommen sind.

Das reicht halt irgendwann nicht mehr aus bzw nach jahrelangem üben, üben, noch mehr üben nehmen die Pubis dann Reißaus und verweigern sich. Und dann geht's ganz schnell.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 21.10.2019, 22:33 Uhr

Aber 16 ist krass...
Mal sehen, wieviele hier noch gehen. Einige werden es auch noch sein.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Jomol am 22.10.2019, 11:23 Uhr

Ach ich weiß nicht, ob eine Mischung leistungsschwächerer und -stärkerer Schüler so ein Unding ist. Natürlich nicht mit 35 Kindern pro Klasse, von denen die Hälfte kein deutsch kann. Ich bin aus dem Osten und nahezu alle (Hilfs-, entsprechen heute Förderschulen gab es und es gab auch Abgänger nach der 6. Klasse nach mehrfachen Wiederholungen) gingen 10 Jahre zusammen zur Schule. Das war eigentlich nicht das schlechteste- auch gesamtgesellschaftlich gesehen. Ob 10 Jahre für alle zusammen ideal ist, sei dahingestellt, aber vielleicht 8 und dann Schluß oder noch 2 oder 4 Jahre weiter, dann auch gern nach Leistung getrennt? Und alle Einwandererkinder machen so bald sie (nach intensivem Deutschunterricht in der Schule) die Sprache ausreichend verstehen mit? Und zentrale Prüfungen, damit endlich dieses Genörgele mit unterschiedlichen Schulleistungen aufhört und die Kleinstaaterei? Von mir aus dürfen die Bayern die Fragen machen!
Die Verteilung nach der 4. Klasse finde ich fragwürdig. Und die Durchlässigkeit funktioniert hier "nach unten" besonders gut. Staatliche Gesamtschulen gibt es nicht. Da kann man schon verstehen, daß viele Eltern es erst mal am Gymnasium probieren, auch wenn es ihnen vielleicht selbst nicht ideal vorkommt und wenn es nicht klappt, natürlich schlimm für das Kind ist.
Wenn es vom Stoff zu viel wird, wäre auch da eine Konzentration auf eine gute Allgemeinbildung sinnvoll. Was wir in den Leistungskursen gelernt haben, ging oft deutlich darüber hinaus. Damit würde man auch weniger Unterrichtsstunden benötigen und die Kinder hätten mal frei.
Wir hatten übrigens G8, die Klausuren in der 11. und 12. Klasse immer nach bayrischen Abiturfragen. Dann kriegten wir die selbstausgedachten des Zentralabiturs des Landes Sachsen-Anhalt. Was soll ich sagen- auch fragen will gelernt sein.
Grüße,
Jomol

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von memory am 22.10.2019, 15:15 Uhr

Dem Kind gefällt's. Ist es doch in seinen Augen , der Sinn eines Gymnasium. Straffes Programm aber mit 16 guten Schülern , leichter und angenehmeres Lernen, als mit 30 von der Leistung grottig- bis-geht irgendwie mit 100x erklären -Mitschüler. Sagt er.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 22.10.2019, 15:17 Uhr

Viele Punkte in Deinem Text...

Erst mal nein, bisher waren alle meine Kinder mehr als froh, dass es eine Trennung nach der 4. Klasse gab und sie am Gym einigermaßen gefüttert wurden und nicht ewig Übungen machen mussten, zu Themen, die sie längst verstanden hatten. Aber ok, das ist sicher eher unser spezielleres Problem und kein generelles.

Trotzdem gilt: wenn man die Kinder länger zusammen lässt, dann müssen die Kinder einzeln betrachtet und gefördert/gefordert werden.

Gesamtgesellschaftlich gesehen wäre es auch toll, wenn frühestmöglich eine Förderung der Stärken für alle Kinder stattfindet. Ich finde es genauso schlimm, wenn ein Kind mit Rechenschwäche einfach mitgezogen wird und immer das Gefühl hat, es ist nicht gut genug. Dabei gäbe es Bereiche, in denen es mehr kann als die "Matheschlauköpfe", nur sind das oft keine typischen Schulfächer.

Eine gute Allgemeinbildung ist Pflicht und bleibt immer mehr auf der Strecke, das stimmt. Wikipedia weiss ja sowieso alles . Wobei ich unser Gym hier gar nicht schlecht finde.
Dennoch finde ich auch die vertiefende Auseinandersetzung mit Themeninhalten in Leistungskursen gut. So kann jeder sein Interesse ausleben.

Und nur wer tief in die Materie einsteigt, begreift die Zusammenhänge und möchte später vielleicht noch ein Studium draufsetzen.

Natürlich braucht die Welt auch Generalisten, die aus der Vogelperspektive heraus den Gesamtzusammenhang im Blick behalten. Aber ohne Spezialisten geht eben nichts voran.

Zum Thema bundeseinheitliches Abitur: wäre ich voll und ganz dafür.

Auch wenn dann der Blick in die Nachbarländer gehen würde : was ist das eigentlich für eine seltsame Matura in Österreich? Die ist doch bestimmt einfacher!

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von memory am 22.10.2019, 15:21 Uhr

Hatten sie hier an den Schulen eine Umfrage unter den Schülern gestartet. In den Gesamtschulen waren 70% für das längere gemeinsame Lernen, an den Gymnasien 5%. Ich halte längeres lernen für das Mittel gut möglich. Für leistungsstarke und leistungsschwache Kinder , in unserem Schulsystem , finde ich es eine Qual.

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 22.10.2019, 15:21 Uhr

Auf jeden Fall! Meiner könnte auch noch sechs, sieben nennen, die gerne noch gehen dürfen

Er entdeckt gerade (wieder), dass es Spass macht, von verschiedenen Fachlehrern als "Nerd" betitelt zu werden und zu AGs eingeladen zu werden. Ist das Ehrgeiz? Mal sehen

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von memory am 22.10.2019, 15:26 Uhr

Ich drück die Daumen.... Aber wir haben auch gerade mal ne gute Phase....maaaaal sehen , wie lang. Es wird Anna...es wird!

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Re: Ach so, das fast Wichtigste vergessen ...

Antwort von Anna3Mama am 22.10.2019, 15:33 Uhr

Ich drück Euch ganz fest die Daumen!!!

(Und uns auch )

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Re: Ist die Schule in Hessen wirklich so viel leichter?

Antwort von Murmel880 am 26.10.2019, 18:13 Uhr

Mag sein, dass es im Durchschnitt in Bayern vielleicht anspruchsvoller ist, aber es kommt auch immer auf die einzelne Schule an.
Bei uns im Ort gibt es 4 Grundschulen, bei denen eine besonders anspruchsvoll ist. Mein Mann ist Lehrer an einer weiterführenden Schule in der nächsten Kreisstadt und bestätigt, dass die Kinder von dieser Schule beim Übertritt in die 5. Klasse im Schnitt ein gutes Jahr weiter sind und niemand mit diesen Kindern in eine Klasse möchte ...

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