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Geschrieben von Pink01 am 15.10.2019, 11:13 Uhr

Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Hallo, mein Sohn ist in der ersten Klasse und ein rechter Wirbelwind. Nun passiert es häufig, dass er, weil er den Unterricht stört, bestraft wird. Zum Beispiel muss er sich alleine an einen Platz setzen, wird rausgeschickt, muss in der Pause eine Strafarbeit erledigen oder bekommt Extra-Hausaufgaben. Die Lehrerin hat gemeint, dass sie, wenn das nicht bei ihm fruchtet und besser wird, ihn auch mal von mir abholen lässt. Das finde ich doch schon sehr hart (auch für mich). Was habt Ihr denn für Erfahrungen mit Bestrafungen? Und geht es nicht auch ohne?

 
32 Antworten:

Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von niccolleen am 15.10.2019, 11:23 Uhr

Ich denke schon, dass es ohne Bestrafungen auch geht, bei uns gibt es keine.
Aber bei dir klingt es auch ein bisschen danach, wie wenn dein Sohn eine echt harte Nuss fuer eine Klasse waere. Vielleicht faellt ihr einfach nichts mehr ein, und nichts funktioniert. Woran denkst du denn, dass es hapert, wieso er gar so viel stoert?

lg
niki

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von DanniL am 15.10.2019, 11:28 Uhr

Was soll denn die Lehrerin sonst machen?
Sie wird sicherlich erst versucht haben mit ihm zu reden und das wird nichts genutzt haben.

Mal aus einer anderen Sichtweise. Er stört den Rest der Klasse.
Bei meiner Tochter ist ein Junge in der Klasse, welcher auch schon abgeholt werden musste.
Meine Tochter wurde auch schon von ihrer Freundin weg gesetzt. Ihr Pech... soll sie das Quatschen lassen.
Aber ihr als Eltern seid da auch in der Pflicht. Ihr müsst ihm klar machen, dass es Regeln gibt.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von kati1976 am 15.10.2019, 11:34 Uhr

Was wäre denn deiner Meinung nach die Alternative?


Du schreibst selber es passiert häufig. Oft ist es doch auch so das andere mitmachen sobald einer anfängt und bevor das passiert muss gehandelt werden. Wenn die Lehrerin irgendwann verlangt das du ihn abholst ist es sein Problem ob es sich stört. Vermutlich ist es nicht harmlos was dein Sohn macht in der Schule.


Du solltest dir mal deinen Sohn vornehmen und ihr erklären das er sich zu benehmen hat in der Schule. Mein Kleinster ist auch in der 1.Klasse und ein Wirbelwind aber er kann sich benehmen

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von pauline-maus am 15.10.2019, 11:34 Uhr

naja, hätte dein sohn einzelunterricht, könnte man da schon andere sachen auffahren aber da ja auh noch andere kids da sind , die er stöhrt und um die sich gekümmert werden muss, sehe ich das handeln der lehrein als angemessen an
vielleicht legst du deinem sohn mal nahe, wie doff es für dich wäre ,ihn abholen zu müssen

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von MamaMalZwei am 15.10.2019, 11:38 Uhr

Hallo, das kommt immer ganz darauf an, was er macht. Mir ist allerdings aufgefallen, dass Du neulich schon einmal geschrieben hattest, da hatte die Lehrerin Probleme mit seiner Beidhändigkeit und gab ihm immer einen Stein in die eine Hand beim Schreiben. Hat er nur mit dieser Lehrerin Probleme oder auch mit den anderen im Kollegium?
Ich vermute ja, dass er mit dieser Lehrerin ein Problem hat und deswegen stört. Kann er in eine andere Klasse wechseln? LG

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Shanalou am 15.10.2019, 11:58 Uhr

Das Abholen lassen finde ich nur dann sinnvoll, wenn er so sehr den Unterricht stört, dass ein vernünftiges Unterrichten nicht mehr möglich ist. Ansonsten muss die Schule das in den Griff kriegen und auch du, so weit wie möglich, auf ihn einwirken. Wenn er allerdings stark den Unterricht stört, würde ich ihn auch nicht mehr als Wirbelwind bezeichnen. Ein gewisses Benehmen kann man auch von einem Wirbelwind erwarten.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von IngeA am 15.10.2019, 13:39 Uhr

So oder so muss die Schule das anders in den Griff bekommen. Die Schule darf ihn nicht einfach abholen lassen. Wir haben Schulpflicht. Und gleichzeitig damit aber auch das Recht auf Beschulung.

Vorzeitig abholen lassen ist ein Unterrichtsausschluss, eine Ordnungsmaßnahme, die man nicht einfach so alleine und für jetzt entscheiden kann.

Mal rein rechtlich, unabhängig davon ob die Lehrerin mit ihren Nerven am Ende ist oder es sogar für das Kind besser wäre.

LG Inge

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von emmisya am 15.10.2019, 18:35 Uhr

"Die Schule darf ihn nicht einfach abholen lassen. Wir haben Schulpflicht. Und gleichzeitig damit aber auch das Recht auf Beschulung."

Als zeitweiligen Ausschluss (Stunden) vom Unterricht ist das durchaus möglich. Es ist eine erzieherische Maßnahme und darf von der Lehrerin ausgesprochen werden. Ebenso das Nacharbeiten oder das Versetzen an einen anderen Platz.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von emmisya am 15.10.2019, 18:39 Uhr

Habt ihr einmal ernsthaft mit eurem Sohn gesprochen wie er mit seinem Verhalten sich und vor allem auch die anderen im Unterricht stört? Sich an einen anderen Platz zu setzen ist natürlich eine logische Konsequenz, wenn er an dem vorherigen Platz stört. Warum bist du damit nicht einverstanden? Was spricht deiner Meinung dagegen?

Ihr müsst zusammen mit der Lehrerin daran arbeiten, dass er sein Verhalten im Unterricht ändert.

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Re: Kann es sein, dass ihr irgendwie grundsätzlich ein Problem habt?

Antwort von cube am 15.10.2019, 19:39 Uhr

Mit der Schule so im Allgemeinen?
Dein letzter Post ging darum, dass du HA´s nicht sooo wichtig findest. Nicht so richtig verstehen konntest, dass die KL so gar kein Verständnis dafür hatte, dass du leider eben keine Zeit hattest, dich darum zu kümmern, dass euer Kind die HA´s machen kann?

Außerdem hat dein Sohn einerseits Angst vor der KL, weil die eben meint, das HA´s gemacht werden müssen.
Andererseits ist die Angst vor der KL aber wohl nicht groß genug, sich vernünftig zu verhalten.

Er ist halt ein Wirbelwind. Also ist auch wieder die KL schuld daran, dass euer Kind leider den Unterricht stören muss?

Unter dem Aspekt kann ich mir auch gut vorstellen, dass die KL zum Thema Beidhändigkeit durchaus sanftere Methoden versucht hat, ihn daran zu erinnern, nicht immer wieder die Schreibhand zu wechseln. Die aber leider nichts gebracht haben.

Sorry, aber so langsam habe ich den Eindruck, du vermittelst deinem Kind, dass Schule und alles was damit zu tun hat/verlangt wird, nicht so wichtig ist und dementsprechend verhält er sich eben auch.

Kann natürlich auch sein, die KL ist echt ein Drachen und nicht besonders pädagogisch begabt. Aber die Ankündigung, dass du dein Kind evt. auch mal abholen müsstest, weil er so sehr stört, würde ich jetzt mal nicht als allererstes zum Anlass nehmen, wieder nur die KL als Schuldige zu sehen.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Vater 36 am 15.10.2019, 19:49 Uhr

Hallo es gibt ja zich Erziehungs Stiele und man muss ja nicht jeden gut finden aber in einer Gesellschaft geht es nun mal nur mit Regeln und wenn man sich nicht an diese hält muss man damit rechnen das man ich will mal sagen auch bestraft wird. Wenn dein Kind jetzt Probleme damit hat sich an die Regeln in der Schule zu halten stört er ja auch die anderen Kinder in der Klasse und wenn er älter wird gibt es ja immer irgendwelche Regeln und wer sich nicht daran hält wird immer Probleme bekommen. Und das die Schule das in den Griff bekommen muss sehe ich anders denn die Erziehung ist ja eigentlich deine Aufgabe und nicht die der Schule und ich finde du solltest deinem kind einfach klar machen das überall Regeln gibt an die man sich halten muss

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von memory am 15.10.2019, 20:06 Uhr

Ja es geht ohne....nämlich wenn Eltern die 6 Jahre vorher erzieherisch nutzen und ihrem Kind klar machen , dass es nicht der Nabel der Welt ist. Rücksicht und Empathie genauso dazu gehört , wie einfache Verhaltensregeln oder ein Bitte und Danke...den schwarzen Peter jetzt der Schule zuzuschieben ist schon sehr billig.

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Re: Kann es sein, dass ihr irgendwie grundsätzlich ein Problem habt?

Antwort von cube am 15.10.2019, 20:06 Uhr

Ok, vielleicht habe ich mich eben etwas sehr harsch ausgedrückt.
Ich versuche es nochmal etwas diplomatischer:

Du hast ja jetzt schon mehrfach gepostet und jedesmal geht es in die Richtung, das die KL diejenige ist, die Schuld an den Problemen deines Kindes ist.
Natürlich tendiert man dazu, sein Kind in Schutz nehmen zu wollen und nur Gutes von ihm zu denken. Verständlich - aber auch sehr einseitig. Sogar das Stören bezeichnest du als "ist ein Wirbelwind".

Das lässt für mich zwei Möglichkeiten zu.

1. Die KL ist entweder übertrieben streng, alte Schule und /oder einfach der Meinung, alle Kinder müssten im Gleichschritt marschieren.
oder
2. Du siehst euer Kind etwas zu verklärt.

Ih würde dir raten, mal ein vernünftiges Gespräch mit der KL zu führen und zwar möglichst neutral. Also fragen, wie sie euer Kind einschätzt, wo sie Probleme sieht und was sie meint, wie man nun vorgehen müsste. Frag doch mal, was du tun könntest.

Nein, ich bin ganz bestimmt nicht dafür, das alle Kinder über einen Kamm geschoren werden und sofort alles auf Kommando machen müssen.
Aber es ist halt eher selten, dass ein Kind innerhalb weniger Wochen sogar von den Eltern abgeholt werden muss, ohne das nicht auch das Kind seinen Teil dazu beiträgt.

Dieser Unterrichtsausschluss (nicht nur 5 Min. vor der Türe) ist eine disziplinarische Maßnahme, die die KL vom Schulleiter absegnen lassen muss. Das ist eben kein erhobener Zeigefinger mehr und ein bisschen "dududu, das geht aber so nicht".
Das ist eigentlich kurz vor Feierabend. Kommt das öfter vor, folgen Gespräche mit dem Sozialarbeiter, Aufforderung, ,euer Kind auf Verhaltensauffälligkeiten/Förderbedarf testen zu lassen etc.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von IngeA am 15.10.2019, 20:18 Uhr

Zumindest in Bayern steht darüber im Schulgesetz nichts. In welchem BL lebst du denn?

Würde mich wundern, wenn "Erziehungsmaßnahmen" höher stehen als Schulpflicht und Recht auf Schule. In eine andere Klasse versetzen, Ja. Abholen lassen kann ich mir als erlaubte Erziehungsmaßnahme nicht vorstellen. Aber vielleicht irre ich mich ja.

LG Inge

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Re: Und zum 3. - Bezugnehmend auf deinen Post in "Erziehung"/Kinderpsychiater

Antwort von cube am 15.10.2019, 20:20 Uhr

Mir fiel gerade ein: Du hast dort mal darüber geschrieben, welche Probleme es schon immer mit eurem Sohn gab und auch zwischen deinem Mann und dir bzgl. der Erziehung.

Das Wichtigste aber: da schreibst du, ihr wart sogar schon bei einem Kinderpsychiater.
Unabhängig davon, ob das wirklich schon notwendig war oder nicht - auf jeden Fall gibt es die Probleme doch nicht erst seit gestern?
Du schriebst da, ihr wäret fix & fertig, er wäre allen immer zu viel, auch den Erzieherinnen etc.

Und dann wunderst du dich, dass es in der Schule nicht anders ist? Wieso ist denn da plötzlich nur die KL schuld?

Nein sorry - ich glaube, da solltet ihr evt. doch noch mal einen Fachmann aufsuchen. Um eurem Kind helfen zu können! Es wird nichts nutzen, hier im Forum weiter auf gutes Zureden zu hoffen und darauf, dass jemand schreibt, die KL ist aber ein Drachen.

Wie gesagt: Unterrichtsausschluss mit Abholen ist eine disziplinarische Maßnahme, abgesegnet vom Schulleiter. Danach kommt eh die Aufforderung, das Kind im SPZ vorzustellen, Gespräch mit Sozialarbeiter/Psychologe etc.
Werdet doch lieber selber jetzt aktiv und versucht alles, um eurem Kind zu helfen. Die Hilfe kann aber nicht so aussehen, alle Schwierigkeiten, die es schon länger gibt, auszublenden/schön zu reden und es der Kl auf´s Auge zu drücken, damit klar zu kommen.

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Re: Und zum 3. - Bezugnehmend auf deinen Post in "Erziehung"/Kinderpsychiater

Antwort von kati1976 am 15.10.2019, 20:21 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen.

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Re: Unterrichtsausschluss/Schulverweis

Antwort von cube am 15.10.2019, 20:36 Uhr

Unterrichtsausschluss ist möglich als Ordnungsmaßnahme, wenn die zuvor getroffenen Maßnahmen nichts gebracht haben und der Unterricht durch den Schüler massiv gestört wird oder Personen oder Sachgegenstände zu Schaden kommen könnten.
Unterrichtsausschluss ist nicht zu verwechseln mit Schulverweis! Unterrichtsausschluss ist ein vorübergehender/zeitlich begrenzter Ausschluss vom Unterricht.
Ein Schulverweis im Sinne von "Rauswurf" ist nur sehr schwer durchsetzbar auf Grund der Schulpflicht (aber auch möglich - Kind wird dann offiziell als nicht beschulbar eingestuft)
da Schulrecht Landesrecht ist, wird das in jedem BL anders geregelt bzw. unterliegt evt. anderen Voraussetzungen. Er ist aber in jedem BL möglich, auch in Bayern.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Emmi67 am 15.10.2019, 20:46 Uhr

Ohne Strafen ginge es dann, wenn dein Sohn auch "einfach so" auf die Lehrerin hören würde. Aber das ist ja offensichtlich gerade nicht der Fall, wenn noch nicht mal Strafarbeiten und Extrahausaufgaben fruchten......

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Briefkopf am 15.10.2019, 21:22 Uhr

Art. 86 Abs. 2 BayEUG : dort kannst du die Ordnungsmaßnahmen und ihre Voraussetzungen nachlesen.

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Re: Unterrichtsausschluss/Schulverweis

Antwort von IngeA am 15.10.2019, 21:43 Uhr

Ja, natürlich ist ein Unterrichtsausschluss auch in Bayern möglich. Aber halt nicht so, dass die Lehrerin das Kind einfach abholen lässt.

Das ist eine Ordnungsmaßnahme durch den Schulleiter mit vorheriger Anhörung etcpp.

LG Inge

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von kuestenkind68 am 16.10.2019, 0:49 Uhr

Ganz ehrlich...

Das Schuljahr hat doch grad erst angefangen, wenn die Lehrerin jetzt schon davon spricht, dass du evtl. deinen Sohn abholen musst, dann muss da einiges im Argen liegen. Du solltest dich da mal fragen, woran das liegt. Ich glaube nicht, dass die Lehrerin da alleinig die Schuld hat. Dein Sohn muss lernen, dass es in der Schule regeln gibt, an die er sich halten muss, und dass er nicht im Mittelpunkt steht und er keine Extra-Wurst bekommt. Punkt. Die Lehrerin hat noch 20-28 andere Kinder in der Klasse, die gerne in Ruhe lernen möchten und die sich durch deinen "Wirbelwind" gestört fühlen und die dann eben nicht lernen können. Die haben das Recht, ungestört lernen zu dürfen und nicht wegen eines Störenfriedes am Lernerfolg gehindert zu werden.

Eigentlich hätte dein Kind das alles bereits im Kindergarten lernen können und müssen. Gab es dort solche Probleme nicht? Ich kenne aus den Klassen meiner Kinder kein Kind das in der Schule auffällig ist, das nicht auch schon im Kindergarten Probleme hatte. Was hat man dir dort geraten? Hast du dich daran gehalten? Hat es was gebracht? Warst du beim Kinderarzt? Habt ihr schon Therapien wie Ergotherapie oä gemacht? Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern zu helfen, da solltest du dich schnellstens drum kümmern. Je länger du wartest, desto schwerer wird es dein Kind in der Schule haben. Den Stempel des Störenfriedes hat er leider jetzt schon. Und je älter die Kinder werden, desto schwieriger wird es, das noch in den Griff zu bekommen.

Ich würde übrgens auf keinen Fall einen Krieg mit der Lehrerin beginnen. Darunter werden dein Kind und du sehr leiden. Geh auf keinen FAll auf Konfrontationskurs. Da verliert ihr ganz schnell.
Versuche dich offen auf ein neutrales Gespräch einzulassen. Lass dir genau erklären, warum dein Kind immer "bestraft" wird. Was die Lehrerin versucht hat, um ihn runter zu fahren, was du vielleicht tun könntest. Versucht gemeinsam eine Gesprächsbasis zu finden und im Sinne deines Kindes eine Lösung zu suchen. Glaube mir, das wird nicht leicht werden, da muss schon einiges im Argen liegen, wenn es nach so kurzer Zeit schon dazu kommt, dass dein Kind nach Hause geschickt wird.

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Re: Unterrichtsausschluss/Schulverweis

Antwort von emmisya am 16.10.2019, 7:31 Uhr

"Das ist eine Ordnungsmaßnahme durch den Schulleiter mit vorheriger Anhörung etcpp."

Nein, das stimmt so nicht, da es eine erzieherische Maßnahme ist.
Ein Kind von der laufenden Stunde auszuschließen, weil durch ihn ein Unterrichten nicht möglich ist, betrifft die Stunde/Stunden und kann von der Lehrkraft entschieden werden.

"Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer kann eine Schülerin oder einen Schüler von der laufenden Unterrichtsstunde ausschließen, wenn der Unterricht gestört wird (erzieherische Maßnahme)."

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Re: Unterrichtsausschluss mit Abholen / Ordnungsmaßnahme (Verwaltungsakt)

Antwort von cube am 16.10.2019, 7:56 Uhr

Ok, gerne noch mal:
Ein Unterrichtsausschluss im Sinne von Abholen lassen ist eine Ordnungsmaßnahme und damit ein Verwaltungsakt - er wird vom Schulleiter abgesegnet.
Heißt in dem Fall: die KL hat bereits alles andere versucht, um ihn zur Ordnung zu rufen. Da das nicht geklappt hat, hat sie sich das OK geholt, dass der Junge auch nach Hause gesickt werden kann.
Eine solche Maßnahme wird auch schriftlich festgehalten, da sie im weiteren Verlauf dazu führt/als Beleg dazu dient, dass eine schulpsychologische Begutachtung (oder im SPZ oder anderer geeigneter Stelle) stattfindet/stattfinden muss, um das Kind weiter zu beschulen.

Was sie ohne OK der Leitung kann: ihn für 5 Min. vor die Türe schicken, in eine andere Klasse schicken, in für den Rest der Stunde ausschließen.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Oktaevlein am 16.10.2019, 12:15 Uhr

Ich denke schon, dass Erziehung ohne Strafen möglich wäre. Das ist aber für die Schule und die Eltern der anstrengender Weg. Denn keine Strafe heißt ja nicht, dass jeder machen oder lassen kann was er will. Es kommt meiner Meinung nach darauf an, dass ein Kind immer mehr einsieht und versteht, warum es sie wie verhalten soll. Stichwort Hausaufgaben: damit kannst du selber anfangen, deinem Kind klar zu machen, dass Hausaufgaben gut und wichtig sind und und man sie nicht (nur) aus Angst vor Strafe machen soll.

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Re: Unterrichtsausschluss mit Abholen / Ordnungsmaßnahme (Verwaltungsakt)

Antwort von emmisya am 16.10.2019, 14:04 Uhr

Ein Ausschluss aus dem laufenden Unterricht gilt als erzieherische Maßnahme (kann auch abholen lassen sein) und steht unter der Ordnungsmaßnahme (wenn es um einen ganzen oder mehrere Tage geht) und kann von dem jeweiligen Lehrer ausgesprochen werden.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Lewanna am 16.10.2019, 23:33 Uhr

Hier gibt es auch ein System.
1 Hinweis passiert erstmal noch nichts, beim 2. Hinweis auch noch nicht.
3. Hinweis heißt Strafarbeit, beim 4. Hinweis muss das Kind in eine andere Klasse und erst beim 5. Hinweis muss das Kind abgeholt werden.

Was schlägt du denn vor, wenn ein Kind den Unterricht stört und 20 oder mehr andere Kinder nicht lernen können.
Auch den anderen Kindern hat die Lehrerin eine Verantwortung.
LG

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Re: Das Problem ist hier doch ein ganz anderes!

Antwort von cube am 17.10.2019, 9:00 Uhr

Ich kann mir natürlich nur aus den bisher gestellten Fragen der AP ein Bild machen und da sieht es so aus, dass Kind schon immer/seit geraumer Zeit schwierig im Sozialverhalten war. Nicht nur zu Hause, auch im KiGa. So schwierig, dass die Eltern sogar einen Kinderpsychologen aufgesucht haben.
Seit dem Kind in der Schule ist, zielen alle Posts aber darauf ab, das die Schule respektive KL salopp gesagt sich nicht korrekt verhalten würde und Kind deswegen Probleme hätte.
Die KL kann aber nicht mal eben richten oder dafür verantwortlich gemacht werden, was schon lange im argen lag.
Meiner Meinung nach wird hier der Schule/KL nun auf´s Auge gedrückt, hinzubiegen, was vorher versäumt wurde.
Es wird beiseite geschoben, dass man selbst schon weit genug war, einen Psychologen aufzusuchen. Und nun ist das aber gar nicht relevant, statt dessen wird versucht, die Probleme auf das Verhalten/Maßnahmen der KL abzuwälzen.

Damit ist dem Kind aber nicht geholfen!

Auch das Wort "Strafen" ist so nicht richtig - die KL zeigt Konsequenzen auf.
Kind stört immer wieder - 5 Min. Auszeit vor der Türe
Kind stört und erledigt seine Aufgaben deswegen nicht - Kind muss diese Aufgaben in der Pause machen
Kind hat zum wiederholten Mal die HA´s nicht - Kind muss diese also nachmachen

Das alles dient doch nicht als reine Strafe - sondern auch dazu, Kind stoffmäßig nicht komplett hinterher hinken zu lassen (und natürlich auch als Maßnahme ihm aufzuzeigen, dass man eben nicht machen kann, was man will)

Vor allen Dingen macht die KL schon im Grunde die Arbeit, die eigentlich die Eltern machen müssten: dafür zu sorgen, dass Kind zB die HA´s zumindest nach macht. Weil die Eltern meinen, die wären nicht so wichtig und halt keine Zeit war, sich darum zu kümmern.

Kind hätte nun Angst deswegen - ja, aber doch deshalb, weil die Eltern vermitteln, HA´s wären nicht so wichtig und es deshalb gar nicht versteht, warum die KL das anders sieht.

Nein, sorry - hier sehe ich erst mal nicht die KL als die "Böse", die einen Wirbelwind unfair behandelt und ihm Angst macht.
Die KL hat eben auch irgendwann keine andere Möglichkeit mehr, als das Kind abholen zu lassen - sie hat eine ganze Klasse zu unterrichten, nicht nur 1 Kind. Und vermutlich will sie damit auch den Eltern signalisieren, dass DIE endlich etwas tun müssen.

Mein Rat nach wie vor: Kind auf Auffälligkeiten wie ADHS etc testen lassen und ihm dann endlich mal konkret helfen!! Es hilft dem Kind doch kein Stück, ständig nur die KL zu kritisieren und hier im Forum auf Zuspruch zu hoffen. Mensch, das Kind leidet doch auch darunter, ausgeschlossen werden zu müssen! Aber das scheint meiner Meinung nicht daran zu liegen, dass die KL so ein Drachen ist.

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Philo am 17.10.2019, 12:00 Uhr

Also, es besteht SchulPFLICHT, ich glaube nicht, dass man da jemanden wegen "Wirbelwind" ausschließen kann...
Strafarbeiten in den Pausen finde ich auch fragwürdig, denn dann hat das Kind ja noch weniger Zeit sich auszutoben und wird noch unruhiger in den kommenden Stunden, oder??

Ich frage mich, wie das Kind denn im Kindergarten war: auch ein rechter Wirbelwind? Wurde da irgendwas an Diagnostik angeraten? Wie ist es in Sportvereinen, Musikschulen, auf dem Spielplatz? Eckt er da auch an oder läuft da alles "glatt"?
Denn wegen ein bisschen "Wirbelwind" wird noch nicht von der Schule ausgeschlossen, das ist zumeist das letzte Mittel. Evtl. ist eine Diagnostik anzuraten, im Hinblick auf ADHS?

Die Lehrerin meiner Tochter (jetzt 2. Klasse) arbeitet viel mit Belohnungen, man kann sich für regelkonformes Verhalten immer wieder Belohnungskärtchen verdienen, die man dann gegen Kleinigkeiten aus der Schatztruhe eintauschen kann. Getreu dem Motto, nach dem auch wir erziehen: "Stärken stärken und damit Schwächen schwächen"!

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Re: Siehe mein Post "anderes Problem"

Antwort von cube am 17.10.2019, 12:27 Uhr

Eltern, die zu Kindergartenzeiten auf Grund des anstrengendes Verhaltens (eigene Wahrnehmung als auch die der Erzieherinnen, andere Mitmenschen) bei einem Kinderpsychiater waren, haben vermutlich eher nicht nur einen "Wirbelwind"...

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Re: Kann es sein, dass ihr irgendwie grundsätzlich ein Problem habt?

Antwort von MamaMalZwei am 17.10.2019, 17:32 Uhr

Hallo cube, so ausführlich wie Du habe ich nicht verfolgt, was die AP alles gepostet hat... Ja, natürlich weist das auf große Probleme hin. Was ich aber nachempfinden kann ist, dass man irgendwann mürbe wird, wenn andere dauernd ein Problem mit dem Kind haben. Was hat denn die Sitzung beim Kinderpsychologen ergeben? Der Mann muss ja irgendetwas festgestellt haben, irgendeinen Rat gehabt haben. Oder hat er sie einfach so wieder nach Hause geschickt?
Vielleicht ist der Junge ja ein Fall für die Ergo, wer weiß.
Ich habe mal ein Kind betreut, das auch große Schwierigkeiten hatte, seine HA zu machen. Der hatte verschiedene Baustellen, einen Tremor, konnte nicht richtig gucken, sich nicht konzentrieren. Insofern, such Dir Hilfe pink, bevor es noch schlimmer wird. LG

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Carmar am 17.10.2019, 18:36 Uhr

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Re: Geht es nicht auch ohne Bestrafungen?

Antwort von Carmar am 17.10.2019, 18:46 Uhr

Zitat: "Die Lehrerin hat gemeint, dass sie, wenn das nicht bei ihm fruchtet und besser wird, ihn auch mal von mir abholen lässt. Das finde ich doch schon sehr hart (auch für mich)."

Meinst du, es sei hart für dich, ihn abzuholen, weil du berufstätig bist?

Nimm dir mal vorher (also bevor es zu einem Anruf und einer Bitte, ihn abzuholen, kommt, einen Tag Urlaub und setzt sich in den Unterricht. Das muss natürlich vorher abgesprochen werden. Und dann siehst du, was dein Kind macht oder nicht macht.

Falls hier jemand meint, dann benimmt sich das Kind bestimmt ganz toll, wenn Mama mit in der Klasse sitzt: Nein, wenn ein Kind sich nicht benehmen KANN, dann ist es auch dann auffällig.

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