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Geschrieben von yl2 am 10.07.2009, 11:47 Uhr

brauch bitte mal ein paar meinungen...

also!
meine tochter (7, erste klasse) wird in der schule -wie es nun mal so ist- des öfteren geärgert! sie selbst ist allerdings auch nicht gerade auf den mund gefallen und lässt sich nicht so schnell was gefallen! im gegensatz zur kiga-zeit, da hatten wir oft mit kopfweh, bauchweh etc. zu kämpfen, weil sie wieder nicht gehen wollte, angst hatte, geärgert zu werden und auch massiv geärgert wurde!
jetzt in der schule ist es nicht ganz so eindeutig (auch für mich), weil sie mittlerweile ordentlich an selbstvertrauen gewonnen hat (stolz bin), für sich selbst und auch für andere einsteht und ihre meinung vertreten kann!

es sind -in meinen augen- absolute kleinigkeiten-, aber sie selbst ärgert es zum teil so dermaßen, dass sie jetzt von sich aus eine mutter ansprechen wollte, dass das kind sie bitte in ruhe lassen soll...

zu den kleinigkeiten, da ist es jetzt eben die frage: müssen sie das alleine klären (eigentlich eher meine meinung, hab noch einen größeren sohn und kenne solche "zickereien" von ihm und seinen freunden einfach nicht), oder brauch sie hilfestellung?
es sind sachen wie -ins ohr flüstern- du malst hässlich- du bist total doof- du kannst überhaupt nicht schreiben- du hast dich schon wieder verrechnet-und und und...mal werden ihre sportsachen versteckt, mal ein ranzen ausgekippt! (diese letzteren beiden sachen hat sie allerdings selbst direkt in der schule mit der lehrerin geklärt!)...bei diesen verbalen "hänselein" scheint sie eher machtlos zu sein...
ich hab schon alles probiert: hör nicht hin, sag selber, sag laut: hör auf mich ...zu nennen!
nun sind erstmal ferien, aber für mich ist es jetzt eine grundsätzliche frage an euch: ab wann muss ich mich mehr für sie engagieren?
wie gesagt, sie trägt keinen heiligenschein und soll auch gerne mal ärgern -was ich nicht abstreiten möchte- ABER: sie sagt dann eben: das machen die anderen bei ihr auch und findet es ungerecht, wenn sie dann ärger bekommt, während andere sachen ungeahndet bleiben!

was meint ihr?
ist etwas wirr, aber ich hab´s einfach mal so geschrieben,wie es mir gerade in den sinn kam...

 
8 Antworten:

Re: brauch bitte mal ein paar meinungen...

Antwort von Birgit67 am 10.07.2009, 12:05 Uhr

ganz ehrlich, es gibt Kinder die ziehen das geärgert werden an wie ein Magnet andere kommen durch Kiga und Schule ohne dass je mal was wäre im Gegenteil - ich habe von jedem ein Exemplar zu Hause.

Solange Deine Tochter bereit ist es selber zu klären würde ich es lassen- eingreifen würde ich erst wenn sie wirklich echte Probleme damit hat und weinend nach Hause kommt - so wie gestern mein Kleiner der hat aber Probleme mit der Lehrerin die ich jetzt kläre.

ich habe teilweise die Kinder direkt angesprochen in Beisein der Mutter. Einmal haben ihm zwei Jungs seine Brezel weggegessen (sie hatten beide ein Vesper dabei) und mein Sohn hatte lange Unterricht weil er noch eine Generalprobe hatte die sich hinzog - ich habe dann beim Sport am Abend beide angesprochen als die Mütter in der Nähe waren warum sie ihm seine brezel gegessen hätten wenn doch so lange Schule ist - beide Mütter haben aufgehorcht nachgefragt und sie mussten sich dann bei meinem Sohn entschuldigen und die Brezel gemeinsam bezahlen.

Also sprich mit ihr und frage sie ob Du ihr helfen sollst oder ob sie das selber klären kann.

Gruß Birgit

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Re: brauch bitte mal ein paar meinungen...

Antwort von Reni+Lena am 10.07.2009, 12:08 Uhr

Das sind meiner meinung nach ganz normale Zickereien in die ich mich als Mutter garantiert nicht einmischen würde.
Sie wird im laufe der Zeit einen Weg finden die Sachen die sie ärgern zu umgehen, oder irgendwie zu verhindern wissen.
Wenn sie unbedingt zu der Mutter eines Kindes hingehen will...naja...ich fände es jetzt als Mutter etwas doof, wenn ein anderes Kind zu mir käme und quasi "petzt", dass meine Tochter sie geärgert hat, solange es sich um solche Lapalien handelt.
Aber deine Tochter wird an der Reaktion der Mutter auch lernen und entweder Erfolg mit ihrer "Beschwerde" haben, oder eben ausgelacht werden..beides ist möglich...
Am besten raushalten solange es nichts schlimmeres ist.

Lg reni

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raushalten

Antwort von Claudia36 am 10.07.2009, 12:20 Uhr

so lange es geht, die Kinder müssen solche Kleinigkeiten alleine Klären.

Frage deine Tochter ob sie überhaupt Hilfe will....die meißten Kinder , wo sich die Eltern nicht in alles einmischen, wollen garnicht das man hilft.
Sie kommen sich dann vor wie ein Baby und das Ärgern wird dadurch nur schlimmer.
Du kannst nur beobachten ( das daraus nichts schlimmeres entsteht wie Mobbing), deinem Kind mit Rat und Tat beseite stehen , es auffangen wenn es traurig ist und erst dann eingreifen wenn es diene Tochter wirklich will.

Tum Elternsprechtag kann man mit der Lehrerin sprechen wie schlimmm es wirklich ist....bzw ihre Sichtweise der Dinge abklären .

Aber direkt eingreifen würde ich nicht, habe ich auch bei meinen Kindern nie gemacht.
Sie sind alt genug, solche Spielchen selber zu klären.
LG
Claudia

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Re: raushalten

Antwort von yl2 am 10.07.2009, 12:54 Uhr

danke erstmal für eure antworten!

bin ziemlich beruhigt, dass ich also nicht soo falsch lag...

zum thema petzen muss ich sagen, dass eben DAS -wenn ich so wie gestern in der schule was aushelfe- ein mädchen beispielsweise kommt und sagt: "xy (meine tochter) hat mich eben angestupst und jetzt hab ich mich vermalt, sie hat nicht mal entschuldigung gesagt...!" was dieses mädchen allerdings schon alles zu meiner tochter gesagt hat...*hust*

sowas hat meine tochter bisher noch nie gemacht, musste sie ja schon echt triezen, dass sie es den lehrern sagt, wenn´s gar nicht mehr geht...
das petzen -bei den eltern- machen in dieser klasse -leider- sehr viele...überwiegend mädchen...hab ich schon bei anderen häufig beobachten können!
aber nun reisst ihr -wie gesagt- langsam wohl der geduldsfaden bzw. sieht sie ja, dass andere kinder das häufig machen und warum dann nicht auch sie?

ist wirklich schwierig...also verbale hänseleien hoffe ich, verlaufen sich irgendwann im sande, aber bei manchen haben solche sachen schon echte komplexe ausgelöst und es kann eben auch nicht sein, dass sie nicht mehr malen mag in der schule, weil zwei ihrer "freundinnen" ihr permanent sagen, dass sie hässliche bilder malt...seufz...

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Re: brauch bitte mal ein paar meinungen...

Antwort von MamaMalZwei am 10.07.2009, 13:13 Uhr

Hallo, also wenn Deine Tochter anfängt zurückzuärgern dann musst Du glaube ich eingreifen. Bisher hat sie ja nicht reagiert bzw. ist dem Ärgern ausgewichen.
Ich habe einen Sohn, der ähnlich reagierte wie Deine Tochter und der auch meinte, wenn der andere mich triezt, dann kann ich das auch. Für ihn ist das schwer nach hinten losgegangen, plötzlich war er der Buhmann.
Denn der Lehrer kann es ja nicht riechen warum sich Dein Kind plötzlich so verhält.
Deshalb würde ich für ein indirektes Eingreifen plädieren und den Lehrer informieren. Deine Tochter wahrt ihr Gesicht ("Ähähä Du Baby, für Dich muss immer Mama alles regeln, was?") aber der Lehrer kann eben eingreifen, wenn er auf die Ärgerbolde aufmerksam gemacht wird und sie zur Rechenschaft ziehen.
Es kommt natürlich darauf an, ob der Lehrer eingreifen möchte oder nicht. Bei uns war es so, dass die Schule auf dem Standpunkt stand "die Kinder klären das untereinander". Ja, das haben sie dann auch mit dem Ergebnis, dass bestimmte Kinder dauerhaft ausgegrenzt wurden und nie zur Klassengemeinchaft dazugehörten.
Falls Du Mühe hast den Lehrer zu überzeugen: Es gibt eine Untersuchung zum Thema Mobbing, dabei kam heraus, dass es nur in der Grundschule, der Gesamtschule und in der Hauptschule so schlimm ist. Die Forscher zählten hier bis zu 14 % Mobbingfälle, an Realschulen und Gymnasien waren es weit weniger ( knapp 5% am Gym und knapp 8 % an Realschulen).
Mobbing ist etwas, was Schüler nicht allein lösen können. LG

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@mamamalzwei

Antwort von yl2 am 10.07.2009, 13:54 Uhr

danke für deine antwort!

ja, genau das ist -vermute ich- schon passiert...mit dem buhmann! sie wird dann eben auch laut (wenn ihr jemand was ins ohr flüstert), genau so, wie sie es in einem verteidigungskurs gelernt hat: sprich genau DAS aus, was der andere bei dir macht, z.B.: hör auf, mir "blödmann" ins uhr zu flüstern... etcpp...damit erwachsene (lehrer) aufmerksam werden und nicht automatisch das schreiende oder schimpfende, sich wehrende kind maßregeln, sondern möglichst erkenne, was sache ist!

und ganz oft werden dann eben -laut meiner tochter- die dinge relativiert...sprich: lasst euch gegenseitig in ruhe...
klar, ist das ja auch oftmals das einzig mögliche, wenn man diese ganzen zickereien nicht auseinanderklabüstern kann und will (finde das ja selbst megaanstrengend)...aber für die kinder (mädchen behaupte ich jetzt mal) scheint das mörderwichtig zu sein! meine tochter fühlt sich also komplett ungerecht behandelt und die lehrerin sagt dann (auch schon zu mir): naja, sie hat ihn ja auch vorher geärgert! was meiner meinung nach kein grund ist, so sehr an den klamotten rumzuzerren und sie zu schubsen, dass die jacke einreißt und sie hinfällt!
ich hab wie schon gesagt eben noch einen großen sohn und laufe nicht blind durch die weltgeschichte und weiß schon, was so abgeht in den klassen, aber da gibt es soetwas wie sich gegenseitig auslachen nicht, da gibt es einen klassenverband! was in der klasse meiner tochter offenbar total abgeht...so schade!

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Re: @yl2

Antwort von MamaMalZwei am 10.07.2009, 16:36 Uhr

Hallo, genauso hat mein Sohn auch reagiert und sich dann irgendwann einen Tadel eingefangen, weil er diese Sticheleien nicht mehr ertrug.
Ich würde mich noch einmal mit der Lehrerin zusammensetzen und ihr ganz genau erklären, wie Deine Tochter sich fühlt. Bei uns hat es zwei Jahre gedauert, bis der Lehrer verstanden hatte, was in der Klasse abging. Erst dann hat er sich den Hauptärgerer zur Brust genommen, aber da war es schon zu spät. Die Kinder wechselten zur weiterführenden Schule und es konnte diesem Jungen egal sein.
Eure Lehrerin sollte etwas tun um den Klassenzusammenhalt zu fördern, z. B. Ausflüge, Vertrauensübungen usw. Gleichzeitig sollte sie sich nicht zu fein sein, auch einzugreifen. Die meisten Kinder sind so gestrickt, dass sie erst mal ausprobieren wollen, wie weit sie gehen können.
Auf der Realschule meines Sohnes ist es so, dass die Kinder ganz genau aufschreiben müssen, was passiert ist und was einer zum anderen gesagt hat. Diese Papiere sind dann Grundlage für Vermittlungsgespräche, dabei ist es durchaus nicht so dass derjenige der besser formulieren kann auch gleichzeitig derjenige ist, dem geglaubt wird.
Dieses Argument : "Er hat den Jungen ja auch geärgert!" kenne ich nur zu gut. Ja, irgendwann wird es Lemmi zu viel und dann sagt er eben auch etwas.
Eure Lehrerin sollte auch schon deswegen intervenieren, weil die Zickereien die Kinder - und auch sie selbst - viel Kraft kosten. Um diese Kraft wieder in den Unterricht stecken zu können, sollte sie den Umgang der Kinder miteinander thematisieren. Viele Kinder können ja heute gar nicht mehr sozial miteinander umgehen. Die Bibliothekslehrerin, mit der ich in der Real zusammenarbeite, sagt auch: "Erst muss der Umgang der Kinder miteinander stimmen, dann werden die Köpfe frei fürs Lernen!" In diesem Sinne, LG

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Re: @yl2

Antwort von Namens-Fee am 10.07.2009, 19:50 Uhr

Ich würde das Ganze auf jeden Fall genau beobachten. In meinen Augen sehen die normalen Zickerein der Kinder nicht so aus, dass immer wieder Bösartigkeiten geflüstert werden, da wird er laut rumgeprustet.

Diese leise unbemerkte Sticheln kann besonders dann, wenn sich das Kind nicht wehrt und keinen Rückhalt bei den Lehrern findet, ganz schnell zu massivem Mobbing führen. So geschehen bei meinem Sohn. Lange hat er es immer wieder geschafft, wegzuhören, sich nicht aufzuregen, aber irgendwann kam der Punkt, wo er dann doch explodiert ist, mit der Folge, dass ER Ärger bekam, was natürlich irsinnig komisch und belustigend, zudem erfolgreich für die anderen war.
Die Lehrer hatten nur noch Sohni auf dem Kieker, Gespräche mit ihnen verliefen erfolglos - bis zu einem Klassenwechsel, wo Mobbing einfach nicht geduldet wurde, basta.

Ansonste war es der Rat unseres Kinder- und Jugendpsychiaters, dass das Kind lernen mus, ruhig zu bleiben. Nicht zu reagieren ist mit Abstand die beste Verteidigung gegen Mobbing. Man muss dem Kind nur erklären, dass die Stichelein vermutlich zunächst heftiger werden, bevor die Kinder dann aufhören - denn wenn das "Opfer" nicht mehr aufs Ärgern anspringt, ist es einfach langweilig und die anderen hören auf. Klappt super, ist aber enorm kräftezehrend!

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