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Geschrieben von 77shy am 08.07.2009, 21:11 Uhr

Nochmal wg. Gespräch mit der Mutter

Wir waren heute nochmal dort, nachdem die Sozialarbeiterin uns angerufen und gebeten hat, dass wir mit unserem Sohn zusammen nochmal vorbeikommen, damit er sich sein Sammelheft und die Karten selbst abholen kann.

Als wir hineinkamen, war die Mutter auch da. Wir grüßten ganz normal, aber sie schaute uns nicht mal an (vielleicht auch verständlich). Dann sollten wir alle zusammen in einen anderen Raum gehen, wo schon alle Sammelkarten, die der Junge besaß, auf dem Tisch lagen. Die Mutter selbst wollte aber nicht dabei sein und schickte ihren Sohn alleine mit. Auf dem Tisch lagen.......schwer zu schätzen.......500 - 600 Karten und mein Sohn sollte sich seine raussuchen. Das tat er, danach musste sich der Junge entschuldigen und die Jungs gaben sich die Hand.

Die Sozialarbeteiterin will sich morgen mit der Schule in Verbindung setzen, weil sie weiss, dass der Junge niemals so viele Karten besessen hatte (sie war selbst erstaunt, als sie die ganzen Karten in seinem Besitz sah) und auch anderen Kindern Karten fehlen. Dann kommen morgen die anderen 3 Sozialarbeiter ins Heim und sie setzen sich zusammen, um zu überlegen, welche Konsequenzen die ganze Sache hat.

Wir haben die ganze Sache nun zum Anlass genommen, in der Schule einen Antrag zu stellen, dass ab sofort solche Sachen wie Sammelhefte oder -karten in der Schule offiziell verboten werden.

MfG

 
29 Antworten:

Re: Nochmal wg. Gespräch mit der Mutter

Antwort von Henriette am 08.07.2009, 22:30 Uhr

Ich will dein Vorgehen nicht weiter kommentieren, das haben andere bereits getan. Aus Sicht einer Lehrerin aber finde ich dein Ansinnen, bei der Schule einen derartigen Antrag zus tellen, recht übertrieben. Überleg doch mal, welche Konsequenzen das nach sich ziehen würde. Soll die Schule einen Liste verbotener Karten erstellen, Pferdehefte untersagen, bestimmte Stifte oder Plüschtieren am Ranzne, die gleichermaßen Statussymbol sein sollten?

Das zu untersagen haben doch wir Eltern in der Hand. Wenn mein Sohn Sorge hat, dass seine Karten abhanden kommen, dann rate ich ihm, sie zuhause zu lassen oder aber mit den Konsequenzen im Fall des Verschwindens zu leben.

Ein derartiges Verbot müsste die Gesamtkonferenz beschließen und die hat weiß Gott wichtigere Dnge, die es zu beraten gibt. Bedenk das bitte.

Henriette

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Bei uns gab es sowas grundsätzlich nicht an der GS

Antwort von knödelchen00 am 08.07.2009, 23:02 Uhr

Kein Pokemon oder Jo-Gi-O Karten (weiß nicht wie die Dinger heißen - denn Beide hatten den Mist nicht)
Keine Sammelhefte
Keine Nintendos, Handys, MP3 Player etc. -

Das war ganz klar VERBOTEN und wurde den Eltern schon bei der Einschulung vermittelt! o.k. - da kann man eigentlich auch gut mit leben, oder?
---------------------------------------------
Auf der weiterführenden Schule - egal - erlaubt !
Aber wenn weg, dann weg!
--------------
Und wird auch nicht wieder neu gekauft, das wissen sie und daher hüten sie sich solche Dinge mitzunehmen.
Handy brauchen sie aufgrund der bescheidenen Busverbindung. (da haben sie ein einfaches - für evtl. Langfinger - uninteressantes Modell!

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Re: Bei uns gab es sowas grundsätzlich nicht an der GS

Antwort von yl2 am 08.07.2009, 23:39 Uhr

warum muss man dafür einen antrag stellen?
versteh ich nicht? du bist doch die mutter und kannst es deinem sohn verbieten, oder aber ihn mit den konsequenzen leben lassen, dass eben mal was verloren gehen kann...
bei uns sind handys, mp3player, nintendos und diverse spielkarten (pokemon und yogiyo-karten) verboten! bzw. handhabt das jede lehrerin mit ihrer klasse, wie sie meint! match attax karten sind hingegen erlaubt...
aber wie gesagt, WARUM willst du dafür jetzt einen antrag stellen?

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Du mußt mit deinem Sohn reden, nicht vom Leher erwarten, dass...

Antwort von mamaj am 09.07.2009, 6:52 Uhr

...er Verbote erteilt, damit du es leichter hast mit deinem Kind.

Meinst du ernsthaft alle Schulen hätten solche Verbote? Für jedes einzelne "Dinkg" was "verloren" gehen könnte?
Nintendo, Mp3-Player, Pokemonkarten etc...?
Nein, in den meisten Fällen entscheiden die Eltern und Schüler, und wenn dann etwas "verloren" geht, dann ist das nicht Sache der Schule.

Bei uns kommen auch Kinder mit Handy, MP3 Player, Nindento etc. in die Grundschule...wir wurden alle vorher darüber am Elternabend informiert, dass die Schule dafür nicht haftet.

LG
mamaj

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MEIN Sohn weiss, dass er sowas nicht mehr mitnimmt

Antwort von 77shy am 09.07.2009, 7:35 Uhr

In der Schule, also während der Unterrichtszeit sind diese Dinge ja auch verboten, aber nicht während der Betreuung. Und genau darum geht es. Das Wort Antrag war vielleicht etwas übertrieben. Aber nachdem die Sozialarbeiterin gestern sagte, dass sie dies tut, damit es solche Verlockungen nicht mehr gibt, dachte ich, dass es nicht schaden kann, wenn sich mehrere Eltern dazu bereit erklären, sich gegen das Mitnehmen solcher Dinge auszusprechen. Nur DARUM ging es.

Es geht mir hier nicht mehr um MEIN Kind. Das ist für uns geklärt.

MfG

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verbot löst problem nicht

Antwort von mama.frosch am 09.07.2009, 8:30 Uhr

das wird den jungen doch nicht vom klauen abhalten. es gibt immer und überall verführungen; damit wird das problem nur "outgesourced".

die sozialarbeiterin hinterlässt nach dem, was du schreibst keinen allzu fähigen eindruck bei mir. habe auch in der jugendhilfe gearbeitet und auf so ein herangehen wäre niemand gekommen, ebensowenig wie auf das ausplaudern beim ersten treffen.

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der Junge sollte einen eigentlich leid tuen

Antwort von Claudia36 am 09.07.2009, 8:56 Uhr

und seine Mutter auch.
Wer weiß unter welchen Umständen die beiden leben müssen, was sie alles durchgemacht haben....
Keiner ist umsonst in einem Frauenhaus.

Und dann so einen Aufriss zu mahcen , wegen einem Stickerheft.....finde ich völlig überzogen.
Mir wäre es im Traumk nicht eingefallen....alles was Kind mit in die Schule nimmt und weg kommt....Pech gehabt....hättest es zu Hause lassen können.....Punkt.

Der Junde der da wohl klaut , hat ein viel größeres Problem und es sollte erstmal geklärt werden aus welchen Gründe er das tut........ehe man ihn so hart bestraft!

Ich finde das Vorgehen nicht in Ordnung , es zeugt meiner Ansicht nach von sehr viel Egoismus.

LG
Claudia

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Weißt du....

Antwort von mamaj am 09.07.2009, 8:59 Uhr

...... im Grunde verstehe ich schon was du schreibst, kann deine Reaktion und auch dein derzeitiges Bedürfnis etwas zu tun, damit soetwas nicht wieder vorkommt, nachvollziehen.

Meine Erfahrungen sagen mir dennoch.....auch wenn sich jetzt viele Eltern dazu bereit erklären würden nichts mehr in die Schule oder die Betreuung mitzugeben, was dort nicht erwünscht ist, wird sich in 5,6,7 Monaten keiner mehr daran halten, und es wird auch einige Eltern geben, die es weiterhin erlauben....Verbot hin oder her...und nicht zu vergessen die Kinder, die dann heimlich ihre Sachen von zu Hause mitbringen.

Etwas übertrieben ausgedrückt:
Ich bin nicht für andere Verantwortlich....ich entscheide für mich und unsere Tochter, was sie in die Schule und die Nachmittagsbetreuung mitnimmt .... ich erkläre ihr, wie traurig sie sein wird, wenn ihre Sachen verloren gehen.
Andere Eltern dürfen es gerne anders entscheiden.

An unserer Schule finden z.B. in jedem Schuljahr 2 Mitbring-Tage statt, an denen Nintendo, Mp3-Player, Handy, Pokemonkarten, Sammleralben etc., aber auch Kuschltiere, Bücher etc. erlaubt sind.
Vorher entschiede ich gemeinsam mit unserer Tochter, was sie mit nimmt und wir richten uns nicht danach, was andere mitnehmen.
Bisher entschied sie sich dann immer für ein Buch ;-)...eines, wo der Schmerz nicht all zu groß ist, wenn es denn verloren oder kaputt gehen würde...

Du hast doch auch deinem Sohn erklärt, das er diese Sachen nun nicht mehr mitnehmen darf, er hat seine Erfahrung gemacht und ist mit einem hellblauen Auge davon gekommen, und wird sicherlich nichts mehr mitnehmen, was ihm wichtig oder wertvoll ist.


Etwas dazu sagen, was ich in eurer derzeitigen Situation gemacht hätte, kann ich nicht, denn ich war noch nie in einer ähnlichen Situation.
Für mich wäre allerdings der Schritt mit der Sozialarbeiterin, mit der Schulleitung bzw. der Leitung der Betreuung zu reden, einfach ein Schritt zuviel.

Ich würde an deiner Stelle die Sache ruhen lassen, denn genügend andere Personen sind nun von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt worden (Sozialarbeiterin, Leherin) und diese werden sich sicherlich proffesionell um diese Angelegenheit kümmern.

Eventuell würde ich in ein paar Wochen nochmal den Lehrer darauf ansprechen....nein, ich würde es sicherlich nicht machen, ich bin anders veranlagt ;-).... aber du könntest doch so kurz vor den Ferien noch einmal nachfragen.

Alles Gute und LG
mamaj

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@alle

Antwort von mamaj am 09.07.2009, 9:18 Uhr

Ich weiß nicht, warum ihr immer wieder darauf rumhacken müßt, das einem die Mutter und der Junge leid tun müssen....

Natürlich gibt es viele Fälle, wo ich genau so reagieren würde, aber auch genau so viele wo ich es eben nicht würde...

Da wir aber kein Hintergrundwissen über die Mutter haben, können wir doch nicht nur die ganze Zeit das Kind bedauern....

Wißt ihr wieviele Mütter, Väter und Eltern es gibt, denen ihre Kinder bzw. die Erziehung ihrer Kinder egal ist?

Wir haben aktuell einen Fall an unserer Schule, da hat die Mutter von 3 Kindern keinen Bock auf Erziehung, und gibt bei Problemen mit ihren kindern, egal ob in der Schule oder bei Freunden, immer die Telefonnummer ihrer Sozialarbeiterin weiter..."Die wird sich kümmern!"

Bis vor kurzem hatten wir einen Jungen in unserer Klasse, da war der Fall ähnlich gelagert, der hat jetzt einen vom Staat bezahlten tollen Platz in einem Internat...in einem wirklich guten internst mit einer hervorragenden Schule.
Natürlich geht es dem Jungen dort besser, und da ich ihn persönlich kenne gönne ich es ihm von Herzen....aber die Eltern brauchen sich jetzt nicht mehr um ihn zu kümmern, das ist das was ihnen dabei am besten gefällt...traurig und zugleich hoffentlich das Beste für den Jungen.

Außerdem........

Ich kenne auch genügend alleinerziehende Mütter und sogar einen Vater, die trotz begrenzter Geldmittel ihre Kinder toll erziehen. Man kann doch Werte vermitteln, ohne alles was IN ist zu besitzen.


Okay, auch ich fand anfangs die Reaktion von 77shy auf diesen Vorfall ziemlich übertrieben....daher bin ich auch gerne bereit zu schreiben, das ich es anders gehandhabt hätte.

Dennoch kann sie für die Erziehung des Jungens nichts, aber sie nun dafür verantwortlich machen und den Jungen die ganze Zeit in Schutz nehmen...das finde ich persönlich ein wenig überzogen.

LG
mamaj

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Re: @77shy

Antwort von montpelle am 09.07.2009, 10:13 Uhr

Geht es dir jetzt besser ?

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Re: der Junge sollte einen eigentlich leid tuen

Antwort von knödelchen00 am 09.07.2009, 10:34 Uhr

Klar, lasst ihn ruhig klauen - ist ja so arm dran!
Ähm - sorry mal!

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naja claudia,

Antwort von mama.frosch am 09.07.2009, 10:38 Uhr

jetzt schießt du aber übers verständnis-ziel hinaus.

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DANKE mamaj - genau so ist es !

Antwort von knödelchen00 am 09.07.2009, 10:39 Uhr

Es gibt tatsächlich genügend Eltern die "keinen Bock" auf Erziehung ihrer Kinder haben - und völlig egal, ob arm oder reich.
------------------------
Ich kenne so einige Experten und da dreht sich mir der Magen um, wenn ich dann die Einstellung der Eltern höre........
Bei Klauen, rauchen, Alkohol oder mobben und prügeln anderer Kinder?
-Da sollte man nicht wegschauen sondern handeln.

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ich habe

Antwort von Claudia36 am 09.07.2009, 10:43 Uhr

nicht geschrieben das es keine Konequenzen haben soll....aber ich finde es doch reichlich überzogen.
Klar gibt es immer Eltern dehnen ihre Kinder egal sind....aber die kommen auch bei so einen Aufruf trotzdem nicht in die Schule um das zu klären.

Trotzdem muß man hier klären warum der Junge klaut....denn das ist das Grundproblem....wenn das nicht geklärt ist , macht er es immer wieder....auch wenn er Strafen dafür bekommt ( denn auch mit einer Strafe bekommt man Aufmerksamkeit die man sucht...)

Wenn mein Kind irgendwas , was nicht mit Schule zu tun hat, mitnimmt und es weg kommt....dann ist es selber schuld dran.,...und beim nächten Mal ist es schlauer.....Ich kann doch nicht alles für meine Kinder klären.....sie sind selber Individuen , die auch in der GS vieles selber klären sollten.

LG
Claudia

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Das ist der beste Vorschlag

Antwort von Tinai am 09.07.2009, 10:52 Uhr

Sammelkarten, gameboys, Mobiltelefone usw. haben in der Schule rein gar nichts verloren! Die Kinder geben alle an, ist auch menschlich und normal, aber offenbart viel zu früh soziale Unterschiede, verursacht Neid und Hilflosigkeit und im schlimmsten Fall werden andere Kinder stigmatisiert, weil sie nicht mithalten können. Das geht schon in den Grundschulen los, dass die Kinder wissen, wer Kleidung von Marke XY trägt.

Viel Erfolg also mit Deinem Antrag!

Grüße Tina

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Sowas ist ganz leicht und schnell durchgesetzt

Antwort von Tinai am 09.07.2009, 10:55 Uhr

Zuerst wurden die Sammelhefte ganz allgemein verboten, dann muss es mal so Chips gegeben haben mit Bildchen, die wurden kurzfristig auch verboten.

Das geht ruckzuck und nur über den Rektor - zumindest was ich mitbekomme.

Wird immer akzeptiert und hat noch nie Frust gebracht. Ich glaube, die meisten betroffenen Eltern waren froh, dass sie keine Diskussionen mehr mit den Kindern hatten, ob oder ob nicht, sondern einfach sagen konnten "ist verboten".

Allerdings hat die Lehrerin bei meinem Sohn was ganz nettes gemacht, die haben an einem Tag dann alles mitbringen dürfen und wild tauschen, musste aber nach der Stunde alles weggepackt werden.

Mein Sohn hat weder Sammelkarten noch Klebebildchen und hatte trotzdem mächtig Spaß

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Re: ich habe

Antwort von mama.frosch am 09.07.2009, 10:59 Uhr

so wie du es jetzt schreibst gehe ich mit.
dein voriges posting las sich aber für mich mehr so, als wäre es mehr oder weniger wurscht dass er geklaut hat weil er ja ein problem hat.

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finde es mittlerweile richtig, wie shy reagiert hat

Antwort von celmin am 09.07.2009, 11:15 Uhr

Ich war vorher ja auch sehr geschockt über die "Hetzjagd" auf diesen Jungen. Mittlerweile denke ich aber schon, dass es ganz richtig war. Wenn er 500-600 Karten hatte, dann hat er wirklich ein Problem.
Wenn ein Kind mal einen Radiergummi oder einen Stift von einem anderen Kind mitnimmt, weil es den soooo toll findet, dann ist das nicht gut, aber davon geht die Welt jetzt nicht unter. Wenn aber jemand aus geschlossenen Ranzen so viele Sachen klaut, dann ist das sehr wohl kriminell und dann gehört es auch bestraft. Wenn man jetzt nur Mitleid mit dem Täter hat, weil er es ja so schwer hat im Leben, dann ist ihm damit nicht gedient. Er muss schon zu seinen Taten stehen und wenn er "erwischt" wird, muss er mit den Konsequenzen leben.

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Re:Warum akzeptiert hier der Großteil Diebstahl

Antwort von SilvanaR am 09.07.2009, 11:33 Uhr

nur weil es dem armen Jungen so schlecht geht. Findet ihr es auch toll, wenn ein armer Obdachloser Drogenjunkie eure Brieftasche klauen würde? nein? warum denn nicht, dem gehts doch so schlecht, wenn er seinen Stoff nicht bekommt.

Diebstahl ist Diebstahl - und auch Kinder müssen sich an die Regeln des Zusammenlebens halten. Ich möchte alle, die hier schreien, wie böse man zu dem armen dieb ist, sehen, wenn es ihr Kind wäre, welches bestohlen wurde.

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??

Antwort von mama.frosch am 09.07.2009, 11:36 Uhr

ich lese bei fast keinem posting, dass der diebstahl akzeptiert wurde.

ansonsten traue ich erwachsenen menschen grundsätzlich zu, sowohl das eigene kind bemitleiden zu können, ihm im nächsten atemzug klarmachen zu können dass es solche wertvollen sachen besser zuhause lässt weil gelegenheit nun mal leider diebe macht, eine angemessene bestrafung für den dieb zu fordern (wobei angemessen definiert werden müsste) und darüber hinaus in der lage zu sein, zu erkennen, das das stehlende kind angemessene hilfe braucht, um dieses "störverhalten" abzulegen.

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@Silvana

Antwort von snow-fee am 09.07.2009, 11:50 Uhr

Hallo,

also jeden Beitrag den ich gelesen habe, beschönigt den Diebstahl nicht. Aber was viele sagten ist, man soll nicht pauschalisieren, sondern hinter die Fassaden schauen.

Eine Möglichkeit, solche Diebstähle zu verhindern ist ein Verbot durch Schule und Hort.

Ich war gestern zum 1. Elternabend meiner Tochter. Dort wurde direkt gesagt: Sammelkarten die man tauscht oder mit welchen man Duelle macht sind verboten, Waffen (Spielzeug) sind verboten, ... . Spielzeug bringt man auf eigenes Risiko mit. Weder Lehrer noch Erzieher schauen darauf. Ich finde es gut so, meine Tochter weiß, das wenn sie was mitnimmt und es ist kaputt, unvollständig etc. muss sie nicht murren.

Und zum Thema Obdachloser. Ich kenne so einige. Diese sitzen mit ihrer Sammeldose und bitten um Kleingeld. Aber: Sie nehmen auch gern Naturalien.

Ich finde man sollte Obdachlose nicht alle über einen Kamm scheren, genauso wie man Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Diebe, ... nicht miteinander vergleichen und über einen Kamm scheren kann.

Ich finde, man hat mit der Mutter geredet, mit dem Kind, die Ämter sind informiert, fertig.

Trotz allem brauchen Mutter und Kind Hilfe, und das sieht hier fast jeder ein. Wie die Hilfe aussieht muss in diesem Fall die Leitung des Mutter-Kind-Heim's klären, denn wie sie schrieb ist es kein Frauenhaus.



LG

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Re: mama.frosch

Antwort von SilvanaR am 09.07.2009, 11:56 Uhr

diese Sache geht seit ein paar Tagen hier durch die unterforen und die letzten tage hat sie ständig eins drauf bekommen Tenor: ihr sohn ist schuld, weil er es mitgenommen hat, der arme Junge im Frauenhaus (was am ende ja kein frauenhaus mehr war) ist so arm dran....

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du hast was vergessen

Antwort von mama.frosch am 09.07.2009, 12:02 Uhr

der tenor war auch: klauen geht nicht.
und: ein ANGEMESSENES vorgehen ist wichtig.
und: die sozialarbeiterin hat sich mit ihren äußerungen ein wenig zu weit aus dem fenster gelehnt.

ansonsten: der sohn ist dann teilschuldig, wenn er bereits gesagt bekommen hat, dass er es besser zuhause lassen soll. ansonsten ist er nicht "schuld" weil er es nicht besser wissen konnte, der andere junge ist aber auch kein schwerverbrecher (wie es ja auch dargestellt wurde) und härte wird ihn kaum von der stehlerei abbringen. genausowenig wie kopftätscheln, da geb ich dir recht, aber zum glück gibt es ja noch mittelwege.

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moment mal mama frosch...

Antwort von celmin am 09.07.2009, 12:58 Uhr

Naja, ich würde bei so etwas eher mit Härte als mit Kopftätscheln vorgehen. Bei dem Jungen sind 500-600 Sammelkarten gefunden worden. Er hat also noch einige andere Mitschüler beklaut. Die Karten waren nicht irgendwo abgelegt, sondern wurden gezielt aus dem geschlossenen Ranzen entwendet. Das ist Diebstahl. Und ein Kind muss lernen, dass es so etwas nicht darf. Wenn es die Mutter nicht schafft, dann muss sich eben jemand anders darum kümmern.

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Re: Nochmal wg. Gespräch mit der Mutter

Antwort von +emfut+ am 09.07.2009, 14:40 Uhr

Ich finde die Idee, solche Sammelhefte und ähnlichen Krams zu verbieten, nicht schlecht. Bei uns ist es verboten, an der Schule und in der Betreuung, und das klappt wunderbar - schon seit 7 Jahren! Natürlich gibt es immer mal wieder Kinder, die das Vernot "vergessen" - dann gibt es einen kurzen Hinweis, die Karten (oder was auch immer) werden von der Lehrkraft bis zum Schulschluß oder von der HorterzieherIn bis zum Abholen einkassiert und weggelegt - und dann ist wieder Schicht im Schacht.

Natürlich verhindert man damit nicht grundsätzlich Diebstähle. Aber man schränkt sie ein, genauso wie man falsche Verdächtigungen einschränkt. (Meiner Erfahrung nach kommen die meisten Sachen durch Schlampigkeit weg. Fragt mich nicht, wie oft Temi seine Trinkflasche schon gesucht hat - und das ist eine hochbegehrte Bayern-Trinkflasche. Geklaut wurde die noch nie, er läßt sie halt überall liegen - und ich möchte nicht wissen, wie viele Kinder dann zu Hause nicht zugeben, daß sie ihr Was-auch-immer verschlampert haben, sondern "Haltet den Dieb" schreien, weil Mama dann nicht schimpft. Und: Ja, in unserer Schlamperkiste liegen auch hin und wieder mal Pokemon-Klebehefte oder so - da hat wohl wieder mal jemand das Verbot übertreten, und das Heft dann noch verschlampert. Die landen soooo oft im Müll, weil keiner da nachschaut. Ob man dann auch heimlich den Sitznachbarn verdächtigt, weil der ja immer schon so schräg drauf war?) Zum Anderen hat es auch den angenehmen Nebeneffekt, daß die Kinder in den Pausen und in der Freispielzeit nicht im Zimmerchen hocken und Karten tauschen sondern auf dem Schulhof toben.

Wer da was beschließen muß, wäre mir egal. Eine Anregung in diese Richtugn zu geben finde ich völlig in Ordnung und wenn dieses Zeug bei uns nicht schon verboten wäre, hätte ich das auch gemacht - auch ohne Anlaß.

Gruß,
Elisabeth.

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Re: ich bin gespannt ....

Antwort von montpelle am 09.07.2009, 14:41 Uhr

Hast du die Geschichte schon an die Zeitung weitergegeben ? Oder sitzt du demnächst bei sternTV ?

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Re: ich bin gespannt ....

Antwort von Pebbie am 09.07.2009, 15:12 Uhr




Ich kann über diese Dimensionen nur noch den Kopf schütteln,
Alles muss reglementiert und mit Verboten versehen werden.
Menschenverstand und einfache Absprachen gibt es wohl nicht mehr in der heutigen Welt.
Ich verstehe schon den Grundgedanken aber nicht den Übereifer bei der Umsetzung......

LG Ute

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Aber sicher doch. Oder was dachtest du?

Antwort von 77shy am 09.07.2009, 21:28 Uhr



MfG

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Re: @Silvana

Antwort von eka2 am 10.07.2009, 0:32 Uhr

Hallo,

ja, sie brauchen hilfe - aber von Profis und nicht von den Kindern, die das Kind beklaut hat. Das scheinen hier nur ein paar wenige zu begreifen. Was ich wiederum schwer begreifen kann.

Eka

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