Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von ali111 am 15.02.2005, 10:22 Uhr

wohnung mieten

Hallo,

ich bin alleinerziehend und versuche seit einem halben Jahr eine Wohnung in Hamburg zu mieten. Ich laufe andauernd gegen die Wand. Ich erhalte Trennungs- und Kindesunterhalt, habe aber noch keinen Titel. Ich könnte also eine Wohnung bezahlen, habe halt keine "Gehaltsbescheinigungen" sondern nur die Bestätigung meiner Anwältin dass ich monatlich Geld bekomme. Eine Bürgschaft kann ich nicht vorweisen. Für eine Sozialwohnung habe ich zu viel Geld, für eine Genossenschaftswohnung oder einen Makler fehlt mir die Bürgschaft, und die privaten Vermieter melden sich nicht zurück, denen ist es anscheinend auch zu schwammig...
Hat jemand BITTE einen Tipp für mich?

Liebe Grüße,

Ali111

 
9 Antworten:

Re: wohnung mieten

Antwort von marit am 15.02.2005, 11:12 Uhr

Ist es denn überhaupt erlaubt, z.B. bei einer Privatvermietung einen Einkommensbescheid zu verlangen? Ich habe nun schon oft wohnungen gesucht, in Freiburg und Köln - was ja nun auch nicht gerade Mieterparadiese sind - aber einen Einkommensbescheid mußte ich noch nie vorlegen. Nenne doch einfach deinen Beruf und deinen letzten Arbeitgeber (auch wenn du gerade im Erziehungsurlaub bist oder aus anderen Gründen aktuell nicht arbeitest). Oder sag meinetwegen, daß du selbständig bist (in einem Bereich, der für dich auch in Frage käme). Also ich käme überhaupt nicht auf die Idee, mich einem Vermieter anders als so zu präsentieren.

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Re: wohnung mieten

Antwort von Prinz am 15.02.2005, 12:26 Uhr

Hallo,

schließe mich meiner Vorschreiberin an.

Was mich auch etwas stutzig macht, bei Baugenossenschaften müßtest Du Dich lediglich auf die Warteliste setzen lassen. Also so ist es hier im südlichen Zipfel geregelt. Wo letztlich das Geld herkommt, ist denen egal.

LG und viel Glück,

Prinz & Co.

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Re: wohnung mieten

Antwort von willi2704 am 15.02.2005, 13:11 Uhr

In welchem Stadtteil suchst Du denn ?

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Re: wohnung mieten

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 15.02.2005, 13:30 Uhr

Hallo Marit,

ein Vermieter darf durchaus einen Einkommensnachweis verlangen. Es gibt Vertragsfreiheit und der Vemieter entscheidet, an wen er vermietet (der Mieter entscheidet, ob er bereit ist, diese Papiere beizubringen). Es ist dagegen durchaus strafbar, zum Einkommen falsche Angaben zu machen, da das Einkommen üblicherweise einen erheblichen Grund für die Vermietung oder Nichtvermietung darstellt. Was Schwangerschaft, Religion oder Parteizugehörigkeit angeht, darf man den Vermieter anlügen, aber nicht, wenn es ums Einkommen geht. Ich würde mal vermuten, daß dazu eine Lüge bezüglich der Einkommensquelle (Selbstständigkeit o.ä.) zugehört.

Ich als Vermieter verlange durchaus einen Einkommennachweis und bei Angestellten auch eine Bestätigung, daß das Arbeitsverhältnis unbefristet und ungekündigt ist. Bisher habe ich in Hamburg und Berlin vermietet und ich weiß, daß es dort durchaus üblich ist. In München wohl auch, denn da bin ich Mieter und habe beides vorzeigen müssen. Ich muß als Eigentümer doch mein Eigentum schützen. Ich bediene mit der Miete einen Kredit und kann es mir nicht leisten, daß da ein Mieter drinsitzt der montelang nicht zahlen kann (und den ich dann - weil es eine alleinerziehende Mutter ist - nichtmal kurzfristig auf die Straße setzen kann).

Sei mir nicht böse, aber es gibt bei Mietern und Vermietern schwarze Schafe. Und da die deutsche Gesetzgebung sehr mieterfreundlich ist, muß sich der Vermieter halt anders absichern.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: wohnung mieten

Antwort von Tina und Jordi am 15.02.2005, 13:39 Uhr

Warum gibst Du nicht selber eine Anzeige auf, habe ich auch gemacht und habe jetzt eine große günstige Wohnung seit einem Jahr und der Vermieter ist echt nett.

Gruß
Tina

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@elisabeth

Antwort von marit am 15.02.2005, 13:51 Uhr

Hallo, klar kann ich das von der Seite des Vermieters verstehen. Ich bin einfach nur von meinen Erfahrungen ausgegangen. Ich habe immer bloß gesagt, daß ich Dozentin an der Uni bin und das hat ausgereicht. Ich würde allerdings auch nie etwas Konkretes sagen, wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Mein Mann hat z.B. gesagt, daß er freier Journalist ist, was ja auch damals stimmte - nur daß das nicht automatisch heißt, daß man über ein regelmäßiges und festes Einkommen verfügt. Ich hätte bei deinen Wohnungen sicher auch keine Chance- weil es an der Uni jenseits von Professuren gar keine unbefristeten Stellen gibt. Aber irgendwo müssen die Menschen mit den unbefristeten Jobs ja schließlich auch wohnen...- Und wie verfährst du bei Selbständigen? Müssen die ihre Bilanzen vorzeigen?

Klar verstehe ich, daß man als Vermieter keinem Mietnomaden aufsitzen möchte - aber was bitte soll ali denn sonst machen, als zu einer Notlüge zu greifen? Der Vermieter kann ja immer noch genauer nachfragen, wenn ihm die Auskunft nicht reicht - und dann wird es eben nix. Aber mit der Information "ich kann derzeit kein Einkommen irgendeiner Art schwarz auf weiß nachweisen" sich auf den wohnungsmarkt zu werfen- dazu kann man nun wirklich niemandem raten.

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Re: @marit

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 15.02.2005, 14:12 Uhr

Hallo Marit,

ich hatte noch keinen Selbstständigen Bewerber, aber vermutlich würde ich mir die letzte Steuererklärung oder sowas zeigen lassen. (Üblicherweise macht das derzeit mein Vater für mich und der ist bei sowas kompetenter.) Und befristete Verträge sind so eine Sache. Ich habe auch schon mal an ein Studentenpärchen vermietet, wo auch beide nur befistete Verträge vorweisen konnten. Aber es waren halt zwei, mein Cousin kannte die beiden von der Uni und sie machten den Eindruck, als ob sie lieber Klos putzen als die Miete schuldig bleiben würden.

Ali hätte es sicher schwer bei mir, aber ganz ausschließen würde ich solche Mieter nicht. Im Endeffekt kommt es ganz stark auf den persönlichen Eindruck an, bei mir zumindest. Natürlich kann der täuschen, aber bisher hatte ich immer Glück bei meinen Mietern. Meine derzeitige Mieterin hat keine Kaution zahlen müssen, weil sie gerade erst ihren neuen Job in Berlin angetreten und deswegen keine Ersparnisse hat. Aber sie verdient gut und machte einfach einen sehr guten und gepflegten Eindruck. Noch schlimmer als säumige Mietzahler finde ich nämlich Leute, die nicht pfleglich mit meinem Eigentum umgehen.

Ich denke, Ali hat bei privaten Vermietern noch am ehesten eine Chance. Freunde, Bekannte, Verwandte ansprechen - ich vermiete gerne an Leute, die mir empfohlen werden (meine Mieterin ist die Hörgeräteakustikerin meiner Mutter *grins*). Aber Lügen würde ich auf keinen Fall, auch keine Notlüge. Irgenwann kommt es doch raus, und dann ist das Verhältnis vergiftet, selbst wenn sie sich nie wieder was "zuschulden" kommen läßt.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: wohnung mieten

Antwort von annikala am 16.02.2005, 10:27 Uhr

hallo,
als ich AE wurde ging es mir so:

Alleinerziehende- NEIN DAnKE!
Obwohl ich einen Job habe, tgl 6Std im Büro sitze und das seit fast 10 Jahren.
Unterhalt und Kindergeld kriege.
Es dauerte ewig bis ich eine sehr schöne gefunden hatte (aus der ich wieder ausgezogen... anderes Thema).
Aber ich fühlt mich wie ein Sozialschmarotzer. So nannte mich übrigens eine..Vermieterin.
Man weiß ja nie wieviel Männer da zu Besuch kommen und überhaupt kann sie sich nicht vorstellen, wie eine Frau allein klarkommen sollte (die war höchstens 35!) Und ihr Gatte stand nebendran und guckte doof.

Bleib dran. Auch du wirst eine Bekommen. WEnde ich im Falle eines Falles ans Sozialamt.. Oder gemeinnützige Baugesellschaften.

lg annika

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Re: wohnung mieten

Antwort von ali111 am 17.02.2005, 10:15 Uhr

hi willi,
ich suche HH Nord + Wandsbek + Altona...

Ich danke Euch für die Antworten!!! Ich denke auch dass man bei Ehrlichkeit bleiben sollte, ich könnte meinem Vermieter nicht in die Augen sehen wenn ich bez. der Einkommensquelle lügen würde. Ich werde einfach weiter suchen und irgendwann muss es ja mal klappen.
Liebe Grüße!!!

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