ADHS - ADS

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Geschrieben von dana2228 am 09.06.2020, 16:50 Uhr

Immer fallen meine Kids auf.

Huhu!
Ich habe 5 Kinder
Mädchen (9)
Junge (8) ADHS, Autismus, LB Pflegegrad 3
Junge (6) in Testung
Mädchen (4)
Mädchen (3)

Alleine wenn man mit 5 Kindern aufkreuzt fällt man schon auf.
Während meine Große das Bild eines wohlerzogeden Mädchen entspricht, fallen meine Jungs überall auf. Es hat echt teilweise schrecklich. So laut, wild, frech......der Große halt sehr ausgeprägtes ADHS, der Kleine keine Ahnung, guckt sich viel ab und gegenfalls auch in abgeschwächter Form.
Aber man sieht es den Kindern ja nicht an, da wird oft mit den Kopf geschüttelt und schnell vorverurteilt. Es ist mir oft unangenehm,denn wenn's irgendwo Ärger gibt sind meine Jungs dabei (nicht immer aber oft auch der Auslöser). Oft ist ihr Verhalten auch nicht zu tolerieren und natürlich schreite ich da ein. Ob's sich das jemals ändert???
Das zu kommt das die jüngste aktuell echt eine Testmine ist.... Kind 4 geht wieder, hatte aber auch ne starke Trotzphase.
Auch meine Große schämt sich schon!

 
8 Antworten:

Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von Annalena5 am 09.06.2020, 18:14 Uhr

Ja, das kenne ich. Mein Sohn (6) führt sich manchmal so auf, dass wir inzwischen bei meinen Freunden nicht mehr eingeladen sind. Ich muss immer alleine hingehen. Auch sonst erhalte ich häufig schiefe Blicke. Ich hoffe, dass es irgendwann besser wird, aber ADHS hat man ja angeblich lebenslang :(

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von Mugi0303 am 09.06.2020, 21:53 Uhr

Naja, mehrere Kids in quasi den gleichen Alter fallen per se auf. Da muss man quasi hinschauen. Jungs sowieso. Da sehe ich nur die Möglichkeit nicht immer alle mitzuschleppen. Also zum Beispiel einen der jungs und die kleinste wenn möglich daheim bei Papa lassen. Termine weit im voraus legen und Babysitter organisieren etc. Termin mit einem Kind wahrnehmen wenn die anderen in Kita bzw. Schule sind, auch wenn Kind dann Schule verpasst. Einkaufen abends nach 7 Uhr wenn Papa da ist usw.

Darf ich fragen, ob das so gewollt war mit den geringen Altersabständen? Ich würde die Krise bekommen, du musst ja nerven wie stahlseile haben. Bei größeren Abständen hat man den Vorteil, dass die großen daheim bleiben können allein, auch Mal aufpassen können. Das geht bei dir ja leider noch nicht.

Denke das ändert sich bei dir so in 4 Jahren, da kann dann der zweite junge schon Mal daheim bleiben mit der großen. Mit 3 Kids fällt man dann nicht so sehr auf, dann sind ja auch alle im Schulalter.

Liebe Grüße Mugi

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von dana2228 am 10.06.2020, 9:49 Uhr

Dankeschön!
Ja, wir teilen uns auch des öfteren auf am Wochenende. Oft sehr unterschiedlich und die beste Kombi wurde noch nicht gefundenen.
Aber devinitiv die beiden Jungs trennen. Aber schön ist das auch nicht! Sind ja eine Familie!

Geplant ich wollte immer mindestens 3 Kinder. Mein Mann 2 oder 3.
Das erste Kind war so einfach, schlief sofort durch eca.da war es leicht direkt das zweite zu bekommen. Noch vor ihren ersten Geburtstag war ich schwanger.
Hier war aber schon schnell klar das er nicht gesund ist. Und während für mein Mann damit das Thema 3. Kinder durch war, wollte ich schon noch eins, aber erst später. So war Nummer 3 eine Überraschung und kam knapp 2 Jahre nach den zweiten.

Irgendwie hat uns das Mut gemacht. Den zu Anfang schien der 3. sehr ruhig und ausgeglichen und lief so mit.
Wir hatten auch das Gefühl das es den zweiten sehr gut tut und er etwas "aufblüht", war sehr in seiner Welt zu den Zeitpunkt.
Tja und so kam Kind 4, meine Tochter fand es auch nur fair, da der Zweite einen Bruder bekommen hat, das sie eine Schwester bekommt.
Kind 5 war eher eine Überraschung.

Alles in allem sind wir auch sehr glücklich so, und glaube die Kinder auch. ABER, das starke ADHS gepaart mit Autismus zerstört schon oft unserer Familienleben. Deshalb lieben wir ihn genau so, aber es macht mich traurig wenn man überall auffällt und das Gefühl hat man wird verurteilt.

Dazu macht mich zu schaffen das der 3. echt mit in die Kerbe einschlägt. Er hat ihn kognitiv überholt und triggert ihn wo es geht. Da weiß Ich mir oft keinen Rad. Würde meiner großen Tochter auch gerne mehr "ruhe" gönnen. Sie liebt ihre Brüder. Gerade zum ADHS'ler ist die Bindung stark, er war für Die schon immer da und sie hält immer zu ihn und beschützt ihn. Aber oft ist sie auch angenervt. Und dank Corona hatte Die jetzt auch kaum Möglichkeiten zu "flüchten".
So sind die Kinder in getrennten Schulen, haben nachmittags Hobbys, Therapien eca...das war jetzt ja nicht.
Und jetzt wo wir wieder vor die Tür gehen, fällt mir wieder auf wie schwer es für ADHS Kinder ist so "klar zu kommen".

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von asclepiatina am 10.06.2020, 14:18 Uhr

Hallo,

ich habe “nur“ 2Kinder aber falle auch fast immer auf. Die Große geht, (hat ADHS in andererForm) die hat sich normal besser im Griff, der “kleine“ ist jetzt 7 extrem ADHS, laut zappelig chaotisch, ich liebe meine Kinder und steh meist drüber, klar gibt es aber auch Situationen wo man dazwischen muss oder Einschreiten.habe gelernt damit zu leben,mein Mann bzw meine Schwiegereltern tun sich da viel schwerer.. ich kann nur sagen versuch viel so zu erledigen, das du kein oder wenig Kinder dabei hast. Einkaufen geh ich zB normal vormittags wenn die Kinder in der Schule (bzw Kiga) sind/waren. Manchmal funktioniert es nicht, dann mache ich vorher klare ansage, klappt es gibts zB n Eis oder sie dürfen sich was wünschen. ZB wo wir danach hingehen oder was wir Spielen. Klappt es nicht gibts nix...fertig.
Muss sagen hab durch die Familienhilfe die wir hatten echt viel gelernt.

Viel Kraft wünsche ich dir..

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von Dezemberbaby2012 am 10.06.2020, 21:30 Uhr

Kenne ich, dabei habe ich nur ein Kind Ich bin noch dabei, mich daran zu gewöhnen, dass wir meistens auffallen. Mein Sohn ist oft laut, springt herum, klettert auf Verbotenem herum, schimpft extrem, kuschelt extrem, rennt und hüpft, während eigentlich gerade still sitzen, ruhig in der Schlange stehen oder gebannt zuhören angebracht wäre: Im Restaurant, im Theater, bei Aufführungen, beim Einkaufen, im Sportverein, im Café. Auch auf dem Spielplatz oder auf dem eigenen Balkon fällt mein Kleiner auf. Wir versuchen, darüber zu stehen.

Dafür hat er Phantasie wie kein anderer und viele andere super Stärken!

Liebe Grüße

Dezemberbaby

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von YvonneG am 11.06.2020, 12:44 Uhr

Hi sorry wenn ich kurz Dazwischenfunke.

Was das ADHS betrifft kenne ich viele Jugendliche die ADHS haben und sehr gut klar kommen und sogar ohne Medikamente sind. Man merkt es ihnen auch nicht an wenn man es nicht weiß.

Mein Sohn ist 18 und hat nur ADS und er hat immer noch Probleme. Er geht aufs Gymnasium und ist neu hingekommen dieses Schuljahr und die Lehrer denken er ist desinteressiert und macht nicht mit komischerweise kann er wunderbar dem Unterricht folgen. Einige Lehrer akzeptieren es und haben nur gefragt ob er ADS hat oder kein Interesse. Er wirkt halt abwesend andere Lehrer machen ihm das Leben zur Hölle.

So kann's einen halt ergehen. Normalerweise Brauch er keine Medikamente mehr aber in der schule nimmt er sie trotzdem damit er in Ruhe gelassen wird.

Gruß Yvonne

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Re: Immer fallen meine Kids auf.

Antwort von Maroulein am 16.06.2020, 20:58 Uhr

Wir haben eine Tochter mit ADS und Autismus,oh ja da fällt man auch bei einem Kind auf,sie hat das erste Schuljahr quasi komplett verweigert,wenn sie denn hin ging kam sie irgendwann auf Socken heimgerannt,in den Urlaub haben wir gefühlt einen ganzen Kofferraum voll Kuscheltiere mitgenommen(das war ihr Schutz,gefiel es ihr und ging es ihr gut hat sie die nichtmal ausgepackt,ging es ihr nicht gut hat sie in der Ferienwohnung in einem Kuschelhaufen gewohnt),wir haben sie bei einem Chorkonzert aus einer riesigen vollbesetzten Kirche kreischend und strampelnd raustragen müssen da sie dort einen 'Anfall" bekommen hat,weil sie einerseits mitsingen wollte, andererseits die komische Atmosphäre in dieser Kirche nicht ertragen hat

Ich habe mich immer damit getröstet dass man es ihr eben nicht ansieht,den Stempel Fall für die Supernanny hab ich mir da gerne angetan,ich bin erwachsen und kann mit den merkwürdigen Äußerungen meiner Mitmenschen prima leben,so ab und an hab ich auch Mal einen Geistesblitz für eine schlagfertige Antwort,aber im großen und ganzen sind sie mir egal-warum?- weil ich möchte dass sie so normal wie möglich leben kann,das kann sie aber nur wenn sie weiß was sie kann und was nicht,wir haben vieles ausprobiert,vieles ging,manches eben nicht,in den Urlaub fahren wir z.b.im Wechsel in den gleichen Center Park oder nach Österreich zu Freunden,das Konzert ging eben nicht,aber sie hat es tatsächlich geschafft vor der ganzen Schule eine Urkunde für eine grandiose Leistung bei einem Englischwettbewerb anzunehmen

Im Endeffekt schauen die Leute auch aus anderen Gründen blöd,ich Versuche mir einfach nichts daraus zu machen,wenn es mich persönlich angeht ist es mir komplett egal,blöd finde ich wenn sie es mitbekommt,weil sie ja sehr wohl darunter leidet,aber in dem Moment wo der Schalter fliegt hat sie sich eben nicht mehr unter Kontrolle

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Das wird schon! Durchhalten ist die Devise :-)

Antwort von desireekk am 21.06.2020, 11:49 Uhr

Hallo,

Ich habe zwei Buben, 21 Monate auseinander, der erste ADHS, Der zweite ADS (Mit und diagnostizierte Asperger, er lag unter der Schwelle, aber nur sehr knapp).

Lieber allen hier war es bei uns auch:
Überall hin rennen, überall an Ecken, meistens laut.
Bei uns war das kaputtmachen ganz extrem, sogar Lego wurde „passend gemacht“ wenn es nicht die Form hatte die man wollte…. Spielzeug wurde immer und überall kaputt gemacht, meine beiden haben echt alles kaputt gekriegt.

In Urlaub fahren ging, komischerweise auch fliegen oder Autofahren (ein gutes Hörbuch hat hier immer Wunder gewirkt).
Aber zu Hause mussten wir noch einen ganz strengen Rhythmus leben, sonst liegt das Leben aus dem Ruder. Abendessen immer zu Hause sonst war alles danach die Hölle.

Während der Große gerade Blödsinn machte, oder irgendetwas kaputt… Lief der Kleine gerne einfach weg (weil irgendetwas gesehen hatte, oder eben irgendwo hin wollte) oder nahm sich einen gepflegten Wutanfall egal wo wir gerade waren…

… Und nun sind sie 20 und 18 Jahre alt…
Beide echt relativ ruhig, relativ unordentlich, aber von dem damaligen Stress, den Einschränkungen, etc. ist quasi nichts mehr übrig geblieben.
Der größere nimmt immer noch Medikamente, studiert, fährt sehr vorsichtig und umsichtig Motorrad, und ist ein begnadeter Masseur :-)

Der Kleine hat jetzt auch nach der zwölften die Schule abgeschlossen und wird zum Militär gehen.
Mit ihm ist der tägliche Umgang etwas holpriger da der leichte Einfluss von Asperger uns da immer wieder mal im Weg steht. Aber ich denke das Militär wird da der richtige Schritt für ihn sein: klare Regeln, wenig Raum für Diskussion oder Entscheidungen (sowas überfordert ihn öfter mal).

Es wird!
Bis dahin werdet ihr einfach immer wieder jeden Tag neu ausloten müssen was (heute) geht oder nicht.
Ich würde auch sagen dass es sicher hilft wenn man die Kinder mal relativ häufig trennt und in kleinen Gruppen oder sogar alleine etwas macht.
Sie sind jetzt alle noch sehr klein und betreuungsintensiv, aber die Zeit arbeitet für euch und mit jedem Jahr Wird es besser und leichter werden!
Alles Gute!

D

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