1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Becky75 am 19.05.2005, 14:18 Uhr

Vorzeitige Einschulung - alles eine Farce!!!

Hallo - vielleicht erinnert Ihr Euch, daß ich vor einigen Tagen gepostet hatte wegen meines Sohnes, der nach einem freiwilligen Schulspiel zunächst als Schulkind abgelehnt wurde.

Nach Drängen unserer Kiga-Leiterin wurde er nun doch angenommen aber im Nachhinein stellt sich alles ganz anders dar.

Auch bei uns ist es so, daß es zuviele Anmeldungen gibt und daß eine weitere Klasse hätte eröffnet werden müssen, wenn alle Antragskinder angenommen worden wären.

Von 8 ! Kindern wurden nur 2 aufgenommen, obwohl alle anderen Kinder zuvor ja auch als "schulfähig" getestet worden sind.

Eines dieser Kinder ist wohl doch noch abgesprungen und da konnte mein Sohn nachrücken.

Es ist eigentlich ein offenes Geheimnis, daß es so abgelaufen ist.

Das ist doch alles eine Farce! Warum lassen sie die Kinder noch antanzen wenn sie eh vorher wissen, daß es da nix zu ändern gibt? Da wundert sich keiner mehr über PISA wenn die Kleinen quasi schon vor der Einschulung demotiviert werden.

Und wie ich es hier so im Forum lese, ist das ja kein Einzelfall.

Weiß jemand von Euch, an wen man sich da mal wenden kann um daß auch mal zu kritisieren?
Schließlich tun wir alle uns und den nachfolgenden Kindern und Eltern keinen Gefallen wenn wir das einfach so als gegeben hinnehmen.

Das kann doch nicht sein, daß fähige und lernwillige Kinder aufgrund einer Quote oder Lehrermangel abgelehnt werden (und dann meist noch mit einer fadenscheinigen Begründung!!!!)

Wütende Grüße, rebeca

 
10 Antworten:

Re: Vorzeitige Einschulung - alles eine Farce!!!

Antwort von andreaundanna am 19.05.2005, 14:54 Uhr

...Und vor allem, nachdem der neue Bildungsplan ja nun umgesetzt werden soll( den ich total gut finde).
Das Problem ist doch IMMER der Personalmangel. Jetzt müssen die Kigas Kinder ab 2 Jahren nehmen UND den neuen Bildungsplan umsetzten. Da sollen Exüperimente im Kiga gemacht werden, die Kinder sollen durch "erleben und anfassen" lernen...was ja auch toll funktioniert, wenn es dann auch professionell umgesetzt wird und vor allem die Zeit das zu läßt. UND DANN müssen die Erzieherinnen ja auch noch Muße für so was haben.
Wenn ich da an unseren Kiga denke, kommt mir das Würgen.
Gestern erzählte mir meine Tochter, das der Sohn (6 J.)der Kigaleiterin den Kopierer im Büro voll gestempelt habe.
Die Leiterin hätte dann (vor versammelter Mannschaft)gesagt, wenn ihr Sohn oder ein anderes Kind jemals so etwas wieder machen würde, würde es in das KINDERGEFÄNGNIS kommen!!!!!!!!!

So viel zum Bildungsauftrag in unserem Land. Gute Nacht Deutschland.

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Das erstaunt mich jetzt schon etwas. Bei uns

Antwort von KH am 19.05.2005, 15:40 Uhr

ist es eher umgekehrt. Denn wenn die Schülerzahl knapp unter der Teilungsgrenze liegt, gibt es ja größere Klassen.
Wenden kannst du dich: an das Schulamt, das Kultusministerium, die Lehrerverbände. Ändern wird sich aber eh nix. :-(.
Grüße

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Kann-Kinder sind eben nur "Kann"-Kinder

Antwort von azalee am 19.05.2005, 16:02 Uhr

Wenn ich eine Schule leiten müsste, würde ich vermutlich auch so vorgehen, und die Kann-Kinder als Schiebekinder benutzen, um meine Schulpolitik durchzusetzen. Habe ich sehr viele Pflicht-Kinder, versuche ich die Kleineren irgendwie abzuwimmeln, brauche ich noch ein paar Kinder mehr, um eine Klasse zu teilen, werbe ich eben welche an. Was stört mich da das hehre Gerede des KuMi? die erwarten von mir doch vor allem, daß ich mit dem mir zugewiesenen Budget in den mir zugedachten Strukturen auskomme.
Pädagogik und Psychologie ist eben nur was für Eltern und Lehrer(innen).

LG Azalee

(deren Patenkind schon vor Jahren Opfer der Schulpolitik war)

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äää, aber das "budget"

Antwort von Henni am 19.05.2005, 19:37 Uhr

richtet sich ja nach der anzahl der schüler!!!

Also WIR als schule WERBEN um jeden Schüler sozusagen, klar, ist es "doof" wenn man dann statt 27 nachher 29 sitzen hat udn nciht teilen kann, aber dennoch: je mehr schüler um so mehr lehrerstunden etc.!!!

LG HEnni

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Re: äää, aber das

Antwort von Graupapagei3 am 19.05.2005, 19:45 Uhr

Bei uns ist es ähnlich. Jeder Schüler bringt Stunden und ist willkommen und es ist noch schöner, wenn durch das Kann-Kind eine Klasse mehr aufgemacht werden kann und dann in jeder Klasse weniger sitzen.

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doch, so Schulen gibt es

Antwort von azalee am 19.05.2005, 20:00 Uhr

vermutlich liegt das daran, dass unsere Schule in einigen Jahren Existenzprobleme bekommt, und deswegen nicht umbauen kann. Müsste sie aber, wenn es zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine 2. 1. Klasse geben würde. Das Haus ist nur auf 4 Klassen ausgelegt.

LG Azalee

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Re: doch, so Schulen gibt es

Antwort von Ulimama am 19.05.2005, 20:28 Uhr

unsere dorfschule ist auch nur auf 6 klassen einzügig ausgelegt. zu ddr-zeiten waren es mal 10 klassen, aber ein nebengebäude wurde umgenutzt. mit hängen und würgen könnte man da wieder einen raum anmieten.
es gibt aber nur 8 lehrerinnen an der ganzen schule. bereits ganz am anfang wurde gesagt, daß die ortsfremden antragskinder definitiv nicht genommen werden, weil so viele eigene anmeldungen waren. kann-kinder haben wir nur ein einziges, weil ab diesem jahr (brandenburg) eh die kinder mit knapp 6 bzw. noch mit 5 jahren eingeschult werden MÜSSEN (die bis 30.9. 6 werden). dieses eine kind wurde genommen und es sind jetzt 26 kinder. in der jetzigen 3. klasse sind nur noch 13 kinder, weil seit einschulung welche weggezogen sind...

mit den kann-kindern zu jonglieren scheint gang und gäbe zu sein...

lg uli

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Re: doch, so Schulen gibt es

Antwort von chrissyf.71 am 19.05.2005, 20:47 Uhr

Hallo!

Mit den Kann-Kindern wird auch an unserer Schule sehr gespielt!

Sind die Klassen recht klein, wie dieses und nächstes Jahr(17 und 14 Kinder), dann werden Kann-Kinder mit Kußhand geholt. Sind die Klassen groß, wie vor 2 Jahren (26 Pflichtkinder, 8 Kann-Kinder (hätte 2 Klassen gegeben), werden die Kann-Kinder abgelehnt, weil a) kein Platz wäre und b) keine Lehrer da sind. Wir haben noch nicht mal Vertretungslehrer, so dass die Kinder dann aufgeteilt werden in andere Klassen.

Dieses Jahr werden bei uns im Saarland sogar 80 GS geschlossen, weil sie das Prinzip der Zweizügigkeit nicht erfüllen. Ist ja einfacher, die Kinder zwischen 3 und 10km mit dem Bus durch die Gegend zu karren!

LG!
Chris

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ich dachte wir hätten hier zu wenig Kinder...

Antwort von marit am 20.05.2005, 10:34 Uhr

vor diesem Hintergrund ist die "mehr Kinder müssen her"- Diskussion total lächerlich. Kein Kind, das schulfähig ist sollte ein Jahr "brachliegen" müssen und demotiviert werden. An andere Schulen werden wegen zu geringer Schülerzahl geschlossen. Könnte man da nicht zumindest was die einzelnen Bundesländer angeht, nicht einfach etwas Geld und Lehrerstellen hin und her schieben?

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Was man tun kann...

Antwort von rubi am 21.05.2005, 18:39 Uhr

Hallo,

war neulich auf einer Veranstaltung mit einer MdL, die auch im Bildungsausschuss ist.

Als Mama eines Sohnes, der 2006 im Herbst in die Schule gehen könnte, wird mir echt Angst... ;-((( Ich überlege derzeit wirklich, ob ich nicht alternative Schulformen - zumindestens für die ersten vier Jahre - in Betracht ziehen sollte.

Ich bin ja selber Lehrerin (allerdings JGS 8 bis 11) und sehe den Frust tagtäglich, den die Bildungspolitik hier auslöst.

Allerdings ist Bildungspolitik Ländersache und daher muss jeder vor seiner Haustür kehren. Die MdL meinte, es sei nicht sinnvoll, sich an Abgeordnete zu wenden, weil deren Anliegen je nach Parteizugehörigkeit und Beliebtheit beim jeweiligen Kumi gar nicht dahin kämen, wo sie hin sollten.

Besser sei es, sich eine Lobby zu schaffen, z.B. mit mehreren Eltern, denen es genauso geht oder mit dem Elternbeirat der jeweiligen Schule und eine Eingabe beim Kumi bzw. beim Landtag zu machen. Schriftlich!!!!!!!! Denn dann MUSS sich jemand mit der Sache beschäftigen und es MUSS diese Anfrage bzw. Petition beantwortet werden. Und genau das wissen viele nicht. Die Lehrer an den betroffenen Schulen wissen dies meist, dürfen aber aus dienstrechtlichen Gründen nichts sagen.

Daher: Macht Euch stark und schreibt Anfragen und Petitionen und gründet Bürgerinitiativen bzw. sammelt Unterschriften. Das ist der Weg, auf dem noch am ehesten was zu erreichen ist.

Allerdings gab die MdL auf dieser Veranstaltung auch klar zu verstehen, dass man keine neuen Lehrer, auch wenn es jetzt wegen den Kann-Kindern und der Verschiebung der Einschulungsgrenze dringend Neueinstellungen bräuchte, einstellen wird, weil man auf den sich wegen der sinkenden Geburtenzahlen abbauenden Schülerberg hofft. Das dauert aber noch einige Jährchen und hilft denen, die eingeschult werden sollen oder können, wenig.

LG
rubi

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