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Geschrieben von Rio am 31.01.2006, 12:29 Uhrzurück

Re: Organ-, Knochenmark- und Blutspende

Hallo,

ich kann Claudia nicht beipflichten. Wieso nimmt sie sich das Recht heraus zu urteilen, ob ein Empfänger ein Organ "verdient" hat oder nicht?

Ihr kann es doch egal sein, sie wäre in diesem Falle tot. Soll ein Organ lieber in der Erde verrotten, als dass es einem "unwürdigen" Empfänger zukommt?

Und wer darf entscheiden, welche Patienten eines Organes "würdig" sind und welche nicht? Was ist mit dem reuigen Sünder, der sich seine Leber kaputt gesoffen hat, aber mittlerweile schon seit Jahren abstinent lebt?

Was ist mit dem Gelegenheitsraucher mit Lungenkrebs? Ab wann ist man denn "selbst schuld"? Ab der allerersten Zigarette? Ab dem ersten Glas Bier? Mich nervt diese mitleidslose "selbst-schuld" Tour gewaltig an. Hatten wir ja neulich schon bei einem anderen Thema. Ich verstehe nicht, wie manche so selbstherrlich über andere Menschen urteilen können. "Der werfe den ersten Stein..."

Zu mir: ich habe seit meiner Volljährigkeit einen Organspendeausweis. Zum Blutspenden nehmen sie mich nicht (zu niedriger Blutdruck). Dass man Nabelschnurblut spenden kann höre ich heute das erste mal. Das gibts aber noch nicht sehr lange, oder? Betrifft mich jedenfalls nicht, denn ich werde gewiss kein Kind mehr bekommen.

Und die Knochenmarksspende? Da bin ich noch am Grübeln. Ich finde das auch nicht so ohne. War zwar schon mal auf der Seite der DKMS, konnte mich letztlich aber (noch) nicht dazu durchringen. Ich werde nachher aber noch mal schauen gehen.

Fazit: ich finde es gut, dass das Thema hier aufkam. Und ich denke auch, dass es zu wenige Menschen gibt, die bereit sind, zu spenden.

Viele Grüsse,
Rio

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