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Schwangerschaft - Fragen und Antworten





 
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Saugglocke

Eine Saugglocke kommt bei einer Geburt zum Einsatz, wenn der Geburtsablauf während der Austreibung stagniert bzw. das CTG schlechte Werte liefert, die auf eine akute Gesundheitsgefährdung des Babys schließen lassen. Um eine Saugglocke anwenden zu können, muss das Baby mit dem Kopf bereits die Beckenmitte erreicht haben oder schon tiefer gerutscht sein.

Es muss zudem sicher sein, dass sich das Baby nicht in einer Stirnlage befindet. Dann wird zunächst ein Dammschnitt vorgenommen und die Saugglocke - mittlerweile gibt es "sanfte" Saugglocken, die aus Kunststoff bestehen - auf den kindlichen Kopf aufgesetzt. Über einen Pumpschlauch wird langsam ein Vakuum aufgebaut (das nach der Geburt langsam wieder abgebaut werden muss). Während der Wehen hilft dann der Arzt über die Saugglocke vorsichtig mit, das Baby zur Welt zu bringen. Diese medizinische Methode wird auch als Vakuumextraktion bezeichnet. Eine Alternative wäre in dieser Situation eine Zangengeburt, die heute jedoch nur noch selten gemacht wird.


von Sandra Kunze
* Hier finden Sie Infos zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft
* Stichwort Saugglocke
Eine Frage dazu stellen an:
Dr. med. Bluni Schwangerschaftsberatung
Prof. Dr. Costa Ernährung in der Schwangerschaft
Dr. med. Paulus Medikamente / Schwangerschaft
Dr. med. Kniesburges Geburt, Kaiserschnitt, Baby
Martina Höfel Hebamme, Schwangerschaft, Baby
Expertenantwort Antworten von Dr. med. Stefan Kniesburges zu dem Stichwort  Saugglocke
 
Frage: Saugglockengeburt

Ist es generell erforderlich, einen Dammschnitt vorzunehmen, wenn eine Saugglockengeburt erfolgt?

Danke im voraus für eine Beantwortung


Antwort

Hallo,

nein, das ist nicht immer erforderlich. Da aber eine Saugglockengeburt in der Regel gemacht wird um eine Geburt schneller zu beenden, wird in dieser Indikation auch häufig ein Dammschnitt gemacht um die Zeit bis zur Geburt des Kindes zu verkürzen. In sehr günstigen Fällen, z.B. bei Mehrgebärenden mit sehr dehnbarem Damm, kann man aber auch auf den Schnitt verzichten.

Dr. S. Kniesburges, St. Marienkrankenhaus Ratingen

Expertenantwort Antworten von Hebamme Martina Höfel zu dem Stichwort  Saugglocke
 
Frage: Saugglocke

Hallo,
meine Tochter ist jetzt kanpp 6 Wochen alt, und hat von der Saugglocke immernoch eine "Luftblase" unter der Kopfhaut...
Wann ist die weg, und ist es normal das die noch da ist?
Ist zwar nicht so groß, war aber von Anfang an nicht so groß.
Liebe Grüße


Antwort

Liebe julia,

das "Häubchen" der Saugglocke ist nach ein paar Stunden, spätestens zwei Tagen verschwunden.

Kann es sein, dass hier die Rede von einem Kephal- Hämatom ( eine Einblutung zwischen Knochen und Knochenhaut?) ist? Das dauert tatsächlich mehrere Wochen bis zum Verschwinden.

Luftblasen entstehen nicht, denn das würde ja bedeuten, dass die Luft irgendwo angesaugt würde!

Liebe Grüße
Martina Höfel

Expertenantwort Antworten von Frauenarzt Dr. med. V. Bluni zu dem Stichwort  Saugglocke
 
Frage: Entbindungsmodus bei Augenproblemen

Lieber Herr Dr. Bluni!

Mein Frauenarzt meint, dass bei meiner Geburt eine Saugglocke wichtig ist, da ich eine Netzhautlaserung an den Augen vorgenommen habe. Ist das nicht gefährlich? Beziehungsweise kann ich mir einen Kaiserschnitt nicht wünschen? Oder ist eine normale Geburt auch anders möglich?
Vielen Dank!


Antwort

hallo,


Zum Problem der Kurzsichtigkeit und/oder Netzhautablösung und dessen Konsequenz für den Entbindungsmodus lässt sich folgendes sagen: Häufig wird die Empfehlung ausgesprochen, dass Frauen mit extremer Kurzsichtigkeit oder Problemen der Netzhaut unter der Geburt nicht pressen dürften oder man einen primären Kaiserschnitt empfehlen müsste.

Zu dieser Frage gibt es allerdings zwei sehr hilfreiche Quellen, die man dazu nennen sollte:

Als erstes wäre dieses die Augenklinik der Charité in Berlin, die eine solche Auffassung nicht nachvollziehen kann: nachzulesen unter



http://www.dog.org/1999/abstract99/422.html



Fazit dort ist:

“In dem untersuchten Kollektiv fanden sich repräsentative Schweregrade myoper Degeneration( =Kurzsichtigkeit).

Nach natürlicher Entbindung waren weder Lochbildung, Blutungen noch Netzhautablösungen zu beobachten. Aus ophthalmologischer (augenärztlicher) Sicht sind Einwände gegen eine natürliche Entbindung bei myopen Schwangeren nicht begründbar.

In einer Arbeit von Gabriele Beata Kuba, Peter Kroll; Zentralblatt für Gynäkologie, 1998, 120, Seite 406-412

"Gibt es Indikationen zur Interruptio (Schwangerschaftsabbruch) oder Sectio caesarea bzw. Kontraindikationen gegen eine Spontangeburt bei ophthalmologischen Erkrankungen (= Augenerkrankungen)? Kasuistik und Übersicht"

Zitat:

"Die meisten in den letzten Jahren erschienenen Publikationen kommen jedoch zu einem gegenteiligen Ergebnis. In der Literatur wurde noch kein Fall beschrieben, bei dem während einer normalen oder komplizierten Entbindung eine Ablatio retinae (Netzhautablösung) aufgetreten wäre. Auch in einer 1975 von Schenk durchgeführten Umfrage wurde kein einziger Fall mitgeteilt. Der Autor, ebenso wie Funk, vertritt die Meinung, daß sowohl hochmyopen (stark kurzsichtigen) als auch zur Ablatio retinae prädisponierten Frauen (Frauen die zur Netzhautablösung neigen oder ein erhöhtes Risiko hierfür haben) eine Schwangerschaft und eine vaginale Entbindung zuzumuten ist, und daß durch verbesserte Operationstechniken bei Netzhautablösung keinerlei Indikation zur Abruptio besteht [ 18, 571. Auch Sunness und Landau befürworten eine normale vaginale Entbindung bei Patientinnen mit erhöhtem Risiko für Netzhautablösungen [36, 641, ebenso Neri, zumal Entbindungen mit Forzeps oder Vakuum mit höheren Geburtsverletzungen einhergehen [48].

Auch sprechen vor der Schwangerschaft durchgeführte Ablatio-Operationen nicht gegen eine vaginale Entbindung [271.

... Man muss davon ausgehen, dass sich der Druck während des Pressens in alle Richtungen verteilt.... Aufgrund dieser Überlegung und der Tatsache, dass in der Literatur bisher kein Fall beschrieben wurde, bei dem eine Geburt zu Lochbildung bzw. Ablatio geführt hätte, sehen wir keinen Grund, Patientinnen mit hoher Myopie, peripheren Netzhautdegenerationen oder vorausgegangenen Ablatio-Operationen von einer normalen Entbindung abzuraten. Regelmäßige ophthalmologische Untersuchungen sind jedoch angezeigt, um im Falle einer zufällig auftretenden Netzhautveränderung therapeutische Schritte einzuleiten...."

Ich hoffe, Ihnen hiermit ausreichend geholfen zu haben.

VB

 
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