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Rund ums Kleinkind - Forum

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Geschrieben von inselbewohnerin am 07.04.2017, 22:48 Uhr

Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Hallo zusammen,

Ich muss Ende des Monats operiert werden, der stationäre Aufenthalt wären 3 Nächte. Leider ist die Klinik 300 km von unserem Wohnort entfernt, sodass nur mein Mann mich begleiten kann. Er wird sich für die Zeit ein Hotelzimmer nehmen, da er mir gerne zur Seite stehen möchte.
Unsere beiden Kinder (Tochter 6 Jahre/ Sohn 14 Monate) wären in dieser Zeit zu Hause, meine Mutter würde sie hier betreuen. Beide Kinder haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Oma, sie sehen sich fast täglich. Allerdings ging die Betreuung unseres Sohnes durch meine Mutter nie länger als max 4 Std am Tag....Es gab in dieser Zeit nie Probleme, und wenn er Mal geweint hat, ließ er sich immer schnell von ihr beruhigen. Nur sind es jetzt 3 Nächte und ich mache mir wahnsinnige Gedanken, wie er die Trennung wohl verkraftet. Er ist sehr anhänglich und ein verschmuster lieber Junge.
Meint ihr, er wird es mir "übel" nehmen, wenn ich so lange nicht für ihn da sein kann? Habt ihr irgendwelche Tipps, wie uns beiden die Trennung leichter fällt? Denkt ihr, dass unser Verhältnis nach den 3 bzw 4 Tagen noch genau so ist wie vorher :-(?
Ich würde mich über einige Tipps oder Erfahrungsberichte sehr freuen.

 
19 Antworten:

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von DK-Ursel am 07.04.2017, 23:00 Uhr

Hej!

es tut mit leid, daß es Dir nicht gut geht und Du Dir dann auch noch solche Sorgen machst.
Wie und ob Deine Kinder das wegstecken,weiß keiner - menschen reagieren un mal sehr unterschiedlich.
Aber mit offenen Erklärungen - zumindest bei der Großen - und Deiner baldigen Rückkehr werden die Kinder das schaffen.
Letztendlich ist die Überlegung müßig:
Manchmal geht es nicht anders und dann ist es, wie es ist.
sei froh, daß die kinder die Großmutter kennen und lieben.

Andere Kinder müssen noch ganz andere Dinge überstehen - und sie überleben auch (wenngleich da natürlich die Traumata größer sind).

Ich glaube, ich fuhr zu einem Klassentreffen mit 1 oder 2 Übernachtungen, als meine Große um 1 Jahr herum war - das hat sie erstmal auch nicht verstanden, allerdings war der Vater da.

Trotzdem:
es gibt keine Alternative, Ihr habt für beste Betreuung gesorgt und es wird gehen --- mach Dir nicht zu sehr einen Kopf!
Kinder sind zwar zarte Seelchen ,aber dennoch oft sehr hart im Nehmen - mehr als wir Eltern denken!

Alles Gute für Dich - Ursel, DK

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von starlight.S am 08.04.2017, 6:58 Uhr

Hi, sie werden es schon verkraften, aber wie es ihnen dabei geht und sie sich danach verhalten, wird man nicht voraussehen können. Aber sie haben eine Bezugsperson die Sie kennen und du bist danach wieder für Sie da. Ich finde es wichtig, dass du dich gut verabschiedest und dann kannst du ja eh nichts anderes machen. Ich wünsche dir alles Gute. Es gibt auch Kinder dir urplötzlich wegen Krankenhausaufenthaltes zu fremden Pflegeeltern müssen und die müssen da auch durch, natürlich geht es Ihnen damit nicht gut. Deshalb seid froh, dass ihr die Möglichkeit habt sie von der Oma betreuen zu lassen. Alles gute noch mal.

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von Tini_79 am 08.04.2017, 7:55 Uhr

Das frage ich mich bei meiner knapp 2jährigen auch und bin froh, dass ich dienstlich bisher nicht weg musste.

Muss denn dein Mann ganz unbedingt mit?

Oder könnten Kinder und Oma auch mitkommen, zB für zwei Tage als kleinen Ausflug?

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von inselbewohnerin am 08.04.2017, 8:34 Uhr

Ja, das haben wir auch schon überlegt ...
Mein Mann ist ein toller und liebevoller Vater, aber mit beiden Kindern und allem was dazugehört wäre er schnell überfordert. Da wären die Kinder auf jeden Fall besser bei der Oma aufgehoben.
Und das sie mit den Kindern mitkommt...Hm, da würde sich mir die Frage stellen was besser für die beiden wäre: die gewohnte Umgebung nur ohne Mama und Papa oder fremde Umgebung und dann Mama im Krankenhaus zu sehen?

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von schneeziege08 am 08.04.2017, 10:13 Uhr

Weiß ja nicht wie dramatisch der Eingriff ist - sonst wäre es vielleicht auch denkbar, dass Papa mit Oma die Kleinen zu Hause betreut?
Ist für dich zwar einerseits nicht so schön - andererseits hast du dann aber vielleicht auch mehr Ruhe bzgl. der Kinder und das würde dir auch ein bisschen helfen, diese unvermeidlichen Tage zu überstehen. Für dich sind drei "einsame" Tage ja nunmal besser einzuschätzen als für die Kinder und die Zeit geht ja dann doch auch schnell vorbei.
Alles Gute!

Stop-stop!

Antwort von DK-Ursel am 08.04.2017, 11:14 Uhr

Hej nochmal!

Also, dauerhafte Schäden trägt klein Kind davon, wenn die mutter mal für ein paar Tage ausfällt und sie in der Zwischenzeit gut betreut sind.
Sowas gehört auch zum leben - und es schadet nichts, sie auch damit zu konfrontieren,sofern das eben nötig ist.
Ihr habt eine gute Lösung - mit dem halben Hausstand in Krankenhausnähe zu reisen für 3 Tage halte ich für maßlos übertrieben - und es würde mehr Unruhe in das Leben der Kinder als alles andere.
gerade die gewohnte Atmosphäre und eine einigermaßen ruhiger, gewohnter Tagesablauf sind dann Gold wert - die Kinder merken, das Leben geht weiter, es ist nichts Dramatisches, wir machen weiter.
Sowas ist sogar in echten Krisenfällen angesagt und wichtig, wieso dann nicht in einem relativ überschaubaren Krisenfalls auch hier?

Meine damals 2 1/2j. Tochter mußte erleben, daß ich auf Reisen dem Tod nur knapp von der Schippe springen konnte, unsere 2. Tochter verlor und 2 Wochen im Krankenhaus lag, während sie zwar zusammen mit ihrem Vater bei Freunden, aber eben nicht zuhause wohnte und wo mein mann, ihr Vater, ja auch neben sich stand.
Auch sie ist ein ganz normaler Mensch ohne Trauma seitdem.
Das einzige war, daß sie eine Zeitlang nach unserer Heimkehr öfter zu mir kam und nachschaute, ob ich da war, ob ich bliebe und auch fragte, ob ich gesund sei.
Und damals stand es wirklich auf Messers Schneide, wir konnten NICHTS vorbereiten, sie kannte die Umgebung, in der wir eigentlich als gemeinsame Gäste hatten wohnen wollen, nicht und die gemeinsame Stimmung bei so einem Ereignis ist nicht nur physische, sondern auch psychische Schwäche und abs. Ausnahmezustand.etc.
Und auch das hat das Kidn ziemlich schnell weggesteckt .
Traumatisch wird es ja erst,wenn sich die Lebensumstände drastisch ändern und die Sicherheitspfeiler dauerhaft verschwinden.


Also -- keine Panik, das geht gut - und je mehr Du Dir jetzt einen Kopf DARÜBER machst, umso unruhiger wirst Du vielleicht, was sich bes. auf die kinder - udn da nochmal bes. auf den sicher noch wortlosen Kleinen - überträgt.
DAS ist schädlicher als 3 Tage Abwesenheit der Mutter, warum auch immer.
denn auch reisende Mütter und Väter sind deshalb weder Rabeneltern noch fügen sie ihren Kindern ernsthafte Schäden zu, wenn sie mal weg sind.
Auch so etwas gehört zu mLeben dazu und muß und KANN gelernt werden.

Gruß Ursel, DK

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von Pebbie am 08.04.2017, 11:29 Uhr

Du hast ja noch etwas Zeit, ihr könnt ja ein oder zwei Probeübernachtungen machen.
Meiner Erfahrung nach, macht man sich viel zu viele Gedanken und es läuft alles gut.
Dir alles Gute !

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von merrie85 am 08.04.2017, 20:26 Uhr

Ich möchte dir auch nochmal Mut machen! Wenn die Oma eine Bezugsperson ist, die geliebt wird und die auch lieb mit den Kindern ist, wird dein Sohn keinen Schaden nehmen! Ich bin ja auch so, dass ich mir um solche Dinge die größten Sorgen und Gedanken mache, aber letztendlich wäre ich sicher, dass es den Kindern gut ginge und sie nicht traumatisiert wären. Dass der Papa die Kinder betreut ist wahrscheinlich auch wegen der großen Entfernung doof? Das wären ja 4 Mal 300km, wenn er dich fährt. Das wird schon. Und es ist noch etwas Zeit, sodass ihr auch ein wenig üben könnt!

Ich wünsche dir für die OP alles Gute!

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von Herbstlaub1 am 08.04.2017, 20:33 Uhr

Hey möchte dir mut machen mein kleiner war gerade zwei Jahre totales kuschelkind und Mega Mama bezogen als ich Not operiert wurde . Ich könnte es ihm nicht mal erklären war einfach weg . Ich war 4 Tage weg . Er wurde die meiste Zeit von Oma betreut auch tolles Verhältnis abends war Papa da . Aber er hat es gut verkraftet ich selber hab viel viel schlimmer gelitten machte mir tausend Gedanken .

Aber wir mussten danach viel aufholen er hatte Angst wenn ich ging , klar , war ja auch einfach spurlos verschwunden , kuschelte noch viel mehr mit mir und schlief auch Ca ne Woche bei mir im Bett , das Verhältnis war danach noch inniger und intensiver . Eure Beziehung wird bestimmt nicht darunter leiden .auch ist Oma als Bezugsperson super und die große Schwester ist ja auch da

Ich wünsche dir alles gute für die op

Vielen Dank an alle💐!

Antwort von inselbewohnerin am 08.04.2017, 22:47 Uhr

Vielen Dank für die lieben Antworten. Es tut gut zu hören ( bzw zu lesen ;-) ), dass es Mütter gibt, die mich verstehen.
Denn leider gibt es nur wenige Personen in meinem Umfeld, die es nachvollziehen können, wie ich mich fühle und einige finden es auch übertrieben, schließlich bin ich ja "nur" 3 Nächte nicht da. Ich kann es gar nicht verstehen,wie die ein oder andere in den Urlaub fliegen kann und ihr Kleinkind zu Hause lässt.
Ich hänge nun Mal sehr an meinen Kindern. Wenn meine Tochter mal fürs Wochenende bei der Oma übernachtet, habe ich schnell Sehnsucht nach ihr. Und vom Kleinen war ich noch nie länger getrennt als wenige Stunden.
Aber ich werde das schon schaffen! Es ist eben auch eine doppelte Belastung: die Angst vor der OP und die Zeit danach und die Trennung von meinen Kindern.
Ich hoffe, dass alles gut wird!

Re: Vielen Dank an alle💐!

Antwort von DK-Ursel am 09.04.2017, 13:33 Uhr

Hej nochmal!

Doch, verstehen kann ich das auch, ich habe hier ja auch sehr untypisch gelebt, in dem ich meine kinder erst in den KIGA abnabelte, vorher nicht.
trotzdem aber nehmen sie nun keinen nicht wiedergutzumachenden schaden, wenn es denn doch mal ist - und wie ich evtl .schon schrieb, bin ich auch für 1-2 Nächte weggefahren zu einem Klassentreffen in Dtld.
Gerade kleine Kinder leben ja auch noch sehr im Augenblick und empfinden 1 Tag genauso lang wie 2 Nächte etc.
Die Sorgen, die Du Dir machst, sind vermutlich nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv, sowohl für Dich, die auf Heilung bedacht sein soltle, welche durch positive Gedanken besser unterstützt wird als durch Sorgen, als auch für Deine kinder, die Deine Unruhe spüren und dann selber auch mehr befürchten, wo nichts zu befürchten ist.
Es gibt auch sich selbst erfüllende Prophezeihungen --- im Guten wie im Schlechten!
Du setzt sie ja nicht hilflos im Wald aus wie die böse Stiefmutter, sondern sorgst dafür, daß sie es gut haben .
AUCH das ist die Aufgabe einer Mutter, die weiß Gott nicht darin besteht, IMMER rund um die Uhr für die Kinder zu leben.
Darum dürfen Mütter sogar in Urlaub fahren ohne Kinder.
Denn, so eine ältere, inzwischen leider verst. Freundin einmal zu mir:
"Alles,was eine mutter sich antut, tut sie auch ihrer Familie an."
Und das beinhaltet eben auch das Gute, das sie für sich tut.

Mach Dir keine Sorgen, lerne vertrauen und loslassen - auch Vertrauen in Deine Kinder! - und Du wirst sehen, sie wachsen damit und daran!

Alles GUte - Ursel, DK

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von Ani123 am 09.04.2017, 19:07 Uhr

Vertraue deinen Instinkt. Du hast entschieden, dass die Kinder bei Oma gut aufgehoben sind. Also wirst du viel Vertrauen in der Oma haben und ihr zutrauen, dass sie sich mehrere Tage am Stück um deine Kinder kümmern kann. Die Kinder werden eine intensive Zeit mit Oma haben und ja, sie werden vielleicht auch nachfragen wann Mama und Papa wieder kommen, aber besonders die Große kann es zeitlich auch verstehen, dass drei Tage eine überwindbare Zeit ist,
Vielleicht kannst du mir ihr eine Zeittafel basteln wo sie jeden Tag einen Tag abstreichen darf oder ein Stück vom Zettel abschneidet und wenn sie alle Tage abgestrichen hat bzw. kein Zettel mehr da ist kommst du wieder. Dann hat sie es ein wenig bildlicher.

Die Mutter meiner Babysitterkinder ist öfter beruflich unterwegs und 3-14 Tage am Stück weg. Der Vater ist dann da oder die Kinder sind bei den Großeltern. Einen Schaden haben sie davon bis heute nicht getragen, insofern die Kinder immer gut betreut sind und ihnen vertraute Personen bei ihnen sind.

Ich denke ähnlich wie DK-Ursel: Diese OP muss sein und kann nicht aufgeschoben werden. Und was sein muss, das muss und das werden die Kinder auch überstehen. Manche Dinge können nicht aufgeschoben werden.

Mein Betreuungskind war damals 9 Wochen alt als Mama von einen auf den anderen Moment 4 Stunden lang nicht da war. Gut, kein Vergleich, 4 Stunden gegen 3 Tage, aber, sie war ein volles Stillkind und sie war bei mir und ich weiß, dass die Mama sich viele Gedanken gemacht hat, wie die Kleine das meistern wird, 4 Stunden ohne sie, 4 Stunden ohne Muttermilch, und ich habe auch gedacht, hoffentlich geht das gut, hoffentlich weint sie nicht. Sie hat die meiste Zeit geschlafen, hat nicht geweint und nach über 4 Stunden (hat dann alles noch ein wenig länger gedauert) wurde sie wieder gestillt. Im Nachhinein gesehen war die Kleine entspannter als wir alle. Und das sie danach mehr zur Mama wollte o.ä. das war nicht der Fall.
Gleiches Kind, knapp 2 1/2 Jahre alt, Mama bekommt das dritte Kind. Ich passe auf sie und ihren Bruder (8J.) auf. Nachts bekommt ich die Nachricht, dass es Komplikationen gab und der Vater bleibt bei seiner Frau, wo zu dem Zeitpunkt nicht feststand, ob sie überleben wird, und wenn ja, mit welchen Folgen sie danach zu tun hat. Ich hatte die Kinder in deren Haushalt, der Vater war nur flüchtig da, die Großeltern reisten an (wohnen 1000km entfernt). Die Kinder fragten mich morgens nach ihrem Vater und ich habe ihnen gesagt, dass er bei Mama im Krankenhaus sind und sie eine Schwester bekommen haben. Wir haben uns dann über das Baby unterhalten, alles andere war erstmal nebensächlich für die Kinder. Mittags dann fragte der Große mich, wann seine Mutter denn wieder kommen würde und ich sagte ihm, dass ich das nicht weiß. Sie wird wohl noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben müssen. Der Vater kam dann auch und hat es den Kindern erzählt was los ist und ist dann wieder gefahren und abends war es für alle irgendwie schlimm und wir, alle drei, haben geweint. Aber irgendwo war das nun mal so und die Kinder haben keinen Schaden davon getragen mich weinen zu sehen. Es war einfach in dem Moment emotional sehr viel. Die Tage der Ungewissheit waren für alle schlimm, aber die Kinder haben es erstaunlich gut weggesteckt. Mama hat es überlebt und keine Folgeschäden davon getragen. Sie hat aber 3 Monate gebraucht um sich von allem zu erholen. Die Großeltern kamen zwei Tage später und haben die Betreuung der Kinder übernommen (ich habe so gut es ging unterstützt, aber wegen Hauptjob nur nachmittags, abends möglich). Die Großeltern kannten die beiden zwar, waren vorher aber nie alleine bei ihnen gewesen und es hat gut funktioniert, weil die Situation es so erforderte, U.a. hat es so gut geklappt, weil die beiden in ihrer gewohnten Umgebung, in ihrem Haushalt, geblieben sind. Der Große ist nur einen Tag der Schule fern geblieben und dann wieder hin gegangen und irgendwo war es für ihn auch sein Alltag. Als die Mama wieder da war ist die 2 1/2-jährige anfangs anhänglicher gewesen und fragte immer wieder, ob Mama denn noch da sei wenn wir vom Spielplatz zurück kommen. Nach 1-2 Monat war das auch gut überstanden. Die Mama hatte sich im Krankenhaus auch viele Gedanken gemacht, aber es ging nun mal nicht anders und sie ist letztendlich schon auf eigenen Wunsch raus. Denn nach den Ärzten hätte sie noch drei Tage mehr bleiben sollen, doch 10 Tage waren ihr genug und davon 3 Tage im akut kritischen Zustand auf der Intensivstation. Die Mutter hat damit bis heute mehr zu kämpfen und zu tun als die Kinder. Für die ist das heute zwar noch manchmal Gesprächsthema, doch sie berichten ganz normal davon und sie haben kein Trauma davon getragen,
Auch als Mama 7 Monate später wegen dem Baby von einer auf der anderen Minute weg war, fragten sie zwar nach ihr, haben es aber gut überstanden. Das waren 2 Nächte und die haben wir gut überstanden (der Papa war nachts da, ich tagsüber).
Der Papa sagt heute noch oft, dass er mit einem guten Gewissen gehen konnte, da ich da war und nicht irgendwer und später seine Eltern. Es wäre bestimmt anders gewesen, wenn nur Bekannte o.ä. auf seine Kinder aufgepasst hätten, doch so war es für ihn ok. Manchmal hat er sich auch gefragt, wie die Kinder das wohl finden, aber dann war da die Sorge um seine Frau bzw. um sein Baby.
Heute sind die Kinder 4 und 10 Jahre und haben eine sehr gute Bindung zu den Eltern.

Re: Vielen Dank an alle💐!

Antwort von inselbewohnerin am 09.04.2017, 20:57 Uhr

Danke für deine tollen Antworten, die mir wirklich viel Mut machen.
Ja, meine Tochter habe ich auch erst mit dem Kiga-Start abgenabelt, was mir sehr schwer viel.
Mittlerweile​ ist sie mindestens alle 2 Monate für ein Wochenende bei Oma und Opa, was vollkommen okay ist, aber trotzdem fehlt sie mir dann. Und von dem Kleinen war ich wie geschrieben noch keine Nacht getrennt...
Ich weiß, dass es zum Großwerden für meine Kinder dazu gehört, auch in solchen Situationen zu wissen, dass alles wieder in Ordnung kommt und solche Trennungen nicht auf Dauer sind. Aber ich bin (leider) ein sehr emotionaler Typ und vermute oft die eigentlich unsinnigsten Dinge, was meinen Kinder wohl fehlen könnte, wie es ihnen geht, was sie denken etc, was meist aber doch nicht zutrifft.
So bin ich nun aber schon immer, weiß noch, dass ich als Mädchen auch immer unter extremer Heimweh litt.

Ich werde versuchen, mich die nächste Zeit etwas zu entspannen in Hinblick auf den Krankenhausaufenthalt.
Denn wie du schon schreibst, sind solche Sorgen und Ängste eher kontraproduktiv was die Heilung betrifft.

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von inselbewohnerin am 09.04.2017, 21:06 Uhr

Wow, danke für deine lange Antwort und die mitmachen Zeilen!
Dass meine Kinder, vor allem mein Sohn, weil er es noch nicht versteht, einen Schaden davon tragen, denke ich noch nicht alle, eher, dass er sich allein gelassen fühlt und nicht zu mir, seiner wichtigsten Bezugsperson kann.
Grad heute ist es wieder so gewesen, dass mein Mann versucht hat, ihn ins Bett zu bringen. Er war etwas über der Zeit und seeehr müde, also weinte er eine Weile. Aber sobald ich zu ihm gegangen bin und ihn im Arm hatte, hat er sich an meinen Hals geschmiegt und ist sofort eingeschlafen.
Das war wieder so eine Situation wo ich überlegte, wie es wohl sein wird, wenn er drei Abende nicht diese Kuscheleinheiten von mir bekommen kann. Werde ich ihm wohlmöglich so sehr fehlen, dass es ihm nicht gut geht?
Ich weiß, dass ich mir vielleicht zu viele Gedanken machen, aber so bin ich einfach und ich könnte es nicht ertragen zu wissen, dass meine Kinder traurig sind oder es ihnen nicht gut geht, weil ich nicht da bin :-(

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von DK-Ursel am 09.04.2017, 23:03 Uhr

"Ich weiß, dass ich mir vielleicht zu viele Gedanken machen, aber so bin ich einfach und ich könnte es nicht ertragen zu wissen, dass meine Kinder traurig sind oder es ihnen nicht gut geht, weil ich nicht da bin :-("

Das wirst Du aber lernen müssen, den nunsere Kinder müssen auch lernen, mit Widrgkeiten klarzukommen.
udn eine mutter, die nur klammert und sich sorgt und bekümmert ist und unruhig, die hilft ihren Kidnern nicht.
Einmal, weil sich diese Unruhe auf die Kinder überträgt. Weil sie auch merken, es lauert eine Gefahr (die es doch gar nicht gibt, Du hast doch alles gut vorbereitet), auch, weil Kinder oft traurig werden, wenn wir Eltern uns so fühlen - oftmals fühlen sich Kinder sogar schuldig.
Du siehst, ich kann wie du Schreckenszenarien hervorkramen, die wohl auch so nicht entreffen,w eil es eben eine kurze Zeit ist, in der Deine Kinder gut behütet sind.
Arbeite an Dir, das tut ihnen und auch Dir, nicht nur jetzt, sondern auch auf lange Zeit, besser.
Denn von der Geburt an müssen gerade wir Eltern die kinder loslassen - damit sie uns loslassen können.
Und wir müssen Mut vermitteln, Mut machen und Vertrauen in sie setzen:
Ihr seid stark, ihr schafft das.
Statt besorgt zu symbolisieren und zu vermitteln.
Ohne mich schafft ihr gar nichts.

denk dran, gute Erziehung läuft darauf hinaus, die Kinder auf ein Leben ohne vorzubereiten.
zugegeben, 14 Monate ist da noch ein bißchen jung, aber er sol lja auch nicht sen Leben ohne verbringen, sondern erstmal nur 3 tage.
Und das schafft er genauso gut wie die große Schwester, vor allem,wenn Du daran glaubst.
Tu es endlich!

Was ist das Schjlimmste, was passieren kann?
Tja, daß dein Kind ein bißchen länger abends weint - vielleicht.
Daß es Dich vemrmßt.
Aber mal ehrlich:
Welches kind kann das nicht überleben? Welches Kind trägt wirklich Schaden davon, 3 Tage mal ohne Mutter zu sein?
In Wirklichkeit läßt DU nicht los - wer weiß, vielleicht kommendie Kinder viel besser klar, als Du denkst, weil mit der Großmutter ja auch vieles neu und spannend ist.
Laß Dich überraschen -das ist doch das Schöne mit Kindern.
Und hinterher ist die freude umso größer, wen nalles gut geschaff t ist und Ihr wieder zusammen seid.

"Der Feigling stirbt viele Tode", Shakespeare in Julius Caesar - ja, wei ler sich alle Schreckensszenarien ausmalt, voehr - und meistens tritt NICHT EINS davon ein!
Geniß jetzt die Zeit zusammen - und mach sie nicht kaputt mit den Sorgen u mDinge,von denen Du gar nicht wissen kannst, wie sie werden.
Kinder sind hart im Nehmen,die die schaffen viel - wenn wir sie lassen!

Gruß Ursel, DK

Warum?

Antwort von mf4 am 10.04.2017, 19:32 Uhr

Ich war des öfteren im KH für ein paar Tage als die Kinder ganz klein waren.
Papa versorgte sie inzwischen.
Ich würde es dir auch so raten. Du bist erwachsen, die Kinder brauchen ihn doch wichtiger als du.

Ich bin übrigens jetzt Oma, habe die kleine Maus öfter mal auch über Nacht aber über Tage ist schon eine Hausnummer, wenn man die Kinder sonst nur ein paar Stunden hatte.

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von Philo am 10.04.2017, 20:43 Uhr

Hallo,
als meine Kleine 12 Monate alt war, war ich mit der Großen zur REHA. Meine Kleine war abwechselnd 1 Woche mit dabei und 1 Woche bei Oma.
Sie hatte bei Oma wahrscheinlich mehr Spaß als als Begleitkind in der REHA.
LG, Philo

Re: Ich muss ins Krankenhaus...Wird mein Sohn die Trennung verkraften?

Antwort von inselbewohnerin am 10.04.2017, 20:46 Uhr

Du hast ja vollkommen Recht, mit dem was du schreibst.
Allerdings vermittel ich meinen Kindern nie das Gefühl, dass ich ich nicht ohne sie oder sie nicht ohne mich sein können! Meine Tochter ist eine starke Persönlichkeit, die mit Ellenbogen durchs Leben geht. Und das liegt wohl unter anderem an der Erziehung! Sie klammert absolut nicht, wir haben ein tolles Verhältnis.

Das was ich schrieb ist mein persönliches Gefühl, meine Ängste und Gedanken....Ich würde es aber nie meine Kinder spüren lassen!
Klar dürfen sie auch wissen, wenn Mama traurig ist, wenn sie Angst hat oder sich Sorgen macht. Aber auch das gehört zum Leben dazu. Ich betone aber nochmal, dass ich meine Sorgen nie so an meine Kinder heran kommen lassen würde, wie ich sie tatsächlich empfinde.

Re: Warum?

Antwort von inselbewohnerin am 10.04.2017, 20:51 Uhr

Meine Kinder sehen ihre Oma fast täglich, den Papa max 2 Std am Tag!
Es geht außerdem nicht darum, dass ich ihn so dringend in meiner Nähe brauche, sondern vielmehr ist der Eingriff ein schwieriger und mein Mann möchte gerne bei mir sein. Wenn er nicht wüsste, dass die Kinder in guten Händen sind, würde er auf jeden Fall bei ihnen bleiben.

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