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Geschrieben von Liebes78 am 28.03.2006, 23:27 Uhr

Noch eine Überlegung zum Thema Kopierkosten

Habe jetzt nicht alles gelesen, aber habt ihr mal nachgerechnet, was Bücher in jedem Fach kosten würden?

Ich bin auch Grundschullehrerin. Meine Klasse hat ein Sprachbuch, ein Lesebuch, ein Deutscharbeitsbuch, ein Mathebuch und ein Französischbuch.

Ich hatte früher zusätzlich: Musikbuch, Religionsbuch, Sachunterrichtsbuch, Mathearbeitsblätter.

Im Bereich Deutsch brauch ich seltenst ein zusätzliches Arbeitsblatt, da fast alles in den Büchern steht und das bisschen, was noch zusätzlicher Beachtung bedarf, in das Deutschheft geschrieben wird.
In Mathe brauche ich gar keine Arbeitsblätter.

Aber ich frage euch: wie soll ich den Unterricht in Sachunterricht gestalten?
Auch in Religion gibt es ab und zu Arbeitsblätter. Vieles wird hier aber auf einen Extrablock und Heft selbst aufgeschrieben und gemalt.
In Musik braucht man eher seltener Arbeitsblätter. Wenn es mal einen text zu lernen gibt, können die Schüler den auch von der Tafel abschreiben. (Was allerdings manche Eltern auch nicht problemlos hinnehmen: das aaarme Kind muss soooo viel schreiben (2 Strophen, 2. Klasse...))
Allen kann man es leider eh nicht rechtmachen.

Aber überlegt echt mal, wie es wäre, wenn ihr für jedes Fach Bücher bräuchtet.

 
5 Antworten:

Re: Noch eine Überlegung zum Thema Kopierkosten

Antwort von LoveMum am 29.03.2006, 0:26 Uhr

Oh, ich glaube, dein Posting drucke ich mir aus und lege es mal in unserer Schule vor.
Dort wird fast NUR mit Arbeitsblättern gearbeitet. Die Mappen meiner Kinder quellen über und ich miste sie regelmäßig alle paar Wochen aus. Ich frage mich, wozu meine Jungs überhaupt die ganzen Bücher brauchen die ich auch so teuer bezahlt habe.

Danke für diesen Denkanstoß, ich werde das Thema mal beim nächsten Elternabend zur Sprache bringen.

LG und gute Nacht!
Heike

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Re: Noch eine Überlegung zum Thema Kopierkosten

Antwort von Benedikte am 29.03.2006, 1:07 Uhr

Also, ich habe meinen Standpunkt ja schon ziemlich klar vertreten. Wer von Bildung verlangt, dass sie vor allem billig und umsonst sein muss, der wird auf Dauer ein Zweiklassensystem foerdern. Dann gibt es eine absolute Billig-Schule, die nichts kostet- und wer kann, wird sein Kind auf eine Schule schicken, die einen qualitativ hochwertigen Unterricht anbietet, koste es, was es wolle.Ich sag nur, schaut Euch die englischen oder amerikanischen staatlichen Schulen an- wer will das haben.
In Berlin ist es zum Beispiel auch so, dass Lehrer gerne Kopien benutzen, weil jedes Kind die dann am Mann hat. Nicht alle Eltern kaufen naemlich Buecher, auch wenn sie muessen, nicht mal, wenn sie die Kosten weitergeben koennen.Und dann sitzen Kinder monatelang ohne Buecher im Unterricht- Kopien haben sie sofort. Bei uns war es auch so, dass wir Eltern die gemacht haben-am Elternabend sind diese Aufgaben verteilt worden und fuer mich als berufstaetige Mutter war das immer eine schoene Aufgabe. Da kam kaum Kopiergeld zusammen.

Aber kurzum- der Staat ist sowas von pleite, ich glaube kaum, dass man dieses Anspruchsdenken aufrechterhalten kann, dass man selbst 15 Euro Kopierkosten im Schuljahr fuer unangemessen und zu teuer haelt. Das sind 10 % des Kindergeldes fuer einen einzigen Monat,das sind 2,50 Euro im Monat- das kann wirklich jeder bezahlen, das ist echt alleine eine Frage des Willens. Und ich will das- das sind Betraege im Wert von anderthalb Kinokarten,zwei Schachteln Zigaretten, drei Zeitschriften, einem Taschenbuch, drei Kaffee bei Starbucks, weniger als einmal Essengehen fuer eine Person, ein Blumenstrauss, den man bei einer Abendeinladung abgibt, vier der schweineteuren Glueckwunschkarten fuer geburtstag, Hochzeit, Jubilaeum, vier Nahverkehrsenzeltickets-

nochmal- darueber kann ich mich ncit uafregen udn ich zahle das gerne. Die Bildung meiner Kinder ist mir viel Wert, scheuen wuerde ich vor anderen Hindernissen, aber nicht davor.

gruss, Benedikte

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In Schleswig-Holstein...

Antwort von Trini am 29.03.2006, 8:09 Uhr

herrscht ja immer noch Lernmittelfreiheit.
D.h. die (geliehenen) Fachbücher stellt die Schule kostenlos zur Verfügung.
Arbeitshefte zum reinschreiben und Bücher, die beim Kind verbleiben (Duden), werden (nach Rücksprache auf dem Elternabend) gekauft.
Kopien gibt es auch jede Menge.
15 Euro zahlen wir im Jahr in die Klassenkasse. Da ist in diesem Jahr das Rechschreibheft, das Englischheft und das Buch "Tobi packt aus" für Deutsch mit drin plus das Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk für die Lehrerin. Allerdings hatten wir Reserven aus Klasse 1 und 2.

Aber trotzdem kommen nieundnimmernich € 15 für kopien zustande.

Trini

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Re: Noch eine Überlegung zum Thema Kopierkosten

Antwort von Heike1972 am 29.03.2006, 9:33 Uhr

Hallo Liebes78,

auch bei meinem Sohn werden sehr viele Arbeitsblätter in Fächer Deutsch und Mathematik verwendet. Obwohl ein Buch und ein Arbeitsheft vorhanden sind. Finde ich persönlich nicht in Ordnung zumal wir nicht wöchentlich aussortieren können, weil es Zensuren für Heftordnung gibt und wenn Blätter fehlen, gibts eine schlechtere Note.
Ich sehe es ein das Arbeitsblätter in Fächern wie Musik, Sachkunde und Religion(kein Buch)verwendet werden. Obwohl wir vor 25 Jahren auch kein Buch in bestimmten Fächer hatten und es gab auch keine Arbeitsblätter. Ich denke bei manchem Lehrer ist ein wenig Bequemlichkeit auch vorhanden.

LG v. Heike

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Re: Noch eine Überlegung zum Thema Kopierkosten

Antwort von Graupapagei3 am 29.03.2006, 10:05 Uhr

Also bei uns gibt es Kopien in Sachkunde, Englisch und Musik.

In Deutsch haben sie die Fibel und verschiedene Arbeitshefte, alles andere wird in die Schreibhefte geschrieben. Kopien gibt es mal bei Lernzielkontrollen, wobei auch die meistens im Schreibheft gemacht werden und bei Gedichten, da ein Erstklässler halt noch nicht in der Lage ist ein langes Gedicht von der Tafel abzuschreiben.

In Mathe gibt es ein Buch und ein Arbeitsheft, dazu die normalen Mathehefte. Kopien kommen sehr selten zum Einsatz.

Ich allerdings würde lieber auch für Sachkunde ein Buch kaufen, diese Zettelwirtschaft finde ich furchtbar.

Ich kann diese ganzen Diskussionen sowieso auch nicht wirklich verstehen. Man kann doch nun wirklich nicht erwarten, dass alle Lehrmittel vom Staat bezahlt werden. Wenn die Zwerge zum Babyschwimmkurs kutschiert werden, dann ist das Geld da und ein paar Jahre später wird sich über 15 Euro Kopiergeld im Jahr aufgeregt oder es wird gemeckert, wenn der Lehrer möchte, dass ein zusätzliches Buch gekauft wird.

Und wer noch Geld für Zigaretten hat, bei dem ist es sicherlich nicht so knapp, dass er nicht ein paar Euro in die Bildung seiner Kinder investieren kann.

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