August 2020 Mamis

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Geschrieben von Puschelchen, 36. SSW am 05.07.2020, 16:43 Uhr

Wie verhalten?

Hallo ihr lieben.
Ich liege ja im Krankenhaus mit einer Nierenbeckenentzündung.
Mit mir auf dem Zimmer liegt eine junge Frau, die ihr Baby in der 32. Woche gestern Abend still geboren hat
Ich würde ich so gerne sagen, wie leid es mir tut. Ich weiß aber nicht, ob es richtig wäre. Gleichzeitig fühle ich mich aber auch schuldig? Es ist schwer zu beschreiben. Ich verstehe auch nicht warum sie kein Einzelzimmer bekommen hat sondern mit einer hochschwangeren liegt.
Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll..Besonders wenn die Schwestern dann mit dem Ctg ankommen... Ich hab vorhin drum gebeten den Ton auszustellen.. Es tat mir so leid...

 
17 Antworten:

Re: Wie verhalten?

Antwort von Sarina1989, 24. SSW am 05.07.2020, 17:13 Uhr

Hallo aus dem Oktober.

Also ich finde sowas echt unter allerster s** für euch beide, sie die ihr Baby eben verloren hat trauert und dann du mit deinem wunder im Bauch

Als ich 3 FG hatte stationär war war ich immer alleine auf ein Zimmer es war auch die Möglichkeit einen Partner oder so auch über Nacht bei sich zu haben...

Das geht garnicht.
Sollte sie reden wollen wird sie es denk ich von selber tun, da helfen keine Worte nichts...
Den ärzten/Schwestern sollte man mal in den Allerwertesten treten sowas zu machen...

Sorry da ging mit mir durch.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Puschelchen, 36. SSW am 05.07.2020, 17:16 Uhr

Ich danke Dir für Deine Antwort.
Ich finde es auch nicht gut. Aber offenbar gäbe es derzeit keine andere Lösung.. Es tut mir einfach wahnsinnig leid...

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Re: Wie verhalten?

Antwort von jbfl22, 33. SSW am 05.07.2020, 17:40 Uhr

Oh nein wie furchtbar. Ich kann auch absolut nicht nachvollziehen, wie man so etwas machen kann. Die Alternative, mit einer gerade entbundenden Frau auf einem Zimmer zu sein, wäre vielleicht noch schlimmer, aber auch das ist jetzt schon unglaublich hart.
Ich war bei meiner Fehlgeburt letztes Jahr zwar auch nicht alleine auf dem Zimmer, aber auch irgendwie dankbar, nicht mit einer schwangeren Frau in einem Zimmer zu sein. Auch wenn andere dafür nichts können und mit der eigenen Situation nichts zu tun haben, möchte man damit einfach nicht konfrontiert werden.
Ich finde es sehr lieb und rücksichtsvoll von dir, den Ton beim CTG abschalten zu lassen. Und ich denke, sonst kannst du nicht viel mehr tun. Wenn sie reden möchte, wird sie reden. Und wenn sie redet, kannst du ihr sicher sagen, wie leid es dir tut. Jeder Mensch ist da ja anders und wenn sie der Typ ist, der sich anderen Menschen anvertraut, wird sie das sicher tun.

Trotz allem wünsche ich dir aber auch eine gute Besserung und dass du dich dort schnell wieder erholst.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von watergirl, 36. SSW am 05.07.2020, 18:05 Uhr

Was für eine schreckliche Situation für euch beide!

Ich kann mich meinen Vorrednern anschließen, wenn sie reden möchte wird sie es von alleine tun.
Toll wie rücksichtsvoll du umgehst.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von nulesa, 36. SSW am 05.07.2020, 18:27 Uhr

Ich denke auch, das was gesagt wurde passt.
Wenn sie reden möchte wird sie auf dich zugehen und als erste was sagen. Ich würde mich da auch zurückhalten.
Finde es lieb, dass du den Ton vom CTG ausstellen lassen hast. Für die Frau ist es bestimmt sehr schwer. Unvorstellbar, sowas will man nicht erleben müssen.
Kann auch nicht verstehen, dass es da keine andere Möglichkeit geben soll, die Frau unterzubringen. Es gibt doch auch andere gynäkologische stationäre Patienten, nach z.b. einer OP etc., da hätte man sie doch besser hin legen können.
Oh man. Nicht einfach.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Anni1500 am 05.07.2020, 18:43 Uhr

Uff das ist wirklich eine harte Nummer bei uns im Krankenhaus achten die wenigsten darauf, dass sowas nicht passiert. Ich wäre da genau so überfordert.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Minztee am 05.07.2020, 18:48 Uhr

Als ich nach meiner Ausschabung auf Station war, hatte meine Zimmernachbarin viel Besuch, junge Leute, unbeschwert...ich hätte von mir aus nix sagen können, wäre aber gerne besser "gesehen" worden.

Ich hätte es sicherlich gut gefunden, wenn ich bei Dir so auf dem Zimmer läge, wenn Du einfach angesprochen hättest, dass Du mein Leid siehst und gerne helfen würdest, aber auch nicht weißt, wie. Allein dieses Anerkennen hätte bei mir viel Druck rausgenommen, selbst wenn nix besonders Kluges oder Hilfreiches gesagt worden wäre.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Hanna1234 am 05.07.2020, 18:50 Uhr

Oh das tut mir so Leid für dich und für sie :( das kann doch nicht sein dass es da gar keine andere Lösung gibt :/ musst du lange dort bleiben? Ich tendenziell würde ihr vielleicht in ein paar Worten sagen dass es mir sehr Leid tut ohne mehr darauf einzugehen und ohne zu erwarten, dass von ihr etwas zurückkommt. Aber vielleicht haben die anderen eher recht wenn sie sagen, lieber zurückhalten. Ich wünsche dir noch alles Gute und gute Genesung

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Assen08 am 05.07.2020, 18:55 Uhr

Hallo.. ich habe selber mein Kind still geboren, hatte das Glück, alleine für mich zu sein auf einem Zimmer. Aber es war wie gesagt Glück.
Man kann es sich leider nicht aussuchen im Krankenhaus.
Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass egal wer auf mich zukommt und mich in den Arm nimmt. Wortlos. Ohne „Es tut mir leid.“ Du bist nämlich nicht Schuld daran. Niemand ist an sowas schrecklichem Schuld.

Jeder reagiert anders. Versuch mit ihr ein Gespräch anzufangen. Über das Wetter. Erstmal ohne Bezug. Daran merkt man, ob jemand sprechen will oder nicht.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Kapunkt, 37. SSW am 05.07.2020, 19:44 Uhr

Ohgitt wie furchtbar... Das ist ja unfassbar schlimm und traurig!
Diese Zimmerkonstellation geht garnicht! Ich kann mir kaum vorstellen, dass es da keine andere Möglichkeit gibt... Wie oft habe ich schon ettliche Patienten umgeschoben, damit soetwas vermieden wird. Aber gut, scheint man nichts machen zu können....
Total lieb von dir, dass du so rücksichtsvoll bist und sogar den Ton vom Ctg ausschalten lässt.
Jeder ist da anders...ich persönlich würde mir vermutlich wünschen, dass man auf mich zukommt, man kann ja selber entscheiden, darauf einzugehen oder nicht.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und hoffe, dass du bald nach hause darfst

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Re: Wie verhalten?

Antwort von 2WunderMami, 39. SSW am 05.07.2020, 19:45 Uhr

Oh Gott das tut mir im Herzen weh... und zwar für euch beide! Ich glaube in so einer Situation sind die liebsten Worte schmerzhaft, aber wenn’s grad passt würde ich einfach signalisieren und sagen wie sehr ich mit ihr fühle.. Ich würde sogar sagen, dass ich mich persönlich sehr schlecht in der Situation fühle gemeinsam ein Zimmer zu belegen.. Aber dieses offene über Gefühle sprechen ist nicht jedermanns Sache. Ich würde dir raten auf dein Bauchgefühl zu hören um die Situation bestmöglich erträglich für dich zu machen..

Seid ihr mittlerweile schon ins Gespräch gekommen?

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Puschelchen, 36. SSW am 05.07.2020, 19:49 Uhr

Ich danke euch für die Antworten.
Die Situation ist nicht einfach..
Und ich danke euch für eure Ratschläge. Ich werde mir einiges davon zu Herzen nehmen

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Puschelchen, 36. SSW am 05.07.2020, 20:17 Uhr

Sie kam auf mich zu und meinte, daß sie sehr dankbar wäre, daß ich den Ton vom Ctg hab ausstellen lassen.
Ich hab ihr gesagt, wie sehr es mir leid tut und ich mir für sie gewünscht hätte, das sie nicht mit einer hochschwangeren auf einem Zimmer liegt..
Beide mit Tränen in den Augen... Es war doch sehr emotional.

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Re: Wie verhalten?

Antwort von nita83 am 05.07.2020, 22:18 Uhr

Du kannst ihr ruhig sagen wie leid es dir tut
Ignorieren fand ich viel viel schlimmer. Die Schwestern die raten als läge Luke nicht im Körbchen neben mir dann doch lieber die Hebammen Schülerin die meinte er ist so süß.
Die hat in später sogar noch im Arm gehabt.
Sie mit dir in ein Zimmer zu stecken ist unter aller Sau. Mir ist das bei einer fg auch passiert nach 2 nerven zusammenbrüchen meinerseits(ausschabung ohne vollnarkose und dann ne Schwester die mit meinen kleinen vögelchen in der Petri Schale am Bett stand und den Arzt fragte was mach ich jetzt damit,wollte nämlich ne Untersuchung der Babys da meine 3. Fehlgeburt)
Danach kam ich auf Palliativ Station. Nicht wirklich besser aber besser als mit 2 schwangeren im Zimmer.
LG nita

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Nijo90 am 06.07.2020, 9:26 Uhr

Das ist wirklich schlimm. Ich hatte es letztes Jahr in der 25. Woche und war mit meinem Freund die ganze Zeit alleine in einem Zimmer. Für mich war es schon eine Qual, die Schwangeren auf dem Flur zu sehen.

Ich denke du verhältst dich genau richtig. Man wünscht sich in dem Moment von anderen Mitgefühl und trotzdem Anerkennung, ein Kind bekommen zu haben, was leider tot ist. Viele in meinem Umfeld haben es damals totgeschwiegen und aus Unsicherheit nichts gesagt oder gefragt. Viele Kontakte habe ich bis heute abgebrochen, weil es mich nach wie vor verletzt, dass mein Kind "ignoriert" wurde. Ein "es tut mir so leid" ist Gold wert und auch völlig ausreichend.

Ach je, da werde ich gleich wieder sentimental...

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Reh77 am 06.07.2020, 10:14 Uhr

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist sein Baby still auf die Welt bringen zu müssen.
Mir war jede Form der Anteilnahme lieber, als das Totschweigen.

Ein gestammeltes und total unsicheres, Es tut mir Leid und mir fehlen die Worte.
War für mich besser als Blicke und Schweigen.

Teilweise fühlte es sich an, als würde mein Baby ein zweitesmal sterben, wenn es ignoriert und totgeschwiegen wurde.


Schön, dass ihr einen Weg gefunden habt.

Dir gute Besserung!

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Re: Wie verhalten?

Antwort von Puschelchen, 36. SSW am 06.07.2020, 13:18 Uhr

Ich danke euch. Auch dass ihr von euren eigenen Erfahrungen und Gefühlen berichtet. Das ist sicherlich nicht leicht für euch.
Ich bin nach wie vor schockiert, dass die junge Frau mit einer schwangeren zusammen gelegt wurde. Und ich fühle mich nach wie vor einfach schuldig, Aber ich glaube das ist nichts im Vergleich zu dem was sie durchmachen muss. ..

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