Forum Aktuell

Aktuelles und Neuigkeiten

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von schubuduu am 16.06.2017, 8:16 Uhr

Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

... eigentlich?!
Wenn ich den Tread "Warum" so lese bekomme ich den Eindruck das hier viele schon Diskussionen mit diversen Muslime über ihre Religion geführt haben. Oder ist das basierend auf den Reaktionen von Islamisten zu Karikaturen usw? Ich bin in einem Stadtteil von Berlin großgeworden in dem ein wer weiß wie hoher Prozentsatz der Bevölkerung muslimisch ist. Ein großer Anteil der muslimischen Mädchen in meiner Schule haben in den 90gern noch Kopftuch getragen, beim besuchen dieser Familien durfte man zu bestimmen Zeiten nicht ins Wohnzimmer weil Baba und Anne gebetet haben, Beiram war ein großes Fest für alle im Kiez. Nie aber auch wirklich Nie habe ich mit irgendeinem dessen Glauben oder meine Abneigung gegen jegliche Form von Religion diskutiert. Auf die Idee ist einfach niemand bisher gekommen. Bisher hat niemand meine persönliche Grenze überschritten. Wo zum Teufel begegnet man solchen Menschen wenn es mir an der "Quelle" noch nicht geschehen ist?!

 
19 Antworten:

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 8:24 Uhr

Ich kenne von meiner Arbeit her so um die 15Muslime.
Im Freundeskreis vier Freundinnen, die muslimischen Glaubens sind.
Mein Zahnarzt ist Muslim. Mein Friseur ist Muslim.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von stjerne am 16.06.2017, 8:31 Uhr

Ging es in dem Thread nicht eher um die Reaktion von Nicht-Muslimen?

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Maxikid am 16.06.2017, 8:35 Uhr

Ja, doch einige, aber alles sind mehr als gemäßigt. Deren Kinder tragen sogar oft typisch dt. Vornamen, trinken Wein, Sekt....In unserem Stadtteil wohnen aber so gut wie keine. In den Grundschulen meiner Kinder waren immer nur 2-3 Kinder vertreten, es gab kaum Ausländer. Aber über den Glauben, würde ich mit niemanden sprechen. LG maxikid

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 8:40 Uhr

Ich habe damals, mit so vierzehn Jahren erlebt, wie meine Freundin, die aus Afghanistan kam, in Tränen aufgelöst war. Ihre Mutter hatte sie über die Stellung der Frau aufgeklärt. Meine Freundin war am Boden zerstört. Ich war selber geschockt, weil ich nicht wusste wie ich reagieren soll. Sie schluchzte. Sie sagte immer "als Frau ist man bei uns überhaupt nichts wert"
Und erzählte mir Dinge über Afghanistan, die ich eigentlich lieber nicht wissen wollte.

Die Eltern sind ja auch nach Deutschland geflohen. Meine Freundin machte Abitur, studierte Mathematik..Sie hat es geschafft.
Sie will Aversion mit Religion überhaupt nichts zu tun haben und lehnt auch den Islam ab. Es ist allerdings nicht möglich aus dem Islam aufzutreten ubd in Afghanistan würde ihr wegen dieser Einstellung die Todesstrafe drohen.
Einen andere Freundin, das habe ich ja schon geschrieben, aus der Türkei, musste untertauchen weil ihre Familie sie ermorden wollte weil sie einen westlichen Lebensstil führen wollte und nicht den Mann heiraten wollte den die Eltern wollten.

Sie kam in eine Art Zeugrnschutzprogeamm und bekam eine neue Identität, damit sie nicht gefunden wird. Ich habe dadurch keinen Kontakt mehr und weiß auch nicht wo sie ist.

Zwei Freundinnen leben einfach Ihren Glauben, nicht so streng, sind aber gläubig, zufrieden,gut integriert, beide berufstätig. Sie reden nur sehr positiv über den Islam und erklärten, dass es den Islam nicht gibt, sondern verschiedene Richtungen.

Auf der Arbeit gibt es öfter Diskussionen was wer wann darf oder nicht darf. Manchmal anstrengend weil so ernst, als würde das Leben zerstört wenn aus Versehen Schweinegelatine irgendwo ist. Das verstehe ich jetzt nicht, respektiere es aber.

Ich habe erlebt, dass diese Klienten sehr freundlich und zuvorkommend mir gegenüber sind. Ein Mann, den ich von der Arbeit kenne, betont immer wieder dass er alle Religionen respektiert. Das ist ihm sehr wichtig dass ich das weiß.

Liebe Grüße

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Maxikid am 16.06.2017, 8:44 Uhr

Eine Arbeitskollegin hat vor 25 Jahren mehrere Jahre in Indien gelebt und als Entwicklungshelferin gearbeitet. Sie lebte mitten bei den ganz Armen. Was sie da erlebt und gesehen hat, war so schrecklich, dass sie nach der Rückkehr nach D erst einmal in Behandlung musste. Sie war ein kaputter Mensch....Wieder einmal mehr dankbar zu sein, wie gut wir es hier haben. LG maxikid

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von memory am 16.06.2017, 8:47 Uhr

Ich glaube keine...aber sicher bin ich mir nicht! Es ist irgendwie im Freundeskreis nie Thema, wer welchen Glauben ausübt und da mich so etwas auch nicht interessiert , genauso wenig ob Lieschen Müller lesbisch ist oder Hans -Peter eine Affäre hat , frag ich auch nicht nach !

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 8:47 Uhr

Ist das Thema nicht ob wir Muslime kennen?

Ich kann deinen Beitrag gerade nicht einordnen.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von stjerne am 16.06.2017, 8:51 Uhr

Eine sehr gute Freundin meiner Tochter ist Muslima. Die Mädchen tauschen sich sehr offen aus, das gefällt mir. Die Freundin war auch bei der Konfirmation meiner Tochter.

Ich hatte mal eine religiöse Diskussion mit Flüchtlingen, das hat mich sehr gefordert. Sie wollten so viel wissen, ich kam wirklich an meine Grenzen. Es war sehr nett, aber inhaltlich richtig anstrengend.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 8:53 Uhr

Bei uns ist das ein großes Thema.

Erstens haben ja die Frauen eine "Kutte" sprich Kopftuch. Sie tragen den Glauben am Körper.

Und auf der Arbeit ist ein großes Thema, welche Verbote es für Muslime gibt.

Und von meinen Freundinnen bekam ich mit, wie sehr sie zum Teil gelitten haben, zumindest bei den zweien . Sie haben es mir erzählt.

Ach, ich wäre mit elf fast von dem Bruder der Freundin verprügelt worden, die untertauchen musste, weil ich aus Versehen auf einen Gebetsteppich getreten bin. Die Mutter hat das gerade noch verhindert.

Habe ich auch noch im Gedächtnis, war schlimm, ich hatte Angst.

Zu Recht. Meine Freundin musste ja flüchten. Darüber bin ich immer noch traurig, ich mochte sie sehr.

Liebe Grüße

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Danyshope am 16.06.2017, 9:14 Uhr

Hier ist es eine 35000 Bürger-Stadt. In der Strasse wo wir wohnen gibt es viele Türken. Manche davon sind eben auch Moslems, teils auch mit Deutschen verheiratet. Man trifft sich beim türkischen Laden, im KiGa oder freundet sich so an. Spätestens über die Kinder. Davon ab gibt es hier in der Strasse auch noch eine Flüchtlingsunterkunft, auch das baut Vorurteile - sofern man es zuläßt - ab. davon ab waren Ex-Vermieter ebenfalls Moslems. Da das gerade der Zeitpunkt war wie das mit den Flüchtlingsstrom los ging, kam man da erst recht ins Gespräch.

Bei dem Moslems ist es hier gemischt, strenggläubige mit Kopftuch genauso wie eben auch welche die es lockerer sehen. Erst gestern lief mir eine ziemlich verschleierte Frau entgegen, Mann hinter ihr her. bei dem Spruch von ihr wie sie sich umdrehte und ihm genervt ein: Du kannst auch mal schneller laufen" hinter hergeworfen hat musste ich breit grinsen. So unterdrückt wirkte die gar nicht....

Was aber IMO extrem für mich prägend war, wir hatten es damals in der Schule das wir eben die gängigen Religionen mal "hautnah" erleben sollten. Heißt, wir waren in Synagogen, in einer Moschee, bei verschiedenen christlichen Einrichtungen, konnten eben dort direkt mit den Leuten sprechen, teils am Gottesdienst teilnehmen oder an einer Taufe. das war nicht nur mal 1-2 Szd sich das Ding anschauen und dann wieder ab zu Schule sondern mitunter ganze Tagesausflüge. Und ich werde im leben nie wieder den Anblick des blauen Kuppeldaches der jüdischen Synagoge in Wien vergessen - das ist etwas was man echt sehen sollte. Aber anderes Thema....

IMo hängt es viel davon ab wie offen man selbst wirklich ist. Geht man auf andere Menschen zu, spricht mit denen. Oder lässt man sich eben - wodurch auch immer - an dieser Erfahrung hindern. Und das kann eben schon sein das man nicht den Mut fast und eine Frau in Burka nicht anspricht. Und gerade von Frau zu Frau geht das oft recht leicht - spätestens wie gesagt eben über die Kinder. was schwieriger ist, das gebe ich auch zu, ist es mit den Männern ins Gespräch zu kommen. Bei dem ein oder anderen habe ich auch des öfteren das Gefühl, die machen das nur "notgedrungen". Na und, ist das eben so. Mein Mann - und der ist Deutscher - will auch nicht mit jedem reden.

Davon ab gibt es hier neben diesen Dingen die man im Alltag schon erleben kann, auch immer mal wieder Veranstalungen. Sei es de Karneval der Kulturen oder eben Tag der offenen Türe. In einer Nachbargemeinde sogar irgendwann ein einfaches "Strassenfest". Von den Bürgern dort selbst durchgeführt.

Ich verstehe das das ganze in Großstädten schwieriger ist, da leben die meisten ja so schon Tür an Tür ohne sich zu kennen. In kleineren Gemeinden, Städten oder Dörfer kann man aber eben viel machen. Wenn eben (fast) alle auch wollen. Und IMO profitieren davon meiner Meinung nach auch alle. Und sei es eben nur dadurch, das wir unsern Kindern zeigen, so geht es auch.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 9:30 Uhr

Die Erfahrungen prägen halt, wie man Dinge sieht.

Ich bin absolut zwiespältig, weil ich Muslime glücklich, zufrieden und offen erlebt habe, aber auch andere unglücklich, unterdrückt und verbissen.

So ist das Leben, es gehört alles dazu.

Religion kann eine Erfüllung sein. Und auch viel Leid, Elend und Hass hervor rufen. Das prägt dann aber ganz logischerweise mit das Bild, was man von dieser Religion hat. Das ist menschlich.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Steffi528 am 16.06.2017, 9:37 Uhr

Ich kenne sehr viele Moslems und habe mit einigen schon Diskussionen geführt über den Glauben.
Ich war auch schon auf einigen Fachtagungen zum Thema und kenne verschiedene Strömungen, Ansätze, Auslegungen.

Habe aber trotzdem dieses Jahr den Ramadan "vergessen" bei den Planungen zu bestimmten Projekten. Naja, kann passieren. Hat aber auch nur einen teil der Moslems irgendwie tangiert, der Rest hatte damit gar kein Problem.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Du irrst, was die Großstädte angeht...:-)

Antwort von Petra28 am 16.06.2017, 9:39 Uhr

Mein Viertel könnte dörflicher gar nicht sein, nur, dass an der Grenze halt das nächste Viertel anschließt und nicht die grüne Wiese. Es gab hier sehr viele Aktionen zum Thema Integration von Flüchtlingen, eine Flüchtlingsunterkunft ist direkt an der Schule meiner Kinder, aber das fällt hier gar nicht auf, weil hier sowieso alles kunterbunt ist. Ich weiß allerdings nicht, ob "mein Türke" (also der Besitzer meines Stamm-Dönerladens) Moslem ist, aber die Mutter eines Freundes meines Sohnes wusste gestern auch nicht, dass wir "nix" sind und fragte nach, ob mein Sohn denn auch zum Konfirmationsunterricht ginge... Religion ist hier im Privaten einfach kein Thema.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Du irrst, was die Großstädte angeht...:-)

Antwort von Maxikid am 16.06.2017, 9:43 Uhr

Hier auch Großstadt und hier weiß jeder über jeden bescheid, oft schon zu viel und nervig. Die Menschen setzen sich sehr viel für Flüchtlinge ein, obwohl bei uns gar keine Flüchtlinge untergebracht wurden. Selbst in den Grundschulen nicht. LG maxikid

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Häsle am 16.06.2017, 9:44 Uhr

Ich habe noch nie mit jemanden über seinen oder meinen Glauben diskutiert. Darüber geredet schon, wenn es situationsbedingt dazu kam. Genau so, wie ich mit Leuten über andere Teile ihres Lebens rede (Familie, Beruf, Hobby, Herkunft etc.).

Muslime kenne ich aus der Schulzeit, aus der Nachbarschaft, aus Sportvereinen, aus dem Bekannten-/Freundeskreis, aus der Arbeit.
Ich kenne aber auch Juden, Hindus, Animisten und Zeugen Jehovas.

Religion als Thema kam immer dann auf, wenn es deshalb zu Festen oder irgendwelchen Einschränkungen kam. Sei es Erstkommunion, Zuckerfest, Ramadan oder was auch immer.

In den letzten Jahren hat sich allerdings etwas verändert. Ich habe früher eigentlich mit fast niemandem über Politik geredet. Ich hatte ehrlich keine Ahnung, wie einige meiner Freunde und Verwandten eingestellt sind, da sowas nie angesprochen wurde (was ja schon mal ein Zeichen dafür ist, dass vermutlich keiner diesbezüglich extreme Ansichten hat). Durch die Flüchtlingskrise und diverse aufgebauschte oder erfundene Vorfälle wurde Politik in meinem Privatleben zum Thema. Ich wurde zu einem großen Teil sehr positiv überrascht bzw. bestätigt, bei ein paar Leuten hat es zu einem unüberwindbaren Graben geführt (obwohl ich auch diese Leute noch nicht als rechtsradikal einordnen würde).
Ich erlebe auch Muslime in der letzten Zeit als viel offensiver. So, als müssten sie ihre Religion erklären und ihre Lebensweise verteidigen. Sowohl Bekannte als auch Wildfremde (mit denen ich beruflich zu tun habe) suchen das Gespräch über den Islam, als Abgrenzung zum Islamismus. Ich habe einen langjährigen Kollegen, von dem ich bis vor kurzem nicht wusste, ob er eher in Richtung Erdogan oder Gülen tendiert. Es war nie Thema im Alltag.
Ich denke, es wird aktuell einfach viel mehr darüber geredet, was ich nicht schlecht finde. Und zumindest in unserer Kleinstadt rückt man dadurch eher näher zusammen als vorher.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Unglücklich kenne ich aber auch vom Christentum...

Antwort von Petra28 am 16.06.2017, 9:49 Uhr

In meiner erweiterten Familie gibt es zwei Frauen, die streng christlich erzogen wurden und das hat Narben auf der Seele hinterlassen und beide in ihrer Entwicklung gebremst.

Ich bin nicht religiös, aber ich denke, man kann sich doch auf folgendes einigen: Die eigene Religiosität sollte einem gut tun und stärken und nicht unterdrücken und schwächen.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von puja am 16.06.2017, 16:09 Uhr

Ich kenne einen Moslem. D.h. kannte.
Er ist umgezogen.
Er war sehr gemäßigt. Wir haben manchmal über den Glauben gesprochen.
Ja, ich frage mich manchmal wie man es am Rand Berlins schafft keinen Moslem zu kennen. Ist aber so. In meiner Firma arbeiten keine mehr, glaube ich jedenfalls.
Ansonsten auch keine im Bekanntenkreis.
Nicht beabsichtigt, hat sich noch nie ergeben. Außer mein Kollege damals.
Die angesprochenen Kommentare kommen immer von Nicht- Moslems.
Als hier im Ort Flüchtlinge, Familien mit kleinen Kindern, ankamen hätte ich mich gern engagiert.
Aber die Helfer sind dermaßen unmöglich, nee, da ist es mir vergangen.
Die Flüchtlinge sollten vermutlich glauben in einem streng islamischen Ort angekommen zu sein.
Da gab es Verhaltensmaßreglungen, neee.
Einzelheiten erspare ich mir mal, regt mich gleich wieder auf.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Wo her und wieviele Moslems kennt ihr...

Antwort von Tai am 16.06.2017, 17:54 Uhr

Laut einer etwas älteren Statistik leben hier knapp 10 % Muslime, aber die Tendenz dürfte steigend sein.

Folglich haben wir auch persönlichen Kontakt, d.h. Autowerkstattbesitzer, Friseur, Handwerker, Eltern, Mitschüler meiner KInder, Trainer usw.- alle liberal und integriert.
Einige der besten Freundinnen meiner Tochter sind Muslima, in unterschiedlicher Ausprägung, aber alle ohne Kopftuch. Ebenso eine gute Freundin von mir mit deutscher Mutter, die aber sowieso nur auf dem Papier muslimisch ist - aber ihre Kinder sind es auch, und ihr Mann ist konvertiert. Warum das so ist, konnte sie mir gar nicht sagen.

Gespräche über den Glauben waren bis vor wenigen Jahren nicht relevant, jeder lebte sein Leben.

EIn eindringliches Gespräch hatte ich aber vor drei Jahren mal mit einem hier aufgewachsenen, für mich voll integrierten Handwerker, der im Lauf der Monate irgendwie auf Sinnsuche gegangen zu sein schien und bei seinem Imam in der Moschee fündig wurde. (Seine Eltern sind wohl keineswegs streng religiös).

Er versuchte mich mehrmals vom Islam zu überzeugen, beharrte darauf, dass man alle Gebote des verehrten Propheten unbedingt einhalten müsse, und dass er von seiner noch gesuchten Ehefrau natürlich erwarten würde, dass sie Kopftuch trägt.
Am erschreckendsten fand ich, dass er der festen Meinung war, er könne hier in Deutschland seinen Glauben nicht ausleben und er würde deshalb diskriminiert. Und Pierre Vogel sei ein netter Kerl.....

Interessant ist übrigens auch, dass die hier tätigen Ober-Salafisten, mit denen mein Mann, als sie noch ihre "LIes"-Aktion hatten, ab und zu über den Glauben diskutierte, argumentativ sehr stark waren.
Sie hatten wirklich gute Bibelkenntnisse und versuchten, die Überlegenheit ihrer Religion herauszustellen.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Re: Unglücklich kenne ich aber auch vom Christentum...

Antwort von Bobby Mc Gee am 17.06.2017, 8:09 Uhr

Ja. Und ein Gott kann meiner Meinung nach keine Unterdückung, keinen Hass und auch keine Morde gut finden oder wollen.

Warum solche Gottesbilder entstanden sind?
Damit man die Menschen besser dominieren kann, und zwar als Priester, Imam, was weiß ich was. Um Macht auszuüben.

Das ist so schade.

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Die letzten 10 Beiträge

Anzeige

HiPP mein Babyclub
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.