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Geschrieben von puja am 15.06.2017, 16:48 Uhr

Warum

ist es völlig ok die ev. oder kath. Kirche nicht zu mögen aber "rechts" oder "braun" den Islam nicht zu mögen?
Warum wird da mit verschiedenen Maßstäben gemessen?
Es fällt mir hier im Forum immer wieder auf. Aber auch im Alltag habe ich es schon festgestellt.
Und ich frage mich warum es so ist.
Eine Kollegin "ärgert" mich gern damit, dass ich evangelisch bin und die Kinder getauft.
Dabei bin ich nicht wirklich gläubig. Ich würde gern glauben, tue es aber nicht, sozusagen. Muss man nicht verstehen, ist halt so.
Sie sagt, dass die Kirche nur Geld will, ein Verein Pädophiler ist, dass sie am Sonntag Morgen die blöden Glocken stören.
Niemand nimmt Anstoß daran. Alle finden es ok.
Doch nun einmal der Fall, dass jemand so über den Islam redet.
Definitiv würde man als rechts bezeichnet. Doch warum?

Theoretisch könnte doch jemand sagen, dass er dafür ist aus humanitären Gründen alle Flüchtlinge aufzunehmen und gut zu versorgen da wir ein reiches Land sind.
Aber den Islam findet dieser jemand schrecklich.
Wäre er dann auch "rechts"?
Und er geht sogar weiter, er sagt, dass er alle gut versorgen wird wenn diese ihre Religion nur sehr "dezent" ausüben.
Was wäre dann?

Das ist eine rein theoretische Frage.
Ich habe noch nie von diesem "Jemand" gehört.
Ich mache mir einfach Gedanken warum manche Dinge so sind.
Ich denke schon allein für diesen Beitrag werde ich als rechts eingestuft. Obwohl das Quatsch ist.
Ich finde ein Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen wunderschön. Nur leider ist das in der Realität nicht immer einfach.

 
39 Antworten:

Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 17:26 Uhr

Ich glaube es liegt daran, dass das "Fremde" immer irgendwie eine Art Bonus hat. Würde man mit dem Islam genauso hart ins Gericht gehen wie mit dem Katholizismus, da wäre was los! Das ginge nicht. Ich meine, es geht natürlich und wird auch gemacht, man kommt aber in einen Verdacht, rechts zu sein. Es wäre ein Affront ohne Gleichen wenn man einen Muslim fragen würde wie er soetwas mittragen kann.

Wäre es auch und ich würde das auch nie fragen. Auf keinen Fall. Der Islam hab auch wenig mit dem Islamismus zu tun, das muss man unterscheiden.


Das dürfen eigentlich nur Muslime wie z.B.Mansour und die werden auch scharf kritisiert dafür, dass sie auf Mißstände aufmerksam machen.

Die allgemeine linke Doktrin lautet ja auch dass der Westen Schuld am Islamismus ist.

Denn irgendwo und irgendwann gab es einmal deutsche Kolonien, ich war aber eigentlich immer der Meinung das wäre in Afrika gewesen, aber egal, und deswegen gibt es Islamisten.

Oder aber die mangelnde Integration ist Schuld, was aber nicht davon abhält zu fordern, immer mehr und mehr Menschen aufzunehmen.

An den Auswüchsen der katholischen Kirche, die ich übrigens auch nicht gut finde, sind aber ausschließlich die schuld, die die Kirche finanzieren.
Das ärgert mich persönlich schon, aber das ist halt so.

Eine wirkliche Antwort auf Nachfragen hat mir da niemand gegeben. Und ich habe öfter gefragt weshalb der Islam so einen großen Bonus hat und man da mit zweierlei Maß misst.

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Re: Warum

Antwort von Antje04 am 15.06.2017, 17:42 Uhr

"Den Islam" verwechselst du möglicherweise mit Islamismus?
Ich kann nicht viel mit religiösen Konzepten anfangen, die missionieren wollen. Solange jeder seinen Glauben lebt, und nicht im Namen dieses Glaubens Verbrechen begeht oder Andersgläubige angreift, kann er auch an das grüne Spaghettimonster glauben.
Wenn jemand seinen Glauben so auslebt, dass er andere damit einschränkt, ist es nicht ok. Bei meiner Bekannten sind zwei muslimische Kollegen im Zimmer. Mehrfach am Tag packen sie den Gebetsteppich aus und machen ihr Ding. Egal ob gerade ein Arbeitsgespräch stattfindet oder ob ein Kollege aus einem anderen Zimmer da ist. Die Idee, in ein leeres Zimmer zu gehen haben sie abgelehnt. Da ist Toleranz schwiereig, weil es in dem Fall eine Einbahnstrasse ist.

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Re: Warum

Antwort von anhaltiner am 15.06.2017, 17:52 Uhr

Ein praktisches Beispiel. Stellt euch vor dieses Lied würde jemand singen und dabei Kirche gehen Moschee oder Papst gegen Imam tauschen. Das Nazi- und Rassistengeschrei wäre groß und ein Gutteil der Islamverbände würde auf die Barrikaden gehen.

http://www.songtexte.com/songtext/bohse-onkelz/kirche-1bdcc968.html

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Re: Warum

Antwort von Danyshope am 15.06.2017, 18:10 Uhr

Ich habe noch nie, wirklich nie gehört das es nicht OK sei den Islam nicht zu mögen. Man muss ihn weder mögen, genauso so wenig wie man überhaupt eine Religion mögen muss. Deshalb ist niemand braun, rechts oder sonstwas.

ABER !!!! und das ist jetzt ein riesen Unterschied, wer hingeht und behauptete, alle die dem Islam angehören sind Menschenverachtend, sind Terroristen, schlägt seine Frauen und was weiß ich noch, hat schlicht und einfach Vorurteile. Genauso wenig wie man hingehen kann und sagen kann, alle Katholiken lieben ihren Papst, essen Freitag kein Fleisch und fasten natürlich vor Ostern. Diese Verallgemeinerungen sind falsch - und wenn diese in eine bestimmte Richtung gehen, dann kann man schon demjenigen gegenüber unterstellen das er eine rechte Gesinnung hat.

Nicht die Religion an sich ist das verachtenswerte, sondern das was menschen im namen dieser machen - aus möglicherweise falsch verstandenen "Übersetzungen". Und das gibt es bei allen Religionen.

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es geht doch nicht darum die Religion bzw. den Glauben nicht zu "mögen"...

Antwort von SkyWalker81 am 15.06.2017, 18:30 Uhr

..wobei das Wort mögen meiner Meinung nach hier eh nix verloren hat.

Bei allen Religionen kann man doch eher die negativen Ausschweifungen, das radikale und gewaltsame "verurteilen".
Ansonsten mag ich ja nicht einen Katholiken oder Buddhisten sondern den Menschen an sich aufgrund seines Charakters. Deine Kollegin wird dich ja trotzdem mögen, und ich denke sie würde dich, sofern du tatsächlich glauben würdest nicht DAMIT aufziehen sondern sie findet es eben eher etwas inkonsequent dass du dann die religiösen Rituale mitmachst. (Weils halt die meisten so machen....)

Mögen tu ich doch eher die heutigen Religionen wie Ernährung nicht: da gibt es die Vegetarier, Veganer, Pescetarier etc.pp und wenn die mir eine Tofuwurst aufzwingen wollen, dann mag ich die tatsächlich nicht !

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 18:32 Uhr

Ich glaube darum geht es nicht.

Natürlich ist er ein Unterschied Islam /Islamismus.

Sicher wird auch jeder wissen dass Pädophilie nicht ein Bestandteil der katholischen Glaubenslehre ist.

Gegen das Christentum zu sein, speziell gegen Katholiken, und ich habe wirklich schon öfter gehört man wolle diesen "Pädophilenverein" nicht unterstützen, was ja auch jedem unbenommen ist, das ist gesellschaftlich anerkannt und akzeptiert.

Niemand bezeichnet jemanden als rechte weil er die katholische Kirche ablehnt.

Hier war mal eine Diskussion über einen katholischen Priester, ein hohes Tier. Der outete sich öffentlich (Respekt) wurde dafür entlassen.

Große Empörung. Die böse Kirche, gut dass er den Mut hatte u.snw.Hier im Forum.

Im Islam bzw in islamischen Ländern steht Homosexualitat unter Todesstrafe. Im Iran, Irak, Saudi Arabien, Jemen, Afghanistan und in afrikanischen Staaten werden Homisexuelle hingerichtet.

Das findet wohl auch niemand gut. Es ist dann abet öfter die Rede von "über den Tellerrand schauen" u.s.w.

Verstehst Du?

Deswegen wird die Religion nicht verurteilt und es wird betont es habe nichts mit dem Glauben zu tun.

Aber Pädophilie hat mit dem Katholizismus zu tun.

Warum machst man da in Puncto Toleranz so riesige Unterschiede?

Ich habe das zum Teil wirklich so erlebt. Sich unter linken gutbürgerlichen Leuten als Gläubiger Katholik zu outen, da wird man schief angesehen und muss sich Tiraden über das Mittelalter und, vor Kurzem erst gehört bei Freunden "Sauhaufen" anhören.

Ganze normal. Dürfte man bei Muslimen definitiv nicht machen. (würde ich persönlich auch nicht wollen) ist gesellschaftlich voll akzeptiert. Niemand regt sich darüber auf.

Warum?

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Re: Warum

Antwort von stjerne am 15.06.2017, 18:40 Uhr

Ich habe mal eine Zeit lang bei der Kirche gearbeitet und da wurde mir von einer Freundin geraten, dass ich so etwas Peinliches doch besser verschweigen sollte.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 18:47 Uhr

Genau das meine ich. Und das sind dann oft die selben Leute, die wahnsinnig Verständnis für Muslime haben. Und das würde ich gerne verstehen.

Ich verstehe es nicht.

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Re: Warum

Antwort von stjerne am 15.06.2017, 18:48 Uhr

Aber das ist doch der Punkt. Wenn Du bei Katholiken verallgemeinerst, ist das völlig okay und stört niemanden. Das darf auch gerne boshaft und beleidigend werden, da bist Du auf der sicheren Seite.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 18:51 Uhr

Dann möchte ich dass die Leute, die die katholische Kirche als Pädophilenverein bezeichnen, auch als rechts gelten.

Oder Leute, die sagen sie könnten es nicht begreifen wie man sowas unterstützt..

Oder Leute, die sich öffentlich darüber beklagen dass in der katholischen Kirche Frauen keine Priester sein dürfen.

Die sind auch rechts.

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Re: Warum

Antwort von Danyshope am 15.06.2017, 18:52 Uhr

Nö, eben nicht. Das darf man eben bei niemanden. Zu sagen alle katholischen Pfarrer sind Pädos ist genauso verachtenswert wie zu sagen, alle Männer aus dem Islam verprügeln ihre Frauen. Oder zu behaupten, bei Blondinen ist der IQ unter 1, männliche Friseure sind schwul oder alle Feuerwehrmänner in Wirklichkeit Pyromanen.

Verallgemeinerungen sind grundsätzlich falsch und nix auf das man stolz sein sollte.

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Re: Warum

Antwort von stjerne am 15.06.2017, 18:55 Uhr

Ja, natürlich SOLLTE das so sein. Aber es wird vollkommen anders gehandhabt. Ist Dir das echt noch nicht aufgefallen?

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Empfehle Paul Spiegel "Was ist koscher"

Antwort von emilie.d. am 15.06.2017, 19:04 Uhr

Der widmet dem Thema ein ganzes Kapitel. Es ist völlig ok, zu sagen, ich kann emilie.d. nicht ausstehen, die schreibt hier nur Scheiß. Aber es ist nicht ok zu sagen "Typisch katholisch, diese emilie.d., schreibt nur erzkonservativen Scheiß." Verstehst Du den Unterschied?

Über eine Institution kann man sich ebenfalls abwertend äußern. "Der Kirche geht es nur um Geld." halte ich für sachlich falsch, aber ist keine Aussage, die einzelne Menschen beleidigt oder diffamiert.

Im übrigen würde ich sagen, dass man als Moslem in Deutschland viel mehr mit Vorurteilen und Beleidigungen zu tun bekommt als als Katholik.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 19:07 Uhr

Ich habe mal in einen Geburtstagrunde erzählt dass ich öfter in die Kirche gehe.

Betretenes Schweigen. Alle sahen mich an "Du?!?"

Dann kamen hundert Erzählungen darüber, weshalb man aus der Kirche ausgetreten ist und was man von diesem "Verein" hält.

Aus irgendeinem Grund wird die Kirche immer "Verein" genannt.

Daran stört sich niemand.

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Re: Warum

Antwort von Danyshope am 15.06.2017, 19:08 Uhr

Doch ist mir aufgefallen. Muss man es deshalb aber gut finden und ins gleiche Horn blasen?

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Hä?

Antwort von stjerne am 15.06.2017, 19:11 Uhr

Das tu ich doch gar nicht.

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Re: Warum

Antwort von Danyshope am 15.06.2017, 19:18 Uhr

Würde ich drüber stehen. Ich kenne glücklicherweise nur wenig Menschen die ein Problem mit der Religion eines anderen haben. Wenn, dann sind das in der Regel wirklich Leute welche meinen eben ein Moslem sei wie der andere. Solch eine Hetzte gegen Moslems kenne ich eigentlich nur aus zwei Quellen - hier im aktuell. Und in einer kleinen Gruppe von Leuten welche ihren Ursprung aus Russland/Ex-DDR haben. In diesen beiden Bereichen treffe ich solche Ansichten vermehrt. Deshalb sage ich aber im Gegenzug nicht, alle Ex-DDRer und Spätaussiedler sind Rechte oder Nazi´s. Krasserweise sind das eben auch die welche gegen die christlichen Kirchen ziehen - wenn auch nicht in de Umfang wie du es eben schilderst.

Mag auch daran liegen das wir hie viele gut integrierte Moslems haben, die das meistens alles recht locker sehen. Und wo dann eben auch das Umfeld mitbekommt, es geht eben doch anders als das Bild was aktuell oft stark einseitig verteilt wird. Hier gehen Moslems genauso in den katholischen Kindergarten, wie eben Christen sich auch mal eine Moschee anschauen. Oder eben mal zu besonderen Dingen wie Hochzeit, Ramadan usw eingeladen werden. Es findet also wo einen "Kulturaustausch" statt. Hier kann man im übrigen auch mal über die verschiedenen Religionen diskutieren - ohne das man gleich Staatsfeind Nr1 wird.

All das mag auch der Grund sein warum ich wenig Probleme mit der Panikmacherei habe - weil ich eben tagtäglich sehe, es geht auch anders.

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Re: Empfehle Paul Spiegel "Was ist koscher"

Antwort von Danyshope am 15.06.2017, 19:20 Uhr

Genau das meine ich eben.

Aber viele haben ja schon ein Problem mit dem Satz: Ich sehe deinen Ansicht als dumm an und meinen man hätte sie direkt als dumm betitelt. E scheint heutzutage in den Schulen unmöglich zu sein diese Begrifflichkeiten den Leuten verständlich zu machen. Das eine ist eben eine Meinung zu einem Umstand, das andere beleidigt jemanden persönlich. Völlig verschiedene Paar Schuhe.

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Re: Empfehle Paul Spiegel "Was ist koscher"

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 19:39 Uhr

Weiter unten wurde es als eine Entgleisung angesehen dass der Veranstalter von Rock am Ring gesagt hat er erwarte dass Muslime gegen den Terror auf die Straße gehen. Zur Erinnerung, es gab in den letzten Monaten mehrere Terroranschläge,und Terroristen, die den Gott, den auch die normalen Muslime verehren, als Legitimation benutzten. Für Mord, Folter.

Ist das ein persönlicher Angriff gewesen? Dass man sich wünscht aus den "eigenen Reihen" würden sich mal die Leute dagegen wehren.? Es wurde so gewertet
Er wurde dafür stark kritisiert.

Ich sehe das nicht als persönlichen Angriff.

Ich weiß was ihr meint und ich gebe euch da recht.

Es werden aber eben nicht nur persönliche Angriffe kritisiert..Es wird kritisiert dass man überhaupt etwas kritisiert.

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Re: Warum

Antwort von kaktuuss am 15.06.2017, 20:09 Uhr

Neulich war in der Straßenbahn ein Mann mit einem T-Shirt auf dem ziemlich spöttisch mit Jesus abgerechnet wurde. Kein Mensch mit klarem Verstand würde sich das mit Mohammed trauen. Ich glaube schon dass das auch eine Rolle spielt. Bei den christlichen Religionen kann man sich einfach auch mehr Kritik erlauben ohne um sein Leben zu fürchten.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 15.06.2017, 20:18 Uhr

Der würde gelyncht werden. Das wäre lebensgefährlich.

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Re: Warum

Antwort von emilie.d. am 15.06.2017, 21:01 Uhr

Weil ein Gutteil der Christen hierzulande säkular ist und sich dementsprechend von solchen T-Shirts nicht provoziert fühlt. Oder nicht gewaltbereit ist.
Bei den entsprechenden gewaltbereiten Gruppen reicht es schon, einfach zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Da muss man nicht den Propheten beleidigen, da reicht es, falsch zu gucken.
Gilt umgekehrt ja für Schwarze und z.B. Pakistaner auch. Es gibt Gegenden, wo es für die nachts auf der Straße nicht sicher ist.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 0:06 Uhr

Es gab einmal ein sehr übles Titanic Cover. Ich will es jetzt nicht wiedergeben, war absolut eklig, betraf den Papst Johannes Paul II und Jesus.

Ist mir als Christ und Katholik sehr an die Nieren gegangen. Wirklich. Aber den Tod wünschte und wünsche ich denen, die das fabriziert haben nicht.

Verletzend empfand ich es.

Einen Mord rechtfertigt es trotzdem nicht. Sehen andere, sehr viele sogar, wohl anders.

Es gab doch mal eine riesige Demonstrationswelle in islamischen Ländern als dänische Karikaturisten Karikaturen zeichneten. Richtig gewalttätige Demos. Die Zeichner standen unter Personenschutz. Es wurden Schaufenster eingeschlagen. Es wurden Menschen (die überhaupt nichts damit zu tun hatten) verletzt. Erinnert sich jemand daran? Ich weiß noch dass ich die Nachrichten schaute und dachte "was sind das für Vollidioten, rennen zu Tausenden auf die Straßen und schlagen Dinge kaputt weil in Dänemark Leute dämliche Sachen gezeichnet haben"

Das habe ich gedacht und ja, mein Respekt vor solchen Individuen hält sich ganz massiv in Grenzen.

Wenn man das liest und in die Gegenwart übersetzt und dann überlegt wieviele Demos es gegen den Is gab.....


Aber gut. Das kann und darf man ja nicht fordern.

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Schlechtes Beispiel

Antwort von LiLiMa am 16.06.2017, 0:21 Uhr

Bei den Onkelz ist das "Nazi- und Rassistengeschrei" auch so groß ;)

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Echt?

Antwort von LiLiMa am 16.06.2017, 0:24 Uhr

Das hat dich persönlich getroffen?
Ich kann mich da irgendwie so gar nicht reinversetzen...

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Re: Warum

Antwort von Alba am 16.06.2017, 7:39 Uhr

Es ist eine Frage der Machtverteilung innerhalb einer Gesellschaft. Christentum ist in der westlichen Welt der dominierende (derzeit) Glaube und die Kirchen habe Privilegien die ihnen vom Staat gewaehrt werden, von der Kirchensteuer, christlichen Feiertagen bis zu Ausnahmen in Antidiskriminierungsgesezten (Arbeitsrecht hauptsaechlich) waehrend Muslime (und andere religoese Gruppen) meist Einwanderer sind, in der Minderheit, oft sozial schwaecher als der durchschnittliche deutsche Christ, in der Mehrheit eine andere Ethnizitaet.Es wird als ok empfunden die dominierende Glaubensrichtung zu kritiseren, die ja oft auch fuer Atheisten, der eigene kulturelle Hintergrund ist, aber nicht einen fremden.

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Re: Echt?

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 7:45 Uhr

Siehst Du. Da kann man sich dann nicht hinein versetzen während bei anderen die political correctnes absolut hoch gehalten wird und man sehr viel Verständnis aufbringt, wenn da Gefühle verletzt werden. Oder wenn man denkt er könnten evtl welche verletzt werden.

Danke, Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Thats it.

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Re: Echt?

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 8:05 Uhr

Aber gut, ich sehe ein. Der Grund weshalb man sich über den christlichen Glauben lustig machen darf, über den Islam aber nicht, liegt natürlich daran, dass man letzteres nicht überleben würde.

Die political correctnes ist erzwungen. Es bleibt den Satitikern nichts anderes übrig.

Deshalb finde ich es gut dass man soetwas mit Jesus und Co kann und darf.. Es ist zwar für Gläubige doof, gehört abet zur Satire dazu, es ist wichtig dass es das gibt und ich lese dennoch die Titanic sehr gerne.

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Ich bin da eher bei Alba

Antwort von stjerne am 16.06.2017, 8:21 Uhr

Es stimmt natürlich, dass Witze über den Islam im Islam viel höhere und fatalere Wellen schlagen, aber ich glaube, dass die meisten Leute, die sich solche Witze verkneifen das nicht aus Angst vor Konsequenzen tun, sondern wirklich gar nicht das Bedürfnis haben.

Hier haben sich die Verhältnisse schon ziemlich gewandelt, die Menschen treten reihenweise aus der Kirche aus, die Politik ist offen kirchenfeindlich, vielfach ist man hier in der Minderheit, aber das hindert die traditionelle Sicht überhaupt nicht.

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Re: Schlechtes Beispiel

Antwort von Danyshope am 16.06.2017, 9:18 Uhr


Bei den Wurzeln nicht verwunderlich. da könne die heute ihr Fähnchen schwenken wie sie wollen.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 9:40 Uhr

Das stimmt.Allerdings gilt auch das nur für das Christentum. Denn wenn der Islam der dominierende Glaube ist, dann hat es sich mit Kritik auch erledigt.

Deswegen bin ich froh dass es das Christentum ist, welches dominiert, über welches man Witze machen und welches man kritisieren darf.

Das heißt wiederum dass der Islam nie kritisiert werden darf. Nicht als Minderheit, weil er dann ja eine Minderheitsreligion ist, und auch nicht als
dominierende Religion, weil das dann unter Strafe steht.

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Re: Warum

Antwort von Alba am 16.06.2017, 9:46 Uhr

"Deswegen bin ich froh dass es das Christentum ist, welches dominiert, über welches man Witze machen und welches man kritisieren darf."

^^^ This, absolutely.

Ich weiss Du nimmst es sehr persoenlich wenn die christlichen Kirchen kritisiert werden, aber es ist wirklich eine gute Sache, dass wird das koennen, die Alternative waere sehr viel schlimmer.

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Re: Warum

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 10:04 Uhr

Verstehe mich nicht falsch. Ich finde das auch wichtig. Und ich liebe die Titanic. Trotzdem fand ich die Satire damals schlimm. Ich will aber nicht dass sowas verboten wird, denn das ist mein Problem wenn mir das was ausmacht.

Ich kann aber meine Meinung sagen dass ich solche Art der Satire halt nicht mag.

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Ich stimme dir grundsätzlich zu, Alba, aber ich denke, dass Bobby

Antwort von Leewja am 16.06.2017, 10:04 Uhr

und ich zum Beispiel beide deutliche und aktive Kritiker der Kirchen sind. Ich glaube allerdings auch dass wir beide den christlichen oder christlich geprägt and glauben sehr von den Kirchen als Institution der macht trennen können. Und vor einigen wollen! Und uns beiden, wie auch anderen hier, ist es schon in diesem Forum hier in den vergangenen Jahren passiert, dass der Glaube an sich verunglimpft wird und dass ich darüber lustig gemacht wird und dass gesagt wird „wie kannst du bloß an einen weiß dortigen man auf einer Wolke glauben“ (was ich nicht tue). Das ist eine komplett andere Geschichte als die Kirche, sowohl historisch wie aktuell komplett auseinander zu nehmen, auf links zu drehen, zu kritisieren, ihre Missstände aufzudecken etc.
Diese sehr persönlichen herablassenden Bemerkungen würden aber tatsächlich gegenüber einer gläubigen Muslima meiner Meinung nach nicht gemacht. Da wird vielleicht gefragt, warum nun eigentlich Kopftuch getragen wird oder Ähnliches, grundsätzlich herrscht aber ein großer Respekt und eine sehr große Zurückhaltung in Bezug auf Kritik an der Religion an sich. Obwohl man doch auch diese in ihren Machtstrukturen ausgesprochen heftig kritisieren könnte. Wie man ist ja bei fast allen Einrichtungen oder Institutionen kann.
Und das kommt eben grundsätzlich von Menschen, die selber nicht gläubig, aber in diesem christlich geprägt and, freiheitlich und demokratisch geprägt and Land und Hintergrund aufgewachsen sind. Schon die Ex DDR User benehmen sich da irgendwie anders. Zwar äußern manche mildes Unverständnis oder berichten, dass auch komplett ohne religiösen Hintergrund ein "christliches" verhalten als normal gesehen wird, nur dass es eben aus komplett anderen Beweggründen stammt. Die beißenden Spott Bemerkungen kommen von dort allerdings eher nicht.

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Re: Warum

Antwort von Shanalou am 16.06.2017, 10:05 Uhr

Irgendwie scheint mir, dass ich in einem anderen Land lebe. Hier macht sich niemand über das Christentum lustig, sondern kritisiert es moderat. Der Islam wird dagegen von vielen Christen kritisiert. Ich kritisiere ihn übrigens auch, vor allem in seiner fundamentalistischen Form. Ich kenne aber keine Muslime, die das Christentum kritisieren. Für mich persönlich gilt folgende Regel: Alles was fundamentalistisch ist kann ich mit gutem Gewissen kritisieren und mich auch lustig machen. Eine liberale Interpretation eines Glaubens ist für mich immer akzeptabel.
Zu dem Pädophilenvorwurf in der katholischen Kirche. Da ist das Zölibat bei Priestern, Mönchen und Nonnen nun mal für viele schon verdächtig. Und die meisten Menschen halten eben ein künstliches beschränken der Sexualität nicht für sonderlich sinnvoll.

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Das empfinde ich anders.

Antwort von Petra28 am 16.06.2017, 10:25 Uhr

Ich kann dir als Atheistin versichern, dass ich jeglichen Glauben an einen Gott als etwas seltsam empfinde und das bezieht sich ausdrücklich auf alle Religionen. Das heißt aber nicht, dass ich dich seltsam finde und ich verstehe auch, dass der Glaube an eine höhere Macht einem gut tun kann. Solange es mein Leben nicht beeinträchtigt - und ich sage mal einschränkend: über die Gebühr beeinträchtigt, denn Glockengeläut kann manchmal zwar nervig sein, aber das gehört zum Leben dazu - kann doch jeder glauben, was er oder sie möchte.

Ich darf dich auch erinnern, dass es hier eine heftige Diskussion zum Thema Beschneidung gab und die Muslima, die ihre Sicht verteidigte, nicht mit Samthandschuhen angefasst wurde.

Und ich als Atheistin wurde sicher auch nicht mit Samthandschuhen angefasst, häufig las ich schon Beiträge des Inhalts, wie bemitleidenswert mein Leben doch wäre, so ohne Glaube.

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Re: Ich stimme dir grundsätzlich zu, Alba, aber ich denke, dass Bobby

Antwort von Alba am 16.06.2017, 10:32 Uhr

Ich weiss, ich kann schon auch fiese Bermerkungen gegen Glaeubige sehen, ich sage nicht, dass das nicht passiert. In Diskussionen warum jemand glaubt oder nicht ist es allerdings fast unmoeglich niemals etwas zu sagen, dass der andere nicht zumindestens als leichte Beleidung auffassen kann. Eine Diskussion um Glaube oder nicht geht nunmal an den Kern dessen was eine Person ausmacht. Fuer jede doofe Bemerkung gegen Glaeubige gibt es auch welche die den Atheisten jede Moral absprechen (nicht von Dir oder Bobby) oder, dass sie dann doch in der Kirche heiraten oder die christlichen Feiertage feiern oder sonstige Verlogenheiten begehen [shrug]. Keine Seite is hier bluetenrein.

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Bitte?

Antwort von LiLiMa am 16.06.2017, 13:38 Uhr

Political Correctness? Ich habe schon mehrfach vorgeschlagen einen Einbürgerungstest einzuführen, bei dem man vor dem Betreffenden einen Koran anzündet. Wenn er damit leben kann darf er rein...
Also du sprichst da echt die Falsche an.

Das war ne total ernst gemeinte Frage. Ich bin gläubig. Und ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie einen sowas persönlich treffen kann. Und zwar bei Muslimen genausowenig.

Ich finde man darf sich absolut über Religion satirisch lustig machen. Über jede.
Und wer das nicht akzeptieren kann, gehört für mich nicht in eine freiheitliche Gesellschaft.

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Re: Bitte?

Antwort von Bobby Mc Gee am 16.06.2017, 18:55 Uhr

Ich habe das auch überhaupt nicht böse gemeint. Aber Du hast mm nach die Grundproblematik gut dargestellt :bei Christen ist das so, dass man sich das überhaupt nicht vorstellen kann, weil es irgendwie normal ist, dass man da Witze reißt und die Religion kritisiert und irgendwie verlacht. beim Islam ist das etwas anderes.

Dieser Unterschied ist einfach da. Ich nehme dir das Gar nicht krumm, dass Du dir das nicht vorstellen kannst. Es kann sich halt kaum jemand vorstellen. Ist ja auch in Ordnung. Ich ärgere mich über solche Witze, und dann ist gut und das Magazin lese ich trotzdem immer noch gerne, das will ich jetzt gar nicht so aufbauschen.

Es ist einfach gesellschaftlich normal.
Bei Muslimen macht man das nicht. Wohl auch aus Angst. Früher wurden ja Witze gemacht, heute macht das niemand mehr, der bei klarem Verstand ist.

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