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Geschrieben von rabe71 am 16.09.2018, 12:17 Uhr

Pflegeheim

Hallo,
mich interessieren mal eure Meinungen zum Thema Pflegeheim.
Würdet ihr immer versuchen,einen pflegebedürftigen nach Hause zu holen und mit Hilfe der Sozialstation o.ä. zu Hause zu versorgen?
Denkt ihr,dass das immer die bessere Lösung ist?
Ich komme gerade ins Grübeln,weil in unsere Familie der Fall eingetreten ist,dass ein Pflegebedürftiger entweder zu Hause oder im Heim(wo er im Moment vorübergehend ist)gepflegt wird. Und ich stelle mir echt die Frage,ob es für ihn da nicht besser ist? Er geht zum Singkreis,zur Seniorengymnastik,Gottesdienst,Speiseraum...
Nach Hause kann er liegend transportiert werden,sie wohnen etwas abgelegen, ich denke nicht,dass er dann mit dem Auto transportier werden kann!
Aber vielleicht findet er es trotzdem einfach schöner zu Hause?

 
48 Antworten:

Re: Pflegeheim

Antwort von wolke76 am 16.09.2018, 12:22 Uhr

Was die "bessere" Lösung ist, kann niemand und schon gar nicht pauschal sagen.

Es hängt immer davon ab, wo sich der Pflegebedürftige am wohlsten fühlt UND was die Angehörigen zu leisten in der Lage sind und wozu sie bereit sind.

Ein Pflegeheim kann durchaus eine gute Lösung sein. Genausogut kann die Pflege zu Hause "das Richtige" sein.

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Re: Pflegeheim

Antwort von lilke am 16.09.2018, 12:29 Uhr

Das kommt für mich auf die Beziehung zur zu pflegenden Person an.

Meine Mutter hat sich bei ihren Eltern immer für das Heim entschieden, sobald eine tägliche Pflege Personal notwendig wurde. Würde ich genauso machen. Und meine Mutter würde auch nichts anderes wollen zB.

Mein Schwiegervater hat seine Frau Zuhause gepflegt. Er ist aber Arzt gewesen und konnte letztendlich alles selbst machen. Er hatte dann eine Hilfe für den Haushalt über die Pflege, denn DA bräuchte er eher Hilfe.

Meinen Mann oder meine Kinder würde ich auch versuchen so lange es möglich ist, Zuhause zu pflegen. Bei meinen Eltern oder Schwiegereltern würde ich im Haushalt unterstützen so lange es geht, aber wenn permanente Betreuung notwendig wäre, würde ich das in professionelles Hände geben.

LG Lilly

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Re: Pflegeheim

Antwort von rabe71 am 16.09.2018, 12:32 Uhr

Hallo,
die Angehörigen möchten ihn gerne zu Hause pflegen.Weiß nicht,ob sie das gut schaffen.
Aber abgesehen davon fallen halt viele „Anreize“ zu Hause weg,darum ging es mir. Ob er eventuell im Pflegeheim mehr „Abwechslung „ hat und deshalb vielleicht etwas fitter (soweit man das sagen kann) bleibt...

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Re: Pflegeheim

Antwort von Leena am 16.09.2018, 12:33 Uhr

Wir haben das Thema akut gerade bei meiner Mutter. Im Moment will sie um jeden Preis zu Hause sein, also haben wir sie nach Hause gebracht, es kommt täglich zweimal der Pflegedienst und von uns ist auch praktisch jeden Tag jemand da, wenn es möglich ist. Langfristig ist es vermutlich keine Lösung, zumal wir auch nicht direkt um die Ecke wohnen, sondern schon jedes Mal knapp 2 Stunden (hin und zurück) unterwegs sind. Die Kapazität, die für dauerhaft zu Hause nötig wäre, haben wir nicht. Aber noch hoffe ich, sie merkt irgendwann, dass es eben nicht mehr geht, bevor wir sie zwangsweise in einem Heim unterbringen müssen. Vielleicht ist die Hoffnung illusorisch - abwarten...

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Re: Pflegeheim

Antwort von iriselle am 16.09.2018, 12:37 Uhr

Das kann man pauschal nicht beantworten...
Generell denke ich dass die meisten lieber zu Hause sein würden, aber wie du schon schreibst spielen viele andere Faktoren eine Rolle.
Ich bin selbst Pflegerin in einem recht großen ( 140 Bewohner ) Heim und viele sind schon Jahre bei uns und fühlen sich sehr wohl. Manche sind erst bei uns noch richtig aufgelebt. Allerdings wird es schwieriger mit steigender Pflegebedürfigkeit oder mit schwerer Krankheit, wenn dann die Teilnahme am Heimleben immer eingeschränkter wird.
Bei Menschen mit Demenz wird es letztlich immer schwieriger sie zu Hause zu versorgen, da kann ein Heim wirklich eine große Hilfe sein.
Letztlich könnt ihr doch einfach versuchen ihn zu Hause zu versorgen, wird es für alle zu schwer oder belastend, kann man noch immer nach einer anderen Lösung suchen.
Meine Eltern sind beide noch fit, aber im Fall der Fälle würde ich auch versuchen sie so lange wie es geht im häuslichen Umfeld zu lassen. Allerdings würde ich sie nie zu mir nach Hause nehmen.
VG

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Re: Pflegeheim

Antwort von wolke76 am 16.09.2018, 12:38 Uhr

Verstehe deinen Gedankengang.

Wenn die Angehörigen ihn zu Hause pflegen möchten, dann ist das ja schonmal eine gute Grundlage für eine häusliche Pflege, ggf. mit Unterstützung durch Pflegedienst usw. Aber vielleicht möchte der Mann das gar nicht, sowas kommt ja durchaus vor. Da würde ich ansetzen und erstmal in Erfahrung bringen, wie sich der alte Herr das ganze vorstellt.

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Re: Pflegeheim

Antwort von kanja am 16.09.2018, 12:43 Uhr

Das kommt darauf an.

Ich bin Einzelkind, meine Eltern sind beide 81 und wohnen um die Ecke. Das Problem kommt also unaufhaltsam auf mich zu.

Ich weiß, dass ich es weder physisch noch psychisch schaffen werde, sie zuhause zu pflegen.

Einkaufen, Wäsche waschen etc ist kein Thema, aber tatsächliche Pflege kann ich nicht leisten. Wenn es also mit Pflegedienst nicht mehr geht irgendwann, ist klar, wie es weiter geht.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Benedikte am 16.09.2018, 12:44 Uhr

ganz schwieriges Thema

mein Mutter ist zunehmend dement und will keinesfalls in ein Heim

sie wohnt mit meinem Bruder zusammen, der sie versorgt, meine Schwetser und kommt einmal wöchentlich vorbei und regelt Finanzen , Garten, Verwaltung

ich winke aus der Ferne und habe nichts zu melden

Wir Kinder haben da verschiedene Vorstellungen. Hier ist sie viel allein wenn mein Bruder arbeitet, der Haushalt säuft öfter ab.Ich finde Heim nicht schlecht weil da rundum auf die geachtet würde- und sie all das hätte, was Du aufzählst, Singkreis, regelmäßige gesunde Mahlzeiten, Ansprache, Versorgung. Aber- sie will nicht, sie will das an Freiheit, was sie hat,ausnutzen bis zum Ende. Geniesst mit Zigarette und Sekt den Vormittag, den Nachmittag und den abend bspw- das ginge niht im Heim. Und bei aller demenz ist ihr Wille da klar.

Für meine Geschwister ist die Situation auch iO. Natürlich nicht optimal, aber besser als Heim. Man muss sich auch klar sein, dass meine Mutter mit einem Einkommen von rund 3500 Euro netto und abbezahltem Haus zuhasue wunderbar leben kann, selbst wenn sie mal mit einem Pflegedient einverstanden sein wird. Im Heim-in einem guten, eben mit etwas Anspruch, Einzelzimmer en suite usw-kommst Du damit nicht hin. Dann müßte Vemögen verflüssigt werden. Muss man auch sehen.

Von daher, ich denke, dass es immer von der Situation abhängig ist, wie pflegebedürftig jemand ist und ob es denn jemand gibt, der die Pflege übernimmt und vor allem, was der Pflegebedürftige will. Und Entscheidung sollte zwischen Pflegebedürftigem und Pflegendem getroffen werden.

FRage an Dich- was bedeutet: in Eurer Familie? Wie nah bist Du dran? Elternteil? Wenns "nur "Tanten, Onkels usw sind, Du nicht pflegen sollst- sei zurückhaltend.

Benedikte

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Re: Pflegeheim

Antwort von DK-Ursel am 16.09.2018, 12:57 Uhr

Hej!

Das haben wir gerade durch und ich kann nur sagen:
Wenn das Heim gut ist, ist es ein Gewinn für alle.
Unsere Verwandte (97!!!) hat bisher allein gelebt und kam mit unserer Hilfe beim Einkaufen, Arztbesuchen etc. mehr schlecht als recht zurecht.
Aber täglich dort sein, täglich Anspreachpartner sein m, dabeiauch ncoh putzen und undund - dafür hatten wir eben nicht die Zeit.
Sie hat sich auch lange geweigert umzuziehen, was ich gut bverstand, vor allem,wei lfürsie wichtig war und ist, keinem zur Last zu fallen und so unanhängig wie möglich zu sein.
ABER:
Obwohl sie eigentlich nieso der absolut soziale Typ waer, derdauernd unter menschen wollte und mußte - eher im gegenteil, blüht sie inzwischen förmlich auf:
Sie bekommt regeömäßig zu essen (und auchw ennsie behauptet, keinen Appetit zu haben, passen die Hosen schon nicht mehr, die vorher langsam schlotterten), sie schläft und wacht zu regelmäßgeren Zeiten; und wie Du schn im AO erwähnst:
Sie kann mir zu Ausflügen, Singabenden, gemeinschaftlichem Essen (wenn sie möchte) etc.
Das hat nun endlich auch ihr Interesse und Verständnis dafür geweckt, daß sie einen Hörapparat und eine neue Brille braucht.- sonst ist eben die Kommunikation mit den anderen, die altersbedingt auch schlecht hören und sehen und nicht mehr virel schreien können, eingegrenzt.
Kurz - ich habe diese Tante lange nicht mehr so vergnügt und aufgeräumt (das beste Wortdafür) erlebt wie in den letzten 2 Monaten, die sie jetzt dort lebt - und es kann nur noch besser werden!

Gleichzeitig qweriß ich,daß ich der ungeduldigste Mensch wäre, wenn ich tagaus-tagein mit ihr zusammen hätte leben müssen und alles wiederholen, erklären, ... müßte.
Schon ein Besuch beim Hörapparatspezualisten, wo sie dann dazwischenfunkte und oft wegenGehör, aber auch mangels Verständnisses für modernere Dinge unwichtieg Dinge erfragte, nichtzuhörte, wenn Wichtiges erklärt wurde und immer wieder dieselben Dinge neu erklärt bekommen mußte, hat mich an meine Grenzen gebracht.
Da finde ich es deutlich besser, so entlastet zu sein und ihr besuchsweise (und wir sind so oft wie möglich dort, anfangs wochenlang täglich ca. 2 Std.) zu begegnen, so daß wir uns dann auch jeder in Seins zurückziehen können, wenn es genug ist.

Wo noch mehr Gefühle mitspielen als bei mir und dieser Verwandten meines Mannes kan nes noch schwieriger werden, .da ist es gut, pflege und die täglichen Dinge in professionelle Hände zu geben und Ansprechpartner nud Hilfe und eben angenehmer Besuch = Abwechslung aus dem Heimalltag zu sein.

Nie im Leben möchte ich im Alter übrigens bei einer meiner Töchter wohnen!!!
Gerade weil mir an unserem guten Verhältnis liegt.

Gruß Ursel, DK

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Nachtrag:

Antwort von DK-Ursel am 16.09.2018, 13:04 Uhr

Für diese Verwandte tut es mir leid, daß wir sie eigentlich sogar sehr lange in ihrem Wunsch, zuhause bleiben zu drüfen, unterstützt haben --- sie hätte vor Jahren noch viel mehr daraus machen können, denn eingesperrt ist sie ja nicht. Jedrnfalls nicht mehr, als sie es in ihrem abgelegenen Haus durch ihre inzwischen stark gewordene Gehbehinderung war.

Und wenn ich jetzt ihr Haus, das wir verkaufen anschaue, ausräume und demnächst mit anderen Verwandten putze, dann sehe ich, daß vieles doch versiffter ist als ich es gedacht habe, viele Dnige, an denen sie sicher einmal hing, jahrelang nicht mehr hervorgeholt (und daher sicher weitgehend vergessen) wurden und daß es ihr einfach nicht gut so ging, obwohl es ihr eigener Wunsch war.

Traurig macht mich,daß ich genau dasselbe Drama jetzt mit einer meiner Verwandten weit weg erlebe, die nach dem Tod des Mannes (und die Pflege vorher) sehr vereinsamt ist und dies inzwischen sogar selbst einsieht - aber absolut auch nicht weg will, wo sie jahrzehntelang - mit ihm - gelebt hat.
Daß sie,die immer kontakfreudig war, in enem Heim oder einer betreuen Whg. weitaus schneller neue Kontakte fände als in ihrer jetzigen Bleibe, versteht sie nicht - das sehe ich auch erst jetzt, wo ich es hier mit der anderen Verwandten erlebe.
Es ist schon traurig, wenn ein Arztbesuch alel sozialen Kontaket ersetzt und deshalb weniger aus medizinischer Notwendigkeit als aus Einsamekit öfter nud öfter wahrgenommenwird und sichalles Denken nur noch um Krankheiten dreht.

gerade neulich kam ein Beitrag, daß mit dem Sich-Selbst-Überlassen-Sein auch eine Trägheit des Geistes einhergeht - man hat keine Ansprache mehr, man hat keine geistige Herausforderung mehr - das schläfert jeden Geist ein --- und was für demente Menschen Gift ist, ist es erst recht für geistig rege Menschen.

Gru ßUrsel, DK

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Re: Pflegeheim

Antwort von Julie am 16.09.2018, 13:17 Uhr

Das kommt auf viele Faktoren an.
Was möchte der Pflegebedürftige, wie viel Pflege ist nötig, können die Angehörigen die Pflege adäquat sicherstellen, ohne sich zu überfordern (durch Einkommensverzicht, Mangel an Freizeit und Schlaf etc.), ist die Wohnung bedürfnisgerecht ausgestattet usw.
Kann man pauschal gar nicht beantworten.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Miamo am 16.09.2018, 13:22 Uhr

Meine Mama leidet unter der fortgeschrittener Demenz und lebt einsam zu Hause. Morgens und abends kommt der Pflegedienst, das Mittagessen wird geliefert.

Ich versuche schon lange sie aufgrund der fehlenden Sozialkontakte zu einem Seniorenheim zu überreden, aber sie will nicht.

Eine sehr schwierige Situation.

Ich denke, dass muss sehr individuell betrachtet werden.

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Re: Pflegeheim

Antwort von linghoppe. am 16.09.2018, 13:26 Uhr

da es Tägliche Angebote gibt, wie Singkreis und Gymnatic ist das schon
mal etwas gutes. Daheim kannst du Ihm das nicht bieten. in Seniroenheim wo ich arbeite gibt es Täglich einige Angebote. Bingo Kegeln Sngen Gottesdienst
dann Herbstabend mit Grillen 3x im Jahr. Herrenstammtisch gibt es auch.
da wir dann mit Holt gerabeitet oder nur karten gespielt.
Zur Zeit schreinern sie einen Briefkasten, für Anregungen oder Jammern Loben etc

Er hat Tag und Nacht Betreuung..

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Re: Pflegeheim

Antwort von Tai am 16.09.2018, 13:30 Uhr

Es spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle, als dass man das allgemeingültig sagen könnte.

Wie pflegebedürftig ist die Person? Sind die Verwandten bereit und in der Lage, das jeden Tag (und Nacht) zu leisten?
Es ist oft auf Dauer eine ungeheure Belastung für die Angehörigen.

Kann der Pflegedienst mit der halben Stunde am Tag die Familie entlasten? Findet man überhaupt einen Pflegedienst? Hier sind wohl nahezu alle Pflegedienste absolut voll und können keine neuen Patienten aufnehmen.

Wenn die Pflege zuhause stattfindet, gibt es die Möglichkeit der Tagespflege, das heißt der Patient wird mehrmals die Woche abgeholt und tagsüber in einer Einrichtung betreut, eben auch mit sozialen Kontakten und Freizeitangeboten.
Das geht wahrscheinlich auch als Liegendtransport, wobei ich nicht verstehe, warum er das braucht, wenn er im Heim zu den Angeboten gehen kann.

Es hat beides Vor- und Nachteile.

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Vorsorgevollmacht ?

Antwort von iriselle am 16.09.2018, 13:51 Uhr

Hat deine Mutter eine Vorsorgevollmacht gemacht ? Ich denke , dass sie nicht geschäftsfähig ist, irgendwann wird eine Entscheidung getroffen werden müssen. Mit Demenz kann man in der Regel irgendwann nicht mehr allein zu Hause leben, auch ein Pflegedienst reicht dann nicht mehr.
Wer vertritt denn ihre Interessen ?

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Re: Vorsorgevollmacht ?

Antwort von Miamo am 16.09.2018, 13:57 Uhr

Meine Mutter hat leider einen vom Gericht bestellten Betreuer, aufgrund ihrer früheren Alkoholkrankheit. Und der Betreuer meint, es gebe keinen Handlungsbedarf.

Ich kann leider gar nix machen.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Maroulein am 16.09.2018, 14:10 Uhr

Auch für Pflegebedürftige daheim gibt es Möglichkeiten,z.b. Betreuungsstunden dich speziell geschulte Mitarbeiter eines Pflegedienstes( unsere machen je nach Bedürfnis und können alles vom Spaziergang bis hin zum Gedächtnis Training oder auch leichte Gymnastische Übungen),dann gibt es noch ein Extrabudget von der Pflegekasse für die Tagespflege,da würde man jeweils abgeholt und heimgebracht (auch hier je nach Mobilität mit dem Hauseigenen Bus oder einem Transportunternehmen)

Ich habe sowohl im Heim als auch in der häuslichen gearbeitet,pauschal kann man das nicht sagen was besser ist,manche gehen freiwillig ins Heim und fühlen sich dort wohl ,andere "gehen förmlich ein",die einen kommen prima daheim zurecht weil alles einfach passt,andere sind dort völlig falsch aufgehoben,weil z.b.die Versorgung einfach nicht ausreichend ist ,weil die Angehörigen nicht mitarbeiten, derjenige vielleicht viel zu durcheinander ist ,oder manchmal auch zu mobil (Stichwort weglaufen /verlaufen),andere gehen noch zur Toilette, können sich dann aber nicht säubern.....


Am besten sucht man das Gespräch mit dem Personal im Heim und lässt sich ausführlich erklären was sie alles übernehmen müssen und macht dann eine kostenlose Pflegeberatung mit einem Pflegedienst.


Auch wenn es im Heim zig Angebote gibt,oft passen aber die Menschen einfach nicht zusammen,oder sie werden nicht so angenommen,andere igeln sich komplett ein,und auch die Pflege ist oft nur halbwegs ausreichend ( ich habe z.b. nachts drei Etagen zu betreuen gehabt und auch tagsüber war ich oft ganz allein auf einer Station mit fast 30 pflegebedürftigen,da kannst du dir noch so sehr ein Bein ausreißen man schafft es nicht die Leute so zu versorgen wie man gern würde),meine Freundin geht zum Beispiel ihren Vater täglich füttern d er sehr langsam isst und die Schwestern gar nicht die Zeit haben die er eigentlich braucht.....

Ich habe auch schon Menschen gepflegt die ganz bewusst allein daheim geblieben sind,auch ohne Angehörige,das hat wenn sie nicht Grade völlig verwirrt sind selbst mit vollständig bettlägrigen schon Recht gut geklappt,es heißt wohl nicht umsonst das man einen alten Baum nicht verpflanzt.

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Re: Pflegeheim

Antwort von reblaus am 16.09.2018, 14:20 Uhr

Ich finde es schon merkwürdig , wie positiv die Heime hier gesehen werden . Leider habe ich über einige Verwandte da ein anderes Bild :
eher die einer unflexiblen Aufbewahrungsmöglichkeit . Gesundes-adäquadtes Essen - Fehlanzeige ,
selbst bei einem ( oder mehreren ) Schlaganfällen muss auf den Arzt in zwei Tagen gewartet werden - man darf selbst als Angehöriger die Person nicht ins Krankenhaus bringen ...,
Telefonier en bzw kurz frohe Weihnachten wünschen , ist selbst an heilig Abend um kurz vor sieben nicht möglich - nochnichtmal schriftlich wird das der Person ausgerichtet ,
Angehörige müssen der Person ein Mobilfon zur verfügung stellen - egal ob die Person es überhaupt bedienen kann.
Besuchszeiten sind ab 18:00 zu Ende - was machen da Berufstätige?
Umlagerung nur ungenügend , egal wie oft das von welchen Seiten auch immer bemängelt wird....
Dazu Preise , die so etwas nicht rechtfertigen ! ( Vollzeitpflege bei dementen Personen ab 4000€ monatlich ggf mehr.)

Vielleicht haben Alle ! Angehörigen quer durch die Republik einfach nur Pech gehabt , aber so ganz glauben kann ich das nicht .

Eine Freundin arbeitet in einem anderen Land in einem Heim und war entsetzt was ich mit den Angehörigen erlebt habe - so geht man nicht mit Menschen um - .

Ich würde meine Eltern bei mir pflegen , aber sie wollen nicht und legen mir alle Steine in den Weg das zu organisieren . Und trotzdem bin ich die Böse , weil ich nicht in ihre Nähe ziehe...


@rabe:

Fragt die Person selbst was sie sich vorstellt und überlegt, ob es machbar ist . Evtl gibt es Kompromisse auf beiden Seiten .

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Re: Pflegeheim

Antwort von Sternspinne am 16.09.2018, 14:38 Uhr

Es wurde ja schon viel gesagt, dass man es nicht pauschal beantworten kann.

Eine Möglichkeit sehe ich, dass der Angehörige im Heim wohnt, die Familie aber dafür oft kommt und im Austausch mit den Pflegern dort steht.
Dann kann man ein bisschen kontrollieren, dass alles gut läuft, sich auch mit ihm beschäftigen, beim Essen helfen oder Ausflüge machen.

Das Gute ist, dass die Familie selber nicht an ihre Grenzen kommt, das halt ich für sehr wichtig.
Aus solcher Überforderung erwächst häufig häusliche Gewalt.

Und das Gefühl, jemandem zur Last zu fallen fällt für den zu Pflegenden auch weg, das kann sehr entlastend sein.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Felica am 16.09.2018, 15:17 Uhr

Kommt drauf an. Da kann es kein ja oder Nein von mir geben. Einfach weil Pflegebedürftig ein seht weiter Begriff ist.

Braucht jemand nur wo Unterstützung, kämme ich nie auf die Idee den ins Heim abzuschieben. Muss die Person 24 Std Betreuung haben, sieht es dagegen anders aus. Da würde ich dann auch das Heim favorisieren. Außer ich kann es mir knallhart leisten, finanziell wie auch von den zusätzlichen Belastungen her, denjenigen daheim zu pflegen. Aktuell wäre das bei uns nicht möglich. Die Fälle die zwischen den beiden Extremen liegt muss man eben abwägen. es würde auch einen großen teil davon abhängig sein was die Person an Unterstützung benötigt und vor allen auch wer es ist. Ich kenne Leute die sind schon gesund alles andere wie leicht im Umgang, die brauche ich dann echt nicht auch noch 24 Std daheim.

Kenne mich mit Pflege aus, deshalb für mich die Antwort: Es kommt auf den genauen Umstand an.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Felica am 16.09.2018, 15:19 Uhr

Diese täglichen Angebote kann auch eine ambulante Tages-Unterbringung gewährleisten. Die zu pflegende Person ist dann nur tagsüber dort, und ansonsten daheim.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Felica am 16.09.2018, 15:28 Uhr

Kann ich unterschreiben.

Da wir Angehörige in Heim hatten, hatten wir darüber schon Einsicht. Wenn dann die Person nachts irgendwann aufsteht weil nach langem warten immer noch niemand gekommen ist und dann auf in irgendeiner Ecke fällt und dort stirbt, sieht man die Sache sicherlich anders. Zwischen Tod und Fund hat es im übrigen immer noch mal gedauert, wie die bei der Leichenbeschau bestätigt haben. leider auch kein Einzelfall bei den völlig überforderten Pflegekräften in vielen Heimen. Wie sollen die das bewältigen wenn kaum Personal da ist?

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Re: Schwere Situation- kenne beide Seiten

Antwort von nicole812 am 16.09.2018, 16:31 Uhr

Ich arbeite ( in der Küche) eines Hermes und sehe da tag töglich wie die leute aufblühen. und die Kontakte und Angebote nutzen. Das hat man nunmal zu Hause nicht.

Meine Schwiemu ist 81 wohnt im eignen Haus auf unserem Grundstück. Sie wR noch nie die sauberste.
Jetzt ist die Situation so, dass sie immer dementer wird. Ich habe Angat das sie alles abfackelt, weil sie ja selber kocht und auch viel mit Kerzen hantiert. Zudem ist die Messie.
Wir reden seid 3 Jahren, Geschwister meines Mannes kommen 1-2 mal im Jahr , regen sich dann auf - sind aber schnell weg.
Und wir hängen hier mit allen an.
Es fängt damit an das sie sich seid einem Jahr nicht mehr wäscht, der Haushalt verwahrlost, wir Ratten auf dem Grundstück haben.
Mein Mann leidet wie ein Tier ( dazu kommt das er psychisch vorbelastet ist) .
Fast täglich ist was- Fernbedienung neu einstellen, Telefon blickt......
Wir haben ein riesen Grundstück und haben damit eigentlich genug zu tun.
Nun kommt es dazu, das wir beiihr täglich ne Stunde Äpfel sammeln müssen....

Wir würden uns wünschen es würde zumindest ein Pflegedienst kommen, der sie wäscht, ihr mit Medis hilft ( sie ist Diabetiker und hat Herzschrittmacher)- sie nimmt die wann sie dran denkt mal 3 mal am Tag mal gar nicht. Ein Pfkegedienst könnte auch Arztbesuche und Einkäufe mit ihr machen.

Sie weigert sich.....
Wir wollen sie alle nur ins Heim abschieben um an ihr Erbe zu kommen.

Sie sieht nicht das wir ihr nur helfen wollen.
Und uns sind die Hände gebunden solange sie es nicht will.

Und wer geht daran zu Grunde ???

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Re: Pflegeheim

Antwort von rabe71 am 16.09.2018, 16:52 Uhr

Hallo,
vielen Dank schonmal für die vielen Denkanstöße. Letztendlich muss das die Person entscheiden, die auch pflegen wird, ich werde versuchen, mich da zurückzuhalten, auch wenn ich einfach Bedenken habe...

Er braucht schon Pflege rund um die Uhr, kann nicht alleine vom Bett in den Rollstuhl wechseln (kann nicht stehen), kan den Rollstuhl nicht alleine bewegen,kann auch nur mit Hilfe essen und trinken, Körperpflege kann er gar nicht mehr selbst übernehmen.
Auf der einen Seite habe ich Sorge, dass er im Heim nicht gut gepflegt wird, auf der anderen Seite aber auch, dass er zu Hause nicht genug gefördert wird (oder wie ich das sagen soll). Die Pflegeperson ist sehr! engagiert und nimmt ihm wirklich alles ab. Wie lange sie das durchhält???

Aber vielleicht muss man es einfach ausprobieren, wenn sie es so wollen?!

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Re: Pflegeheim

Antwort von schneeziege08 am 16.09.2018, 19:58 Uhr

Ich würde auch nochmal die Möglichkeit hervorheben, dass man zu Hause sein kann und dann z.B. 2 Tage die Woche in die Tagespflege kann. Da wird man morgens abgeholt und nachmittags zurückgebracht und hat dann tagsüber dort ein Programm.

Mein Onkel wollte erst nicht und jetzt freut er sich auf die Tage. Sollte dann doch irgendwann ein Heim anstehen, weiß man viel besser, was das ungefähr bedeutet und der Wechsel fällt vielleicht leichter.

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Re: Pflegeheim

Antwort von rabe71 am 16.09.2018, 20:18 Uhr

Hallo,
Tagespflege haben sie schon ausprobiert.
Schafft er leider nicht mehr...

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Betreuung beantragen

Antwort von iriselle am 16.09.2018, 21:54 Uhr

Wenn die Schwimu durch die fortscheitende Demenz ( wurde das untersucht oder diagnostiziert ? ) sich oder andere gefährdet kann eine gesetzliche Betreuung beantragt werden. Dafür muss ein Arzt und ein Richter dies bescheinigen.
Dann kann veranlasst werden dass deine Schwimu Hilfe bekommt, bzw diese annehmen "muss ". Hört sich hart an, und ist auch immer eine Gradwanderung, aber ihr könntet dann die Verantwortung in andere Hände legen.

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merkwürdig...

Antwort von iriselle am 16.09.2018, 22:00 Uhr

Das scheint aber tatsächlich ein merkwürdiges Heim gewesen sein...
In dem Heim , in dem ich arbeite kann theoretisch rund um die Uhr Besuch empfangen werden.
Bei den geringsten Verdacht auf Schlaganfall oder ähnlich schwere Erkrankungen wird sofort ein Notarzt gerufen.
Telefon habe alle Bewohner auf dem Zimmer.
Und das alles ist natürlich Standard für alle Heime.
Ich kann deine Beschreibung nicht glauben.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Finfant am 16.09.2018, 22:31 Uhr

Hallo!

Ich habe ü. 5 Jahre meine Tante versorgt. die letzten 2 Jahre, waren schlimm...für meine Tante und für mich! ICH hatte immer das Gefühl viel zu wenig zu machen...., wenn ich kam hatte ich Angst (was ist seit gestern passiert) wenn ich ging, hoffte ich das morgen noch alles in Ordnung ist! ICH war der einzigste Ansprechpartner für sie. Die Söhne wohnten 4 Std. entfernt, wir standen immer in telef. Kontakt.

Sie wurde zunehmend dement und auch die Inkontinenz wurde immer mehr zum Problem :-( alles, aber wirklich alles roch nach Urin, weil sie ihre Windeln zu lange anhatte, bzw. oft gar nicht! Ich kam mit dem putzen gar nicht mehr nach. Die Sozialstation kam morgens und abends (waren für die Med. verantwortlich) das letzte Jahr wurde kam außerdem morgens eine Mitarbeiterin und hat meine Tante gewaschen bzw. geduscht. ABER, zum Schluss hat sie nicht mal mehr allein gegessen, das Essen lag auf dem Teller vor ihr und man musste ihr sagen, das sie das essen muss....ebenso, der Kaffee in der Kaffeemaschine....sie wusste nicht mehr, das man den in die Tasse macht und trinkt :-(((

Im Nov. letzten Jahres, war ich absolut an meinen Grenzen, hab nur noch an meine Tante gedacht und 5 kg abgenommen.....da hab ich meinen Cousin angerufen und gesagt, das ich die Verantwortung (Geld war verschwunden, fand ich in einer Schublade...Telefon war im Gefrierschrank...usw...) für meine Tante nicht mehr übernehmen kann......!

nun ist meine Tante im Pflegeheim (5 min. von ihrem Sohn entfernt) und es geht ihr SUPER :-) sie ist richtig aufgeblüht! Sie ist nicht mehr allein :-)

lg, Andrea

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Re: Pflegeheim

Antwort von kirshinka am 17.09.2018, 2:29 Uhr

Bei meinem Vater war das keine Option mehr zuhause.
Das war 1000 km weit weg von uns allen.
Und es ist auch nicht immer möglich.

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Re: Pflegeheim

Antwort von Asia. am 17.09.2018, 6:44 Uhr

Das kommt immer drauf an. Altenheim ist nicht immer automatisch besser. Klar da wird viel geboten, aber auch da geht schnell jemand unter. Das Pflegepersonal hat nur für die Pflege Zeit. Die von der Beschäftigung haben sich nur gering Zeit, da auch sie ihr Pensum leisten müssen. Sie bieten zwar mehrmals in der Woche auch gruppenaktivitäten an, aber meist machen da nur die Frauen mit, die fit genug sind. 1 mal die Woche gibt es eine männerrunde und einzelbeschäftigung bekommen auch nur die komplett bettlägrigen und auch da nur 1-3 mal die Woche. Ach und ab und an, aber eher selten, gibt es ein ausflug, wo aber auch nur eine geringe anzahl an bewohner mit dürfen. Und ansonsten sitzen die Leute im Speisesaal oder, wenn sie im Erdgeschoss sind oder das Glück haben eine Terasse zu haben, auch mal drausen. Vom Pflegepersonal her hat keiner Zeit den Bewohner vom 3. Stock in den Erdgeschoss nach draußen zu bringen und dann noch gewährleisten zu können, dass nix passieren kann.

Klingt böse aber ist wirklich so. Es gibt Angehörige und bekannte die regelmäßig kommen, wodurch die Bewohner mehrmals die Woche Besuch haben. Es gibt aber auch Angehörige die nur zum Geburtstag kommen und weitere Freunde sind schon verstorben.

Aber es gibt such Fälle wo die Leute zu Hause noch einsamer leben.

Insofern ist ein heim, wenn der einzigste Grund nur das allein sein ist, nur für die praktisch, die zu Hause isoliert leben, weil sie entweder wirklich allein sind (keine Angehörige haben) oder die Angehörigen keine Zeit haben.

Aber auch da gibt es Alternativen. Es gibt z.b. tagesbetreuungen. Da werden die Leute vom Dienst abgeholt und hingefahren. Sogar rollstuhlfahrer dort wird gemeinsam gegessen, gesungen, gearbeitet, etc. Und je nachdem wie lange es gebucht ist, kommen sie am Ende heim. Hab da selber mal ein Praktikum gemacht und fand das herrlich. Viel menschlicher als in manchen Pflegeheimen.

Oder ehrenamtliche die regelmäßig kommen und sich mit ihnen beschäftigen.

Und wenn sie so pflegebedürftig sind, dass sie eine 24/7 Betreuung benötigen, ist das zu Hause auch möglich und nach meiner Erfahrung sogar schöner. Meine Eltern und mein Mann arbeiten in der privaten intensivpflege. Da gehen sie sogar mehrmals täglich raus wenn das möglich ist. da hat n Pfleger nlch richtig Zeit. Klar wenn man sich da nur um einen kümmern muss anstatt in 15 oder 20

Entscheidet also selber und individuell. Es gibt Gründe die für ein heim sprechen aber auch Alternativen die zu Hause geleistet werden kann.

Ihr könnt auch eine Probezeit im heim verbringen und jederzeit euren verwandten wieder raus holen. Wenn es ihm dort aber besser gefällt, dann kann er auch dort bleiben.

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Re: Pflegeheim

Antwort von krokodilchen am 17.09.2018, 10:57 Uhr

Was sagt denn der Pflegebedürftige dazu? Nicht jeder hat Interesse an einem
Unterhaltungsprogramm wie Du schreibst.
Eine schwer demente Verwandte von mir wurde letztlich im Pflegeheim betreut, weil wir einfach nicht mehr konnten. Jeder, der Demenz kennt, weiß, was da Pflege heißt.
Wir hatten verschiedene Heime, und gerade, wenn sich der zu pflegende nicht mehr so gut mitteilen kann, wird´s schwierig. Es kam mal falsches Essen, wunde Stellen,
Nagelpflege usw,kann die Person noch alleine essen? Du mußt das kontrollieren.
Das Personal hat kaum Zeit. Wirklich persönliche Betreuung kannst Du vergessen.
Wenn man es kann, sollte man es zuhause machen. Alte Menschen werden zu kleinen Kindern. Aber- wenn sie das selbst entscheiden können, sollen sie das
natürlich tun.

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Unsere Erfahrung ist auch

Antwort von DK-Ursel am 17.09.2018, 12:05 Uhr

daß von "Fremden" mehr Autorität ausgeht, d.h. die Pflegebedürftigen nehmen eher von "Fremden" etwas an als von uns ,die sie gut kennen und denen sie zu widersprechen sie sich "trauen", um eben diese sog. Selbständigkeit zu bewahren.
Sie nehmen manchmal - ! -- auch eher Hilfe von solchen "Fremden" an, weil das eben keine Hilfe, sondern deren Arbeit ist.
(Ein Hörgerät wäre fast daran gescheitert, daß wir versicherten, für neue Batterien etc. zu sorgen, als zugesichert wurde, das Pflegepersonal sei auch dafür zuständig, war es kein problem mehr. Anber blot nicht abhängig vn der Familie sein!!).

Von daher KANN es manchmal auchscheitern, wenn Fremde an der Tür stehen - die hat Tantchen auf oft abgewimmelt; aber es kann auch in anderen Fällen sehr gut funktionieren.
Vor allem sind bei den Profis weniger Gefühle im Spiel - die händeln manche Situation ganz anders als wir.

Gruß Ursel, DK

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Re: Pflegeheim

Antwort von ak am 17.09.2018, 13:50 Uhr

Das kann niemand sagen.

Mein Vater wollte meine demente Mutter absolut nicht ins Heim stecken. Er pflegte sie fast 3 Jahre...und kam immer mehr an seine Grenzen mit 83 Jahren.

Als er sich dann doch schweren Herzens entschlossen hatte sie in einem Heim unterzubringen, hat der liebe Gott ihm einfach die Entscheidung abgenommen.

Sie starb zwar im Pflegeheim , aber auch nur, weil sie dort zur Kurzzeitpflege war, da mein Vater ins KRH. musste.

Pflege ist nicht einfach, und ich ziehe mittlerweile vor jedem den Hut, der diese Kraft und Nerven aufbringen kann.
Ich könnte es definitiv nicht.

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"Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von Tai am 17.09.2018, 13:52 Uhr

Ich bin ein wenig erstaunt, dass manche der Meinung sind, die Entscheidung ob Seniorenheim oder Pflege zu Hause solle der Pflegebedürftige selbst entscheiden.

Glaubt ihr denn wirklich, der alte Mensch entscheidet hier sachlich und für alle vertretbar?
Ich gehe davon aus, dass fast jeder an seinem selbstbestimmten Leben zuhause hängt und das Seniorenstift für sich nicht möchte. Mag sein, dass das nach zermürbenden Jahren häuslicher Pflege anders ist, aber am Anfang?
Und die immer größer werdende Zahl der Demenzkranken kann das sowieso nicht überblicken.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass bei der aktuell betagten Generation alt und pflegebedürftig werden oder gar sterben völlig außerhalb der Vorstellung ist - da geht man doch nicht in die letzte Station des Lebens.

Oder habt ihr tatsächlich so vernunftbegabte Verwandte, die auch mit Rücksicht auf die Belastung für die Angehörigen freiwillig ins Altenheim gehen?

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Re: "Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von shinead am 17.09.2018, 14:00 Uhr

Solange der Pflegebedürftige nicht entmündigt ist, entscheidet er das tatsächlich selbst. Ob sich Tai auf den Kopf stellt, oder nicht. Wenn keine Demenz vorliegt wirst du keinen ins Pflegeheim zwingen können.

Ggf. muss der Pflegebedürftige mit dem zurecht kommen, was der Pflegedienst, Essen auf Rädern und andere Dienstleister leisten können. Muss also ggf. ohne die Unterstützung von Verwandten und/oder Bekannten auskommen.

Zwingen kannst Du aber erst einmal zum Glück keinen.

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Re: "Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von krokodilchen am 17.09.2018, 15:12 Uhr

Die Frage war aber doch, ob es für ihn besser wäre, aufgrund der Unterhaltung in ein Pflegeheim zu gehen. Die Verwandten würden ihn aber freiwillig pflegen.
Also, wenn es so ist, kann er´s sich doch aussuchen.

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Re: merkwürdig...

Antwort von shinead am 17.09.2018, 16:30 Uhr

Es gibt schon Heime, die Besuchszeiten haben. Manche beschreiben das dann auch relativ vage mit "tagsüber". Kann aber sein, dass damit 19 Uhr gemeint ist, oder auch nicht.

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Re: "Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von reblaus am 17.09.2018, 17:40 Uhr

Ja , das ist oft das Problem schlechthin, wenn die Angehörigen eine demente Person entmündigen lassen müssen. Dafür muß die demente Person in ein Krankenhaus eingewiesen werden, etc....recht kompliziert. Und wenn dann noch der Ehegatte oder Lebenspartner querschießt wirds sehr schwierig.

Es ist besser das vorab schriftlich niederzulegen. Ich werde einige Texte meinen Kindern hinterlegen bevor ich 50 werde. Da werde ich auf verschiede Szenarien eingehen , damit sollten sie zumindest eine Ahnung haben, wie sie sich entscheiden können , sollte ich ihnen das nicht mehr sagen können.

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Moment - meine Frage war.....

Antwort von Tai am 17.09.2018, 19:54 Uhr

Meine Frage war nur, ob es tatsächlich häufiger vorkommt, dass mit pflegebedürftigen alten Menschen sachlich über ihr weiteres alltägliches Leben gesprochen werden kann und sie auch selbst den Wunsch haben, in ein Altenheim zu ziehen.
Da hätte ich nämlich die größte Hochachtung davor.

Ich selbst muss mich übrigens überhaupt nicht auf den Kopf stellen und jemanden zwangsweise in ein Pflegeheim einweisen. Was soll das? Meine Eltern leben nicht mehr.

Nur erlebe ich in letzter Zeit zu oft, wie hart das Alter zuschlägt, und die Kinder oder andere Verwandte mit der Pflege und Regelung ans Ende ihrer Kräfte geraten.
Und sich nicht kümmern ist wohl auch für die wenigsten eine Option - wer will schon seine Eltern oder lieben Verwandten in einer urinstinkenden verkoteten versifften Bude vegetieren lassen?

Natürlich ist es großartig, wenn die alte Generation im eigenen Heim versorgt werden kann. Und oft ist ja der Pflegegrad nicht so hoch und das Leben in den eigenen Räumlichkeiten baulich weiterhin möglich.
Das sehe ich auch als beste Möglichkeit.
Eine 24-Stunden-Kraft (meist aus Polen) ist für viele Familien auch eine große Hilfe.

Aber wenn es nicht geht?

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Re: "Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von lilke am 17.09.2018, 22:58 Uhr

Mein Großvater hat das tatsächlich so entschieden an dem Punkt als täglich eine Pflegekraft kam. Er ging zuerst in Tagespflege bis ein Platz frei wurde und war dann bis zum Schluss im Alten- und Pflegeheim.

Meine Mutter würde umgehend ins Heim gehen wollen, sobald sie ihren Alltag nicht mehr allein meistern kann.

Mein Schwiegervater ist topfit und radelt gerade immer wieder durch Teile Deutschlands. Dennoch wohnt er schon jetzt in einem "betreuten Wohnen" für Senioren - nutzt da bisher halt kaum Pflegeangebote - und er würde umgehend in ein Pflegeheim wechseln, sobald notwendig.

Also ja, es gibt Leute, die diese Entscheidung bewußt Fällen.

LG Lilly

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Re: "Der Pflegebedürftige soll selbst entscheiden......"?????

Antwort von DK-Ursel am 17.09.2018, 23:02 Uhr

Hierauch nicht.
Und da gibt es wirklich Fälle, wo dieMenschen fast verkommen - abersie werfen jeden HGelfer raus,den die kinder, die kommune,sonwer anleiert - und Entmündigung muß dann hart betrieben werden.


Gerade heute nch mit einer chorschwester gesprochen, deren betagter Vater an der Pflege der dementen, ebenso betagten Mutter schier zugrunde geht und eigentlich auch ihr keinen Gefallen tut, indem er sie zuhause läßt - sobald sie wenigstens mal -- zu seiner Entlastung -- in der Tagespflege ist, blüht sie kurzfristig auf, auch wenn sie ihm nicht erzählen kann,was sie gemacht hat: Sie war fröhlich nidieser>zeit.
An unserer Verwandten sehen wir es genau - aber die wurde 97, bevor sie zur Einsicht kam!

Gruß Ursel, DK

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Re: Moment - meine Frage war.....

Antwort von DK-Ursel am 17.09.2018, 23:05 Uhr

es ist aber so, anscheinend da wie hier:
Solange der Pflegebedürftige halbwegs - udn der Begriff ist dehnbar - zuhause zurechtkommt, kann man ihn nicht ins Heim einweisen.
Entmündigung ist so leicht nicht --- mein Mann ist immerhin Betreuer (oder wie das auf Deutsch heißt), so daß Arzt, Bank und Kommune vieles mit ihm verhandeln und ohne Verlertzung der Schweigepflicht offenlegen kann, aber entmündigt istsie nicht:
SIE bestimmt letzten Endes und unterschreibt,
Daß Entmündigung sooo leicht nicht ist, finde ich aber trotzdem gut --- denn wer in diese Mühlen gerät, kommt ja nie wiede rraus.

Gruß Ursel, DK

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Das Gegenteil gibt es hier aber freilich auch ;)

Antwort von lilke am 17.09.2018, 23:06 Uhr

Verwandter meiner Mutter pflegt seit Ewigkeiten seine hoch demente Frau. Sie will ums verrecken nicht ins Heim und weißt jede Hilfe von außen ab. Er geht da allmählich dran zu Grunde und konnte aufgrund diverser Erkrankungen allmählich selbst Unterstützung im Alltag brauchen.

Auch wenn es böse klingt, aber letztendlich wartet er darauf, dass die Demenz zu stark wird, dann bekommt sie das Heim nicht mehr mit und er geht dann gleich mit rein...

Wollte oben nur zeigen, dass es diese bewußten Entscheidungen gibt, aber die treffen die Leute dann, wenn sie noch klar im Kopf sind.

LG Lilly

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Das ist großartig

Antwort von Tai am 17.09.2018, 23:37 Uhr

Das finde ich großartig, wenn deine Verwandten so weitsichtig sind und sowohl für sich als auch für ihre Angehörigen eine gute Entscheidung hinsichtlich ihrer vielleicht kommenden Hilfsbedürftigkeit treffen.

Das gibt ja Hoffnung (auch für den eigenen Starrsinn im Alter).

Meine Mutter ist übrigens auch in eine Seniorenwohnanlage gezogen, hat aber bis zu ihrem Tod die möglichen Hilfsangebote nicht in Anspruch nehmen müssen.

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Wie kommt ihr denn darauf?

Antwort von Tai am 17.09.2018, 23:52 Uhr

Was habt ihr denn mit "Entmündigung", besser Betreuung?
Ich will doch die pflegebedürftige Person nicht entrechten und einweisen lassen.

Mein Einwand galt der etwas blauäugigen Sichtweise, man müsse den Patienten einfach entscheiden lassen, wo er künftig leben will, im Heim oder Zuhause.
Und das kann leider eben nicht das einzige Kriterium sein. Das war alles.

Im Falle des Ausgangspostings wird das eine Mammutaufgabe für die betreuende Verwandtschaft, da ja offensichtlich keinerlei Selbständigkeit mehr da ist.
Respekt, wenn die Familie das leisten kann und will.

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Re: Wie kommt ihr denn darauf?

Antwort von IngeA am 18.09.2018, 8:51 Uhr

Es ist zumindest das abschließende Kriterium. Du kannst vorher beschließen was du willst, wenn der Pflegebedürftige nicht will, dann will er nicht. Da hast du keinerlei Handhabe.

LG Inge

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Weil Du es schreibst

Antwort von shinead am 18.09.2018, 9:03 Uhr

>>ich bin ein wenig erstaunt, dass manche der Meinung sind, die Entscheidung ob Seniorenheim oder Pflege zu Hause solle der Pflegebedürftige selbst entscheiden.

>>Mein Einwand galt der etwas blauäugigen Sichtweise, man müsse den Patienten einfach entscheiden lassen, wo er künftig leben will, im Heim oder Zuhause.
Und das kann leider eben nicht das einzige Kriterium sein. Das war alles.

Es ist das einzige (!) Kriterium so lange der Betroffene nicht entmündigt wurde.

Das mag anstrengend für die Angehörigen sein. Entscheiden tut trotzdem der, um den es geht. Gut zureden kannst Du natürlich, aber darfst eben nicht entscheidet.

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