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Geschrieben von Susann1985 am 21.07.2020, 11:52 Uhr

Traurige Kitabringung

Hallo,
Meine große (2,5) geht seitdem sie 1 Jahr alt ist in den Kindergarten. Und das eigentlich bis auf ein paar wenige Ausnahmen immer mit Freude.
Jetzt sind wir seit 3 Monaten zu 4, was ja schon aufregend genug für sie ist.
Und seit knapp 2 Wochen will sie jetzt nicht mehr in die KiTa gehen. Doch sobald wir die Umkleide betreten fängt sie an zu weinen, vorher ist alles prima (gehst du jetzt in die Krippe ? Jaaaa). Will nicht mehr vom Arm runter und will wieder mit heim.
Bricht mir echt das Herz. Sie ist jeden Freitag zu Hause und den Rest der Woche erledige ich alles mit dem Baby (Haushalt, Arzt, usw.) damit ich am Nachmittag Zeit für die große habe. Hol sie auch immer so früh wie möglich, meistens ist sie von 9.00-14.00 da.
Hat vllt jemand ähnliches durch oder einen Tipp wie ich das erleichtern bzw. wieder verbessern kann ?

LG Susann

 
5 Antworten:

Re: Traurige Kitabringung

Antwort von seerose1979 am 21.07.2020, 17:57 Uhr

Hallo,
viele Kinder, die vor kurzem ein Geschwisterchen bekommen haben, kommen in eine Phase, bei der sie lieber bei Mama bleiben wollen und nicht in die Kita gehen möchten. Einige werden auch wieder sehr anhänglich und/ oder wollen wieder Baby sein.
Sie brauchen einfach Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen.
Ich nenne es immer "liebevolle Konsequenz". Versuche weiterhin viel Zeit am Nachmittag und an den Wochenenden mit ihr zu verbringen.
Vielleicht hilft es deiner Tochter, wenn eine Erzieherin sie in der Gradobe o.ä. Ort dir abnehmen kann und nach einer kurzen Verabschiedung sie ablenkt z.b. mit den Worten "Komm wir schauen mal, wer von deinen Freunden schon da ist".

Sprich mal mit den Erzieherinnen in der Kita, ob sie sonst noch eine Idee haben, wie ihr gemeinsam die Bringzeit angenehmer/ attraktiver für deine Tochter gestalten könntet.
Lg Seerose

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Re: Traurige Kitabringung

Antwort von Susann1985 am 21.07.2020, 18:23 Uhr

Das mit dem ablenken versuchen sie schon, klappt mal mehr mal weniger. Abholen ist wohl schwierig wegen der ganzen Corona Bestimmungen

Naja wir bleiben dran ... und ich hoffe auf Besserung. Versuchen schon alles das sie sich nicht zurückgesetzt fühlt, aber wenn man plötzlich den Thron teilen muss, ist das natürlich nicht so einfach

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Re: Traurige Kitabringung

Antwort von Kaffeekauz am 22.07.2020, 10:48 Uhr

Du sagst es, dass ist einfach schwer
Unser großer hatte diese Phase auch. Es hat etwas gedauert, aber irgendwann würde es besser. Wenn der Papa ihn gebracht hat ging es auch oft besser.

Der mittlere ist gefühlt an jedem Tag strahlend in die Kita gehüpft (übertrieben natürlich, aber er ist wirklich gerne hin gegangen), auch als der kleinste dann da war. So sind sie einfach unterschiedlich.

Ich hab keine tollen Tipps, aber es ist bei vielen schwierig und ihr macht Nichts falsch, nur weil es nicht ganz locker läuft.

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Re: Traurige Kitabringung

Antwort von Hexhex am 23.07.2020, 8:33 Uhr

Man muss einfach sagen, dass sehr viele Kinder unter drei Jahren noch so trennungsempfindlich sind, dass sie die Kita nicht gut verkraften. Klar, anfangs sieht es immer so aus, als sei das kein Problem. Das Kind findet die Kita spannend. Aber irgendwann geht ihm auf, dass es da hingehen MUSS, auch wenn es gar nicht will. Und auf einmal wird ihm klar, das ist kein Spiel oder etwas Freiwilliges, sondern ein Zwang. Und das ist ja auch die Wahrheit, egal wie sehr wir unserem Kind versuchen, die Betreuung schmackhaft zu machen.

Hinzu kommt bei Euch noch, dass jetzt ein Baby da ist. Langsam dämmert Deiner Tochter: Das Baby darf immer bei der Mama sein, ich aber nicht. Ich muss in der Kita sein, während Mama Zeit für das Baby hat, mich aber nicht zu Hause haben will. All diese Gefühle sind normal.

Ein kleines Kind hat ja auch grundsätzlich erstmal ein Recht darauf, lieber nicht in die Kita zu wollen und dagegen zu protestieren. Und dann ist es eben die Frage, wie geht man mit diesem ehrlichen Gefühl des Kindes, das ja nicht falsch, sondern etwas Natürliches ist, um.

Dies hängt davon ab, wie die Umstände sind. Wenn man berufstätig sein muss, dann wird das Kind eben in die Kita gezwungen. Das ist der normale, alltägliche Weg, der aber fürs Kind sicher nicht immer gut ist. Er richtet sich eher an den Bedürfnissen der Eltern aus als an denen des Kindes.

Wenn man nicht arbeiten muss, kann man die Kitazeiten verkürzen (9 bis 12), auch wenn eine längere Betreuung natürlich für einen selbst bequemer ist, weil man dann nicht zwei kleine Kinder zu Hause hat (ich kenne das auch, es ist einfach so). Man kann das Kind sogar ein Jahr aus dem Kiga nehmen, bis es dreieinhalb ist und nicht mehr so trennungsempfindlich. Kluge Psychologen sagen oft, dass drei Jahre eigentlich das Mindestalter für eine Fremdbetreuung ist, alles darunter ist für kleine Kinder oft sehr schwer zu schaffen.

Ich selbst habe meine Kinder mit drei und mit dreieinhalb Jahren in den Kiga gegeben, und auch das war nicht einfach für sie, funktionierte dann aber gut.

Was ich wichtig finde: dass man die Gefühle seines Kindes versteht und achtet. Und sie nicht wegzutricksen versucht durch Versprechungen, Belohnungen oder tolle Methoden, wie man es in die Kita bringt. Denn all das ignoriert die Not des Kindes und dient eher dem guten Gefühl von uns Erwachsenen. Wirklich auf die Not unseres Kindes adäquat zu reagieren, kann sehr unbequem sein. Man muss es notfalls dann tatsächlich nochmal eine Weile aus der Kita herausnehmen. Aber sein Kind ernst zu nehmen in seinen Gefühlen, und auf sie zu reagieren legt zugleich eine Vertrauensbasis, von der ein Kind u. U. ein Leben lang zehrt.

LG

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Re: Traurige Kitabringung

Antwort von Strelitzie16 am 29.07.2020, 17:42 Uhr

Liebe Susann,

das ist völlig normal. Die Kita immer positiv hinstellen und nie als Strafe nutzen oder schlecht reden. Aber die Sache ernst nehmen und der Ursache auf den Grund gehen. Manchmal sind es Kleinigkeiten die vorgefallen sind. Auch wenn sie nur für eine Sache geschimpft würde z. B. kann das schon Grund genug sein. Oder dass sich eine Freundin abgewandt hat.

Viel Erfolg

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