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Geschrieben von mausebär2011 am 22.01.2020, 19:26 Uhr

Update zum Thema Prüfungsangst unten

Hallo,



wir haben die Zeit vor den letzten beiden Arbeiten dafür genutzt zu üben wie er nochmal richtig kontrolliert, wie er in Mathe gegenrechnen kann, habe ihm eine Art Checkliste geschrieben damit er nichts vergisst (zb er übersieht ja gerne mal eine Aufgabe, also habe ich Zahlen von 1-15 aufgeschrieben und er sollte dann abhaken damit er keine Aufgabe auslässt) und noch einiges mehr.


Ich hatte dann das Gefühl das er es gut umsetzen konnte. Heim üben sollte er die Tips direkt umsetzen, das klappte problemlos.
Auch sonst habe ich mir keine Sorgen machen müssen, er hatte beide Themen gut verinnerlicht. Mathe und Sachkunde (Thema Wasser).


Heute gab es dann beide Arbeiten zurück und naja, alles wie gehabt.
Aufgaben komplett überlesen, Aufgabenstellung falsch gelesen, keine ganzen Sätze gebildet, Zahlendreher

In Sachkunde schrabte er dann mit einem halben Punkt an der 3 vorbei, hat also eine 4.
Weil er zb Aggregatzustand mit Form verwechselt hat (bei Aggregatzustand schrieb er Eis, Wasser, Wasserdampf und bei Form fest, flüssig, gasförmig).

In Mathe wars die letzte Aufgabe die er komplett falsch gemacht hat. Da gingen 9 Punkte flöten (da wäre es sonst eine gute 2 geworden, wurde dann aber eine 3) weil er die Zahlen falsch herum schrieb. Da sollte er nämlich selber Aufgaben ausdenken und schrieb u.a. 110-430= 320 usw. Also immer die kleinere Zahl vorne.


Also alles keine Fehler weil er es nicht konnte, sondern wieder so Fehler weil er abgelenkt war, nicht richtig gelesen hat oder was weiß ich.
Also halt Fehler über die er sich wirklich ärgert. Wenn was falsch ist, weil er es zb einfach nicht konnte oder wusste ist das völlig ok für ihn und auch für uns. Aber wenn es solche Fehler sind die zb aus Schluderigkeit entstehen, dann ärgert er sich extrem drüber weil er dann hinterher sieht das er es doch eigentlich kann und weiß!


Wir werden es natürlich weiter versuchen. Das es von heute auf morgen klappt hätte ich sowieso nicht gedacht.
Aber ein bisschen Hoffnung das es wenigstens etwas besser klappt hatten wir halt schon.
Naja, für das Halbjahreszeugnis hätte jetzt auch eine 1 oder 2 nix mehr gebracht.
Jetzt hoffen wir einfach das es im zweiten Halbjahr besser klappt.

 
18 Antworten:

Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von 3wildehühner am 23.01.2020, 0:01 Uhr

Wenn ihr Zuhause geübt habt, hat er dann ähnliche Aufgaben wie in den Arbeiten wirklich völlig alleine und ohne Hilfe korrekt bearbeitet? Oder hast du mit ihm gemeinsam gelesen und erklärt?

Ich frage deshalb, weil es ein wenig so wirkt, als habe dein Sohn Probleme mit dem Leseverständnis und dadurch mit den Aufgaben.
Nach Prüfungsangst hören sich deine Schilderungen gar nicht an.

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Re: Das ist doch keine Prüfungsangst

Antwort von misses-cat am 23.01.2020, 4:59 Uhr

Das hört sich eher an als ob dein Sohn Probleme hat das gelesene zu sortieren und der Reihenfolge nach zu verarbeiten wenn er es alleine macht ( Zuhause macht ihr es ja zusammen da hört es sich an als ob es ihm leichter fällt).
Vielleicht solltest du Mal schauen ob er so was in Richtung Leseschwäche bzw Kernschwäche hat

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von Sonnenkäferchen am 23.01.2020, 11:43 Uhr

Ich denke auch, dass das keine Prüfungsangst ist. Er hat ja keine Angst vor der Arbeit, sondern geht nach deinen Schilderungen mit gutem ( zu großem?) Selbstbewusstsein hin.

Er verarbeitet die gestellten Aufgaben nicht richtig. Ist er leicht ablenkbar? In der Klasse ist es sicher auch während der Arbeiten lauter als zuhause.
Ich würde mal eine Übungsarbeit konzipieren, richtig auf Zeit. Dann nicht für Fragen zur Verfügung stehen und nebenher Haushalt (Staub saugen z.B.) machen. Also so, dass Umgebungsgeräusche da sind. Klappt das dann zuhause immer noch gut?

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Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 13:26 Uhr

.... Musste ich ja deshalb nochmal aufgreifen damit ihr wisst zu welchem Thread es das Update ist.


Zu Hause kann er es problemlos.
Ich schreibe Übungszettel für ihn in denen die Fragestellung exakt wie bei den Arbeiten ist.
Zu Hause schafft er es vollkommen fehlerfrei.

Was genau es ist, warum es zu Hause klappt und in der Schule nicht, haben wir noch nicht herausgefunden.
Er hat genug Zeit, oft sind noch 20minuten übrig.
Zeitdruck ist es also nicht.
Wissen tut er das meiste auch, zu Hause oder in der Schule (also außerhalb von arbeiten) kann er es tadellos (weshalb er sich leider nicht zum Förderunterricht darf).
Nervös ist er nicht, ganz im Gegenteil, er ist immer sehr von sich selbst überzeugt.


Aber wenn da zb steht
"Unterstreiche die Verben"
Dann kreist er sie ein.

Steht da "rechne abwechselnd plus und minus, beginne mit plus"
Dann fängt er mit minus an.

Zu Hause macht er das mit der gleichen Aufgabenstellung nicht falsch.
Und ich halte mich komplett raus, weil die Lehrerin ja auch nichts erklärt.
Und ich will die gleiche Situation schaffen wie im Unterricht um zu sehen was das Problem ist.
Nur hat er das Problem zu Hause einfach nicht.
Deshalb weiß ich nicht was ich da noch machen kann.

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von Sonnenkäferchen am 23.01.2020, 13:47 Uhr

Was sagt er denn selbst, woran das liegt?

Es liest sich für mich so, als wäre er zu sehr von sich überzeugt und arbeitet dann schnell und schlurig. Die schlechten Noten scheinen sich ja nach deinen Schilderungen nicht auf sein Selbstbewusstsein auszuwirken.

Ist es in Übungsdiktaten o.ä. in der Schule auch so oder nur in angekündigten Arbeiten?

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 14:40 Uhr

Ja, er ist sehr sehr sehr stark von sich selbst überzeugt.
Er kann alles, weiß alles. Er muss grundsätzlich nie etwas üben oder lernen, weil er kann ja alles von Natur aus schon.

Wozu Fahrrad fahren lernen? Kann ich doch. (Er fiel ständig um, konnte es definitiv nicht, aber laut ihm konnte er es schon, hatte nur einfach keine Lust, Fahrrad fahren sei ja schließlich langweilig)

Wozu das 1x1 lernen? Kann ich doch im Schlaf! (Konnte er bei den höheren zahlen eben nicht, aber wehe dem man sagt das wäre falsch. Wenn er das sagt dann stimmt das auch)

Dummerweise gibt es einfach wenig was er dann tatsächlich auf Anhieb nicht schafft und wenn es dann so ist das es auf Anhieb klappt reckt er den Kopf hoch und sagt "Tja, ich bin eben toll"
Und das sagt er nicht aus Spaß, sondern aus Überzeugung.

Aber dann schreiben sie eine Arbeit, er verhaut sie und dann habe ich hier ein Häufchen Elend sitzen. Er weint, sagt immer wieder wie dumm er wäre, er könne nichts, alle lachen ihn aus weil er so dumm wäre etc PP.



Ich kann es daher einfach überhaupt nicht einschätzen was hier der richtige Weg ist.

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von Summer80 am 23.01.2020, 15:15 Uhr

Arbeitet ihr denn mit ihm daran? Also an seiner Einstellung? Ich denke, je älter er wird, umso härter wird er mit dieser Einstellung mal auf die Nase fallen. Wie reagieren denn seine Freunde auf diese Einstellung? Nicht, dass er aufgrund dieser Aussagen und überheblichen Einstellung irgendwann alleine da steht... oder ist er da anders?

Irgendwie klingt das für mich nach einem eher generellen Problem als nach einem schulischen Problem. In den Arbeiten lässt es sich nur gerade am einfachsten visualisieren. Aber das könnte auch ne komplette Fehleinschätzung meinerseits sein.

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 15:33 Uhr

Ob er bei seinen Freund auch so drauf ist kann ich gar nicht sagen.
In meiner Abwesenheit jedenfalls nicht. Beliebt ist er zumindest sehr.
Aber auch vor Verwandten benimmt er sich nicht so. Ich denke das macht er eher nur vor uns so.

Wir versuchen schon ihm diese Überheblichkeit "auszureden". Nur interessiert ihn das herzlich wenig. Wenn er dann mal wieder meint er könne etwas und ich ihm versuche zu erklären das er es ja noch nie gemacht hat und deshalb gar nicht wissen kann ob er das schon kann, dann beweist er mir ziemlich schnell das ich mich irre. Denn in 9/10 Fällen kann er es dann tatsächlich auf Anhieb.
Das bestärkt seine Meinung einfach.

Zb musste er jetzt über das letzte Wochenende ein Gedicht mit 8 Strophen auswendig lernen.
Ich sagte ihm er soll es dich erstmal ein paar mal durchlesen, dann machen wir zusammen weiter.
Nach 5 Minuten kam er an, er könne es jetzt.
Ich sagte das könne doch gar nicht sein, er hätte es in den paar Minuten ja mac 2x lesen können.
Er beharrte darauf das er es kann.
Ich meinte, gut, gib mir mal das Buch und zeig wie weit du kommst.
Bis auf den ersten Satz der letzten Strophe hat er es dann tatsächlich fehlerfrei aufgesagt.
Wieder stand ich "doof" da und er bejubelte sich selber, wie schlau und toll er doch wäre.

Und dann kommt einer dieser, seltenen, Fälle wo er etwas nicht kann. Wie zb sein Schlagzeug.
Das hat er Weihnachten bekommen und bekommt das (natürlich!) nicht auf Anhieb hin.
Da flogen die Sticks quer durchs Zimmer, er schmiss sich heulend aufs Bett und sagte immer wieder wie dumm er doch wäre.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von Sonnenkäferchen am 23.01.2020, 15:45 Uhr

Er hat also ein Problem damit, wenn er etwas üben muss und nicht gleich kann. Anscheinend definiert er sich da über Leistung. Er ist nur toll, wenn er was kann und das muss er dann auch gebührend feiern.
Ich würde sein Verhalten einfach ignorieren und ihn auch nur dann loben, wenn er besondere Sachen macht. Beim Gedicht halt einfach sagen, dass er das ja schnell gelernt hat und dann mehr Zeit zum Spielen hat. Je mehr man unerwünschte Verhaltensweisen ignoriert, desto eher ändert sich was. Wenn er für sein Eigenlob keine Resonanz bekommt, dann wird es aufhören.

Instrument ist dafür natürlich toll. Hat er Unterricht? Ein Schlagzeug ohne Unterricht macht keinen Sinn.
Oder eine Kampfsportart? Die hilft auch, sich zu fokussieren, wenn es drauf ankommt.

Und ich würde mich fragen, warum er es nötig hat, so überheblich zu sein. Vielleicht fehlt es ihm eigentlich an Selbstbewusstsein und er überspielt das so.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 16:00 Uhr

Der Unterricht geht erst ab Mitte Februar los weil er zuerst partout keinen wollte (wozu? Ich kann das doch!)
Er geht zweimal die Woche zum Leichtathletik.
Nimmt da auch regelmäßig an Wettkämpfen Teil. Da läuft es sehr durchwachsen. Mal unter den ersten 3, aber auch mal einer der letzten.


Genau das ist unser Problem. Wir finden einfach nicht den Grund warum er so ist wie er eben ist. Er war schon immer so. Schon im Kindergarten. Nichts musste er lernen, alles konnte er schon. Aber eine Schleife binden, das kann er heute noch nicht. Wenn man ihn aber fragt ist er der festen Überzeugung daß zu können, er will es halt nur nicht zeigen.

Er selbst zuckt bei Nachfragen auch nur die Schultern.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von Sonnenkäferchen am 23.01.2020, 16:13 Uhr

Dann kauft halt keine Schuhe mit Klettverschluss mehr oder lasst ihn Fußball spielen . Die werden von den Trainern entsprechend gedrillt.

Was ist mit schwimmen? Das muss man auch üben. Verweigert er das auch?

Im Zweifel würde ich mal zur Erziehungsberatung gehen. Die haben da auch Psychologen, die vielleicht helfen können. Gerade auf die schulische Problematik bezogen mögen die noch andere Tipps haben.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 16:51 Uhr

Das kommt jetzt sogar tatsächlich auf ihn zu! In seiner Größe Schuhe mit Klettverschluss zu bekommen ist nicht einfach, deshalb habe ich ihm schon angekündigt das die nächsten zum binden sind

Fussball geht hier nicht, das kollidiert mit anderen Terminen. Er mag aber auch kein Fußball, also würde er da eh nicht mitmachen.
Schwimmen wollten wir ihm zuerst selber beibringen. Da wollte er aber nie richtig üben, kann er ja, will er nur nicht zeigen.
Ich habe ihn dann einfach in einem Kurs angemeldet. Da ist dann irgendwann aufgefallen das er ständig zum Klo ging und lange weg blieb. Irgendwann bin ich dann mal in der umkleide geblieben und habe ihn erwischt. Nach kurzer Rücksprache mit dem Lehrer durfte er dann nur noch 1x pro Übungsstunde zum Klo und auch nur begleitet.
Das gab ein paar Tage Gezeter, aber irgendwann hat er "aufgegeben". Dann ging das von jetzt auf gleich ganz fix. Das war ein 14 Tage Crashkurs.

Er geht seit 2 Monaten regelmäßig zur Schulpsychologin. Aber geändert hat das bisher nichts.

Demnächst habe ich nochmal ein Gespräch mit seiner Klassenlehrerin, da wollen wir über dieses Thema nochmal sprechen und schauen ob wir da eine Lösung finden. Vielleicht kann die Schulpsychologin ja auch an dem Gespräch teilnehmen.
Wenn das nicht hilft muss ich wohl wirklich mal einen größeren Schritt gehen und mir außerhalb Hilfe suchen.
Ich meine, mich stören jetzt in der 3ten Klasse die schlechten Noten noch nicht. Das stört ihn viel mehr.
Aber ich will das Problem lieber jetzt lösen, als in der 4ten kurz vor knapp.

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von IngeA am 23.01.2020, 21:39 Uhr

Was ich nicht ganz verstehe:
Er ist anscheinend ein Kind mit schneller Auffassungsgabe. Warum schreibst du ihm ständig Übungszettelchen?

Gerade wenn er eh schon zur Überheblichkeit neigt, kann es schon sein, dass er gerade weil er sich gut vorbereitet hat und meint alles im Schlaf zu können eben Schusseligkeitsfehler macht.

Klar, 1x1 etc. mussten meine auch lernen, das ist halt was zum auswendig lernen. Ansonsten gab es bei uns bis zur 4. Klasse keine Vorbereitung auf irgendwelche Arbeiten. Die waren bei uns eh nicht angesagt (auch wenn man sich natürlich denken konnte, wann was kommt).

Ich würde also mal ausprobieren was passiert, wenn er sich NICHT auf die Proben vorbereitet.

LG Inge

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Re: Ist auch keine Prüfungsangst, schrieb ich im ersten Moment aber unten so...

Antwort von mausebär2011 am 23.01.2020, 23:35 Uhr

Weil ich ja, wie bereits erwähnt, nicht weiß was das Problem ist.
Anfangs haben wir halt nicht geübt, da kam er mit 4en & 5en nach Hause. Selten eine knappe 3.
Ist doch klar das der erste Impuls da er in Richtung üben geht. Zumal das so auch mit den Lehrern kommuniziert wurde.


Leider macht es aber überhaupt keinen Unterschied ob er übt oder nicht. Das Ergebnis ist immer das selbe.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von niccolleen am 24.01.2020, 8:29 Uhr

Also da moechte ich den anderen doch widersprechen.

Wenn es genau so ist, wie du das beschreibst, er alles zuhause super kann, versteht und nur bei der Pruefung ploetzlich alles verdreht, uebersieht und vertauscht, dann liegt es aber schon an der Situation der Pruefung. Ob das jetzt eine gewisse Angst ist,oder Stolz oder freudige Aufregung oder was auch immer, der Blick ist dadurch getruebt, weil fuer ihn offenbar sehr viel daran haengt, und vielleicht sollte man doch da ansetzen.
Freut er sich auf die Tests? Ich hatte in der Schule nie Pruefungsangst, ich war auch immer sehr gut, fuer mich war das wie ein Quiz und ich war immer schon wahnsinnig gespannt, was diesmal wieder fuer Fragen kommen und ob und wie ich sie loesen kann. Die Stimmung in der Klasse war immer aufgeregt und teilweise aengstlich, und so war die Pruefungssituation auch fuer mich definitiv keine Hausuebungssituation.

Vielleicht ist es einfach eine Entwicklungssache. Vielleicht hat es Sinn, die Grundschulzeit, bei der es noch nicht um viel geht und viel davon in die Note einfliesst, was die Lehrerin auch ausserhalb der Tests und Pruefungen sieht, zu nuetzen und einfach den Druck und die Bewertung von Tests (ich mein die familiaere Bewertung von Testergebnissen, nicht die Noten) einfach mal fuer einige Zeit zu vergessen und egal sein lassen. Vielleicht wird das dann mit der Zeit nicht mehr so eine wichtige Situation fuer dein Kind.
Und ich wuerde natuerlich auch weiter daran arbeiten, ein passendes Check-System fuer dein Kind auszuarbeiten, mit dem es seine ARbeit so kontrollieren kann, dass er auch seine Fehler darin findet. Mit der Zeit entwickelt man sich doch eh weiter und in einem oder zwei Jahren sieht die Sache wahrscheinlich schon wieder komplett anders aus.

lg
niki

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von niccolleen am 24.01.2020, 8:31 Uhr

Fehlende Eigenwahrnehmung ist ein klassischer Fall fuer die Ergotherapeutin oder noch besser fuer Sensorische Integration. Da wuerde ich auch mal mit ihm hinschauen. Es werden viele Spiele gemacht, wie man sich *koerperlich* wahrnimmt, und das ist die Grundvoraussetzung, wie man sich sozial wahrnehmen kann und lernt. Da geht es nicht darum, ob er krank ist, sondern einfach ein paar Impulse in die richtige Richtung.

lg
niki

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LEGUAN-Strategie

Antwort von ara-sunshine am 24.01.2020, 10:27 Uhr

Arbeiten mit der LEGUAN-Strategie


Für besonders eilige oder ungenaue Schüler bietet sich die Leguanstrategie
als Hilfe zur Selbstinstruktion (selbstangeleitetes Schritt-für-Schritt-Lernen) an.

Der Leguan ist ein gemütliches und eher langsames Tier.
Ebenso gemütlich und langsam kann sich Ihr Kind Schritt für Schritt eine Aufgabe erarbeiten.
Die Gefahr, dass es dann wichtige Hinweise überliest und die Aufgabe falsch versteht,
wird so stark reduziert.

Und so funktioniert die Strategie:

Schritt 1: L wie LESEN

Zunächst liest sich Ihr Kind die Aufgabenstellung genau durch, und entwickelt ein Bild bzw. eine Vorstellung davon.

Dabei sollte es auf alle wichtigen Angaben achten, die es am besten auch farbig unterstreicht.

Falls ein wichtiges Wort oder ein Ausdruck in der Aufgabe unbekannt sein sollte, dann muss dies zuerst geklärt werden.
Nun kann Ihr Kind eventuell eine Skizze anfertigen,
um sich die Aufgabenstellung noch besser zu verdeutlichen.


Schritt 2: E wie ERKLÄREN

Jetzt erklärt Ihr Kind die Aufgabe mit seinen eigenen Worten.
Entweder erzählt Ihr Kind Ihnen, einem Freund oder sich selbst ganz genau,
worum es in der Aufgabe geht.
Erst wenn Ihrem Kind das reibungslos gelingt,
hat es die Aufgabe verstanden und bereits eine genaue Vorstellung davon entwickelt.
Dies ist die Voraussetzung dafür, dass es nun die Aufgabe auch lösen kann.


Schritt 3: G wie GEDULD

Nachdem Ihr Sohn oder Ihre Tochter die Aufgabe verstanden hat, g
eht es aber immer noch nicht los.
Vorher gibt es noch eine kleine Geduldspause, in der sich Ihr Kind zunächst erst einmal zurücklehnt und entspannt.
Viele Schülerinnen und Schüler fangen nun an, schnell zu schreiben oder zu rechnen,
ohne einen genauen Lösungsplan zu haben.
Um dies zu verhindern, sollte sich Ihr Kind
in Gedanken ein Stoppschild vor die Nase halten.


Schritt 4: U wie UEBERLEGEN

Denn nun überlegt sich Ihr Kind eine genaue Lösungsstrategie.
Wie gehe ich vor?
Welcher Lösungsschritt kommt zuerst?
Welcher Lösungsschritt schließt sich an?
Welche Regeln und Formeln benötige ich?
Wie übertrage ich die Lösung in mein Heft?

Je genauer diese Überlegungen sind, desto leichter wird Ihrem Kind das Lösen der Aufgabe fallen.


Schritt 5: A wie AUSARBEITEN
Nun beginnt Ihr Kind damit, die Aufgabe in Ruhe entsprechend seines Lösungsplans auszuarbeiten.
Je übersichtlicher seine Ausarbeitungen dabei sind, umso besser.


Schritt 6: N wie NACHPRÜFEN

Nachdem Ihr Kind die Aufgabe gelöst hat, kontrolliert es jetzt die Lösung.

Teilaufgaben mit einem Häkchen abhaken !

Dazu sollte es sich auf alle Fälle ausreichend Zeit nehmen.
Im Nachhinein ist es immer ärgerlich, wenn „dumme“ Fehler übersehen wurden.

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Re: Update zum Thema Prüfungsangst unten

Antwort von inessa73 am 26.01.2020, 11:49 Uhr

Sag mal, kann es evtl. sein, dass er sehr klug ist und unterfordert ?

Diese Schusseligkeit, wenn auch nicht in dem Maße, kenne ich sehr gut von meinen Kindern, denen es auch sehr leicht fällt. Am besten ist es, gar nicht zu üben, außer vielleicht die Lernfächer wie Sachkunde, weil, je sicherer sie sich fühlen, desto mehr Fehler schleichen sich sein.

Gerade erst wieder in der letzen Mathearbeit: Sie sollten anhand einer Rechnung erkennen, ob ein Fehler vorliegt und wo er ist, diesen unterstreichen. Alles richtig, nur das Unterstreichen wurde vergessen.

Beim schriftlichen Subtrahieren wurde mittendrin addiert. Bei einer Aufgabe, in der Literangaben in ein Diagramm eingetragen werden sollten, fiel es Töchterchen ein, 2,5 Liter in Milliliter umzurechen, obwohl alles andere auch in Litern angegeben angegeben war. Dazu noch kleiner Ungenauigkeiten bei den Linien. Da fehlen die meisten Punkte und das, obwohl es das Einige war, was wir für die Arbeit direkt mal geübt hatten. Zu Hause alles perfekt.

Beim Großen - einmal für ein Diktat geübt - war ne 4, aber wieder nur Schusselfehler.

Auch meine Kinder sind solche Kandidaten, denen vieles zufliegt, daher viel Lernen oftmals unnötig ist.

Und wenn es dann doch mal hakt, geht die Welt unter und auf Fehler hinweisen ist auch so ´ne Sache. Da wird gleich geheult, dass man ja dumm ist bzw. das NIE versteht. Vor allem unser 10-Jähriger hat damit so seine Probleme. Er versucht viele Sachen auch erst gar nicht, weil sie ja schief gehen könnten, wobei das so nach und nach besser wird.

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