Januar 2020 Mamis

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Geschrieben von Vey am 11.10.2021, 23:10 Uhr

Mehr als verzweifelt

Ich habe bereits im März 2020 das Thema schreiendes Kind bzw. lässt sich von anderen jedoch nicht von mir beruhigen.
Mein kleiner Mann ist mittlerweile 22 Monate alt.Nachdem ich alle Ratschläge im März 2020 beherzigt habe , hat sich alles verschlimmert.Mein Sohn lässt sich nach wie vor nur von anderen Personen beruhigen.Nicht nur das Windeln wechseln ist die Hölle pur ,abends zum schlafen bringen schlimmer kann die Hölle nicht sein. Er beisst ,schlägt mich und gibt mir Kopfnüsse in mein Gesicht.Er schreit sich in Extase und möchte nur zu meiner Zwillingsschwester oder zu seinem Papa.Selbst seine Patentante die er nur alle paar Wochen sieht ,kann ihn beruhigen und zum schlafen bringen.Tagsüber kommt er nur zu mir wenn sonst kein anderer zum spielen da ist.Wenn ich mich ihm näher und Papa ist in der Nähe lehnt er meine Anwesenheit strikt ab. Sein Papa kann ohne ihn nicht mal auf Toilette.

Das was Papa nicht möchte und deshalb nicht macht ist alles was der Kleine nicht möchte "Fingernägel /Fussnägel schneiden, Haare waschen,Hände und Gesicht waschen,Ohrmuschel säubern ,Verletzungen behandeln u.v.m
Das darf ich alles machen.Mache ich es nicht verwahrlost mein Sohn und sein Papa sagt "Er ist ein Junge das ist normal "Der Kleine erlebt mich oft nur als die Böse die ihm das alles tut.
Positiv besetztes möchte der Papa selbstverständlich machen "Ihm erlauben beim Einkauf was in den Wagen zu packen, ihm mehr als 1 Quetschi geben,Frühstücksteller voll packen lassen alles anbeißen und dann landet alles in den Müll,gaaaanz viel süssigkeiten u.v.m

Möchte ich das alles begrenzen bzw. mit dem Papa besprechen bin ich die böse und überhaupt ich bin es ja selbst schuld.

Nur weiß ich nicht was ich falsch gemacht habe.Alles was Versorgung betrifft mache ich.Ich bin stets für meinen kleinen da. Ich bin die Hauptverdienerin.Ich erledige alle Kinderarzttermine.Ich gönne meinem kleinen Kind zu sein und viel ,sofern es nichts gefährliches ist , aus zu probieren.
Ich bleibe ruhig und begegne ihm gut gelaunt und freudig auch nach einem langen harten Arbeitstag.

Sorry für den langen Text aber ich bin echt verzweifelt .Bekomme nur Kritik das ich wohl etwas falsch mache wenn mich mein Kind derart ab lehnt.

Was tun?Meine Muttergefühle gehen flöten.Er könnte jedes andere Kind sein aber nicht meins.RATLOS.
Danke fürs lesen.
Lg Vey

 
10 Antworten:

Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Muffin2020 am 12.10.2021, 6:23 Uhr

Was mir dazu als aller ersten einfällt:
Ihr müsst da an einem Strang ziehen und eure Rollen klären!
Es geht nicht, dass der Papa alles spaßige macht und du bist die Hexe, die zum impfen fährt.
Dein Mann scheint das ja zu genießen....

Du bist die Hauptverdienerin? Bist du den ganzen Tag weg? Geht dein Mann arbeiten? Wie sieht das aus?

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Pinguini am 12.10.2021, 8:54 Uhr

Huhu, fühl dich mal gedrückt
Wir kennen dich ja noch nicht, daher mag ich erst mal nachfragen. Wie ist denn so euer Tagesablauf und die Aufteilung? Wo schläft dein Sohn? Bekommt er noch Milch abends? Wie war es die ersten Lebensmonate?
Hast du mal bei Katrin im Expertenforum gefragt (Babypflege)? Sie hat immer so tolle Tips. Oder auch bei Psych. Entwicklung, die Experten sind toll.
LG

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Zak am 12.10.2021, 9:00 Uhr

Ich sehe es auch so: Als erstes müsst ihr an einem Strang ziehen und euch zusammensetzen und reden. Dein Mann kann dich nicht zur Bösen machen, indem er nur die guten Dinge tut.
Hast du denn die Möglichkeit, regelmäßig mit deinem Kleinen irgendetwas zu machen, was ihm wirklich Spaß macht? Schwimmbad, Indoorspielplatz,...so in die Richtung. Und zwar ganz ohne jemand anderes.

Und lass dir nicht einreden, dass du an allem alleine Schuld bist. Du machst dir schließlich Gedanken und suchst nach Lösungen. Nur hast du, wie es sich anhört, keinen, der dich dabei wirklich unterstützt.

Hattet ihr eine schwierige Schwangerschaft und Neugeborenenphase?
Wenn es so schlimm ist, würde ich auch überlegen, mal einen Kinderpsychologen aufzusuchen. Die können auch schon bei so jungen Kindern helfen.
Nur mal als Beispiel: Mein jetzt 16-jähriger hatte mit 3 so eine Phase, da hat er mich immer geschlagen, gebissen, abgelehnt. Wir waren vielleicht 2 oder 3 mal da und haben verstanden, warum er so reagiert. Er ist hochbegabt und war (unbewusst) der Meinung, dass er in unserer Familie alles mögliche selber regeln und in die Hand nehmen muss. Als wir ihm diese Last abgenommen haben und anders mit ihm umgegangen sind, wurde alles wieder gut.

Ich hoffe sehr, dass es bald besser wird und du ganz viel Freude mit und an deinem Sohn haben kannst.

LG, Zak

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von LouLou202020 am 12.10.2021, 9:10 Uhr

Ist natürlich auch eine schwierige Phase bei unseren kleinen.
Was wichtig ist, ist wirklich an einem Strang zu ziehen. Heißt abzusprechen Was okay ist und was man gar nicht durchgehen lässt.
Papas, ich weiß es noch von meinem, sind oft die die nachgeben.
Was zum Beispiel wir beide nicht möchten ist mit essen zu spielen, schlagen, beißen oder das er alles kriegt was er will. Ist schwierig für beide.
Das was mein Mann sich nicht zutraut mache ich wie Nägel schneiden, Ohren sauber machen und Nase aussaugen. Und dabei versuche ich ihn abzulenken mit Musik, Paw Patrol oder Handy. Da lässt er es einigermaßen über sich "ergehen".
Mein Mann ist auch oft zu lasch was süßes betrifft aber da haben wir uns geeinigt das er zum Beispiel ein Stück Schokolade am Tag darf oder zwei Kekse etc.
Und das mit dem schlagen etc. ist hier zwar beim einschlafen nicht so, aber wenn er seinen Willen nicht bekommt. Und da bin ich dann hart, entweder erkläre ich ihm das dass nicht okay ist oder ich setze ihn weg oder setze ihn ins Zimmer oder sein Bett und gehe ohne was zu sagen raus damit er weiß das dass Verhalten nicht okay war.

Ich glaube auch das du ganz schön gestresst bist aufgrund das du Hauptverdienerin bist und dir vieles zu sehr zu Herzen nimmst. Ist schwer das nicht zu tun, kenne ich zu gut als jemand der unter Depressionen leidet.
Nur da solltet ihr euch mal zusammen setzen und gemeinsam Grenzen beschließen in der Erziehung. Denn sowas belastet irgendwann auch die Beziehung.
Geht er denn zu festen Zeiten ins Bett mit festen Ritual?
Schläft er vielleicht tagsüber zu lang?
Wir haben selten bis nie Probleme ihm zum Schlafen zu bringen weil wir am Ritual seit der Geburt nix geändert haben.

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Vey am 12.10.2021, 11:05 Uhr

Im ersten Lebenjahr war der Papa auf Montage und nur Samstag und Sonntag da. Ich hab ein Abendliches Einschlafritual eingeführt von Anfang an. Dann änderte sich alles als wir umzogen damit der Kleine seinen Papa in der Woche da ist. Der Papa ist nur ab und zu unterwegs arbeiten.Das eingeführte Ritual hat er abgeschafft (Sturkopf). Gespräche enden stets mit Vorwürfen mir gegenüber.Weil der kleine mich und nicht ihn ab lehnt bin ich doch die jenige die alles falsch macht.
Ich soll mir Gedanken machen woran es liegt. Hab über einen Kinderpsychologen nach gedacht gestern und suche einen auf. Wobei ich auch über eine Familientherapie nach denke.Ich möchte das mein süsser Schatz in Harmonie auf wächst. Auch eine räumliche Trennung denk ich nach um Ruhe rein zu bringen.Es belastet mich zu nehmend mehr.

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von NeueMutti am 12.10.2021, 12:35 Uhr

Das klingt wirklich nicht schön für dich und geht an die Substanz.

Was sagst du denn zu den Vorschlägen die erfolgt sind?

Ich hätte noch die Idee für eine Mutter Kind Kur. Aktuell bekommt man wohl auch mal schnell eine Bewilligung. Viele wollen im Winter nicht so gerne in Kur fahren.

Ich finde es auf jeden Fall wichtig, dass du das aussprechen kannst was dich bewegt. Und dich nicht schlecht damit fühlst.

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Pinguini am 12.10.2021, 14:20 Uhr

Also erst mal: dein Kind lehnt dich nicht ab! Dein Kind liebt dich und weiß ganz genau, dass du immer für ihn da bist. Papa war das nicht, der war 1 Jahr lang selten da, drum ist das was besonderes. Würde Papa solches Schreien und solche Wutanfälle aushalten? Eher nicht, oder? Gut, dass es Mamis gibt, die das können, so kann dein Kleiner seinen ganzen Frust bei dir abladen. Natürlich muss sich für dich was ändern. Wer das Abendritual abschafft bringt das Kind ins Bett, also dein Mann (sei du da jetzt stur). Nägel schneiden und Haare waschen macht ab jetzt auch er. Nicht gleich nach 1 Woche aufgeben, darauf wartet dein Mann nur!! Hat dein Kind eben 4 Wochen fettige Haare, irgendwann macht dein Mann es schon. Ihr solltet da echt an einem Strang ziehen und du brauchst einen dickeren Sturkopf, als dein Mann ihn hat. Und dann brauchst du besondere positive Rituale mit deinem Sohn. Etwas, was er nur mit dir zusammen macht. Vielleicht unternehmt ihr am Wochenende mal alleine was zusammen? Ganz ohne Papa/Schwester/Oma? Was könnte "euer Ding" werden? Bei uns macht zum Beispiel nur die Oma mit dem Kind Seifenblasen. Wir haben verabredet ich kaufe das nicht. So ist es bei Oma was besonderes. Oder vielleicht tanzt ihr zwei wild zu einem bestimmten Lied, Kind auf deinem Arm? Oder du suchst einen geheimen Ort, wo ihr zwei immer ein Picknick macht? Oder vielleicht liest nur du ein spezielles, tolles Buch am Abend mit ihm? Und das Buch darf Papa nicht mit ihm lesen? Nur Not nimmst du es mit zur Arbeit....
Ich mag diese Männer nicht, die beim Impfen den Raum verlassen, damit das Kind das negative Erlebnis nicht mit ihm verbindet. Und Mami darf bleiben...Aber: Wenn dein Kind 7 ist und sich nen Arm bricht, glaub mir, er schreit nach dir und nicht nach Papi.
Ich bin aber kein Fachmann und glaube ehrlich gesagt, dass du professionelle Hilfe brauchst... alles gute!!

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Jumalowa am 13.10.2021, 12:23 Uhr

Hallo Vey, das klingt sehr schwierig. Von aussen kann man da kaum Ratschläge geben.

Von einem Kinder Psychologen rate ich ab.

Ich würde eine Familienhilfe und eine Kur beantragen. Das Problem ist nicht euer Kind, bei Euch stimmt etwas anderes nicht.

Ohne Hilfe kommt Ihr da nicht raus!

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Zak am 14.10.2021, 8:03 Uhr

Aber genau das haben bislang alle Kinderpsychologen gemacht, die ich kennengelernt habe (und das waren schon ein paar verschiedene). Sie haben die Ursache IMMER bei uns Eltern gesucht. Und als unser Sohn so klein war, wurde er gar nicht behandelt sondern uns (wirklich sinnvolle) Ratschläge gegeben. Es wurde danach tatsächlich alles besser.

Man muss natürlich einen guten Psychologen finden (und das ist, wie ich aus Erfahrung weiß, sehr sehr schwierig).

Allerdings hatten wir bei unserer damals 15-jährigen Tochter nicht ganz so viel Glück. Ihr konnte bislang nicht geholfen werden. Und da habe ich von den Kinderpsychologen ehrlich gesagt auch ziemlich die Nase voll.


LG, Zak

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Re: Mehr als verzweifelt

Antwort von Jumalowa am 14.10.2021, 12:18 Uhr

Ich habe nichts gegen Kinderpsychologen. Aber warum das Kind hin schicken, wenn die Baustelle ganz woanders ist.

Ich würde da bei mir und meinem Partner anfangen und vielleicht später einen Kinderpsychologen aufsuchen. OK wenn es ein guter ist auch vorher aber ja ich habe da schon Bedenken.

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