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Geschrieben von Mama Jana am 23.05.2007, 9:48 Uhr

Noch mal zum Abstillen und

...den vorherigen Stillversuchen. Ich möchte da mal was klar stellen. Wahrscheinlich ist durch meine Beiträge hier und im anderen Forum jetzt einiges mißverstanden worden.

Als erstes ganz ehrlichen herzlichen Dank an die Schreiberinnen im Stillforum für ihre Mühe und ihre Tips. Ich habe mich aber nun trotzdem entschieden, abzustillen. Dies hat mehrere Gründe, ich möchte sie Euch kurz einmal erklären.
Wenn Ihr schreibt, das Baby hat vermutlich eine Saugverwirrung, so klingt das durchaus logisch und nachvollziehbar. Allerdings muss ich dazu sagen, dass meine Tochter bereits vor dem ersten Einsatz von Flasche, Nuckel oder Stillhütchen nicht gesaugt hat. Sie hat es praktisch noch nie getan. In der Klinik wurde dann erst mit Fingerfeeder versucht, und erst später mit einem Fläschchen, weil ja nun einmal Nahrung in das Kind musste... Ich habe vorgestern auch noch einmal versucht, mit dem Becher zu füttern. Aber meine Tochter trinkt mittlerweile 80 ml pro Mahlzeit, und diese Menge mit dem Becher zu verabreichen - naja. Nach dem ersten Einflößen wurde sie sofort hektisch, weil sie natürlich mehr haben wollte, und mindestens die Hälfte lief daneben. Nicht sehr alltagstauglich.

Der "Alltag" ist überhaupt das Stichwort. Ich habe noch einen Sohn von 18 Monaten. Als ich auf der Wöchnerinnenstation lag, wurde er wegen eines Magen-Darm-Infekts in die Klinik eingeliefert. Obwohl er nur eine Etage über mir lag, durfte ich ihn dort wegen der Ansteckungsgefahr nicht sehen. Das hat mich völlig fertig gemacht, und an ein ruhiges Stillen o.ä. war schon in der Klinik nicht mehr zu denken. Ich konnte auch nicht schlafen, hab in den fast 5 Tagen insgesamt vielleicht 2 Stunden geschlafen. Ich hab mich dann trotz Kaiserschnitt auch schon am 4. Tag entlassen lassen. Zum Glück durfte unser Sohn einen Tag später heim. Er war aber noch nicht wieder fit, und mir gegenüber außerdem sehr distanziert, was mich sehr belastet hat. Zu allem Überfluss hat sich mein Mann an unserem Sohn angesteckt und liegt nun seid 3 Tagen flach, mit dem gleichen Magen-Darm-Infekt.

Wenn ich nun Vorschläge höre wie "leg Dich 2 Wochen ins Bett und mache nichts anderes, als dem Kind die Brust anzubieten", so klingt das vielleicht toll, fast schon romantisch, aber so etwas ist in unserer Situation völlig illusorisch und absolut alltagsfern. Ich muss meinen 18-Monate alten Sohn noch betreuen, nun auch meinen Mann, und ich habe bereits genug zu tun, wenn ich nachts ständig raus muss, um das Kind zu füttern UND zusätzlich noch abzupumpen.

Ich habe bei meinem Sohn sehr schlechte Stillerfahrungen wegen total kaputter Brustwarzen gemacht, und ihn nach 2 Tagen abgestillt (übrigens erst mit homöopathischen Mitteln, die kein bischen was gebracht haben). Dieses Mal hatte ich keine Probleme beim Anlegen, und ich hätte wirklich gern gestillt. ABER NICHT UM JEDEN PREIS.
Als mein Mann krank wurde, habe ich dann beschlossen, Schluss, Aus, das reicht. Die Kleine hat die gute Vormilch und noch einige Tage länger Muttermilch bekommen, das ist besser als gar nichts. Alles weitere wäre vielleicht theoretisch machbar, ich bin unter den gegebenen Voraussetzungen aber nicht dazu bereit.

So viel dazu.

Mit den Abstilltabletten habe ich bei unserem Sohn keine schlechten Erfahrungen gemacht, ich vertrage sie auch ganz gut. Und letzte Nacht brauchte ich endlich nur einmal um 22:00 Uhr für 4 Minuten abpumpen, und dann erst heute morgen gegen 8:00 Uhr wieder. Anscheinend gibt es so langsam Licht am Ende des Tunnels. Ich denke, so langsam kommt alles auf die Reihe. Ich finde es auch schade, dass es mit dem Stillen nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber ich hatte mir z.B. bei meiner zweiten Geburt auch eine natürliche Geburt gewünscht, und trotzdem ist es nach 13 Stunden wegen (wieder) Geburtsstillstand doch wieder ein Kasierschnitt geworden. Es läuft halt leider nicht immer alles so, wie man es gern hätte.

Anmerkung: Wenn ich hier im Fläschchenforum etwas zum Thema Abstillen frage, finde ich die "Still-Missionierung" (die dann wirklich JEDESMAL ungefragt kommt) völlig fehl am Platz und einfach nur nervig.

Ich wünsche Euch allen alles Gute und ein allzeit schönes Stillen und frohes Fläschchengeben.

 
14 Antworten:

Re: Noch mal zum Abstillen und

Antwort von Mama von Joshua am 23.05.2007, 9:58 Uhr

Ja, da könnt ich auch immer kotzen, wenn Sprüche kommen à la "Leg dich zu deinem Kind ins Bett" oder "Es braucht deine Liebe und Nähe, trag es doch den ganzen Tag im Tragetuch etc. rum"
Die Sprüche stammen von Müttern, die selbst nur ein Kind haben und gar nicht mitreden können wenn es um Probleme der Mütter geht, die 2 Kinder haben. Und über die Stillmissionierer möcht ich erst gar nicht reden....

Bei uns ist der Altersabstand auch 18 Monate, von daher kann ich deine Situation sehr gut nachvollziehen. Hätte ich abpumpen müssen und dann noch mit Becher füttern müssen- ich hätte ja den ganzen Tag nix anderes getan. Mach was dein Bauch sagt und schau, daß deine beiden Männer wieder fit werden.

Und im Grunde ist es eh egal, ob ein Kind mit Brust oder Flasche groß wird, denn man muss nicht unbedingt stillen, um sein Kind lieb zu haben.

so, das wars !

LG
Nicole

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Re: Noch mal zum Abstillen und

Antwort von henry2006 am 23.05.2007, 10:16 Uhr

hallo,

ich finde es schade, dass man sich hier rechtfertigen muss, wenn jemand abstillen will, ist es jedem seine sache und geht niemanden etwas an.
schließlich fragst du ja deswegen im "fläschchenforum".

ich habe übrigens auch nur ein kind, aber das ganze mit dem rumgetrage (ständig!!!) und diese angstmacherei hier gehen einen manchmal ganz schön auf den keks!

ich wünsch' euch alles liebe

sylvie

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@Mama von Joshua

Antwort von Stillmami_1974 am 23.05.2007, 10:34 Uhr

Ich zitiere:
***Ja, da könnt ich auch immer kotzen, wenn Sprüche kommen à la "Leg dich zu deinem Kind ins Bett" oder "Es braucht deine Liebe und Nähe, trag es doch den ganzen Tag im Tragetuch etc. rum"
Die Sprüche stammen von Müttern, die selbst nur ein Kind haben und gar nicht mitreden können wenn es um Probleme der Mütter geht, die 2 Kinder haben. Und über die Stillmissionierer möcht ich erst gar nicht reden....***

Hmmm...da könntes Du also "kotzen"...
Aber kein Verständnis dafür haben, wenn die "Super-Mami's" das kalte Grausen bekommen, wenn Mütter erzählen, daß sie ihr Kind schreien lassen...

Wirklich sehr tolerant.

Und zum Thema Stillen oder Flasche:
Das ist vermutlich der Grund, wieso so viele Mütter eben NICHT stillen.
Weil Flasche in ihren Augen einfach "praktischer" ist. Wer hat denn schließlich die Zeit, sich mit seinem Kind zum Stillen hinzulegen...

Vielleicht ist das ein Grund für die vielen Probleme unserer Gesellschaft.

Man hat keine Zeit mehr.

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Re: @Mama von Joshua

Antwort von henry2006 am 23.05.2007, 10:45 Uhr

hallo,

es gibt auch sicher andere gründe, warum mamas nicht stillen, es hat sicher nicht bei jeder mama was mit zeit zu tun, finde auch nicht richtig, dass das hier unterstellt wird.

für mich war es die schönste zeit mit meinem zwerg im bett zu liegen und ihn zu stillen, aber es hat wohl nicht sein sollen.

lg sylvie

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Re: @Mama von Joshua

Antwort von Mama von Joshua am 23.05.2007, 10:54 Uhr

Ich habs ja auch auf Mama Jana bezogen und die hat eben keine Zeit, um ihr Kind noch stundenlang mit abgepumpter Mumi ausm Becher zu füttern...

Ihr solltet mal anfangen, nicht alles auf euch selbst zu beziehen.

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Re: @Mama von Joshua

Antwort von Stillmami_1974 am 23.05.2007, 10:58 Uhr

Nicht alles auf einen selbst beziehen?

Daß Du es "nicht normal" findest, daß ein Kind mit 19 Monaten nachts noch gestillt wird, war ja wohl ganz klar an mich gerichtet.

Und zum Thema "keine Zeit haben"...das bezog ich nicht auf mich. Ich hatte/habe ja zum Glück Zeit für mein Kind.

Ich habe das ganz allgemein gemeint.

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Re: @Mama von Joshua

Antwort von Mama von Joshua am 23.05.2007, 11:01 Uhr

Ok, ja das ist halt meine Meinung dazu und ja, es war an dich gerichtet.

Friede ?

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Abstillen etc.

Antwort von Aurore am 23.05.2007, 11:03 Uhr

Eigentlich wollte ich mich aus solchen Diskussionen heraushalten, aber so langsam ist mein Geduldsfaden überdehnt... Bevor er reißt, gebe ich jetzt hier auch mal meinen Senf dazu:

Ich habe mich dazu entschieden, meine Tochter (morgen 5 Wochen alt) zu stillen. Das war am Anfang nicht einfach: Nach dem Milcheinschuss war ihr meine Brust zu prall um meine ziemlich flache Brustwarze zu fassen. Nachdem ich einen Tag lang wirklich alles versucht habe und Mama, Kind und Bett nass waren, aber keine Milch IM Kind, hat meine Hebi mir Stillhütchen besorgt. In mühevoller Kleinarbeit haben wir uns diese wieder abgewöhnt und jetzt klappt das Stillen richtig gut.

ABER: Das hätte ich nie im Leben so gut hingekriegt, wenn ich nicht 1. Zeit (Laura ist mein erstes Kind) und 2. Unterstützung (mein Mann hatte eine Woche Urlaub und meine Hebi ist ein Engel!) gehabt hätte.

Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass eine Mama, die mehrere Kinder zu betreuen hat und der vielleicht zudem auch noch die Unterstützung fehlt, lieber aufs Fläschchen umsteigt. Man kann ja schlecht das größere Kind so lange woanders "parken", bis es mit dem Stillen des Kleinen klappt, oder?!

Ach ja, zum Thema Lagzeitstillen: Ich stille sehr gerne und werde dies nach Möglichkeit auch sechs Monate voll tun. Aber: in einem Jahr MUSS ich wieder arbeiten gehen (wenn wir bis dahin nicht im Lotto gewonnen haben oder mein Mann genug verdient, um uns drei problemlos zu ernähren...) und ich fände es schon sinnvoll, wenn Laura bis dahin abgestillt wäre...

Es ist schön, wenn manche von Euch dazu in der Lage sind, zu Hause zu bleiben, bis das Kind in den Kindergarten kommt, zu stillen so lange es das Kind möchte, das Kind den ganzen Tag herumzutragen und wahrscheinlich so ganz nebenbei noch das ganze Haus zum glänzen zu bringen - ABER:

Diejenigen von uns, die das - aus welchem Grund auch immer - nicht können, sind deshalb keine schlechteren Mütter!

LG

Aurore & Laura Céline

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Re: Noch mal zum Abstillen und

Antwort von Felis am 23.05.2007, 11:15 Uhr

Ich habe dir im Stillforum geantwortet. Ich denke, dass Sphynxie dich unten nochmal angesprochen hat, lag auch daran, dass sich im Stillforum tatsächlich viele Leute Gedanken für dich gemacht und nie ein Feedback bekommen haben. Insofern ist es gut, jetzt zu lesen, was bei euch so los ist/war und wie du dich entschieden hast. Schliesslich wollten dir alle helfen und wünschen dir sicher nur das Beste ;-)

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Re: Abstillen etc.

Antwort von lenamama99 am 23.05.2007, 11:18 Uhr

Hallo,
nicht alle LZ-Stillerinnen sind zu Hause, auch wenn ich wirklich gerne länger zu Hause gewesen wäre.

Ich glaube das Hauptproblem ist, dass sich die Still- und Fläschchenmamas nicht respektieren.

Ich hatte das Glück meine Kinder beide stillen zu können und habe aber auch von Anfag an gesagt, ich versuche es, wenns geht ist gut, wenn nicht dann auch.

Mein Sohn war recht häufig krank und ist der totale Stillfan, er wird auch mit mittlerweile 3 Jahren abends noch gestillt aber auch nur weil wir es beide mögen.

Ich wünsche dir und deiner Tochter eine schöne weitere Stillzeit so lange ihr es beide mögt.

LG Ute

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beitrag oben ist an Aurore

Antwort von lenamama99 am 23.05.2007, 11:19 Uhr

*

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Re: Noch mal zum Abstillen und

Antwort von Tragemama am 23.05.2007, 12:55 Uhr

Zuerst einmal möcht ich sagen, bin ich auch begeisterte Stillmama. Allerdings erst beim Zweiten Anlauf ( sprich beim Zweiten Kind ).

Beim Ersten hatte ich fast keine Unterstützung von der Hebi und eigentlich auch keine Ahnung vom Stillen.

Meine Zwei sind genau 18 Monate auseinander. Wir haben 3 Monate gebraucht um reibungslos stillen zu können. Ich hab meinen Zweiten ein halbes jahr fast ausschließlich im Tuch getragen, ich hab mich hingelegt wenn die Kinder geschlafen haben.

Ich hab pro Tag midn. 2-3 Std Zeit für mich wenn die Zwei schlafen. Mein Mann arbeitet von früh bis abends und trotzdem komm ich gut über die Runden.

Nach der Geburt war mein Mann eine Woche krank und der große Bruder war natürlich auch noch da. Trotzdem blieb ich im Bett. Das Neugeborene stand für mich in dieser Zeit an erster Stelle. Ich hätte ihm nie Kunstmilch gegeben und ihm die Vorteil der Muttermilch vorenthalten, nur weil in unserer Gesellschaft das Wochenbett praktisch nicht mehr existent ist.

Mein Mann hatte "nur" Grippe. Ich hab ein Kind zur Welt gebracht, mußte das Stillen lernen, hatte übelste Kreislaufprobleme und wäre gar nicht in der Lage gewesen mich um Mann und Kind zu kümmern.

Ich denke gerade im Bereich Stillen und Flasche ist es die Gesellschaft, die die Hauptschuld daran hat, das so wenige Kinder gestillt werden.

Hier muß Frau praktisch schon im Kreissaal wieder fit sein, spätestens aber bei der Entlassung.Der Familienzusammenhalt und die Unterstützung durch die Familie ist kaum noch vorhanden.

Es ist sehr Schade und traurig das Mamas nicht stillen können, weil ihnen schlichtweg die Zeit fehlt sich intensiv mit ihrem Neugeborenen zu beschäftigen.

Und so wie Stillmami 1974 bin ich auch davon überzeugt das viele Probleme unserer Gesellschaft darauf zurückzuführen sind das immer weniger Mamis Zeit haben sich intensiv um ihre Kinder zu kümmern weil ihnen zuviel abverlangt wird.

Aber auch mit zwei oder drei Kindern kann man durchaus stillen, tragen und sich tagsüber hinlegen.

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Wie gesagt...

Antwort von Sphynxie am 23.05.2007, 15:13 Uhr

Deine Entscheidung stand/steht dir frei, und ICH werde den Teufel tun und dich deshalb verurteilen. Als Aussenstehende kann man eben nur schlecht in dich hineingucken, und nicht alles wissen, was dir im Kopf rumschwirrt und dich belastet. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute.

Sphynx (die hier noch nie eine zur Flasche entschlossene Mama "missioniert" hat, und die Flaschenmamas in dieser Hinsicht durchaus versteht..)

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Re: Noch mal zum Abstillen und

Antwort von Sarah-Michelle06 am 23.05.2007, 20:09 Uhr

jede frau muss selbst entscheiden ob sie stillt oder nicht. ich habe meine tochter auch nicht lange gestillt und dann mit tabletten abgestillt. die flasche ist besser als gar keine nahrung. klar ist sie "praktischer". aber das muss jede für sich selbst entscheiden, die kinder werden immer groß.

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