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Geschrieben von anneklein am 17.11.2018, 12:36 Uhr

Weihnachten im Schuhkarton

Hallo!
Meine Jüngste hat kürzlich einen Flyer von dem Projekt in die Finger bekommen und wollte nun unbedingt mitmachen. Ich kannte es vom Namen her schon aber wollte mir vorher alles mal genau anschauen... Bin nun aber ein bisschen geschockt, was ich da auf der homepage gelesen habe. Das ist ja Mission pur! Die Kinder bekommen zu dem Päckchen nicht nur ein Heftlein über Jesu´Leben sondern im Anschluss startet ein richtiges "Programm" zur Bekehrung zum christlichen Glauben damit "die armen Kinder endlich die wahre Liebe kennenlernen". Das schockiert mich ehrlich!
In einem Artikel war von den armen Kindern in der Mongolei die Rede, die ja (leider!?) dem buddhistischen Glauben angehören...So krass hatte ich mir das nicht vorgestellt!
Nun bin ich fies und Töchterchen darf keinen Schukarton verschicken. Wir haben aber schon Ersatz gefunden und erfreuen eine kenianische Familie mit 3 Kindern die Weihnachten feiern weil sie nämlich schon Christen sind - wahrscheinlich auch missioniert worden aber daran sind dann nicht wir "schuld"

Wie findet ihr die Aktion und war euch klar, was dahinter steckt?
Anne

 
13 Antworten:

Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von Nynaeve2018 am 17.11.2018, 12:53 Uhr

Ich kenne es. Hier vor Ort gibt es eine Alternative über eine Hilfsorganisation, die schon seit Jahren in "ihre" Kinderheime fahren, auch außerhalb von Weihnachten. Und dann gibt es den Weihnachtswunschbaum, hier vor Ort sogar für alle Bedürftigen, nicht nur Kinder, sondern auch für alte arme Leute. Das alles völlig ohne Mission.

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von marzipanelfe am 17.11.2018, 13:03 Uhr

ja das kenn ich und war mir bewusst.
deswegen machen wir da nicht mit.

wir spenden hier auch lieber zum wunschbaum, ein bunt gemischtes paket fuer unser tierheim vor ort oder den obdachlosen. ueberall darf man selbst aussuchen und packen, das macht den kindern viel freude......und es bleibt in unser stadt.

es muss jeder fuer sich selbst wissen, viele schule bieten an, fuer bestimmte kinderheime spenden zu sammeln. das finde ich auch gut.......

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von Korya am 17.11.2018, 13:05 Uhr

Naja, es gibt doch verschiedene Schuhkartonprojekte, nicht alle sind religiös. Die von Rotary z.B. gehen völlig ohne christliche Missionsgedanken vor.

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von Port am 17.11.2018, 13:29 Uhr

Ich mache bei solchen Aktionen grundsätzlich nicht mit. Es stehen gerade in der Vorweihnachtszeit immer mal wieder Leute vor der Tür, die für DRK oder sonstige Organisationen Geldspenden haben wollen. Ich unterbreche den Redeschwall ganz schnell und sage klar, dass es vergeudete Zeit ist.

Ich spende viel, wirklich viel, aber nur für Menschen, die ich kenne und weiß, dass es direkt ankommt. Auf Spendenbescheinigungen wegen Steuerrückzahlung bin ich nicht scharf. Es gibt nur eine einzige Organisation, die ich gegen Spendenbescheinigung unterstütze seit 2004, als der Tsunami in Asien zugeschlagen hat, aber diese Organisation hat sich auf die Fahnen geschrieben, keinerlei Verwaltungskosten zu haben. Sie bringen sogar ihre Post mit privat bezahltem Porto auf den Weg. Jeder Flug in Gebiete, die sie unterstützen, wird privat als Urlaub verbucht. Das finde ich prima.

Deshalb sind für mich RTL-Spendenmarathon und ähnliche Geschichten völlig uninteressant. Ich freue mich aber natürlich, wenn dort viel Geld zusammenkommt.

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von lilke am 17.11.2018, 13:35 Uhr

Bei uns macht das humedica (Geschenk mit Herz) mit den Sternstunden zusammen und mir wäre neu, dass die dabei "missionieren", hab ich zumindest in den letzten Jahren nie irgendwo auf ihrer Seite gesehen gehabt.

Die Päckchen aus Bayern gehen großteils nach Osteuropa oder an bedürftige Kinder in Bayern (über die Tafel verteilt). Meine Kinder packen seit sie ein Jahr sind jeder jeweils ein Päckchen, obwohl es ihnen jedes Mal schwer fällt ein Kuscheltier "abzugeben" ;) Es ist natürlich nie eins IHRER Kuscheltiere, aber das ist ja dann so toll, dass man es doch am liebsten selbst behalten müsste. Aber sie haben sich bisher immer beide überzeugen lassen, dass die "armen Kinder, die keine Kuscheltiere haben", sich darüber viel mehr freuen.

Mein Großer (4) fragte aber letztens, ob denen denn keiner brav gewesen wäre, denn sonst müsste ihnen doch der Weihnachtsmann eh schon was bringen... Naja, er hat sich dennoch überzeugen lassen.

LG
Lilly

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Vielleicht magst du ja die Homepage verlinken.

Antwort von Lauch1 am 17.11.2018, 18:55 Uhr

Eigentlich darf nämlich nicht missioniert werden.


„1. Wird christliche Literatur in die Schuhkartons gelegt?
Die Geschenkkartons werden von den Sammelstellen oder der Weihnachtswerkstatt mit Klebeband verschlossen, ohne dass christliche Literatur hinzugefügt wurde. Unsere Partner - Kirchengemeinden vor Ort - bieten jedoch bei den Verteilungen ein Heft mit Bibelgeschichten in der jeweiligen Landessprache an, das von den meisten Kindern gern angenommen wird. Die Annahme ist frei und keine Bedingung für den Erhalt der Schuhkartons. Das Heft können Sie sich in deutscher Sprache in unserem Online-Shop bestellen.
Es wurde international vereinbart, dass die Verteilungen der Geschenkpäckchen in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an den Ärmsten der Armen erfolgen müssen und die christliche Botschaft nicht manipulativ eingesetzt werden darf. Sollten deshalb eine Weihnachtsfeier und das Angebot des Heftchens nicht in den religiösen oder kulturellen Kontext passen, wird davon abgesehen. Die Geschenke gibt es in jedem Fall und ohne jede Bedingung. Einziges Kriterium ist die Bedürftigkeit des Kindes. Diese Regeln gelten für die Aktion weltweit.
Für Gemeinden in Osteuropa sind die Schuhkartons eine gute Gelegenheit, mit Kindern und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen. Bekunden sie dabei Interesse am christlichen Glauben, laden die Gemeinden sie unverbindlich zu einem kindgerecht aufbereiteten Glaubenskurs ein. Weitere Informationen finden Sie hier.
Welche Kontakte letztendlich daraus heraus entstehen, liegt in der Eigenverantwortlichkeit der Gemeinden und der Entscheidungsfreiheit der Eltern und Kinder vor Ort. Somit begünstigt und unterstützt „Weihnachten im Schuhkarton“ die Arbeit vieler Kirchengemeinden vor Ort.„
https://www.geschenke-der-hoffnung.at/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/haeufige-fragen/

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von leonessa am 17.11.2018, 21:19 Uhr

Bei uns im Ort sammelt die evangelische Kirche vor allem in den Kindergärten und Schulen (jedes Kind gibt etwas für den Schuhkarton (da ist z.B. fest vorgegeben, was in so einen Karton kommt - Unterwäsche, Schreibzeug, kleines Spielzeug, Naschzeug, Pullover, Postkarte aus dem Heimatort, ...) - entweder für Mädchen oder Jungen gestaffelt nach Alter....). Jeder kann mitbringen, was, wieviel und ob er möchte - gepackt wird dann in der Kirche. Auch andere Personen können Spenden.

Sie haben dann genau 2 Kinderheime in Rumänien, die sie auf eigene Kosten mit Ehrenamtlichen anfahren und dort die Päckchen an die Kinder verteilen. Bilder der Übergabe gibt es danach zu sehen und manchmal erkennen die Spender auf den Bildern ihre geschenkte Ware. Soweit ich weiß, wird hier aber nicht missioniert. Das ist sicher eine gute Sache.

LG, Leonessa

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von Maroulein am 17.11.2018, 22:46 Uhr

Da Spende ich lieber etwas vom Wunschbaum fürs Kinderheim- Wir suchen uns extra immer ältere aus,da meist doch nur die Wünsche der Kleinen abgenommen werden,die Großen wünschen sich manchmal nur sowas wie einen Bademantel,einen Föhn und ähnliches.

Die Freundin meiner Großen ist auch im Kinderheim,die bekommt auch etwas von uns,da sie auch im Dezember nur ihr normales Taschengeld bekommt,Geschenke gibt es nicht,auch sie hat eher bescheidene Wünsche,sie kommt auch meist am ersten Feiertag zu uns und bleibt so lange das Heim es erlaubt.


Man muss gar nicht weit schauen,da ist vielleicht ein. Kind in der Klasse eurer Kinder welches nicht Mal die notwendigen Schulsachen hat, vielleicht noch nicht Mal ne gescheite Tasche(und es ist ja im Endeffekt egal wenn die Eltern vom Amt Geld dafür bekommen,wenn es nicht beim Kind ankommt bekommt dieses Ärger von den Lehrern,und manchmal weiß man ja auch gar nicht warum es nicht beim Kind ankam)die werden von uns manchmal mit ausgestattet wenn es bei uns passt.


Oder in meinem Fall eine Patientin die es sich nicht leisten kann sich neue Anziehsachen zu kaufen,fast alles was sie hat ist total verschlissen,die freut sich auch wenn ich in der Verwandtschaft Klamotten Organisiere die nicht mehr getragen werden,aber noch in Ordnung sind.

Ich weiß so das es genau da ankommt wo es hingehört

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von stella_die_erste am 18.11.2018, 18:06 Uhr

Und ich bin der Ansicht:
HAUPTSACHE HELFEN!

Diese Menschen sind so arm..was sie glauben oder was man ihnen erzählt, spielt da eine untergeordnete Rolle. Die haben ganz andere Sorgen als irgendeinem Glauben exzessiv zu folgen, insofern werden sich die Erfolge da sehr in Grenzen halten.
Wenn sich Kinder über einfachste Verbrauchsgüter und kleine Spielzeuge freuen und Mütter froh über ein Paket Kaffee oder Zucker sind, dann spielt es für mich keine Rolle, ob da "missioniert" wird.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie man sich alle Jahre wieder über WiS echauffieren kann.
Entweder macht man mit oder nicht.
Diese Missionierungsstory hat doch inzwischen einen Bart..

Wir packen für verschiedene Organisationen Pakete. Auch für WiS.
Mir ist wurscht, ob da Pfaffen und Nonnen ihren Irrglauben verbreiten, solange ich mit meinen Päckchen arme Menschen zumindest für einen Moment glücklich mache und Kinderaugen leuchten!

Eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn so mancher Aktion hilft jedenfalls keinem.

Übrigens: die katholische Kirche macht es auch nicht anders.
Nur verteilt die keine Päckchen!
Hoffentlich geht ihr dann alle konsequenterweise nicht in die Weihnachtsmesse..!

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Re: Weihnachten im Schuhkarton

Antwort von stella_die_erste am 18.11.2018, 18:08 Uhr

Und was hat das jetzt mit dem Ausgangsbeitrag zu tun?

Es geht hier nicht um Geldspenden, von denen man nicht weiß, ob und wo sie ankommen.
Und auch nicht an Schnorrer, die an der Türe klingeln.

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Sollte jemand vom DRK bei dir klingeln

Antwort von Keksraupe am 18.11.2018, 20:30 Uhr

Ruf doch bitte die Polizei an (sag das denen aber nicht, sondern halte sie etwas hin an der Tür, „mein Telefon klingelt, bitte warten sie mal kurz!“ wichtig: Tür zu!)

Das sind Betrüger

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Re: Sollte jemand vom DRK bei dir klingeln

Antwort von kaempferin am 18.11.2018, 23:08 Uhr

Zum Glück wohne ich ja "unterm Dach juchhee" und habe eine Sprechanlage, die mir da super nützliche Dienste leistet. Und ich mache noch lange nicht jedem auf (und denen, die ich nicht ausdrücklich gebeten habe, zu kommen, erst recht nicht!) - und wimmle "solche" Leute dann auch höflich, aber bestimmt, mittels Sprechanlage ab. Das geht ruckizucki und da bin auch gleich fertig mit denen. Und da muss man auch gar nicht unfreundlich werden, aber doch ganz bestimmt nein sagen - wie weiter oben bereits erwähnt.

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Re: Sollte jemand vom DRK bei dir klingeln

Antwort von Salkinila am 19.11.2018, 12:24 Uhr

Das müssen nicht unbedingt Betrüger sein, denn das DRK sammelt sehr wohl an der Haustür. Allerdings oft nicht mit echten Sanitätern, sondern mit Subunternehmern, die durchaus aufdringlich sein können.

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