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Geschrieben von Alexa1978 am 01.06.2014, 11:20 Uhr

Tod und Schicksal

Ich lese es in der Zeitung, im Internet oder höre es in den Nachrichten. Ich gehe gerne über den Friedhof und lese aufmerksam die Namen auf Grabsteinen, stelle mir die Familien dahinter vor. Manchmal habe ich auch eine Kerze für fremde Gräber dabei, die niemand mehr besucht - oder zünde in der Kirche eine Kerze für die Verstorbenen an.

Egal ob Namenlose bei einem Unglück, Treva, die ich leider nur aus dem Internet kenne, oder Karlheinz Böhm. Hinter jedem Unglück steht ein realer Mensch und dessen Familie und Freunde.

Natürlich trifft einem ein Schicksal eines bekannten und geliebten Menschen mehr, aber dabei geht es doch eigentlich nicht um den Verstorbenen, sondern vielmehr um die Angehörigen, die man persönlich kennt und um einem selbst. Schließlich spürt man hier die Trauer und vermisst die gemeinsame Zeit, die man mit einem verstorbenen Menschen verbringen durfte.

Ich selbst glaube fest an ein Leben nach dem Tod und dass zusammengehörende Seelen immer wieder zueinander finden und dass mit dem Tod das Dasein nicht beendet ist.

Ein kurzer, stiller Gedanke an alle Verstorbenen und Schicksalsfälle aufgrund Krankheit oder Unfall.

 
68 Antworten:

Re: Tod und Schicksal

Antwort von iriselle am 01.06.2014, 13:20 Uhr

Als mein winziges Baby damals viel zu früh zur Welt kam ,war ich vor allem traurig, dass er dieses Leben nicht kennenlernen durfte... an mich hab ich da gar nicht so sehr gedacht, ich fand es einfach unfair.
Inzwischen hab ich mich viel mit dem Thema Tod beschäftigt, berufsbedingt komme ich ihm auch oft nah (Pflege ).
Früher hatte ich große Angst vor Sterben und Tod, das ist schon länger Vergangenheit.
Wir alle sind nun mal sterblich und werden irgentwann diesen Weg gehen, manche viel zu früh nach unserer Meinung, manche sehnen ihn im hohen Alter oder bei schwerer Krankheit herbei.
Für mich persönlich ist es wichtig jeden Tag als Geschenk anzunehmen, jeden Tag dankbar zu sein für mein Leben, jeden Tag mit diesem zu füllen.
Wir wissen nicht wann " er " kommt, umso wichtiger ist es bewußt zu leben, Zufriedenheit zu finden.
Für mich ist der Tod nicht das Ende, ich glaube an Gott und das ewige Leben- und das tröstet sehr .

" Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von dem das Sonnenlicht nur der Schatten ist " ( Bonhöffer ).

VG,Iris

Schicksal... ein Begriff, den Treva garnicht leiden konnte

Antwort von lastunicorn am 01.06.2014, 16:12 Uhr

Wir haben oft darüber gesprochen, denn wir beide haben mit diesem Thema so einige Erfahrungen gemacht. Wer sich des Begriffes "Schicksal" bedient, blendet oft aus, dass eigentlich Alles, was uns im Leben widerfährt, auf unseren Entscheidungen beruht. Die Benutzung dieses Begriffes ist einfacher als sich mit dem, was das Leben eben auch in negativer Ausprägung ausmacht, auseinander zu setzen. Ich könnte dir auch ganz sicher einige Zusammenhänge schildern, die schlussendlich anteilig zu Trevas Tod geführt haben, wobei nicht alle von ihr unmittelbar beeinflussbar waren.

Treva war wie ich fasziniert von Steve Jobs Abschlussrede an der Stanford University aus 2005 - der Einfachheit halber ist dieses der Link zu einer recht guten Übersetzung:

http://www.zdnet.de/41557014/steve-jobs-der-tod-ist-wahrscheinlich-die-beste-erfindung-des-lebens/2/

"Niemand will sterben. Nicht einmal Menschen, die in den Himmel kommen wollen, möchten sterben, um dorthin zu gelangen. Und dennoch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist ihm jemals entkommen. Und das ist so, wie es sein sollte, weil der Tod wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens ist. Das Leben hat ihn mit dem Wandel betraut. Er räumt das Alte weg, um Platz für Neues zu machen. Gerade jetzt sind Sie das Neue, aber eines Tages, es ist gar nicht so lange hin, werden Sie langsam zum Alten gehören und weggeräumt werden. Tut mir Leid, dass ich so dramatisch bin. Aber es ist die Wahrheit."

Trevas Tochter ist trotz ihrer schweren chronischen Erkrankung jetzt schwanger und wird sie zur Oma machen. Es ist fast makaber, wie gut das Zitat zu den Umständen ihres Todes zu passen scheint.

Sie selber war nicht gläubig und hat nicht an ein Fortbestehen der Seele nach dem Tod geglaubt... da waren wir ähnlicher Ansicht. Wir werden uns also nicht im "Himmel" wiedersehen können, aber sie wird - solange ich lebe - immer in meinen Erinnerungen fortleben, als wäre sie "da". Jeder hat so seine Sichtweise und Empfindung...

Re: Tod und Schicksal

Antwort von mf4 am 01.06.2014, 18:25 Uhr

Du stellst dir hinter den Namen die fremden Menschen vor, die Angehörigen, ihren Verlust, ihre Trauer?
Ich finde du hast ein sehr seltsames Hobby.
Ich nehme an du hast selbst keinen sehr nahe stehenden Angehörigen, Freund, Mutter, Vater, Geschwister oder dein Kind da liegen.
Sonst würde dir sicher das Herumschlendern auf dem Friedhof vergehen, weil es einfach weh tut und nichts von einem schönen Sonntagsspaziergang hat.
Deine Kerze bringt keinen zurück und trocknet nicht eine einzige Träne oder schwächt den Verlust für die trauernden fremden Menschen ab.
Vielleicht sind sie gebrochen und keiner hilft ihnen da heraus. Da würde Anteilnahme und Hilfe besser ankommen.
Was gibt dir das persönlich?

Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod und ein Wiedersehen... aber ich stell es mir vor wie schön es wäre, wenn es das gäbe... einfach, weil es Dinge gibt, die ich noch sagen möchte.

Unsere Entscheidung ?

Antwort von SkyWalker81 am 01.06.2014, 18:38 Uhr

Ich denke, es ist durchaus legitim und auch weniger belastend, sich darüber klar zu werden, dass die ganz wichtigen Dinge im Leben (und dazu gehört ganz sicher auch der Tod) eben NICHT in unserer Hand liegen. Und wenn wir noch so sehr dagegensteuern; schlussendlich unterliegt es keinen Regeln: wenn ich dasundjenes mache dann ist es soundso. Das mag funktionieren, wenn ich einen Kuchen backe (wobei dann auch nicht immer DAS perfekte Ergebnis rauskommt...) aber ansonsten gibt es unzählige Dinge die dazu führen können, das alles ganz anders kommt.

Sein Schicksal in die Hand zu nehmen sehe ich eher so, sich durch dieses ganze Chaos im Leben nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Immer wieder hinfallen, Staub abklopfen, Krone richten und aufstehen.Auf jeden Schlag folgt wieder etwas, was uns aufrichtet, in Trevas Fall auf ihren Tod die Geburt des Enkelkindes.
Warum sollte ich mir also ständig miese Gedanken machen; hätte ich doch diesunddas dann wäre alles anders gekommen....bringt doch nix.

Tod ist die beste Erfindung des Lebens ? Klingt alles sehr schön und so stark und abgeklärt. Dennoch bin ich nur ein menschlicher Mensch und keine Googlemaschine der Welt kann mir erklären, wie das dann ist, wenn ich sterbe und tod bin. Das macht mir eine Scheissangst. Gut, das es dann die Möglichkeit gibt es zu verdrängen, weil man weiss: ich kanns nicht ändern; also LEB ich jetzt lieber mal schnell weiter, bevor es zu Ende ist.

Re: Tod und Schicksal

Antwort von Alexa1978 am 01.06.2014, 19:38 Uhr

Liebe mf4,

da irrst du dich leider. Ich habe in meinem Leben eine ganze Menge Menschen verloren, die mir sehr nahe gestanden sind. Aber Trauer und Anteilnahme sind zwei verschiedene Dinge. Um einen fremden Menschen kann ich nicht trauern, denn ich kannte ihn ja nicht, aber ich kann Anteil nehmen - das kann mir keiner verbieten. Ich schätze das Leben und glaube an Gott und an das Leben nach dem Tode und eine angezündete Kerze ist für mich ein Zeichen dafür.

Ein Friedhof ist für mich ein Ort der Stille, ein geschützter und friedlicher Ort. Und ich stelle mir natürlich nicht Verlust und Trauer vor, sondern das Leben - der Tod gehört nun einmal dazu. Ich hatte letztes Jahr eine verheerende Diagnose, umso wichtiger ist das Thema für mich geworden und ich habe auch keine Angst vor den Tod.

Das ist weder makaber noch seltsam und ein "Hobby" schon einmal gar nicht. Und es handelt sich nicht um "Sonntagsspaziergänge".

Auch in diesem Forum haben ich bereits Zuspruch und Anteilnahme erhalten, von fremden Menschen, die ich nicht kenne und die mich nicht kennen, es tut gut, wenn jemand da ist, der in dem Moment an einen denkt. Ich denke, das spürt man.

Schade, dass du mich da so missverstanden hast.

Liebe Grüße,
Alexa

Schicksal bedeutet für mich, dass ...

Antwort von Alexa1978 am 01.06.2014, 19:41 Uhr

... es eben Dinge gibt, die man nicht mehr rückgängig machen kann und dazu zählt eindeutig der Tod.

Ein Wiederspruch in sich...

Antwort von lastunicorn am 01.06.2014, 19:53 Uhr

Sich über eine Verklärung klar zu werden ist nicht möglich.

So, wie du es schilderst, ist es ein wenig wie beim Kasperltheater, wenn der Kasper sich die Augen zuhält und sagt "Was ich nicht sehe, ist nicht da!" Niemand von uns weiß, wie oft und welche unserer Entscheidungen uns am Tode vorbei geführt haben. Es ist wie im Labyrinth des Minotaurus... wählen wir mehr oder minder den "richtigen" Weg, werden wir vielleicht 103 Jahre alt und dann spricht kein Mensch mehr von "Schicksal", wenn wir aus dem Leben scheiden. Die Meisten finden aber nicht so glücklich durch die Fährnisse des Lebens und dann wird halt schnell nach einer "Schublade" gegriffen, die da Schicksal benannt wird. Gut dabei ist, dass wir nie wissen werden, wann und wie oft wir uns gerade mal eben so für den richtigen Weg entschieden haben und am falschen vorbei gelaufen sind. Dass diese Entscheidungen staatstragenden Charakter haben müssen, behaupte ich garnicht... die allermeisten diese Entscheidungen sind eher unbewusster Natur. Aber einfach so geschieht garnichts und nichts ist ohne Auswirkungen. Der Butterflyeffect bspw. ist eine wissenschaftliche Theorie, die auf diesem Prinzip basiert.

Es ist jedem unbelassen, an "Schicksal" zu glauben... paradox wird es allerdings, wenn dieser Begriff im Zusammenhang mit Menschen benutzt wird, die genau diese Verklärung für sich stets abgelehnt haben.

Beziehst du das auch auf Menschen wie Johannes Heesters?

Antwort von lastunicorn am 01.06.2014, 19:54 Uhr

Sorry, aber da wird's dann schräg...

Re: Tod und Schicksal

Antwort von mondstaub am 01.06.2014, 20:14 Uhr

Ich gehe auch gern auf dem Friedhof spazieren, weil wir einen sehr großen, parkähnlichen haben und ich schau mir auch die Gräber an. Das hat auch nichts mit merkwürdigem Hobby zu tun, ich kenne nämlich viele Leute, die das machen.

Re: Tod und Schicksal

Antwort von kallewirsch am 01.06.2014, 20:28 Uhr

Ich glaube daran:


Der Tod ist kein Ende, sondern viel mehr der Höhepunkt des Lebens,
die Reifeprüfung, der Abschied vor einer neuen Begrüßung,
das Ende vor einem neuen Anfang.

Sterben ist nur ein Umziehen
in ein schöneres Haus.

(Elisabeth Kübler-Ross)

Vielleicht liegt die Erklärung darin begründet, dass

Antwort von lastunicorn am 01.06.2014, 20:32 Uhr

du an Gott glaubst. Heute ist es halt so, dass bei Weitem nicht alle Menschen, die auf Friedhöfen bestattet werden, Gläubige sind. Der einstmalige "Gottesacker" ist heute zumeist in kommunaler Hand und somit gibt es eine Menge dort beigesetzter Menschen, die vielleicht deine Form des Gedenkens zu Lebzeiten abgelehnt haben... sie können sich dagegen nur nicht mehr wehren.

Praktiziere doch vielleicht deine Ansicht und deinen Glauben für dich, aber übertrage das bitte nicht pauschal auf Andere. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir als Angehörige einer bestimmten Glaubensrichtung auch wichtig ist, dass die daraus geläufigen Gepflogenheiten von Andersgläubigen respektiert werden. Warum ist es dann so schwer, dass dieses dir im Gegenzug auch gelingen sollte.

Zudem: vielleicht möchte mf4 garnicht, dass irgendwelche Fremden irgendwelche Kerzen auf das Grab ihres Sohnes stellen... so einfach kann das manchmal sein. Meine Hausärztin sagte mir einmal, dass sie wünschte, sie wäre bei der Wahl der Bestattung ihrer Tochter so schlau gewesen, sie nicht in einem Sarg auf dem örtlichen Friedhof beisetzen zu lassen... dann hätte es ihr viel Kummer bezüglich der Manipulation des Grabes durch Fremde und Kommentare zum Zustand desselben erspart. Mein Sohn wurde auf See bestattet und das ist mein ganz persönliches Empfinden, denn ich brauche und will keinen Ort des Gedenkens. So empfindet jeder verschieden.

Da du dich in deinem AP bewusst auch auf Treva beziehst, reagiere ich eben auch etwas empfindlich, wenn du sie mit in deinen "Begriffsbrei" hinein ziehst. Treva und ich haben sehr oft über das Thema "Tod" gesprochen, seit sie damals vom Unfalltod ihres Vaters hier im Aktuell geschrieben hatte. In der Zwischenzeit haben wir beide enge Familienangehörige verloren... ich denke, mit Niemandem habe ich so viel über dieses Thema gesprochen wie mit ihr. Sie war mir keine flüchtige oder oberflächliche Bekannte, sondern eine enge Vertraute. Und ich nehme mir heraus, hier in diesem Zusammenhang ihre Einstellung zu vertreten, die der meinen sehr ähnelt.

Und abschließend: "Gutgemeint" ist halt bekanntermaßen die kleine Schwester von "Volldaneben"... nicht selten kommen gut gemeinte Handlungen oder Äußerungen so an wie man es selber empfindet. Es gibt halt Themen, bei denen jeder glaubt, ein Experte zu sein - nein, nicht nur beim Fußball... es ist dann eben schwer, einen Konsens zu finden.

Re: Vielleicht liegt die Erklärung darin begründet, dass

Antwort von leonessa am 01.06.2014, 20:59 Uhr

"In der Zwischenzeit haben wir beide enge Familienangehörige verloren... ich denke, mit Niemandem habe ich so viel über dieses Thema gesprochen wie mit ihr. Sie war mir keine flüchtige oder oberflächliche Bekannte, sondern eine enge Vertraute. Und ich nehme mir heraus, hier in diesem Zusammenhang ihre Einstellung zu vertreten, die der meinen sehr ähnelt. "

Woher sollen WIR Außenstehenden denn wissen, WIE Treva gedacht hat? Sicher meint es keiner böse, wenn hier jemand zum Thema Tod, Abschied, Schicksal etc. seine Meinung schreibt. Und man muss sicher auch nicht an Gott glauben, um auf Friedhöfe zu gehen....

Es ist sicher sehr traurig, wenn jemand stirbt - und für bestimmte Menschen eines verstorbenen Menschen eben SEHR traurig und mit keinen tröstenden Wort können wir Hinterbliebene wirklich trösten.


Nachdenklich Grüße von Leonessa

Es ist eine Entscheidung, Krebs zu bekommen?

Antwort von Leewja am 01.06.2014, 21:03 Uhr

sorry, unicorn und Deione Grundeinstellung in allen Ehren, aber ich glaube, unser Veeständnis von "Schicksal" istt sehr unterschiedlich.

Natürlich gibt es viele Dinge, die WIR tagtäglich und ganz unbewusst entscheiden, die unser Leben alle irgendwie verändern, manches unmerklich (ob ich nun Leberwurst oder Salami auf mein Frühtsücksbrötchen tue, dürfte in etwa die geliche promillezahl Arterienverfettung verursachen,), manches ganz gravierend ("wäre ich heute Autobahn gefahren, wie sonst immer, wäre ich in diese Riesenmassenkarambolage mit hoher Wahrscheinlichkeit reingeraten und vielleicht tot").

Aber: meine ELTERN haben mal entschieden, dass ich ruhig nackt in der Sonne spielen kann, als ich 4 war...ich hatte einen (mäßigen) Sonnebrand. Vielleicht ein Aulöser in einer meiner Zellen, mal ein Melanom zu bekommen.
Oder: mein Uropa hatte vielleicht Darmkrebs oder die Uroma Brustkrebs(ich weiß es nicht, meine Omi ist adoptiert worden), beides Erkrankungen mit nun nmal bewiesener genetischer Komponente....kann ich da von "Entscheidung" reden, egal von wem? Nein, das ist, wie es ist und das ist in meiner DNA...ich kann entschediungen trffen, wie nicht zur aucehn, regelmäßig zur vorsorge zu gehen etc., aber VERHINDERN kann ich gar ncihts damit, Entscheidung über eminen genpool habe ich nicht.

Ist "Schicksal" für Dich ein Nebenbgeriff zu "Gott" oder so ähnlich? Etwas, an das man sich kleingeistig klammert, weil man ekine Eigenverantwortung übernhemen will? Dann verstehe ich Deinen Ärger, aber ich denke, du bist da in eine Richtung angriffslustig, die nicht ganz gerechtfertigt ist, denn weil DU (oder Treva) das so verstanden haben, dass man dann "schicksalsergeben" ist oder das "Schicksal" bedeuten soll, dass eh alles vorherbestimmt ist und "seinen sinn hat", dann muss das noch lange nicht auch die Konnotation derer sein, die hier Schicksal als begriff verwenden.

ICH verstehe unter Schicksal das, was einem eben passiert im Leben und ich glaube NICHT, dass alles nur durch Entscheidungen bewusster oder unbewusster Natur passiert, manches ist einfach, wie es ist.

Wer ist das nochmal? In den Buddenbrooks oder in der Poenichentrilogie? Oder in "Kartoffeln mit Stippe"? "Wir haben alle unsere Schicksäler"....das heißt in dem Fall nur so viel wie "wir haben alle unsere Lebensgeschichten, einschließlich dessen, was Generationen vor uns war und was nach uns sein wird....für mich ist Schicksal also ein ganz anderer begriff,als für Dich.


Blumen und Kerzen auf fremde Gräber stellen gehört sich in meinen Augen gar nicht, aber Du willst doch nicht ernsthaft jemandem verbieten, Z DENKEN, was auch immer er oder sie denken will, wenn er an gräbern vorbeigeht?

die Begrifflichkeit...

Antwort von SchwesterRabiata am 01.06.2014, 21:06 Uhr

Schicksal wird auch nicht von jedem gleich verwendet.
Schicksal wird von manchen als eine Art Vorherbestimmung benutzt, daß das Leben quasi schon geschrieben ist, bevor man es erlebt (mal etwas bildlich ausgedrückt).
Aber mit Schicksal kann man, so finde ich, auch einfach nur das Leben an sich meinen, mit Schicksalen gewisse prägnante Augenblicke seines Lebens, was aber rein gar nichts dann damit zu tun hat, daß es nicht unabänderbar war.
Natürlich ist jeder Schritt von uns selbst gewählt und gegangen, wohin uns unser Weg führt, weiß man nicht, aber man geht ihn selbst und auf gewisse Art und Weise auch alleine... deswegen gibt es vermutlich auch den Konjunktiv "was wäre wenn .... gewesen??" ;-).
Ich glaube Menschen, die an Gott glauben oder an anderes, haben es in gewisser Weise leichter, sie haben eine Erwartung, eine Hoffnung, die über den Tod hinaus geht.
mein Kopf sagt mir aber, letztendlich bleibt von jedem nur das, was von Mensch zu Mensch weiter gegeben wird, Erinnerungen an uns im Bewußtsein anderer. Aber ich glaube nicht an einen Fortbestand außer als "Würmerfutter" oder ähnliches....
Dennoch freut man sich über neues Leben, auch wenn man weiß, daß es nur ein begrenztes ist... aber die Welt lebt Tag für Tag neu mit neuen Geschöpfen... und jeder von uns ist ein kleiner Teil für einen kleinen Zeitraum und dennoch ein Stück vom großen Kuchen, ein Krümel oder so...;-)
Ich finde es gar nicht einfach, sich mit seiner eigenen Meinung zu arrangieren manchmal, man muß sich versuchen diese etwas angenehmer zu reden, als sachlich zu denken "in spätestens 50 jahren knabbern Tiere an mir", schön ist die Vorstellung nun nicht, von daher tendier ich zum Kuchen...

Re: Tod und Schicksal

Antwort von Pampersmami am 01.06.2014, 21:10 Uhr

Ach herrje, wer verfasst denn so einen Käse?

Bitte mit Einbauküche und Balkon!

Re: Tod und Schicksal

Antwort von Butterflocke am 01.06.2014, 21:39 Uhr

Ich glaube daran, dass es Dinge gibt, die man nicht wissenschaftlich erklären kann.

Vielleicht bedeutet "Schicksal", sich für einen bestimmten Weg zu entscheiden, ohne zu wissen warum.....obwohl es ein "warum" gibt....
Triffst Du alle Entscheidungen in jeder Sekunde bewusst? Machst Du Dir eingehende Gedanken über die möglichen Alternativen? Bei jedem Schritt, den Du gehst?
Und wenn nicht, warum entscheidest Du dann überhaupt, wie Du entscheidest?

Vielleicht ist es Schicksal, dass ich mich auf der Straße aufhalten lasse und mich 2 Minuten lang mit einer Bekannten unterhalte. Denn wäre ich 2 Minuten früher über die Straße gegangen, hätte mich ein Auto erfasst, das bei rot über die Ampel fuhr.......
Ist das eine Entscheidung? Ja, aber ohne die Konsequenzen der anderen Entscheidung (nämlich weitergehen) vorher gekannt zu haben. Kann man überhaupt etwas als sinnvolle/freie Entscheidung betrachten, dessen Konsequenz man nicht kennt?
Und wer weiß, ob das "Schicksal" im Falle einer anderen Entscheidung nicht dafür gesorgt hätte, dass ich meinen Geldbeutel verliere und 2 Minuten mit dem Aufsammeln der Münzen beschäftigt bin....
Man darf es auch Zufall nennen...
Oder Glück...
Oder Pech..., je nach Ereignis und Sichtweise....; und je nach Glauben...
Aber vielleicht eben auch "Schicksal" im Sinne einer Vorherbestimmung, die man nicht hätte beeinflussen können...

Wie frei und wie spontan und wie freudig könnte man überhaupt noch "freie" Entscheidungen treffen, wenn man sich jedes Mal fragen würde, welch weitreichende oder endgültige und u.U. schmerzvolle und unerwünschte Konsequenz das eigene Handeln eventuell haben könnte.
Würde es nicht lähmen?
WILL ich überhaupt für alles verantwortlich sein?
BIN ich es tatsächlich? Habe ich tatsächlich die Macht über mein eigenes Leben, die ich zu haben GLAUBE?

Letztlich kann jeder tatsächlich nur glauben...., woran auch immer. Auch Menschen, die nicht an Gott glauben, können nur glauben, dass es Gott nicht gibt. Sie können es nicht wissen.

Ich schließe mich in Vielem Leewja an...
Es gibt Dinge im Leben, die man niemals durch das eigene Handeln hätte verhindern oder beeinflussen können.

Übrigens halte ich die Auffassung, der Tod sei "die beste Erfindung des Lebens" für einigermaßen spirituell, auch wenn ich sie nicht unbedingt teile. Denn mit der weiteren Argumentation, dass das Alte entsorgt würde und somit Platz für das Neue und somit den Wandel schaffe, komme ich recht schlecht zurecht.
Zumindest bezüglich konkreter "Schicksale" bestimmter Menschen. Treva eingeschlossen, und zwar trotz - ja sogar WEGEN - des Enkelchens, das hoffentlich gesund und munter zur Welt kommen wird!

Es ist schwierig..........
Das Leben ist oft so wenig wissenschaftlich erklärbar. Und manchmal tut es so weh, dass man nach Wegen sucht, den Schmerz zu lindern. Und dieser Weg sieht sicher für jeden Menschen anders aus.

Ich für meinen Teil wehre mich allerdings dagegen, dass nur Dinge eine "Daseinsberechtigung" haben, die wissenschaftlich erklärbar sind.
Ich denke außerdem, dass wir mit unserer Wissenschaft erst beim kleinen Einmaleins sind - wenn überhaupt.....

Re: Es ist eine Entscheidung, Krebs zu bekommen?@leewja

Antwort von kallewirsch am 01.06.2014, 21:48 Uhr

" aber Du willst doch nicht ernsthaft jemandem verbieten, Z DENKEN, was auch immer er oder sie denken will, wenn er an gräbern vorbeigeht?"



doch, leewja, lastunicorn will das. wir sollten es ihr lassen.

Re: Es ist eine Entscheidung, Krebs zu bekommen?@leewja

Antwort von kallewirsch am 01.06.2014, 21:48 Uhr

" aber Du willst doch nicht ernsthaft jemandem verbieten, Z DENKEN, was auch immer er oder sie denken will, wenn er an gräbern vorbeigeht?"



doch, leewja, lastunicorn will das. wir sollten es ihr lassen.

Re: Tod und Schicksal

Antwort von leonessa am 01.06.2014, 21:58 Uhr

Butterflocke - DAS hast Du gut gesagt. Ich denke genauso!

Manche Dinge passieren einfach, ohne dass man es will bzw. erklären kann. Schicksal kann man so oder so erklären. Man kann gläubig sein oder/und bewusst (nicht) christlich - sein, dennoch passieren Dinge, die passieren.. man muss damit leben! WIE man sich die Dinge und Erlebnisse erklärt, ist jedermann selbst überlassen und sollte hier auch Keinem vorgeschrieben werden.

Trauern kann man trotzdem, an Gräber gehen - oder auch nicht.

LG, Leonessa

ich finde den gedanken des "werdens und vergehens" nicht unangenehm

Antwort von Leewja am 01.06.2014, 22:08 Uhr

und ich bin innerlich sehr einverstanden mit dem wunscxh meiner eltern, mal in einem friedwald bestattet zu werden (oder als asche dort eben verstreut oder vergraben oder whtaever), denn mein Vater liebt den gedanken, dann einem baum als "nahrung" zu dienen und so sinn in einem neuen leben zu haben, sozusagen.
Er ist Biologe und er meint "Gott ist DNA"...sie ist in allem lebenden und sie kann alles sein ;) eine interessante theorie, abner wie dem auch sei....

ich will nicht FRÜH sterben, ich will ALT werden, aber DASS ich sterbe, das macht mir keine ansgt.
Ich will JETZT nicht sterben, weil ich mein KMind nicht verlassen will und weil ich das leben so mag, aber irgendwann mag man das leben auch satt haben und dann ist sterben auch ok, so war´s bei meiner omi.

keiner will "vorzeitig" aus dem leben gerissen werden, klar, man will so lange leben, wie man gerne lebt, denke ich.
Und wenn mir das vergönnt wäre, lange gesund und klar zu leben und daran weiterhin meine helle freude zu haben, BIS ich es satt habe....dann muss danach auch nix mehr kommen (außer ein baum zu sein, irgendwie und in irgendeiner zelle).

Re: ich finde den gedanken des "werdens und vergehens" nicht unangenehm

Antwort von Butterflocke am 01.06.2014, 22:23 Uhr

Aber das ist doch der Punkt....
Bei wem läuft es schon so, wie von Dir beschrieben?
Nach dem Motto "Schön war´s, das Licht darf nun ausgehen..."

In vielen Fällen ist es eben leider NICHT so...
Und in diesen Momenten passt der Gedanke des "Werdens und Vergehens" (und auch der des Wandels) irgendwie nicht mehr so recht....

es schrieb jemand "der Gedanke, dass danach NICHTS ist, macht mir eine Scheißangst"

Antwort von Leewja am 01.06.2014, 22:41 Uhr

darauf bezog ich mich.

Ich habe auch Angst, "zu früh" zu sterben, klar, aber ich habe eben nicht angst, weil danach vielleicht einfach nix kommt.

und das jobbs-zitat fand ich auch nicht schlecht....ich mag den gedanken, ja. altes vergeht und zerfällt, neues entsetht, benutzt dazu material des alten....warum nicht?

ich glaube nicht, dass ich im himmel (oder in der hölle) alle wiedertreffe, ich habe eine vrostellung von einem undefinierten wohlgefühl und freiheit, aber wenn nix ist, ist eben nix, ich finde DEN gedanken nicht schlimm.

der egdanke, morgen einen tumor zu tasten, übermorgen in einen unfall zu geraten oder ähnliches, ist natürlich beängstigend.

Re: Tod und Schicksal

Antwort von Finfant am 01.06.2014, 22:56 Uhr

----Ein Friedhof ist für mich ein Ort der Stille, ein geschützter und friedlicher Ort-----

tja.....da steh ich mit meiner kleinen Tochter am Grab von meinem Mann bzw. Papa.....und Stille ist es nicht...denn, da kommt die Cousine von Mann vorbei und ruft: HI-MICHAEL.......als ob wir auf dem Jahrmarkt wären :-((( andere (fremde) Menschen, fragen Nadine....wer denn jetzt da im Grab liegt......(es ist ein Urnengrab und in diesem Grab, ist mein Vater, mein Bruder und mein Mann)......die Menschen fragen ein KIND??? ein Kind das weint :-(((

-----------der Tod gehört dazu----------*ohne Worte!*

Andrea

Re: es schrieb jemand "der Gedanke, dass danach NICHTS ist, macht mir eine Scheißangst"

Antwort von Butterflocke am 01.06.2014, 23:04 Uhr

Mit dem Zitat hab ich Probleme, weil es eben NICHT immer "Altes" ist, das geht (gehen muss...).
Es wird hier etwas dargestellt, was MIR womöglich keinen Trost spenden, sondern noch mehr Schmerz zufügen würde.

ich verstehe es nicht auf einen konkreten fall angewendet

Antwort von Leewja am 01.06.2014, 23:18 Uhr

da ist es sicher schmerzlich und vielleicht sogar unverschämt, zu sagen, der eine macht nun üplatznudn was neues kommt.

ich sehe es eher global als war.
es ist, wie es ist: wenn irgendwas sicher ist im leben, dann, dass es endet.

dass man im jeweiligen fall nur selten (leider) denken kann "Ja, dieses leben hat nun seinen runden schluss gefunden", sondern oft mit "zu früh, zu schnmerzhaft, zu grausam, zu plötzlich" konfrontiert ist, ist ganz sicher war.

gerade bei einer frau, die sicher gern ihr enkelchen kennengerlnt hätte, klingt der satz fast zynisch.

ganz grundsätzlich IST der tod aber eben einfach unumgänglich und---ICH möchte nicht ewig leben.....

Re: ich verstehe es nicht auf einen konkreten fall angewendet

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 0:38 Uhr

Mit 18 hatte ich einen Herz-Kreislauf-Stillstand wegen Schock. "Danach" ist offenbar nicht Schluss, so meine Erfahrung.

Tiefe Bewusstlosigkeit kenne ich auch, mein "besonderes Erlebnis" hat damit aber nichts zu tun und ist/war in keiner Weise vergleichbar.

Für mich überraschend, die Erinnerung an meinen " kurzen Aussetzer" verblasst kein Bisschen.

Hast du gelesen, WAS ich geschrieben habe?

Antwort von lastunicorn am 02.06.2014, 6:11 Uhr

Ich verbiete Niemandem etwas, aber ich verbitte (dieser eine Buchstabe hat eine enorme Wirkung!) mir, dass im Zusammenhang mit Trevas Tod von Schicksal gefaselt wird, wenn "kleingeistig", wie du schreibst, immer gleich auf dasselbe verwiesen wird.

Gerade du musst doch wissen, dass es bei Krebs zwar eine Veranlagung oder höhere Prädestierung geben kann, diese aber nicht zwangsläufig zum Ausbruch der Krankheit führen muss, wenn man sich entsprechend verhält und danach lebt. Und genau DAS ist eine Entscheidung. Du weißt so gut wie ich, dass dein Sonnenbrand als Kleinkind zwar nicht deine Entscheidung war, aber dennoch auf einer Fehlentscheidung deiner Eltern beruhte. Das ist KEIN Schicksal, sondern schlicht ein Fehler von Menschen. Auch ich habe mit den Folgen von elterlichem Fehlverhalten zu leben, wenn ich mein Asthma betrachte. Mir fiele nicht im Traum ein, da von Schicksal zu sprechen. Und über unseren Genpool haben irgendwann andere entschieden, indem sie sich mehr oder minder bewusst entschieden, sich miteinander zu reproduzieren. Klar, das war weder deine noch meine Entscheidung... aber die Entscheidung für unsere Kinder haben wir durch unseren Willen zur Reproduktion getroffen und zu verantworten. Sich dann hinter dem Begriff "Schicksal" zu verstecken, wäre feige und unehrlich.

Re: es schrieb jemand "der Gedanke, dass danach NICHTS ist, macht mir eine Scheißangst"

Antwort von Alba am 02.06.2014, 7:41 Uhr

Es ist schon rein rechnerisch Bloedsinn, wir haetten nie eine Bevoelkerung von 7 Milliarden weltweit erreicht wenn fuer alles Neue etwas Altes sterben muesste.

Habe ich und bitte sei nicht so böse drüber, was ICH gerschrieben habe

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 7:50 Uhr

Wir haben einen unterschiedlichen Begriff von "Schicksal", das rührt ganz andere Saiten in uns an, deshalb werden wir nicht auf einen grünen nener kommen, was das Wort angeht.

ich glaube nicht an vorgezeichnete Lebenswege, an unausweichliche "Schacksäler", die jemand oder etwas im Kopgf hat für jeden, aber ich glaubge auch nicht daran, dass jeder Schritt meines Lebens dräuend zu einem schrecklichen Ereignis führen kann, oder zu einem herrlichen, manches ist einfach, wie es ist...

Re: es schrieb jemand "der Gedanke, dass danach NICHTS ist, macht mir eine Scheißangst"

Antwort von Silvia3 am 02.06.2014, 8:02 Uhr

Danke Alba, ein weiser Satz.

Ich würde zwar gerne (gesund) alt werden, aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert und wenn es aus ist ist es aus. An ein Weiterleben in einer anderen Welt glaube ich nicht, ich weiß auch nicht, ob es erstrebenswert ist, denn wer weiß, ob das besser ist.
Ich versuche mein jetziges Leben so zu leben, dass ich damit zufrieden sein kann, dann brauch ich auch kein weiteres. Der Tod ansich macht mir keine Angst, allerdings fürchte ich mich vor dem evtl. beschwerlichen Weg dahin, also langem Leiden.

Silvia

Und nein, ich glaube, dass man keineswegs durch "richtige Entscheidungen"

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 9:14 Uhr

Krebsausbruch (zum beipsiel) verhindern kann.

Ein zweijähriger hätte seine Leukämie wohl kaum verhindern könen und niemand ist "schuld" daran, dass die Erkranknuig ausgebrochen ist.
Darauf läuft der Gedanke für mich nämlich hinaus, das wird mir gerade klar: Wenn alles, was einem passiert, von eigenen unbewussten oder bewussten Entscheidungen abhängt, dann ist man auch für alles selbst verantwortlich oder anders gesprochen an allem selber schuld. Wie schrwecklich ist dieser gedanke??? manches IST einfach, wie es ist.
Ich bringe mal wieder meine Freundin an: Vegtarierin, Nichtraucherin, sehr gesundheitsbewusst lebend, kein Alkohol, genug Schlaf, viel Sport, hohe Lebenszufriedenheit....Lymphom.

Und meine Mutter: Raucht wie ein Schlot, ist quasi ncihts, was Vitamine enthält, schläft zu äußerst unvernünftigen zeiten, ist aber erstaunlich gesund.

Es ist nicht so einfach: verhälst Du Dich richtig/triffst Du die richtigen Entscheidungen, dann kann Dir nichts passieren.
Icfh vermute, so meinst Du es auch gar nicht, aber das "unwägbare" gibt es eben, lastunicorn, es ist nicht aus der Welt zu reden, wie auch immer man es nun nent. Butterflocke hat ja schon diverse Namen genanT. Schicksal, Glück, Pech, Zufall, Gottes Wille....in manchem IST man ein Spielball von was auch immer.

Wie, kan man bei dem den Tod rückgängig machen?

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 9:56 Uhr

ich verstehe diesen Einwand nun gar nicht.

Er wurde uralt, aber tot ist er doch trotzdem.

Re: Hast du gelesen, WAS ich geschrieben habe?

Antwort von IngeA am 02.06.2014, 10:18 Uhr

Meine älteste Tochter ist mit Klumpfüßen geboren. Warum sie die hat weiß kein Mensch, es gab keine erbliche Vorbelastung, weder auf der Seite meines Mannes noch auf meiner Seite. Was ist das denn jetzt? Für meine Tochter sicher Schicksal, sie hat sich ihre Eltern nicht ausgesucht.
Und für uns Eltern? Hätten wir auf Kinder verzichten sollen, weil es möglich ist, dass wir durch eine Laune der Natur ein behindertes Kind bekommen (wenn man Klumpfüße jetzt mal als Behinderung bezeichnen möchte, aber es gibt ja auch andere Krankheiten/Behinderungen). Denn wir haben ja dadurch dass wir uns reproduziert haben bewusst das Risiko in Kauf genommen dass unsere Nachkommen u.U. eben auch ein schweres Leben haben könnten.
Sorry, für mich ist das Schicksal oder eben auch eine Laune der Natur, denn wir hätten das nur dadurch verhindern können, dass wir eben keine Kinder bekommen.
Wir tragen die Verantwortung dafür, indem wir die Sorge für unser Kind in allen Belangen tragen und sie auch entsprechend therapieren lassen. An der Tatsache dass sie eine Fehlbildung hat ändert unsere Sorge (in Form von Sorgerecht und Sorgepflicht) aber grundsätzlich mal überhaupt nichts.

LG Inge

Umgekehrt wird ein Schuh draus - es ist unglaublich naiv, zu glauben...

Antwort von Petra28 am 02.06.2014, 10:37 Uhr

...man müsse nur die richtigen Entscheidungen treffen.

Wir treffen weit weniger bewusste Entscheidungen, als wir glauben und schon gar nicht haben wir es in der Hand, Erkrankungen wie Krebs mit den "richtigen Entscheidungen" zu vermeiden. Natürlich hilft man dem Zufall auf die Sprünge, wenn man sich die Lunge teert - aber anders herum funktioniert das eben nicht, Lungenkrebs bekommen leider auch Menschen, die nie geraucht haben, sich gesund ernährt haben und Sport getrieben haben.

Nachtrag: Steve Jobs

Antwort von Petra28 am 02.06.2014, 10:47 Uhr

Das Ableben von Steve Jobs beruht vermutlich tatsächlich auf der Fehlentscheidung, er könne seinen Krebs mit alternativen Mitteln und einer "richtigen" gesunden Lebensweise besiegen. Dabei hatte ihm das Schicksal eine seltene Form des Bauchspreicheldrüsenkrebses zugeteilt, bei der man im Gegensatz zum normalen Bauchspeicheldrüsenkrebs gute Chancen hat, zu überleben...

Bin neugierig...

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 11:23 Uhr

mit welchen alternativen Behandlungsmethoden hätte Jobs es schaffen können???

In meinem Bekanntenkreis wird von Krebskranken erwartet, JEDE Bestrahlung, Chemo usw machen zu lassen. Mit der Begründung sonst eben selbst "schuld" zu sein, wenn es mit der Genesung nicht klappen will.

Schwieriges Thema...

sie schrieb "es war seine FEHLENTSCHEIDUNG, es mir alternativen behandlungsmethoden

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 11:28 Uhr

zu versuchen".

Nicht, dass er sich besser FÜR alternative heilnmethoden entschieden hätte.

kann man so oder so sehen, ich denke, eine KOMBI wäre sinnvoll, obwohl ich gerade bei Krebs doch recht schulmedizinisch eingestellt bin :)

wir hatten gerade den fall einer melanompatientin, die monatelang NUR Bitetrstoffe und Weihrauchkapseln genommen hat, ihr heilpraktiker hatte ihr "verboten", schulmedizinische behandlungsmethoden anzuwenden....

Uups,

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 12:17 Uhr

bin heute offenbar nicht des sinnerfassenden Lesens fähig. ;)

Hatte mich schon gewundert. Dachte, dass Jobs sehr lange (über Jahre?) schulmedizinisch behandelt wurde.

Vom alternativen Ansatz bei Jobs wusste ich nichts.

LG

Leewja

Antwort von Morla72 am 02.06.2014, 12:18 Uhr

Kann man diesen Kurpfuscher eigentlich verklagen?
Das ist Körperverletzung meiner Meinung nach, im schlimmsten Fall mit Todesfolge!
Unglaublich.

Kannst Du zum Beispiel hier nachlesen:

Antwort von Petra28 am 02.06.2014, 12:22 Uhr

http://www.spiegel.de/panorama/leute/kampf-gegen-die-krankheit-jobs-bereute-alternative-krebstherapie-a-793140.html

Thanks a lot for the link! OT

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 12:31 Uhr

OT

Ich korrigiere:

Antwort von Petra28 am 02.06.2014, 12:35 Uhr

Es war eine Fehlentscheidung, es AUSSCHLIESSLICH mit alternativen Behandlungsmethoden versuchen zu wollen - bis es zu spät war und ihm die besten Ärzte nicht mehr helfen konnten.

Und: Du magst es persönlich so oder so sehen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Du jedem Patienten verdächtige Muttermale rausschneidest, diese dann vom Pathologen untersuchen lässt - und, sollte es sich um ein Melanom handeln, dem Patienten die geballte Schulmedizin zukommen lässt, im Minimum entfernst Du ihm einen Sicherheitsabstand um den bereits entfernten Hautbereich drumherum. Wäre ja doof, zu warten, bis der Patient einen Hirntumor bekommt, auch wenn er sich ab sofort gesund ernährt, die Sonne meidet und sein Immunsystem pflegt.

Re: sie schrieb "es war seine FEHLENTSCHEIDUNG, es mir alternativen behandlungsmethoden

Antwort von Pamo am 02.06.2014, 12:36 Uhr

Und die Dame hat aus freiem Willen entschieden, schlecht informiert zu sein und zu bleiben und ihrem Quacksalber zu gehorchen.

Gestern gab es hier im Ort auch einen Vortrag von einer Gesundheitsberaterin (4 Wochen Kurs zur Qualifizierung übrigens), wo tolle Tipps zur Ernährung gegeben wurden. Basierend auf unwissenschaftlichen Erkenntnissen eines Nazis aus dem letzten Jahrtausend. Viele Zuhörer fanden das toll - das dürfen die auch.

Um Gottes Willen,

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 12:45 Uhr

eines Nazis?? Unglaublich...

Die haben ja auch Menschen zu Versuchszwecken missbraucht. Es ist schrecklich.

Ja, genauso mache ich es natürlich, ABER im gegensatz zu manchen Kollegen

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 12:47 Uhr

bin ich durchaus offen dafür, wenn jemand ZUSÄTZLICH alternativwege ausprobieren will...ich denke, dass vieles eine heilende Wirkung haben kan, was wir vielleicht aus althergebracht schulmedizinischer Sicht für Humbug halten, aber es muss alles mit vernunft passiren.

Und zum Beipsiel Bitetrstoffe könen (da sie über das gleiche Enzymsystem abgebaut werden, wie viele Chemos udn Medikamente) auch eine schlechte auswirkung in der Kombi haben.
Beides sollte man also durchaus wertschätzen, aber immer mit gesundenm menschenverstand und wissen um potentielle wechselwirkungen.

Re: Um Gottes Willen,

Antwort von Pamo am 02.06.2014, 12:51 Uhr

Och, der war wohl recht gesundheitsbewusst. Zwar entbehrten seine Vorschläge jeder wissenschaftlichen Grundlage, aber damit steht er ja nun nicht alleine auf der deutschen Gesundheitsfront.

Wer meint, dogmatischen Gesundheitsratschlägen folgen zu wollen, darf das weiterhin wollen dürfen.

Sollte man deshalb

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 12:51 Uhr

die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika und Grapefruit vermeiden? Cranberrypulver/saft oä wäre dann vermutlich in Kombination mit Antibiotika auch nicht soll toll?

Du hast natürlich schon Recht,

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 12:59 Uhr

wo stößt die persönliche Selbstbestimmung jedoch an ihre Grenzen?

"Darf" eine vierfache Mutter Chemo/Bestrahlung ablehnen???

Aus meinem Bekanntenkreis hat erst kürzlich eine erst 35-jährige Frau den Kampf gegen den Krebs trotz intensiver Behandlungen verloren. Sie hat so gekämpft, eine Tragödie...

Da hast Du recht.

Antwort von Petra28 am 02.06.2014, 12:59 Uhr

Im besten Fall herrscht zwischen allen Beteiligten ein so vertrauensvolles Verhältnis, dass die Patienten sich mit ihren alternativen Wegen auch ernst genommen fühlen und dem Arzt davon berichten, so dass dieser wiederum über potenziell schlechte Wechselwirkungen aufklären kann.

zumindest bei denen, die über Cytochrom p 450 abgebaut werden

Antwort von Leewja am 02.06.2014, 13:00 Uhr

sollte man das. Grapefruitsaft kann da echten schaden anrichten!

Re: Du hast natürlich schon Recht,

Antwort von Pamo am 02.06.2014, 13:02 Uhr

Welches Gesetz soll ihr denn verbieten dürfen, die Behandlung abzulehnen?

Oder redest du vom moralischen Aspekt? Das lässt sich - wie immer - nicht verallgemeinern.

Re: es schrieb jemand "der Gedanke, dass danach NICHTS ist, macht mir eine Scheißangst"

Antwort von Steffi528 am 02.06.2014, 13:08 Uhr

Meine innere Einstellung zum Thema ist: Wenn ich alle Weisheit, die ICH in meinem Leben erreichen kann, gefunden habe, werde ich sterben.
Das kann sogar noch heute sein oder in 50 Jahren, das weiß ich nicht.
Das ist MEIN Weg und nicht unbedingt der Weg von anderen Menschen.
Ich finde das beruhigend und ich arbeite sogar darauf hin, da ich so viel wie möglich lernen, begreifen und erleben möchte.
Und wenn ich tot bin, werde ich zumindest "Blumendünger" (ich "möchte" auch in einen Friedwald, weil der Wald der Ort meiner inneren Heimat ist).

Alles andere wird sich dann zeigen, wenn ich die allerletzte Weisheit gefunden habe.

Vom moralischen Aspekt,

Antwort von 3klang am 02.06.2014, 13:21 Uhr

darf eine junge Mutter, die ihren Kindern doch verpflichtet ist, schulmedizinische Behandlungsmethoden ablehnen?

Ich finde das Thema echt schwierig. Verallgemeinern sollte man natürlich nicht.

Re: Vom moralischen Aspekt,

Antwort von Pamo am 02.06.2014, 13:35 Uhr

Von *welchem* moralischen Aspekt aus? Darf der Vater derselben 4 jungen Kinder Motorrad fahren? Darf er rauchen?

Diese Fragen kann man nicht beantworten.

Völlig vom Thema ab - Gesundheitsberaterin...

Antwort von Leena am 02.06.2014, 13:41 Uhr

Mir ist auch mal eine "Gesundheitsberaterin" begegnet, die der festen Überzeugung war, dass Krankheiten dadurch entstehen, dass die Lebensenergie nicht ungehindert durch das Rückenmark in den Kopf fließen kann. Um einen verbesserten Energiefluss zu erreichen, muss man sich ausschließlich von grüner, ungekochter etc. Pflanzenkost ernähren, und wenn man das tut, heilt der Körper auch "von sich aus" wieder Krankheiten wie Aids und Krebs, die "eigentlich" gar nicht existieren und nur reine "Erfindungen" der Schulmedizin sind. Jegliche Versuche, schulmedizinisch einzugreifen, machen die Situation natürlich sofort schlimmer und hindern erst recht den eigenen Energiefluss...

Die Dame selbst war übrigens weder psychischer Probleme mit Mitte 40 frühpensioniert worden und arbeitsunfähig, DAS hat sie allerdings ihrer Kundschaft gegenüber nicht erwähnt. ;-)

Die Dame darf das toll finden und ihre Zuhörer / Kunden dürfen das auch toll finden. Wobei ich schon einen seelisch-manipulativen Ansatz in der ganzen Sache sehe... und es, zusammen mit ihrer Indoktrinierung, schon für gefährlich halte. Allerdings - sind ihre Kunden auch volljährige, geschäftsfähige Erwachsene.

Darf man jemand "verbietet", sich quasi selbst zu "schädigen"?

Wobei das nun wirklich "Auswüchse" sind, und mit dem Ursprungsthread, dass eine Userin hier aus dem Forum an den Folgen einer OP, in die sie mit Hoffnungen hineingegangen ist, verstorben ist, rein GAR nichts mehr zu tun hat.

Re: Völlig vom Thema ab - Gesundheitsberaterin...

Antwort von Pamo am 02.06.2014, 13:45 Uhr

Genau so! Jawollja.

Ich als Online-Osteopathin kann auch allerhand tolle Tipps geben.

Blödsinn finde ich, wenn man das mit "Mensch ersetzt Mensch" gleichsetzt

Antwort von lastunicorn am 02.06.2014, 21:08 Uhr

Die uns zur Verfügung stehende Energie und Materie ist endlich... irgendwann ist es halt mal zu Ende mit der fleißigen Reproduktion unserer Spezies.

Warum ist das so schwer zu verstehen...

Antwort von lastunicorn am 02.06.2014, 21:25 Uhr

es geht nicht um "richtige" Entscheidungen.

btw. zu rauchen ist bekanntermaßen nicht der einzige Absturzbeschleuniger für Lungenkrebs.

Du versuchst gerade reichlich stümperhaft Geschriebenes umzuinterpretieren und ins Lächerliche zu ziehen.

Re: Blödsinn finde ich, wenn man das mit "Mensch ersetzt Mensch" gleichsetzt

Antwort von 3klang am 03.06.2014, 5:03 Uhr

Dem Energieerhaltungssatz folgend ist Energie nicht endlich. Sie kann im geschlossenen System (Universum?) weder aus dem Nichts entstehen noch einfach "verschwinden". Sie ändert ständig ihre Form (Geburt und Tod?), bleibt aber als solche stets erhalten. Das würde womöglich bedeuten, dass wir uns in einem "Energiekreislauf" befänden.

Die Energieform Mensch zustört leider fortlaufend seine Lebensgrundlage Natur, indem er ua beispielsweise Uran abbaut, dieses anreichert und meint, diese hochtoxischen Abfallprodukte der Atomwirtschaft für Millionen von Jahren dauerhaft "sicher" endlagern zu können. Wenn es mit der Menschheit zu Ende geht, hat ua sie selbst dazu beigetragen. Geist/Seele der Menschen aber könnten sich dennoch nicht in Nichts auflösen, siehe Energieerhaltungssatz.

Re: Blödsinn finde ich, wenn man das mit "Mensch ersetzt Mensch" gleichsetzt

Antwort von Alba am 03.06.2014, 7:45 Uhr

Ichl glaube nicht an eine Seele/Geist.

"stümperhaft" empfinde ich als wenig nett, ich bemühe mich schon,

Antwort von Leewja am 03.06.2014, 8:21 Uhr

sachlich zu diskutieren.

Und Du siehst die Dinge eben so (Entscheidungen, ob richtig oder falsch oder bewusst oder unbewusst, führen zu allem, was passiert, zumindest habe ich Dich so vertanden).

Und ich sehe es anders, ich interpretiere nicht um, sondern stelle Fragen, um zu verstehen, WARUM Du so denkst oder um zu verstehen, wie Du Deine Meinung da erklärst, wo die Theorie für mich hakt.

Wenn Du darüber nicht reden möchtest, auch vielleicht, weil für Dich der Schmerz Trevas wegen zu akut ist und Du zu "emotional" gefesselt bei dem thema, ist das ja ok, aber unsachlich sollten wir wohl beide nicht werden.

Ich schon ;)

Antwort von Leewja am 03.06.2014, 8:22 Uhr

...

Dafür! OT

Antwort von 3klang am 03.06.2014, 8:34 Uhr

Re: Ich schon ;)

Antwort von Alba am 03.06.2014, 8:40 Uhr

Oh, lots of people, probably most, do. :)
Aber es waere sehr seltsam fuer einen Atheisten an eine separate Seele zu glauben die losgeloest von Gehirnfunktion weiterexistiert.

Re: Blödsinn finde ich, wenn man das mit "Mensch ersetzt Mensch" gleichsetzt

Antwort von 3klang am 03.06.2014, 8:56 Uhr

Why not?

Ich würde doch jenen Teil, der den Körper schlussendlich verlässt und somit "ablegt" als Seele bezeichnen.

Bin diesbezüglich allerdings durch ein kurzes "Intermezzo" vorbelastet.

Für die Hinterbliebenen ist der Tod eines so vertrauten, geliebten Menschen oft beinahe unerträglich, weil er irdische Verbindungen unumkehrbar trennt. Der Sterbende seinerseits muss jene loslassen, die er liebt. Lastunicorns Trauer kann ich gut verstehen. Die Hinterbliebenen leiden teilweise sehr.

Ich selbst habe den Tod als sehr friedlichen, zeitlosen, schwerelosen und leichten Zustand empfunden, meine Familie hingegen war schockiert. Vor dem Tod habe ich keine Angst mehr, meine Kinder würde ich jedoch noch nicht alleine "zurücklassen" wollen, wenn irgend möglich.

Re: Blödsinn finde ich, wenn man das mit "Mensch ersetzt Mensch" gleichsetzt

Antwort von Alba am 03.06.2014, 9:44 Uhr

Ich glaube nicht daran, dass irgendwas meinen Koerper am Ende verlaesst. Natuerlich glaube ich daran, dass jeder Mensch eine Persoenlichkeit/Psyche/Bewusstsein besitzt aber an eine unsterbliche Seele im religoesen Sinn glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht an ein Weiterleben nach dem Tod. Nahtoderfahrungen sind durchaus mit Gehirnaktivitaet erklaerbar,

Ich denke jeder hier im Forum hat Erfahrung mit Trauer und niemand spricht Lastunicon ihre Trauer ab, aber der Tod eines Menschen validiert nicht im Nachhinein ihre Meinungen. Weder Steve Jobs noch Trevas Meinungen werden durch ihr Sterben richtiger oder falscher. Es ist vielleicht jetzt der falsche Zeitpunkt fuer diese Diskussion, aber es waere auch sehr seltsam wenn auf einmal alle hier zustimmen wuerden ohne zu hinterfragen.

Ja, biochemische Vorgänge triggern komplexe Vorgänge im Organismus.

Antwort von 3klang am 03.06.2014, 10:45 Uhr

Du hast natürlich Recht, die liebe Biochemie erleichtert uns das Sterben enorm. An eine unsterbliche Seele im Sinn der religiösen Lehren glaube ich auch nicht. Den Energieerhaltungssatz finde ich im Zusammenhang aber schon sehr interessant. Energie kann demnach im geschlossenen System nicht einfach "vergehen".

Im Gegensatz zur tiefen Bewusstlosigkeit konnte ich während des kurzen "Shutdowns" frei denken, ich habe mich während des gesamten Vorgangs ehrlich enorm gewundert, was das alles soll. "Denken" ohne Körper ergab für mich keinerlei Sinn. Den Körper hatte ich "abgelegt", mich distanziert und wollte ihn definitiv nicht wieder haben. Mir ging es gut. Es kam aber anders. Den nächsten Schritt kenne ich deshalb nicht. Womöglich kommt danach tatsächlich das absolute Nichts.
Warum aber dann das ganze "Theater", frage ich mich? Kurze Blackouts hatte ich auch schon, diese verliefen nicht im Geringsten auch nur ähnlich.

Vielleicht sind es eher die Menschen/Hinterbliebenen selbst, die die Meinung von Verstorbenen im Rückblick validieren, teils als Facette aktiver Trauerarbeit. Objektiv verläuft dieses Validieren wohl meist nicht, es dürfte eher Ausdruck einer Variante von emotional gesteuerter Suche nach Trost sein, den wir alle in individuellem Maß brauchen.

Du hast aber auch Recht damit, dass die doch recht kontrovers geführte Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt womöglich unpassend ist. Die Kontroverse per se bietet für mich selbst fruchtbaren Boden, auf welchem persönliche Weiterentwicklung möglich ist, das Timing wird dabei nicht immer stimmen.

Ich hoffe dennoch, dass ich den Trauernden um Treva mit meinen Beiträgen nicht zu nahe getreten bin.

Re: Ja, biochemische Vorgänge triggern komplexe Vorgänge im Organismus.

Antwort von Alba am 04.06.2014, 10:18 Uhr

Sorry, falls Du das noch liest, I got bamboozled by a migrain yesterday.

Ich finde ja niemand sollte die Schhule verlassen ohne die Gesetze der Thermodynamik zumindestens halbwegs verstanden zu haben. Es wuerde viele Diskussionen vereinfachen.
Alle meine Energie wird im Moment meines Todes im organischen Kohlenstoff meines Koerpers fixiert sein und werden in der Form in den ueblichen Stoff- und Energiekreislauf der Natur zurueckgehen. Brian Cox (der Physiker, nicht der Schauspieler) sagt in einem seiner Programme etwas interessantes darueber, dass wir das Bewusstsein dieses unseres Universums sind und, dass fuer ihn da genug Sinn darin liegt (he phrases it better than I do).

Die Diskussion ist sehr interessant und kommt bestimmt auch mal wieder auf. Ich denke auch nicht, dass die Posterin die sie gestartet hat konkret Treva im Sinn hatte.

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