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Geschrieben von vomGlückgefunden am 02.04.2017, 23:22 Uhr

Ich glaub ich werd verrückt

... vor Sorge.

Nachdem mein Kind schon reichlich durch Herzfehler, Asthma, diverse Allergien und einige "Kleinigkeiten" geplagt ist, besteht nun der Verdacht auf eine schlafgebundene Epilepsie.
Kind muss zum Schädel- MRT zum Ausschluss eines Hirntumors oder anderer Raumforderungen und zum Videomonitoring ins Epilepsiezentrum.
Dank viel Vitamin B sind die Termine unglaublich zeitnah, dennoch drehe ich innerlich total am Rad und komme überhaupt nicht zur Ruhe. Ich muss dauernd an dieses blöde MRT denken und was da rauskommen könnte.
SO kenne ich mich überhaupt gar nicht, ich bin sonst auch beim eigenen Kind immer recht rational und kann die Ruhe bewahren.

Da ich als Ärztin fachlich gut Bescheid weiß, weiß ich ganz genau, dass es extremST unwahrscheinlich ist, dass da ein Hirntumor o.ä, ist. Ich weiß das und kann das auch immer wieder reflektieren.

Wäre da nicht: Meine Mutter bekam im Herbt die Diagnose eines Hirntumors. Sie hatte lediglich depressive Symptome, weiter NICHTS. Ich weiß noch, wie sie im MRT lag, ich relativ entspannt davor saß und danach die Diagnose kam - und alle aus den Wolken fielen. Damit hatte KEINER auch der behandelnden Ärzte nur ansatzweise gerechnet, und trotzdem war da ein (apfelgroßer) Tumor. (Nach OP und Reha geht es ihr heute wieder gut. :-)

Ich weiß auch, dass es statistisch sehr unwahrscheinlich ist, dass sich dies jetzt in unserer Familie wiederholt (Tumor meiner Mutter ist nichts Vererbbares) und das es medizinisch- fachlich sehr wahrscheinlich ist, dass im MRT alles in Ordnung ist. Aber ich komme einfach nicht zur Ruhe.
Ich werd noch verrückt! Ich hab einfach riesige Angst, dass jetzt wieder was Überraschend- unerwartetes gefunden wird.

Entschuldigt, aber ich musste das mal hier loswerden und mich ausheulen. Meine Familie mag ich damit nicht allzu sehr behelligen, weil dies nur dazu führen, dass sich dann alle ganz extrem sorgen würden.
Die wissen nämlich, dass ich eigentlich immer (und auch bei meinem Kind) die Ruhe in Person bin und würden sich jetzt massivst sorgen, wenn sie wüssten, wie sehr ICH mich sorge.

Danke und VG

 
7 Antworten:

Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von linghoppe. am 03.04.2017, 6:47 Uhr

oh je dann wünsche ich euch ganz viel Kraft, mögen die Ergebnisse
positiv ausfallen.
Ist auch gut das . dass MRT so Zeitnah ist.
alles alles gute

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von Fleeti am 03.04.2017, 7:51 Uhr

Hallo,

ich kann dir das 100% nachfühlen. Wir haben ganz genau das Gleiche durch.
Bei uns wurde diese Eventualdiagnose nach einem EEG gestellt und die Neuropädiaterin konfrontierte mich damit in einer Art und Weise die mich echt umgehauen hat.

Glücklicherweise war nichts, nichtmal die schlafgebundene Epilepsie am Ende.

Ich drücke euch die Daumen !!!
Lg
Fleeti

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von kleineTasse am 03.04.2017, 8:48 Uhr

Ich schicke zwei gedrückte Daunen rüber. Die voraus gegangenen "Kleinigkeiten" hast du scheinbar gut verarbeitet. Jetzt kommt wieder etwas auf dich zu, was du mit der Mama in ähnlicher Form schon durch hast. MRT verbindest du jetzt sicher mit "Hirntumor". Das hämmert natürlich im Hinterkopf. Ich kann dir sagen, ich würde auch am Rad drehen und Panik schieben. Nichts desto Trotz musst du sortiert bleiben. (hörst du...du musst) Alles andere ist hinderlich und wirft dich aus der Bahn. Klar bleiben im Kopf. Versuche dich abzulenken, wenn es dich wieder anspringt. Gehe laufen, putz die Fenster, lenk dich irgendwie ab. Du musst das bis zum Termin schaffen. Halte durch!

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von Caot am 03.04.2017, 9:18 Uhr

es ist natürlich eine schwierige Situation, aber es ist, wie es ist. Egal ob mit oder ob nicht mit vielen Gedanken, du wirst es nicht ändern können, egal was es ist.

Gut, wir gehen es an und schauen, lass die Ärztin in dir sprechen, die ja auch ganz rational vorgehen muss.

Spare dir die Kraft sich Gedanken zu machen, wenn du sie dir wirklich darüber machen musst. Im Nachhinein wirst du denken, oh, wie dumm, warum hab ich mir nu so viele, unnötige, Gedanken gemacht.

Vorgestern bin ich mit eine Bekannten zusammen gesessen. Wir habe gelacht, über die Gedanken, die Sie sich vorher machte, weil sie das und das gehört hatte. Nichts ist so gekommen, wie sie dachte.

Unbenommen davon, drück ich euch die Daumen, das es so kommt, wie bei meiner Bekannten.

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von Leena am 03.04.2017, 9:29 Uhr

Für uns ist das Thema leider im Umfeld auch aktuell und manchmal hilft einem alle Statistik nichts, aber das weißt Du ja selber, das ist es ja. Was anderes als "sich beschäftigt zu halten" kann man, glaube ich, beim Warten auf den Termin nicht machen, um den Ängste nicht zu sehr Raum zu geben, zumal sie ja im Zweifelsfall auch nicht produktiv sind.

Ich drücke Euch auf jeden Fall von ganzem Herzen alle Daumen, dass Deine Ängste sich als unbegründet herausstellen!!!

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von Mehtab am 03.04.2017, 10:17 Uhr

Hallo,

erst einmal alles Gute für euch alle. Ich kenne mich mit Epilepsie nicht aus, aber gerade letzte Woche hatte eine Freundin meiner Tochter vier epileptische Anfälle nacheinander. Sie ist jetzt geschwächt und zur Beobachtung in der Kinderklinik. Ich frage mich, wie das so einfach kommen kann. Ist die Pubertät ein Alter, in dem durch das starke Wachstum auch das Gehirn durcheinander kommen kann?

Ein früherer Kollege hatte auch epileptische Anfälle. Als ich das das erste Mal sah, hatte ich einen Schock. Ich konnte mir das alles gar nicht vorstellen, obwohl ich wusste, dass er epileptische Anfälle hat. Der Mann ist jetzt schon über siebzig Jahre alt.

Viele Grüße und noch einmal alles alles Gute

Mehtab

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Re: Ich glaub ich werd verrückt

Antwort von 3boys am 03.04.2017, 14:17 Uhr

Ich kann deine Sorgen und Ängste sehr gut verstehen. Meine Zwillinge haben beide Epilepsie. Der eine seit 2008, ist jetzt seit 5 Jahren Anfallsfrei und die Medis werden abgesetzt. Die Sorge in mir sieht anders aus. Aber darüber möchte ich nicht reden.
Als der andere 2013 zu Ostern seinen ersten Anfall bekam, war ich fertig und habe die Welt nicht mehr verstanden. Mittlerweile können wir alle gut damit leben. Zumindest so lange sie Anfallsfrei bleiben. Mein Mann kann damit noch weniger umgehen, also muss ich stark bleiben.
Die MRTs waren bei Beiden ohne Befund.

Es ist schonmal gut, das ihr so schnell einen Termin bekommen konntet, dann ist die Ungewissheit bald vorbei.
Habt ihr ein gutes Epilepsiezentrum bei euch in der Nähe oder müsst ihr weit fahren bis dahin?

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