1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Birga2 am 15.11.2008, 22:41 Uhr

Was mußten Eure Kinder zum Schuleintritt können?

Hallo, mein Sohn ist 5 Jahre alt und kommt im nächsten Jahr in die Schule. Er ist zur Zeit in der Vorschule. Ich finde, daß sie dort schon sehr viele Sachen lernen. Wenn ich mich aber mit anderen Mamas unterhalte, dann bekomme ich doch öfter einen Schreck. Die sprechen dann davon, daß die Kinder schon lesen oder rechnen können, das ABC und die Zahlen schreiben können usw. Muß das alles schon vor Schuleintritt so sein? Mein Sohn ist auch interessiert an Buchstaben und Zahlen, aber er kann bisher "nur" seinen Namen schreiben. Er kann bis 40 zählen, kann aber die Zahlen von 1-10 nicht auswendig schreiben. Wie war das bei Euren Kindern? Lieben Gruß, Birga

 
16 Antworten:

NEIN, das sollen sie lernen und nicht können !

Antwort von Ellert am 15.11.2008, 22:47 Uhr

huhu

Kinder die das schon können langweilen sich oft
wenn sie es selbst lernen ist das OK
das aber nun beizubringen wirklich unsinn.

Wichtiger ist Sozialkompetenz, Stillsitzen bleiben
Interesse etwas zu lernen etc

dagmar

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Re: Was mußten Eure Kinder zum Schuleintritt können?

Antwort von schneggal am 15.11.2008, 23:09 Uhr

immer mit der Ruhe.....

sie müssen Mengen erfassen können ( also merken, dass links mehr Plättchen liegen als Rechts z.b.)
Größen zuordenen (was ist größer, was kleiner)
Sortieren nach Größen/Farben/Formen
Phantasiewörter nachsprechen
Silben klatschen
Reimwörter finden
Wellen/Zickzack/Formen fertig zeichnen ( also ein etwas ist vorgegeben, die Kinder malen weiter)
zwischen 2 Linien Striche ziehen, ohne den Rand zu berühren....

solche Sachen waren gefragt....Zahlen, Buchstaben, Rechnen, Lesen....das ist der Stoff der ersten Klasse!!

lg schneggal

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Re: Was mußten Eure Kinder zum Schuleintritt können?

Antwort von eleanamami am 16.11.2008, 8:08 Uhr

Bei uns werden gar keine Test gemacht, wir erfassen also nicht was die Kinder können. In den ersten Wochen des Schuljahres habe ich nun festgestellt, dass einige schon lesen können, einige rechnen bis 20 ohne Anschauungshilfe, einige können noch keinen Stift halten, einige können nicht schneiden, einige können tolle Türme bauen, einige sind sehr kreativ, einige können nicht beim Vorlesen zuhören..............

Zurückstellungen gibt es nur selten....meistens sind sie dann emotional noch nicht so weit.

LG

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Re: Was mußten Eure Kinder zum Schuleintritt können?

Antwort von Miolilo am 16.11.2008, 10:02 Uhr

Viele Mütter meinen, die Kinder müssen vor Schuleintritt rechen und lesen können.
Das ist völliger Quatsch.
Richtig ist zwar, dass es in der Tat nicht wenige Kinder gibt, die das - aus welchen Gründen auch immer - bereits können (es ist also nicht unbedingt Merkmal eines besonders hohen IQ, wie manche das gerne hätten )

Nur: all das bringen wir ihnen in der Schule dann schon bei.

Was allerdings ganz häufig fehlt:

- zuhören und das Gehörte umsetzen.
-->
Einfach Arbeitsaufträge umsetzen ist etwas, was ganz vielen Kindern schwer fällt.

~ "Nimm den blauen Farbstift und male alle Kinder, die *diesoderjenes* tun blau an...." Es gibt nicht wenige Kinder, die das nicht umsetzen können, die wiederholt nachfragen und mir dann einen roten Stift unter die Nase halten und fragen "Diesen hier?"


- selbstständig arbeiten
--> Arbeitsmaterial rausholen und wegpacken, sich selbst organisieren.

~ Vielen Kinder wird zu Hause alles nachgetragen. Ich sehe das z.B. auch immer, wenn die Mütter ihre Kinder zu Schule bringen. Der Schulranzen und der Turnbeutel wird bis vor die Schule - am liebsten noch bis ins Klassenzimmer geschleppt. Die Jacke wird aufgemacht und an die Garderobe gehängt.
Das ist etwas, was die Kinder bereits im Kindergarten selber machen sollten!


- sich über eine gewissen Zeit konzentrieren können

Zu Hause gibt es den "Zapper". Wenn dann mal die Sendung auf Kika langweilig wird, wird auf SuperRLT gezappt. GAnz einfach. Nur das geht in der Schule nicht. Dort gibt es kein Rundumentertainmentprogramm, keine Wii und keine Playstation. Dort sind andere Fähigkeiten gefragt.
Zum Beispiel auch, dass ein Kind nicht immer dann drankommen kann, wenn es etwas weiß. Damit haben viele Kinder Probleme.


Mio

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Schulfähigkeitsprofil

Antwort von Ebba am 16.11.2008, 11:08 Uhr

Das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen hat vor einigen Jahren ein Schulfähigkeitsprofil herausgegeben, das die Frage beantworten soll, was Kinder beim Schuleintritt können sollten.
Die Handreichung findest Du hier:

http://www.unterrichtsmaterial-grundschule.de/dat/Erfolgreich%20starten.pdf

Da es aber quasi keine Rueckstellungen von der Einschulung mehr gibt erfuellen natuerlich auch nicht mehr alle Kinder die im Schulfähigkeitsprofil beschriebenen Anforderungen.
Interessant dazu vielleicht auch:

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Eltern/Einschulung/Einschulung/index.html

Lesen, rechnen oder schreiben können muessen die I-Dötzchen aber ganz sicher noch nicht können obwohl die meisten zumindest ihren Namen in Blockschrift schreiben und mindestens bis 20 zählen können.

Liebe Grueße
Ebba

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Danke für die Infos!

Antwort von Birga2 am 16.11.2008, 11:31 Uhr

das hat mich sehr beruhigt. Lieben Gruß, Birga

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Re: Das mit dem Langweilen stimmt aber offenbar gar nicht!

Antwort von Bonniebee am 16.11.2008, 12:52 Uhr

Hallo,

in der jüngsten Ausgabe der Eltern for family gibt es dazu einen Beitrag. Dort heißt es von Seiten eines Experten, dass es gar nicht stimmt, dass Kinder sich langweilen, wenn sie schon mehr können als die anderen. Er bezog sich dabei auf ein Kind, das von sich aus schon im Kiga-Alter ein wenig lesen, schreiben und rechnen lernen WOLLTE (also nicht das Ergebnis ehrgeiziger Eltern war). Er sagte, im Gegenteil machen solche Kinder bei Schuleintritt die Erfahrung, dass Schule ihnen leicht fällt. Und dass sie schon Dinge können, die die anderen gerade erst mühsam lernen müssen. Und das gibt einen richtig guten Auftrieb fürs Selbstbewusstsein und einen tüchtigen Motivationsschub.
Es gilt ja auch für uns Erwachsene: Wer hätte es nicht gern, wenn er irgendwo ganz neu anfängt und ein bissel Bammel vor dem hat, was auf ihn zukommt - und dann merkt, dass es alles easy und halb so wild ist und einem richtig leicht fällt? Man fühlt sich dann sofort wohl.

Dass ein Kind sich langweilt, wenn es schon mehr kann als andere Neulinge, ist also wohl eher eine theoretische Annahme von uns Erwachsenen und entspricht nicht wirklich der Realität. Mit sich "langweilenden" Kindern haben Lehrer garantiert weniger Probleme als mit unkonzentrierten, motorisch unruhigen oder noch sehr verträumten Kindern.

Grüßle,

BB

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Re: @Bonniebee

Antwort von montpelle am 16.11.2008, 13:26 Uhr

"Mit sich "langweilenden" Kindern haben Lehrer garantiert weniger Probleme als mit unkonzentrierten, motorisch unruhigen oder noch sehr verträumten Kindern."

Das stimmt nicht !



"Dass ein Kind sich langweilt, wenn es schon mehr kann als andere Neulinge, ist also wohl eher eine theoretische Annahme von uns Erwachsenen und entspricht nicht wirklich der Realität."

Das stimmt auch nicht !

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Re: @Bonniebee

Antwort von Ellert am 16.11.2008, 15:28 Uhr

huhu

das kommt eh immer auf die Kinder an
wenn Kinder eine Erwartungshaltung haben wenn sie zur Schule kommen
dass sie was lernen und das auch schnell geht
aber dann das nicht lernen weil die anderen Kinder erst dorthin kommen müssen
dann langweilen sie sich sehr wohl und manche machen dann halt Unsinn.

Mit einem Lehrer der das auffangen kann mit diversen Sonderaufgaben oder dass wie bei Neele in der Klasse dann Teilungsunterricht ist funktioniert es auch
aber wenn sie Stunden sitzen müssen und nichts sagen dürfen zB um die weniger weiten nicht zu frustrieren
da macht Schule auf Dauer keinen Spass mehr

dagmar

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"Das stimmt auch nicht !"

Antwort von like am 16.11.2008, 17:11 Uhr

Warum nicht? Kannst du das auch belegen?

Mein Sohn konnte auch vor Eintritt in die Grundschule lesen. Da er einige andere Probleme hatte (eben v.a. Konzentration. Träumen, extremes Trödeln etc.) , hat das seinem Selbstbewusstsein und seiner Schullaufbahn sehr gut getan. Ihm war nie langweilig - jetzt ist er erfolgreich in Klasse 6 Gym.
Natürlich kommt`s immer auch auf den Lehrer und Unterrichtsstil an, ob sich lesende Kinder langweilen (bei meinem Sohn damals lesen durch Schreiben und Werkstattunterricht), bei rein traditionellem Fibelunterricht hätte es evtl. anders aussehen können, vielleicht aber auch nicht.

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Re: "Das stimmt auch nicht !"

Antwort von Flirrengel am 16.11.2008, 19:17 Uhr

Ich muß sagen "Gott sei Dank" konnte/kann mein Kind schon lesen und zumindest die Großbuchstaben schreiben und auch alle Zahlen bis 10. Seit September besucht sie jetzt die erste Klasse und ich möchte beileibe kein Kind, das noch keine Zahlen schreiben kann, bei dem Tempo bei dem vorgegangen wird. Es wurden teilweise in einer Woche bis zu 3 Zahlen gelernt, mittlerweile wird plus bis 10 gerechnet und da sollte man nicht mehr überlegen müssen, wie welche Zahl geschrieben wird.
Auch bei den Buchstaben wird ein Tempo vorgelegt, bei dem ich mich wundere, wie das Kinder schaffen sollen, die keine Buchstaben kennen. In einer Woche wurde z.B. M/m und P/p eingeführt. Bitte alles schön und richtig in die Zeilen schreiben und nächste Woche gehts weiter mit den nächsten Buchstaben. Zeit zum Vertiefen bleibt da nicht mehr meiner Meinung.

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Re: "Das stimmt auch nicht !"

Antwort von IngeA am 16.11.2008, 22:02 Uhr

Hallo,

na das Tempo ist eher ungewöhnlich, zumindest wenn ich mich vom letzten Jahr richtig an die Forenbeiträge erinnere. Unsere haben auch Wochen gebraucht, bis sie die Zahlen bis 10 durch hatten und auch die Buchstaben wurden das erste halbe Jahr sehr langsam eingeführt, danach gings etwas schneller.

LG Inge

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Re: "Das stimmt auch nicht !"

Antwort von Miolilo am 17.11.2008, 6:58 Uhr

"mittlerweile wird plus bis 10 gerechnet und da sollte man nicht mehr überlegen müssen, wie welche Zahl geschrieben wird.
Auch bei den Buchstaben wird ein Tempo vorgelegt, bei dem ich mich wundere, wie das Kinder schaffen sollen, die keine Buchstaben kennen. In einer Woche wurde z.B. M/m und P/p eingeführt."

Jetzt im November Additionen bis 10 durchzuführen ist nicht ungewöhnlich schnell. Es sind ja nun schon einige Wochen Schule, da ist das schon zu schaffen.

Zwei Buchstaben pro Woche (wobei einer vom Schreibverlauf der Groß- und Kleinbuchstaben gleich ist) ist auch nicht zu viel.

Mio

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seh das mal anders...

Antwort von schneggal am 17.11.2008, 7:42 Uhr

...Kinder in der Vorschule und Kinder in der Grundschule sind 2 ganz unterschiedliche Kinder, sie haben sich in dieser Zeit enorm weiter entwickelt!

Wenn ich nun deine Einstellung habe, könnte ich anfangen Kindern in der Vorschule Buchstaben und Zahlen einzupauken, auch wenn diese noch nicht soweit sind, diese zu begreifen, während sie in dem Jahr später so einen Schub gemacht haben, dass das Gehirn es einfach schafft, dies nun aufzunehmen.

Am Besten finde ich sieht man das am Aneignen des Lesens, also am Zusammenziehen der einzelnen Buchstaben....
Manche Kinder können das mit 5 in der Vorschule schon erfassen, aber wieviele fragen hier jedes Jahr aufs Neue, was sie nur machen sollen, das Kind könne nicht lesen...und *peng*....von heute auf Morgen können sie es auf einmal....das Gehirn war halt vorher einfach noch nicht soweit!!

Und so ist es mit den Zahlen und Buchstaben genauso....in der Vorschulzeit sind einige einfach nicht so weit, dafür haben die eigentlich die meisten keinerlei Schwierigkeiten diese dann in dem von dir geschilderten Tempo zu lernen....die schaffen 2 Buchstaben locker in einer Woche!! Glaub mir!

Was eher viel schwieriger ist und meiner Erfahrung nach nun erst viel später kommt, ist das Verständnis, warum dieser Buchstabe nun wirklich sooooo exakt in dier Linie zu sein hat etc pp....damit knabbern viel mehr warscheinlich, weil die Routine der Hand einfach noch fehlt....aber auch das kommt!

Also...ein Kind was das schon vor der Schule kann, kann vielleicht die erste Zeit ein wenig entspannter an die Sache gehen, es sind nicht lauter Unbekannte, die ihm da in der Schule begegnen, aber auch das Unbekannte hat eben so seinen Reiz und mit 6 Jahren sind die meisten Kinder so weit, diesen Reiz annehmen und verarbeiten zu können...

lg schneggal

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Re: seh das mal anders...

Antwort von silberalex am 17.11.2008, 13:11 Uhr

Unser Sohn ist auch im September eingeschult worde. Bevor er in die Schule kam konnter er seinen Namen und ein paar andere Wörter wie "Mama, Papa, Oma usw." in Druckbuchstaben schreiben. Und einige Zahlen unter 10.
Ich finde auch bei ihm in der Schule geht es ordentlich vorwärts (im Vergleich zu einigen Kindern unserer Freunde im benachbarten Bundesland, wir sind sozusagen "grenzgebiet")
Trotzdem hat er keine Probleme mitzukommen, er macht sich ganz gut. Für Kinder die schneller arbeiten als andere gibt es dann so kleine Heftchen mit Zusatzübungen.

Außerdem finde ich das die Kinder in dem Jahr bevor sie in die Schule kommen immer noch mal einen gewaltigen Sprung machen, und bis nächsten Sommer ist es ja noch eine ganze Weile

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Re: Was mußten Eure Kinder zum Schuleintritt können?

Antwort von krissie am 17.11.2008, 14:49 Uhr

Hallo,
also können MÜSSEN sie auf keine Fall schon lesen und rechnen. Unser Sohn konnte seinen Namen schreiben und ein paar Zahlen erkennen, auch zählen und ein bisschen rechnen. Aber was Du über deinen Sohn schreibst, der ja sogar erst in einem Jahr in die Schule kommt, ist doch völlig okay. Eine gewissen Konzentrationsfähigkeit, ein Interesse am Lernen und soziale Fähigkeiten spielen m.E. eine Recht große Rolle. Unser Sohn hat bisher jedenfalls keine Probleme in der Schule, es gefällt ihm gut, er scheint bisher zumindest weder unter- noch überfordert.
Ach ja, ich habe manchmal auch den Eindruck, dass andere Mütter zum Übertreiben neigen, wenn es um die Fähigkeiten ihrer Kinder geht, aber vielleicht spricht da aus mir auch nur der Neid

LG Kristina

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