*
1. Schuljahr - Elternforum

1. Schuljahr - Elternforum

Fotogalerie

Redaktion

 

Geschrieben von abb am 18.11.2006, 16:23 Uhr

Ganztagsbetreuung wirklich die Lösung?

Hallo liebe Mitleser und -schreiber! Nachdem ja die Wogen hochschlugen nach der Äußerung von Kerstin (wobei ich finde, dass sie sich höchstens ein bisschen unglücklich ausgedrückt hat...), möchte ich gern mal zu folgendem Eure Meinung wissen. Mir stößt der Satz "Manche Kinder sind in der Betreuung besser aufgehoben als zu Hause." sehr bitter auf. Ich denke, dass momentan die Richtung, in die wir gehen, nicht so ganz die Richtige ist. Zuerst: Versteht mich bitte nicht falsch, keiner will Frauen an den Herd und in die Kittelschürze stecken. Aber: Ist es wirklich die Lösung, die Eltern im Prinzip alleine zu lassen, indem man jedes Kind, am besten schon unter 3 Jahren in die Ganztagsbetreuung steckt und denkt, das wäre die Lösung der innerfamiliären Probleme? Ich weiß, dass nicht viele Frauen die Wahl haben. Sie müssen arbeiten um Geld zu verdienen, sie müssen daher eine Betreuung für die Kinder haben. Das möchte ich in keiner Weise angreifen. Aber was ist mit den Kindern, die ein problematisches Umfeld haben? Die Eltern arbeitslos, möglicherweise desinteressiert am Kind oder beide arbeiten und haben kaum Zeit fürs Kind usw. Ich habe drüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre, die Familienförderung nicht ausschließlich auf die Betreuung außer Haus zu konzentrieren, sondern IN die Familien zu gehen. Die Familie wichtiger machen statt wegorganisieren. Sich Hilfe zu holen z.B. beim Jugendamt sollte normal sein. Elternkurse, schon in der Schwangerschaft und verpflichtend auch später (meinetwegen auch gekoppelt ans Kindergeld - wer nicht teilnimmt, bekommt das Geld gekürzt), Krisennetzwerke, vielleicht Patenfamilien, die schon erfahren sind im Umgang mit Kindern usw. Sicher ist das teuer. Sicher ist das unbequem. Aber ich finde, die beste Ganztagsbetreuung kann ein halbwegs intaktes Zuhause nicht ersetzen oder auch nur auffangen. Vielleicht ist das utopisch aber ich denke, man kann nicht nur die Betreuung in den Mittelpunkt stellen, das ist höchstens elternfreundlich, aber was wollen die Kinder? Wie seht Ihr das? Denke ich falsch? Oder seht Ihr das ähnlich? Welche Vorschläge neben der Betreuung von 6 - 18 Uhr in Kita oder Hort hättet Ihr?

Viele Grüße
Susi

 
48 Antworten:

Re: Ganztagsbetreuung wirklich die Lösung?

Antwort von suermel am 18.11.2006, 18:06 Uhr

Hallo
deine Jdee hört sich gut an, aber ich denke Elrern die desinteressiert sind
werden wahrscheindlich den gang zum Jugendamt nicht machen. Zeitaufwand,
Arbeitslose haben da kaum möglichkeit Kurse zu machen kann sich dan ein Arbeitloser nicht leisten, ich denke
das dann doch die Auserhalb betreung für das Kind besser gwwährleistet ist.
Dan hat das Kind kontakt mit anderen Kindern, und das lernen im sozalinenverhalten wird in einer Gemeinschaft eher gelernt. Das Kind nal raus au dem altäglichen kommt, und
aktvitäten wie, Tehater Niklaustag vor Weihnachtliches singen und Backen erlebn kann!
mal sehen wer noch was dazu schreibt
silvia

Re: Ganztagsbetreuung wirklich die Lösung?

Antwort von TineS am 18.11.2006, 18:11 Uhr

Ich denke es liese sich vieles Praktisch gar nicht umsetzen.

Bei meiner Freundin werden so von der Kirche so Elternkurse vorgegeben, die jeder machen sollte. Ist wohl ein Versuchsobjekt, ob das so durchgeführt werden kann.

Interesse hat sie schon, nur sind die Kurse immer abends und an anderen Orten. Leider hat sie abends keine Zugverbindung irgendwohin (lebt sehr ländlich) und auch sonst nicht die Möglichkeiten irgendwo weiterweg zu kommen. Wenn ihr Mann sie fahren würde, wäre keiner daheim bei den Kindern.

Und ich denke auch, gerade die Eltern, die es machen müßten sind doch bei so Kursen nicht dabei.
Wem sein Kind egal ist, sind sie egal, da helfen auch die Elternkurse nix.

viele grüße

tine

Re: Ganztagsbetreuung wirklich die Lösung?

Antwort von Kathrin79 am 18.11.2006, 20:05 Uhr

Leider ist es wirklich so, dass man bei manchen Kindern sagen kann, dass sie in einer Ganztagsbetreuung besser aufgehoben sind als zu Hause. Bin selbst Grundschullehrerin und bekomme das leider viel zu häufig mit.

Allerdings heißt das nicht, dass ich für die verpflichtende Ganztagsschule bin - ganz im Gegenteil!

Nur weil man Kindern für eine bestimmte Zeit vielleicht "qualitativ hochwertigere" Betreuung zukommen lässt als sie zu Hause gewährleistet wäre, steigert das ja nicht die Qualität der Zeit in der Familie. Ich finde auch, dass dieser Weg der falsche ist. Familien müssen in der Gesellschaft generell wieder mehr ansehen genießen und die Hilfen müssen IN der Familie ansetzen und nicht außerhalb. Natürlich ist das sehr viel aufwändiger, aber nur Kinder die ein intaktes Familienleben kennen werden später auch mal eine eigene Familie haben wollen. Und das fördert man mit Sicherheit nicht damit, dass man die Kinder aus den Familien herausnimmt.

Ganz abgesehen davon würde ich als Mutter auch gar nicht wollen, dass mein Kind erst um 16h aus der Schule nach Hause kommt.

LG,
Kathrin

@kathrin

Antwort von TineS am 18.11.2006, 20:16 Uhr

muß dir einfach in 2 Punkten total rechtgeben

*Familien sollten einfach mehr ansehen genießen und Kinder nicht als Störenfriede behandelt werden

*würde es auch nicht wollen, das meine Kids so spät heimkommen von derSchule / Kiga.

viele grüße

tine

Du bringst es auf den Punkt

Antwort von abb am 18.11.2006, 20:48 Uhr

Hallo Kathrin,
genauso sehe ich das auch, konnte es im Eifer des Gefechts nicht so ausdrücken.

Viele Grüße
Susi

Re: Du bringst es auf den Punkt

Antwort von Leolu am 18.11.2006, 21:17 Uhr

Hallo!
Hm, überlege gerade, ob wir zu den beschriebenen Familien gehören. WIr arbeiten beide nicht, als Lukas in die Schule kam dieses Jahr waren wir mitten in den Umzugsvorbereitungen und ich war hochschwanger. Allerdings war es nicht unsere Idee, daß Lukas Ganztags gehen sollte, das wurde uns aufgedrängt, mehr oder weniger, die wollen die Plätze nämlich voll kriegen, ist hier halt anders wie in vielen anderen Städten, hier gibt es genug Plätze. Also haben wir ja gesagt, muß zugeben, war froh, bis nachmittags zumindest ein Kind gut aufgehoben zu wissen, es war so viel zu tun und mir ging es oft auch nicht gut und zwei weitere Kinder waren auch noch da. Nach dem Umzug wollte Lukas auch gar nicht mehr dort weg, da hat er jede menge Spielzeug und auch mal andere Kinder zum spielen. Ich war auch froh, daß die Hausaufaben dort gemacht wurden, da Lukas da echt langsam ist und das an meinen Nerven raubt, außerdem stören ihn hier immer seine Schwestern. Trotzdem fiel mir auf, daß die Hausaufgaben dort nachließen, also machte ich den Rest mit ihm zu Hause und haben dann mal ausprobiert wie es läuft, wenn er nach der Schule nach Hause kommt, und es ging eigentlich ganz gut. Wir wollten den Ganztag also kündigen, aber es stellte sich heraus, das geht nicht, wir haben wohl einen Jahresvertrag abgeschlossen. Tja, nun geht er wieder in den Ganztag, mal mehr mal weniger mit Freude, und ich muß zugeben heilfroh zu sein, daß ich kein Theater in der Zeit habe, er und seine Schwester zoffen sich nämlich zur Zeit wie die Kesselflicker.
Naja, ich würde nicht im Traum daran denken das Jugendamt einzuschalten, zum einem hat das immer einen schlechten Touch und zum anderen möchte ich niemanden haben, der sich in meine Familie einmischt, wenn man die erstmal reinläßt wird man nie so schnell nicht mehr los, denke ich mal. Und warum auch, weil ich ganz glücklich damit bin, daß hier keine Streitereien sind bis 16 Uhr? Ich würde ihn sicher nicht hinschicken, hätte er dort nicht seinen Spaß, aber was ihn ärgert ist, daß er dort keinen Gamecube hat und ich finde, das ist erst recht einen Grund, warum er hin sollte, besser als hier den Nachmittag vor dem Ding zu sitzen (wenn sie sich nicht gerade kloppen). Sorry, nur weil wir arbeitslos sind und unser Sohn Ganztags geht und ich das okay finde, heißt das nicht, daß wir uns nicht um ihn kümmern, oder daß kein Interesse an dem Kind da ist, geschweige denn, daß es heißt man läßt seine Kinder verwahrlosen etc. etc.. Wenn das Jugendamt erstmal seine Füße in der Tür hat, sind die Nachbarn schon da und das Gerede groß (ist bei unseren Nachbarn so, gegen die ich allerdings auch einiges vorbringen könnte), dann ist man in so einem Dorf hier gleich abgestempelt. Nee, schwierige Phasen gibt es überall, und man kann es auch selbst gut schaffen, das zu ändern und zu überstehen.
Natürlich gibt es andere Sachen, wo die Eltern z.B. Alkoholiker sind oder Drogensüchtig oder sonstwie schwer vorbelastet, dann finde ich so eine Vorgehensweise richtig, aber diese Leute gehen bestimmt nicht freiwillig zum Amt.
LG
Nina

Ich glaube, du denkst ganz richtig,

Antwort von like am 18.11.2006, 22:06 Uhr

aber leider ist das mit unseren Politikern nicht zu verwirklichen - die schauen nach Wählerstimmen, nicht nach dem "Wohle des Volkes". Verwirklichen lässt sich das alles nur, wie du sagst, mit dem Griff ans Geld - sprich - kein Elternkurs - kein Kindergeld; keine durchgeführte U-Untersuchung - kein weiterer Krankenversicherungsschutz für die Eltern; kein Besuch beim Jugendamt auf Anraten von Erziehern oder Lehrern - keine Ganztagsbetreuung oder Hartz IV mehr.....(nur jetzt so als Beispiele, was möglich wäre). Ich bin da für die harte Linie mit viel Druck, da man Problemfamilien leider nicht mehr anders - sprich über Einsicht und Motivation - erreicht. Aber das bleibt meines Erachtens Utopie - solange die Kids unserer Spitzenpolitiker wohlbehütet und möglichst getrennt von diesen Schichten aufwachsen und lernen können.

@Leolu

Antwort von Kathrin79 am 19.11.2006, 9:02 Uhr

Die Kinder von denen ich geschrieben habe sie wären leider besser in einer Ganztagsschule aufgehoben sind gar nicht unbedingt Kinder arbeitsloser Eltern. Das wäre für mich auch gar kein Kriterium, an dem ich so etwas festmachen würde.

Die Kinder an die ich in diesem Fall denke sind z.B. Fälle, die dem Jugendamt schon lange bekannt sind, Kinder die schon gar nicht mehr bei ihren Eltern leben dürfen oder Kinder, die schon im 1. Schuljahr nach der Schule bis Nachmittags vollkommen sich selbst überlassen sind, weil die Mutter arbeitet und der Meinung ist, die Ganztagsbetreuung übersteige ihre finanziellen Möglichkeiten. (Wohlgemerkt zu unrecht, denn besonders für solche Fälle gibt es immer Fördermaßnahmen!)

Ich hätte auch gar nichts dagegen wenn ich darüber bestimmen könnte, dass mein Kind mal an 2 Tagen in der Woche die Ganztagsbetreuung in Anspruch nimmt, wenn es ihm Spaß macht. Ich möchte nur einfach als Mutter nicht dazu gezwungen werden, dass mein Kind dort bis 4 Uhr jeden Nachmittag bleiben MUSS.

Ich glaube auch nicht, dass es eine Lösung wäre, Mitarbeiter des JUgendamtes in Familien zu schicken. Aber man sollte Eltern schon vor der geburt ihres Kindes ein nötiges Grundwissen in Sachen Erziehung mitgeben. Dann wären viele vielleicht auch in der Lage, Konflikte mit ihren Kindern angemessener zu lösen und das gesamte Familienleben wäre harmonischer.

Egal wie viel zeit man letztendlich mit seinem Kind verbringt - was wichtig ist, ist ja die Qualität der Zeit.

LG,
Kathrin

Jährliche Entwicklungskontrolle

Antwort von Ulli am 19.11.2006, 10:09 Uhr

Hi,
also mein Vorschlag wäre eine jährliche Entwicklungskontrolle. Wenn das Kind dann der normalen Entwicklung entspricht, darf es gern zu Hause betreut werden, von mir aus auch im Schulalter. (Entwicklung heißt: Motorik, Sprache, etc.)
Von mir aus kann man den zu Hause bleibenden Eltern auch den Betrag auszahlen, den ein Ganztagsbetreuungsplatz kostet.
Aber, wenn das Kind in der Entwicklung nicht altersgerecht ist, halte ich eine (Fremd)Betreuung von 8-16 Uhr für sinnvoll und richtig. Notfalls auch "zwangsweise".
Viele Grüße
Ulli

Re: Jährliche Entwicklungskontrolle

Antwort von Kathrin79 am 19.11.2006, 10:26 Uhr

Aber wäre es nicht besser, die Eltern dahingehend zu schulen, dass die Kinder auch die Möglichkeit haben zu Hause ein "normales" Familienleben führen können?

Wie sollen diese Kinder es denn mal besser machen, wenn sie ein halbwegs intaktes Leben innerhalb einer Familie gar nicht kennen?

Fakt ist natürlich auch, dass es Eltern gibt, bei denen auch die besten Schulungen und Ratschläge nichts nützen... aber vermutlich auch, weil sie selbst als Kinder nicht anders behandelt wurden als sie es bei ihren Kindern tun. Man steckt da also in einem teufelskreis, den man sicher nur schwer durchbrechen kann. Leider!

Im Ansatz richtig, aber

Antwort von tinai am 19.11.2006, 11:17 Uhr

unter der Strafmaßnahme "Geldentzug" Entzug des Versicherungsschutzes etc. leiden alleine die Kinder.

Kaum einer wird sich davon zwingen lassen mit den Kindern zur Entwicklungskontrolle zu gehen.

Ich halte von solchen Strafmaßnahmen gar nichts, weil sie eben die Kidner treffen und die sollen sie eigentlich schützen.

Re: @Leolu

Antwort von HeidiRahm am 19.11.2006, 11:51 Uhr

Hallo Kathrin,

wieso muß dein Kind bis 16.00 Uhr in der Ganztagsbetreuung bleiben.

Bei uns ist bis 16.30 Uhr Betreuung. Ich hole mein Kind aber IMMER entweder 13.00 Uhr oder 15.00 Uhr (jenachdem, was ich noch arbeiten muß).

Bis 16.30 Uhr war Laura noch nie dort.

Re: @Leolu

Antwort von Kathrin79 am 19.11.2006, 13:50 Uhr

Ich habe ja gar nicht behauptet mein Kind müsse bis 16 Uhr in der Ganztagsschule bleiben - denn ich habe noch gar kein Kind :-)

Es wird aber auf kurz oder lang darauf hinauslaufen, dass es die verpflichtende Ganztagsschule gibt und dann kann man sich eben nicht mehr aussuchen, wie lange das Kind da bleibt. Dann fällt das Ganze nämlich unter die Schulpflicht.

Re: Jährliche Entwicklungskontrolle

Antwort von Leolu am 19.11.2006, 14:01 Uhr

Hallo!
Also es darauf festzumachen, ob sich ein Kind normal entwickelt halte ich auch nicht für richtig, es gibt ja zig Gründe, warum ein Kind sich nicht richtig entwickeln kann, das muß nicht unbedingt mit dem Elternhaus zu tun haben.
LG
Nina

falscher Ansatzpunkt

Antwort von TineS am 19.11.2006, 15:23 Uhr

mit der Entwicklung. Mein großer war Sprachverzögert und ihm hätte eine Ganztagesbetreuung da gar nicht geholfen. Eher geschadet, weil wir dann nämlich nicht zu den ganzen Ärtzen hätten rennen können, geschweige den zur frühförderung und Logopäden.

viele grüße

tine

Re: falscher Ansatzpunkt

Antwort von Kathrin79 am 19.11.2006, 18:07 Uhr

Die Betreuerinnen in der Ganztagsschule sind auch sicher nicht das qualifizierte Personal, das man braucht um Entwicklungsstörungen und sonstige Auffälligkeiten auszugleichen. Oft sind das ja 'nur' Mütter, die die Betreuung übernehmen.

Selbst wenn es Lehrer wären, hätten die nicht die notwendige Kompetenz.

LG,
Kathrin

Re: total falscher Ansatzpunkt

Antwort von SilvanaR am 19.11.2006, 20:21 Uhr

meine große ist erst auffällig durch die Betreuung geworden. mein Arzt hat es leider bestätigt.
Übrigens ist sie in fast allen Gebieten überdurchschnittlich begabt, nur in der Motorik hinkt sie weit hinterher - soll mir deshalb der Staat vorschreiben, wer mein kind zu erziehen hat? Dann könnten wir doch unsere Kinder gleich nach der geburt in heime abgeben. hat den vorteil frauen könnten gleich wieder arbeiten gehen ..... Dann könnten wir ja gleich noch Per gentechnik sie perfekten Embryonen erzeugen.... Hat für mich was von einem Scifi Drehbuch aus hollywood mit einem derben beigeschmack aus der DDR (ja wehe, man war mit denimpfungen nicht hinterher.....)
;-) Naja, der Gedanke hat was

Re: Arbeiten macht Spass

Antwort von Benedikte am 19.11.2006, 23:26 Uhr

abb,
erstmal: Ich verstehe nicht, wieso man immer so tut als ob Frauen , die arbeiten, das tun weil sie " muessen". Ich beipsielsweise gehe gerne zur rabeit, ich finde das wunderbar und war nie so traurig wie in den vier Jahren als ich mit meinen beiden ersten Kindern zuhause war.Nach dem zweiten habe ich dann mit teilzeit angefangen, nach dem Dritten Vollzeit und auch nach dem vierten Vollzeit gearbietet, nach drei keine Elternzeit genommen und nach vier drei Monate. Da hat mein Mann dann Elternzeit gemacht und spaeter teilzeit gearbietet.

Und da wir keine Familie am Ort haben, haben wir uns eine gute Kita besorgt und einen guten Hort.

Mein Mann hat die Kinder, die um 8.00 Uhr gebracht wurden, meist gegen 15.00-16.00 Uhr angeholt; wenn wir beide spaet Termine hatten, sind die auch bis 18.00 Uhr geblieben.Als meine beiden grossen Jungen in der Schule waren und der Kleine Saeigling, ist sie sogar relativ regelmaessig den ganzen Tag geblieben.

Und schon da war keine Rede von Arbeiten " muessen", bei Betreuungskosten von zum schluss 6-800 Euro im Monat und der zusaetzlichen Minijobberin, die wir einstellen mussten, waeren wir finanziell nicht wesentlich schlechter weggekommen, wenn einer auf seine Arbeit verzihctet haette.

Aber- das gehoert eigentlich nicht zum Thema: Wie willst Du denn " problematische Familien" identifizieren? Du hast von arbeitslosen Eltern gesprochen? Damit bin ich nicht einveratnden. Arbeitslosigkeit gibt es heute in breiten Teilen der Bevoelkerung- und mag auch der eine oder andere selbst schuld sein- ich bin dagegen, 5 Millionen Elternteile wegen ihrer Arbeitslosigkeit als problematisch anzusehen. Gleichzeitig empfindest Du ja Familien, wo beide Eltern arbeiten, ebenfalls als gefaehrdet.

Wer ist dann ungefaehrdet? deiner Ansicht nach nur die, die nicht arbeitslos und nicht doppelverdienend sind. Also nur Paare, wo einer arbeitet udn einer zuhasue bleibt. Abgesehen davon, dass das eine minderheit inzwischen ist- kann das nicht sein.

Sorry, aber so Saetze wie " wo beide Eltern arbeiten und kein Interesse am Kind haben" finde ich ziemlich daneben.Sie haben weniger Zeit- aber wenn die sinnvoll berbracht wird, sehe ich kein problem. genauso , wenn die Betreuung gut ist.

Und mach Dir mal bitte Gedanken, wie Betruung zuhause ablaeuft.Ich meine, es ist einemaer , dass alle Muetter ihre Kinder hichwertig betreuen. Das laeuft oft mit, man hat den Haushalt, und und und.Oder wenn Du die Einschaltqoten der Kindersender am Nachmittag siehst- ich kann Dir verbindlich verraten, dass das alles zuhasue bereute Kinder sind. In Kita und Hort gibt es kein TV.In der Kita haben meine kinder jeden Tag ein warmes Mittagessen- das kriegt zuhasue auch nicht jeder.

Kurzum- ich finde, Du machst einen denkfehler. Du siehst die eine supergute Zuhausebetreuung und merkst nicht, dass zuhause auch viel daneben geht ( alle in der letzten Zeit tot aufgefundenen und misshandelten Kinder sind in der Familie betrut worden) und haeltst ausser Haus Betreuung fuer etwas schlechtes.Ich sehe das nicht.Und bitte, ich will es auch nicht.
Und fuer uns hat das viel gutes- wir haben zum beispiel genug Geld fuer alles, die Kinder koennen ueberall dran teilnemen, wir haben unser Haus bald abgezahlt, koennen in UrlAub fahren, es herrscht ein enstpanntes Klima.

Unsere Kinder verstehen, wie wichtig der beruf fuer uns ist, dass leistung Spass macht und nehmen das fuer sich an (sie machen ihre Hausaufgaben zum Beispiel fast ausschliesslich alleine, sie entwicklen Ehrgeiz) und sie sind absolut teamfaehig.

Kurzum- ich wuerde die Frendbetruung nicht so daemonisieren oder hinter die Pflege zuhasue zuruckstellen. Muss man alles im Einzelfall sehen.

Wobei- auch ganz ehrlich- manchmal habe ich zwischendrin schon so Momente, dass ichd enke, es waere schoen, jetzt mit allen einfach schwimmen, eisessen,ins Kino oder Zoo zugehen wenn ich in meinem Buero nich viel zu machen habe.aber einen Tod muss man sterben- und ich bin sehr dankabr, dass mir die Fremdbetreuung die Vereinabrkeit vin Familie und Breuf gesichert hat.

benedikte

Re: Ganztagsbetreuung wirklich die Lösung?

Antwort von RenateK am 20.11.2006, 8:39 Uhr

Hallo,
es gibt genug Länder, wo Ganztagsschulen gang und gäbe sind, ích finde es nicht normal, dass Schulkinder den ganzen nachmittag zu Hause sind. Das hat mit problematisch erstmal gar nichts zu tun. Obwohl es natürlich schon so ist, dass die Chancengleichheit durch eine durchgehende - qualifierte! - Ganztagsbetreuung steigen würde, da gibt es auch Erfahrungen aus anderen Ländern - und natürlich durch einen Verzicht auf das Selektieren der Kinder nach der 4. Klasse, was ich bei unserem Schulsystem das Schlimmste finde.
Mal abesehen davon, halte ich persönlich ab einem Jahr eine Ganztagsbetreung (7 bis 8 Stunden pro Tag) für eine gute Lösung und hätte nach diesem Alter mein Kind zu Hause haben wollen, ob wir nun beide arbeiten oder nicht.
Gruß, Renate

Re: @RenateK - normal ist das nicht

Antwort von mini99 am 20.11.2006, 9:50 Uhr

Hallo!
Also ab den 1 Jahr eine Ganztagsbetreuung wenn man zu Hause ist, finde ich nicht normal, der beste Platz für so kleine Kinder ist noch immer der bei seiner Mama.
LG
Traude

Finde ich schon

Antwort von RenateK am 20.11.2006, 9:57 Uhr

bei uns in der Kita waren einige Kinder ab 1 Jahr dort, wo nicht beide Eltern berufstätig waren, auch unser Sohn für eine paar Monate (solange mein Mann noch Erziehungsuralub hatte). Ich finde das für ein Kind in dem Alter auch besser, bereits dann schon in einer Gruppe mit Kindern verschiedenen Alters zu sein.
Bei Schulkindern finde ich es dann aber vollständig unverständlich, warum die Nachmittags zu Hause sein sollten.
Aber da wird man sich nie einigen.
Gruß, Renate

warum nicht nachmittags daheim?

Antwort von TineS am 20.11.2006, 11:30 Uhr

Mein Sohnemann ist dieses Jahr in die 1. KLasse gekommen.

er kommt heute um 12 nach Hause, macht seine Hausis und nachmittags spielt er mit seinen Freunden meistens draußen. Selbst bei diesem Schmuddelwetter.

Abends übt er nochmal etwas Flöte und Liest ein paar Zeilen als Übung in einem Buch.

Sorry ich hab selber nur schlechte ERfahrung gemacht mit dem ganzen Tag in Betreuung und kann deine Ansatzpunkte nicht verstehen. Geholfen in der Schule oder so hat es eh nix.

viele grüße

Tine

Re: warum nicht nachmittags daheim?DARUM ;o):

Antwort von Tathogo am 20.11.2006, 12:08 Uhr

Ich weiss nicht wo du wohnst-Wir wohnen jedenfalls mitten in Farnkfurt am Main,sprich die Möglichkeiten für meine Kinder"Nachmittags" mit ihren Freunden auf der Strasse" zu spielen sind sehr eingeschränkt,außerdem sind 95% der Mitschüler selbst im Hort oder (wie meine 2) im Schülerladen unregebracht und zwar bis 17 Uhr ;o))

Die (supernettten und geschulten) Betreuer machen dort genau das,was eben sonst in der Familie passiert...die Kids kommen aus der Schule,es wird gemeinsam gegessen,danach Hausaufgaben,danach Spielzeit(bzw Unternehmungen wie Museum,Kino,Zoo etc...)

Ich sehe das übrigens mit eien gesunden Portion Egoismus:Ich únd mein Mann arbeiten bis 14,15,16 Uhr...in der Zeit wo meine Kinder noch ausser Haus sind erledigen wir alles im Haushalt,gehen Einkaufen,erledigen Arztbesuche usw(alles worauf Kinder eben eh keine Lust haben) und wenn sie dann zu Hause sind haben wir den Rest des Tages NUR für unsere Kinder Zeit,diese Zeit verbringen wir sehr intensiv und gemeinsam-uns gehts allen sehr gut damit ;0)

LG
Tanja

Re: Arbeiten macht Spass

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 12:10 Uhr

Hallo zusammen.

Ich finde den Ansatz von abb völlig in Ordnung.
Letztens hab ich das irgentwo gesehen (ja im bösen Fernsehen), daß Eltern bereits in der Schwangerschaft von qualifizierten Leuten besucht werden, die Tipps und Unterstützung bieten und ständig Besuche machen, weiß nur nicht mehr in welchem Land das genau war, aber dort war es scheinbar normal. Das ist ein superguter Ansatz! Das Jugendamt ist immer so ein allerletzter Anlaufpunkt, wenn gar nichts mehr geht, oder?

@Leolu:
ich kann deine Situation gut verstehen und finde es auch nicht schlimm, daß du deinen Sohn in die Betreuung gibst. Es scheint bei euch ja auch genügend Plätze zu geben. Mach dir da bloß keinen Kopf!

Mein Vorschlag zur Besserung:
Betreuung sämtlicher Eltern bereits in der Schwangerschaft von qualifizierten Leuten (vielleicht sollte man die noch erfinden, jedenfalls wird ein kurzer Erziehungskurs nicht reichen). Diese Leute sollten dann auch mal sagen können, wie man ein Kind erzieht und wie eben nicht.

Kerstin

@TineS.

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 12:32 Uhr

Mich würde mal interessieren, welche schlechten Erfahrungen du denn so gemacht hast mit der Ganztagsbetreuung.

Höhren-Sagen schätze ich, oder?

Re: warum nicht nachmittags daheim?DARUM ;o):

Antwort von RenateK am 20.11.2006, 12:39 Uhr

Und noch ein paar DARUMs. Ich erlebe in vielen Familien, was die HAusaufgaben zu Hause für einen Stress machen. Das ist NICHT die Aufgabe der Eltern und belastet das Verhältnis innerhalb der Familie enorm. Bei uns finden die Hausaufgaben und qualifizierter Betreuung - und trotzdem eigenständig - statt, das finde ich optimal. Das heißt nicht, dass ich mir nicht alle paar Tage die Schulsachen mit meinem Sohn zusammen mal ansehe, ich will ja wissen was er macht.
Bei uns kann sogar draußen gespielt werden, wir wohnen nicht mitten in der Großstadt, aber trotzdem gehen die meisten Kinder bei uns gern bis 16:30 in den Hort und es wird dort einiges Angeboten, wo ich ehrlich gesagt wenn es sich vermeiden lässt, keine Lust habe es zu Hause oder von zu organisieren, wie AGs auch mit handwerklichen Sachen etc.
Ich finde ganz klar für eine verbindliche Ganztagsschule für alle (wobei AGs eine wichtige Rolle spielen sollten, es geht mir nicht darum, den ganzen Tag zu verschulen, im Gegenteil), nicht nur in der Grundschule und ich bin gegen eine Selektion nach dem 4. Schuljahr.
Gruß, Renate

Re: @TineS.

Antwort von Tathogo am 20.11.2006, 12:47 Uhr

Der Frage schließe ich mich mal an....;o)

Des weiteren:In vielen Familien ist es schlicht und ergreifend nicht Möglich,dass die Kinder nach der Schule nach Hause kommen-da ist nämlich niemand,weil die Eltern arbeiten bis Nachmittags...und ich hoffe da sind wir uns alle einig:"Schlüsselkind"(so nach dem Motto Essen steht in der Mikrowelle und die Fernbedienung vom TV liegt aufm Couchtisch) ist die schlechteste aller Lösungen!
LG
Tanja

Betreuuung in der Familie entspricht der Natur des Menschen

Antwort von like am 20.11.2006, 13:20 Uhr

...wenn ihr mal ein bisschen bei Dr. Posth nachlest, ist er vehement dagegen, Kleinkinder in Ganztagsbetreuung oder überhaupt Fremdbetreuung zu geben. Und im Schulalter sehe ich die Betreuung zu Hause bei optimalen Bedingungen auch der Hort-Betreuung überlegen. Nur ein Gesichtspunkt: Selbstbestimmung. Nirgends können Kinder so kreativ und selbstbestimmt tätig sein, wie zu Hause (vorausgesetzt, Computer und Fernsehen sind stark beschränkt)- im Hort wird doch immer irgendein Beschäftigungsprogramm vorgegeben - die schöpferische Kraft, auch mal mit Langeweile umzugehen und selbst etwas aus seiner Freizeit zu machen, müssen diese Kinder später oft mühsam lernen. Dennoch halte ich Ganztagsbetreuung bei den meisten Familien für besser, da kaum mehr eine Familie in der Lage bzw. gewillt ist, Kinder freudig, mit ganzer Energie und dazu noch kompetent in der Familie zu erziehen, mit ihnen Hausaufgaben zu machen und an eventuellen schulischen Problemen zu arbeiten.

Betreuung sollte es natürlich heißen

Antwort von like am 20.11.2006, 13:21 Uhr

;-))

Re: Arbeiten macht Spass

Antwort von abb am 20.11.2006, 13:22 Uhr

Hallo Benediktine,

vielleicht liest Du einfach mein Posting nochmal und versteigst Dich nicht in wilde Vermutungen, dass ich freiwillig und gern berufstätige Eltern gleichsetze mit solchen, denen ihre Kinder egal sind! Folgendes habe ich wirklich geschrieben: "Die Eltern arbeitslos, MÖGLICHERWEISE desinteressiert am Kind oder beide arbeiten und haben kaum Zeit fürs Kind usw. Ich habe drüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre, die Familienförderung nicht ausschließlich auf die Betreuung außer Haus zu konzentrieren, sondern IN die Familien zu gehen." Ich kann in meinem Posting keine Anfeindung gegen berufstätige Eltern finden und verbuche Dein Posting einfach mal unter "überflogen und falsch verstanden".

Gruß Susi

@Benedikte

Antwort von abb am 20.11.2006, 13:24 Uhr

Hi und sorry, habe Deinen Namen falsch geschrieben.

Susi

Schmarrn

Antwort von tinai am 20.11.2006, 13:36 Uhr

Im Hort sind die Kinder doch nicht fremdbestimmt. An was für einen Hort denkst Du denn?

Mein Sohn geht seit diesem Jahr in die erste Klasse und in den Hort und ob er im Hort mit den Jungs kickt oder auf der Straße mit den anderen hat nichts mit Fremdbestimmung sondern seinem freien Willen zu tun. Das einzige was fremdbestimmt ist, ist das Mittagessen (das hoffentlich zu Hause auch nicht von den Kindern bestimmt wird) und die Hausaufgabenzeit (o.k. die ist nicht individuell legbar, da müssen alle 90 Minuten stillsitzen). IN der restlichen Zeit gibt es noch nicht einmal immer Angebote, sondern freies Spiel und freie Angebote.

Ich frage mich, woher die Erfahrung kommt "mit Langeweile umzugehen müssen diese Leute lernen" gibt es darüber Studien, gibt es so viele Leute, die shcon im Hort waren und heute erwachsen sind?

Viele Kinder haben zu Hause ein größeres Mutter-Vollversorgungsprogramm als Hortkinder. Das kann man nicht vergleichen.

Und denkst Du bei Betreuung in der Familie wirklich an Mutter-Kind oder Mutter-Kind-Kind? Das ist nämlich die Familie, die vorwiegend existiert. Familienverbände wie früher gibt es kaum noch oder selten.

Dr. Posth schreibt viele kluge Dinge, aber deswegen msus man ihm nicht blind hinterherlaufen. Hier werden außerdem zwei völlig unterschiedliche Dinge vermischt: Kleinkindbetreuung für unter dreijährige und Hortbetreuung. Das ist überhaupt nicht vergleichbar.

Es gibt mit Sicherheit tolle Horte und schlechte Horte, so wie es überbehütende ehrgeizige Eislaufmütter gibt und entspannte gelassene Mütter, die ihren Kindern Freiraum lassen.

Gruß Tina

Re: Betreuuung in der Familie entspricht der Natur des Menschen

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 13:48 Uhr

Ne, ist klar. Die meisten Familien kümmern sich nicht freudig und mit ganzem Einsatz um ihre Kinder...

Diesen Satz von Dir finde ich völlig vermessen! Die meisten, außer bei Dir, oder was?

Sorry, aber selbst wenn ich nicht arbeiten würde halte ich die Ganztagsbetreuung für eine bessere Alternative als ein Einzelkind allein von Mama bespielen zu lassen....!!!!

Meine Tochter kennt mit Sicherheit auch Langeweile und weiß sie ganz gut zu umgehen! Auch ohne Fernsehen. Die Ganztagsbetreuung ist für meine Tochter ein Segen gewesen! Sie ist für ihr Alter super sozialkompetent und das währe sie zuhause nie geworden! Die zwingende Auseinandersetzung mit anderen Kindern (die sind nicht alle nett) hat meine Tochter super selbstsicher werden lassen. Und das halte ich für durchweg positiv. Als Mutter kannst du ihr das gar nicht beibringen, auch nicht wenn du jeden Tag Freunde einlädst. Dann bist du erstens ja immer dabei und regelst Konflikte meist von dir aus und zweitens sind das halt dann Freunde mit denen sie sich gut versteht...
Sie musste sich halt auch mal durchkämpfen und das hat ihr echt Kraft gegeben. Von den großen Kindern in der Betreuung lernt sie erst Recht.

Naja, aber jedem seine Meinung.

Es ist immer wieder erstaunlich...

Antwort von like am 20.11.2006, 14:47 Uhr

... mit welcher Vehemenz man angegriffen wird, wenn man äußert, dass man Hortbetreuung halt persönlich nicht optimal findet. Hinter dieser Vehemenz und diesem "angegriffen sein" sehe ich dann eben doch ein großes Stück Betroffenheit...
Sei es wie es wolle - und wie gesagt - ich finde Hortbetreuuung in vielen Fällen ja wirklich sehr gut!! - es war meine Meinung, ob sie nun "Schmarrn", "vermessen", "blind hinterherlaufen" oder was sonst immer ist - ich verwende zumindest in der Regel keine solche Begriffe, um die Meinung anderer Leute zu charakterisieren... Zur Einzelkindfamilie könnte ich auch noch was sagen, lass es nun aber lieber - die Diskussion ist mir zu emotional...

Beim Namen Dr.Posth...

Antwort von Tathogo am 20.11.2006, 14:55 Uhr

...rollen sich mir ehrlich gesagt die Fussnägel...aber dass nur am Rande ;o))
Wenn es nach Dr.Posth geht,dann sind 90% aller Kinder irgendwie "gestört"....


"Nirgends können Kinder so kreativ und selbstbestimmt tätig sein, wie zu Hause (vorausgesetzt, Computer und Fernsehen sind stark beschränkt)- im Hort wird doch immer irgendein Beschäftigungsprogramm vorgegeben - die schöpferische Kraft, auch mal mit Langeweile umzugehen und selbst etwas aus seiner Freizeit zu machen, müssen diese Kinder später oft mühsam lernen. "

???????????????

Ich weiss ja nicht in welchen Einrichtungen du deine Kinder hattest(hattest du doch,sonst wüsstest du ja nicht so genau bescheid,oder??)aber ich versichere dir:Niergends anders als im Hort/Schülerladen was auch immer werden Kinder besser gefördert,lernen sozialen Umgang,können sich verwirklichen usw.....

Bei diesem Thema gibts keine Einigung.ist wie bei Langzeitstillen und Töpfchentraining*g*-interessant nur dass die meisten Mütter immer negativ über Fremdbetreuung reden,die ihre Kinder noch nie Fremdbetreut hatten... ;o)

So ist es Tathogo,

Antwort von RenateK am 20.11.2006, 15:11 Uhr

auch nur am Rande, die Dr. Posth Sachen lese ich schon gar nicht mehr, bei dem Unsinn stellen sich bei mir die Haare auf.
Jedenfalls, sowohl bei uns in der Kita als auch im Hort wird sehr viel Wert auf Freispiel und eigenständige Beschäftigung gelegt. Mit Langeweile müssen sie da doch tatsächlich auch mal fertig werden.
Und zum Schluss: Warum eigentlich die Betreuung in der Familie der Natur des Menschen entsprechen sollte, ist mir vollständig unverständlich. Das ist doch ein Produkt der Neuzeit, die Betreuung in der Familie, in der Kleinfamilie sowieso, aber nicht nur in der. Das ist ein typisches Beispiel, wie gesellschaftliche Entwicklungen biologistisch verklärt werden.
Gruß, Renate

Re: @Kerstin

Antwort von TineS am 20.11.2006, 15:31 Uhr

oh nein im Gegenteil. Ich war als Kind ab Krippenalter in der Ganztagesbetreuung. Erst Krippe, dann KIGa, Dann Schule und Hort bis einschließlich 7. Klasse.Bin immer bis 18 Uhr drinnen gewesen und war dann noch Schlüsselkind, weil keiner daheim war.

Und Förderung war da nicht gerade großgeschrieben. Ist ja nichtmal aufgefallen, wenn ich Hausis nicht hatte.

In der 7. wurde es ja nichtmal gemeldet, wenn ich gar nicht auftauchte. Hätte sonst was passiert sein können, meine Mutter hat nie Erfahren, das ich viele nachmittage gar nicht im Hort war. Mußte sie ja nur anrufen, wenn ich daheim war. In der 7. durfte ich jadann mal um 16 Uhr heim.

Wir sind hier sicherlich kein Brennpunkt, denn Ganztagesbetreuung gibt es hier im Ort für die Grundschüler und KIGA Kinder eh nicht. Mittagsbetreuung in der Schule ist bis 14 uhr ohne Hausaufgabenbetreuung.

Solange es geht, werde ich für meine Kids mittags da sein, wenn sie aus Schule - Kiga kommen.

Gruß

Tine, die es nicht mag, einfach was unterstellt zu bekommen.

Re: So ist es Tathogo, und Renate auch..

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 15:33 Uhr

es ist absolut erstaunlich, wie manchen Leute hier argumentieren und sich für die weissagende Müllhalde halten (Fraggles, fernsehgeschädigte 30er dürften sich erinnern).

Ich sollte solche Postings ignorieren, aber sie regen mich soooo auf!!!!

Ich würd sooo gern mal dein Kind kennenlernen, like!!!

Was ist das denn?

Antwort von tinai am 20.11.2006, 15:36 Uhr

Das verstehe ich nicht:

"Fraggles, fernsehgeschädigte 30er dürften sich erinnern"

Was ist das?

Den Schmarrn nehme ich zurück!

Antwort von tinai am 20.11.2006, 15:41 Uhr

Aber mich würde wirklcih interessieren, woher Du die Erkenntnisse hast.

Ich überdenke dohc unsere Betreuungssituation auch mindestens einmal wöchentlich und würde manches gerne anders machen, aber am Hort zweifle ich nun überhaupt nicht, obwohl mein Sohn eher ein Kind für die individuelle Betreuung ist und kein Herdentier, aber da haben wir wie ich finde einen guten Mittelweg gefunden und er ist sehr sehr glücklich im Hort - und hat dort eine sehr liebe Betreuerin, die unendlich geduldig ist, aber trotzdem fordert. Gerade bei den Hausaufgaben wäre ich glaube ich der Horror für meine Kinder, obwohl ich viele Jahre Nahchilfeunterricht mit gutem Erfolg gegeben habe, aber bei fremden ist man einfach geduldiger als beim eigen "Fleisch und Blut". Aber das weicht jetzt ab.

Nein, mich würde wirklich interessieren, woher die Aussage kommt, dass hortbetreute mit Langeweile nicht oder doch schlechter umgehen können (ich kann mich nicht erinnern, wann mir das letzte Mal langweilig war, muss in der Schulzeit am Ende der Sommerferien gewesen sein).

Und weiter, warum die Familienbetreuung die beste ist, wenn man dabei bedenkt, was Familienbetreuung bedeutet - eben Mutter und ein Kind, oder Mutter und zwei Kinder. Das ist für mich nicht wirklich mehr Familienbetreuung, sondern Mütterbetreuung.

Gruß Tina

Re: @tine

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 15:41 Uhr

Die Frage war nicht darauf bezogen, dir was zu unterstellen und es tut mir echt leid, daß deine Mutter sich nicht um dich gekümmert hat.
Ich kümmere mich schon intensiv um mein Kind, denke ich. Jedenfalls bin ich dieser Meinung, aber eben halt erst nach 16:00 Uhr. Wir haben ca. 4 Stunden intensive Zeit zusammen, weil ich auch den ganzen Kram wie Einkaufen, aufräumen, putzen, mich um mich selbst kümmern bereits erledigt habe.

Im Übrigen, was mich schon die ganze Zeit echt beschäftigt: Wenn ich meine Tochter nachmittags fragen sollte: "Hast du auch deine "HAUSIS" erledigt"? würde sie mich glaub ich für bescheuert erklären. Dieses Wort sagt alles, echt!
Sorry, aber Hausaufgaben sind nicht zu vernietlichen. Das ist Arbeit und so sehen das auch die Kinder. Wenn ich meiner Tochter so kommen würde, würde sie glauben ich nehme sie und ihre ARBEIT nicht ernst. Mach dir bitte darüber mal Gedanken!

Nichts für Ungut!

Kerstinh

Re: Was ist das denn?

Antwort von KerstinM. am 20.11.2006, 15:43 Uhr

Na, die "allwissende Müllhalde" halt. Die gabs dort eben wirklich, nicht daß mich noch jemand der Beledigung bezichtet.

Re: @kerstin

Antwort von TineS am 20.11.2006, 16:33 Uhr

sicher ist es ein Unterschied, ob man danach die Zeit für sein Kind hat oder sich nicht drum kümmert.

Und Hausis, das ist eine Angewohnheit von mir, aber nicht gegenüber meines Sohnes. Ihm gegenüber frag ich immer nach Hausaufgaben.
Aber hier kann ich es ja nennen wie ich will oder?

viele grüße

tine

natürlich sind auch meine Kinder fremdbetreut

Antwort von like am 20.11.2006, 16:57 Uhr

nämlich seit dem 3. LJ vormittags und manchmal nachmittags im KiGa und danach vormittags in der Schule, und nun im Gym auch immer mehr nachmittags (bei 3x Mittagschule unumgänglich) . also immer langsam mit den Urteilen, wie es bei uns so abläuft!! Und was Mutter - Kind - Kind - Kind von Erzieherin - Kind - Kind - Kind - Kind - Kind.... negativ unterscheidet, wird mir auch nicht klar. Leider hab ich es immer so erlebt, dass auf die individuellen Bedürfnisse und momentanen Befindlichkeiten meiner Kinder nie so individuell eingegangen werden konnte (klar, bei 20 - 30 Kindern), wie ich das zu Hause kann. Eine Zeitlang (sprich Vormittag) und ab einen gewissen Alter finde ich das ganz ok. - schließlich sollen sie ja auch in großen Gruppen klarkommen und teamfähig sein. Aber für mich ist der Mensch zu allererst eben Individuum - gerne in der Kleingruppe mit Familie oder (bei uns jeden Nachmittag anwesenden) Freunden und nur in zweiter Linie "Gruppentier". Und das mit dem Lernen von Selbstbeschäftigung - Entschuldigung, das hab ich erlebt bei Kindern, deshalb ist es meine Meinung - und die muss ja wohl nicht immer gleich mit Statistiken etc. untermauert werden, oder? (mal abgesehen davon, dass unterschiedliche Untersuchungen auch immer zu unterschiedlichen Ergebnissen führen). Ja, und noch was: ich bin auch berufstätig - als Lehrerin in der Berufsausbildung junger Menschen - also nicht dass ihr meint, hier spricht das Heimchen am Herd, das sich über seine Kinder verwirklichen muss. Und zu Dr. Posth kann man natürlich stehen wie man will - ich denke, er ist zumindest mehr Fachmann auf diesem Gebiet, als wir alle das sind; zudem schienen mir seine Aussagen immer vom klaren Menschenverstand geprägt, der halt auch mal den gegenwärtigen Trends in unserer Gesellschaft zuwider laufen kann.

Ja, und jetzt nochmal: wenn ihr meine Aussagen ganz oben lest, bin ich doch gerade für Fremdbetreuung- v.a. eben von Kindern aus Problemschichten - damit diese Meldungen in der Zeitung von den verwarlosten, misshandelten Kindern endlich mal seltener werden. Aber wer die Möglichkeit und den Wunsch hat, seine Kinder voller Überzeugung und kompetent zu Hause zu betreuden - um Gottes Willen, den lasst doch gewähren!!

Abschließend...

Antwort von abb am 20.11.2006, 19:56 Uhr

...möchte ich allen danken, die sich zu meiner Frage geäußert haben. Schade finde ich, dass nicht so viele Vorschläge wie gegenseitige Vorwürfe kamen aber offensichtlich ist es einfacher, sich von Formulierungen getroffen zu fühlen, als konstruktiv zu diskutieren. Es ging doch gar nicht darum, was besser ist, ob häusliche oder Fremdbetreuung. Es war auch nicht mein Ziel, irgendwen anzugreifen. Einige Postings vermitteln allerdings einen starken "getroffene Hunde bellen"-Eindruck... Letztlich habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Richtung, die nun eingeschlagen wird, von der Mehrheit begrüßt wird. Obs richtig ist, werden uns unsere Kinder sicher eines Tages sagen, wenn wir Glück haben. Oder zeigen.

Nachdenkliche Grüße
Susi

@like

Antwort von tinai am 20.11.2006, 22:31 Uhr

Hm, dann hast Du wirklich ganz andere Fremdbetreuung kennengelernt als ich.

Die Gruppen, in denen meine Kinder sind, sind deutlich kleiner, bzw. der betreuungsschlüssel deutlich besser.

Ich habe übrigens nicht bewertet, ob Erzieherin-Kind-Kind-Kind oder mutter-Kind besser ist, ich habe lediglich aufgezeigt, was "Familie" heute bedeutet. Nämlich häufig eine Mutter, die alleine für die Kinder "zuständig" ist. Von "Familie" erkenne ich da nicht mehr so furchtbar viel - jedenfalls nicht so, wie ich noch aufgewachsen bin oder mein Mann.

Gruß Tina

PS. Es geht mir übrigens gar nichts ums besser/schlechter, sondern um mehr Toleranz und Respekt und das "Nebeneinander" (deswegen nahm ich ja auch den Schmarrn zurück). Was für die eine Familie das optimum ist, ist es doch noch lange nicht für die andere und für Kinder schon gar nicht.

Oh nein

Antwort von tinai am 20.11.2006, 22:33 Uhr

ich lebe vielleicht doch hinter dem Mond, aber ich kapier nicht, was das ist und worum es dabei geht.

Re: Finde ich schon

Antwort von Eileen am 22.11.2006, 2:36 Uhr

Wow - höre ich das erste mal !
Ich würde es nämlich auch besser finden, wenn Schulkinder den ganzen Tag in der Schule sein müssten : mit Unterricht Nachmittags ! Ich habe dies selber erfahren im Ausland (wo die Pisa-Resultate übrigens besser waren) und sehe daran nix verwerfliches, im Gegenteil. Ausserdem hatten wir trotz Ganztagsschule ein gutes Familienleben, Hobbys und eine schöne Kindheid. So weit ich dies beurteilen kann, habe ich mich auch normal entwickelt.

Die letzten 10 Beiträge in 1. Schuljahr - Elternforum
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.