Schwanger - wer noch?

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Geschrieben von mufti, 13. SSW am 05.11.2003, 13:46 Uhr

hausgeburt - was sagen die männer dazu?

ich hatte heute das erste längere gespräch mit meiner hebamme. sie hat mir unter anderem erzählt, dass sie in der letzten zeit viele hausgeburten gemacht hat. und ich habe schon vor längerer zeit mir mal vorgsetellt, mein kind bei mir zu hause in der eigenen badewanne zu bekommen. jetzt wird die idee natürlich wieder realer, wenn sie das macht. jedenfalls hab ich meinem mann das mal angedeutet und er meinte, das müsse ja eigentlich nicht sein. ist ja auch noch ein bisschen zeit bis hin. aber mich würde mal interessieren, wie andere männer zu der idee hausgeburt stehen.

lg mufti

 
21 Antworten:

Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von feder, 39. SSW am 05.11.2003, 13:55 Uhr

hallo mufti,
also mein Mann hat zwar erst mal geschluckt, aber nach einem langen Gespräch, auch dann mit der Hebamme, hatte er doch Vertrauen in die Sache. Ihm war es wichtig, die Hebamme auszufragen und dann stand er völlig hinter der Hausgeburt. Skeptischen Kommentaren steht er felsenfest gegenüber. Deine Wünsche haben Vorrang! Alles Liebe und Gute
feder

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Meiner ist total dagegen:-((

Antwort von Mam-Lu, 16. SSW am 05.11.2003, 14:17 Uhr

Hallo,

ich hab mir das so gewünscht und auch beim letzten Besuch mit der Hebamme ausführlich drüber gesprochen, aber dennoch konnte ich meinen Mann nicht überzeugen.
Ich könnte mir das so gut vorstellen, in der eigenen Wanne mit meinen Liebsten dabei...
Aber leider gehts wieder ins Kh, das aber diesmal nur ambulant. Ich möchte so schnell es geht wieder nach Hause.

Hoffentlich klappts bei dir...

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von Leonie22, 26. SSW am 05.11.2003, 14:18 Uhr

Hallo

Mein Freund war sofort begeistert als ich sagte das ich das Baby gerne zu Hause bekommen würde!Zuerst haben wir zu zweit gründlich über das gesprochen und dann haben wir uns ne Hebamme gesucht,und auch ne wirklich tolle gefunden.Sie hat uns dann alles genau erklärt wie das bei ner Hausgeburt so ist.Und nun sind wir voll begeistert!!!
Und auch wir müßen uns gegen manche Kritik von anderen wären.Aber uns ist egal was andere sagen,schließlich müßen wir wissen wo wir das Kind kriegen möchten. Besonders wir Frauen müßen das eigentlich schon selber entscheiden können.
Ich persöhnlich finds super wenn sich jemand entscheidet das Kind daheim zu kriegen,aber man muß auch die andere Seite akzeptieren.

Liebe Grüße Leonie+Baby im Bauch

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von mama32, 7. SSW am 05.11.2003, 14:50 Uhr

Hallo,

bin in der 7. Woche mit dem zweiten Kind schwanger, und ehrlich gesagt möchte ich auch dieses mal nicht auf die Sicherheit, die mir eine Klinikentbindung bietet, nicht verzichten. Klar, es mag ja wirklich eine schöen Sache sein, ein Baby zu Hause zu bekommen, wo einem nichts fremd ist, usw. Aber es kann einfach soooo viel bei einer Geburt passieren, dass es mir einfach zu gefährlich wäre. Im Krankenhaus sind die nötigen Geräte für einen evtl. Notfall nun mal sofort zur Stelle, und das gibt mir ein sehr beruhigendes Gefühl.
Gerade heutzutage sehen die Kreißsääle doch alles andere als steril aus, sondern es wird dort eher eine wohnliche Atmosphäre geschaffen.
Für mich käme eine Hausgeburt wegen der Sicherheit fürs Baby erst garnicht in Frage.

Alles liebe,
Nicole

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von JohannaP, 19. SSW am 05.11.2003, 14:59 Uhr

Hallo Nicole,

es ist ein Märchen, dass Klinikgeburten bei einer Nicht-Risikoschwangerschaft mehr Sicherheit bieten. Allen Studien und Statistiken zufolge ist das nicht der Fall. Ich würde trotzdem niemals Frauen, die in der Klinik entbinden, einen Vortrag darüber halten, aus welchen Gründen ich das nicht so optimal finde (und da gibt es viele Gründe). Das muss ja wohl jeder für sich selbst entscheiden. Hier war gefragt, wie die Männer zu der Idee Hausgeburt stehen, nicht, wer alles gegen eine Hausgeburt ist. Dass die Mehrheit in Deutschland in der Klinik entbindet und sich eine Hausgeburt nicht vorstellen kann/will, ist sowieso allgemein bekannt.
LG Johanna

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Entscheidungsfindung läuft noch

Antwort von JohannaP, 19. SSW am 05.11.2003, 15:03 Uhr

Für mich war am Anfang klar, dass ich ambulant im KH mit Beleghebamme entbinden will. Meine Hebamme macht allerdings auch Hausgeburten. Als ich das meinem Mann gegenüber erwähnte, lehnte er zunächst mal ganz kategorisch ab, und ich wollte das ja auch nicht sooo dringend. Allerdings, je mehr ich darüber nachdachte und vor allem mich informierte, desto mehr sprach aus meiner Sicht dafür. Mittlerweile hat sich mein Mann bereiterklärt, die Option Hausgeburt zumindest nicht gänzlich auszuschließen und während des Geburtsvorbereitungskurses oder im geburtsvorbereitenden Gespräch mit der Hebamme seine Bedenken zur Sprache zu bringen und zu sehen, ob sie geklärt werden können. Ich hoffe, dass es so läuft, dass wir das flexibel zu Beginn der Wehen entscheiden, je nachdem, wie ich mich dann fühle und wie die Lage so ist. Grundsätzlich wäre mir eine Hausgeburt lieber, es sei denn, es stimmt irgendwas nicht oder ich habe ein schlechtes Gefühl. Zum Glück ist das KH nicht weit.

LG Johanna

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ich danke euch allen

Antwort von mufti, 13. SSW am 05.11.2003, 15:12 Uhr

Ich danke euch allen ganz herzlich für die antworten. ich sehe es auch so, dass es in erster linie eine entscheidung der frau ist, wo sie sich am wohlsten fühlt. natürlich sollte der mann auch mitziehen. und es muss eine hebamme zur verfügung stehen, die die entsprechende qualifikation hat. und wenn sie die hat, dann wird sie rechtzeitig sagen, ob eine hausgeburt möglich ist oder man doch besser in die klinik sollte. und zum glück habe ich ja noch ein bisschen zeit, bis die entscheidung gefallen sein muss ;-))) udn so lange kann ich meinen mann ja noch überzeugen ;-)))

lg mufti

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Noch was...

Antwort von JohannaP, 19. SSW am 05.11.2003, 15:40 Uhr

... Auf Yahoo gibt es eine Mailingliste namens "Selbstbewusst schwanger", die sich an alle Frauen wendet, die ihre Entscheidungen über Schwangerschaft und Geburt jenseits des Mainstreams treffen wollen. Es sind viele Frauen dabei, die Hausgeburten hatten oder planen, aber Frauen mit Klinikgeburten sind natürlich keineswegs ausgeschlossen. Auch Hebammenbetreuung, Geburtshaus, das Für und Wider von Pränataldiagnostik u.ä. sind Themen. Wen's interessiert: Sucht unter www.yahoogroups.de nach "selbstbewusst schwanger". LG Johanna

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von feder, 39. SSW am 05.11.2003, 17:38 Uhr

Im internet unter www.bdh.de/aktuell/Medik.Geb.pdf
ist eine interessante Studie "Fische können das Wasser, in dem sie schwimmen, nicht sehen" zum Thema Hausgeburt zu finden!
Absolut empfehlenswert!
Liebe Grüße

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von schnecke71, 15. SSW am 05.11.2003, 18:14 Uhr

In meiner Familie stehen Hausgeburten hoch im Kurs: zwei Tanten von mir habe jeweils ihre vier Kinder zu Hause entbunden und das war in den letzten Jahren.
Mein Mann jedoch war von Anfang an dagegen und im Nachhinein gesehen ist es gut so gewesen. Ich hatte bei beiden Kindern Schwierigkeiten nach absoluten Traumschwangerschaften. Bei der ersten Tochter wäre sie wohl draufgegangen und ich mir, weil sich wirklich in der letzten halben Stunde alles dramatisch veränderte und bei der zweiten Tochter war es so, dass sie sofort auf die Intensivstation gekommen ist - da wäre eine Fahrt erst ins KH sicher sehr problematisch gewesen und nicht ohne Folgen geblieben.
Nach wie vor fände ich eine Hausgeburt sehr schön, aber wie gesagt, mein Mann ist schon immer dagegen gewesen und auf Grund unserer Erfahrungen fahren wir sicher diesmal auch ins KH.

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Hausgeburt: Einfach zu gefährlich, auch wenn vorher alles stimmt.

Antwort von Joker am 05.11.2003, 18:35 Uhr

Hallo!
Wahrscheinlich werde ich dem ein oder anderen mit meinem Posting auf den Schlips treten. Das nehme ich in Kauf, denn ich möchte Euch aus eigener Erfahrung dringend von einer Hausgeburt abraten.

Eine Hausgeburt wäre für mich sowieso nie in Frage gekommen. Ich habe aber hin und wieder von Hausgeburten gehört und auch von dem Argument "Wenn die Schwangerschaft normal verläuft und es beim Kind bzw. der Kindslage keine Komplikationen gibt, dann kann man das machen!" Na dann, warum nicht?!

Dann kam mein 2. Sohn zur Welt. Die Geburt fand in einer guten Klinik statt. Nach der Erfahrung dieser Geburt würde ich jedem von einer Hausgeburt abraten. Mein Sohn hat sich w ä h r e n d der Geburt nicht richtig gedreht und kam als Sternengucker zur Welt, d. h. er kam mit dem Gesicht nach oben heraus.
Meine Preßwehen dauerten und dauerten, viel länger als bei meinem 1. Sohn und ich hatte auch das Gefühl, daß die Geburt überhaupt nicht vorwärts ging. Ich preßte wie verrückt und es bewirkte überhaupt nichts! Nach ca. 30 - 45 Minuten (vielleicht auch länger) meinte der Arzt, man müsse mir jetzt mit der Saugglocke helfen, weil sonst das Risiko für das Kind zu hoch wäre. Damit klappte es auch Gott sei Dank und mein Sohn kam unbeschadet und völlig gesund zur Welt.

Einen Tag später erklärte mir der Arzt, daß es zu einem Notkaiserschnitt gekommen wäre, wenn er die Saugglocke nicht hätte ansetzen können. Ich wäre nicht mehr weit davon entfernt gewesen. Als ich ihn frage, warum man denn nicht schon vorher hätte feststellen können, daß das Kind in der Sternenguckerlage liegt, meinte er, daß sich diese Lage erst während der Geburt ergibt. Man kann also auch bei den b e s t e n Voraussetzungen nicht ausschließen, daß das Kind während der Geburt eine solche Lage einnimmt. "Bei einer Hausgeburt hätten die Preßwehen bis zu 2 Stunden dauern können", erklärte mir mein Arzt. Das wirklich große Problem dabei ist, daß die Kinder bei einer sehr langen Preßphase, die nicht nur für das Kind sehr anstrengend ist, sondern wo auch viel abgedrückt wird, einen Sauerstoffmangel erleiden können, dies wird bei der Messung des PH-Wertes des Nabelschnurbluts festgestellt. Und das ist gar nicht so selten. Mit anderen Worten: Die Kinder kämen geschädigt zur Welt, weil die Preßphase zu lange dauerte. Mein Arzt sagte, daß diese Geburtslage früher auf den Bauernhöfen berüchtigt waren. Oft hatte man mit der Zange nachhelfen müssen und da man das Kind nicht gut greifen konnte, wäre früher dabei so manche Frau verblutet.

Ich habe noch einen Geburtsbericht hier gelesen, die über die Geburt ihres Sternenguckerkindes schrieb:

"Unser zweiter Sohn kam dann auch zu Hause zur Welt. Er war ein echter Brocken (54cm, 4.580g und 38cm KU, Geburtsdauer erste bis letzte Wehe sechs Stunden) und zudem noch ein Sterngucker, und es bedurfte zweieinhalb Stunden Preßwehen, unzählige Positionswechsel und unglaubliche Anstrengungen beim Pressen, um den Brummer um die Krümmungen des Geburtskanals zu bekommen, aber es hat sich wirklich gelohnt - im KH wäre er mindestens mit Zange oder Glocke geholt worden, da waren sich meine Hebammen einig, während zu Hause die Hebis uns die Zeit ließen, die wir eben brauchten, und uns ohne den überflüssigen Einsatz von Technik zu einem wunderbaren Geburtserlebnis zu verhelfen wußten."

Dies ist leider eine absolut verklärte und falsche Beschönigung einer für das Kind sehr gefährlichen langen Preßphase. In der "Zeit, die wir eben brauchten", hätte das Kind stark geschädigt werden können. Falls die Hebammen überhaupt den PH-Wert gemessen haben und der in Ordnung war, hätte sie einfach verdammt viel Glück gehabt!!! Die Geburt mit Zange oder Saugglocke wäre für das Kind in jedem Fall das geringere Risiko gewesen. Ganz davon abgesehen, ist es mir persönlich ein völliges Rätsel, wie 2 1/2 stündige Preßwehen noch ein schönes Geburtserlebnis sein können.

Also, ich kann Euch nur dringend von einer Hausgeburt abraten. In einem solchen Fall (kommt bei immerhin 5 % aller Geburten vor) ist der Einsatz der Saugglocke ein Segen und bei einer Hausgeburt nicht verfügbar. Auch ein Notkaiserschnitt kann natürlich zuhause nicht durchgeführt werden. Man sollte nicht die moderne Technik, die in vielen Fällen den Menschen hilft, ablehnen und damit das Leben und die Gesundheit Eures Kindes gefährden. Eine Freundin von mir hatte auch ein Kind in Sternenguckerlage. Bei ihr ist sofort ein Kaiserschnitt gemacht worden.

Also: Beurteilt bitte die Sachen vernünftig und verantwortungsvoll und verklärt mit einem an dieser Stelle unangebrachten Romantik.

Alles Gute für Euch und eine schöne Geburt!

Christi

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spannende abhandlung, mit interesse gelesen und drüber nachgedacht, o.T.

Antwort von annakarena, 30. SSW am 05.11.2003, 19:07 Uhr

...

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Re: Hausgeburt: Einfach zu gefährlich, auch wenn vorher alles stimmt.

Antwort von JohannaP, 19. SSW am 05.11.2003, 19:28 Uhr

Liebe Christi,

nun gibt es zu dieser Frage Untersuchungen und Statistiken, und die belegen einfach, dass das Risiko weder für Mutter noch für Kind bei einer geplanten Hausgeburt erhöht ist. Das schließt ein, dass in einem Notfall, den eine kompetente Hebamme erkennt, sofort ein Kliniktransport erfolgt. Darauf muss man sich natürlich einstellen - das passiert nun mal in ca. 10% der außerklinischen Geburten. Hebammen überprüfen natürlich auch laufend den Zustand des Kindes während der Geburt, vor allem über die Herztöne. So verantwortungslos ist das alles nicht. Und ob jemand sein Geburtserlebnis als schön empfindet, das ist ja nun wirklich eine persönliche Entscheidung.

Ich will niemandem eine Hausgeburt einreden und bin noch nicht mal selber sicher, ob ich eine haben möchte, aber nachdem ich mich mit den klinischen Studien, die es zu dem Thema mittlerweile reichlich gibt, befasst habe, bin ich zu der durchaus begründeten Ansicht gekommen, dass im Normalfall (d.h., keine Beckenendlage etc.) das Risiko gegenüber einer Klinikgeburt nicht erhöht ist, sofern man einen rechtzeitigen Kliniktransport nicht ausschließt. Ich bin immer sehr misstrauisch, wenn mit anekdotischen Begründungen à la "Was, wenn das-und-das passiert?" gearbeitet wird. Das müsste sich dann ja in den Zahlen niederschlagen, und das tut es nicht - auch nicht in den Niederlanden, wo ca. 30-40% der Kinder zuhause geboren werden, ohne erhöhte Sterblichkeitsraten gegenüber anderen Industrieländern mit vergleichbarem medizinischen Standard.

LG Johanna

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Re: Hausgeburt: Einfach zu gefährlich, auch wenn vorher alles stimmt.

Antwort von feder, 39. SSW am 05.11.2003, 20:04 Uhr

Liebe Christi,
mein erster Sohn kam in einem Geburtshaus auf die Welt - als Sternengucker. Es war eine wunderschöne Geburt mit 30 min Presswehen - ganz ohne Stress. Aber im Nachhinein war es dafür absolut notwendig für mich, dass ich die Hebamme gut kenne und sie mich auch. Im KH gäbe es für mich mehr Streß, was eine Geburt erschweren würde und ne Glocke evtl. nötig machen würde. Jeder muss für sich prüfen!
Bei uns gibt es keine Beleghebammen, d.h. da steht dann eine ganz fremde Person vor Dir. Für mich ist das nichts.
Ich brauche eine Vertrauensperson bei einer Geburt.
Aber ich denke auch, dass diese Entscheidung keine Frau leichtfertig trifft und eine gute Hausgeburts-Hebamme sehr sensibel entscheidet.
Aber man sollte zuallererst sich selbst vertrauen!!! Ich freue mich sehr auf die Geburt, auch wenn ich mir Sorgen mache. Aber ich hätte mehr Panik vor einer Klinikgeburt!
Liebe Grüße
feder

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Re: Hausgeburt: Einfach zu gefährlich, auch wenn vorher alles stimmt.

Antwort von frotteemonster, nix . SSW am 05.11.2003, 20:38 Uhr

Hallo Christi,

mmhhh...ich habe auch enen Sternengucker (unter der Geburt so eingedreht)außerklinisch geboren...ohne Komplikation o.ä.
Die Geburt war alleridings schmerzhafter als die nicht-Sternengucker-Geburt, hat mich aber nicht davon abgebracht meinen zweiten Sohn zu Hause zu bekommen ;-)


In vielen KKH ist man mit einem Sternengucker sofort in der "Schublade" Saugglocke, Zange oder Notkaiserschnitt.
Das kann auch mal berechtigt sein, aber ich finde, dass da viel zu oft Panik gemacht wird.

Eine Bekannte von mir hat in einem KKH, das sich gerne recht "alternativ" geben will, einen Sternengucker entbunden - mit Glocke und natürlich im Liegen. Ihr hat man gesagt, dass man bei Sternenguckern unter den Wehen immer liegen sollte und die Geburten immer mit Saugglocke enden *wunder*

Das wundert mich umso mehr, als dass ich eine gegenteilige Erfahrung gemacht habe und eine andere Beaknnte von mir neulich ihren Sohn innerhalb von ganz kurzer Zeit zu Hasue zur Welt brachte - Sternengucker mit einem Geburtsgewicht von 4700 g und 39 cm Kopfumfang...

Für mich ist also die Möglichekeit eine Sternenguckergeburt haben zu können kein Grund ins KKh zu gehen.
Wobei ich sagen muss, dass ich eine weitere "nornmale" Spontanentbindung der Sterenenguckergeburt vorziehen würde ;-))

Für Notfälle wie z.B. den drastischen Abfall der Herztöne unter einer Sternenguckergeburt hat übrigens auch jede Hausgeburtshebamme einen Saugglocke dabei. In der Regel sollte sie für so einen Eingriff ein KKH aufsuchen und eine Verlegung in die Wege leiten, aber wenn es ein wirklicher Notfall ist, dann kann das auch zu Hause gemacht werden. Ist zu Hause allerdings nur in den allerseltensten Fällen nötig...

Lieben Gruß von
Katrin mit Pepe (4 Jahre) und Titus (18 Monate)

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Re: hausgeburt - was sagen die männer dazu?

Antwort von frotteemonster, nix. SSW am 05.11.2003, 20:52 Uhr

Hallo Mufti,

mein Mann war von Anfang an dafür und begeierstert. Er kann es sich auch nicht vorstellen, ein Kind im KKH zu bekommen.

Gespräche mit Hebammen und anderen Hausgeburtseltern helfen bestimmt gut bei der Entscheidungsifnung!
Ich kann dir da auch nur noch mal unsere Liste ans Herz legen, die Johanna schon erwähnt hat..
Außerdem kannst du dir bei Fragen und Zweifeln an der Ungefährlichkeit der Hausgeburt bei der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe die neusten Daten und Studien zusenden lassen :
http://www.quag.de

Eine Sache, die viele Männer am Anfang stört, ist die Vorstellung, dass eine Hausgeburt viel Dreck macht und sie finden das ekelig. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr "sauber" abläuft. Es ist der Job der Hebamme dafür zu sorgen, dass keine eventuell blutig gewordenen Tücher herumfliegen...am Ende bleibt ein Müllsack voller Tücher und im Höchstfall eine Maschine Wäsche und das wars ;-)

Komplikationen treten in einer entspannten Athmosphäre sehr viel selten auf als im KKH, zu Geburtstsillständen kommt es selten.
Und wenn, dann ist das der Hauptverlegungsgrund bei Hausgeburten - und bei einem Geburtstillstand hat man jede Menge Zeit ins nächste KKH zu fahren - es geht ja gerade nicht weiter ;-)

Als Lektüre kann ich dazu noch Michel Odent "Geburt und Stillen" empfehlen.

Lieben Gruß und gute Entscheidung wünscht
Katrin mit Pepe (4 Jahre) und Titus (18 Monate)

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meiner zieht mit...

Antwort von TineS, et+3. SSW am 05.11.2003, 22:16 Uhr

es hat zwar ne weile gedauert, aber der gedanke an ne hausgeburt hat ja auch für mich am anfang eher was abschreckendes gehabt.

ich mußte mich ja auch erst dran gewöhnen. als ich dann selber soweit war habe ich darüber viel mit meinem mann geredet. Für ihn war dann acuh serh wichtig die hebi kennenzulernen. Erst danach war er wirklich einverstanden und wenn unser kleiner endlich kommen würde, könnte ich dir auch sagen, wie es jetzt war.

Wir haben den vergleich zu 2 klinikgeburten und beide waren für mich nicht toll.

viele grüße

tine

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Re: @ Joker - BLÖD-SINN!!

Antwort von Jenny mit Emily & Liam am 06.11.2003, 11:09 Uhr

Sorry, du, aber du kannst nicht viel über eine Hausgeburt sagen, da dir das Wissen dahingehend einfach fehlt. Du HATTEST keine HG, du weisst noch nichtmal, wie man in deiner Situation gehandelt hätte. Etwas zu beurteilen ist nur möglich, wenn man sich zumindest ansatzweise mit der Thematik beschäftigt. Tust du offenbar nicht. Bitte keine unqualifizierte Panikmache mit FALSCHEN Informationen.

Eine Zange ist auch wärend einer HG möglich, wird eben nur selten nötig! Sei dir sicher, dass die erfahrenen Hebammen die Verfassung des Babys genau beurteilen können. Bei Problemen wird die Frau eben unter der Geburt verlegt, sollte es nötig werden. Hebammen sind da in der ausserklinischen Geburtshilfe sehr vorsichtig, verlegen lieber zu früh als zu spät (und dennoch kommt es nur bei 9-11% der geburten zur verlegung, nur 2% als "Not- oder eilende" Verlegung. Sollte es "schief gehen" haben sie nämlich keine grosse Klinik mit dazugehörigen Anwälten hinter sich, sie stehen dann alleine den Eltern gegenüber. Macht eine HG-Hebamme einen Fehler ist ihr Ruf dahin, sie kann sich arbeitslos melden. Schon allein daher wird da eher zu früh verlegt, bzw. ein Arzt hinzugerufen, als zu spät.
Ein Not-KS dauert nach einer abgebrochenen HG z.B. nicht länger als bei einer Klinikgeburt in den meisten Kliniken: Der OP muss vorbereitet werden, der Oberarzt, der Anästhesist und das weitere Team muss zusammengerufen werden, usw.. das dauert je nach Klinik auch bis zu 20 Minuten, nachts oftmals viel länger. Bei einer abgebrochenen HG kann diese Vorbereitung in der Zeit erfolgen, in der die Frau zur Klini gebracht wird.

Ich habe hier eine Mappe von Studienergebniss zur "Qualitätssicherung der ausserklinischen geburtshilfe" vorliegen - die belegen ganz eindeutig, dass eine ausserklinische Geburt NICHT mit mehr Risiken für Mutter oder Kind verbunden ist. Belegt sind eher: Weniger operative Eingriffe, seltener Komplikationen, bessere Apgar-Werte der Kinder - was nun allerdings auch am "Drumherum" liegen mag, HG-Frauen bereiten sich idR. anders vor.

Im Übrigen kam auch mein erstes Kind als Sternengucker (zu Hause) zur Welt, innerhalb von 3 Stunden, wovon ich 30 Minuten als "Geburtsarbeit" beschreiben würde und den Rest als völlig schmerzfrei empfand.

LG Jenny

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Re: Hier mal ein Skeptiker (c;

Antwort von Jenny mit Emily & Liam am 06.11.2003, 11:15 Uhr

Hallo,

mein Mann (ein technik-orientierter Mensch ohne grossen bezug zum Ereigniss "Geburt") war vor dem ersten Kind zunächst dagegen. Ein Gespräch mit der Hebamme und den hausgeburtserfahrenen Schwiegereltern (mein Vater machte bei der geburt meines Bruders den "Hebammer") machte ihn "neutral", d.h. er zog die ganze sache bei beiden Kinder frau-ergeben mit (c; obwohl er an meiner Stelle anders gehandelt hätte. Aber ICH musste schliesslich die Kinder kriegen, er nicht (c;
Er riss sich allerdings auch nicht darum, dabei zu sein und war es dann beim zweiten Kind in der entscheidenen Phase auch nicht.
Im Nachhinein ist er allerdings wieder begeistert und erzählt jedem der es (nicht) wissen will, dass seine Kinder zu hause geboren wurden (c:

LG Jenny

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Sorry, aber Deine Studien sind auch Blödsinn!

Antwort von Joker am 07.11.2003, 11:09 Uhr

Der Grund, warum bei Hausgeburten weniger Komplikationen auftreten ist vor allem der, daß "kritische" Entbindungen von vornherein ins Krankenhaus geschickt werden. Dadurch wird natürlich eine solche Statistik geschönt, macht die eigentliche Gefahr einer Hausgeburt aber nicht kleiner!

Joker

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Falsch joker: die Studien beziehen sich auf Entbindungen nach "normal" verlaufenden SS und vergleichen nur "normale" Spontangeburten nach komplikationsloser SS und diese im KKH und außerklinisch.

Antwort von frotteemonster, nix. SSW am 07.11.2003, 19:23 Uhr

Wenn nab risikoschwangerschaften und geplante Kaiserschnitte mit hinzuzihene üwrde, dann wären die Studien nicht asinnvoll.
Verglichen werden gleiche Auagangslagen! Sonst wären sie nicht wissenschaftlich haltbar - sind sie aber ;-)

Die Säuglingssterblichkeit ist übrigens bei reiner Hebammenbetreuung auch niedriger...

Du kannst dir ja mal Zahlen ansehen...unter anderem bekommst du welche bei der Gesellschaf für Qualitätsssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe - xxx.quag.de

Lieben Gruß von
Katrin

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