Schwanger mit 35 plus

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Geschrieben von nebuloza am 18.03.2013, 8:57 Uhr

Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Ich war letzte Woche zur Beratung in Pränatalzentrum und wir haben uns über möglichen Untersuchungen unterhalten. Eigentlich wollte ich Fruchtwasseruntersuchung, der Doc dort hat auch Chorionenzotten Biopsie erwähnt und gesagt dass FG Risiko für beide in den Zentrum gleich ist, also zw. 0,2-0,4%. Er hat sich fast eher für Chorionenzotten Biopsie ausgesprochen, ich solle nicht die Zahlen in Internet anschauen.
Nun sehe ich dass wohl Risiko für Chorionenzotten Biopsie sogar höher ist als für Amnio, was mich verunsichert.
Anderseits, NFM kommt mir eher ungenau vor..keine Ahnung...was denkt ihr?
Ich habe ein gesundes Kind das ich mit 34J bekommen habe, zwei FG - erste FG war mit Ausschabung, aber wurde nicht genetisch untersucht, zweite war ohne Ausschabung. Auf jeden Fall ging es um missed ab.
Jetzige SS kam Mithilfe von ICSI Zustande.
Mein Mann und ich haben keine Vorbelastung in der Familie. Bin 39J, mein Mann 43.

Welche Untersuchungen habt ihr gemacht?

 
31 Antworten:

Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von edina am 18.03.2013, 10:12 Uhr

In vielen Zentren wird nun eher zur Chorionzottenbiopsie tendiert, da diese früher gemacht werden kann. Angeblich sind nach neuesten Zahlen die Abortrisiken in etwa gleich zur FWU. Aber: Diese hängen ohnehin immer auch von der Erfahrung und vom Glück ab.
Die Angaben über 0,2-0.4 Prozent sind aber stets zu kurz gegriffen, da Zentren nur Aborte in den ersten Tagen nach dem Eingriff miteinbeziehen. Planzentastörungen (aufgrund des Eingriffs) oder spätere Aborte werden nicht mehr dazugezählt, da der Zusammenhang nicht mehr hergestellt werden kann.
Ehrlich: Darf ich dich etwas fragen: Wenn man unter solch großem Aufwand (mittels Icsi) endlich zu einer Schwangerschaft kommt, warum will man diese dann einem relativ großem Risiko aussetzen? Das verstehe ich nicht ganz. Will man ein Kind oder nicht?
Lg

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Snowwhite! am 18.03.2013, 11:28 Uhr

Ich werde 40 sein wenn das Baby kommt. Ich habe schon 7 Kinder, bei keinem Kind habe ich Untersuchungen in der Form machen lassen. Die Gefahren sind mir viel zu hoch und eine 100 % Sicherheit gibt es eh nicht.
Gerade wenn eine SS nur durch eine ICSI zustande kommt würde ich diese nicht durch solche Untersuchungen gefährenden wollen.
LG

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von WG_6972 am 18.03.2013, 12:17 Uhr

Ich würde keine der beiden Untersuchungen machen lassen. Habe meine Kinder mit knapp 38 J und 40 J geboren und sind beide gesund. Den Prozentsatz den Du anführst, erscheint mir etwas niedrig. Ich denke er liegt über 1 %. Mir war das Risiko zu groß und deshalb habe ich es nicht machen lassen. Du solltest bedenken, dass Du nie eine 100 %ige Sicherheit haben kannst, dass Dein Kind gesund ist. Es kann bei der Geburt etwas schief gehen, Dein Kind kann eine schwere Krankheit bekommen oder einen Unfall haben...

LG
Winnie

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von binesonnenschein, 25. SSW am 18.03.2013, 12:19 Uhr

Ich würde dir raten lass in der 12. SSW (ca.) eine NFM machen oder sogar ein Ersttrimesterscreening (das wäre NFM plus Blutuntersuchung und Wahrscheinlichkeitsberechnung). Lass dich außerdem für die ca. 22. SSW zur Feindiagnostik überweisen (aufgrund deines Alters und evtl. der Fehlgeburten, das reicht auf jeden Fall für eine Überweisung). Wenn beides okay ist, dann kannst du dich eigentlich entspannt zurücklehnen und hast keine invasiven Untersuchungen machen lassen. Wenn etwas entdeckt wird, kannst du immer noch überlegen, ob du die FU machen lassen willst (für die Chorionzottenbiopsie wäre es dann schon zu spät).

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Mummeli am 18.03.2013, 12:23 Uhr

Hallo!

Ich war bei meinen beiden Schwangerschaften 37 und 39 Jahre und habe lediglich das Ersttrimester-Screening und einen Organ-Ultraschall in der 24. SSW machen lassen. Mir war das Risiko einer Fehlgeburt durch eine Punktion viel zu hoch und ich hätte wohl auch keine Abtreibung vornehmen lassen können, nachdem ich so lange auf die Schwangerschaften gewartet hatte.

Steigt nicht das Risiko für eine Fehlgeburt durch eine Punktion individuell, wenn man schon Fehlgeburten in der Vorgeschichte hatte?

Käme denn der Pränatest in Frage? Und vor allem: was ist "schlimmer" für Euch: eine Fehlgeburt durch eine invasive Diagnostik oder ein eventuell behindertes Kind?

Grüße,
M

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Gründe

Antwort von nebuloza, 11. SSW am 18.03.2013, 14:34 Uhr

Hi Mädels,

Vielen Dank für Eur Ratschläge. Der Grund warum ich es machen würde sind neben Alter (Alter fast weniger) zwei Fehlgeburte. Es handelte sich um missed AB, insbesondere zweite. Man konnte unentwickelte Fruchthöhle sehen, bis zum Dottersack sind wir gar nicht gekommen.
Erste FG war auch missed, leider hat damals die Doc es als nicht notwendig gehalten es genetisch zu untersuchen. :rolleyes: zu teuer.
Behindertes Kind würde ich nicht haben wollen, nicht wegen mich, sondern wegen des Kindes. Solange wir gesund und am Leben sind können wir uns auch um das Kind kümmern, was danach? Es wäre die Bestastung für unsere Große, und letztendlich würde es in irgendwo in stätischen Einrichtung landen. Keine Ahnung, das ist nicht etwas was ich mir für unseren Kind vorstelle.

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von ursel7 am 18.03.2013, 14:59 Uhr

Hallo,

ich kann dir da keinen wirklichen Rat geben.
Ich war in einer ähnlichen Situation wie du. 2 gesunde Kinder in "jungen Jahren" (allergings auch frühe FG dazwischen).
Dann wollten wir noch ein 3. Kind (da war ich Ende 36).
Schwanger geworden (eigentlich noch vor der Entscheidung, dass wir noch eins wollen, also ein lieb gewesener Unfall) FG in der 10. SSW (MA). Dann wieder versucht, anfangs alles gut, dann FG 12. SSW (wieder MA). Danach noch eine frühe FG 5. SSW (war alles 2011). Nach der 2. FG wurde das Material eingeschickt, aber ohne Ergebnis.

Ende 2011 dann ein letzter Versuch. Ich hatte erst überlegt, aber ich habe in der Schwangerschaft gar keine Untersuchungen machen lassen. Keine Fruchtwasseruntersuchung o.ä., nichtmal eine Nackenfaltenmessung (fand ich sinnfrei, wenn ich eh keine FU machenlasse). Lediglich die Feindiagnostik um die 20. SSW herum habe ich machen lassen.

Wir hatten so lange auf unseren Nachzügler gewartet, so oft gehofft und so viele Rückschläge einstecken müssen, da wollte ich meine Schwangerschaft nicht durch eine FU o.ä. gefährden (auch, wenn das Risiko klein ist, aber wäre da was passiert, hätte ich mich unheimlich schuldig gefühlt)

Wir hatten Glück, es ist alles gut gegangen und im Juli 2012 kam unser 3. Kind gesund und munter zur Welt (da war ich 38). Die Schwangerschaft war von vielen Ängsten geprägt, aber letztlich war die Entscheidung, kene Untersuchungen vornehmen zu lassen, für uns (!) richtig.

LG U.

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Stimmt mich nachdenklich!!

Antwort von edina am 18.03.2013, 15:10 Uhr

Gerade wenn du schon zwei FG hattest, ist das Risiko, dass bei einer invasiven PD etwas schief geht, etwas erhöht. Zudem sagt das nichts darüber aus, ob das jetzige Kind chromosomale Veränderungen aufweist. (Übrigens ist nach Icsi die Rate an chromosomal veränderten Kinder etwas höher als nach spontan gezeugte Kinder.)
Naja, all die Informationen machen es für dich nicht leichter. Einerseits leicht erhöhtes Risiko für chromosomale Veränderungen aufgrund Zustand nach Icsi, andererseits erhöhtes Risiko für Zwischenfälle bei invasiver PD da Zustand nach 2 Fg.

Noch was: Ich finde deine kategorische Aussage "Behindertes Kind würden wir nicht wollen..." echt bedenklich. Was ist für dich ein behindertes Kind? Mit Gaumen-Lippen-Spalte, körperliche Behinderung, T21??? Was ist, wenn das Kind zu früh geboren wird und eine leichte oder schwere Behinderung davon trägt? Wer eine Schwangerschaft eingeht, geht auch und IMMER das Risiko ein, ein behindertes Kind welcher Art auch immer zu bekommen. Jeder, der so denkt wie du, muss sich die Frage gefallen lassen: Warum er oder sie überhaupt Kinder kriegt und welches Kind er oder sie als gut genug beurteilen würde.
Lg

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leben ist lebensgefährlich..

Antwort von iriselle am 18.03.2013, 15:25 Uhr

hallo,

eigentlich kann ich mich nur edinas worten anschließen...auch ich kann deine gründe nicht wirklich nachvollziehen.
es gibt im leben nun mal nie eine garantie , und in deinem fall werden dir auch alle möglichkeiten der pränatalen diagnostik diese nicht geben.
wenn für dich nur "ein perfektes kind " in frage kommt hättest du vielleicht besser verzichten sollen.
es erschreckt mich dass immer mehr menschen ihr leben perfekt planen möchten.

"...wenn du gott zum lachen bringen willst, mach einen plan ..."

zu deiner frage- ich war beim letzten kind 39 jahre und habe lediglich in der 20..ssw einen fein-us machen lassen- um bei eventuellen problemen vorbereitet zu sein.

vg, iris mit 8 kids

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von nebuloza am 18.03.2013, 15:47 Uhr

FG kamen nicht infolge von amnio. da bei der ausschabung nicht genetische untersuchung des embryos gemacht wurde, können wir über die gründe nur rätseln.
über risiko der weil icsi streiten sich die ärzte..
ich war bei genetiker und er hat meinen risiko auf 4-5% eingeschätzt. 3-4% wg. jahren und unklaren missed ab. ein weiterer punkt geht seiner meinung nach auf ICSI, obwohl er sich auch nicht ganz sicher ist.

warum sollte risiko für die komplikationen grösser sein weil ich FG hatte? die passierten vermutlich weil mit babys chromosomal etwas nicht in ordnung war.

ich wollte nicht dass hier moralische vorträge gehalten werden...daher lasse ich mich auch nicht auf diese diskussionen ein.

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Blutest

Antwort von rats am 18.03.2013, 15:59 Uhr

Hallo,

es gibt doch einen neuen Blutest, mit dem bestimmte Trisomien festgestellt werden können. Schau mal bei Lifecodexx.com.
Den muß man zwar selber zahlen (um die 1.000,- EUR), ist aber zunächst völlig risikolos für das Kind.

lg rats

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Re: Blutest

Antwort von nebuloza am 18.03.2013, 16:01 Uhr

kenne ich, aber der doc hat sich über diesen test eher negativ geäussert, das ist wohl doch eine wahrscheinlichkeitsausrechnung. keine ahnung..

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Re: Blutest

Antwort von rats am 18.03.2013, 16:06 Uhr

Das ist eine schwierige Situation. Ich selber war bei meinem 3.Kind fast 40 und habe das Erstsemensterscreaning gemacht. Die Wahrscheinlichkeit danach war so gering, daß ich keine weiteren Gedanken zugelassen habe (von möglichen Gedanken üner Konsequenzen mal abgesehen).

Zum Praenatest von Lifecodexx: Was ich darüber gelesen und gehört habe, ist nicht negativ. Er wird nur in einigen Zentren angeboten, vielleicht wurde dein Arzt übergangen oder er kann den Arzt nicht leiden, der die Tests anbieten darf oder ... da gibts ja verschiedende Möglichkeiten.

lg rats

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Re: Blutest

Antwort von nebuloza am 18.03.2013, 16:12 Uhr

guter ansatz, ich könnte mich noch in anderen zentrum beraten lassen und nach dem test fragen.

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von cashew1, 7. SSW am 18.03.2013, 16:44 Uhr

Ich habe mit 37 mein erstes Kind bekommen, direkt davor auch eine FG gehabt.
Habe lediglich in der 22. SSW die Feindiagnostik gemacht und ansonsten die 3 vorgesehenen US. Alle anderen VS bei der Hebamme.
Werde ich dieses Mal mirt 38 auch wieder so machen.

Für mich und uns war das richtig so, ich habe viele Tränen nach der NFM fließen sehen, große Aufregung bis zur FU uuuund?? Nie war irgendwas.

Eine Freundin gehört zu den "glücklichen" unter ein % die ihr Kind durch die FU verloren haben. Nach diesem tragischen Ereignis war selbst mein technikbegeisterter Mann nicht mehr dafür.

Es ist eine schwierige Entscheidung, die nur Du bzw Ihr für Euch treffen könnt.
Aber soviel: erkundige Dich bitte ganz genau, welche Gendefekte bei der FU untersucht werden und welche es alle gibt, da wirste Augen machen....

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Danie1710 am 18.03.2013, 16:58 Uhr

Meine Tochter habe ich mit 36 3/4 Jahren und meinen Sohn mit 42 1/2 Jahren bekommen.
Ich habe bei beiden SS lediglich den Fehlbildungsgsultraschall sowie die Nackenfaltenmessung und den Bluttest machen lassen.

Die Werte waren für "mein fortgeschrittenes Alter" so gut, dass meine FA mit ruhigem Gewissen damit leben konnte, dass ich keine weiteren Tests habe durchführen lassen.

Beide Kinder sind gesund auf die Welt gekommen - aber direkt vor der SS mit meiner Tochter hatte ich Ende der 11. SSW. eine FG mit AS - Diagnose: Embryonalmole.

LG
Daniela mit Chiara *13.07.03 + Alessandro *11.04.09

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Rosalilly am 18.03.2013, 18:02 Uhr

Hallo,
kurze Geschichte zu dem Thema:

Eine Bekannte von mir wurde das 1. Mal schwanger und liess die FU nur machen, weil sie unbedingt so schnell wie möglich und zu 100% wissen wollte, was es wird. ( Der Arzt riet natürlich aus Altersgründen dazu )
Sie hatte einen Tag nach der FU eine FG. ( Die FU ergab: ein gesundes Mädchen) Sie machte sich zwar Vorwürfe, aber meinte dann: "Naja, machen wir halt ein Neues" Sie hatte danach 2 Missed Aborte, bekam eine Bauchfellvereiterung ( nach einem geplatztem Blinddarm ) und noch in der Not OP mußten sie ihr Gebärmutter und Eierstöcke entfernen. Jetzt ist sie seit Jahren in Therapie wegen Depressionen.....
Wenn ich alles unternehmen würde, um schwanger zu werden, wäre mir die FU zu risikoreich.

LG Rosalilly

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von WG_6972 am 18.03.2013, 19:30 Uhr

Ich hatte vor der Geburt meines ersten Kindes eine MA (8. SSW) und nach der Geburt meines ersten Kindes nochmal einen MA (ca. 9. SSW). Meine 2 geborenen Kinder sind aber trotz meines "hohen" Alters gesund. Ich würde eine Fehlgeburt auch nicht als Indikator für ein behindertes Kind sehen (sprich dass dadurch die Chance größer auf ein behindertes Kind ist). Ich sehe es eher als ein gutes Zeichen des Körpers, der merkt, dass mit der SS etwas nicht in Ordnung ist und somit die SS selbst einstellt. Warum ist es für Dich so schwer ein behindertes Kind zu akzeptieren. Hat nicht dieses Kind auch ein recht auf Leben? Wir haben in der Verwandtschaft ein paar Kinder mit Downsyndrom und es sind soooo liebe Kinder. Wenn man meint wirklich nicht mit einem behinderten Kind zurecht zu kommen, dann sollte man entweder von einer SS absehen oder sein Kind für eine Adoption freigeben.

LG
Winnie

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von biggi71 am 19.03.2013, 7:21 Uhr

man kann nicht jedem risiko aus dem weg gehen!!
man sollte nur entscheiden mit welchem man leben kann!!

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von uli71 am 19.03.2013, 10:58 Uhr

Ich habe gar nichts gemacht, weil ich nicht hätte entscheiden wollen.
Würde ich eine Entscheidung treffen wollen, würde ich ein Ersttrimester- oder integriertes Screening bei einem kompetenten Arzt machen lassen, und bei erhöhtem Risiko einen Praenatest.

Eine CZB würde ich nur machen, wenn mir ein möglichst früher Abbruch wichtiger als das Risiko für ein ungenaues Ergebnis oder eine Fehlgeburt wäre.

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Re: Gründe

Antwort von uli71 am 19.03.2013, 11:11 Uhr

Also doch deinetwegen. Weil du dir das nicht vorstellen magst. Ist aber dein gutes Recht und du brauchst auch nicht darüber diskutieren.
Es ist ziemlich normal, dass erwachsene Menschen mit Down-Syndrom nicht mehr bei ihren Eltern wohnen und das auch nicht wollen und sich trotzdem ganz wohl fühlen.

Es ist einfach eine Statistik und es gibt Studien dazu, dass das Fehlgeburtsrisiko nach einer FWU höher als die normal angegebenen 0,5% ist, wenn es vorher zwei oder mehr Fehlgeburten gab.
Das Alter ist ein Grund, wenn man das so will. Mit 39 ist das Risiko für Down durchaus erhöht. Die zwei frühen Fehlgeburten haben eher nichts damit zu tun. Das kommt halt vor, wegen Schäden, die eben zur Fehlgeburt führen und zum Zeitunkt der FWU wahrscheinlich schon stattgefunden hätten.

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Re: Blutest

Antwort von uli71 am 19.03.2013, 11:25 Uhr

Nein, es ist ein diagnostischer Test. Bis vor kurzem nur für T21, jetzt auch für T13 und T18.
Würde der Praenatest Trisomie21 anzeigen, würde man zur Sicherheit noch eine FWU machen. Ein unklares Ergebnis kann aber auch bei der CZB passieren und selten auch bei der FWU, es könnte also auch sein, dass man nach einer CZB noch eine FWU machen müsste.

Am Praenatest verdienen Ärzte aber viel weniger als an einer FWU oder CZB.

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Re: Blutest

Antwort von uli71 am 19.03.2013, 11:28 Uhr

Auf der Seite von lifecodexx kannst du dir die deinem Wohnort nächstgelegenen Praxen oder Zentren, die ihn anbieten anzeigen lassen.

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Wenn Du es mit Dir selbst vereinbaren kannst ....

Antwort von chartinael am 19.03.2013, 15:04 Uhr

... dann warte einfach ab und laß eine FU so spät wie möglich durchführen. Solange Dein Fötus sich prima entwickelt und unauffällig ist, ist die Wahrscheinlichkeit gering, daß es eine extrem lebenseinschränkende genetische Abweichung in sich trägt.

Ich wollte immer mal noch eine FU hinterherschieben, hab es aber aus verschiedenen Gründen nicht getan. Man muß natürlich sich darüber im Klaren sein, daß eine spätere FU ein geringeres Fehlgeburtsrisiko beinhaltet, und bei einer Frühgeburt die Lebensfähigkeit bereits gegeben sein kann (ich hatte so einen Zeitpunkt zum Ende des 2. und anfang des 3. Trimenons anvisiert) und das heißt dann soviel, wenn es ein Defizit gibt, welches für Dich eine Abbruchindikation darstellt, dieser Fötus dann noch inutero getötet wird und du eine richtig echte Geburt durchführen mußt. Aber das kann man dann ja immer noch mal genau in der Familie besprechen.

Die meisten mögen halt frühe Untersuchungen lieber, weniger Identifikation und Vorbereitung auf die Mutterrolle etc pp. Ich wollte halt mein gesundes Kind nicht riskieren, daher meine Schwangerschaftsplanung. Gäbe es Softmarker: Herz, Organe, irgendwas, hätte ich eien FU vielleicht auch eher in Erwägung gezogen. Gab es aber nicht.

Im Großen und Ganzen gibt es keine 100% Sicherheit und nur wenige Schwangerschaften enden mit der Geburt eines genetisch abweichenden Kindes - also so abweichend, daß es auffällt. Bedenken sollte man halt, daß nicht nach allen abweichungen bei einer invasiven Diagnostik geschaut wird - sprich, auch wenn die FU ohne Befund ist, heißt das nicht, daß das Kind keine genetischen Abweichungen hat, die vielleicht später sich manifestieren. Es heißt halt nur, das was geguckt wurde, wurde nicht festgestellt.

Also, mach Dir mal keine zu großen Sorgen.

eine angenehme Schwangerschaft wünsch ich dir.

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Mond69 am 19.03.2013, 15:05 Uhr

Hallo,
ích werde nächsten Monat 44, bin in der 19. Woche schwanger. 2003 Geburt einer gesunden Tocher nach ICSI ( damals nur Nackenfaltenmessung und Feindiagnostik in der 20. Woche). 2010 mit neuem Partner MA in der 10. Woche, 2011 erneute Schwangerschaft. Der erste US in der 10. Woche war extrem auffällig, das Kind war mit Wasser gefüllt, die Nackenfalte war 9 mm. Überweisung in die Uniklinik, es wurde ein Erstrimesterscreening gemacht. Die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 18 lag bei 1:2, ein überaus schwerer Herzfehler lag vor. Es wurde sofort eine Chorionzottenbiopsie gemacht, um das Ergebnis zu bestätigen. Die Untersuchung war nicht schlimm, der Arzt ist weit entfernt vom Kind an den Mutterkuchen gegangen. Es kam auch zu keiner Komplikation. Nach 2 Tagen kam der genetische Befund mit der Bestätigung der T18. In der 14. Woche habe ich die Schwangerschaft abbrechen lassen. Ich war froh, eine konrete Diagnose erhalten zu haben. (Wir waren vorher in einem Pränatalzentrum, die wollten wegen Hinterwandplazenta keine Chorionzottenbiopsie machen, haben mir aber gleichzeitg einen Befund mitgegeben, der einen Abbruch wegen des schweren Herzfehlers gerechtfertigt hätte. Quasi als Formalie. Ich wollte aber den Grund wissen. Wäre es ein Turner-Syndrom gewesen, hätte ich zumindest mit einem Kinderkardiologen sprechen wollen, ob eine Herz-Op nach der Geburt in Frage kommen würde. T18 war für mich/uns nicht tragbar aus ähnlichen Gründen wie bei Dir. Meine große Tochter bedeutet mir sehr viel, sie hätte darunter leiden müssen.)
In der jetzigen Schwangerschaft haben wir das Erst-Trimester-Screening machen lassen. Der Ultraschall war völlig unauffällig, die Blutwerte sehr gut. Die Risiken für T13 und T18 sind von 1:95 (oder so) auf 1: 1000 gesunken, die für T21 von 1:32 auf 1:569. Das hat mir gereicht, wir haben keine invasive Untersuchung machen lassen. Nach Ostern ist dann nochmals die Feindiagnostik in der 21. Woche. Sollte dort im Ultraschall plötzlich etwas Gravierendes auftreten, würden wir über eine Fruchtwasseruntersuchung nachdenken, abhängig vom konkreten Verdachtsmoment. Wobei ich mir einen Spätabbruch sowieso nicht vorstellen kann.
Ich denke, mit einer kombinierten Nackenfalten-Blut-Untersuchung (kostet zwischen 140,- und 220,- € je nach Zentrum) bekommt Ihr erstmal eine gute Risikoabschätzung. Dann könnt Ihr ja weitersehen. Alles Gute. VG Sylvia

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von koileundengel, 21. SSW am 20.03.2013, 8:31 Uhr

hallo
ich habe schon 4jungs...hatte eine fg und in der letzten ss war ich mit Zwillinge schwanger, eines davon ist im vierten Monat zu den Engeln gezogen, ich bin 36 und hatte auch schon einen ks. alles gründe für eine risikoschwangerschaft. ich hatte Montag einen Termin für pränataldiagnostik und humangenetik....ich habe mich wegen dem Termin eine Woche lang wahnsinnig gemacht, nicht geschlafen etc...würde definitiv ausser dem organscreening keine weiteren Tests machen lassen. diese Untersuchung ist supi gelaufen, ich bekomme ein gesundes Mädchen!!! sogar der Arzt hat mir von weiteren Untersuchungen abgeraten, da alle Organe etc in Ordnung sind. bin zu dem Termin nur gegangen, weil meine fa das wichtig fand. ich war so froh, als ich da wieder raus war.
ich halte im allgemeinen nichts von den ganzen zusätzlichen Untersuchungen! man macht sich nur irre...und wer gibt dir die Garantie das bei der Geburt alles gut geht????? bei meinem ks hat mein kleiner einfach aufgehört zu atmen...keiner wusste warum! es hat 20min gedauert bis man uns gesagt hathat,das alles ok ist! die ss war super verlaufen...du hast nie eine 100%garantie...also warum ein Risiko eingehen???? andere hatten auch fg und danach lief immer alles gut...du darfst nicht so schwarz sehen...Freu dich auf deinen Zwerg ...:)

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Mia65 am 20.03.2013, 17:35 Uhr

Um auf deine Frage zu antworten:


Welche Untersuchungen habt ihr gemacht?


Fruchtwasserpunktion.

Wurde schwanger mit 39, spontan.
3.Kind.Problemlose Schwangerschaften.Amniozentese in der 19.SSW.Alles i.O.
Mein Jüngster ist jetzt 7.

LG

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von nin am 20.03.2013, 18:45 Uhr

Ich habe leider die Punktion gemacht und danach war 3 Wochen im Krankenhaus, die Fruchtwasser war weg... Gott sei Dank, meine Kleine hat es überstanden... Es war wirklich ganz schlimm.. nie mehr...

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Re: Blutest

Antwort von nirilena, 26. SSW am 21.03.2013, 12:08 Uhr

Kann den Praenatest nur empfehlen. Habe ihn im Januar in Köln machen lassen. Das Testergebnis war zum Glück eindeutig negativ, so dass ich jetzt schon sehr beruhigt bin. Wäre es postiv gewesen, wäre noch eine FW gemacht worden...

Liebe Grüße Nicole

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Vania am 23.03.2013, 11:50 Uhr

Ich werde keine invasive Untersuchung machen lassen, da das Risiko für alle diese Untersuchungen höher ist als angegeben. Es ist ja nicht nur das Risiko einer FG, sondern auch Frühgeburt und Infektionen.
Allerdings hätte das Ergebnis bei uns auch definitiv keine Konsequenzen. Ich würde auch ein behindertes Kind austragen. Daher kann ich mir und dem Zwerg das Risiko ersparen. Das große US-Screening werde ich allerdings machen lassen, da von dem Ergebnis ggf die Wahl der Entbindungsklinik abhängt.

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Re: Fruchtwasseruntersuchung vs. Choronenzotten Untersuchung

Antwort von Vania am 23.03.2013, 12:06 Uhr

Nochmal zum Risiko eines behinderten Kindes:
über de Hälfte der Behinderungen entstehen unter der Gburt oder kurz davor.
Ich hatte '95 eine absolut komplikationslose Zwillings-SS. In der 36. SSW war ein Zwilling plötzlich tot. Die Plazenta war voll mit Gerinnseln und eines davon hatte die Nabelschnur verstopft. Bei mewiner Goßen war die Nabelschnur dicker im Durchmesser, da waren die Gerinnsel durchgekommen und sie hatte im Mutterleib 2 Schlaganfälle. Bei der ersten Kontrolluntersuchung in der Kinderklinik mit 3 Monaten sagte man uns, dass sie wahrscheinlich nie laufen lernen wird. Das war natürlich erstmal ein Schock, aber mit guter Förderung hat sie etwas später laufen gelernt und zwischendurch sogar Leistungssport gemacht. Wir wussten zwar nie genau, wo die Defizite auftauchen, aber das Leben ist einfach nicht planbar und man muss zwangsläufig flexibel bleiben.

Ich bin übrigens inzwischen 41, hatte in den vergangenen Jahren 6 FGs und momentan wieder ss in der 5. SSW.

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