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Geschrieben von vomGlückgefunden am 06.09.2016, 22:54 Uhr

Furchtbare Diagnose

Guten Abend,

ist noch wer hier?
Ich weiß gerade nicht, warum ich hier schreibe, weil ich eigentlich gut mit meinem Partner und Freunden reden kann....

Meine Mutter liegt in der Klinik, dringender Verdacht auf einen Hirntumor, morgen um 7 Uhr wird sie in die Neurochirurgie gebracht.

Ich kann nicht mehr.
Wie soll ich das nur alles schaffen? Meiner Mutter zur Seite stehen, meinem Vater und den Geschwistern beiseite stehen.
Mehrere Gerichtsprozesse mit dem Kindesvater am Laufen....
Damit allein kam ich eigentlich recht gut klar, da alles der Anwalt macht und ich nur zuarbeite.

Aber jetzt. Noch das. Ich hab so große Angst um meine Mutter.
Und Angst davor dem allen nicht gewachsen zu sein und umzufallen.

Hab morgen erst einmal frei genommen. Kann mir aber gar nicht vorstellen, wie ich das mit arbeiten übermorgen "hinkriegen" soll. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen!

Eigentlich waren wir gerade bei der Babyplanung... aber jetzt, mit all dem Stress sollten wir das vielleicht lieber vorerst lassen.

Ach, alles furchtbar! :-((((

Danke fürs Zuhören.
LG

 
21 Antworten:

Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von stjerne am 06.09.2016, 23:04 Uhr

Das tut mir sehr leid für Dich, was für ein Schock. Es ist schon mal gut, dass Du Menschen zum reden hast. Versuch ab und zu an Dich zu denken, denn Du brauchst jetzt viel Kraft und alles, was Dir gut tut, hilft auch Deiner Familie.

Nicht nur Du musst Deinen Geschwistern beistehen, sondern Ihr Euch gegenseitig. Ich wünsche Dir viel Kraft und drücke die Daumen, dass es doch nicht so schlimm ist!

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Himbeere90 am 06.09.2016, 23:05 Uhr

Ja hier, zu so später Stunde...

Ich wünsche euch allen und besonders dir viel Kraft und das Beste für deine Mutter!

Versuche optimistisch zu bleiben, das hilft mir immer beim Durchhalten (und ich habe viel durchmachen müssen in letzter Zeit), auch wenn es schwer ist!

Wünsche trotzdem eine erholsame Nacht...

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Terkey235 am 07.09.2016, 7:10 Uhr

Oh je, ich hoffe, du konntest irgendwie schlafen. Halte euch die Daumen für die OP und alles, was danach kommt. Das ist eine schreckliche Diagnose und ich verstehe total, dass es dich aus den Schuhen haut. Ich hoffe, dass die Nachrichten danach zumindest besser werden.

Alles Liebe, terkey

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von kirshinka am 07.09.2016, 7:31 Uhr

Ich fühle mit Dir und wünsche alles alles Gute.
Das mit den Geschwistern ist ein gegenseitiger Prozess - sie dürfen auch Dir beistehen! Du bist nicht für sie verantwortlich. Hat lange gedauert aber das habe ich mit meinem jüngeren Bruder gelernt.

Und aus eigener Erfahrung kann ich Dir auch mitteilen, es ist schaffbar! Und - achte auch auf dich. Es bringt keinem was, wenn du dich in der Gleichung verlierst. Du brauchst Deine Kraft. (Meine Mutter hat Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium mit metastasen in der Wirbelsäule - und da echt Glück, dass sie die in der hws gefunden haben, bevor die hws gebrochen ist, mein Vater ist mittlerweile Pflegestufe 3 und alle 4 Wochen im Krankenhaus mit Dehydrierung und nierenversagen, mein Bruder macht eine Scheidung durch - und mein eigener Gesundheitszustand ist auch nicht rosig).
Von daher kann ich sagen: es ist schaffbar. Warte die Diagnose ab und dann überlegt gemeinsam was zu tun ist - offen und den Tatsachen ins Auge sehend.
Und in jedem Fall - verbringt soviel gemeinsame Zeit als möglich.
Und vor allem: schiebe niemals etwas auf! Wenn Du ein Baby willst, dann mach es! Schiebe nichts vor dir her, denn das Leben kommt immer anders als man denkt.

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Luzie am 07.09.2016, 9:25 Uhr

Du hast Post

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Antje04 am 07.09.2016, 9:53 Uhr

Erst mal: Die Diagnose ist ein Schock, aber das ist behandelbar!
Sei nicht nur für die anderen da, Du darfst auch schwach sein und Dich bei Deinen Geschwistern/Vater ausweinen. Du bist auch nur ein Mensch.
Und für Babyplanung gibt es eigentlich nie den idealen Zeitpunkt. Ich hab von meiner Schwangerschaft erfahren, als ich meiner Mutter durch die Chemo geholfen habe. Bei ihr war das aber so fortgeschritten (mit Metastasen), dass sie ein paar Wochen nachdem mein Sohn auf die Welt kam, gestorben ist.
Aber sie hat ihn noch mal im Arm gehalten...

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Joplin am 07.09.2016, 12:28 Uhr

Ich wünsche euch alles Gute und ich drücke fest die Daumen, dass die Arzte helfen können. Das ist eine schwere Zeit.

Es ist nicht so leicht aber versuche dich innerlich ein wenig abzugrenzen. Da sein, aber auch für dich noch da sein. Dir selber zugestehen, dass es dir auch schlecht gehen darf, dass Du weinen darfst. Reden ist wichtig. Auch einmal versuchen, etwas schönes zu machen, dich ein wenig abzulenken. Das ist ganz wichtig.

Mehr kann ich gar nicht raten. Als mein Schwiegervater Krebs hatte, funktionierte meine Schwiegermutter. Sie hat auch viel geweint, aber sie wollte es sich nicht anmerken lassen. Sie hat später gesagt dass sie gar nicht weiß, woher sie diese Kraftreserven genommen hat. Die waren da, das ist gut. Aber man darf auch weinen, man darf auch alles scheiße finden. Von einem Tag zum anderen.

Es ist gut wenn man Freunde und Familie hat. Ich würde dich jetzt gerne drücken. Versuche positiv zu denken. Nicht das Schlimmste annehmen. Es kommt so wie es kommt. Denke nicht so viel in Katastrophen. Ich würde auch raten, nicht so viel zu der Krankheit zu googeln. Das ist nicht gut.

Alles Liebe!

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Dor am 07.09.2016, 12:58 Uhr

Ein Hirntumor muss nicht immer bösartig sein!
Kenne mehrere Leute mit gutartigem Tumor, die erfolgreich operiert wurden und 6 Mo nach der OP wieder völlig wie vorher waren.
Kopf hoch und alles Gute!

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von shinead am 07.09.2016, 13:20 Uhr

Weißt Du schon neues?

Du musst nicht für alle stark sein. Ihr müsst euch gegenseitig stützen. Zieh' Dich raus, wenn Du nicht mehr kannst. Das schließt auch die Arbeit mit ein. Wenn Du morgen nicht in der Lage bist zu arbeiten, dann lass' Dich krank schreiben!

Gute Besserung an Deine Mom!

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Milia80 am 07.09.2016, 14:12 Uhr

Hallo,

ich wünsche dir und deiner Mama ganz viel Kraft.
Deine Geschwister sind ja wahrscheinlich Erwachsen so dass ihr euch gegenseitig halt geben könnt.

Ansonsten wartet erst mal die Diagnose ab, Hirntumor bedeutet ja erstmal nicht unbedingt bösartig, auch wenn es erstmal ein Schock ist.

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von bea+Michelle am 07.09.2016, 15:16 Uhr

Gute Besserung für Deine Mutter und euch viel Kraft

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Danyshope am 07.09.2016, 17:39 Uhr

Mir hat es geholfen nicht weit zu planen. Und, wichtiger Tipp, macht jetzt noch Fotos, ein Album oder ähnliches. Wir haben damals den Zeitpunkt eigentlich verpasst, aber da ging es auch schnell rapide runter. Bei Lungenkrazinom mit Hirnmetastasen redet man halt oft nur von Wochen, seltener von Monaten. Blöderweise hatten die Ärzte dort Hoffnungen geschürt die es nie wirklich gab.

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sehr empathisch Danyshope...

Antwort von hannahma am 07.09.2016, 17:54 Uhr

.... noch ist ja die Diagnose nicht bestätigt und ein Hirntumor ist nicht per se ein Todesurteil mit wenigen Wochen Lebenserwartung.
Meine Mutter hatte auch einen. Gutartig, operabel, vor 25 Jahren. Sie lebt noch.
Also erstmal die Hoffnung nicht aufgeben und eins nach dem anderen angehen.
In solchen Situationen wächst man oft kräftemäßig über sich hinaus.

Alles Gute.

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von Rapunzelchen am 07.09.2016, 19:08 Uhr

Mensch, mach mal langsam.

Ich hatte das vor wenigen Jahren durch, allerdings nicht so heftig wie bei dir.
Aber meine Mutter hatte auch einen Hirntumor mit Epilepsie.

Ich kann dir dazu sagen, dass die Neurochirurgen wirklich eine verdammt gute Arbeit machen. Es gibt OP-Methoden, bei denen nicht einmal mehr am Schädel direkt operiert werden den muss.

Warte ab, vielleicht stellt es sich zumindest als ungefährlicher Tumor raus.
Meine Mutter war nach nur 4 Tagen wieder raus aus dem Krankenhaus!

Eins nach dem anderen.

Meine Erfahrung g ist, man wächst durch seine Aufgaben und du wirst das schaffen!
Schritt für Schritt!
Vielleicht gibt es noch eine gute Freundin die für zur Seite stehen kann?
Alles Gute!

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Re: sehr empathisch Danyshope...

Antwort von Danyshope am 07.09.2016, 20:00 Uhr

Ob gutartig oder bösartig ist nur für die Prognose relevant. Die Behandlung möglicher Begleiterscheinungen aber sind mitunter die gleichen und damit deren entsprechenden Auswirkungen. Cortison was zB gegen steigenden Hirndruck gegeben wird, lässt Betroffene aufschwemmen. Viele scheuen sich dann zB Fotos machen zu lassen. Mitunter kann das aber im nachhinein helfen eben das ganze aufzuarbeiten. Den ohne Folgen - und da ist es egal ob gutartig oder bösartig - geht das bei den meisten nicht. Und sei es nur das es psychische Ängste dann sind, was wenn wieder einer auftaucht und der ist dann bösartig....

Wir haben damals den Tipp mit den Fotos bekommen lange nachdem klar war, Schwiegermutter hat Hirnmetastasen. Sie ist und wäre nicht am Krebs gestorben, sondern die Metastasen haben sie umgebracht. Der Lungenkrebs war langsam wachsend und wäre sogar operabel gewesen. Die Hirnmetastasen aber eben extrem ungünstig gelegen und eben sehr schnell wachsend. Chemo und Bestrahlung haben ihr übriges getan. Damit war sie fast sofort ab Beginn der Behandlung bettlägrig. Was gleichbedeutend war mit extrem wenig sozialen Kontakten usw. Sachen wie Knobbeln, Kreuzworträtsel lösen, lesen usw kaum möglich aufgrund der Medikamenten-Nebenwirkungen. Das betrachten von Bildern welche wir aber im Alltag aufgenommen haben, hat ihr teils das Gefühl gegeben mit dabei zu sein. Von sich selbst durften wir keine Bilder mehr machen lassen - das wäre nicht mehr sie - so ihre Aussage.

Ach ja, als mein Lebensgefährte keine 2 Monate nach dem Tot seiner Mutter über Wochen im Koma lag, habe ich auch massig Fotos gemacht. Nicht von ihm teils - obwohl mir die Ärzte sogar teile dazu geraten haben - sondern von dem was sonst so passiert ist. Ihm fehlen da Wochen - und das hilft das etwas aufzuarbeiten.

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Re: Furchtbare Diagnose

Antwort von fabiansmama am 07.09.2016, 20:17 Uhr

Ohje, ich weiß in etwa, wie du dich jetzt fühlst. Im November letzten Jahres bekam mein Vater die Diagnose schnell wachsender Lungenkrebs. Die Tage zwischen hoffen und bangen bis zur endgültigen Diagnose waren die Hölle, die Zeit danach auch nur unwesentlich besser (aber die Gewissheit war besser zu ertragen als die Ungewissheit).
Ich finde den Tipp mit den Fotos gar nicht so dumm, ich habe den Zeitpunkt dafür ebenfalls verpasst. Mittlerweile geht es meinem Vater so schlecht, er möchte es nicht mehr. Chemo bekommt er nicht mehr, es geht ihm zu schlecht.
Wie ich das schaffe, neben Job, kranken Kindern etc? Gar nicht wirklich, ich funktioniere irgendwie vor mich hin und fühle mich permanent kurz vorm Zusammenbruch, aber dafür habe ich schlicht keine Zeit.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, das sich der Verdacht nicht bestätigt oder es zumindest nicht bösartig ist.

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Danke

Antwort von vomGlückgefunden am 07.09.2016, 20:19 Uhr

Danke euch allen!

Es geht ihr heute schon besser; ich denke das liegt an den hirndrucksenkenden Medikamenten.

Wir wissen noch nicht, um welchen Tumor es sich genau handelt. Anhand der Lokalisation ist aber ein gutartiger, langsam wachsender Tumor (Meningeom) sehr gut denkbar.
Das wäre schon mal gut, allerdings ist der Tumor riesengroß, was ein großes Problem hinsichtlich der Operabilität darstellt und vor allem das Risiko der OP an sich und auch der Residualschäden sehr hoch werden lässt.
Morgen wissen wir etwas mehr, da gibt's nochmal neue MRT- Aufnahmen und dann OP- Planung.

Wir waren heute lange in der Klinik und haben auch Familie und Freunde informiert.
Meinem Kind (10) macht die Situation sehr zu schaffen. Immer wieder tritt die Frage auf, was bei der OP passieren oder schiefgehen kann und was ist, wenn die Ärzte Fehler machen.

Ich bin total fertig und fühle mich wie nach einem Marathon.

Danke euch allen!
Wir werden das schon schaffen!

LG

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Re: Danke

Antwort von Leena am 07.09.2016, 20:59 Uhr

Von ganzem Herzen alles, alles Gute für Euch!!!

Liebe Grüße, L.

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Re: Danke

Antwort von Steffi528 am 08.09.2016, 10:02 Uhr

Meine Schwiegermutter hatte einen gutartigen Tumor, der erfolgreich operiert wurde.
Sie hatte dann Probleme mit dem Gleichgewicht, so dass auch da anschließend eine OP anstand.
Nun ist sie fit und beschwerdefrei.

Ich kenne einige Leute mit Hirntumoren, bei denen zwar es zu einer längeren Krankengeschichte und anschließender Reha kam, aber die dann auch wieder arbeitsfähig wurden.
Ich hoffe, das es sich für Euch gut ausmacht und alles klappt.

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Re: Danke

Antwort von shinead am 08.09.2016, 10:38 Uhr

Ich drücke euch die Daumen!

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Re: Danke

Antwort von crisgon am 08.09.2016, 12:52 Uhr

Meine Mutter hat auch ein Meningeom, der allerdings erst Mal nicht operiert wird. Bei ihr ist der Tumor klein und langsam wachsend, so dass momenan nur alle drei Monate kontrolliert wird. Solange er sich nicht groß verändert wird nichts gemacht. Festgestellt wurde er vor knapp drei Jahren, als meine Mutter anfing Doppelbilder zu sehen. Seitdem hat er sich zum Glück kaum verändert.
Deiner Mutter wünsche ich alles Gute!

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