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Geschrieben von beeri am 29.04.2008, 8:25 Uhr

Sprung in die 2. Klasse?

Hallo zusammen,
wir haben Zwillingsjungs, die mit 6 Jahren und 14 Tagen eingeschult wurden. Nun ist mein einer Sohn so gut, dass die Lehrerin vorgeschlagen hat, er soll mal für 14 Tage in die 2. Klasse gehen. Mit dem Ziel zu springen.
Er ist wirklich sehr gut, macht alle Hausis bereits in der Schule, bekommt meistens als Letzter die Aufgabenblätter ausgeteilt, weil er immer so schnell fertig ist.
Kann im Kopf 100 Zahlen zusammenzählen. Liest Bücher als Lesestufe 2.... usw.
Ich habe ja den direlten Vergleich zum (zweieiigen) Zwillingsbruder, der auch gut ist, aber der sich das auch erarbeiten muß.

Ich bin hin und hergerissen, den er ist jetzt ja schon der Jüngste in der 1. Klasse, außerdem ist er sehr klein 114 cm und 16 kg. Wenn er überfliegen sollte, werden ihn die anderen Jungen vielleicht nicht für voll nehmen, ihn auslachen, oder beim Sport "platt machen"...
Anderseits ist es auch so, dass es mittags (wenn sein Bruder noch Hausis macht) er zu stören anfängt und sagt, dass er viel schlauer ist als sein Bruder und der bekommt dann echt ne Krise und ich auch :-))))
Instrument spielen beide, Inliner + Rad fahren sie auch, sind seit 3 Jahren im (spielerischen) Englischkurs, machen Leichtathletik und Fussball im Verein.... mehr geht echt nicht.....Hilfeeee.....

kann ich mal Eure Meinungen hören ??? Danke & Grüsse

 
11 Antworten:

Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von jooni am 29.04.2008, 8:31 Uhr

Hallo

ich kenne ein Kind das auch in die 2 Klasse gesprungen ist...es klappt super.

Wie ihr Euch natürlich entscheidet ist Eure Sache, würde da mal ausführlich mit der Klassenlehrerin drüber sprechen...einen rat kann ich dir da leider nicht geben

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von jannimama am 29.04.2008, 8:37 Uhr

hallo,

ich würde vielelicht eltern auf der schule ausfindig machen, deren kids gesprungen sind. welche erfahrungen sie haben, gerade bzgl. des alters. aber zwei wochen würde ich ich ihn schon gehen lassen. vielelicht auch gut, das er seine art dem bruder gegenüber ändert, wenn er sich auch mal was erarbeiten muss. ist für den anderen (nicht springr) ja auch doof, immer zu hören er sei schlechter, langsamer etc..

lg

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von koesti am 29.04.2008, 8:51 Uhr

Ich würde auch auf jeden Fall die Probewochen mal machen lassen und dann weiter schauen. Sicherlich kann es sein, dass er von den anderen Schülern zeitweise herablassend behandelt wird, andererseits macht er ja viel Sport und wird da dann nicht so leicht "platt gemacht" werden. Andererseits ist zur Zeit er der, der seinen Bruder und im Zweifel auch andere aus der Klasse von oben herab behandelt.
Und dem zweiten Bruder täte es sicherlich auch gut.

LG, koesti

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Auch wenn es für die Eltern stressiger wird...

Antwort von Trini am 29.04.2008, 9:32 Uhr

ist es vielleicht der idelae Weg zum Familienfrieden, wenn die Zwillinge getrennt werden, so dass der direkte Vergleich nicht mehr da ist.

Wir haben einen ähnlichen Fall im Sportverein. Die Mädchen waren auf der Grundschule in verschiedenen Klassen, sind jetzt erst im Gymnasium zusammen. Aber, die EINE ist halt immer und in allem BESSER, was für die Eltern eine totale Gratwanderung ist.

Zum Altersproblem nach Sprung kann Dir sicher Graupapagei noch was schreiben.
Aber, ich sehe es so, dass sich Kinder da am wohlsten fühlen, wo sie geistig "zu Hause" sind. Der Sport ist weniger problematisch. Und die Tabellen bei den Bundesjugendspielen gehen eh nach dem wahren Alter. Außerdem ist der Älteste nicht zwangsläufig auch der Sportlichste.

Lass ihn die Probewochen machen und bezieh ihn in die Entscheiding dann auch mit ein.

Trini

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von 2Bücherwürmer am 29.04.2008, 10:54 Uhr

Schwieriges Theam.......!

Meine älteste Tochter wurde mit 6 Jahren und 1 Monat eingeschult. Nach zwei Monaten dachte die Lehrerin auch, sie könne springen, aber weil eben auch meine "Große" eigentlich klein und zierlich ist, hat sie mit uns darüber noch nicht mal gesprochen!!!!!! Leider!

Später gab es Auffälligkeiten (Tagnässen), wir waren bei der Schulberatung, sie wurde getestet und ist aufgrund der Werte gesprungen.

Leicht war es nicht, denn im Grunde war es da von Mitte der 2. in die 3. schon zu spät. Sie musste viel nachholen, hat das aber bis vielleicht auf Mathe jetzt mit 8 1/2 in der 4. gut geschafft, aber hatte durch Schwangerschaft Anfang der 4. noch einen Lehrerwechsel und die neue Lehrerin sieht in ihr nur das noch junge unreife Kind, trotz drei sehr guter Aufsätze, tollen Tempochecks bei Flo usw....

Die Kinder dagegen überhaupt nicht. Sie ist sicher mit Abstand die kleinste und leichtete der Klasse, aber super integriert!!!!! Hier ist es also eher das Problem der Lehrerin.

Ich hoffe, ich habe dadurch dass ich von unseren Erfahrungen erzählt habe, dir vielleicht etwas helfen können. Jeder Fall ist anders, aber möglicherweise hilft es bei der Meinungsbildung von anderen Erfahrungen mit dem Thema zu hören.

Meine Zweite (jetzt 1. Klasse) ist übrigens ähnlich weit wie dein Sohn. Ihr hat man den Sprung ebenfalls angeboten, aber sie möchte nicht, wird auch noch sehr gut gefördert, indem sie mit Lernprogrammen -immer wenn sie fertig ist- Stoff der 2. Klasse macht.

Es ist ja auch die Frage, ob das Kind es überhaupt möchte.

LG

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von chatilia am 29.04.2008, 11:08 Uhr

du wolltest unsere meinung hören, wobei hier nicht garantiert wird, dass sie der situation deines sohnes gerecht wird.

bei meinem sohn klappt alles wunderbar, er liest auch auf lesestufe 2, rechnet prima, hat ein superzeugnis.

ich würde ihn nie und nimmer hüpfen lassen. warum? weil ich gemerkt habe, dass schule nicht 'lesen und rechnen lernen' ist. das konnte er schon vor schuleintritt. aber da gibt es so viele sachen, die er mit seinen klassenkameraden erleben und erarbeiten darf: konflikte/lehrerwechsel/parties/zusammenhalt. ich würde ihn nie und nimmer rausreissen und ihn in eine neue gruppe tun, wenn's nicht sein muss.

wenn er wieder mal kommt und sagt, dass es für eine aufgabe zu einfach sei, dann kann man das umgehen. so kann man zum beispiel die rechnungen in einer anderen sprache lösen. oder man kann ein plüschtier-sudoku entwerfen lassen. auch büroklammern-figuren und -rechnungen sind beliebt.

er hat nie das gefühl, dass er der klasse voraus ist, weil ich und die lehrerin ihm dieses gefühl nicht geben. und wenn er es mal langweilig findet, weil er auf die anderen warten muss, dann ruht er sich halt aus.

ich würde ihn nicht springen lassen.

alles gute für deine entscheidung,

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von Graupapagei3 am 29.04.2008, 12:22 Uhr

Ich habe 2 Springerkinder, beide noch jünger.

Sohn ist seit November 8 und jetzt 4.Klasse. Er ist voll integriert und zwar so gut, dass wir es eigentlich kaum begreifen können. Seine Freunde sind teilweise 25cm größer. auf dem Fahrrad ist er genauso schnell wie sie. Im Sportunterricht gibt es Bereiche, wo er vorn dabei ist und welche, wo das nicht so ist. Aber sie haben halt ähnliche Interessen und da sind den anderen die 2 Jahre Unterschied egal - unserem Sohn sowieso.

Sprung war völlig problemlos, er hatte schon seit Oktober ein Mathebuch der 2.Klasse, Lesestufe 2 las er vor der Schule.

Töchterlein ist 1,10m jetzt nach Sprung zu Weihnachten 2.Klasse und 6,5 Jahre alt. Sie ist ebenfalls voll integriert, der Sprung war nicht komplikationsloser als beim Großen, weil sie noch mehr Vorsprung mitbrachte.

Allerdings kannten beide schon aus dem Freizeitbereich Kinder aus der neuen Klasse.

Die Probezeit finde ich etwas zu kurz bemessen, 14 Tage sind nicht viel, um sich zu integrieren.

Das wichtigste ist, dass Dein Sohn es will, ansonsten würde ich verzichten.

Ach so bei meinen Kindern gab es schon Auffälligkeiten, die den Sprung irgendwo notwendig machten.

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@graupapagei:

Antwort von beeri am 29.04.2008, 13:59 Uhr

erstaml danke für eure vielen Antowrten.
@Graupapagei: was meinst du mit Auffälligkeiten? Magst du mir noch etwas mehr davon erzählen??? Danke & Grüsse

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von Jari am 29.04.2008, 17:21 Uhr

Hallo,

also meine ist nach dem 1. Halbjahr in die 2. KLasse gesprungen. Es klappt gut. Wir haben sie aber auch erst probeweise für 4 Wochen in der Klasse gehabt, weil ich auch sehen wollte, wie sie klar kommt. Sie musste dann in in den Winterferien komplett di Schreibschrift nachholen, aber auch das ist mittlerweile recht automatisiert, wobei eine Schönschrift wird das nie.
Ich würde das Kind fragen, was es selber will.Wenn Rike nicht gewollt hätte, dann hätten wir es nie gemacht. Sie selber wollte den Sprung unbedingt. Rike war aber in den letzten Wochen in der Klasse schon unheimlich unaufmerksam, hat nicht wirklich zugehört, lieber Tische, Wände und Hefte bemalt und war unglücklich. Sie hat einfach vor sich hin gesummt im Unterricht, und damit natürlich auch ihre BAnknachbarin gestört.In den Leistungskontrollen hatte sie aber fast immer 100 %. Die Verhaltensauffälligkeiten haben sich nach dem Sprung gegeben. Sie hört wieder zu, ist ausgeglichener und viel zufriedener. Sie ist nun in sich ruhender. Schon allein deshalb war der Sprung aus heutiger Sicht richtig.
Aber ich weiß, Zweifel bleiben einfach.
Frag einfach Dein Kind was es meint,und wenn ja dann probiert es.

LG Janet

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Re: Sprung in die 2. Klasse?

Antwort von Hofi2 am 30.04.2008, 6:33 Uhr

Wenn er es erstmal 14 Tage probieren kann, ist das doch super. Wir haben eine Eingangsstufe, da sind die Kinder der 1. und 2. Klasse sowieso zusammen.
Annika ist auch super im Lesen (ebenfalls Lesestufe 2 und höher), Mathe ist sie auch gut - aber kein Überflieger mehr (war sie am Anfang).
Sie macht auch teilweise den Stoff der 2. Klasse mit. Springen wollte ich nicht, weil ich ihr dann die Schreibschrift beibringen müßte und dazu fehlt mir die Zeit und das richtige Wissen.
Nicole

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Re: @beeri

Antwort von Graupapagei3 am 30.04.2008, 7:11 Uhr

Bei Mark waren viele Sachen so, wie Jari es beschrieben hat - er hat extrem geschwatzt, sich 47x in einer Unterrichtsstunde nach hinten umgedreht, extrem rumgezappelt. Er bekam dann einen Nachbarn, der nie redet - da hat er die ganze Zeit vor sich hingebrummt.Er hat sämtliche Heftränder bemalt, beschrieben, mit Aufgaben verziert.

Zu Hause war er sehr rastlos, unruhig, schnell aggressiv und ständig damit beschäftigt, Wissen aufzusaugen, was er in der Schule nicht bekam.Das war total nervig.

Er hat sich stets und ständig gemeldet, absolut bei jeder Frage (das war der Lehrerin schon zuviel), Leistungen waren nahezu 100%.Das war unser Glück, denn dadurch kam sie selbst darauf, dass er unterfordert ist.

Sari zeigt bei starker Unterforderung psychosomatische Beschwerden, vor allem Bauchschmerzen.Sie ist extrem angepasst, wirklich die allerliebste und unkomplizierteste Schülerin und leidet innerlich extrem.

Nochmal was zum Altersunterschied - Kinder sind von der Entwicklung her sehr unterschiedlich. Und manchmal passt ein Kind einfach besser zu älteren Kindern, weil es in seiner Gesamtentwicklung weiter ist. Sari war z.B.. im Sozialverhalten auch immer anderen Kindern weit voraus, sie ist eben nicht wie eine normale 6jährige und Mark kann mit anderen 8jährigen nichts anfangen.

Es gibt bei uns einen kleinen Haken.Körperlich sind beide altersgerecht bzw. eher jünger und das wird vielleicht in einigen Jahren mal zum Problem werden. Bei Sari hat noch nicht mal der Zahnwechsel begonnen. Allerdings kann man nicht 5 Jahre oder mehr in die Zukunft sehen und es gab Probleme , die eben jetzt gelöst werden mussten.

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