1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von lara30 am 06.06.2014, 23:16 Uhr

Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Guten Abend,

ich versuche so schnell wie möglich uns so einfach wie möglich zu erklären wie die Umstände sind!

Mein Sohn ist ein integratives Schulkind, d.h. er hat eine I-Helferin die ihn während des Schulalltages begleitet
.
Diagnose momentan: Verdacht auf Asperger- Diagnose auf ADHS läuft im Moment über spezielle Adhs Ambulanz für Kinder!

Mein Sohn bekommt für jede Schulstunde "Smileys" auf einen Wochenplan gemalt mit dem sein Verhalten (macht leider sehr oft laute Geräusche, hat Probleme in der Interaktion mit anderen). Soweit so gut.

Komme heute in die Schule (Englischunterricht begleite ich-I-Helferin kann da nicht), der findet in der 5. Stunde statt, vorher also 2.Pause.
Mein Sohn nirgends samt I-Helferin auf dem Schulhof auffindbar- ich geh nach oben zum Klassenraum- er drinnen mit selbiger, hatte ein Pausenverbot.

Grund war folgende Situation in der 1. Pause.: Mein Sohn ist wohl trotz mehrfacher Forderung vor seiner I-Helferin weggelaufen, woraufhin ihn 4 Klassenkameraden "gefangen" haben, ihn festhielten (und es steht absolut nicht zur Debatte dass er auf die I-Helferin zu hören hat!!!), mein Sohn hat wohl 2 Mal gesagt: lasst mich los, dass dürft Ihr nicht und dann, als man ihn weiter festhielt, eines der Kinder gehauen und dadurch das Pausenverbot kassiert!

Muss dazu sagen, wir hatten sowas schon vor nem halben Jahr, ich habe selbst gesehen, wie andere Kinder ihn festhielten, er anfing zu weinen, zu schreien, sich natürlich versuchte loszureissen und ich dazwischen ging und den anderen kindern gesagt habe, dass Sie dies zu unterlassen haben, den NIEMAND mag mit Gewalt festgehalten werden.
Mal ganz davon abgesehen, dass solche Dinge Angelegenheiten sind, die die Lehrkräfte zu regeln haben- versteht es nicht Falsch, er hat nicht gehört, aber das hat doch die I-Helferin oder Lehrkräfte zu regeln-nicht die anderen Schüler!!

Das Schlimme daran ist, dass Körperkontakt für meinen Sohn wirklich schwer zu ertragen ist- er ist kein normales Kind!!!

Ich würde gerne nächste Woche zu der I-Helferin gehen und ihr sagen, dass ich damit absolut nicht einverstanden bin, dass er Bestraft wird wen er 2x sagt: Lasst mich los und sich dann einfach nicht anders zu helfen weiß als zu Hauen (und das finde ich auch nicht gut, aber ich habe meinen Sohn immer gesagt: Man haut nie als Erster, man darf sich Verteidigen, man kann sagen: Lass das, aber wen es nicht hilft, dann darf man sich wehren- eigentlich hat er nicht dagegen verstoßen!!!

Würde mich über jegliche Antworten freuen!!

 
33 Antworten:

Konsequenz

Antwort von Miolilo am 07.06.2014, 8:01 Uhr

Eine ruhige und reizarme Auszeit von der lauten Hofpause, ist eine logische Konsequenz für ein Kind mit den Problemen, die dein Sohn offensichtlich hat.

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Re: Konsequenz

Antwort von Himbaer am 07.06.2014, 10:08 Uhr

Die Frage ist, hat er das Pausenverbot bekommen wegen dem Hauen oder wegen dem "Nicht hören"?

Abgesehen davon, solltest du das in der Schule klären.
Keiner hier kennt dein Kind, noch war jemand von hier in der Situation dabei.

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Re: Konsequenz

Antwort von MamaMalZwei am 07.06.2014, 11:15 Uhr

Hallo Miolilo, so sehr ich Deine Beiträge schätze aber: Das Kind ist Asperger-Autist, ist daher in einem Overload (und in den kam es durch das Festhalten der Klassenkameraden) nicht mehr fähig, rationale Entscheidungen zu treffen.
Das ist so, als würde Dir jemand im Eiscafe einen Becher mit Eis über den Kopf stülpen und dann sagen: "Entschuldigung, das habe ich nicht so gemeint."
Als Erstes muss dafür gesorgt werden, dass man mit dem Kind ein berührungsfreies Signal ausmacht: "Schluss, Ende aus, Du bleibst stehen!" Klassenkameraden haben sich da völlig herauszuhalten.
Die AP schreibt ja schon, dass es nicht der erste Vorfall war, in der ersten Situation hat sie eingegriffen.
Ich weiß, dass es für Lehrer, die nicht Sonderpädagogen sind oder so ein Kind zuhause haben nicht einfach ist, richtig zu reagieren. Aber in Zeiten der Inklusion müsst Ihr Euch darauf einstellen, dass ihr immer mehr Kinder in die Klassen bekommt, die "besonders" sind und besonders reagieren.
Warum macht sich die Lehrerin nicht bei der Mutter schlau, wie die in so einem Fall reagiert und kopiert deren Signal? Ich bin mir sicher, dass es da was gibt. LG

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Re: Konsequenz

Antwort von Miolilo am 07.06.2014, 11:33 Uhr

Und eben darum, weil das Kind eine Autismus-Spektrum-Störung hat, ist der Rückszug für die zweite Pause keine Strafe, sondern eine Möglichkeit dein Kind eine reizarme Umgebung für eine Erholung zu bieten. Es sollte eben nicht als Strafe angesehen werden.

"die "besonders" sind und besonders reagieren."

Und in diesem Fall ist es, dass er - und dafür ist ja u.a. auch eine Betreuung durch einen I-Helfer wichtig - die Pause nicht in der wuselingen und lauten Umgebung Schulhof verbringen muss.

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Re: Das Beste fürs Kind?

Antwort von Windpferdchen am 07.06.2014, 12:07 Uhr

Auf die Gefahr hin, dass Du sauer wirst: Bist Du sicher, dass die Regelschule wirklich das Beste für Deinen Sohn ist? Die Reaktion der Lehrerin und der I-Helferin finde ich total daneben (auch dass sie andere Kinder eingespannt haben!). Wäre Dein Sohn in einer Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und mit besser ausgebildetem Personal nicht vielleicht glücklicher?

Die Idee der Inklusion und Integration ist nur so gut, wie ihre Umsetzung. Ich habe schon aber schon von einigen betroffenen Eltern gehört, dass die Integration an Regelschulen nur mangelhaft funktioniert, weil die regulären Lehrer bis auf ein Kurz-Seminar nicht wirklich geschult wurden. Auch die Kinder an Regelschulen sind oft noch nicht so offen und vorurteilsfrei erzogen, dass sie gut mit Kindern umgehen können, die anders sind. Die Situation, die Dein Sohn erleben musste (auch mit den anderen Kindern) spricht dafür, dass dies auch hier der Fall ist.

Ich wünsch' Euch aber, dass alle Beteiligten noch dazulernen und sie nicht mehr so überfordert mit dem Verhalten und den Bedürfnissen Deines Sohnes sind!

LG

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Mutti69 am 07.06.2014, 12:29 Uhr

Sprich es an.

Wichtig ist zunächst, wie das isolierte Sitzen in der Folgepause gemeint war. War es eine Bestrafung? Wenn ja, wofür? Für das nicht hören oder das hauen (DAS würde ich notfalls anprangern!)?
War es vielleicht nur situativ, um Ruhe reinzubringen...für deinen Sohn, die beteiligten Kinder?

Wichtig wäre mir auch, ob die Situation mit den beteiligten Kindern thematisiert wurde.
Sie haben sich im Recht gefühlt, die haben Scheriff gespielt und fühlen sich sicher als die Guten. Das ist verständlich, muss aber mit ihnen geklärt werden, sonst führt es zur Ausgrenzung deines Sohnes und ggf. zu einer Wiederholung in einer ähnlichen Situation.
Die I-Kraft muss beim nächsten Mal auch schneller sein.

Alles Gute!

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Re: Das Beste fürs Kind?

Antwort von MamaMalZwei am 07.06.2014, 16:40 Uhr

Hallo, ich noch mal: Das Herausnehmen aus der Situation ist natürlich in Ordnung, wenn es dem Kind auch so erklärt wird. Dabei muss man aber schauen, dass das Verbringen der Pause allein nicht als Strafe empfunden wird. Oder von den anderen Kindern so hingestellt wird: "Ätsch bätsch, Du musstest drinnen bleiben..."
Was ist das für eine I-Helferin, die Ihr habt? FSJlerin? Gerade Abi gemacht?

Zum Thema Extra Schule für Asperger: Wo soll er hin? Auf die Förderschule für emotionale Entwicklung? Davon raten selbst Förderschullehrer ab, jedenfalls die, die ich kenne. Er wäre zusammen mit anderen vielleicht noch verhaltensauffälligeren Kindern, von denen er noch "was lernen kann" (im negativen Sinne).
Sprachheilschule? Die nimmt ihn vielleicht gar nicht, oft sprechen Asperger korrekt und richtig. Schule für körperliche Entwicklung? Die sagen zwar oft, sie seien Experten für Autismus, ich kenne aber so einige Fälle, in denen die Pädagogen dort noch schlimmer reagiert hätten.
Oft sind Asperger sehr intelligent, nur eben nicht im sozialen Bereich. Welchen Abschluss könnte er auf der Förderschule machen? Soll er dafür bestraft werden, dass er sozial nicht so viel drauf hat wie die anderen?
Man muss es den anderen Kindern gegenüber thematisieren, warum das Kind so reagiert, wie es das tut, ohne das Kind bloßzustellen. Dafür braucht der Lehrer ein Händchen, ich beneide ihn nicht. LG

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Re: Geh zur Lehrerin und kläre das , auch die I Helfern würde ich mir mal vornehmen

Antwort von Pampersmami am 07.06.2014, 22:30 Uhr

MamamalZwei hat es eigentl. schon perfekt gesagt! Thematisieren , offenes Gespräch suchen und MIT Lehrerin und den Klassenkameraden in soweit dein Sohn das möchte es ERKLÄREN!

Die Einzelpause darf nicht als Bestrafung gesehen werden, sondern ist eigentl. genau das was er in dem Moment braucht! ABER man muss es ihm ordentl. rüber bringen!
Ich diskutiere schon seit 2!!! Jahren das mein Kind NICHT mit in den Speisesaal muss! Meistens versteckt er sich jetzt auf dem Klo und isst dort, nur weil die Schwachköpfe es bei uns einfach NICHT verstehen WOLLEN, das eine Pause mit allen Kindern in einem kleinen Raum nicht geht, geschweige denn Essen!

Auch das anfassen geht NICHT! Es bereitet diesen Kindern Schmerzen und das sollte eine I-Kraft wissen und auch dem Lehrer muss man es erklären! Bei uns wollte die Lehrerin am Anfang Entspannungsübungen machen und ist bei den Kindern mit einem Igelball über den Rücken! Mein Sohn war völlig aufgelöst! Aber die Lehrerin wollte es nicht einsehen, dass es Ihm weh tut, biss er ihr vor die Füße gekotzt hat!

Ich habe die Bildungsagentur eingeschaltet! Seid dem kommt regelmäßig eine Autismus Beauftragte und überprüft die ganze Angelegenheit und verdonnert unsere Pädagogen zum Lehrgang!

Oft sind es nur Kleinigkeiten , die aber allen helfen würden! Aber das A und O heißt wirklich Zusammenarbeit und Verständnis!Lass dich nicht unterkriegen! Dein Kind braucht eine Mutter die für ihn kämpft und Ihn vor der Unwissenheit und Sturheit vor anderen beschützt, aber das geht nur mit viiieeeeel Geduld und reden reden reden!

Lg Ein Kind was Probleme macht , hat vorher welche!

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 08.06.2014, 1:48 Uhr

Hallo, erstmal Herzlichen Dank für eure Antworten, ich beantworte mal die gestellten Fragen:

1. Ich weiß das er für das Hauen bestraft wurde- die I-Helferin hat das neben einem weinenden Smiley niedergeschrieben!

2. Förderschule war bei meinem Sohn KEINE Option- er ist laut Ärzten, Therapeuten, Gutachtern und auch Klassenlehrerin überdurchschnittlich Intelligent in den Fächern Deutsch, Mathe, Sachkunde (letzteres auch klar, mein Sohn hat ein riesen Bücherregal mit sämtlichen Themengebieten, Schwerpunkt: Weltall und Elektronik).

Laut Elterngespräch im Januar, also erstes Halbjahr der 1. Klasse rum, könnte er sofort in die 2. Klasse- Problem: Sozialverhalten!

3. Die I-Helferin- Was soll ich sagen, junges Mädchen, etwa 23, selbst Mutter, Typ: ruhiges Mäuschen (auch okay, vielleicht nur nicht in dem Beruf!!)- Klassenlehrerin und Schulleiter finden die Situation auch nicht grade Prickelnd-letzterer war vor 3 Monaten im Schulamt, auch weil er noch 3 weiter Kinder an der Schule hat, bei denen es genauso läuft- man wird absolut allein gelassen!!)

Problem: Die Realität!!!

Letztes Jahr im Februar bin ich mit sämtlichen Unterlagen zu Jugendamt um einen I-Helfer für Einschulung im September zu beantragen- es ist ein IRRSINN!

Ich weiß nicht ob es Überforderung seitens der Behörden ist, oder ob es defakto niemanden gibt, der diesen Job machen möchte?!

Ich wohne in einer Ruhrgebietsgroßstadt, habe selbst sämtliche Großen und Kleinen Anbieter abtelefoniert- es ist Katastrophal- kriegt mal einen I-Helfer, ein 6er im Lotto scheint wahrscheinlicher!!

Ich suche seit 5!!!!!!! Monaten einen Neuen- so langsam Glaube ich nimmer dran, dass nur mal am Rande- es ist leider ein steiniger Weg!

Lg

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 08.06.2014, 1:54 Uhr

Jetzt hab ich mich verzettelt, also ein Nachtrag!

Natürlich habe ich nichts gegen Auszeiten- ich habe mehrfach sogar um selbige Gebeten- es geht nur darum, dass er für etwas bestraft wird, was "andere"- in dem Falle die I-Helferin verbockt hat!

Am schlimmsten finde ich, dass andere Kinder da mit rein gezogen wurden (festhalten)- ein I-Helfer soll ja auch das "Ausgrenzen" verhindern- sowas ist dann natürlich Kontraproduktiv.

Nun, werde mal am Mittwoch- hier der erste Schultag nach Feier/Brückentag mit der I-Helferin das Gespräch suchen und versuchen das zu klären!!!

Lg

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von und am 08.06.2014, 11:20 Uhr

" Problem: Die Realität!!! "

Das hast du ganz richtig erkannt.

Theoretisch sollten die I-Helferin und die Lehrerin die Situation im Griff haben.

Theoretisch sollte es nicht dazu kommen, dass Mitschüler deinen Sohn einfangen müssen.

Theoretisch sollten ausschließlich erwachsene Aufsichtspersonen sich eine halbe Stunde lang die Hacken abrennen und deinem Sohn auf dem Pausenhof hinterherjagen (und natürlich währenddessen alle anderen Schüler unbeaufsichtigt lassen...).

Theoretisch wäre am besten als I-Kraft für deinen Sohn geeignet: ein promovierter Psychologe oder Pädagoge mit Aufbaustudium in der Sonderpädagogik, männlich, supersportlich, über 25, aber bitte auch nicht über 40, mit einer Aura natürlicher Autorität und einem Durchsetzungsvermögen und Charisma, dem kein Kind zu widerstehen vermag, hochintelligent natürlich und gutaussehend am besten auch noch.

Wie du aber ganz richtig erkannt hast, sieht die Realität anders aus. Wie stellst du dir das denn in der Praxis vor? Es ist schlicht und einfach nicht praktikabel und nicht zumutbar, dass Aufsichtspersonen weglaufenden Schülern hinterherrennen müssen. Dass z.B. 2 weibliche Personen mit möglicherweise unzweckmäßigem Schuhwerk ewig lange einem quirligen Ausreißer hinterherjagen müssen, wenn 4 sportliche Schüler hier mithelfen können, das binnen 3 Minuten zu erledigen. "Besondere" Situationen erfordern nunmal "besondere" Maßnahmen. Ob das Festhalten durch Mitschüler regelkonform ist, ist natürlich fraglich - aber hätten die Erwachsenen ihn nicht genauso festgehalten? Ein Kind, das regelwidrig wegläuft, muss leider festgehalten werden, ist doch letztendlich egal von wem.
Wie lange dauerte denn dieses "Festhalten" durch die Mitschüler überhaupt? Doch wohl höchstens so lange, bis die I-Kraft angehechelt kam und deinen Sohn übernehmen konnte - also maximal einige Sekunden? Minuten?

Ich finde du machst ein bisschen viel Wirbel um dieses "Festhalten" (durch Mitschüler), das ja offensichtlich notwendig war, um deinen Sohn am Weglaufen zu hindern. Auch dein Sohn kann und muss als Asperger-Autist lernen, dass er nicht bei "Wünsch dir was!" ist, sondern bei "So isses!".
Wenn er wegläuft, wird er festgehalten. So isses nunmal. Das ist eine für einen hochintelligenten Asperger-Autisten absolut logische und nachvollziehbare wenn-dann-Konsequenz. Punkt. Fertig. Und die hat er zu akzeptieren - ohne jemanden zu hauen .

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Re: Wer will zu diesen Bedingungen arbeiten?

Antwort von Franke am 08.06.2014, 13:46 Uhr

"26. Ich bin Integrationshelfer und habe keine Lust mehr.

Eros1981 08.05.2014

Seit August letzten Jahres arbeite ich als schulischer Integrationshelfer an einer Grundschule und bin dort für einen verhaltensauffälligen Jungen zuständig. Ich bekomme 875 Euro brutto im Monat für eine 25-Stunde-Woche. Vielleicht höre ich nach diesem Schuljahr mit diesem Job auf. Schlechte Bezahlung, große Verantwortung und Meinungsverschiedenheiten mit Lehrern und Pflegeeltern im Umgang mit dem Kind. Hinzu kommt, dass man als Mann stets Verdächtigungen ausgesetzt ist sich den Kindern unsittlich zu nähern, daher haben die Lehrerinnen ihnen sicher auch verboten mich zu umarmen. Dann verzichte ich lieber auf die circa 200 Euro, die ich monatlich mehr habe, werde wieder arbeitslos, schone meine Nerven und habe nicht mehr das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, warum ich gern mit Kindern arbeite."

http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=125763&page=3


Allgemein denke ich mir, wenn eine durch, Verzeihung, "Gutmenschen" vorangetriebene Inklusion von Finanzministern unterstützt wird, weil die sich Einsparungen erhoffen, dann ist das ganz großer Mist. Wenn es auch Schüler mit erheblichen Beeinträchtigungen betreffen soll und so gemacht wird, dass mindestens niemand, "Inkludierte", Mitschüler, Lehrer, schlechter dran ist als zuvor, dann wird es wohl eher mehr Geld kosten.

Im speziellen Fall Deines Kindes kommt Deiner Schilderung nach nun noch dazu, dass man auch gar nicht sagen kann, das schulische Angebot XY könnte besser geeignet sein als die Regelschule.

Was tun?

Vielleicht erst einen Sponsor suchen, der es ermöglicht, dass eine geeignete Person angemessen bezahlt wird. Lions oder Rotary Club könnte dafür in Frage kommen. Hier stand erst dieser Tage etwas in der Richtung in der Zeitung.

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Re: Wer will zu diesen Bedingungen arbeiten?

Antwort von lara30 am 09.06.2014, 0:36 Uhr

Natürlich hast DU Recht, die Politik macht es sich da einfach, beschließt die Inklusion, aber schafft nicht die Rahmenbedingungen die es dazu braucht! (Personal was auch bezahlt werden muss!)

Da müssen wir gar nicht drüber diskutieren, da gebe ich dir vollkommen Recht- es geht wie immer ums Geld!

Beschissen ist due Situation für ALLE Beteiligten- Eltern deren Kindern eben nicht auf die Förderschulen passen und die Regelschulen, die mit den daraus resultierenden "Problemen" ebenfalls allein gelassen werden.

Zu dem von dir zitierten Artikel kann ich nur sagen, dass mein Sohn in der Kita einen männlichen I-Helfer hatte, dem ich niemals unterstellt habe/hätte, dass er ein "Triebtäter" sei- schliesslich gibbet auch männliche Kindergärtner denen ich solche Abartigkeiten auch nicht unterstelle.

Lg

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 09.06.2014, 1:13 Uhr

Du must aber nicht gleich ironisch oder gar spöttisch werden!

Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass die normale Alltagssituation die ist, dass mein Sohn Fahnenflüchtig ist!

Es ging auch nie darum, dass er den Schulhof verlassen wollte- das wäre eindeutig eine Gefahrensituation, in der man natürlich abwägen müsste, dass war aber nie die Grundlage!!

Die I-Helferin soll ihn im Schulalltag unterstützen- vor allem bei der Kommunikation mit anderen- Therapien dazu, Interaktion mit anderen, Erkennen was die Signale anderer Menschen bedeuten, mache ich Regelmäßig- er kann halt nicht erkennen was Mimik und Gestik anderer bedeuten!

Ebenfalls habe ich niemals einen hochpromovierten Wissenschaftler der mein Kind begleitet erwartet- was ein Bockmist- er hatte in der Kita einen Mann an seiner Seite, Student, der wirklich Wunderbar war- und der war nicht 2 Meter groß, nicht die Sportskanone oder Mister Germany- das ist auch nicht wichtig und hab ich zu keinem Zeitpunkt gesagt oder gefordert!

Aber ja, es gibt Menschen die können Sowas und es gibt welche die können es nicht- so ist es, ich kann auch nicht jeden Beruf!

Es ging auch niemals darum, dass mein Sohn das Schulgelände verlassen wollte- das wäre natürlich eine Gefahrensituation, das gebe ich dir Recht, dies war aber bisher noch nie der Fall- kläre ich aber am Mittwoch und gebe dir gerne Bescheid worum es ging- der Richtigkeit halber!

Es ging mir darum, dass es nicht Aufgabe der Mitschüler ist diese Sachen zu Regeln, sondern die der I-Helferin (Verlassen des Schulgeländes habe ich schon thematisiert).
Es ist nicht die Regel, weder Täglich noch wöchentlich, dass die Lehrer hinter meinem Sohn herlaufen müssen!!

Zu deiner Aussage, auch ein Asperger Autist MUSS es aushalten festgehalten zu werden- ich gehe jetzt der Fairnisshalber davon aus, dass du Ahnung davon hast, dann kann ich dir nur sagen:

Du weißt aber schon, dass es, wie in jedem Krankheitsbild, Unterschiede sowie Abstufungen gibt???

Und genau, Konsequenz ist das A und O- weder ich, noch die Lehrerinnen, die alte Kita und der ehemalige I-Helfer hatten/haben dieses Problem- es gab da sicher einen Vorlauf, den ich klären werde und dir gerne Mittwoch als Feedback gebe- aber du kannst halt nicht erwarten das ein Kind mit der Diagnose genauso reagiert und agiert wie du und ich es tun würdenQ

Und du weisst auch, dass es Unterschiede beim Festhalten gibt???
Stell dir mal vor um dich herum stehen 3-4 Leute, du bist quasi eingekesselt und halten dich fest- das ist schon was anderes wie eine Person die es tut- vielleicht sogar ein Erwachsener!

Lg

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Re: Gleiches Recht für alle...

Antwort von MamaMalZwei am 09.06.2014, 12:03 Uhr

...Brillenträger müssen ohne Sehhilfe zurechtkommen, Hörgeräteträger ohne ihr Hörgerät, die können ja von den Lippen ablesen...
So funktioniert das nicht, einem Asperger bereitet es körperliche Schmerzen, festgehalten zu werden.
Du fasst ja auch nicht ohne Handschuhe in den (angestellten) Backofen.

Es reicht, wenn der I-Helfer etwas gesunden Menschenverstand und Einfühlungsvermögen mitbringt.
Dazu sollte er vielleicht im Kopf vorher durchspielen, wie er in Gefahrensituationen reagiert und mit dem zu Betreuenden Signale ausmachen. Das geht! Am besten sind optische Signale, weil Asperger Augenmenschen sind. Vergiss nicht: Der Asperger WIILL funktionieren, er WILL ganz normal mitlaufen, ohne anzuecken. Dass er das nicht kann, hat nichts mit Bockbeinigkeit zu tun. Er ist einfach "betriebsblind" für indirekte Signale und zu denen gehört alles, was nicht klar, nicht eindeutig und nicht direkt ist. Falls Du immer noch nicht verstehst, was ich meine: Guck Dir mal die Serie "Sherlock" im TV an. Der Sherlock da ist ein Asperger, wie er im Buche steht.
LG

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Pampersmami am 10.06.2014, 7:34 Uhr

" Zu deiner Aussage, auch ein Asperger Autist MUSS es aushalten festgehalten zu werden- ich gehe jetzt der Fairnisshalber davon aus, dass du Ahnung davon hast"

Ui das war aber bei dem Beitrag jetzt sehr optimistisch gedacht und echt hoch gepokert , Lara

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 11.06.2014, 0:14 Uhr



Ich kann ja nichts Behaupten, was ich nicht weiß- bei den ein oder anderen Beiträgen im Forum (und damit meine ich jetzt nicht meinen Thread), wäre es schon mal Wünschenswert!!!

Lg

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Johanna3 am 12.06.2014, 23:13 Uhr

"Es ist schlicht und einfach nicht praktikabel und nicht zumutbar, dass Aufsichtspersonen weglaufenden Schülern hinterherrennen müssen. "

Die I-Kraft ist einzig und allein für besagtes Kind zuständig. Insofern sollte es praktikabel sein, dass diese sich um das Kind kümmert.

@und: Hast du dich mal näher mit Autismus befasst?

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@lara: Also ist dein Sohn gar nicht weggerannt!

Antwort von und am 13.06.2014, 12:03 Uhr

Das hört sich doch jetzt alles ganz anders an als in deinem ersten Beitrag.

Wie kann man sich nur so unpräzise ausdrücken bzw. seine Darstellung so abrupt ändern? Ich hasse das, wenn in Folgebeiträgen immer alles ganz anders klingt als im Erstbeitrag. So macht das Diskutieren doch keinen Sinn.

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von und am 13.06.2014, 12:10 Uhr

"Die I-Kraft ist einzig und allein für besagtes Kind zuständig. Insofern sollte es praktikabel sein, dass diese sich um das Kind kümmert. "

Offensichtlich war und ist dies aber hier nicht der Fall. Und nun? Was wenn der Junge wirklich mal wegrennt? (was ja nun hier doch nicht der Fall war, aber durchaus nicht auszuschließen ist)

Offensichtlich gibt es Kinder, die von einer einzigen Betreuungsperson nicht zu bändigen sind (hab ich selbst schon gesehen). Was soll man da jetzt machen als andere Personen zu Hilfe zu rufen - selbst wenn es nur Schüler sind, die grade greifbar und vernünftig sind?

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und

Antwort von Mutti69 am 13.06.2014, 13:53 Uhr

Wie kommst du denn darauf, dass die I-Kraft nicht ausschließlich für den einen Jungen zuständig ist?

Wie kommst du darauf, dass die zuständige Kraft ungeeignetes Schuhwerk trägt?

Du scheinst in der Tat bislang keinen oder nur unzureichenden Umgang mit der Materie gehabt zu haben...DA macht das Diskutieren mit DIR doch keinen Spaß. Setzen, 6, Thema verfehlt!

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Isa2012 am 13.06.2014, 15:22 Uhr

Dein Kind hat 1. nicht gehört.Mehrmals weggelaufen,Aufforderungen nicht gehört.
2.dein Kind hat einem anderen Kind eine runtergehauen.
Sorry aber kann es sein dass dein Kind vielleicht einfach bislang zu wenig Konsequenz begegnet ist?
Ist doch das normalste der Welt!
Finde die Reaktion völlig angemessen!

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Pampersmami am 13.06.2014, 17:22 Uhr

Hier mal ein paar Bsp. Nur für die die es nicht verstehen wollen!

"Ich kann nicht merken, ob ich mit jemanden Blickkontakt habe. Ich weiß zwar ob ich selbst jemanden anschaue, aber ich weiß nicht ob jemand mich anschaut. Ich kann zwar seine Kopfstellung und seine ungefähre Augenstellung sehen, aber davon weiß ich nur ob er ungefähr in meine Richtung schaut, dabei kann er genauso gut jemand anderen anschauen der schräg hinter mir steht. Ich habe meiner Psychologin gesagt, dass ich nicht weiß wen der Lehrer aufrufen will , wen er nur -ja- sagt, weil mein Wissen wohin er schaut, so ungenau ist, er könnte so die halbe Klasse meinen.

Dirk Asperger Autist 12 Jahre

"Ich habe immer gerne Menschen beobachtet und dabei genau beobachtet ,was sie mit ihrem Körper ausdrücken. Auf das Gesicht habe ich weniger geachtet, weil ich die Mimik nur unzureichend verarbeiten konnte. Die feinen Bewegungen im Gesicht finde ich heute noch irritierend. Eine ausgeprägte Mimik ist für mich leichter zu entschlüsseln, und heute muss ich zugeben, dass ich als Kind Menschen in meiner nächsten Umgebung provoziert habe , bis sie ein eindeutiges Ausdrucksverhalten zeigten. Wenn jemand losbrüllte oder weinte war ich davon fasziniert.

Jutta 26 Asperger Autistin

"Ich konnte nie duschen, weil ich keine Wassertropfen auf der Haut ertrug. Es fühlte sich wie kleine Spitzen auf der Haut an , die in mein Fleisch stachen. Alles waschen musste in der Badewanne vor sich gehen, um meinem Körper musste ich immer gleich viel Wasser spüren, um es ertragen zu können. Als ich acht Jahre war, entwickelte ich eine Überempfindlichkeit gegen Kämme und Haarbürsten. Plötzlich konnte ich den Schmerz nicht mehr ertragen, der beim kämmen entstand. Es war als würde auf dem ganzen Kopf und im Nacken ein Feuer brennen.

Florian 14 Jahre

"Für mich ist es immer schwer mehrere Dinge auf einmal zu tun und Bewegungsteile miteinander zu verbinden. Der normale Ablauf einer Begrüßung ist eine einzige automatische Bewegung. Sie müssen nicht bei jeder Begrüßung neu überlegen, wie sie die Gesten zusammen bringen. Deshalb bin ich viel langsamer .
Bin ich bei einer Begrüßung immer noch beim Auftakt, ist mein Gegenüber schon beim Ende. Das ist oft sehr verwirrend.

Sebastian 17 Jahre Autist

"Als ich klein war, waren laute Geräusche ein Problem. Sie fühlten sich oft an wie wenn der Bohrer eines Zahnarztes auf den Nerv trifft. Sie verursachen tatsächlich Schmerzen oder erschreckten mich zu tiefst weil es sich wie eine Detonation anhörte. Im College klang der Haartrockner meiner Zimmernachbarin wie ein startender Düsenjet!

Samantha 23 ,Autistin

Das sind nur einige Beispiele wie Autisten fühlen! und man sollte sich mit der Materie durchaus einmal auseinander setzen wenn man mit diesen Kindern arbeitet! Diesen Kindern bösen Willen und Ungehorsamkeit zu unterstellen, ist einfach schlichtweg nicht der richtige Ansatz!

Ein Kind mit Gehhilfe ist schließlich auch nicht einfach nur zu Faul oder könnte mit der richtigen Konsequenz ein Marathonläufer sein !

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Re: @lara: Also ist dein Sohn gar nicht weggerannt!

Antwort von lara30 am 14.06.2014, 0:53 Uhr

Nein, er ist NICHT vom Schulhof weggerannt auf die Straße oder hatte das vor- das habe ich auch NIE geschrieben!

Er ist vor seiner I-Helferin weggerannt- auf dem Schulhof- Sie wollte ihm wohl etwas sagen und er ist innerhalb des Schulhofes weggerannt!!!

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 14.06.2014, 0:59 Uhr

Ich wiederhole nochmals: Mein Sohn ist noch NIEMALS vom Schulhof abgehauen oder von sonstigen Orten (Turnstunde-Turnhalle, Ausflüge, Kitazeit)!!!!

Er hatte wohl eine Auseinandersetzung mit der I-Helferin und hat diese wohl mit wegrennen unterbrochen- er ist auf dem Schulhof geblieben, lief aber vor der I-Helferin selbst weg!!!

Es war keine Gefahr in Verzug- auch das habe ich schon geschrieben!

Und JA, die I-Helferin ist AUSSCHLIESSLICH für meinen Sohn eingestellt- sie betreut ausschliesslich meinen Sohn- keine anderen Kinder!!

Uff, hoffe das hat sich geklärt !!!

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Johanna3 am 14.06.2014, 1:10 Uhr

Unabhängig davon, dass diese Situation für das Kind unerträglich war: Auf welche Stufe stellt man Kinder, wenn sie als Hilfssheriffs von Lehrern oder I-Kraft benutzt (oder befördert) werden?

Es war keine Gefahr in Verzug. Und die "Hilfe" anderer Schüler absolut unnötig.Und weil der Junge mal weglaufen KÖNNTE soll es gerechtfertigt sein, vorsorglich andere Schüler einzuspannen?

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 14.06.2014, 1:17 Uhr

Das A und O bei einem Autisten sind ein geregelter Tagesablauf und somit auch feste Regeln sowie Grenzen!

Das ist ein Fakt @ Isa, deine Anmerkung er habe davon zu wenig erfahren finde ich somit definitiv UNVERSCHÄMT meiner Person gegenüber und zeugt von recht wenig Wissen rund ums Thema Autismus.

Mein Tagesablauf ist sicher mehr von Regeln, Ritualen und genau geplanter Abläufe durchzogen wie der von anderen!

Mein Sohn ist NICHT auffällig was Aggressivität angeht- weder daheim noch im Schulalltag, noch in seiner Zeit in der Kita- er hat nicht gehauen aus einem spontanen Impuls heraus oder aus Spass, er war in blanker Panik weil er von anderen Festgehalten wurde- und wie ich schon an anderer Stelle angemerkt habe:
Hauen ist NIE eine Lösung, ich haue auch nicht, es waren besondere Umstände die dazu geführt haben- er hat 2x gesagt: lasst mich los- da kann man nicht davon sprechen er habe "einfach mal so" gehauen!

Deswegen spreche ich am Montag (bei uns war diese Woche keine Schule wg der Sturmschäden) mit der I-Helferin um herauszufinden was da los war, wieso die Kinder dazu angehalten wurden Ihn festzuhalten?!

Ich hab kein Problem mit kritischen Äußerungen und habe diese in vergangenen Antworten auch immer Respektvoll und im vernünftigen Ton beantwortet-. Ich fände es wirklich schön wen man diesen Ton beiderseitig einhalten könnte- wie gesagt, Kritik ist nicht Respektlos, es kommt auf den Ton an!

Lg

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von Johanna3 am 14.06.2014, 1:38 Uhr

"Theoretisch wäre am besten als I-Kraft für deinen Sohn geeignet: ein promovierter Psychologe oder Pädagoge mit Aufbaustudium in der Sonderpädagogik, männlich, supersportlich, über 25, aber bitte auch nicht über 40, mit einer Aura natürlicher Autorität und einem Durchsetzungsvermögen und Charisma, dem kein Kind zu widerstehen vermag, hochintelligent natürlich und gutaussehend am besten auch noch."

Davon war doch nirgendwo die Rede! Welchen Worten laras setzt du eine solche Erwartungshaltung ihrerseits voraus?

"Auch dein Sohn kann und muss als Asperger-Autist lernen, dass er nicht bei "Wünsch dir was!" ist, sondern bei "So isses!".
Wenn er wegläuft, wird er festgehalten. So isses nunmal. Das ist eine für einen hochintelligenten Asperger-Autisten absolut logische und nachvollziehbare wenn-dann-Konsequenz. Punkt. Fertig. Und die hat er zu akzeptieren - ohne jemanden zu hauen ."

Und wenn er es eben nicht KANN? Weil er nicht trotzig ist, sondern panische Angst hat? Und woher willst du wissen, dass laras Sohn hochintelligent ist? Hält sich das Gerücht, dass alle Autisten hochbegabt wären so hartnäckig? Es gibt eine geringe Prozentzahl mit den sog. Inselbegabungen.

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von MamaMalZwei am 14.06.2014, 11:01 Uhr

Hallo Lara, gerade dass man es den Kindern nicht ansieht, macht es uns Eltern so schwer. Ich hatte mal eine Selbsthilfegruppe von Eltern zum Gedankenaustausch. Unsere Kinder hatten zwar kein Asperger, aber Wahrnehmungsstörungen. Mir ist im Gedächtnis geblieben, dass eine Mutter sagte, sie wünschte sich manchmal, dass ihr Sohn deutlich sichtbar behindert wäre, im Rollstuhl säße oder einen Arm oder Bein weniger hätte, dann könnte man ja vielleicht auf ein bisschen Einsicht hoffen.
Das muss man sich mal vorstellen, da wünscht sich eine Mutter eine körperliche Behinderung für ihr Kind, damit der Stress mit der Umwelt erträglicher wird!
Sie konnte so viel erklären wie sie wollte, es interessierte einfach nicht. Der Sohn sah normal aus, also muss er auch "normal" funktionieren.
Asperger-Kinder und Kinder mit WS entwickeln wegen dieser Ignoranz ihrer Mitmenschen eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken oder psychische Auffälligkeiten zu entwickeln (mehr noch als die, die sie schon haben).
Und die Eltern sitzen lebenslänglich mit im Boot, weil sie ihre Kinder ja nicht erzogen haben. Klar, die Mama ist schuld! LG

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Re: Das ist traurig aber die Gedanken kennen Viele:-(

Antwort von Pampersmami am 14.06.2014, 12:37 Uhr

Die Meinung unser Lehrerin ist auch schön:" Frau ......ihr Sohn hat doch mit die besten Noten der Klasse, wenn wir den NACHTEILsausgleich so umsetzten (wie von der Sonderpädagogin empfohlen) , dann hat er ja gegenüber den anderen einen Vorteil!

Äh ja..... bist ja selbst Schuld wenn Du ein Mensch mit einer Behinderung bist, da musst Du schon akzeptieren, das Du eben 150% geben musst wenn Du auf dem gleichen Level mitspielen willst wie deine Klassenkameraden. Und das schaffst Du auch als Kind , nur während die anderen am Nachmittag Fußball spielen, hockst Du dann im Zimmer und möchtest nichts außer RUHE/ hast Spannungskopfschmerzen, Übelkeit, Alpträume oder wie meistens scheiß Laune, weil Du dir als Kind! schon selbst die Schuld für dein "Versagen" gibst!.

P.S. ging um das strukturieren/formulieren der Sätze und Aufgabenstellungen in Arbeiten. 3 verschied.Aufgaben (finde ,streiche an, schreibe untereinander auf)verpackt in einem Satz geht bei uns leider nicht, da wird nur Nr. 1 gemacht! Was aber In 3 einzelnen Sätzen 1. Finde..., 2. Streiche....... an ect. pp. kein Problem wäre.
Und um die Mögl. Diktate in einer von den 3 I-Stunden zu schreiben, wegen dem Geräuschpegel.


Es sind solche Kleinigkeiten.......wie ich finde ! Aber da kommt lieber "Er ist doch ein schlaues Kerlchen , da müsste das doch ...."
NEIN ! KANN!!! er aber nicht!


Alles Gute Lara und ich drück die Daumen, dass es besser wird!

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Re: @pampersmami

Antwort von MamaMalZwei am 14.06.2014, 18:29 Uhr

Finde - Streiche an - Schreibe untereinander in einem Satz und der Filius löst nur eine Aufgabe...
Schreibst Du von meinen Kindern?
Das kenne ich doch! Katy bekam von mir im letzten Schuljahr den Tip, doch Arbeitsanweisungen mit Textmarker zu unterstreichen, weil auch sie immer was vergaß...
Lemmi, frisch aufs Gym gewechselt, hatte dasselbe Problem, bekam von mir denselben Tip.
Seitdem sie das machen (Lemmi mit Kugelschreiber, aber immerhin) ist es etwas besser geworden...
Alles gelernt und gemacht und trotzdem ne 4 - das kommt jetzt so gut wie nicht mehr vor. Versuch das bei Deinem Sohn doch auch mal.
Diesen Tip hätte ich eigentlich von der Lehrerin erwartet...
Neulich abends war spät noch ne Sendung auf hr3: "Lehrer am Limit". Da kam ein Rektor zu Wort, der ein Reformgym leitet. Der sagte genau das: Man muss einfach sehen, woran es liegt, dass ein Schüler die Leistung nicht bringt, die er bringen kann. Und dann sucht man nach einer möglichst einfachen Lösung. Wie zum Beispiel die, die Arbeitsanweisung hervorzuheben oder - für Euren Sohn - auf drei Einzelschritte zu verteilen. LG

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Re: @MamamalZwei

Antwort von Pampersmami am 14.06.2014, 19:30 Uhr

Danke ja das ist mal nicht schlecht! Mein Problem ist leider , dass ich mir (und jetzt steinigt mich) wünschte er würde mal so richtig ausrasten in der Schule. Aber nein, da ist er über angepasst, extrem Regelkonform, mit 100% Gerechtigkeitssinn und einen Perfektionismus den die meisten Erwachsenen nicht haben. Das "Dampf ablassen" hebt er sich dann für zu Hause (bzw. für mich) auf!
Und da er um keinen Preis auffallen und aus der Norm sein will, ist jeder Vorschlag von meiner Seite, es Ihn leichter zumachen in seinen Augen eine Bloßstellung vor den anderen. Da lieber manipuliert (aufkratzen der Arme)er im Stillen sich selbst , wenn er denn Stress(ist es ja auch immer funktionieren zu wollen) gar nicht mehr aushält!
Oder misshandelt seine Schulmaterialen;-) (was mit einer 4 in Ordnung auf dem Zeugnis quittiert wurde)

Deswegen wäre es so schön wenn die Initiative vom Lehrer käme aber wie gesagt, sie ist der Meinung das sind Schusselfehler und er hat doch eine 2+ alles andere wäre dann ja ein Vorteil.
, warum das Kind frustriert ist??? Tja viell. zu viel Druck vom Elternhaus? An der Schule kann es nat. nicht liegen

Man kann echt reden, reden ,reden und selbst unser SPZ was 1x die Woche in der Schule ist schüttelt nur den Kopf aber da er trotzdem gute Noten hat , bleibt mir nichts anderes übrig als Ihn am Nachmittag einfach das zu geben was er braucht um den Schulalltag auszugleichen.

Und ihm immer und immer wieder zu sagen: DU KANNST NICHTS DAFÜR , aber das versteht er nicht! Das geht dann eine Zeit bis er total abblockt bei dem Thema, dann kann ich mich auch mit unseren Aquarienfischen unterhalten, hat den gleichen Effekt ;-)

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Re: Konfliktsituation- etwas schwieriger Umstände!!

Antwort von lara30 am 14.06.2014, 22:56 Uhr

Ja, diese Gedankengänge hatte ich auch schon- grade in den unzähligen Kämpfen die stattfanden BEVOR die Diagnose stand.

Ärzte, Behörden, Umfeld- aber es hat was positives für mich gehabt: Man erkennt recht schnell wer ein Freund ist und wer nicht!

Sind wir ehrlich, wen wir mit dem Finger schnipsen könnten und unsere Kinder wären "normal"- wir würden es tun. Aber das geht leider nicht, ich zumindest sehe es als meine Pflicht an meinem Kind soweit es geht Beiseite zu stehen- und das beinhaltet dann auch das Dauergerenne von Arzt zu Arzt sowie der allgemeine Therapiemarathon!
(Mal ganz vom Alltag abgesehen- aber auch das ist Gewöhnung!)

Wir üben auch regelmäßig das "Erkennen" und "Einordnen" von Gesichtern, Mimik, und dem dazugehörigen Gefühlen- aber wie Ihr sicher wisst, es ist ein Auswendiglernen, es ist nicht wirklich ein "Fühlen" was den anderen bewegt!

Wie ich schon sagte, ich habe kein Problem mit Kritik der Mitleser hier- ich bin genauso wenig Unfehlbar wie alle anderen, aber der Respekt sollte dabei nicht verloren gehen!

Lg

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