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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Tima am 23.06.2005, 23:47 Uhr

Gibt es eigentlich wirklich so viele schlaue Schulkinder?

Hallo,

die Frage ist vielleicht ein bißchen blöde, aber wenn ich so von vielen Leuten höre in meinem Bekanntenkreis, haben alle schlaue Kids. Ich höre immer nur, das sie Gute Noten schreiben, alles gut mitmachen....
Möchte ja keinem auf dem Schlips treten, aber es fällt wirklich auf.

Ich kann mich nicht erinnern, das mal eine Mutter zu mir gesagt hat, das das Kind massive Probleme hat. Oder ist das typisch für schulanfänger bzw 2. oder 3. Klässler, das man da noch nicht so viel sagen kann, und jeder die Vorteile hervorhebt?

Ich höre ständig, das die kids gute Noten mit nach hause bringen, bzw Beurteilungen.

Ist ja schön, aber mir ist das unheimlich, denn nach Pisa sieht es ja eigentlich anders aus:-)

LG
Cordula

 
17 Antworten:

Na ja, ich denke mal, da kommt mehrerlei zusammen ...

Antwort von Nina3Jungs am 24.06.2005, 0:15 Uhr

zum einen geben Eltern nur ungern zu, wenn ihre Sprösslinge schlecht in der Schule sind.
Zum anderen darfst Du Pisa und Benotungen nicht über einen Kamm scheren. Das ist ja mit das Problem bei Pisa. Pisa ist eine unabhängige (gibt es das denn überhaupt?) Studie, die anhand von mehr oder weniger alltäglichen Situationen Wissen, vor allem Allgemeinwissen, abruft.
Die Noten an den Schulen orientieren sich an dem aktuell zu vermittelnden Stoff und benoten inwieweit ein Schüler diesen erfasst und ggf. auch weiter verarbeiten kann. Das ist aber leider in weiten Bereichen nicht oder nur wenig Allgemeinwissen bzw. wird zu wenig praktisch gelernt.
Und zu guter Letzt kommt dann noch dazu, dass die Schüler einmal gelerntes zumeist nicht aufbauend verwenden müssen sondern es direkt nach der nächsten Leistungabnahme vergessen können.

Und ich möchte noch nachschieben...

Antwort von Trini am 24.06.2005, 8:04 Uhr

daß es hier z.B. bis zum Ende der zweiten Klasse nur Berichtszeugnisse gibt - und diese sind immer positiv zu formulieren.

Bin ja gespannt, was mein Großer mir da heute wieder anschleppt.

Bei den Mathe-Tests stelle ich nur immer wieder fest, daß der Punktedurchschnitt SEHR hoch ist. Da ist N. mit einer "gefühlten" drei WEIT unterdurchschnittlich.

SEINE Klasse ist offensichtlich wirklich sehr leistungsstark.

Und PISA ist ja nicht in Grundschulen gelaufen. Ich denke, mit zunehmendem Alter geht die Schere einfach weiter auf.

Trini

hihi, mit Pisa....

Antwort von Tima am 24.06.2005, 8:15 Uhr

Guten Morgen
... fiel mir nur gleich dazu ein:-)) Ist natürlich nicht zu vergleichen.
Aber es stimmt wohl, das sichdas wohl erst alles in den zunehmenden Jahren rauskristalisiert.
Aber auffallen tut mir das echt extrem, das hier die Schüler sehr gut sind.

LG
Cordula

Re: Gibt es eigentlich wirklich so viele schlaue Schulkinder?

Antwort von ajnam75 am 24.06.2005, 8:37 Uhr

hallo! ist nicht überall so, denn mein sohn hat in mathe keine massiven probleme, aber ihm fällt es nicht leicht. wir lernen deswegen täglich mit ihm.

na stell dir mal vor dein kind schreibt fünfer und sechser. würdest du es überall gern rausposaunen. ich glaube nicht. mir würde es denke ich ähnlich gehen.

er bekommt erst nächstes schuljahr (2. halbjahr) noten dann werden wir sehen.

lg manja

Re: Noch was!

Antwort von ajnam75 am 24.06.2005, 8:41 Uhr

unserer bekommt auch ne beurteilung. und ich habe nach der ersten festgestellt, dass da nicht nur positives drinsteht. es steht auch drin wo er noch reserven hat und worauf man als eltern besonders achten sollte. und das wird auch am ende des schuljahres sein.

Hier in Sachsen-...

Antwort von Anna´s und Emilia´s Mama am 24.06.2005, 9:29 Uhr

...Anhalt gibt es ja ab dem 1. Schuljahr Noten.Allderdings wohl nur in den Fächern Mathe,Deutsch im Sozialverhalten und noch eine Note,da weiss ich aber nicht mehr für was die steht.
Anna (6 Jh.) kommt dieses Jahr in die Schule und ich bin gespannt wie sie so ist.
Aber ich sehe es so wie die anderen,keine Mama gibt gerne zu das ihr Kind nicht nur einsen schreibt.


Liebe Grüße
Franziska

Pisa

Antwort von solelo am 24.06.2005, 10:19 Uhr

Bei der Pisa-Studie wurden soweit ich das verstanden hab nicht die NOTEN angeschaut, sondern die QUALITÄT des Wissens bzw. der Schulbildung. Das heißt, selbst wenn eine Klasse super Noten hat, kann die Qualität sehr schlecht sein, die Lernbedingungen, die Erfolge in der Zukunft, was die Kinder wirklich BEHALTEN und so weiter. Das hat ja mit Noten nichts zu tun, kann ja sein, dass den Kindern zu wenig abverlangt wird - dann kriegen sie tolle Noten, wissen aber trotzdem nichts. Das ist wohl hier eher der Fall...

Gruß
solelo

Re: Pisa

Antwort von Tima am 24.06.2005, 13:21 Uhr

Hallo,

ja denke ich auch,d as es so läuft, konnte mir das aber nicht verkneifen:-)

Danke
LG
Cordula

Re: Gibt es eigentlich wirklich so viele schlaue Schulkinder?

Antwort von KatjaR am 24.06.2005, 15:59 Uhr

Hallo,

vielleicht ist es so, dass du aufgrund Pisa, Medienberichte etc. angenommen hast, dass es viele schlechte Schüler gibt und jetzt einfach positiv überrascht warst, dass viele Eltern doch positives berichten?!
Ich denke, dass die Meisten natürlich die positiven Sachen herausstellen und die negativen Sachen nicht erzählen. Außerdem sind die Zeugnisse ohne Noten doch so abgefaßt, dass es positiv klingt (obwohl es vielleicht gar nicht so toll ist).

Bei mir war es eher anders herum. Ich war davon ausgegangen, dass alle Kinder lernbegierig sind und schnell schreiben, lesen und rechnen können wollen. Wenn ich dann so manches lese und höre, bin ich doch ein wenig entsetzt und frage mich schon, warum bei manchen Kindern die Schule und das Lernen so negativ besetzt sind.
Und wenn Kinder regelmäßig keine Hausaufgaben machen und schlechte Proben schreiben, frage ich mich schon, ob das den Eltern egal ist?!

Gruß
Katja

wer gibt schon erstklässlern ne 6???

Antwort von Henni am 24.06.2005, 19:03 Uhr

Hallo

also als Lehrerin mal senf dazu: naklr REDEn meist die Eltern mit lernschwachen kids auchw enig drüber. Und:

Ich bemühe mich doch in der grundschule, keinem ne schlechte note zu geben!! Die hat ja keinerlei positiven effekt auf das kind sondern frustriert ja nur!! Von daher schreibt man auch oft leichtere arbetien, als eben später wo die schüler schon eher wissen was sache ist und zum teil einfach nur faul sind...DAS wird naklar dann schon negativ bewertet!!

Ich denke auch die berichte sollen ja die kinder motivieren und nciht knallhart negatives auspetzen. !! DAZU sind für mich eben die Elterngespräche da!! Klar, auch die berichte haben zwischen den zeilen deutliche aussagen..die aber bene nur die erkennen die auch zwischen den zeilen lesen könne...

UND: Es sind eben nciht nur die noten 5 und 6 "schlecht", sondern ein

Re: Klar, das eigene Kind ist immer hochbegabt! :-)

Antwort von Bonnie am 25.06.2005, 11:06 Uhr

Hallo,

es ist halt einfach der Elternstolz, der das Bild so verzerrt, huh? Jede Mutter hat insgeheim den dringenden Verdacht, IHR Kind sei wirklich hochbegabt. Sogar wenn es faul, desinteressiert, verhaltensauffällig usw. ist, ist dies natürlich nichts als ein weiteres Anzeichen dafür, dass es TO-TAL unterfordert ist, hihi...

Ich glaube, da werden Eltern nie wirklich objektiv werden. Übrigens ist MEINE Tochter wirklich besonders intelligent, ich finde, sie ist viel weiter als all die anderen Kinder :-)

Liebe Grüße,

Bonnie

Hm, hängt vielleicht mit deinem Bekanntenkreis zusammen.

Antwort von KH am 25.06.2005, 12:32 Uhr

Wenn das alles Leute sind, die sich sehr um ihre Kinder kümmern, sind auch die Ergebnisse=die Schulleistungen besser. Im übrigen sind es auch nicht sooo viele Kinder die massive Probleme haben, wie du es sagst. Kennst du die Gaußsche Normalverteilung (Glockenkurve)? Schau sie dir an, dann weißt du, dass nicht so viele so schlecht sein können. Und Pisa gibt ja nur einen Ausschnitt (in höheren Klassen wieder). Abgesehen davon werden wohl die wenigsten Eltern, deren Kinder Probleme haben, dies auch wirklich zugeben. Dann würden ja die Kinder als "dumm" dastehen. Würdest du anderen Leuten sagen, dass dein Kind dumm ist? Das Wetteifern ging doch schon in der Kleinkindzeit los: welches Kind konnte als erstes sprechen, war als erstes trocken, konnte als erstes Radfahren,... Die Liste ist lang. Und ich überlege mir schon auch, wem ich von Problemen (egal welcher Art) erzähle.

WARUM NICHT ERZÄHLEN?

Antwort von Tima am 26.06.2005, 13:25 Uhr

Hallo,

hmm, ich glaube da bin ich eher das Gegenteil. Ich gehöre zu den Müttern die immer eher über das erzählen, was ihnen Sorgen bereitet bzw belastet.. wAr schon immer so.
Wenn mein Sohn schulische Probleme hat würde ich das schon erzählen, um herauszufinden, ob das vielleicht auch anderen so ergeht, oder woran das liegen könnte, oder was man da machen könnte. Denn wenn anderen das auch so ergeht, dann könnte das ja auch an anderen Umständen evtl liegen, wie Lehrer...

Naja zum glück ist jeder anders, und natürlich ist mir klar, das viele stolz berichten, und anderes wiederrum nicht.
DAs amche ich ja auch, aber rumprahlen was er alles kann, und nur gute Noten... das würde ich echt nicht machen.

LG
Cordula

Ja, genau!!! NUR DURCH ERZÄHLEN bin ich darauf gekommne

Antwort von Biene am 27.06.2005, 8:37 Uhr

was bei uns auf der Schule abging und konnte meinen Kindern helfen! (Schulwechsel!!!)
Diese Lehrerin bei uns macht schon seit Jahren Kinder nach Strich und Faden fertig, leider reden die Leute erst, wenn man sie direkt drauf anspricht, nach dem Motto: meiner Tochter gehts schlecht in der Schule, sie macht wieder in die Hose, kriegst du vielleicht was über dein Kind mit?? Meine Tochter redet nicht mehr....

Und DANN haben die Leute geredet, dass mir die Spucke weggeblieben ist! Demnach herrscht diese Lehrerin schon seit fast 20 Jahren ungestraft.....tja, gegen soviel Dummheit der Leute, das alles zu ignorieren, hilft halt nix.
Wir waren die ersten Eltern, die die Vertrauenslehrerin aufsuchten.

IMMER REDEN! SO ZEIGST DU DEINEM KIND, DASS DU DICH AUCH SORGST UND FÜR ES DA BIST; WENN ES MAL NICHT SO GUT LÄUFT!


LG

Aber 2.Klässlern schon!!!!

Antwort von Uli-Mama am 28.06.2005, 8:36 Uhr

Hallo zusammen,
also bei Leonie in der Klasse gibt es schon auch viele schlechte Noten. Sie hat vor zwei Wochen schon ihre erste 6 heim gebracht, da war ich wirklich sprachlos. Die Proben sind auch alles andere als leicht und der Notenschlüssel entspricht dem aller Proben. Also z.B. bei 9 von 14 Punkten gibt es eine 4!
Allerdings gibt es bei uns dieses Jahr auch wieder NOten im Zweitklasszeugnis und ich habe das Gefühl, die Lehrerinnen sind noch sehr überfordert.
Ich finde die vielen schlechten Noten übrigens grausam, denn manche Kinder kriegen nun schon mit 8 Jahren Streß wegen schlechten Noten, das ist doch schrecklich!
Traurige Grüße Uli

Re: Gibt es eigentlich wirklich so viele schlaue Schulkinder?

Antwort von Martina1 am 29.06.2005, 8:23 Uhr

Ich denke, einige oder viele Eltern trauen sich einfach nciht zu sagen, dass ihr Kind auf der Grundschule auch mal schlechte Zensuren bringt bzw. das das Kind Schwierigkeiten hat. Weil nämlich viele Leute sich über ihre Kinder definieren bzw. Angst vor der Häme der Umwelt haben. Und es gibt ja für sehr viele Eltern auch keine Alternative zum Gymnasium :-(

Mein Bengel bringt auch alles, was es an Noten gibt, nach Hause und hat sich neulichs in Musik (!, das ist ein Fach, das seiner Meinung nach überflüssig ist) über eine Vier gefreut, weil er in der Arbeit zuvor eine Fünf geschrieben hat. Das hat ich dann mal auf einem Elternabend erzählt, da haben mich die anderen Mütter aber wie Hyänen angeguckt! Wie kann ein Kind sich über eine Vier freuen, sowas gehört bestraft! Er hat sich gefreut, weil er sich verbessert hat ;). Die einzige, die geschmunzelt hat, war die Lehrerin, die hat zu ihm sowieso ein ziemlich unverkrampftes Verhältnis, wahrscheinlich auch, weil er noch nicht so diesen Konkurrenzdruck widergibt, den sich etliche Eltern der Klasse über ihre Kinder auferlegt haben.

Ach ja, mein Kind paukt zu Hause nicht, er darf noch spielen und er wird nicht aufs Gymnasium getrimmt, wie etliche seiner Klassenkameraden, die nachmittags nicht rausdürfen, weil zu Hause massives Lernen angesagt ist (3. Klasse).

Re: Pisa

Antwort von Martina1 am 29.06.2005, 8:29 Uhr

Genau! Ich denke, man kann das an seiner eigenen schulischen Vergangenheit auch ganz gut festmachen. Ich war z. B. in der Lehre die einzige, die die 10. Klasse mit "gut" abgeschlossen hat, die anderen, vorallem die Mädels, waren alle besser, etliche hatten das Prädikat "Auszeichnung" erhalten. Tja, und nun waren wir alle zusammengewürfelt (ich kam noch von einer Dorfschule mit lauter wegen Alkoholproblemen zwangsversetzen Lehrern, die aber einen sehr guten Ruf hatte) und die Auszeichnung-Mädels haben nichts auf die REihe gekriegt! Die wußten nichts, zumindest nichts in den Naturwissenschaften. Ein Mädel hat da zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fünf bekommen, leider haben sie auch die Häme der Lehrer zu spüren gekriegt.

Die Noten sagen nicht immer alles aus. Die Lehrerin meines sohnes schimpft auch immer über seine Noten ;), allerdings muss ich dazu sagen, wenn er so schlampig ist und die Hälfte vergißt, hat er es einfach nicht besser verdient. Es geht nun mal nicht anders.

Übrigens, ich bin dann wohl eine Minderheit, die auch erzählt, dass ihr Kind auch mal schlechte Noten bringt, oder?

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