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Geschrieben von Erzangie am 28.06.2011, 16:18 Uhrzurück

Räumliche versus emotionale Distanz

Eine Patenschaft ist manchmal schnell (zu schnell?) übernommen, ohne den Sinn zu hinterfragen. Mein erstes Patenkind wurde getauft, als ich gerade Anfang zwanzig war und noch kein eigenes Kind hatte (insgesamt war ich damals noch jung und dumm :-)) Ich hatte damals schon keine besonders innige Beziehung zu den Eltern, und dann nach der Taufe und dem ersten Geburtstag auch nicht zum Kind. Mittlerweile ist er erwachsen und ich kenne ihn nicht.

Meine zweite Patenschaft habe ich bewußt und mit Freude vor vier Jahren übernommen. Die Mutter war damals in der Schwangerschaft allein und ich habe sie begleitet. ich war bei der Geburt "meines" Sternenguckerkindes dabei (eine unglaubliche Erfahrung, bei einer geburt dabei zu sein ohne selbst Aua zu haben *lach*) und habe jetzt eine intensive Beziehung zu dem Jungen, OBWOHL ich ihn gar nicht soo oft sehe. Ich bin eine Mädchenmama und finde es ganz großartig, in meinem Patensohn mal einen Jungen heranwachsen sehen zu dürfen. By the way: ich bin AUCH Patin, weil ich der Mutter helfe, dem Jungen ein christliches Weltbild zu vermitteln, sie ist nämlich selbst Atheistin, will aber, dass der Junge christlich geprägt wird.

Ich denke, nicht die räumliche Distanz spielt eine Rolle, sondern die emotionale. Und emotionale Bindung aufzubauen, ist deine Aufgabe als Patin, nicht die Aufgabe des Kindes.

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