Schwanger mit 35 plus

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Geschrieben von Chipmonk, 16. SSW am 21.03.2014, 10:36 Uhr

Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Hallo,

gestern hatte ich mit meiner Ärztin das Ergebnis des Ersttrimesterscreenings besprochen und meine Ärztin rät mir unbedingt zu einer Fruchtwasseruntersuchung obwohl das Ergebnis mehr als optimal war.

Hier mal die Werte:
Hintergrundrisiko 1:56 (also Altersrisiko vor dem Test, bin 40 Jahre)
Adjustiertes Risiko für T21: 1:2600
Risiko für T18 : 1:1460
Risiko für T13 : 1:4600

Was würdet ihr mit diesem Ergebnis machen? Trotz eines Traumergebnisses das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung eingehen?

Beim letzten Kind (vor 13 Monaten) waren die Ergebnisse ähnlich und meine damalige Ärztin riet mir dann von weiteren Untersuchungen ab so hatte sie mir die Entscheidung quasi abgenommen...

Freue mich auf eure Ratschläge

 
14 Antworten:

Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Bajuli am 21.03.2014, 10:57 Uhr

Warum rät dir deine Frauenärztin das?
Gibt es irgendwelche sonstigen Anzeichen beim Kind?

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Chipmonk am 21.03.2014, 11:14 Uhr

sie meint dass sie mich gut genug kennt und ein behindertes Kind absolut nicht in mein Leben passen würde daher rät sie mir zu der Untersuchung um eine 99%ige Sicherheit zu haben.

Es gibt absolut keine Auffälligkeiten beim Kind, immer genau Zeitgerecht entwickelt, Nackenfalte unter 1mm, Nasenbein darstellbar und alle Werte sowohl bei mir als auch beim Kind immer Top...

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Kacenka am 21.03.2014, 11:22 Uhr

Würdest Du denn bei einem positiven Ergebnis abtreiben wollen?

Die FU wird so spät gemacht, dass das Baby schon zu spüren ist, wenn dann die evtl. Frage nach Abtreibung gestellt wird.
Ich war mir nicht sicher, was ich machen würde im Falle eines Falles, aber in dem Moment, wo mein Baby im Bauch strampelte, habe ich auf jedes Risiko für T21 gepfiffen: niemals hätte ich sagen können: So, und morgen gehst Du in den Abfalleimer. Die FU haben wir deshalb nicht gemacht und leben lieber mit der Ungewissheit (die man eh hat, denn z.B. ein Aspergersyndrom kann man pränatal nicht erkennen, ist aber auch nicht weniger problematisch später, ausser dass man es dem Kind nicht gleich ansieht...).

Die Entscheidung kann Dir kein Arzt abnehmen, aber es gibt Ärzte, die sagen: Gerade die T21-Kinder, die in der Feindiagnostik nicht erkannt werden, sind die, die dann eine Überlebenschance über 60 Jahre haben, also "viel Aufwand" für die Eltern. Und: nur die FU erkennt zuverlässig genetische Auffälligkeiten, die Feindiagnostik übersieht das meiste.
Es gibt aber auch Ärzte, die sagen: von 1000 FU kommt bei einer eine Diagnose T21 heraus, aber selbst bei der bestmöglichen Komplikationsrate gehen 5 weitere Kinder ungewollt ab als Folge der Untersuchung.
Du bist wahrscheinlich erst an die letztere und nun eher an die erstere Sorte geraten...

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Du hast schon 99%ige Sicherheit

Antwort von björg am 21.03.2014, 11:50 Uhr

Bereits 1:56 heißt, dass das Kind zu 98,2% gesund ist. Und das ist nur der theoretische, statistische Wert über "alle" Frauen gemittelt.
1:2600 heißt zu 99,96% ein gesundes Kind.
Das Risiko eines Aborts bedingt durch eine FU ist lt. Wikpedia 0,6 bis 1,5% oder höher. Mir wäre dieses letztere Risiko zu hoch, um damit ein verschwindend geringes Restrisiko auszuschalten.
Manche Ärzte...pfff....

Noch eine schöne Schwangerschaft und viel Spaß mit dem gesunden Baby!!

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von eilatan76 am 21.03.2014, 11:57 Uhr

Darf ich mal fragen, wie alt Du bist?

Wenn Du so um die 40 bist, dann ist das sicher ein super Ergebnis.
Falls Du jünger wärst (25 oder so), dann könnte das Ergebnis sicher besser sein.

Ich nehme aber mal an, dass Du so um die 35 + bist.
Von daher wäre das Ergebnis doch absolut in Ordnung.

Meine Ärztin hat mir damals gesagt, dass sie erst bei einem Ergebnis von 1:500 eine FWU anordnen würde.

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von SallyBW am 21.03.2014, 12:02 Uhr

Hallo
ich würde die Fruchtwasseruntersuchung nicht machen. Dass Risiko,dass ein gesundes Kind stirbt, ist deutlich höher, als dass man ein behindertes Kind findet.
Ausserdem sollte man sich Gedanken machen welche Folgen der Test hat. Wenn man eh nicht abtreiben wird, sollte man das Risiko nicht eingehen. Will man aber die Sicherheit haben auf ein gesundes Kind, dann bleibt wohl nichts anderes übrig als den Test zu machen.

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von rats am 21.03.2014, 12:37 Uhr

Bei diesem Wert (hatte mit 40 einen ähnlichen) würde ich gar nichts machen, und wenn, dann nur diesen neuen Bluttest. Ist anscheinend teuer aber völlig ungefährlich für das Kind.

Die Aussage deiner Ärztin ist aber schon etwas anmaßend, finde ich. Oder kennt sie dich so gut?

lg rats

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Zweifelhafte Ärztin

Antwort von edina am 21.03.2014, 13:55 Uhr

Wie anmaßend von deiner Ärztin zu meinen, sie wüsste, was du bewältigen kannst und was nicht!! Ist das wirklich die Ärztin deines Vertrauens?
In deinem Alter (ich bin übrigens auch 40) sind diese Werte geradezu unübertreffbar, ich würde niemals das Risiko einer FWP eingehen!
Lg E

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Chipmonk am 21.03.2014, 14:30 Uhr

bin mit meiner Ärztin eigentlich super zufrieden, war bei der letzten Schwangerschaft bei einer anderen und das war ein Alptraum! Nur Hektik, Befehlstöne und keine richtige Beratung, Patienten abgefertigt im 10 min. Takt (gut, war damals noch Kassenpatienten aber ich denke das ist bei denen auch egal)...

Und jetzt, das absolute Gegenteil, sie nimmt sich viel Zeit (gestern knapp 1,5 Stunden!) und beantwortet alle Fragen ausführlich. Da wir auch über private Sachen reden kennt sie mich schon einigermaßen und hat mit der Aussage das ein behindertes Kind für uns undenkbar wäre (ich habe totalen Respekt vor den Müttern die diese Verantwortung auf sich nehmen keine Frage aber für uns wäre das eben nichts) absolut recht.

Und ja, ich denke ich würde einen Abbruch vornehmen lassen auch wenn es total schlimm für mich wäre das Kind, das man schon gespürt hat, auf natürlichem Weg zu gebären.

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von edina am 21.03.2014, 14:57 Uhr

Das klingt für mich danach, dass du mehr Sicherheit möchtest als das Erstsemesterscreening geben kann.
Dann bleibt dir tatsächlich nur eine Punktion oder der Bluttest übrig. Ersterer mit dem Risiko, eventuell ein gesundes Kind zu verlieren. Man muss auch bedenken, dass auch bei der Geburt und danach etwas schief gehen kann. Viele Behinderungen entstehen durch Unfälle. Mich wundert es immer wieder, wie jemand nach 100% Sicherheit im Leben trachtet, wo es diese einfach nicht geben kann.
Wenn jemand schlechte Werte hat beim Erstsemesterscreening, könnte ich das in dieser Altersgruppe verstehen, aber in deinem Fall nur schwer.
Es gibt keine Garantie für ein gesundes Kind, niemand kann sie dir geben!
Lg Edith

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Was mich noch irritiert!

Antwort von edina am 21.03.2014, 15:03 Uhr

Noch was irritiert mich: Wie sieht jemand aus, dem man zutraut, ein behindertes Kind auszutragen und großzuziehen? Warum heuchelt man immer Respekt? Jeder von uns kann in diese Lage kommen, ob bei einem Kind, Ehepartner, Eltern....dann muss man es auch können, ob man will oder nicht!
Niemand will das - aber es ist nun mal so. Sind das dann arme Frauen, bemitleidenswerte Geschöpfe, gläubige Frauen oder spirituelle... wie sehen sie aus? Sind das jene, die schon vorher große Stärke ausstrahlen...Nein, mit Sicherheit nicht: Es sind Frauen wie du und ich.
Lg

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Steffi528 am 21.03.2014, 15:28 Uhr

Bei mir waren die Werte immer alle dreistellig, also 1:425 war mein "schlechtestes" Ergebnis und ich habe keine Fruchtwasseruntersuchung deswegen gemacht, weil die Wahrscheinlichkeit doch sehr groß ist, das das Kind gesund ist. Dazu hat auch niemals mein Arzt mir geraten (wenn es zweistellig gewesen wäre, dann ja, ob ich dann aber abgetrieben hätte, weiß ich nicht, wenn es "positiv" gewesen wäre, aber es wäre halt "vorbereitet" gewesen)

Ich würde KEINE Fruchtwasseruntersuchung machen.

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von Chipmonk am 21.03.2014, 15:43 Uhr

@edina: wir haben jemand in der Familie die ein Kind mit Downsyndrom hat und von den ersten 3 Lebensmonaten knapp 2 im Krankenhaus verbracht hat weil immer wieder andere OPs anstanden. Das Kind wird über eine Sonde ernährt und muss regelmäßig abgesaugt werden, ist es verständlich dass ich das mir und meiner Familie nicht antun möchte?

Und natürliche ist mir klar dass immer was passieren kann (hatte das Thema gestern auch angesprochen das z.B. bei der Geburt was passieren kann oder später und man so etwas nie ausschließen kann) aber das ist ja auch was anderes und vorher nicht durch Tests etc. auszuschließen.

Ich habe selbst auch meinen Vater bis zu seinem Tod gepflegt und arbeite in der Altenpflege weiß also genau was für eine Verantwortung man hat wenn man jemand pflegen muss.

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Re: Ersttrimesterscreening Risiko 1:2600 trotzdem Fruchtwasseruntersuchung?

Antwort von uli71 am 21.03.2014, 18:02 Uhr

Viel besser hätte das Ergebnis bei deinem Ausgangsrisiko ja kaum ausfallen können, es hat sich ja ungefähr 50 fach verringert. Wenn dir das nicht reicht, verstehe ich nicht, wofür du dann überhaupt das ETS gemacht hast.

Ich würde mich nur über das tolle Ergebnis freuen und weiter nichts machen. Wenn ich aber noch mehr Sicherheit wollte, dann würde ich eher einen der nichtinvasiven Tests machen als das so sehr wahrscheinlich gesunde Kind durch eine FWU zu gefährden.

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