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Geschrieben von Lihannon am 18.11.2013, 13:22 Uhr

Beziehung zum Stiefvater

Hallo!

Der Vater meiner Tochter (fast 2J.) hat sich in der SS getrennt und hat nun einen guten Kontakt zu ihr. Meiner neuer Freund lebt seit ca. 1,5 Jahren mit uns zusammen, aber er kann meine Tochter einfach nicht lieben. Er fühlt nicht, wie ein Vater. Ist das bei euch teilweise auch so? Wie geht ihr damit um? Sie liebt ihn total und er gibt sich echt Mühe. Aber ein traumhaftes Verhältnis ist es ist nicht. Lebt ihr auch mit jemanden zusammen, der gut zu euch, aber nicht zum Kind passt? Natürlich schadet er ihr nicht, sonst würde ich mich trennen. Der echte Papa nimmt sie regelmäßig zu sich, das Verhältnis ist super. Sie baucht also keinen Ersatzpapa. Es geht mir nur um Tipps, wie ihr das in der Familie regelt, wenn nicht beide die gleichen Gefühle für das Kind haben. (Er kann generell nicht gut mit Kindern und sagt, es liegt nicht an ihr).

Danke euch! Liebe Grüße

 
9 Antworten:

Re: Beziehung zum Stiefvater

Antwort von clarence am 18.11.2013, 14:59 Uhr

Es liegt ganz sicher nicht an deiner Tochter, dass er nicht mit ihr kann.
Ich kenne viele Familien wo sich die eigenen Papas nicht wirklich um die Kinder kümmern und nicht mit ihnen können.
Ein Stiefpapa tut sich da natürlich noch viel schwerer.
Hast du dich schon mal gefragt wie du fühlen würdest, wenn er ein Kind hätte?
Ich denke zu einem fremden Kind ist es sehr schwer eine richtige Beziehung aufzubauen.
Richtige Tipps kann ich dir leider nicht geben - nur, dass du auf dein Gefühl hören musst. Wenn es deiner Kleinen gut geht und sie sich trotzdem in der Familie geborgen fühlt, dann ist es sicher okay, wenn du ihr die Liebe gibt's und ihre Erziehung übernimmst und er eben der Stiefpapa ist der ab und zu mal mit ihr spielt, aber sich eben sonst nicht so um sie bemüht.
Bei uns ist es auch so. Tut mir manchmal auch weh, aber ich denke bei Männern ist es noch schwieriger Kinder zu lieben, die nicht die eigenen sind. Nur respektieren müssen sie sich trotzdem gegenseitig, sonst ist die Patchworkfamilie zum Scheitern verurteilt.

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Re: Beziehung zum Stiefvater

Antwort von mirico11 am 18.11.2013, 16:31 Uhr

MMmmh, könnte ich mir schwierig vorstellen, wenn ihr noch ein gemeinsames Kind bekommen würdet und er dieses dann lieben würde. Für mich käme so einer nicht in Frage, sorry. Ich glaube dir aber, das er dich sehr liebt, da ist es eben schwierig in deiner Situation. Schade, das er sie, obwohl sie erst ein halbes Jahr alt war, nicht in sein Herz geschloßen hat, ich könnte es besser verstehen, wenn sie schon älter gewesen wäre, als ihr zusammen gekommen seit.

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Re: Beziehung zum Stiefvater

Antwort von Patchwork am 18.11.2013, 21:06 Uhr

Hm....also ich brachte 3 Kinder in die neue Beziehung. Meine Jungs waren damals 6 und 5 , meine Tochter gerade 3. Sie kennt nur das Zusammenleben mit ihrem Stiefpapa und genauso liebevoll gehen die 2 miteinander um. Ich glaube sie fühlt mehr für ihn , wie für ihren Erzeuger, wo sie auch regelmäßig ist. Bei den Jungs ist es anders...da tun sich alle etwas schwerer. Aber alle gehen respektvoll miteinander um, so das es ein harmonisches Familieleben ist. Ich denke nicht das es böse Absicht deines Partners ist. Vielleicht ist er eben wirklich nicht so der Papa Typ,....ihr solltet einfach viel auch darüber sprechen...das tue ich auch mit meinem Mann wenn ich spüre mein Mann tut sich mal schwer..., denn solche Phasen gibt es da auch immer.

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So einer käme mir nicht ins Haus

Antwort von chartinael am 18.11.2013, 23:14 Uhr

... mein Mann weiß, daß er gefühlsmäßig die Große nicht so liebt wie sein eigenes Kind. Aber das merkte er erst, als die Lütte auf die Welt kam. Vorher dachte er, es gäbe keine unterschiede, jetzt kann er vieles viel eher nachvollziehen und ist mE ein noch besserer Bonuspapa für die Große geworden, die beide eine sehr innige Beziehung pflegen.

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Re: So einer käme mir nicht ins Haus - mir auch nicht

Antwort von Sternenschnuppe am 19.11.2013, 10:51 Uhr

Zumindest nicht wenn er dazu gekommen ist wenn das Kind noch so klein ist.
Bei älteren Kindern ist es sicherlich schwerer, aber Deine war ja noch sehr sehr klein.
Jedoch denke ich auch, je präsenter er leibliche Vater, desto distanzierter ist auch der Stiefpapa.
Kann ich mir zumindest vorstellen.

Mein Mann kam dazu da war mein Großer noch unter einem Jahr.
Nie Kontakt zum leiblichen Vater.-
Ergebnis : Er wollte ihn von sich aus adoptieren, liebt ihn wirklich wie ein eigenes Kind, nimmt Kindkranktage, ist in der Elternvertretung und sie sind sehr sehr innig.

Meine Bonustöchter zogen mit 12 ( die Große ) und 9 ( die Kleine ) bei uns ein, haben auch nun keinerlei Kontakt zur Mutter, aber sie kennen sie, sie sind fast fertig entwickelt ( bis auf wachsen ) und wir haben eine freundschaftliche und auch innige Beziehung, sie kuscheln mit mir, wir mögen uns sehr und ich fühle mich auch verantwortlich.
Mutterliebe kann ich das aber nicht nennen, die habe ich nur bei meinen Jungs.

Auf der anderen Seite , um zu Dir zu kommen, viele Männer können die ersten 2-4 Jahre auch mit dem leiblichen Kind nix anfangen.

Sprech mit ihm, bezieh ihn ein, reden, reden......
Sie hat ja einen Papa der da ist, ein väterlicher Freund reicht also aus ....

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Re: So einer käme mir nicht ins Haus - mir auch nicht

Antwort von Lihannon am 19.11.2013, 21:04 Uhr

Ich Danke euch für die Antworten. Ich denke auch nicht, dass es seine Schuld ist oder er sich absichtlich distanziert. Wir sprechen tatsächlich viel über das Thema. Er wollte nie Kinder haben. Er ist mit 26 (war ich damals auch) also plötzlich in die Vaterrolle gerutscht, obwohl das Thema Kind noch gar nicht da war. Er gibt sich ja Mühe. Wickelt sie, spielt mit ihr, geht zum Vatertag in die Krabbelgruppe. Liest ihr vor, bringt sie ins Bett. Er hat sie auch lieb sagt er. Nur Liebe ist es nicht. Er weiß selbst nicht, warum er so empfindet. Er kann sie einfach nicht küssen oder innig mit ihr kuscheln. Ich hatte gedacht, dass geht evtl. auch jemandem so oder es war am Anfang wie bei uns und wurde später doch noch innig. Aber vielleicht ändert sich das mit der Zeit tatsächlich. LG

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Öhm, was er macht macht manch Vater nicht !

Antwort von Sternenschnuppe am 19.11.2013, 21:41 Uhr

Wieso geht Dein Ex nicht zum Vatertag ? Du schreibst doch er kümmert sich.
Wickeln ? Machen etliche Väter nicht.

Also so wie Du schreibst macht er sehr viel und unterstützt Dich.
Vaterrolle muss er gar nicht einnehmen, sie hat doch einen.

Ich habe den Eindruck er setzt sich zu sehr unter Druck.

Wie engagiert ist Dein Ex denn ? Nimmt er sie denn auch mal am Wochenende ?
Papa ist Papa und Dein Freund kann väterlicher Freund sein.
Je älter sie wird, je länger Eure Beziehung hält desto mehr gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse werden sie haben.
Das biologische Band kann man nicht herhexen.
Sowas kann auch wachsen, vor allem wenn jemand bisher ! nicht der Kindertyp war.

Fazit: Druck rausnehmen ! Es ist toll was er alles macht.

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Re: Öhm, was er macht macht manch Vater nicht !

Antwort von mama.frosch am 20.11.2013, 13:52 Uhr

ich hab auch den eindruck, dass er sich selbst unter druck setzt und zu viel verlangt. gefühle kann man nicht erzwingen, und auch wachsen können sie nur, wenn man frei ist, sie nicht haben zu MÜSSEN.

vielleicht hilft ihm ein perspektivenwechsel: er mag deine tochter, er hat sie sogar lieb, und er macht viel für sie. das ist eine menge und wenn er sich zugesteht, dass es ok ist dass er sie "nur" lieb hat, dann kommt die liebe vielleicht sogar ganz von alleine.

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Re: Öhm, was er macht macht manch Vater nicht !

Antwort von Lihannon am 21.11.2013, 10:38 Uhr

Danke, ihr habt sicher recht. Der Druck/der Wunsch, wie eine ganz normale Familie zu sein und zu fühlen ist wirklich groß und sicherlich nur im Weg.

LG

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