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Geschrieben von Schnecki2014 am 01.01.2020, 21:27 Uhr

Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Hallo!

Es passiert im Moment fast täglich, dass meine Söhne (3) Blödsinn machen und sich dann so in hineinsteigern, dass ich nicht mehr zu ihnen durchdringe. Heute zB wollte ich meine Tochter auf der Toilette sauber machen und sie haben dauernd das Licht abgedreht und die Tür zugemacht so dass es finster war. Nicht toll, wenn man versucht Stuhl wegzuwischen. Alle Ermahnungen haben nicht geholfen. Sie werden dann richtig hysterisch, lachen, rennen durch die Gegend. Wenn ich schimpfe lachen sie noch mehr und werden noch wilder. Ich muss dann zu teils harten Maßnahmen greifen, damit sie aufhören. Heute zB habe ich sie geschnappt, aus dem Bad befördert und die Tür abgeschlossen. Dann haben sie geweint und waren ganz verzweifelt. Das passiert auch jedes Mal nach meiner „harten“ Maßnahme.

Ich will das nicht. Es muss doch einen anderen Weg geben, in solchen Momenten zu ihnen durchzudringen und ihnen klar zu machen, dass es jetzt genug und nicht mehr lustig ist, aber ich habe bis jetzt noch keinen gefunden. Versuchen es schon abzufangen, bevor sie so „hysterisch“ sind, schaffe ich oft nicht.

Bitte um Tips.

 
10 Antworten:

Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von uriah am 01.01.2020, 23:22 Uhr

Als erstes würde ich die beiden konsequent trennen. Und viel früher eingreifen, bevor sie sich in den Spaß reinsteigern.

Mal sehen was die anderen dazu meinen.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Monroe am 02.01.2020, 3:02 Uhr

Ich denke da erwartest du einfach zuviel von 3 Jährigen.
In dem Moment, wenn du deiner Tochter die Zähne putzt, haben sie deine Aufmerksamkeit nicht und machen sich eben ein Spiel daraus Unsinn zu treiben und so deine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Mit kleinen Aufgaben, die sie währenddessen erledigen können, kann dem schon Abhilfe geschaffen werden. Indem du den Jungs zuerst die Zähne putzt und ihnen danach einen feuchten Waschlappen gibst, damit sie sich schon Mal das Gesicht waschen oder ihr singt gemeinsam ein Lied beim Zähneputzen. Irgendwas, das sie beschäftigt und ihnen das Gefühl gibt, dass sie jetzt auch Aufmerksamkeit haben.
Zum anderen verstehen sie die Wichtigkeit von Licht beim Zähneputzen auch noch nicht. Das mußte du ihnen ruhig (!) erklären. Dann klappt es auch besser.
Es sind nicht alle Tage gleich und es klappt nicht immer, das weiß ich als 3fach Mutter genauso gut wie du. Aber solche Maßnahmem sollten immer erst der allerletzte Weg sein, wenn wirklich nichts anderes klappt.
Dabon lernen sie ja nichts, sie fühlen sich nur ausgeschlossen und legen beim nächsten Mal wahrscheinlich sogar noch einen drauf.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Mutti69 am 02.01.2020, 5:51 Uhr

Ich bin jetzt etwas irritiert, auch weil die 2 anderen Antworten irgendwie so gar nicht in meine Gedankenrichtung gehen...hm...

Ich persönlich finde das Schnappen und die Tür schließen, um eine notwendige Sache durchzuführen, ist doch keine „harte“ Maßnahme? Zumindest, wenn man es mit Ruhe und Konsequenz durchsetzt.

Ich finde Schimpfen, Schreien, ungeduldig werden, laut werden, ist doch viel verletzender, oder nicht. Außerdem ist es nicht konsequent, weil nicht das gewünschte Verhalten erreicht wird und sich somit das schlechte Verhalten etabliert.

Kurz ankündigen, dass du jetzt etwas tun musst und dass es so nicht geht. Dann macht man zügig, was zu tun ist. Wenn man fertig ist, wendet man sich den Kindern wieder zu und das eben konsequent und verlässlich.

Das ist doch eine viel klarere, verlässliche Mutter, als die, die meckert und sich eh nicht durchsetzen kann.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Schnecki2014 am 02.01.2020, 9:14 Uhr

Danke für euren Input. Ich versuche ohnehin es zu vermeiden oder einzufangen bevor es eskaliert. Das Problem ist, dass sie zu zweit sind und sich gegenseitig aufschaukeln. Mit geht es daher ganz konkret um Tips, was ich machen kann, wenn sie schon so wild sind. Ich hab’s mal mit strengem Ermahnen und „niederstarren“ versucht. Der Effekt war null. Er hat mir ewig zurück in die Augen gestarrt, dann wieder zu lachen begonnen und hat einfach weitergemacht. Es geht hier konkret um Situationen, in denen ich nicht einfach damit aufhören kann, was ich grade tue, zB Popo wischen, etwas heißes auf dem Herd rühren, etc.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von sunnydani am 02.01.2020, 10:15 Uhr

Ich finde auch nicht, dass es eine harte Maßnahme ist, wenn du sie dann vor die Tür stellst. Das ist einfach die Konsequenz daraus, dass sie nicht aufhören und du deine Tätigkeit nicht zu Ende bringen kannst.
Ich habe das mit meinem Großen auch gemacht, wenn er sich aufgeführt hat.

Ich würde zuerst einmal ankündigen, dass es genug ist und sie vor die Tür gehen müssen, wenn sie nicht hören und das beim zweiten Mal eben durchziehen.
Ohne Geschrei, Gemecker oder sonstiges, einfach ganz ruhig sagen und das dann immer wieder so machen. Irgendwann wissen sie dann doch, dass sie rausmüssen, wenn sie nicht aufhören und vorallem macht ihnen das Verhalten dann auch keinen Spaß mehr, wenn sie damit keine Aufmerksamkeit bekommen.

Die andere Möglichkeit ist zu versuchen, sie mit irgendwas zu beschäftigen vorher, einfach indem du ihre Aufmerksamkeit woanders hinlenkst. Z.Bsp. sollen sie dir irgendetwas bringen oder reichen oder du legst ihnen ein Puzzle hin, das sie in der Zwischenzeit machen sollen oder du singst mit ihnen ein Lied oder spielst: Ich sehe was, was du nicht siehst.
Ablenken hat bei uns auch oft gut funktioniert, aber nicht immer. Und bevor ich mich dann geärgert habe, habe ich auch durchgegriffen und klargemacht, dass es so nicht geht und dann muss man das Kind aus der Situation nehmen und in diesem Fall vor die Tür stellen. Nur so lernen sie auch deine Grenzen zu respektieren und sie werden bestimmt keinen Schaden davon nehmen, wenn sie wissen, du bist im Bad und kommst in ein paar Minuten wieder zu ihnen.

Hab kein schlechtes Gewissen! Das passt schon so, wie du es machst!

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Lillimax am 02.01.2020, 10:52 Uhr

Hallo,

das Verhalten Deines Lausbuben-Duos ist völlig normal. Einsicht ins eigene Verhalten oder gar Reflexion darüber sind in diesem Alter noch nicht möglich. Die beiden fühlen die ganz unvermeidliche Geschwister-Eifersucht, wenn Du Dich um ihre Schwester kümmert - und wollen dann ein bisschen Aufmerksamkeit erzwingen. In anderen Situationen wiederum macht es ihnen wohl einfach Spaß, etwas Sand ins Getriebe des Alltags zu werfen.

Ich würde nicht groß schimpfen, sondern die Zwei aus der Situation entfernen. Wenn Du Dich dafür kurz einschließen musst, dann ist das eben so, das macht nichts. Du kannst sie aber auch ablenken und ihnen eine kleine Aufgabe übertragen, die sie stolz macht, während Du etwas anderes erledigst.

Du kannst viele stressige Situationen aber auch auf ganz neue und unerwartete Weise - kreativ und spielerisch - lösen. Das genialste Buch dafür ist „Ein Löffelchen voll Zucker...“ von Sabine Bohlmann. Das hat bei uns extrem gut geholfen und wirklich Entlastung gebracht, es gibt hier praktisch jede Alltagssituation eine tolle Lösung, einfach mal lesen (und nein, es geht nicht um Süßigkeiten, der Titel ist ein Zitat aus „Mary Poppins“).

LG

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Monroe am 02.01.2020, 11:33 Uhr

Da hast du natürlich Recht,dass Schimpfen und laut werden bedeutend schlimmer ist. Aber 2 Kinder, die vor der Badtür weinen, weil sie gar nicht verstehen, warum sie ausgesperrt werden, finde ich nicht besser.
Wenn es wirklich gar nicht anders funktioniert, würde ich es auch so machen. Aber dazwischen gibt es ja noch so viele andere Möglichkeiten, die Schimpfen und aussperren umschiffen können.
Mich würden solche Maßnahmen auch stressen. Man regt sich selbst auf, die Kinder Regen sich auf und im Handumdrehen sind alle auf 180 und die Harmonie ist hinüber.
Tagesabhängig lässt es sich nicht immer vermeiden, aber mein Ansinnen wäre schon sowas im Großen und ganzen zu vermeiden.

Überdrehte Kinder können natürlich auch das Produkt von zuviel Zucker und/oder TV sein und/oder zu wenig Bewegung. Das muß die TE selbst durchleuchten, ob etwas davon zutrifft. In den beiden Fällen hilft erfahrungsgemäß nüscht um solche Situationen zu vermeiden. Da kann man nur präventiv wirken indem man tagsüber gegensteuert.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von Schnecki2014 am 02.01.2020, 13:04 Uhr

Danke an euch alle. Es ist gut zu wissen, dass ich nicht komplett überreagiere.

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von DK-Ursel am 02.01.2020, 18:01 Uhr

Hej!

Wieso verstehen Dreijährige nicht, daß Mutter ihre Ruhe zum Putzen braucht,wenn sie das vorher gesagt hat und sie ir dann gezielt dazwischenfunken.???
Wie würdet Ihr antworten, hätte die mutter statt ihrer Arbeit,die sie warum auch immer gerade tun MUSSTE (das entscheidet sie) ein Baby hätte versorgen (füttern, windeln) müssen??
Wer soll dann wie abegstellt werden, erst lange beschäftigt etc.?
Manchmal hat man dieZeit nicht, auch nicht den Nerv, und mit 3 darf sichen Kind daran gewöhnen ,da ßes nicht iMMER die Nr. 1 ist.

Es IST schwierig, mit kleinen Kindern Haushalt oder etwas am Stück zu machen, aber es IST auch mglich, mal kurz auf Ruhe zu drängen und klarzumachen, daß es jetzt mal eben hintan steht, was SIE wollen.
Und da sind kontante, authentische Ansagen mit klarer Folge - wie das Schnappen und Tür verriegeln (sie können die Mutter ja immer noch hören) immer noch wirkungsvoller als Duermackenr - da wird auf Durchzug gestellt und gar nicht mehr hingehört.
Klare Ansage - klare Handlung - und genau überlegen, was man wirklich durchsetzenw ill und muß und wo man selber warten kann, denn die kluge Frau wählt sich ihre Kämpfe mit Bedacht, sagt man hier. Daß sie, wenn möglich, natürlich eine andere Tätigkeit anregt ("schaut mal, ihr könntet solange ..., ich bin auch gleich fertig, dann ...") ist gut und nützich, aber nur, wen ndie Lage nicht bereits eskaliert ist - und das geht schnell mit 2 rabauken.
Dann heißt es aus der Situation rausnehmen - d.h. eben auch mal - sich selbst rausnehmen.
Und ruhig die Grenze ziehen.

Wer hier als Kleinkind zur Tagesmutter kommt, ist noch unter 3 unter muß auch lernen, daß man mal warten muß, weil die Tagesmutter gerade mit dem 2. oder 3. Kind im etwa selben Alter zugange ist, ein Baby wickelt undundund.

Veläßliche Ansagen und klare, durchschaubare Haltungen dieser Art schaden keinem Kind.
Im Gegenteil, viele Gerede ist viel verwirrender.

Gruß Ursel, DK

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Re: Wie dring ich zu meinem Kind durch?

Antwort von niccolleen am 03.01.2020, 10:23 Uhr

Ich schliesse mich an.
In so einer Situation haette ich auch ohne viel Fackeln die Tuer abgesperrt und den Job in Ruhe beendet. Wo soll dabei das Problem sein und wo die Haerte?

lg
niki

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