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Geschrieben von Silence777 am 26.06.2007, 8:49 Uhr

@felizitas u. wen's interessiert wegen Schulkinder

Hallo felizitas,

so, alle aus dem Haus. Jetzt kann ich schnell was schreiben.

Meine 4 Kids sind 9, 7, 4 und 21 Monate alt und meine 2 Großen sind auch in der 1. und 3. Klasse. Ich kann mich also voll und ganz in dich reinversetzen.

Bei uns ist es morgens auch nicht gerade idyllisch.
Ich muß mich eigentlich um alles kümmern, wenn alles klappen soll.

- Als erstes muß ich die 2 Großen aus den Federn werfen, was alleine schon mal ein Riesenkraftakt und mitunter großes Gezeter ist, da meine Kinder diesbezüglich sehr unkooperativ und ausgesprochene Schlafmützen sind, egal wie früh man sie am Vorabend ins Bett gesteckt hat. Wenn ich sie halbwegs wach und in eine stehende Position bekommen habe, schicke ich sie zur Toilette und ermahne zum Nicht-Trödeln.

- Dann mache ich Frühstück und Pausenbrote, fülle Trinkflaschen, kontrolliere Schulranzen, schaue auf den Stundenplan, was heute alles gebraucht wird, oder frage die Kinder, ob sie dies und das schon eingepackt haben. Währenddessen haben sie 20-30 Minuten Zeit zum gänzlich-Aufwachen und frühstücken. Ich ermahne zum Nicht-Trödeln.

- Ich schaue auf unserer funkgesteuerten Wetterstation nach der Wettervorhersage, hoffe, daß das Teil recht hat und lege entsprechende Kleidung zurecht. Die Kinder frühstücken immer noch. Ich ermahne zum Nicht-Trödeln.

- Wenn die Zeit um ist, schicke ich sie zum Zähneputzen und Waschen. Dafür haben sie 5-10 Minuten Zeit. Ich ermahne zum Nicht-Trödeln.

- Wenn diese Zeit um ist und sie noch nicht beim Anziehen sind, ermahne ich zum Nicht-Trödeln.

- Das Anziehen klappt bei uns glücklicherweise recht zügig. Wenn es nicht so wäre, würde ich da selber Hand anlegen, was bei einem Schulkind zwar durchaus lächerlich ist, aber notwendig sein mag (für eine Weile), wenn das Kind diese Aufmerksamkeit braucht.

- Wenn sie straßenfertig angezogen sind, sagen wir einen Morgenspruch und singen ein Abschiedslied. Ich schicke sie zum Bus und ermahne zum Nicht-Trödeln.

- Das ganze Prozedere vom Aufwachen bis Ausdemhausgehen dauert etwa 50 Minuten.

Das hört sich nun theoretisch alles ganz super und easy an. Wäre es auch, wenn ich mich nicht "nebenbei" noch um zwei Kleinkinder kümmern müßte. Meine 4-jährige schläft meistens noch (sehr einfach), meine Jüngste wacht meistens auf und brüllt wie am Spieß, wenn ich mich nicht sofort um sie kümmere (sehr, sehr schwierig). Sie ist zwar "schon" 21 Monate, aber immer noch sehr anhänglich und hängt mir fast die ganze Zeit schreiend am Rockzipfel. Nun, es bleibt mir nichts anderes übrig, ich muß mich nunmal morgens um die Schulkinder kümmern und sie auch mal schreien lassen (nicht die ganze Zeit). Damit muß sie sich abfinden - obwohl ich ansonsten absolut dagegen bin, ein Kind schreien zu lassen.

Aber es geht in dieser Situation eben nicht anders. Die Großen brauchen mich in dieser Zeit und ich glaube nicht an das, was in sogenannten Erziehungsratgebern über Selbständigkeit und Verantwortungsbewußtsein steht. Ich halte das ehrlich gesagt für ziemlich dummes Gefasel und denke, daß da viel zu viel von Kindern verlangt wird - und vor allem viel zu früh. Schulkinder sind immer noch Kinder und keine kleinen Erwachsenen.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Wie auch immer man es hält, es ist so oder so wahrhaftig nicht leicht mit 4 Kindern.
Und solche Angriffe wie "Warum kriegst du überhaupt Kinder" und "du hättest nach dem ersten aufhören sollen" o.ä. was unten zu lesen war, sind einfach nur unter aller Kanone. Sowas kann auch nur von jemand kommen, der nicht weiß, wie es mit vier Kindern ist.

Verständnis und Toleranz für deine Situation wirst du wohl eher im 3-und-mehr-Forum finden.

So long.

 
3 Antworten:

Re: @felizitas

Antwort von Ebi-Mama am 26.06.2007, 9:29 Uhr

Hallo Felizitas,
ich kenne das auch sehr gut, wenn alle gleichzeitig etwas von einem wollen. Bei uns hat sich die Trödelei zum Glück ausgewachsen. Zumindest bei meinem Großen (4. Klasse). Und der zieht dann seinen Bruder (1. Klasse) mit. Anziehen tun sie sich recht flott alleine, aber alles andere....
Um den Streß zu vermeiden, kontrolliere (und packe notfalls)ich die Ranzen. Selbständig werden sie auch so. Wenn man da konsequent erziehen wollte, bräuchte man seeehr viel Zeit (die ich nicht habe, da ich auch noch Kindergartenkinder habe).
Selbständigkeit können meine Jungs bei den Hausaufgaben üben, die sie stets alleine machen.
Ich versuche abends, wenn die Mädchen im Bett sind, meinen Jungs dafür mehr Zeit zu widmen. Ich glaube nicht, dass meine Kinder zu kurz kommen, nur weil nicht alles immer wie geschmiert läuft und jedes Kind täglich viel zeit separat für sich bekommt. Da lass ich mir auch nichts von anderen Müttern einreden.
Kopf hoch, es wird besser, wenn die Kinder älter werden.

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Re: @felizitas u. wen's interessiert wegen Schulkinder

Antwort von Nina_71 am 26.06.2007, 10:56 Uhr

Dann will ich auch noch mal als Verstärkung der 3 und mehr Fraktion.

Bei uns klappt es morgens auch nur mit absoluter Kontrolle. Die Kinder sind jetzt 9, 2x6, 3 und 2x 11Monate.

Langsam wird es entspannter weil die Zwillingsdamen auch mal zurückstecken können, das müssen sie morgens einfach mal die Stunde zwischen Aufstehen und Abfahrt der Großen.

Für mich hieß es gerade als Martha und Luise ganz klein waren, Wecker stellen und die Zwillinge "zufällig" weit vor den Großen zu wecken, damit sie wenigstens schon 1-2mal gestillt sind und der erste Hunger verschwunden.

Gerade meine 2 Erstklässler nutzen morgens jede Form von Unaufmerksamkeit und ich muss überall dabei sein, im Bad, im Kinderzimmer, in der Küche.
Ein Baby meistens im Tragtuch dabei, aber einfach in der Priorität für den Moment weiter hinten angesiedelt.

Schulsachen werden direkt nach den Hausaufgaben am Mittag gepackt und stehen morgens fertig an der Tür, genau wie Jacken und Schuhe. Denke das ist einfach ein Punkt der Grundorgansation. Mittags schlafen die Kleinen und ich habe Zeit für die Großen, gerade nach der Schule ist das Mitteilungsbedürfnis riesig und sie brauchen meine ungeteilte Aufmerksamkeit, schon allein weil ich weiß dass es abends oft schwierig ist.

Ich kann also beide Seiten ganz gut verstehen, zum einen den Trouble bei Felizitas aber ich diejenigen die sagen morgens muss das Baby einfach auch mal kurz zurückstecken können. Da das bei Säuglingen nunmal schwierig ist habe ich mich für die noch-früher-aufstehen Variante entschieden und es klappt recht reibungslos bei uns.

Logisch ist natürlich dass die Großen über den Tag verteilt ihre Aufmerksamkeit bekommen, gerade wo unsere Mädels krank waren habe ich schnell gemerkt dass man sich die Aufmerksamkeit dann irgendwie erkämpft und wenn es nur negative Aufmerksamkeit am Morgen ist.





LG
Nina

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Kann Silence nur recht geben

Antwort von like am 26.06.2007, 14:49 Uhr

Ich hab drei mit 13, 10 und 6 und sogar den Großen muss ich morgens noch kontrollieren, sonst endet alles mit Quatsch-Machen und verpasstem Bus. Des öfteren hab ich ihm in den letzten 3 Jahren (seit er auf dem Gym und damit Bus-Kind ist) etwas an die Bushaltestelle oder sogar, wenn es dringend war (z.B. Taschenrechner zur Mathearbeit) zu Schule nachgetragen. So viel zur Fähigkeit zur absoluten Selbständigkeit unserer Kids ggg....

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