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Geschrieben von sternchen17 am 07.11.2017, 8:45 Uhr

Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Liebe Alle,
letztens habe ich ein Praktikum in der Grundschule gemacht habe. Dort bin ich auf die Methode "Lesen durch Schreiben" gestoßen, die ganz neu für mich war. Es geht um Schreiben nach Gehör?!
Jetzt würde ich mich sehr dafür interessieren, wie Eure Erfahrungen mit den Lehrmaterialien dieser Methode und dem Erfolg in der Rechtschreibleistung Eurer Kinder ist?
Wer hat ein Kind, dass nach der Fibel Methode oder nach Sommer- Stumpenhorsts Rechtschreibwerkstatt die Rechtschreibung gelernt hat?
Welche Erfahrungen habt ihr mit den Materialien und dem Erfolg in der Rechtschreibleistung gemacht?

Das würde mich sehr interessieren, da ich sagen muss, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, ob die Methode Reichens überhaupt Erfolg hat.

Liebe Grüße!!!

 
21 Antworten:

Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von nils am 07.11.2017, 8:58 Uhr

Ich kenne zwar die Methoden nicht (Fibel Methode oder nach Sommer- Stumpenhorsts), aber mein Kind schreibt auch nach Gehör und das verbessert sicher auch das Leseverständnis.
Bin mir nur nicht so sicher, ob er sich dadurch die Wörter nicht falsch merkt und einlernt, da diese ja nicht immer rechtschreibmäßig korrekt sind.

Gestern schrieb er z.B. Moritz - nur er schrieb: Moaric oder Bilder sind bei ihm Bilda

Aber da er das gerne macht, lass ich ihn.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von sternchen17 am 07.11.2017, 9:04 Uhr

Lieber Nils,

vielen Dank für Deine Antwort!
Welches Buch nutzt er denn, da ich in der Grundschule nur die Tinto Bücher kennengelernt habe?

Liebe Grüße!!!

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von niccolleen am 07.11.2017, 9:43 Uhr

Kenn ich nicht, klingt interessant, aber ich koennte mir vorstellen, dass das nicht pauschal fuer alle Kinder eine gute Idee ist.
Ich bin immer sehr sattelfest in Rechtschreibung gewesen (bin das noch immer), ich bin aber auch ein sehr visueller Typ. Wenn ich ein Wort einmal sehe, dann merke ich mir das Bild und werde es immer so schreiben. Wenn ich nicht weiss, wie ich ein Wort schreiben soll und es nach Gehoer falsch schreibe, z.B. bei Fremdsprachen, dann ist das ein Problem. Denn dann habe ich ein Bild im Kopf, das nicht stimmt und schwer wieder auszuloeschen ist. Irgendwann sind es dann ja zwei Varianten, die ich im Kopf habe. Durch viel Lesen wird sich dann hoffentlich wieder die richtige Version festigen, aber das setzt wieder das Lesen und nicht das Schreiben voraus.

lg
niki

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von Silke11 am 07.11.2017, 9:47 Uhr

Bei meinem Sohn wurde in der Grundschule nach Sommer- Stumpenhorst vorgegangen. Sie hatten aber kein Deutschbuch, nur Hefte und Arbeitshefte.
Für die Rechtschreibung die "Detektivhefte" vom Jandorf- Verlag.

Da ich wusste, dass man nach Reichen/Sommer-Stumpenhorst die Rechtschreibung nicht lernt, habe ich mich neben meinen Sohn gesetzt, wenn er was schrieb und ihm gesagt, wie das Wort geschrieben wird, wenn es nicht lautgetreu geschrieben wird. Das hat er sich sofort gemerkt und irgendwie ( Sprachgefühl) auch auf ähnliche Wörter übertragen. Er beherrschte in der 3/4. Klasse dann die Rechtschreibung. Heute (8. Klasse) schreibt er schon lange absolut fehlerfrei. Im Gegensatz zu seinen Mitschülern.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von charty am 07.11.2017, 10:39 Uhr

Meine Tochter, jetzt 9. Klasse, hat in Bayern das Lesen durch Schreiben und damit Schreiben nach Gehör gelernt. Die dazugehörige Fibel war "Mimi, die Lesemaus". Rückblickend kann ich als Mutter nur sagen, dass mich mein ungutes Gefühl damals nicht getrogen hat aus folgendem Grund:

Die Kinder lernen schnell zu schreiben mittels Anlauttabelle und zwar nach Gehör und es macht ihnen auch Spaß, aber die Rechtschreibung bleibt aus meiner Sicht auf der Strecke. Da wird z.B. der Computer zum Komputa etc. Wir Eltern sollten eigentlich nicht korrigieren bis Mitte der 2. Klasse, aber mir hat sich der Magen umgedreht bei den Wortkreationen. Ich habe dann beim Vorlesen immer mehr als deutlich die Buchstaben ausgesprochen, so dass das Gehör geschult wird. Zeitgleich habe ich auch die Rechtschreibung korrigiert durch deutliches Aussprechen. Das hat geholfen, aber in der Schule wurde das nicht so gemacht.
Die Rechtschreibung meiner Tochter heute ist mittlerweile nicht schlecht, aber nur durch Training und auch nur, wenn sie überlegt schreibt. Sobald sie z.B. bei einem Deutschaufsatz denken und gleichzeitig schreiben soll, wird die Rechtschreibung schlechter - es ist nicht automatisiert. Und wenn ich teilweise die Geburtstagskarten odere Freundschaftsbucheinträge von Freunden meiner Tochter sehe, kann ich oft nur den Kopf schütteln.
Ich wäre dafür dieses System wieder abzuschaffen und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Vg Charty

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von IngeA am 07.11.2017, 10:41 Uhr

"Lesen durch Schreiben" ist eine Methode um LESEN zu lernen. Da geht es nicht um Rechtschreibung. Sobald ein Kind erfasst hat wie man liest muss es dann die Rechtschreibung erlernen.
Und das könnte sicher auch gut funktionieren, wenn man das wirklich vom individuellen Lernstand des Kindes abhängig macht und ausschließlich fließend Deutsch sprechende Kinder in der Klasse hat.
D.h. das eine Kind fängt gleich mit Schulbeginn mit Rechtschreibung an, weil es schon lesen kann, das andere erst um Pfingsten rum, weil es so lange gebraucht hat um Lesen zu lernen.
Und ein Kind das eine andere Muttersprache hat verbindet mit dem Bild von der Ameise halt dooferweise nicht den Anlaut "A", weil das Tier bei ihnen halt ganz anders heißt und auch einen anderen Anlaut hat. Für Migrantenkinder ist diese Methode schon zum Lesen lernen also eher schlecht geeignet.

LG Inge

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von Oktaevlein am 07.11.2017, 11:09 Uhr

Ich sehe das auch so, dass man wirklich beizeiten mit der Rechtschreibung anfangen muss. Meine Tochter schreibt seit dem letzten Kindergartenjahr "nach Gehör", einfach weil sie Interesse an Buchstaben hatte und sich so eigene Geschichten ausgedacht hat, die anfangs fast nur ich lesen konnte. Mit der Zeit schrieb sie sogar immer deutlicher und es wurde auch "richtiger".

Jetzt ist sie diesen Sommer eingeschult worden und liest mittlerweile fließend, obwohl sie in der Schule erst 6 Buchstaben haben. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, nach welcher Methode sie genau lernen.

Das Schreiben nach Gehör (in unserem Fall VOR der Schule) scheint ihr also fürs Lesen geholfen zu haben. Mittlerweile korrigiere ich aber meistens schon, wenn sie was schreibt. Ich glaube nämlich auch, dass sich die Rechtschreibung ansonsten total falsch einprägt.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von Astrid18 am 07.11.2017, 12:35 Uhr

Meine hatten das Zebra-Lehrwerk und es hat sehr gut funktioniert. Die Lehrer haben stets je nach Fortschritt der Kinder dann Regeln eingeführt, schon in der ersten Klasse.

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Katastrophal

Antwort von elmada12 am 07.11.2017, 14:35 Uhr

Ich kann dieser Methode nicht einen einzigen Vorteil abgewinnen.

Speziell wenn Kinder eben phonologisch schlecht kann das überhaupt nicht funktionieren. Rechtschreibung lernt man so sowieso nicht und überhaupt geht das nicht in einem Land, in dem Dialekt gesprochen wird. Das ganze sich wieder abgewöhnen ist schwer. Falsche Schreibweisen werden eingeprägt.

Die beste Kreation, die ich jemals gesehen habe im Rahmen dieser Methode war:

Elkawä = LKW

Es macht alles nur unnötig schwer. Später im Fremdsprachenunterricht klappt das schon hinten und vorne nicht mehr, weil man in Englisch auch nicht lautsprachlich schreiben kann und überhaupt, warum muss immer eine neue Methode eingeführt werden für irgend etwas, das ja eigentlich gut geklappt hat. Oder braucht man Rechtschreibung nicht mehr, weil ja Autokorrektur möglich ist.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von 3wildehühner am 07.11.2017, 16:04 Uhr

Ich bin von Sommer-Stumpenhorst überzeugt. Allerdings muss die Lehrkraft dahinterstehen und das Konzept verstanden haben.
Es geht NICHT darum, zu schreiben "wie man lustig ist", sondern es werden in der Rechtschreibwerkstatt, einem in Form eines Hauses aufgebauten Konzept, in verschiedenen Zimmern die Rechtschreibregeln erarbeitet. Das ist strukturiert, aber jedes Kind lernt nach seinem eigenen Tempo, bis die Regeln sitzen.
Ich habe drei Kinder, die damit gelernt haben. Meine Mittlerer hat eine perfekte Rechtschreibung. Die Große und die Kleine sind Legastheniker, aber nicht wegen einer Lehrmethode, sondern, weil sie es von ihrem Vater geerbt haben. Der hat nach der alten Fibelmethode gelernt und hat eine viel schlimmere Rechtschreibung, als unsere Kinder. Denn er kann sich keine Regel ableiten; stures Auswendiglernen bringt bei einem Legastheniker nichts-er schreibt die Wörter dennoch falsch. Durch die Sommer-Stumpenhorst-Methode haben meine Mädchen die Möglichkeit, Wörter herzuleiten. Sie sind alle auf dem Gymnasium und die Lehrer meinen immer, man merkt die Legasthenie kaum und sie schreiben oft sogar besser, als viele Kinder ohne Teilleistungsstörung.
Auch bei der VERA, wo Rechtschreibkompetenzen getestet werden, hat unsere Schule besser abgeschnitten als der durchschnitt und auch als Schulen mit der traditionellen Fibelmethode.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von 3wildehühner am 07.11.2017, 16:06 Uhr

http://www.rechtschreibwerkstatt-konzept.de/konzept/

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von kuestenkind68 am 08.11.2017, 0:24 Uhr

In Kurzform:
die reinste KATASTROPHE!!!

Ich habe zwei Kinder: eines kam gut damit klar, das andere weniger. Hätten wir uns nicht externe Hilfe geholt, würde dieses Kind vermutlich auch jetzt in der der weiterführenden Schule die Rechtschreibung nicht beherrschen. Das ist auch der größte Kritikpunkt für mich: fast alle Eltern helfen den Kindern zuhause indem sie ihnen die korrekte Rechtschreibung erklären (auch wenn es manche Lehrer den Eltern tatsächlich verbieten - das habe ich selbst so erlebt). Dumm für die Kinder, deren Eltern das nicht können oder wollen... Die bleiben dann nämlich auf der Strecke.

Manche Kinder kommen super damit klar (das sind aber vermutlich diejenigen, die ohnehin mit jeder anderen Methode auch super klar kommen würden), für andere ist es völlig kontraproduktiv. Ganz viele Kinder haben mit dieser Methode am Ende der Grundschulzeit keine vernünftige Rechtschreibung entwickelt. Und das liegt nicht daran, dass sie nicht schlau genug sind. Selbst am Gymnasium stöhnen hier die Lehrer über die mangelhaften Rechtschreibleistungen...
Und spricht man mal mit Lerntherapeuten, die LRS-Kinder betreuen so bestätigen diese, dass die Zahl der Kinder mit Rechtschreibproblemen massiv zunimmt seitdem diese Methode unterrichtet wird.

Gerade das Fehlen der Fibel halte ich für völlig falsch, denn so haben die Kinder gar kein Material, an dem sie die richtige Schreibweise lesen und verinnerlichen können. Gar nicht wenige Kinder prägen sich nämlich die erfundene frei geschriebene falsche Schreibweise ein und es dauert später Jahre, das wieder abzutrainieren.

Generell verwirrt diese Methode viele Kinder, weil sie nicht wissen, was richtig ist.
Und ich frage mich auch schon seit langem wie eigentlich Kinder mit dieser Methode klarkommen sollen, die nicht Deutsch als Muttersprache beherrschen. Die wissen nicht, wie man richtige Sätze formuliert, wie Dinge heißen und sollen diese dann aber frei Schnautze aufschreiben ohne irgendwie jemals gesehen zu haben, wie diese Worte richtig geschrieben werden.

Interessanterweise treten diese Probleme im Englischunterricht nicht auf, wenn von Anfang an, die Vokabeln mit der richtigen Rechtschreibung gelernt werden.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von nils am 08.11.2017, 8:46 Uhr

In der Schule haben sie die Karibu-Fibel, aber er schrieb ja schon bevor er in die Schule kam. Dazu haben wir nie ein Buch gehabt. Er schreibt einfach nach Gehör.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von Strudelteigteilchen am 08.11.2017, 9:01 Uhr

Ich empfehle die Studien von Prof. Schulte-Körne von der LMU zu dem Thema. Er hat herausgefunden, daß eine legasthenen Prädisposition bei Kindern, die nach der Reichen-Methode unterrichtet werden, fast immer zur Legasthenie wird, was bei anderen Methoden nicht der Fall ist.

Wobei es zwischen "reinem Reichen" und Sommer-Stumpenhorst ja durchaus Unterschiede gibt.

An der Schule meiner Kinder wurde die Reichen-Methode bereits vor fast 10 Jahren zunächst modifiziert und schließlich abgeschafft, nachdem die Praxis zeigte, daß Legasthenien zum einen gehäuft vorkamen, und - was die Sache zusätzlich erschwerte - in viel zu vielen Fällen deutlich zu spät erkannt wurden. Ich dachte ja, das Thema Reichen wäre endlich durch

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von niccolleen am 08.11.2017, 9:34 Uhr

Legasthenie-Disposition?? Das hab ich ja noch nie gehoert. Ich dachte, Legasthenie sei immer da, wenn das wer hat, und dass es nur eine Frage der rechtzeitigen angepassten Schulung ist, wie man damit umgehen lernt und Defizite ausgleichen kann. Man hat doch auch keine Disposition zum Linkshaendertum, das ist da oder nicht. Umlernen kann man, aber weglernen kann man es nicht.

lg
niki

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von Strudelteigteilchen am 08.11.2017, 9:45 Uhr

Wenn Du unbedingt vergleichen willst: Man kann eine Disposition zur Depression haben, aber nicht immer bricht sie aus aus. Und wenn sie ausbricht, kann sie das in unterschiedlicher Stärke tun - je nach Auslöser und Umfeld.

Es gibt für Legasthenie eine (genetische) Disposition. Die Methode des Lesen- und Schreiben-Lernens ist ein Faktor, der mitbestimmt, ob und wie stark sie zum Tragen kommt.

Übrigens weiß man inzwischen, daß auch die Händigkeit nicht digital ist. Manche sind sehr "starke" Linkshänder, die haben große Probleme, wenn sie umgelernt werden. Viele liegen aber irgendwo dazwischen, die führen manches mit links und manches mit rechts aus. Sehr selten sind komplette Ambidexter, die mit beiden Händen gleich geschickt sind.

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von jessica74 am 08.11.2017, 12:35 Uhr

Hallo Charty

wir sind auch aus Bayern und ich sehe das genauso.
Unser Sohn konnte bereits lesen (und schreiben) als er zur Schule kam, aber bei Freunden du aktuell bei meiner Nichte, sehe ich Rechtschreibung von der einem schlecht wird.
Etwas automatisiertes wieder herauszubekommen ist schwer, dass weiß man aus anderen Bereichen des Alltags.
Fazit: Die Methode (wie auch immer die heißt) mit der wir vor knapp 40 Jahren lesen und schreiben gelernt haben, halte ich persönlich für besser.

LG

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von MamaMalZwei am 08.11.2017, 16:49 Uhr

Hallo, ich hätte nicht gedacht dass die Methode immer noch angewendet wird. Mittlerweile gibt es eine Menge Studien die zeigen, dass sie nicht zum Erfolg führt. Wobei ich glaube, dass das Beharren auf einer Methode auch immer eine Glaubensfrage ist. Das hat schon fast was Missionarisches...
Wessen Kind in den Genuss einer Rechtschreibwerkstatt kam, dialektfrei unterrichtet wird und dazu problemlos hört, mag damit zurechtkommen.
Ich kenne aber genug Kinder, die Schwierigkeiten haben. Unter anderem dann, wenn sie keine Muttersprachler sind und eine bestimmte Art der Schwerhörigkeit haben. Dabei werden Laute in einer bestimmten (tiefen) Frequenz nicht wahrgenommen. Da wäre es dann besser, immer von einer Lehrerin mit hoher Stimme unterrichtet zu werden.
Oder solche "Spezialisten" wie meine Tochter. Die hörte die Anfangssilben nicht: "Was gab es denn heute im Kindergarten?" - "Toffeln und Müse".
Eine Legasthenie resultiert übrigens, wie die Dyskalkulie, fast immer aus einer Wahrnehmungsstörung. Letztere kann man behandeln, man muss aber erst mal darauf kommen, was das Kind denn hat. LG

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von IngeA am 09.11.2017, 6:10 Uhr

"Fazit: Die Methode (wie auch immer die heißt) mit der wir vor knapp 40 Jahren lesen und schreiben gelernt haben, halte ich persönlich für besser."

Bei mir war das die Ganzwortmethode und auch die scheint, was die Rechtschreibung anlangt, eher ungünstig.

Die Klasse meiner Jüngsten hat nach der Silbenmethode gelernt (größtenteils, vermischt mit anderen Übungen). Sie hat eine sehr gute Rechtschreibung, was man weder von der älteren Schwester, noch von meinem Mann oder mir sagen kann.
Allerdings ist ein Kind auch nicht repräsentativ, wie es bei den anderen Kindern aussieht weiß ich nicht.

Mein Mittlerer hatte eine Mischmethode. Die Lehrerin hat Laute heraushören, Silben, Ganzwortmethode, "Treppenlesen" (immer einen Buchstaben vom Wort dazu oder wieder weg, wie bei dem Lied mit der Wanze auf der Lauer) vermischt. Mein Sohn hatte eine gute Rechtschreibung wenn er darauf geachtet hat. Nur die Groß- und Kleinschreibung war ihm wohl zu mühevoll. Die konnte er zwar, hat aber trotzdem oft alles klein geschrieben.
Die Lehrerin war sehr erfahren. Sie meinte eben, dass ja schließlich nicht jedes Kind gleich ist und gleich lernt und sie daher unterschiedliche Herangehensweisen anbietet. Sie hat dann Zusatzblätter wohl tatsächlich dem Lerntyp des Kindes angepasst. Fand ich an sich super, ob die Klasse dadurch besser war im Lesen und Rechtschreiben kann ich aber auch nicht beurteilen, weil ich die Leistungen der anderen Kinder nicht kenne. Insgesamt war es aber, trotz hohem Migrantenanteil, wohl eher eine leistungsstarke Klasse.

LG Inge

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Re: Lesen durch Schreiben/Fibel/Rechtschreibwerkstatt Sommer- S

Antwort von niccolleen am 09.11.2017, 14:57 Uhr

Ich wurde umgelernt, war nicht schwer, weil es einfach egal ist, mit welcher Hand man eine Taetigkeit als erstes erlernt, aber Tatsache bleibt, dass ich Linkshaenderin bin, auch wenn ich mit rechts schreibe, mit rechts schwere Sachen trage, mit Rechts Tennis spiele und hin und wieder mit rechts meine Suppe esse.

lg
niki

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Hat kein Erfolg.

Antwort von Happyg00d am 09.11.2017, 16:29 Uhr

Hat kein Erfolg, aber manche Schulen sind eher Babysitting Einrichtungen geworden.
Viele Eltern korrigieren deswegen die Rechtschreibung zu Hause, nach das Kind eine Smiley für 'Compiuta' in der Schule erhalten hat.

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