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Geschrieben von Mami65 am 14.02.2014, 10:34 Uhr

Lesen durch Schreiben - Erfahrungen

Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich nun auch den jüngsten Spross der Familie in der Grundschule angemeldet und sah mich gleich mit einer Frage konfrontiert:

Welche Lehrmethode bezüglich des Schreiben - und Lesenlernens wünsche ich für mein Kind?

Spontan wählte ich die "Fibel", so wie es die beiden Großen auch problemlos gelernt hatten, denn der anderen Methode - Lesen durch Schreiben - kann ich nicht wirklich etwas abgewinnen. Allerdings beruht das nur auf mein Bauchgefühl und nicht auf persönliches Wissen.

Und deshalb gleich mal meine erste Frage an euch:

Wer hat Erfahrungen mit dieser Methode, kennt das Für und Wider?

 
6 Antworten:

Re: Lesen durch Schreiben - Erfahrungen

Antwort von Pamo am 14.02.2014, 10:45 Uhr

tipp das mal in die Suchfunktion - hier und auch im Forum 1. Schuljahr

da findest sehr viele Stränge dazu

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Re: Lesen durch Schreiben - Erfahrungen

Antwort von Mama030509 am 14.02.2014, 11:45 Uhr

Du konntest das auswählen????

Gut das du die Fibel gewählt hast! Mein 2. Sohn lernt leider das Schreiben nach lesen/hören, wie auch immer. Es ist eine Katastrophe!! Ich setz mich jetzt mit ihm hin und übe das richtige Schreiben. Dadurch wird es langsam besser. Er ist jetzt in der 2. Klasse und bis zur 3. wollte ich mir das Theater nicht angucken.

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Re: Lesen durch Schreiben - ich sehe keinen Vorteil

Antwort von Jeckyll am 14.02.2014, 12:22 Uhr

Der große hat von Beginn an die Rechtschreibung gelernt und es wurden viele klassische Diktate geschrieben, bei der Rechtschreibung benotet wurde. Er hat früh von sich aus freie Texte geschrieben, bei denen nur unbekannte Wörter falsch waren. Jetzt in der dritten Klasse hat er die Schule gewechselt, dort wird lesen durch schreiben unterrichtet, es wird kaum auf Rechtschreibung geachtet. Nun gibt sich auch mein Sohn kaum noch mühe damit, schreibt selbst bekannte Wörter falsch.

Meine kleine lernt nun in der ersten Klasse auch durch lesen schreiben. Natürlich auch völlig ohne Beachtung der Rechtschreibung. Und ich sehe darin überhaupt keinen Vorteil. Sie schreibt weder früher noch lieber freie Texte, lernt nicht schneller neue Buchstaben und kann nicht schneller lesen. Eben genau so wie ihr Bruder es nach der alten Methode gemacht hat. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn ich also die Wahl hätte würden meine Kinder von Beginn an die e klassische Rechtschreibung lernen.

Jeckyll

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Die "Methode Lesen durch Schreiben" ist päd. Unfug.

Antwort von Franz Josef Neffe am 14.02.2014, 23:35 Uhr

Es ist einfach Betrug, wenn man einem Kind nicht die Wahrheit sagt.
Das gilt auch für Rechtschreiben.
Und es ist ein hinterhältiger Betrug, wenn man ab dem 1.Tag des 3.Schuljahres für etwas bestraft wird, wozu man die ersten zwei Jahre lang ermuntert wurde. Das sage ich als für Volks- und Sonderschule ausgebildeter Ich-kann-Schule-Lehrer.
Dabei ist Lesen & Schreibenlernen ausgesprochen einfach.
Es gibt sehr viele Beispiele, wo es Kinder schon als 4- oder 5jährige spielend gelernt haben und deswegen begeistert als GENIES behandelt wurden.
Und es gibt nicht wenige Beispiele, wo von dem GENIE nach dem ersten Schuljahr nichts mehr zu sehen war, wenn es dieselben Buchstaben nochmals auf "Pädagogisch" einochsen musste. Das Genie hat dann vor dieser Pädagogik die Flucht ergriffen.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer war ich dann stets froh über Kollegen wie die verst. H.Prem. Mit deren "Vergnügter Ballonfahrt ins Leseland" haben seinerzeit viele Mütter mit ihren Kindern noch zu Hause ganz einfach und wirksam lesen & schreiben gelernt, wenn die Schule damit versagt hat.
Frau Prem hat immer deutlich gesagt, dass es sich hier NICHT um LERNprobleme handelnt sondern um LEHRprobleme. Und bei ihr lernten IMMER ALLE KINDER in 1/3 der üblichen Zeit, also in 1/2 Jahr stastt in 1 1/2 Jahren, RICHTIG = fehlerfrei lesen & Schreiben.
In unseren Sczhulen - wer genau hinschaut, müsste es ehen - lernt man gar nicht lesen & schreiben. Man lernt lersenMÜSSEN & schreibenMÜSSEN, und das ist etwas vollkommen anderes.
Für guten Schreib/LeseLEHRerfolg braucht es ganz wenig:
1. einen Lehrer, der selbst von Lesen & Schreiben begeistert ist und alle mitreißt
2. einen Lehrer, der von den Talenten der Kinder begeistert ist, bewonders von denen, die es erst noch zum Wachsen zu bringen gilt
3. einen Lehrer, der sich, sein Tun, die Kinder und guten Erfolg liebt.
Guten Erfolg, er ist möglich!°
Franz Josef Neffe

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Re: Lesen durch Schreiben - Erfahrungen

Antwort von Mia und Mika am 16.02.2014, 15:02 Uhr

Beide Varianten in ihrer reinen Form werden den heutigen Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht.

Die Methode "Lesen durch Schreiben" wird den Kindern da noch mehr gerecht, da die Leistungsspanne in einer Lerngruppe enorm ist und man mit dieser Methode den Unterschieden besser gerecht wird.

Es ist jedoch nicht in der reinen Form zu gebrauchen. Man kann Schüler in der 3. Jahrgangsstufe nicht noch schreiben lassen, wie sie sollen.

Spätestens im zweiten Schuljahr müssen Rechtschreibregeln erarbeitet und erwartet werden. Dabei muss man immer klar unterscheiden, ob sich die Schüler in einem freien Schreibanlass oder in einer Rechtschreibstunde befinden. Denn wir wollen die Kreativität und die Rechtschreibung der Kinder fordern und fördern.

Mehr zu der Methode findest du hier:
http://www.miaundmika.de/muh/index.php/home/82-mia-und-mika-aktuell/106-die-rechtschreipkaterstrofe

Übrigens gibt es heute keine Fibel ohne Anlauttabelle mehr.

Viele Grüße
Mia und Mika

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Re: wer hat mit der Methode auch Probleme? und Lösungen?

Antwort von sechsfachmama am 01.03.2014, 13:20 Uhr

inzwischen das 5. Kind mit der Methode, am Anfang dachte ich: suuuper klasse, meine Jungs sind damit auch sehr gut klargekommen, meine Mädels alle nicht.

1. Kind - Junge - es wurde stur danach gelehrt, die Wörter strotzten nur so vor Fehlern, aber er kriegte ganz gut die Kurve

2. Kind - Mädchen - wie vor, aber sie kriegte nicht die Kurve, prägte sich die Wörter so ein, wie am Anfang geschrieben und dann schrieben wir auch in der 4. Klasse eben noch Farat für Fahrrad.
Es war die Katastrophe, die Rechtschreibung dann geradezurücken.

In dieser Phase meldete ich in der Schule meine Bedenken an - und dies kam von immer mehr Eltern - dass die Sache mit "die Kinder können schreiben wie sie wollen" schlichtweg die Katastrophe ist und bitteschön von den Lehrern her unbedingt korrigiert werden muss.

Es wurde begonnen, die Kinder darauf hinzuweisen, wo die Fehler sind, aber nicht/nur wenig korrigiert.

Inzwischen Kind 5, Mädchen, 3. Klasse, oberflächlich gesagt hat sie Konzentrationsprobleme - sprich: 5 min üb ich Klavier, dann spring ich wieder fort (dieses Phänomen tritt nur bei den Tätigkeiten auf, die sie etwas anstrengen, sie kann stundenlang bauen, basteln, malen, im Sandkasten was bauen, draußen spielen usw.), ca. 80 % ihrer Fehler in Arbeiten sind reine Schusselfehler oder Unsicherheit, sie vertauscht die kleinen Buchstaben b d p q (und manchmal andere), verschluckt/überliest Endungen (auch gerne die letzten Noten bei Übungsstücken) u. ä.
LRS-Test war unauffällig, das ist es nicht.

Nun Elterngespräch gehabt, sie ist sehr unkonzentriert in den "Lernfächern" (Mathe, Deutsch, Sachunterricht), arbeitet aber absolut konzentriert in allen künstlerischen Fächern.
Ich soll mit ihr z. B. puzzeln, damit sie lernt, über was drüberzubleiben und auch strukturiert zu arbeiten (was mache ich wann, warum ist der Arbeitsschritt jetzt besser usw.)

getestet - mit ein paar kleinen Denkanstößen (sortiere dir doch die Teile nach den jeweiligen Farben/Objekten, mach zuerst den Rand) puzzelt sie ohne jegliche Probleme.

Termin bei der Ergotherapie gemacht, nur um mal zu checken, ob Kind wirklich Konzentrationsprobleme hat (sie sagt auch immer, in Arbeiten fällt es ihr schwer, aufgrund des ganzen Geraschels und Geflüsters, sich zu konzentrieren), ich schrieb der Ergoth. auf, was ich beobachte und sie sagte nur: ach, geht sie etwa auch an die GS xy? Ich sage nur "Lesen durch Schreiben"! Es ist der größte Blödsinn! Wir haben hier in der Ergoth. auffallend viele Kinder aus der GS, die alle durch diese Lernmethode Probleme haben.

Sie hat während des Gesprächs immer mal paar spielerische Tests gemacht mit meiner Tochter. Ergebnis: Sie hat keinerlei Konz.probleme, sondern ist durch diese Methode komplett verunsichert und daraus resultieren dann die Schusselfehler und die "Konz.probleme" (die ja keine sind) - ihr fehlt schlichtweg die Sicherheit: ja, so wird das Wort geschrieben, das ist richtig und darüber brauche ich nicht länger nachdenken.

Sie meinte, ich soll mit ihr immer mal Wörter üben, die sie sicher kennt - ohne "h" und ohne Doppelbuchstaben - also Haus, Maus, Gras usw., damit sie erstmal eine Sicherheit entwickelt - ja ich kann das. Und dann eben weiter mit schwierigeren Worten. Wir können auch gerne zur Ergo kommen (will erstmal die Logo abschließen), damit nicht alles auf mir lastet, sondern wir etwas Hilfe von außen bekommen.
Aber letztlich ist diese Methode die Ursache.

Für Kinder, die sehr schnell lesen lernen und sich Stoff erarbeiten mag die Methode ganz gut sein, für alle, die visuell erfassen und einen Weg brauchen zum Lernen (und bei mehreren Varianten z. B. eine Rechenaufgabe zu lösen durcheinanderkommen), ist sie absolut ungeeignet, ist meine Meinung.

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