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Geschrieben von Nesaja am 13.02.2017, 10:58 Uhr

Hypersensibilität

Hallo,
hier gab es wohl schon mal einen ähnlichen Beitrag. Gibt es hier immer noch Menschen, die davon betroffen sind oder das denken?
Ich hätte nämlich mal ein paar Fragen.
Zum einen ärgert es mich, dass die Hypersensibilität immer nur auf Geräusche reduziert wird... das umfasst nur einen Teil davon. Ich hatte, daher diese Feststellung, kürzlich versucht eine Gruppe mit Gleichgesinnten zu finden und als ich dann mit der Gesprächsgruppenleiterin sprach , das Gefühl sie wolle scheinbar keine neuen Teilnehmer und reduzierte dann alles auf, ja wir sind überwiegend alle geräuchssensibel. Immer wieder kam die darauf zurück. Ja sorry, aber das hat doch dann auch nix mit hypersensibel zu tun. Dann bin ich nur eben sehr hellhörig. Ich höre auch jede Maus pupsen und kann mich bei Störgeräuschen schlecht bis gar nicht konzentrieren. Ich habe aber noch viele andere Sachen, die auch mein gesellschaftliches Leben sehr stark beeinflussen. Im Internet habe ich mir etliche Berichte, Tests und Videos angeschaut und da trifft alles, aber wirklich alles zu 98% zu :)
Ich habe mich dann auch so geärgert, dass man von einer Person, von der man sich ja eigentlich Hilfe erhofft, so abgewimmelt wird. Dann sollte sie doch gleich sagen, die Gruppe ist voll.
Gibt es hier vielleicht Leute, denen es ähnlich ergeht, bei denen das noch weit über die Geräusche hinausgeht?

 
1 Antwort:

Re: Das lag eher an der Gruppe!

Antwort von Hexhex am 13.02.2017, 11:47 Uhr

Hallo,

hm, ich kenne eigentlich niemanden mit HSP, der der Meinung wäre, dass sich diese Veranlagung nur auf Geräusche bezieht. Ich glaube, dass die Leiterin der Gesprächsgruppe Dich abwimmeln wollte. Entweder ist die Gruppe zu voll, oder - und das ist eher häufiger der Fall: Die Gruppe besteht nicht mehr oder trifft sich kaum noch. Viele dieser Gruppen haben keine lange Lebensdauer.

HSP ist ja sehr weit verbreitet und nichts Exotisches, etwa jeder Fünfte ist hypersensibel. HSP ist auch keine Störung oder etwas Negatives - ganz im Gegenteil. Deshalb finde ich es seltsam zu sagen, man sei davon "betroffen". Ich selbst, meine Tochter, meine Schwester und mein Vater sind auch HSP. Das ist eine ganz normale Veranlagung, wie jede andere auch. Ich finde es sehr wichtig, das zu verstehen. Es ist nichts Seltenes oder Besonderes. Man ist natürlich auch nicht interessanter, intelligenter oder sonstwie besser als Menschen mit dickerem Fell.

Wichtig für uns HSPler finde ich eher zwei Dinge: die eigenen Bedürfnisse wirklich wahrzunehmen, auch wenn die Umwelt sie nicht versteht und abtut. Und diese Bedürfnisse nach außen durchzusetzen. Dabei hilft es fast nie, Anderen erklären zu wollen, was HSP ist. Sondern es reicht, seine Wünsche deutlich zu artikulieren und hier auch unnachgiebig zu sein. Lange Begründungen oder Erklärungen sind nicht nötig - wer nicht so veranlagt ist, versteht das sowieso nicht.

HSPler müssen also zum Beispiel oft lernen, Nein zu sagen zu Anliegen Anderer. Sie dürfen auch mal eine Einladung ablehnen (ich selbst gehe z. B. nicht mehr auf große Partys, die kosten mich zu viel Energie) oder Termine absagen, wenn ihnen alles zu viel, zu turbulent, zu trubelig oder ihr Kalender zu vollgestopft wird. Ich erzähle nur meiner besten Freundin, dass ich HSP bin und warum mich Dinge Kraft kosten, die anderen Menschen vielleicht eher Kraft geben. Sie versteht das und nimmt es mir nicht krumm, wenn ich mich lieber allein mit ihr treffe, statt auf eine Geburtstagsparty etc. mit 50 Leuten zu kommen.

Wenn Du Dich gern ein bisschen austauschen möchtest, kannst Du mir sehr gern eine PN schreiben!

LG

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