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Geschrieben von bubumama am 22.01.2007, 21:58 Uhr

heute der erste richtige Trotzanfall - hilfe

Hallo,

brauche mal wieder Eure hilfreichen Tips.
Meine Sophie wird jetzt am Donnerstag 3 Jahre alt. Sie geht seit September in den Kindergarten und hat sich sehr verändert.

Sie wird so aufmüpfig und frech.

Aber heute früh war der Abschuss. Das war wohl ihr erster richtig großer Trotzanfall. Sowas hatten wir noch nieeee.

Ich habe sie gefragt, ob ich ihr das Brot schmieren soll oder ob sie es selber tun will. Sie meinte, ich soll schmieren.
Dann war es fertig, hat sie mit ihrem Messer noch solang drauf rumgeschmiert, bis es ihr nicht mehr gefallen hat.

Sie ißt es jetzt nicht mehr, es sieht nicht mehr schön aus. Ich soll ihr ein neues Brot machen. Habe ich nicht.

Mit der Begründung, eins ist geschmiert, sie kann es essen, sie wollte es fertig haben von mir, sie hat es verunstaltet - was jetzt nicht mehr mein Problem ist, sie soll es jetzt essen oder ohne in den Kindergarten gehen.

Ende vom Lied, sie hat getobt, sowas von getobt und geheult. Aaah schlimm, so habe ich sie nie erlebt. Sie hat zwei Ecken abgebissen und ist lieber ohne Frühstück in den Kindergarten.

Wie hättet Ihr reagiert? War es wohl okay, ihr kein neues Brot zu machen? Ich denke, ja.
Ich hatte ebne noch nie so Trotzanfälle, weiß eben auch nicht, wie ich am schlauesten und logischsten reagiere. Auch das es für Sophie nachvollziehbar ist. Oder kommt man während so eines "Anfalls" gar nicht an das Kind ran?

Vielen Dnak für Eure Hilfe.
Melanie

 
7 Antworten:

Re: heute der erste richtige Trotzanfall - hilfe

Antwort von Mama Heike am 22.01.2007, 22:29 Uhr

Hallo Melanie,

Trotz ist auch bei uns gerade ein Thema.
Wenn deine Tochter jetzt in dieser Entwicklung ist, solltest du deine "Fühler" ausstrecken und genau aufs Kind hören.

Es ging hier nicht so sehr um das Brot (das war nur der Auslöser), es ging darum, dass du nicht gemacht hast, was sie will. Das kann dir morgen schon wieder mit was ganz anderem passieren.

Ihren Willen braucht sie, um später ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es wäre schade, wenn du ihren Willen jetzt als nervig empfindest und dagegen anrennen willst. Da leidet nur euer Vertrauen zu einander.

Wenn die Situation schon hochgekocht ist, hilft bei uns, wenn ich ausdrücklich auffordere: "Erzähl mir, was du willst." Klar weiß ich, was das Kind will, aber durch die Aufforderung soll das Kind nochmal darüber nachdenken. Das lenkt von dem Wutgefühl ab, weil der Verstand aktiviert wird.

Am günstigen ist dann, Zeit zu schinden, also nicht gleich "Nein, weil..." antworten, sondern in die Richtung überlegen, wie man dem Kind aus dieser misslichen Situation heraushilft. Wenn ihr beide im Gespräch bleibt, kann die Wut nicht mehr die Oberhand gewinnen.

Wie hatten so eine ähnliche Situation auch schon mal bei der Großen, ich wollte dann das Brot im Müll versenken, aber das tat ihr dann doch leid um ihr Brot. Am Ende hat sie es gegessen.

Liebe Grüße
Heike

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Re: heute der erste richtige Trotzanfall - hilfe

Antwort von SusanneZ am 23.01.2007, 7:04 Uhr

Du hast gesagt, sie hat sich seit dem KiGa sehr verändert. Hattet ihr ne sanfte Ablösung, geht sie gern,...?

Ich denke das Brot war doch nur der Auslöser. Vielleicht hat sie beim schmieren an etwas gedacht was ihr nicht gefällt und am Ende war die ganze Schnitte nicht mehr schmackhaft. Mama will aber keine frische Schnitte schmieren und Assoziation: sie versteht mich nicht - alles doof.

Ich hätte ihr wahrscheinlich auch erstmal keine neue Schnitte geschmiert. Warten bis der Anfall vorbei ist und wenn sie wieder bereit für Kontakt ist, dann auf sie eingehen. Es steckte denk ich etwas anderes dahinter - gerade, wenn ihr solange keine Trotzprobleme hattet. Vielleicht suchst du mal danach - frag sie auch ruhig, damit du Anhaltspunkte bekommst.

Mag auch sein, dass ich falsch liege und es sind ganz "normale Trotzanfälle", die bei ihr erst jetzt einsetzen. Wie war eigentlich die Loslösung?

LG

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Re: heute der erste richtige Trotzanfall - hilfe

Antwort von mamaselio am 23.01.2007, 8:22 Uhr

Liebe Melanie und Susanne,

voellig normal....Solche merkwuerdigen Situationen hatten/haben wir auch.

Gestern Supermarkt: Elio wollte Mentos. Ok, Mentos genommen, aufgemacht, zwei gegessen. An der Kasse sieht er Smarties. Er will sie. Ich sage nein, du hast schon die Mentos. Er will die Mentos zuruecklegen (das ist normal unser Deal...wenn dir die Smarties besser gefallen, dann musst du die Mentos weglegen...nur hatte er sie ja schon aufgemacht).

Elio ist ausgerastet. Wir sassen vorm Supermarkt auf der Treppe. Er schrie, er wolle Smarties und ich habe ihn getroestet...Hat etwa 10 Minuten gedauert. Habe ihn mit allem moeglichen versucht abzulenken. No way...Dann hat er seinen Kopf in meinen Schoss gelegt, ich habe weiter getroestet. Fertig. Dann war es vorbei.

Wir haben spaeter dann in Ruhe noch mal gesprochen.

Wichtig ist, ruhig bleiben.

Gruss
Christiane

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Susanne Z - vorsicht lang

Antwort von bubumama am 23.01.2007, 12:15 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort.

Die Loslösung in der Kindergruppe in die sie bis Sommer 2006 ging war so nach meinen Wünschen. Ich war 1x dabei und gut war´s. Es war damals nur Mo und Mi 2 1/2 Std. diese Gruppe, mit nur 6 Kindern insgesamt.

Jetzt im Kindergarten ist es so, dass man das Kind verabschieden soll und gehen soll. Auch wenn Kind weint. Furchtbar - aber so wird es dort gemacht. Leider.

Sophie ging von Sept. 06 bis Dez. 06 nur von Mo bis Mi hin muss ich dazu sagen. Fünf Vormittage jetzt ab Januar.

Anfangs hatte Sophie nicht geweint, erst am 3. Tag.
Ich sollte dann gehen. Sie hat sich auch wohl immer schnell gefangen, und dann mitgespielt usw. War voll dabei.

Aber eben ist da alles anders als in ihrer kleinen Gruppe von vorher. Zuviele Kinder, zuviele neue Regeln, alles lauter usw.

Ich mag diesen Kindergarten nicht wirklich, ich war als Kind auch dort. Habe mir aber bei Sophie nicht anmerken lassen, dass mir das nicht gefällt. Einen anderen Kindergarten möchte ich aber nicht, hier sind alle ihre Freunde aus Babytagen auch. Und er ist in unserem Ort, da brauch ich nicht unbedingt immer ein Auto.

Sie hat sich aber nicht nur negativ verändert. Sie ist verständnisvoller, war sie schon immer, aber jetzt noch mehr, geworden. Sie will selbständig werden, was die Großen ihrer Gruppe können. Ihr höchstes Ziel momentan ist es, ein "schlauer Fuchs" zu werden, das sind die Vorschulkinder. Davon spricht sie häufig.
Sie geht auch gerne in den Kindergarten, sagt sie jedenfalls. Obwohl ich den Eindruck habe, beim Abholen steht sie manchmal etwas verloren da - vor allem im Garten. In der Gruppe nicht so.

Melli

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bubumama - so lang empfand ich es gar nicht ;-)

Antwort von SusanneZ am 23.01.2007, 12:31 Uhr

Hi bubumama,

wie gesagt, ich weiß nicht ob es im Zusammenhang zum KiGa steht. Trotz entsteht in der Regel durch die Kluft zwischen wollen und können. Sind ihre Ziele vielleicht zu hoch? Aber es kann auch sein, dass der Trotz bei ihr erst jetzt zu Tage kommt, weil sie eher ein ruhiges/ ausgeglichenes Wesen ist. Nur du kennst Sophie genau und kannst es einschätzen. Wenn du unsicher bist wegen der Integration im KiGa kannst du ja auch nochmal mit den Erzieherinnen und Sophie selbst sprechen.

Wenn der Trotzanfall erstmal present ist, dann kannst du meist gar nix tun. Nur erstmal warten. Während des Anfalls muss das Kind erstmal wieder "zu sich finden" ;-) Danach ist sie wieder erreichbar.

LG

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Re: Susanne

Antwort von bubumama am 23.01.2007, 15:06 Uhr

Hallo,

danke erstmal wieder.

Ja, Sophie steckt sich die Ziele hoch. Wie gesagt, sie will ja bald ein "schlauer Fuchs" werden.
Sie möchte viel können, schafft es aber oft nicht so, das macht sie sehr wütend.

Sie ist frech und aufmüpfig geworden, hört nicht mehr und will immer nur ihren Willen.
Mir ist vollkommen klar, dass das eine normale Entwicklung ist - die Willensbildung oder wie sich das nennt.
Es geht im Großen und Ganzen ja auch. Aber ich gebe halt auch viel dem KiGa die Schuld. Sophie war erst 2 3/4 als sie reinkam, sie war die Jüngste.

Heute hat sie gesagt, man würde sie "Pups" nennen, vor allem ein bestimmter Junge. Sie hat kurze Haare, wird dann "Junge" gerufen von den anderen.

Ansonsten ist sie ja gut dabei. Macht auch super mit, singt viel, malt, bastelt, turnt - eben alles, was die Großen auch so tun.

Das weiß ich von einer Freundin. Grundsätzlich denke ich, gefällt es ihr.

Meine Freundin hat sich am Schnuppertag ihrer Tochter im Kindergarten meine Sophie mit angeschaut. Meine Freundin ist gegen den Willen der Erzieherinnen dabei geblieben, bis ihre Tochter ihr sagte, sie könne jetzt gehen. Hat gut geklappt. Und im Februar, wenn ihr Kind dann so richtig in den KiGa geht, wird sie auch dabeibleiben die ersten Tage. Hat sie beschlossen, egal was die ERzieherinnen sagen.

Meine Freundin hat mir dann somit auch mal den Tagesablauf etwas beschreiben können. Es darf z.b. nichts gesprochen werden beim Essen, absolute Stille, finde ich persönlihc ein trauriges Essen. Macht keinen Spaß denke ich. Sophie ißt auch nicht so viel.

Naja, ich denke, da müssen wir durhc. Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe bewahren und durch. Ich krieg das denke ich hin.

Melli

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Re: bubumama

Antwort von SusanneZ am 23.01.2007, 23:19 Uhr

Du schaffst das sicher. Zumal du denk ich auch eine gute Einsicht in deine Tochter hast. Du bist an ihren Bedürfnissen und deren Befriedigung interessiert - das ist schon mal eine sehr gute Voraussetzung.

Falls du doch mal an deine Grenzen stößt, weißt du ja, dass du hier immer posten kannst ;-)

LG

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