Sechs bis neun Sechs bis neun
Geschrieben von cereza am 14.08.2017, 22:16 Uhrzurück

Re: Der Wahnsinn mit 7 jährigem

Puh, da habt ihr was vor :-) DAS muss ersteinmal wieder aufgebrochen werden. Wir hatten damit auch zu tun, bloss am Rande, was ich abfangen konnte, weil ich ungefähr weiß, wie es geht.

Ich denke, ihr drei seid in seinen Augen eine kleine, echte Familie, zu der er irgendwie dazu gehört. Für ihn ist durch "Papa hier, Mama dort-" ein ganz unvollständiges Gefühl da.
Ich denke, dass er diese kleinen Sachen, über die Erwachsene sich manchmal noch gar nicht so klar sind, spürt und deshalb durchdreht.

Ich würde es mal so angehen: er braucht nicht tausend Ausflüge, sondern richtige Liebe. Zeit. Spüren, das er mit euch eine richtig echte Familie hat (was eh immer schwierig bleiben wird, für Trennungskinder, da braucht man sich nichts vormachen. Die Familie ist eben zerrissen. Gerade, wenn der Papa alle paar Wochen präsent ist, wird er nochmal richtig darauf geschubst. Ich glaube, besser ist es, wenn der Vater sich richtig kümmert, mehrmals pro Woche, oder gar nicht.Dieses halbe kleine Finger reichen ohne wirklich eine Beziehung zu haben, ist doch echt "60er Jahre" und überhaupt nicht sinnvoll. Aber das lässt sich ja kaum ändern.) Zeit für ihn im Alltag und ihn in diesen einbinden. Entschleunigen die ganze Geschichte, nur Alltag leben, den aber bewusst. Keine extra Ausflüge. Kein Fernsehen, Handy, nicht irgendwelche Drohungen, das verschärft die Sache nur noch, gerade, wenn man die eh nicht umsetzt.
Intensiv Vorlesen abends.
Zeit für Gemütlichkeit. Kekse essen.
Nette, leise Musik an und damit Bauen mit dem Legobagger.
Abendessen machen helfen, Gemüse schneiden.
Ein bisschen Vorrang geben (nein Baby, jetzt musst du kurz warten, der Große macht noch schnell...das Gemüse fertig, bevor du Brei kriegst und wir alle essen. Wurstegal, ob Baby das tatsächlich im Köpfchen "versteht", wichtig sind die Worte in SEINEN Ohren :-) )
Mit ihm im Sandkasten buddeln, eine Burg bauen. Baby kann ja drumrum krabbeln.
Irgendwie klar machen, das er wichtig ist in eurer Familie und seine Position hat. Als Sohn, als großer Bruder, als Helfer.

 

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