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Energiekick zum Lernen mit Frühstück und Brotzeit

Energiekick zum Lernen mit Frühstück und Brotzeit

Die erste Mahlzeit am Tag ist besonders wichtig. Doch im hektischen Alltag bleiben bei Schulkindern häufig das gesunde Frühstück und die ausgewogene Brotzeit auf der Strecke.

Morgens muss es bei den meisten Familien schnell gehen: Aufstehen, Zähneputzen, Anziehen, Schultasche packen und raus aus dem Haus in Richtung Schule. Für ein ausgewogenes Frühstück bleibt da oft keine Zeit. Einer Studie zufolge geht jedes siebte Kind mit nüchternem Magen aus dem Haus. Außerdem haben zwei Drittel aller Kinder kein Pausenbrot im Ranzen.

Gesundes Frühstück ist wichtig

Doch ein gutes Frühstück und eine ausgewogene Brotzeit sind wichtig für die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Kinder in der Schule. Gerade wenn es morgens schnell gehen muss, sind ein paar Esslöffel Müsli mit etwas Obst und etwas Naturjoghurt mit Honig eine gute Wahl. Und damit die Brotzeit auch gegessen wird, lassen Sie Ihr Kind am besten mitentscheiden: Lieber kohlenhydratreiches Vollkornbrot mit Marmelade oder Gemüse- und Brotsticks und etwas Käse dazu?

Zucker bitte - aber den richtigen

Wenn in der Schule das Gehirn auf vollen Touren arbeiten soll, braucht es Energie und die liefern Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind nichts anderes als Zucker. Doch Zucker ist nicht gleich Zucker. Besonders Süßigkeiten wie Schokoriegel oder Gummibärchen bestehen vorwiegend aus einfachen Zuckermolekülen, wie Traubenzucker und Fruchtzucker. Sie bilden nur kurze Molekülketten und können vom Körper deshalb sehr schnell aufgenommen werden. Trauben- oder Fruchtzucker gehen schnell ins Blut über, heben den Blutzuckerspiegel kräftig an und stellen dem Gehirn sofort Energie zur Verfügung.

Nachteil des schnellen Zuckers

"Schneller Zucker" hat aber auch einen großen Nachteil: So rasant wie der Zucker aufgenommen wird, so schnell hat ihn der Körper "verfeuert". Danach fällt der Blutzuckerspiegel stark ab - dem Gehirn, als großer Zuckerverwerter, steht kein Treibstoff zur Verfügung und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nimmt rapide ab.

Vollkorn für die Brotzeit

Ganz anders bei langen Zuckermolekülketten. Hier braucht der Körper Zeit, um die Ketten aufzuspalten und den Zucker für sich nutzbar zu machen. Der Blutzuckerspiegel steigt nur sehr langsam an, dafür wird dem Körper kontinuierlich Zucker angeboten - das Gehirn wird über längere Zeit besser versorgt. Gerade im Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit in der Schule sind deshalb komplexe Kohlenhydrate die bessere Wahl. Komplexe, also sehr lange Zuckermoleküle, sind in den Ballaststoffen von Vollkornprodukten enthalten. Deshalb macht Vollkornbrot auch viel länger satt als Weißbrot, dem die Ballaststoffe fehlen.

Energiekick zum Lernen - die ideale Brotzeit

Nach zwei bis drei Stunden Unterricht ist die Luft raus. Spätestens dann brauchen Kinder eine ausgewogene Brotzeit, die ihnen ausreichend Kraft für den weiteren Unterricht gibt. Ideal sind hier Lebensmittel, die lange satt machen wie Vollkornbrot, Naturjoghurt mit Müsli, Obst und Rohkoststangen zum Knabbern. Auch das Trinken darf man nicht vergessen: Grundschüler sollten 1 Liter pro Tag trinken. Steht Sport auf dem Stundenplan oder an heißen Sommertagen unbedingt mehr. Der beste Durstlöscher ist und bleibt Wasser. Wem das auf die Dauer zu eintönig ist, der kann auch zu einer leichten Saftschorle greifen. Softdrinks sollten hingegen wie Süßigkeiten behandelt werden: Man sollte sie nur selten trinken, denn sie enthalten nur einfachen Zucker, keine Mineralien und machen auf die Dauer dick.

Brotzeit nicht vergessen

Wer auf den gesunden Snack am Vormittag verzichtet, läuft Gefahr eine Heißhungerattacke zu bekommen. Wenn der Blutzuckerspiegel im Keller ist, kann man im Unterricht nur noch an die Nussschnecke, die Limo und den Schokoriegel vom Pausenstand denken.

Zuckerfalle Pausenstand

Noch immer gibt es an vielen Schulen zu Süßes und zu Fettiges am Pausenstand. Trotzdem: Ein kategorisches Verbot macht die Sache noch interessanter für Ihr Kind. Erkundigen Sie sich lieber, was am Pausenstand angeboten wird und besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es sich auch mal gönnen darf und worauf man lieber verzichten sollte. Ihr Kind sollte wissen, dass man die Lust nach Süßem auch sehr gut mit ein paar Trockenfrüchten, einer Fruchtschnitte oder einem Vollkornbrot mit Marmelade stillen kann - auch wenn das kein dauerhafter Ersatz für Schokolade ist. Und wenn der Appetit einem danach steht, darf es auch mal die Nussschnecke vom Pausenstand sein. Damit der Pausenstand auch etwas Besonderes bleibt, sollten Sie aber beim Essensgeld etwas zurückhaltend sein. Zwei Euro die Woche sollten reichen, für die süßen Extras vom Pausenstand.

Alles über die gesunde Ernährung von Kindern lesen Sie in unserem großen Bereich für Kinderernährung.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Februar 2015

   

 
 

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