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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Bonniebee am 23.10.2012, 10:43 Uhr.

Re: Lebensfreude...

Hallo,

als meine Tochter eine Phase lang auch so einen überhöhten Selbstanspruch hatte, hat es mir geholfen, mir einmal ganz ehrlich klar zu machen, woher die allzu hohen Erwartungen kommen könnten. Denn auch, wenn der Gedanke unbequem ist: Jüngere Kinder tun fast ALLES, um ihren Eltern zu gefallen. Und wenn sie einen zu hohen Anspruch an sich selbst haben, haben auch die Eltern zumindest etwas damit zu tun, denn dieser fällt nicht einfach so vom Himmel. Eltern können versteckte und indirekte Ansprüche an ihr Kind haben, ohne es böse zu meinen und oft auch, ohne es überhaupt zu bemerken. Zum Beispiel kann es sein, dass wir Eltern uns sehr stark auf unser Kind konzentrieren, es sehr fördern wollen, jeden kleinen Fortschritt loben. Und es dabei vor allem loben für Dinge, die das Kind kann, schafft, gerade gelernt hat.

Das ist zwar eigentlich ein natürlicher Wunsch, denn was soll am Loben verkehrt sein? Es ist aber wichtig, das Kind auch für Dinge zu loben, die nichts mit Leistung und Können zu tun haben: Für eine gute Idee. Für einen ungewöhnlichen Gedanken, ein selbst erfundenes Lied. Dafür, dass es einem anderen Kind etwas abgegeben oder ihm geholfen hat. Es ist auch wichtig, das Kind hier und da einfach mal dem freien Spiel mit Freunden zu überlassen, weniger zu organisieren, nicht zu viel zu "fördern" mit Hobbys etc. Kinder müssen außerdem auch mal "nebenher" laufen, nicht immer im Mittelpunkt und Fokus ihrer Eltern stehen, denn das kann auch belasten.

Wichtig kann auch sein, sich zu fragen, ob man vielleicht auch einen zu hohen Selbstanspruch hat. Vielleicht spielen Leistung, Perfektion, Ordnung, Sauberkeit, Einkommen etc. manchmal eine etwas zu große Rolle - und dies überträgt sich ganz unmittelbar auf Kinder. Das gilt auch, wenn ein Kind spürt, dass man über Menschen, die keine so gute Bildung, kein gutes Einkommen, kein gepflegtes Auto oder Haus/Wohnung etc. haben, etwas abfällig denkt. All dies muss bei Euch überhaupt nicht zutreffen, aber es ist eine Überlegung wert, denn Eurer Tochter geht es ja momentan überhaupt nicht gut. Ihr Verhalten ist auf jeden Fall ein Hilferuf.

Wenn Kinder die Haltungen ihrer Eltern widerspiegeln, und das tun sie, dann kann diese niedergeschlagene Phase Eurer Kleinen vielleicht dabei helfen, neue Prioritäten im Familienalltag zu finden. Vielleicht müsst Ihr noch mehr betonen und leben, was wirklich wichtig ist: Gelassenheit, Spaß, den Mut, einmal unkonventionelle oder verrückte Dinge zu tun, ausgelassen zu sein, nicht immer darüber nachzudenken, was "man" macht oder nicht macht, was die Nachbarn denken, nicht zu perfektionistisch zu sein. Herauszufinden, was wirklich Lebensfreude vermittelt. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es wäre nachhaltig und sicher entlastend für Deine Tochter - und vielleicht auch für Dich selbst.

LG

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