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Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Frage von Lirysa  -  11.04.2017
Hallo,

ich habe einen Sohn aus einer anderen Beziehung mit gebracht, er war 1,5 Jahre als wir meinen jetzigen Partner kennen gelernt haben. Wir sind mittlerweile 7 Jahre zusammen und haben 2 weitere gemeinsame Kinder.

Ich weiß nicht ob ich zu viel verlange, aber ich finde man merkt einfach dass die Bindung zu seinen eigenen Kindern eine andere ist, als zu meinem Großen. Ist das einfach so und muss ich das akzeptieren?

Wenn er unterwegs ist und den Kindern was mit bringen will, denkt er natürlich auch immer an meinen Großen.Also entweder alle bekommen etwas oder keiner.
Dennoch ist er nicht so herzlich und auch nicht so geduldig mit ihm.

Leider hat mein Großer, seit er ca. 2 Jahre alt war, keinen Kontakt mehr zu seinem leiblichen Vater, dieser verlangte ein Kontaktverbot bis er 18 ist. (Bitte hinterfragt nicht die Logik dahinter, ich habe es bis heute nicht verstanden)
Das weiß er natürlich nicht, ich sage ihm gegenüber nur das sein Vater sehr, sehr viel arbeitet und weit weg wohnt. Er findet keine Zeit. Mein Großer weiß also das "Papa" (er nennt ihn auch so) nicht sein Leiblicher ist.

Wie ist das bei euch?

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von Sternenschnuppe  -  11.04.2017
Wie alt sind denn Eure gemeinsamen Kinder und sind es auch Jungs ?
Mein Mann ist bei uns seitdem meiner 9 Monate war.
Hat ihn mittlerweile auch vor Jahren adoptiert.
Mein Ex wünscht auch keinen Kontakt, hat ihn noch nie gesehen.

Dennoch kenne ich Deine Gefühle gut.
Wenn die beiden sich reiben, dann möchte ich mich manchmal schützend vor ihn werfen ...

Ich habe allerdings gelernt dass es auch viel mit dem Alter zu tun hat, dem gleichen Geschlecht. Die reiben sich anders aneinander, provozieren sich und testen ihre Grenzen. Vorpubertät....

Mein Mann ist sehr bemüht, die Adoption war auch sein Wunsch, er liebt den Großen sehr und würde für ihn durchs Feuer gehen.

 
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Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von Späti79  -  11.04.2017
Ich lernte meinen Mann kenne, da war mein Großer knapp 3. AUfgrund seiner Stiefschwestern, die mein Mann mit in die Beziehung brachte (sie wohnen jedoch bei der Mutter), sagte mein Sohn ziemlich schnell "Papa" zu meinem Mann, zudem war der Kontakt zum Vater mehr schelcht als recht und zwischendrin sieben Jahre gar nicht vorhanden.
Ich kenne beide Seiten. Sowohl die als Stiefelternteil, als auch als Mutter. Wir haben übrigens auch noch zwei Kinder bekommen.
Mein Mann hat ganz klar nicht die Bindung zu meinem Sohn, wie ich sie habe, ich habe auch eine andere Bindung zu seinen Töchter, als er sie hat und ich finde das normal. Er hat meinen Sohn nicht gezeugt, ist nicht der Vater und ich nicht die Mutter seiner Kinder.
Ich mag die Kinder, hab sie lieb, jedoch von mütterlicher Liebe, wie ich sie von meinen Kindern kenne, weit entfernt.
Es ist tatsächlich etwas anderes,.....zumindest für mich.
Das heisst nicht, dass ich grundlegend böse veranlagt bin
Die Grundlage ist halt nur eine ganz andere.

Mein Mann denkt auch immer an alle Kinder und würde nie eins benachteiligen, dennoch ist die Bindung und die Beziehung eine andere.

LG

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von tschichen  -  11.04.2017
Wir erwarten jetzt erst unser erstes gemeinsames Kind. Der geoße war 4 als wir zusammengekommen sind, die kleine 2. ich denke, es ist ganz normal, dass man eine andere Bindung hat zu Kindern, die man von Geburt an kennt. Man sollte natürlich trotzdem versuchen, dass insgesamt die Regeln für alle gleich sind eben je nach alter. Ich bin zuversichtlich, dass das bei uns gut Klappen wird. So oder so verbringt man ja nun mit einem Baby mehr Zeit als mit einem größeren Kind bzw es braucht eben mehr Aufmerksamkeit.

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von mf4  -  18.04.2017
Dass die Bindung eine innigere ist zu den leiblichen Kindern halte ich für völlig normal. Ich könnte bestimmt "fremde" Kinder lieben aber sicher nicht so innig wie meine leiblichen. Ich kann sagen, dass ich meine Schwiegertochter z.B. sehr lieb habe aber nicht wie ihren Mann, meinen Sohn.
Das gemeinsame Kind, mein Enkelchen liebe ich sehr aber auch da ist es nicht das gleiche wie das selbst-geborene Kind.
Ich halte das für menschlich und ich denke auch nicht, dass du das Kind eines anderen eben so intensiv lieben würdest wie deine leiblichen.

PS: Dass du deinem Kind seit klein auf erzählst sein Vater arbeitet ganz viel halte ich für einen Fehler. Das Kind wächst also im Glauben auf, dass es einen tollen Papa hat, der leider nicht da sein kann.

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von clarence  -  19.04.2017
Mein Sohn hat meinen jetzigen Mann auch mit 1,5 Jahren kennengelernt. Die beiden waren immer ein gutes Team und sind es immer noch. Manchmal kommt er mit meinem Sohn besser klar als mit seiner eigenen (unserer gemeinsamen) kleinen Tochter.
Aber dennoch fällt mir auf, dass er auch schneller mal geschimpft bekommt von ihm als seine leibliche Tochter (Er ist aber zugegeben auch viel wilder und hört nicht so schnell wie die Kleine.).

Mit meinen beiden größeren Kindern - die waren als ich meinen Freund kennenlernte bereits 8 und 10 J. alt, ist die Beziehung nicht sehr gut. Sie kommen zwar miteinander aus, aber richtig gern mögen sie sich (leider) nicht.

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von cereza  -  11.04.2017
Mein Mann macht auch einen Unterschied zwischen den beiden Kindern. Alles andere wäre wohl auch eine Lüge, natürlich hat man zu seinen eigenen Kindern eine viel engere Bindung. Würde uns doch auch so gehen. Auch, wenn mein Mann und ich schon zusammen sind, seit die Große 2 ist.
Wir reden miteinander sehr ehrlich und auch oft über solche Sachen, einfach, um miteinander im Gespräch zu bleiben. Mein Mann macht sich viele Gedanken darum. Das freut mich sehr.
Sein Weg ist es, die Kinder fair und gleich zu behandeln, mit beiden zu spielen und sich zu beschäftigen, auch mal was mit dem großen Kind allein zu machen. Dann fällts nicht so auf. Er hat sie ja durchaus auch lieb, aber eben auf freundschaftlicher Ebene. Vergleichbar so, wie mein Bruder sie als seine Nichte eben auch mag.
Man sieht aber von weitem, wie sehr er seine eigene Tochter liebt. Seine Augen leuchten, wenn er sie sieht, sie verstehen sich ohne Worte, sie sind einfach eine Einheit, sie ist ihm auch sehr ähnlich.
Die Große ist in Charakter und Aussehen ein kleiner Klon von mir :-) Das spielt uns in die Karten, so ist ihr richtiger Vater nicht so präsent, wenn man ehrlich ist, ist das für die Stiefväter wohl tatsächlich ein Problem, täglich vorgehalten zu bekommen, dass da mal ein anderer war.
Außerdem ist die Große jetzt im Teenageralter, die Kinder haben einen Altersunterschied von über 6 Jahren, auch deshalb kann man manche Sachen schönreden bzw. treten sie gar nicht erst zutage (mit kleineren Kindern kuschelt man eben mehr als mit 13jährigen...)

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von cereza  -  11.04.2017
ich würde auch nicht erzählen, dass der Papa leider keine Zeit hat, weil er weit weg wohnt und viel arbeiten muss. Die Kinder fragen sich trotzdem, warum der nicht mal auftaucht. Unsere Große sieht ihren Vater 2,3mal im Jahr, wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass er mehr Interesse eben nicht hat, das aber nicht an ihr liegt, sondern an seiner geistigen Unreife. Da sie in unserer Familie eine gewisse Sonderstellung hat (Großeltern als "1. Enkel", hier sticht wieder positiv ihr Alter hervor, meine kleine Tochter und die anderen Enkel sind ja massiv jünger (die "Sonderstellung" würden sie allerdings nie zugeben- aber klar, man merkt es, auch wenn sie sich bemühen, alle Enkel gleich zu behandeln ;-) ) und die anderen "echten" Großeltern, die sie sehr lieben und sich im Gegensatz zu ihrem Sohn, gerne um sie kümmern), kommt sie damit, denke ich, ganz gut klar.

Wie sehr merkt das Stiefkind das "stief" sein?

Antwort von Späti79  -  11.04.2017
und ich war, in den sieben Jahren Beziehungspause zwischen meinem Sohn und dessen Vater auch immer ehrlich. Der Vater konnte einfach nicht. Nicht, weil er nicht wollte, sondern weil er es einfach nicht auf die Kette bekommen hat, sich um seinen Sohn entsprechend zu kümmern. Diese Ehrlichkeit schafft heute, wo er nun 17 ist, eine ehrliche Gesprächsbasis. Ich hätte nie was anderes erzählen wollen, da irgendwann die tatsächliche Lage rausgekommen wäre und auch ich Ehrlichkeit von meinen Kindern erwarte....
Seit einem Jahr haben sie wieder Kontakt, mehr per Handy, als anders, aber immerhin.....


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