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Geschrieben von Kede am 03.01.2005, 14:00 Uhr

Hilfe! Bei privater KV kein Mutterschutz?

Hallo,
hat jemand Erfahrungen mit der privaten Krankenversicherung gemacht? Ich bin etwas verzweifelt. Mitte März gehe ich in Mutterschutz und habe heute erfahren, dass weder mein Arbeitgeber noch meine private Krankenversischerung (Signal Iduna) mir einen müden Cent zahlen wird! Auch nicht zwei Monate nach der Entbindung! Im Gegenteil, meinen Krankenkassen-Beitrag von 450 Euro muss ich (obwohl ich nichts verdiene) weiterbezahlen. Wer hat Erfahrungen gemacht. Sind die 210 Euro vom Bundesversicherungsamt wirklich das einzige, was mir zusteht? Wahrscheinlich werde ich dann wohl auf Mutterschutz verzichten, falls das meine und die Gesundheit des Babys zulassen. Ich bin total frustriert!!!!

 
8 Antworten:

Re: Hilfe! Bei privater KV kein Mutterschutz?

Antwort von tinai am 03.01.2005, 15:07 Uhr

Das ist nicht richtig!

Du bekommst nur den Anteil der gesetzlichen KK nicht. Da bin ich ziemlich sicher. Dein AG muss Dir den Mutterschutz bezahlen, wenn Du in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehst! abzüglich der 13EURO/Tag, die sonst die gesetzliche KK bezahlt.

Auf Mutterschutz verzichten darfst Du nur vor der Entbindung, danach darf kein AG der Welt dich abhängig beschäftigen (bei freier Mitarbeit sieht das anders aus).

Private KV-Beiträge laufen weiter, das hilft nichts.

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Nachtrag

Antwort von tinai am 03.01.2005, 15:09 Uhr

Der PKV ist es egal, ob Du was verdienst oder nicht. Die kalkulieren ja gerade anders als die gesetzliche KV. Also wenn Du Dich nicht entsprechend versichert hast, gibts auh nichts.

Aber mich irritiert Dein immens hoher Beitrag von 450 Euro - das ist ja fast mehr als der Höchstsatz von den meisten GKV. Aber auch davon muss Dein AG während des Mutterschutzes die Hälfte bezahlen - soweit meine Kenntnis.

Frag mal bei Frau Bader im Rechtsforum nach.

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Re: Nachtrag

Antwort von kede am 03.01.2005, 17:05 Uhr

Hallo und danke für die schnelle Antwort! Mittlerweile bin ich etwas beruhigter, denn mein Arbeitgeber zahlt tatsächlich etwas dazu. (war eine Fehlinformation)
Von meiner Krankenversicherung bin ich dennoch geschockt, denn ich habe mal nachgefragt, ob sie mir wenigstens Schwangerschaftsvorbereitung, Rückbildung, Akupunktur oder ähnliches bezahlen, aber nichts dergleichen. Selbst den Vorbereitungskurs muss man voll tragen. Und der Beitrag ist so hoch, weil eine Krankentagegeldversicherung mit drin ist. (die allerdings bei Schwangerschaft nicht greift) Und kündigen kann man die auch nicht so schnell, da gibt es lange Fristen. Jetzt versuche ich verzweifelt aus dieser Zwickmühle herauszukommen, denn die 450 Euro pro Monat sind echt zu viel, bei keinem Einkommen. (vor allen Dingen, wenn man länger pausieren will) Ich muss wohl recht schnell wieder anfangen zu arbeiten.

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Re: Nachtrag

Antwort von tinai am 03.01.2005, 18:43 Uhr

Also ich habe auch eine private Krankenversicherung und bei weitem nicht den billigsten Tarif, zuzüglich Krankentagegeld etc. pp. Letzteres schlägt bei mir auch ordentlich zu Buche.

Aber während einer Schwangerschaft kannst Du wirklich nicht wechseln, schon weil Dich keine andere Versicherung nimmt. Evlt. wäre eine Lösung, wenn Du einen Tarif mi hohem Selbstbehalt umsteigst, da steht man sich in der Regel besser, selbst wenn man den ganzen Selbstbehalt tragen muss.

Ich bezahle bei 700 Euro Selbstbehalt knapp über 300 Euro/Monat, Eintrittsalter war 32 ohne Krankheiten. Durch den hohen Selbstbehalt reiche ich auch nichts ein und bin inwischen schon bei einer Erstattung von 3 Monatsbeiträgen, wenn ich weiterhin leistungsfrei bleibe - geht bis zu 6 Monaten.

Für stationär gilt der Selbstbehalt übrigens nicht, auch nicht die Erstattung. Aber mal ehrlich, solange man keine chronischen Krankheiten hat oder Folgekosten vom Krankenhaus, braucht man die Versicherung wirklich nicht. Mit allen Vorsorgeuntersuchungen und Zahnarzt komme ich im Jahr höchstens auf 600-800 Euro und da stehe ich mich ohne EInreichen besser.

Gruß Tina

Gruß Tina

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wir zaheln auch grad 4 private krankenversicherungen!!

Antwort von Henni am 03.01.2005, 19:22 Uhr

huhu

ja das ist ätzend!! Wir sind alle 4 privat versichert, und im moment arbeitet nur mein mann...allerdings bekommen wir Beihilfe da wir beamte sind...dennoch finde ich deinen beitrag auch echt Hammer hoch!!! hast du da noch zuschläge drauf?? ich würde wenn cih 100 % selbst zahle ca 320 Euro löhnen...

LG HEnni

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Ergänzungen

Antwort von desireekk am 03.01.2005, 21:14 Uhr

Ich zahle sogar über 450 EUR für mich ganz alleine und das auch gerne!
Warum sollte ich als AN auf den Zuschuß des AG teilweise verzichten?
Ich trage ja nur die Hälfte von den 450 EUR selbst.
Das ist fast soviel wie die gesetzliche, aber ich habe keinerlei Zuzahlungen und ein bedeutend besseres Krankengeld.
Von besserer Betreuung, umfangreicherer Medikamentenauswahl, etc. mal abgesehen...

Aber: meine PKV hat sowohl Vorbereitung, Akkupunktur wie Rückbbildung bezahlt!
Vorbereitung nach ärtzl Attest hätte ich sogar in Einzelstunden bekommen (bin bei der DKV versichert).

Mail mich mal an, dann kläre ich das nochmal bei der Signal-Iduna, ist mein Beruf :-)
... Versicherungskauffrau...

Viele Grüße

Désirée

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Re: Hilfe! Bei privater KV kein Mutterschutz?

Antwort von Geisterfinger am 07.01.2005, 8:26 Uhr

Vielleicht bin ich falsch informiert, aber meines Wissens läuft während des Mutterschutzes alle wie gehabt weiter. DU bist ja nach wie vor angestellt und bekommst dein gehalt. Problematisch wird es idR dann während der ELternzeit, wo du ja kein Geld bekommst. Für diese Zeit kannst du in der PKV bleiben auch wenn du nichts verdienst, musst dann aber den gesamten Beitrag inkl. AG-ANteil selbst bezahlen. EInige KV bieten die Möglichkeit an die Mitgliedschaft ruhen zu lassen oder zeitweise in einen niedrigeren Taref zu wechseln. Sprich mit denen! DU kannst aber auch in die gesetzliche zurück. Wer will das schon, denn du hattest ja sicherlich gute Gründe für die PKV. Wenn du nach der ELternzeit aber z.B. Teilzeit arbeiten willst und dann eh unter die Bemessungsgrenze fällst, dann musst du dann eh zurück in die gesetzliche KV und machst es dann vielleicht nur etwas früher. Ich hoffe ich habe dir geholfen! Am besten die Möglichkeiten mit der PKV absprechen!

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nur zur Richtigstellung: manche Privatversicherungen nehmen auch Schwangere in der Frühschwangerschaft

Antwort von sun1024 am 07.01.2005, 12:45 Uhr

Hallo,

dass PKV keine Schwangeren nehmen, ist nicht ganz richtig. Manche nehmen gar keine, manche nur bis zur soundsovielten Woche / zum soundsovielten Monat. Da muss man dann einfach mal alle durchtelefonieren. Habe mich damals informeiert, als ich im 4. Monat verbeamtet wurde, und ich hätte durchaus welche gefunden, die das gemacht hätten.

Was übrigens noch ätzender ist als PKV, ist, sich als Beamter freiwillig gesetzlich versichern. Da man beihilfeberechtigt ist, zahlt der Arbeitgeber keinen Anteil, aber die Beihilfe zahlt nicht, da man nicht privatversichert ist - sprich, man zahlt den doppelten Beitrag ...


Nur so am Rande ...

LG sun

LG sun

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