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Geschrieben von Astilbe 007 am 31.01.2006, 22:10 Uhrzurück

Re: Gerade in ZDF noch mal ein bericht wegen Organspende

Hallo Saulute,
danke, dass du das Thema noch mal aufgreifst.
Fakt ist, dass ca. 12% (man kann es nur schätzen) einen Organspendeausweis besitzen. Viele repräsentative Umfragen in den letzten Jahren haben eine grundsätzliche Spendenbereitschaft von 70-85% der volljährigen Bevölkerung aufgezeigt.
Aber: kaum jemand spricht im Kreise der Familie über seine Einstellung und noch weniger füllen eine schriftliche Erklärung aus.
Im Fall des Falles steht die Familie also da und soll bekunden, wie der Verstorbene zur Frage der Organspende für sich selbst gestanden hat. Die meisten Familien wissen es einfach nicht! Und in der Angst, etwas falsch zu machen, wird dann häufig lieber abgelehnt als zugestimmt.
Die bundesdeutsche Ablehnungsrate liegt zurzeit bei rund 50%, es gibt dabei regionale Unterschiede.
Also, wenn man für sich die Entscheidung pro Organspende getroffen hat, und aus den mannigfaltigsten Gründen keine schriftliche Erklärung aufsetzt, müsste man sie zumindest unbedingt der Familie mitteilen. Denn diese wird im konkreten Fall befragt. Tote können keine Auskunft mehr geben.

Nebenbei, du hast es ja schon gesagt und ich weiter unten auch schon: Fast alle würden sich selbst im Bedarfsfall transplantieren lassen. Es ist doch ein Gebot der Fairness, dann auch selbst spendebereit zu sein und dafür zu sorgen, dass das auch übermittelt wird.

Umfassende Infos zur Organspende und auch Spenderausweise zum Download gibt es unter www.dso.de (Deutsche Stiftung Organtransplantation. Das ist die bundesweite Koordinierungsstelle für alle Organspenden).

Liebe Grüße
Astilbe

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