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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Franz Josef Neffe am 29.06.2009, 19:42 Uhr.

Wovon sind die geistes- und Seelenkräfte erschöpft? Was bekommen sie zur Stärkung?

Die zwei Jahre von 4 - 6, wo mein jüngster Cousin sein Genie zu Hause frei entfalten konnte und von allen dafür angemessen bewundert wurde, sprühte er vor Leben. Nach dem 1.Jahr Unterrichtsvollzug war er eine blasse Mumie. Deine Tochter scheint also noch halbwegs weggekommen zu sein in der Unterrichtungsanstalt, die wir irreführend "Schule" nennen. Das Wort SCHLAE ist griechischen Ursprungs und bedeutet so ziemlich genau das Gegenteil wie das, was wir daraus gemacht haben.
LERNEN bedeutet (von germ LAISTI = die FÄHRTE), eine Färhte des Lebens verfolgen, Erfahrungen sammeln - das kann hoch interessant sein, weil man dabei pausenlos Neues entdeckt. In der Schule steht das erlaubte Neue aber bereits vorgekocht im Lehrplan und wird so vitaminreduziert in tägfichen Dosen verabreicht. Von der Kost wachsen die Kräfte nicht sondern sie werden verbraucht. Von was aber wachsen die Kräfte und TALENTE des Kindes? Davon, dass man sie jeden Tag immer wieder zu was zwingt? Was hat denn die Du-musst-Schule Deines Kindes im Angebot für das Wachstum der Talente der Kinder? Wovon konkret soll es kommen? Als erfahrener Lehrer müsste man Dir und dem Kind doch begeistert berichten können von den vielen schönen Erfolgen, die man schon erzielt hat, indem man die Talente der Kinder gezielt stark und groß machen konnte. Wieviele Erfolgsbeispiele konnte Euch die Schule nennen?
Ich bin Ich-kann-Schule-Lehrer und ich untersuche die Gesetze von Erfolg und Misserfolg seit 35 Jahren. Ich würde bei meiner ersten Begegnung mit Deinem Kind erst einmal begeistert genau die Kräfte begrüßen, die meine Kollegen noch gar nicht entdeckt haben. Ich sehe sie ja auch nicht, aber ich weiß, dass sie da sind. Und wenn ich mich sehr für sie interessiere und ihnen ihre Güte unbesehen bestätige, dann kommen sie raus bei mir. Auch wenn schon eine Diagnose festgestellt hat, dass es sie nicht gibt. Das ist einer der Gründe, warum ich festgestellte Diagnosen grundsätzlich erst einmal wieder lockerstelle. Die Talente in den Kindern, die oft genug verprellt und gekränkt worden sind, ohne dass das jemand im Eifer bewusst wurde, mögen es, wenn man sich auf ihre Seite stellt. Sie lieben Zuverlässigkeit und Solidarität und sie haben keinen Respekt, der mit ihnen bloß wegen einiger auf Papier gemalter Zahlen (Noten) nichts mehr wissen will oder sie gar verhöhnt.
Ich habe immer wieder probiert, was Kinder können, wenn man ihr KÖNNEN achtet. In der 2.Klasse der lernbehinderten Schule ist das Rechnen im 20er-Raum vorgesehen - nach 1 Jahr = 40 x 5 = 200 Stunden Rechnen im Zahlenraum 1 - 6. Ich farge: Wer häkt so etwas aus, ohne nicht midnestens neurotisch zu werden? Ich schlug meinen 10 Schülern nach ein paar Wochen vor, dass ich ihnen ZU 100% AUF MEIN RISIKO zeige, wie man schwere Aufgaben aus der 4.Klasse Grundschule (Addieren von Millionenbeträgen) richtig rechnet. Nach einer halben Stunde konnten es alle und sie rechneten zu Hause noch freiwillig bis zu 10 Aufgaben mit je bis zu 10 addierten Millionenzahlen - alles richtig - sie wollten gar nicht aufhören.
Wenn Du das mit dem Ende des 1.Schuljahres Deiner Tochter vergleichst, dann wäre ich doch arg neugierig zu erfahren: Warum ist es bei Deiner Tochter nicht so, dass sie gar nicht mehr aufhören will?
Ist es nicht das Mindeste, was sie als Orientierungshilfe für Dich und ihre Lehrer tun muss, dass sie in ihren Leistungen nachlässt? Als Ich-kann-Schule-Lehrer würde ich ihr danken für den Hinweis, dass ich offensichtlich soviel verkehrt gemacht habe. Ich würde sie um Rat fragen, was ich tun und wie ich es besser machen soll? Das würde ihr die bedeutung geben, die sie tatsächlich hat. Täte ich so, als ob Deine Tochter zu doof ist, meinen genialen Vorgaben zu folgen, und würde ich dazu übergehen, sie "besonders zu fördern", dann hätte ich meine Fehler nicht erkannt und würde mit diesem UNsinn das Problem schnell vergrößern. In deiner Tochter ist nämlich ein GEIST, der etwas dagegen haben muss, sich beständig den Irrtümern anderer unterzuordnen. Dieser GEIST ist fürs Überleben und fürs Wachstum der PERSÖNLICHKEIT zuständig und der kann die Persönlichkeitsschrumpfung durch Pädagogik nicht tolerieren. Schau doch mal das Persönlichkeitswachstum Deines Kindes an: Ist Lara durch die angewandte Pädagogik MEHR geworden oder WENIGER?
Wovon wächst die Persönlichkeit - und mit ihr alle Geistes- und Seelenkräfte? Doch wohl von Achtung, Anerkennung, Bestätigung, Interesse an der guten Entwicklung, Eremutigung, Solidarität, Stärkung und mehr desgleichen. Du fütterst doch auch den Körper Deines Kindes täglich mehrmals und hast Erfolgt damit. Densleben Erfolg kannst Du - wie meine Kollegen - haben, wenn Du (sie) den Talenten von Lara was Stärkendes zu essen gibst (geben). Ich denke, das wirst Du feinfühlig bestens tun und damit bald alle 5000 Talente Deiner Tochter zu deinen besten Freunden zählen dürfen. ich freue mich auf Eure Erfolge.
Franz Josef Neffe

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